Online Petition „Stopp Tabakwerbung“

Hier eine Möglichkeit, sich gegen die in Deutschland leider noch immer überall auf Straßen und Plätzen sichtbare Werbung für Lungenkrebs und Herzinfarkt zu positionieren. Aus dem Petitionstext:

Sehr geehrte Frau Angela Merkel,

Tabakplakate gehören ins Altpapier – nicht auf die Straße oder in Geschäfte, wo sie Kinder und Jugendliche zum Rauchen animieren. Rauchen ist nach wie vor die größte vermeidbare Todesursache in Deutschland. Bitte sorgen Sie dafür, dass Tabakwerbung endlich abgeschafft wird. Der Entwurf für ein neues Tabakgesetz, der gerade von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt (CSU) erarbeitet wird, sieht einen besseren Schutz vor Tabakwerbung vor. Das Kanzleramt darf dieses Vorhaben nicht blockieren und damit den Interessen der Tabakindustrie Vorrang vor der Gesundheitspolitik einräumen.

https://weact.campact.de/petitions/stopp-tabakwerbung/

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7 Gedanken zu „Online Petition „Stopp Tabakwerbung“

  1. Matthias Aichmaier sagt:

    Selbstverständlich bereits gezeichnet. Für mich auch vollkommen unverständlich, wieso diese Art der Außenwerbung überhaupt erlaubt sein kann. Man gesteht der Tabakindustrie zu, ohne irgendwelche Einschränkung Kinder, Jugendliche und jugendliche Erwachsene anzufixen. An nahezu jeder Bushaltestelle und an unendlich vielen Litfasssäulen und Plakaten lächeln einem Publikum, das besonders empfänglich für die Werbebotschaften ist, gutaussehende und sympathische Menschen entgegen.

    • Peter Rachow sagt:

      Die Tabakwerbung ist eine einzige Lüge. Verkauft werden soll ausschließlich ein Lebensgefühl. „Wenn Du rauchst, siehst Du gut aus, bist attraktiv und cool!“. Das ist die „Messidsch“. Junge Menschen werden auf diese Weise angefixt, obwohl dies eigentlich verboten ist.

      Und besonders jene Personen, welche die Tabakwerbung auf ihren schicken Fotos als „bewusste, freie Genießer“ darzustellen pflegt, haben so gar nichts gemein mit der Realität. Wie die aussieht, kann man auf den einschlägigen Raucherforen im Netz sehen: Stark vorgealterte Gesichter, dicke Bäuche (=> „Verbotsstaat 2012“), faltige Haut, ruinierte Zähne etc. etc. Aber die „Freiheit“ hat eben ihren Preis.

  2. Matthias Aichmaier sagt:

    Als geradezu unverschämt ist hier die Marlboro Maybe-Kampagne zu nennen. Es wird explizit ein junges Publikum angesprochen.
    Knutschende Pärchen, Motorräder, Burnouts mit PS-starken Autos.

    Besonders perfide ist allerdings der Versuch, auf den Plakaten nicht nur junge und besonders attraktive Raucher darzustellen, sondern auch die Verlierer der Gesellschaft zu adressieren. So hat es vor einiger Zeit ja sogar Alexander Jäger auf die Plakate geschafft. Sein verschämtes Lächeln, die verkrampfte Körperhaltung und die vor dem “besten Stück“ zusammengefalteten Hände dürften gerade solchen Menschen gefallen, die sich in Gesellschaft eher unwohl fühlen und etwas zum Festhalten brauchen. Und da bietet sich die Zigarette eben geradezu an:

    Link zur Marlboro-Kampagne mit dem Aalener FDP-Politiker Alexander Jäger (rechts im Bild)

    • Peter Rachow sagt:

      Stimmt. Ich denke auch, dass Philipp Morris hier einen genialen Schachzug getan hat. Endlich kommen nicht nur die abgeschmackten hippen und obercoolen Typen auf den Plakaten vor sondern auch Menschen aus dem Volk. Gerade der Aalener FDP-Politiker Alexander Jäger kann hier stellvertretend für alle im Leben nicht ganz so bevorteilten Mitmenschen zeigen, dass nicht nur „Winner“ rauchen: Kein Mandat, kein politischer Erfolg, kein Uniabschluss. Und vor allem: Extrem „uncool“. Eben so wie Du und ich. 😉

      Ich denke weiter, dass dies eine Rolle ist, die Jäger geradezu auf den Leib geschrieben ist: Werbeikone für ein Produkt, das langfristig nur Verlierer kennt. Außer jenen, die es verkaufen, natürlich.

  3. Dick Rauch sagt:

    Dass die Werbung für tödliche Tabakdrogen in Deutschland verboten wird, ist leider ziemlich unwahrscheinlich. Man kann nur hoffen, dass die Tabakdrogenindustrie die Werbung von sich aus reduziert, sobald die Warnbilder verpflichtend eingeführt sind. Denn diese ekelhaften Fotos, die zeigen, was dieser Genuss an Menschen so alles anrichtet, müssen sehr wahrscheinlich auch auf Plakaten, in Kinowerbespots und an Verkaufsorten zu sehen sein. Aber wie ich die Bundestabakregierung kenne, bohrt diese sicher noch ein paar Schlupflöcher für die liebe Tabakdrogenindustrie, gelle? Nicht, dass ein angehender Genießer die Reklame als Antiwerbung begreift!

  4. Noch_ein_Leser sagt:

    Es gibt auch ein Video des Forum Rauchfrei zum Thema. Man merkt, dass keine teure Werbeagentur dahinter steckt, aber ich habe schmunzeln müssen:

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