Nicolai Kosirog: Die „Intelligenzbestie der Woche“

Der Mann aus Mülheim an der Ruhr hat wieder mal kräftig hingelangt. Und wieder jede Menge nikotinschwangeren Unsinn von sich gegegeben. Das erste Fettnäpfchen war schnell gefunden, Kosirog probierte sich in Wissenschaftlichkeit:

Nicolai Kosirog Ich habe die Erfahrung gemacht, auf die Rückfrage: “ Können Sie mir eine Studie nennen, die die Gefährlichkeit von Passivrauch beweisst, wissenschaftlich nachprüfbar ist und nicht auf statistischen Hochrechnungen beruht?“. Es kam noch nie auch nur eine einzige Antwort, nur ungläubiges Erstaunen und Schweigen. (Quelle)

Hier wieder der typische Fehler eines Menschen, der keine wissenschaftlichen Kenntnisse hat, aber versucht, wissenschaftlich zu argumentieren. Wissenschaftliche Antworten auf bestimmte Fragen (wie z. B. jener nach Schädlichkeit von Passivrauchen) sind nicht per se fragwürdig, weil sie auf der Auswertung von statistischen Daten beruhen. Und auch nicht deshalb, weil diese Daten auf die Klärung anderer Fragestellungen übertragen werden, was „Kosi“ als „hochrechnen“ bezeichnet. Mit etwas Methodenkenntnis könnte man diesen Fehler leicht vermeiden. Dazu müsste man sich allerdings fortbilden, woran es bei Herrn Kosirog offenbar hapert. Es endet dann wieder beim dummen Schlusspunkt: „Ich habe noch keinen Totenschein gesehen, auf dem Passivrauchen als Todesursache steht.“ Ich übrigens auch nicht. Weil auf Totenscheinen eine Krankheit oder eine Unfallursache steht, die zum Tode führte und meistens nicht das Verhalten, das zur Krankheit führte. Manchmal aber doch. Die Begriffe heißen:Lungenversagen,COPD, Nikotinabusus.

Kosirog kann übrigens noch dümmer:

Nicolai Kosirog Richtig, Theo. Meistens kommt als Argument: „Aber jetzt stinkt meine Kleidung nicht mehr nach Rauch.“ Ich frage mich, wann immer ich dieses „Argument“ lese, was sind das eigentlich für hygienische Wildsäue, die ihre Kleidung nicht regelmässig reinigen lässt?

Irgendwie scheint der Mann ein ganz erhebliches Problem mit der Logik zu haben. Beispiel: Ich lasse meine Sachen reinigen (oder wasche sie, was weniger aufwändig ist) und gehe dann 3 Tage später in ein verrauchtes Lokal. Was ist dann die Ursache der nach übelstem Rauch stinkenden Kleider? Dass ich die Kleidung 3 Tage nicht gewaschen habe oder dass ich in einer Räucherhöhle war?

Und warum soll ich für das übermäßig häufige Reinigen/Waschen meiner Kleidung teures Geld bezahlen, nur weil ein paar rücksichtslose Raucherrüpel unbedingt im Lokal rauchen müssen?

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4 Gedanken zu „Nicolai Kosirog: Die „Intelligenzbestie der Woche“

  1. Destruxol sagt:

    Es reicht ein Abend in einer dieser Räucherkammern und die Kleidung stinkt bestialisch. D. h. ich müsste Nachts nach jeden Kneipengang nochmal die Waschmaschine anwerfen. Außer natürlich es würde in meiner Wohnung bereits so abartig nach Kippendreck stinken wie beim Kosidoof 😉

    • Peter Rachow sagt:

      Diese Leute machen sich aufgrund ihres komplett zerstörten Geruchsempfindens ja gar keine Vorstellung, welchen bestialischen Gestank sie in den Kleidern anderer Menschen zurücklassen.

      Ich erinnere mich dunkel an eine Begenbenheit vor vielen Jahren: Ich war damals noch der Meinung, mir eine Gitarre um den Hals hängen zu müssen und in irgendwelchen Bands mitspielen zu müssen. Musiker sind übrigens oft die exzessivsten Qualmer. Die Typen meinen, die Kippe gehört einfach „zur coolen Mugge“ dazu.

      Ich sollte also seinerzeit in einer Band für einen Gig aushelfen, weil ihr Bassist erkrankt war. Schon vor Probenbeginn wurden die ersten Kippen angezündet. Nach einer halben Stunde war der Probenraum so unter Rauchgas gestanden, dass ich die Probe verlassen habe und dankend auf den Gig verzichtete. Ich wollte abends eh noch auf eine Feier eines Kollegen gehen, da kam mir der Abbruch gerade recht.

      Im Auto merkte ich aber, wie widerlich meine Kleidung stank, so dass ich unmöglich zu dem Fest hätte gehen können. Ich zog es dann vor, daheim unter die Dusche zu steigen und die Klamotten gleich in die Waschmaschine zu legen. Das Auto stank am nächsten Tag noch derartig ekelerregend, dass ich erstmal den Innenraum mit Teppichreiniger säubern durfte.

      • Nieraucher sagt:

        Wenn wir früher aus der Disco oder dem Wirtshaus kamen, egal wie „früh“ es war, musste „frau“ erst mal unter die Dusche. Der Rauchgestank in den langen Haaren war einfach zu widerlich. Ohne Dusche haben dann am nächsten Tag die Augen gebrannt, wie Hölle.
        Überhaupt habe ich ja immer gemeint, dass mein Kopfweh am Tag nach der Party einfach vom Alkohol kam. Seit aber nicht mehr geraucht werden darf, bleibt auch das Kopfweh aus, egal wie viel ich getrunken habe. Damit wurden der Pharmaindustrie von mir einige Ibuprofenpackungen vorenthalten durch das Rauchverbot.

  2. Excalibur sagt:

    Raucher sind unheilbar dem Dualismus verfallen Um nicht von ihren unterschwelligen Ängsten und dem Gefühl der Machtlosigkeit angesichts ihrer scheinbar unentrinnbaren Sucht in Dauerpanik versetzt zu werden, postulieren sie eine geteilte Welt: Sie selbst sind die „Guten“, die Opfer unbegründeter Verfolgung, die freiheitsliebenden Genussmenschen und wahren Humanisten. Die anderen, die „Achse des Bösen“ sind die WHO, die Pharmaindustrie und die „militanten, faschistoiden Antiraucher“.
    Studien zur Schädlichkeit des Passiv-/Rauchens kommen selbstverständlich immer aus der dunklen Hälfte. Und sind somit per se unglaubwürdig, denn überprüft wurden sie wiederum nur von bösen Protagonisten.
    Es gilt das Motto: Was nicht sein darf, das kann nicht sein.

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