Archiv der Kategorie: Bodo Meinsen

Peter Möstl – BFT-Gründungsmitglied und besorgter Bürger

Ein Gastbeitrag von Destruxol

Heute ist es mal an der Zeit, den bayerischen Nikotiniker Peter Möstl mit einem eigenen Beitrag zu würdigen. Herr Möstl gehörte vor 5 Jahren zu Bodos Gründungsteam beim Raucherverein „Bürger für Freiheit und Toleranz e.V.“, wurde Vorstandsmitglied und gelegentlicher Kommentator. Doch als der Verein sich bundesweit aufstellte und versuchte das Image eines schmuddeligen Lobbyistenvereins der Tabakmafia loszuwerden, musste Peter Möstl, wie auch andere bayerische Brachialraucher, seinen Platz im Vorstand räumen, um Platz für Verbündete aus anderen Bundesländern zu schaffen.

Seitdem ist viel passiert und Herr Möstl hat inzwischen auch die Seiten gewechselt, vom Kämpfer für Freiheit und Toleranz, zum Kämpfer gegen Flüchtlinge.

Peter Möstl - Flüchtlingsfeindliche Thesen

Peter Möstl – Flüchtlingsfeindliche Thesen (Quelle)

Kommen wir also zur absatzweisen Analyse der „Thesen“ von Herrn Möstl:

Ich stelle jetzt einmal meine Meinung zur Flüchtlingsproblematik hier zur öffentlichen Diskussion und hoffe auf faire und sachliche Diskussion.

Ich würde ja gerne mitdiskutieren, aber leider wurde ich von den selbst ernannten Kämpfern für Meinungsfreiheit blockiert. Deswegen danke ich Peter dafür, dass er mich auf seinem Blog auf Herrn Möstls offenen Brief antworten lässt.

Unsere Politiker und vor allem die Medien haben sich auf einen sehr gefährlichen Weg begeben.
Sie verbreiten eine „Willkommens Kultur“ ohne gleichen, öffentlich und in alle Welt. Wir werden durch den unkontrollierbaren Zustrom von Flüchtlingen überrannt.

Halten wir fest: Die aktuellen Flüchtlingsströme sind in der Tat eine Herausforderung. Ursache dafür ist allerdings nicht unsere „Willkommenskultur“, sondern die desolate Situation in den Herkunftsländern. Wer aufgrund von Krieg, Verfolgung, Hunger oder medizinischer Unterversorgung um sein Leben fürchten muss, hat einen legitimen Fluchtgrund. Gerade wir Deutschen sollten dies wissen, waren wir doch in den 1940er Jahren nicht nur Hauptfluchtgrund für viele Menschen, sondern auch noch selbst betroffen. Die Willkommenskultur ist dagegen eine Reaktion auf die Flüchtlingszuwanderung, zu der wir nicht nur aus moralischen Gründen verpflichtet sind, sondern auch aus sicherheitspolitischen. Ein freundliches Willkommen ist der erste Schritt der Integration und eine gelungene Integration der beste Schutz vor Radikalisierung.

Wann gedenkt die Politik denn das Volk zu befragen ?

Dazu sage ich nur: Das Recht auf Asyl ist ein Grundrecht und als solches sogar vor dem Mehrheitswillen des deutschen Volkes geschützt! Außerdem ist direkte Demokratie auf Bundesebene nicht vorgesehen.

Im weiteren Verlauf äußert Herr Möstl einige Thesen, die ich gerne kommentiere:

Peter Möstls These Nr. 1:

Die sofortige Einstellung der Einladung an ALLE Flüchtlinge dieser Welt zu uns.(Merkel wird ja im Nahenosten mittlerweilen als die „Mutter aller Gläubigen“ betitelt.)
Die Unterstützung der Flüchtlinge muss auf reine Sachleistungen beschränkt werden. Das schreckt die Wirtschaftsflüchtlinge mit Sicherheit ab.

Die erste These ist im Grunde nur eine Wiederholung aus der Einleitung. Zu den Fluchtgründen habe ich mich bereits geäußert. Dass Herr Möstl diese Gründe nicht anerkennt, zeigt er deutlich durch die Verwendung des Begriffs „Wirtschaftsflüchtlinge“, mit dem rechte Ideologen Flüchtlingen pauschal unterstellen, nur aus ökonomischen Gründen zu uns zu kommen.

Peter Möstls These Nr. 2 und 3:

Alle Flüchtlinge abweisen die über sichere Drittstaaten zu uns kommen.
Unterstützung der Ersteinreisestaaten wie z.B. Griechenland, Italien.

Ja, Dublin II war ein geschickter Schachzug der Deutschen. Dieses Abkommen verlangt von Flüchtlingen, dass sie ihren Asylantrag in jenem Land stellen müssen, in dem sie zuerst europäischen Boden berührt haben. Da Deutschland keine EU-Außengrenze hat (außer über Nord- und Ostsee), hätte es nach diesem Abkommen auch keine Flüchtlinge zu versorgen, während andere Länder wie Griechenland, Italien und Spanien den Großteil der Flüchtlinge zu versorgen hätte. Inzwischen hat aber selbst die deutsche Politik gemerkt, dass dieses Abkommen durch die Realität überholt wurde und die Forderung von Herrn Möstl den europäischen Frieden massiv gefährdet. Selbst eine finanzielle Unterstützung würde nicht helfen, da für die Bewältigung der Flüchtlingsströme auch eine Infrastruktur benötigt wird, die sich nicht von heute auf morgen aufstellen lässt.

Peter Möstls These Nr. 4:

Wir müssen unser überaltertes Asylgesetz in ein Einwanderungsgesetz umwandeln und damit jedem Einwanderungswilligen die Vorraussetzungen für eine Einwanderung klar machen. (Wir können nicht alle Flüchtlinge dieser Welt aufnehmen!) Dieser Antrag müsste vor Ort gestellt werden.

Wir brauchen ein Asyl- und ein Einwanderungsgesetz. Ein Asylgesetz für den temporären Schutz von schutzbedürftigen Flüchtlingen und ein Einwanderungsgesetz für jene, die dauerhaft bei uns wohnen und arbeiten möchten. Allerdings hätte ich dann gerne, dass beim Einwanderungsgesetz die Herkunft keine Rolle spielt und ein Iraker die gleichen Chancen hat, wie ein Amerikaner!

Peter Möstls These Nr. 5 und 6:

Flüchtlinge aus Afghanistan, Maroko usw. haben viele sichere Länder in der Nachbarschaft und haben daher meiner Meinung nach kein Asylrecht in D.
Einrichtung und Unterhaltung von Flüchtlingslagern in den Nachbarländern von Krisengebieten in Verbindung mit der UN. Dann haben die Flüchtlinge auch die Möglichkeit wieder in ihr Land zurückzukehren. Dort könnten dann auch entsprechende Asylanträge/Einwanderungsanträge bearbeitet werden. Und die Länder/Unternehmer , die meinen sie bräuchten „Frischfleisch“ für ihren Arbeitsmarkt (Niedriglohn usw. ) könnten dort die Arbeiter einstellen und wären auch für sie verantwortlich. Das ist aber moderner Sklavenhandel – das ist aber bei unserm jetzigen System nichts anderes.

Hier bleibt mir eigentlich nur zu sagen: GIDF! Denn wer sich mal die Mühe macht die internationalen Flüchtlingszahlen zu googeln, würde feststellen, dass die Mehrheit der Flüchtlinge tatsächlich in den Nachbarländern verbleibt und das UNHCR dort Flüchtlingslager unterhält (hier ein paar Zahlen und Fakten). Allerdings hat die chronisch klamme Finanzsituation des UNHCR die Lage in diesen Lagern verschärft und damit neue Fluchtanreize geschaffen. Dies haben unter anderem auch wir zu verantworten!

Peter Möstls Thesen Nr. 7 und 8:

7. Vor allem müssten wir der Welt endlich klarmachen, dass in Deutschland nicht alles „Friede , Freude, Eierkuchen“ ist. Bei uns ist jeder 5. von Armut betroffen und die meisten Flüchtlinge werden über kurz oder lang in Hartz IV landen.
8. Wie sieht die Zukunft der Flüchtlinge bei uns aus ? Die meisten landen in Hartz IV und in Flüchtlingsghettos (Berlin z.B. Kreuzberg usw. )

Mit dem Begriff „Armut“ sollte man vorsichtiger sein. Es gibt verschiedene Definitionen von Armut, die einen Vergleich oftmals schwierig machen. Herr Möstl scheint sich bei seiner Aussage auf eine Definition zu beziehen, die als „relative Armut“ bezeichnet wird. Eine Person ist demnach armutsgefährdet, wenn sie über weniger als 60 Prozent des mittleren Durchschnittseinkommen verfügt. Das sind etwas weniger als 1.000 Euro im Monat. Eine internationale Armutsdefinition spricht dagegen von Armut, wenn eine Person über weniger als 2 US-Dollar pro Tag verfügt. Also etwa ein 20stel der relativen Armut in Deutschland.

Aber der Deutsche jammert bekanntlich gern auf hohem Niveau! So ist es auch nicht verwunderlich, dass Herr Möstl seinen Diskussionsanstoß mit Jammern noch mehr abschließt:

Das ist meine pers. Einschätzung der ganzen Flüchtlingsproblematik.
Für diese Einstellung wurde ich in letzter Zeit schon als „Nazi“ bezeichnet. Realistisches Denken wird in D mittlerweilen von der Politik und den Medien massiv eingeschränkt.

Nein, realistisches Denken wird meiner Meinung nach durch DUMMHEIT eingeschränkt. Jemand, der nicht als Nazi betitelt werden möchte, sollte besser nicht so einen Stuss wie Sie posten! Hier ein paar Beispiele:

Peter Möstl zur Flüchtlingsproblematik

Peter Möstl zur Flüchtlingsproblematik (Hinweis: Das rechte untere Bild zeigt eine Gruppe von dunkelhäutigen jungen Männern, die entspannt im Gartenstuhl sitzen und an Handys spielen. Es wurde aus Urheberrechtsgründen verfremdet.)

 

Quelle: https://www.facebook.com/BFT.e.V/posts/1048435135217246

Ein Link zur FB-Seite „Freiheitlich für Österreich“, die mit der rechtspopulistischen FPÖ bzw HC Strache aus Österreich sympathisiert. Ist zwar kein Grund, jemanden gleich als „Nazi“ zu beschimpfen, aber schon mal ein deutliches Indiz, dass man sich gern am rechten Rand suhlt.

Peter Möstl - Ein "besorgter Bürger"?

Peter Möstl – Ein „besorgter Bürger“?

Quelle: https://www.facebook.com/BFT.e.V/posts/1044385588955534

Bei diesem Beispiel fällt auf, dass Herr Möstl nur muslimische und jüdische Kleidungsstücke als Provokation empfindet, ein christliches Nonnengewand dagegen nicht. Auch stört es Herrn Möstl scheinbar nicht, dass viele Menschen durch ihre Kleidung die Zugehörigkeit zur Fangemeinschaft einer Band oder eines Sportvereins in der Öffentlichkeit bekunden. Wieder so ein Indiz, Herr Möstl.

Peter Moestl sympathisiert mit einer rechtslastigen Seite aus Österreich

Peter Moestl sympathisiert mit einer rechtslastigen Seite aus Österreich

Quelle: https://www.facebook.com/BFT.e.V/posts/995129507214476

Als Identitäre Bewegung werden mehrere lose verbundene rechtsextreme bzw. völkisch orientierte Gruppierungen bezeichnet, die von der Neuen Rechten entwickelte Ideen des Ethnopluralismus aufgreifen. Ihr Ziel ist nach eigenen Angaben die Aufrechterhaltung einer nationalen und/oder europäischen „Identität“, die ihrer Ansicht nach vor allem von einer „Islamisierung“ bedroht sei. Beobachter sprechen von Rassismus sowie Demokratie- und Islamfeindlichkeit. (Wikipedia)

Wieder so ein Indiz. Langsam zeichnet sich ein eindeutiges Bild ab 😉

Da fällt mir ein, was macht Herr Möst eigentlich beruflich?

Peter Möstl auf facebook

Peter Möstl auf facebook

Quelle: https://www.facebook.com/BFT.e.V/posts/1005824802811613

Hoppla, ein bayerischer Beamter mit Sympathien zu rechtsextremen Gruppen. Ich hoffe Herr Möstl kann sich noch an seine Verpflichtung zur Verfassungstreue erinnern:

Nach dem Bayerischen Beamtengesetz muss sich der Beamte durch sein gesamtes Verhalten zu der freiheitlichen demokratischen Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes und der Verfassung des Freistaates Bayern bekennen und für ihre Erhaltung eintreten. Mit dieser Verpflichtung des Beamten ist insbesondere unvereinbar jede Verbindung mit einer Partei, Vereinigung oder Einrichtung, die die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes und der Bayerischen Verfassung ablehnt oder bekämpft, oder die Unterstützung anderer verfassungsfeindlicher Bestrebungen (Art. 62 Abs. 2 des Bayerischen Beamtengesetzes).

Vielleicht sollte man seinem Dienstherren mal einen Tipp geben? Bodo übernehmen Sie!

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„Bürger für Freiheit und Toleranz“: Papier ist geduldig, Webseiten auch.

Es gibt Neuigkeiten von den Tabaklobbyisten des Vereins „Bürger für Freiheit und Toleranz“, einem Splittergrüppchen, das vor Jahren aus der erfolglosen Kampagne „Bayern sagt NEIN!“ gegen das kompromisslose Rauchverbot in Bayern hervorgegangen ist. Auf den Webseiten der Truppe um den Erfolgsverleger Bodo Meinsen aus Kirchheim bei München, der vor einigen Jahren den deutschen Penthouse-Verlag erfolgreich in die Insolvenz geführt hatte, ist ein Pamphlet erschienen, das beim Leser ein wohliges Gruseln zu erzeugen in der Lage ist. Unter dem Titel „Maas(ist)voll: Schöner Leben = Hässliches löschen!“ schwurbelt ein Matthias Heitmann, der als „freier Publizist und Redakteur der BFT Bürgerzeitung“ vorgestellt wird und der auch im Vorstand der Tabaklobbyisten um Meinsen tätig ist, in einer grausigen Kindersprache einen Text herunter, der sich dem Leser erst beim zweiten oder dritten Lesen vollständig erschließt. Ich zitiere mal die Kernsätze (wenn man in dem heillosen Geschwätz des Herrn Heitmann überhaupt einen Kern zu erkennen vermag):

Matthias Heitmann („bft e. v.“): „Ach so, so etwas Ähnliches plant Ihr in Berlin gerade? Is ja en Ding, das habe ich gar nicht gewusst! Der Bundesjustizminister Heiko Maas hat Facebook in einem Brief dazu aufgefordert, böse Nachrichten schneller zu löschen, am besten, bevor man sie liest?

[…]

Ach so, die Fotos ertrunkener Flüchtlinge sollen im Facebook drinnen bleiben, nur die Demonstrantenfotos sollen raus? Also, das finde ich aber nicht so konsequent!“

[…]

Manchmal, ich gebe es zu, stört mich sogar die Nase meines Nachbarn, und ich wünschte, ich könnte da einfach auf so einen Knopf drücken, und weg wäre sie. Andererseits wäre ich aber natürlich dagegen, ihm auch so einen Knopf zu geben. Der hat einfach gar keinen Geschmack! Am besten, Sie, Frau Merkel und Herr Maas, behalten diese Knöpfe alle für sich und rücken sie nicht heraus. Den Leuten ist ja nicht zu trauen. Was damit für ein Schindluder angestellt werden könnte, so mit Zensur und so.

Also fassen wir das Geschwurbel des Herrn Heitmann, der auf den Vorstandseiten des „bft e. V.“ klassisch in Denkerpose abgelichtet ist (Link), mal zusammen: Herr Heitmann wendet sich gegen eine mögliche Zensur von Netzinhalten. Punkt. Dabei reicht es aber nicht einmal ansatzweise für eine differenzierte Auseinandersetzung mit den Forderungen von Justizminster Maas. Jener fordert eben nicht, wie Heitmann behauptet, eine Löschung „böser Dinge“ sondern Maas hat sich dafür ausgesprochen, fremdenfeindliche, rassistische und volksverhetzende Kommentare insbesondere auf der Plattform facebook schneller durch den Betreiber löschen zu lassen. Eine durchaus legitime Forderung, wenn auch im Detail abgewogen werden müsste zwischen zulässiger Meinungsäußerung und strafrechtlich relevanten Inhalten. Insofern kommt das, was Heitmann da verzapft, einem intellektuellen Offenbarungseid gleich. Ein dummes Geschwätz auf niedrigstem Niveau, denn es reicht nicht einmal zu einer ansatzweisen Reflexion der Forderungen von Maas.OK, lasen wir das dumme Teletubbieniveau des Herrn Heitmann mal beiseite. Ich hätte von einem bft-Mitglied aber auch nicht erwartet, dass hier mehr kommt als das übliche „Zensur ist doof!“.

Apropos „Zensur“: Denn nun, liebe Leserinnen und Leser, ahnen Sie was jetzt kommt. Meine wie immer saudämliche Nachfrage à la „wie hält es eigentlich ‚Bürger für Freiheit und Toleranz‘ mit der Meinungsfreiheit?“, um mal das Wort Zensur zu vermeiden.

OK, dass der Vorsitzenden dieses selbsternannten Toleranzgrüppchens, also der Herr Bodo Meinsen aus Kirchheim bei München, der nebenbei auch der notorisch toleranten und leider auch notorisch erfolglosen FDP angehört, bereits vor Jahren versucht hatte, mich meinungsmäßig auf Linie zu bringen, indem er eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen mich bei meinem Dienstherrn einreichte, ist mittlerweile eine olle Kamelle. Sie soll daher nur am Rande erwähnt werden. Und dass auf der facebook-Präsenz der „Bürger für Freiheit und Toleranz“ zum „Schutz der Leser“ unliebsame Personen gesperrt werden (so der Schriftführer des „Toleranzvereins“ Roland Dittmar)

Roland Dittmar vom Verein

Roland Dittmar vom Verein „Bürger für Freiheit und Toleranz e. V.“ ist für Zensur

ist nun auch nicht ungewöhnlich. Man muss schließlich, wie bereits erwähnt, die unmündigen User schützen und serviert ihnen daher den Meinungsbrei, den „bft e. V.“ gerne hat. Denn die Doofies, die bei „bft e. V.“ auf facebook reinschauen, brauchen offenbar geistige Führung. Kann man ja verstehen. Ist ja alles sehr „tolerant“ dort.

Also habe ich mir mal gedacht, mache ich doch einfach mal den Toleranztest mit dem Vereinchen „Bürger für Freiheit und Toleranz“ und habe einen kleinen Leserbrief unter den Artikel des Herrn Heitmann geschrieben. Das war vor einigen Tagen.

Peter Rachow: „Na endlich, bei bft gibt es mal wieder etwas zu lesen. Und zwar zielgruppenrecht gleich in einer entsetzlichen Stakkatosprache abgefasst.

Beim Durchlesen des belanglosen Gewäschs des Herrn Heitmann hatte ich wirkliche Probleme, überhaupt mal darauf zu kommen, was der denn eigentlich sagen will. Die hier verwendete Teletubbiediktion überfordert mich dann doch etwas.

Ach so, Herr Heitmann ist gegen Zensur. Verstehe. Dies auf einer Plattform zu schreiben, deren „freie und tolerante“ Macher gegen unliebsame Meinungen z. B. auf ihrem facebook-Kanal regelmäßig mit Sperrung des betreffenden Autors vorgehen oder die schon mal bei der Schulaufsichtsbehörde des Autoren eine Dienstaufsichtsbeschwerde mit dem Ziel der behördlichen Maßregeleung des unliebsamen Schreibers abladen, kommt derlei besonders gut.

„bft“ – Ein Tabaklobbygrüppchen das auf „Freiheit und Toleranz“ macht. Eine Groteske wie sie nur Herr Meinsen und seine kleine Schar von Nikotinfreunden einfallen kann.“

Ich gebe zu, der Text ist nicht nett. Aber er enthält nur erweislich wahre Tatsachenbehauptungen und rechtlich zulässige Meinungsäußerungen. Eigentlich hätte man den ja veröffentlichen müssen. Besonders, wenn man so „gegen Zensur“ ist wie „Bürger für Freiheit und Toleranz e. V.“. Aber da hat der „tolerante“ Verein „Bürger für Freiheit und Tolerant e. VB.“ wohl ein kleines Problemchen:

„bft e. V.“ – Keine Toleranz gegenüber lästigen Meinungen!

Aha, wir lernen: „Toleranz“ ist dann gut, wenn es für das Rauchen, für Tabakdrogenkonsum und gegen Rauchverbote ist. Beim Rauchen ist man nämlich sehr „tolerant“ Bei unliebsamen Meinungsäußerungen hat die Meinsentruppe dagegen aber immer noch Schwierigkeiten, hier ihren Toleranzanspruch zu erfüllen. Aber ehrlich gesagt, wundert mich das überhaupt nicht. Ich kenne den Verein nämlich schon länger.

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Back to the roots: „bft e. V.“ („Bürger für Freiheit und Toleranz e. V.“) endlich wieder für Lungenkrebs und Raucherbein

„bft e. V.“ ist ein Verein, der sich angeblich für „Freiheit und Toleranz“ engagiert. Dieses kleine Grüppchen von selbsternannten Freiheitsaktivisten hat einen festen Platz hier im Blog. Natürlich, so kann man sich denken, geht es dem Häuflein um den Münchner FDP-Mann Bodo Meinsen nicht um hehre Werte. Hinter dem angeblich toleranten „bft e. V.“ verbirgt sich nicht mehr als eine kleine Clique von Tabakdrogenlobbyisten.

Hervorgegangen ist diese Splittergruppe aus der Kampagne „Bayern sagt NEIN!“, welche sich vor einigen Jahren gebildete hatte, als es darum ging, in Bayern einen Volksentscheid gegen ein totales Rauchverbot zu gewinnen. Die Sache ging aber bekanntermaßen voll in die Hose. Seither firmiert die Gruppe unter „Bürger für Freiheit und Toleranz“ und versucht, sich den Anstrich einer Bürgerrechtsbewegung zu geben.

So hat „bft“ (Langform „Bürger für Freiheit und Toleranz“) in den letzten Jahren zum Schein versucht, Themen außerhalb des Komplexes „Rauchverbot“ zu besetzen. Man gibt eine „Bürgerzeitung“ heraus, engagiert sich angeblich für Freiheitsrechte wie z. B. Meinungsfreiheit und versucht sich so den Anstrich einer ernstzunehmenden politischen Kraft zu geben. Aber mit der Freiheit hat man es dann doch nicht so. Und schon gar nicht mit der Meinungsfreiheit. Bereits vor Jahren versuchte Herr Meinsen auf dem Wege der Dienstaufsichtsbeschwerde dem Autor dieses Blogs einen Maulkorb verpassen zu lassen. Mit dem gleichen Ergebnis wie sein Engagement gegen das Rauchverbot in Bayern. Siehe oben.

Also geht es „bft e. V. / Bürger für Freiheit und Toleranz“ letztlich nur um Tabakdrogenlobbyismus. Und zu diesem Kernthema ist Meinsens Häuflein nun nach ein paar verunglückten Ausflügen in andere Politikfelder letztlich  zurückgekehrt:

„bft e. V.“: Prof. Romano Grieshaber im Interview. Man kann es nicht oft genug sagen – es gibt keine einzige Studie, die Schädlichkeit von Passivrauch wirklich nachweisen kann. Es geht um Politik und Erfolge, die die WHO vorweisen will. Quelle

Wenn es laut Herrn Meinsen, der wohl die Beiträge für sein Grüppchen auf facebook schreibt, „keine einzige Studie“ gebe, welche die Schädlichkeit von Passivrauch beweisen könne, dann sage ich klar „Lernen Sie endlich das Recherchieren, Herr Meinsen!“ Oder klicken Sie hier. Oder hier.

Jetzt muss Herr Meinsen das Studienmaterial nur noch lesen. Und verstehen natürlich. Was bei jemand, der keine wissenschaftliche Ausbildung genossen hat, schwierig sein dürfte.  Besonders wenn man stattdessen interessenbedingt gebetsmühlenartig die Mär vom „unschädlichen Passivrauch“ unters Volk verteilen muss.

Abschließend: Es ist durchaus bemerkenswert, dass hinter dem Deckmäntelchen des „bürgerschaftlichen Engagements“ des Vereinchens „bft e. V.“ endlich mal wieder die hässliche Fratze des Tabakdrogenlobbyismus hervorlugt. Ich hatte sie schon fast vermisst.

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Roland Dittmar – „Freiheitsaktivist“ gegen den Amtsschimmel

Roland Dittmar ist Schriftführer einer unbedeutenden Tabaklobbyistengruppe namens „Bündnis für Freiheit und Toleranz“, „bft e. V.“ aka „Bodos Fluppen Truppe“, benannt nach deren Namensgeber Bodo Meinsen, der auch gerne „Dienstaufsichtsbeschwerden-Bodo“ genannt werden darf, weil er schon mal versucht hat, mir meine kritische Meinung per Beschwerde bei meinem Dienstherrn zu untersagen. Erfolg übrigens wie immer gleich NULL, aber das nur am Rande.

Kommen wir zurück zum Vorbringen von Herrn Dittmar. Als Führungsperson eines Vereines, der sich „Freiheit“ und „Toleranz“ auf das nikotingelbe Fähnchen geschrieben hat, muss er natürlich gegen alle Einschränkungen der Freiheit herziehen (auch die nur vermeintlichen!) und konsequent Position wider den tierischen Ernst beziehen. Diesmal hat er das Schreiben einer Ordnungsbehörde herausgekramt, die einem fahrenden Bäcker, der mit seinem Wagen in einem Wohngebiet klingelnd und hupend die Kunden anlocken möchte, angedroht hat, gegen ihn tätig werden zu wollen:

Roland Dittmar von "bft e. V." findet Lärmbelästigung in Ordnung.

Roland Dittmar von „bft e. V.“ findet Lärmbelästigung in Ordnung.

Wer Herrn Dittmar näher kennt, und ich tue das, da Herr Dittmar schon öfter Gegenstand meiner kritischen Berichterstattung war (Link), weiß, dass der Mann nun nicht gerade zu den Top-Intellektuellen in diesem Lande gehört. Aber auch bei einem nur wenig ausgeprägten Reflexionsvermögen hätte man(n) eigentlich darauf kommen können, dass es durchaus seine Berechtigung hat, wenn man es untersagt, in einem Wohngebiet laut hupend und klingelnd durch die Gegend zu fahren um seine Waren anzupreisen. Es soll nämlich auch Menschen geben, die tagsüber mal schlafen müssen (etwa weil sie zu Zeiten arbeiten müssen, wo andere nachts im kuscheligen Bettchen liegen) oder andere, die tagsüber Ruhe und Konzentration an ihrem Schreibstisch brauchen, weil sie eine geistige Arbeit verrichten usw. usw. Ganz abgesehen von den einschlägigen Vorschriften der StVO, die Hupen nur als Warnsignal und zum Anzeigen einer Überholabsicht außerhalb geschlossener Ortschaften zulassen.

Aber nein, Roland Dittmar, der sogar ein Problem hat, aus Rücksichtnahme einfach mal die Straßenseite zu wechseln, weil Menschen von seinem Kippenabbrand belästigt werden könnten (Link), ist natürlich der Meinung, dass im Sinne von „Freiheit und Toleranz“ die Gesetze locker ausgelegt werden müssen. Zu fragen steht nun nur noch, wie Herr Dittmar wohl reagieren würde, wenn sich so ein Bäckerwagen mit infernalischem Lärm mehrmals wöchentlich durch sein Wohngebiet in München bewegen würde. Denn erfahrungsgemäß sind die „Obertoleranten“ dann ganz schnell am Ende der Fahnenstange, wie ich bei seinem Boss, dem Herrn Meinsen, der übrigens auch Mitglied der FDP ist, bereits vor Jahren lernen durfte.

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Der VEBWK, der werte Herr Meinsen und die Solidarität mit den bayerischen Wirten

Von Matthias Aichmaier

Eine strukturierte und wohlüberlegte Öffentlichkeitsarbeit ist gut und sinnvoll. Gerade dann, wenn man „Gutes tut“ und dafür – berechtigterweise – auch Beachtung erfahren möchte! Der „Verein zur Bewahrung der bayerischen Wirtshauskultur“ (VEBWK e.V.), vertreten durch seinen „Pressesprecher“ (einen Herrn Bodo Meinsen aus Kirchheim in der Nähe von München), veröffentlicht denn auch mit schöner Regelmäßigkeit sogenannte „Pressemitteilungen“. Eine sinnvolle Vorgehensweise, dienen diese schließlich dem Zweck, die Vereinsarbeit einem geneigten Publikum vorzustellen! Und weiterhin auch auf (vermeintliche) Missstände im Bereich der Gastronomie aufmerksam zu machen. So stemmt man sich beispielsweise vehement gegen die Einführung der sogenannten „Hygieneampel“. Einem Instrument, das dem Verbraucher den Weg in solche Betriebe weisen soll, die mit einwandfreien hygienischen Standards glänzen und hochwertige Nahrungsmittel kredenzen. Dem Außenstehenden ist die ablehnende Haltung diesem verbraucherorientierten Hilfsmittel gegenüber allerdings nur schwer verständlich und noch schwerer erklärbar. Denn schließlich sollten sich doch gerade solche Betriebe, die sich Traditionen verpflichtet fühlen und die bayerische Wirtshauskultur mit ihrem hohen Qualitätsniveau gegenüber allerlei Billigangeboten verteidigen, für diese staatliche Hilfe mehr als dankbar sein.

Ebenso ist befremdlich, was eigentlich ein Tabakgroßhändler (Tabak Ostermeier) im Vorstand eines solchen Vereins zu suchen hat. Einem Verein, der vorgibt, sich primär um die Interessen gastronomischer Betriebe zu kümmern. Aber diese unbedeutenden Details sollen an dieser Stelle nicht weiter thematisiert werden.

Leider muss man feststellen, dass die mehr oder weniger häufig veröffentlichten Pressemeldungen so gut wie nie ihren eigentlich wohlverdienten Weg in Print- oder Onlinemedien finden. Von den Vertretern derselben sogar schlichtweg und mit offensichtlich bösem Willen ignoriert werden. Was entweder dafür spricht, dass sich kaum jemand für die wenig kurzweiligen Texterzeugnisse interessiert, oder aber sich die gesamte Lokalpresse gegen den bekanntermaßen ehrenhaften und seriösen Verein verschworen hat. Ebenfalls denkbar – rein hypothetisch selbstverständlich – ist eine andere Begründung für die fortwährende Nichtbeachtung der geistigen Ergüsse des sogenannten „Pressesprechers“: Dass nämlich die Inhalte und Argumente einer Plausibilitätsprüfung nicht standhalten und – schlimmer noch – die Forderungen exakt dem Gegenteil dessen entsprechen, was man sich als Gast von dem Besuch eines Gastrobetriebs erwartet oder zumindest erhofft. Beispielsweise sind das appetitliche und leckere Gerichte, die mit frischen Zutaten unter hygienisch einwandfreien Bedingungen zubereitet und dargereicht werden. Um dann von den Gästen in einem gemütlichen und qualmfreien Ambiente verzehrt werden zu können.

Um dieser durch die Presse zelebrierten Ignoranz nun endlich ein Ende zu setzen, soll zumindest eine aktuelle Pressemitteilung des VEBWK e.V. die Beachtung finden, die ihr gebührt.

Dies insbesondere deshalb, weil es doch gerade der „Verein zur Erhaltung der bayerischen Wirtshauskultur“ war, der sich bereits in der Vergangenheit vollkommen uneigennützig um die lokale Wirtshauskultur verdient gemacht hat. Man erinnere sich an die Jahre 2008 bis 2010, in denen in Bayern sogenannte „Raucherclubs“ wie Pilze aus dem Boden schossen und jeder, der das wollte oder auch nicht, für einen geringen Obolus eine Klubmitgliedschaft bei dem vorgenannten Verein erwerben durfte. Einem Verein übrigens, der und nicht nur das schützenswerte Kulturgut selbst („die Wirtshauskultur“), sondern auch die Heimatverbundenheit stolz in seinem Namen trägt!

Anbei befindet sich eine etwas aufgeräumte und erheblich gekürzte Version des geistigen Ergusses, der aus der Feder des Herrn Meinsen stammt. Um das schlimmste Geschwurbel erleichtert und auf die Kernaussagen reduziert schafft es der Leser nun auch, das Texterzeugnis ohne Gefahr von Verletzungen bis zum bitteren Ende durchzulesen. Verletzungen deshalb, weil der Leser Gefahr läuft – übermannt von Müdigkeit – hart mit dem Kinn auf die Tischplatte aufzuschlagen.

VEBWK- Dümmliche

VEBWK- Dümmliche „Pressemitteilung“

Für ausgemachte Masochisten oder Menschen mit Einschlafstörungen empfiehlt sich die ungekürzte Fassung der „Pressemitteilung“:

http://www.vebwk.com/2015/02/01/droht-d … auskultur/

Vollkommen unverständlich erscheint nun allerdings, weshalb man der eigenen Klientel, also den bayerischen Wirten, ganz ohne Not in den Rücken fällt. Denn sollte es tatsächlich stimmen, was man in der aktuellen Pressemeldung verlauten lässt, so müsste man sich über die Wiederherstellung einer grenzübergreifenden Chancengleichheit doch eigentlich hocherfreut zeigen. Das Texterzeugnis des Herrn Meinsen beklagt nämlich zu allererst einmal, dass vor einigen Jahren (nach Inkrafttreten des durch Volksentscheid herbeigeführten verschärften Nichtraucherschutzgesetzes) „zahlreiche … Gäste aus Bayern“ in die österreichische Gastronomie abwanderten:

„Im Herbst 2010, direkt nach dem bayerischen Rauchverbot durch Volksentscheid, freuten sich nicht wenige österreichische Gastronomen auf zahlreiche neue Gäste aus Bayern.“

Anstatt nun aber freudestrahlend auf die Bestrebungen der österreichischen Regierung zu reagieren, ein lange überfälliges umfassendes Nichtraucherschutzgesetz in der Gastronomie zu etablieren, schwadroniert „Pressesprecher Meinsen“ griesgrämig über eine Entwicklung, die ihm als ausgewiesenen Tabak-Lobbyisten ganz und gar nicht gefällt:

„Man hatte es ohnehin kaum für möglich gehalten, das dieser Tabak-Verteufelungs-Zug jemals in Österreich ankommen kann.“

Natürlich darf auch ein Seitenhieb auf ihm nicht genehme Personen nicht fehlen. Personen, die hinter der Initiative im benachbarten Alpenland stehen und die es als sinnvoll erachten, Nichtraucher nun endlich konsequenter als bisher vor den giftigen Schwaden zu schützen. Zu allererst ist das natürlich einmal Erzfeind Sebastian Frankenberger. Aber auch mit Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser wird sich wohl keine innige Freundschaft entwickeln:

„Nichtraucher-Aktivisten in Austria erhielten starke Unterstützung durch die neue Gesundheitsministerin und Kinderärztin Oberhauser. Die möchte bis 2018 eine rauchfreie Gastronomie im Alpenland und setzt dafür alle Hebel in Bewegung.“

Und man muss Herrn Meinsen ausdrücklich zustimmen. Was bildet sich eine Frau Dr. Oberhauser eigentlich ein? Sollte sie als Ärztin und Gesundheitsministerin sich nicht um wichtigere Dinge kümmern, als um einen konsequenten und lange überfälligen Nichtraucherschutz? Wäre es nicht sinnvoller, die sowieso schon arg gebeutelte Tabakindustrie etwas zuvorkommender zu behandeln, als sich um einen sehr überschaubaren Teil der Bevölkerung zu kümmern, dem der Tabakkonsum nicht bekommt? Schließlich handelt es sich bei den allermeisten dieser Menschen sowieso nur um Simulanten und Hypochonder! Qualmhysteriker, die versuchen, mit eingebildeten Krankheiten wie Lungenkrebs, COPD und Raucherbein ein wenig Aufmerksamkeit zu erhaschen.

Vollkommen abstrus wird es allerdings erst im weiteren Verlauf der sogenannten „Pressemitteilung“. Herr Meinsen hat sich offenbar warm geschrieben und geht nun zum analytischen Teil seiner Abhandlung über die negativen Auswirkungen von Rauchverboten über. Sein Resumee über die gesellschaftlichen Folgen des im Jahre 2010 in Bayern eingeführten Nichtraucherschutzgesetzes lässt vermuten, dass er die Thematik zwar durchaus versteht, die weitreichenden Folgen jedoch unterschätzt. Verwundert muss man nämlich feststellen, dass er das Rauchverbot lediglich für die „Entstehung von neuen sozialen Brennpunkten“ verantwortlich macht und nebenbei „viele weitere Nachteile für Gesellschaft und Wirtschaft“ vermutet. Ohne diese freilich zu benennen. Der Autor muss sich daher die folgenden Fragen gefallen lassen: Was aber ist mit dem Bürgerkrieg in Syrien, den bewaffneten Auseinandersetzungen in der Ostukraine und der fortwährenden Hungerproblematik in Afrika? Sind diese nicht ebenso eine direkte Folge des novellierten Nichtraucherschutzgesetzes in Bayern?

Apropos „Tabak-Lobbyist“. Dass es sich bei Herrn Bodo Meinsen um einen solchen handelt, kann zweifelsfrei belegt werden. Er versucht dies auch seit geraumer Zeit gar nicht mehr zu verhehlen. So ist auf der Webseite des kaum anders als „dubios“ zu bezeichnenden Vereins BfT e.V. (Bürger für Freiheit und Toleranz), dessen 1. Vorsitzender Herr Meinsen ist, eine Liste der Partner aufgeführt. Nahezu ausnahmslos Unternehmen der Tabakbranche. Was diese allerdings mit den Grundwerten gemein haben, die durch die Begriffe „Freiheit“ und „Toleranz“ beschrieben werden, bleibt ein gut gehütetes Geheimnis der freiheitsliebenden und toleranten Vereinsgründer.

BfT e. V. - Liste der Sponsoren - Tabaklobbyisten inklusive

BfT e. V. – Liste der Sponsoren – Tabaklobbyisten inklusive

Zu guter Letzt soll noch auf die Begriffe „Existenzvernichtung“ und „Wirtshaussterben“ eingegangen werden. Besonders herausgestellt wird durch den „Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur“ immer wieder, dass es gerade die kleinen Eckkneipen sind, die unter dem Rauchverbot leiden. Ob das Jammern und Wehklagen allerdings berechtigt ist, darüber kann nur spekuliert werden. Denn schließlich handelt es sich bei dem größten Teil der bayerischen Bevölkerung um Nichtraucher. Die heilfroh sind, sich nicht weiterhin dem Diktat einer Minderheit und der Zwangsbeglückung durch Tabakqualm unterwerfen zu müssen. Seltsam erscheint auch, dass trotz anderslautender Prophezeiungen die kleinen Kneipen nicht aus dem Stadtbild verschwunden sind. Es manchen sogar so gut geht, dass händeringend nach Aushilfen gesucht wird:

Kneipe sucht Mitarbeiter trotz angeblich ruinösem Rauchverbot

Kneipe sucht Mitarbeiter trotz angeblich ruinösem Rauchverbot

Interessant ist übrigens, dass genau diese Eckkneipe, die vor Kurzem noch um personelle Verstärkung ersuchte, einem Vorstandsmitglied des VEBWK e.V. zuzuordnen ist. Betreiber und Eigner des „Duett“ in München ist ein Herr Franz Josef Pöschl, der neben seiner Tätigkeit als Kneipier ebenfalls noch als Beisitzer im Vorstand des oben genannten Vereins agiert:

Kneipe

Kneipe „Duett“ sucht Mitarbeiter

Resümierend lässt sich feststellen, dass VEBWK e.V. und dessen Pressesprecher seit vielen Jahren versuchen, die Uhr zurückzudrehen und den Tabaksqualm wieder zurück in die Gaststuben und Wirtshäuser zu tragen. Leider wird dieses Engagement weder von Presse noch Bevölkerung hinreichend gewürdigt. Ein ehrlich gemeintes „Dankeschön“ als schönste Entlohnung für das Geleistete sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Diese aber wird Herrn Meinsen und seinen Mitstreitern bis heute verwehrt. Dies soll nun aber an dieser Stelle nachgeholt werden. „Vielen Dank und vergelt’s Gott“ für den selbstlosen Einsatz, lieber VEBWK und werter Herr Meinsen! Kaum vorzustellen, wie es heute um die bayerische Wirtshauskultur stehen würde, hätten nicht einige Personen sich so hingebungsvoll und aufopfernd um das Wohlergehen der bayerischen Wirte gekümmert und dabei ihre eigenen, ganz persönlichen Interessen weit hinten angestellt!

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Bodo Meinsen und „bft e. V.“ – Vom Tabaklobbyismus zur Friedensbewegung

Bodo Meinsen und seiner tabaklobbyistischen Splittergruppe „bft e. V.“ ist nichts peinlich. Um vom Schmuddelimage des Tabak-, Alkohol- und Spielautomatenlobbyisten (Link) wegzukommen, ist Meinsen jedes, aber auch wirklich JEDES,  Thema recht. Jetzt hat der Mann aus Kirchheim bei München nach dem angeblichen und kürzlich auf seiner Webseite thematisierten  „Neuen Judenhass“ ein weiteres und ganz großes Fass aufgemacht. Meinsen, dessen Grüppchen „bft e. V.“ ursprünglich aus der Kampagne „Bayern sagt NEIN (zum Nichtraucherschutz)“ hervorgangen ist, wird nun Teil der Friedensbewegung. Man fasst es nicht:

BFT – Bürger für Freiheit und Toleranz e.V. Vielleicht wurde mit unserem Aufruf (Thread vom 8.8.2014) ein kleiner Anfang gemacht? BFT e.V. Bürger für Freiheit und Toleranz versucht, dieses Netzwerk zu einer Friedenskampagne per Shitstorm gegen die alarmierenden Kriegszustände zu animieren. Klingt vielleicht naiv, aber eventuell doch machbar? Wehrt Euch gegen die initiierten Kriege! Auch wenn es noch so aussichtslos erscheint, macht Euch zu einer Macht. Nicht schweigen ist das Rezept! (Quelle)

Es ist wirklich unglaublich, mit welch gespielter Naivität ein Tabaklobbyist wie Meinsen vorgeht, um sein Publikum nach allen Regeln der Kunst, man verzeihe mir den Ausdruck, gnadenlos zu verarschen. Da fängt eine kleine Splittergruppe von Tabaklobbyisten an, plötzlich einen auf „friedensbewegt“ zu machen, nur um ein weiteres Thema zu besetzen und sich vom Image des Unterstützers der Tabakdrogenlobby zu befreien.

Einer Tabakdrogenlobby, die übrigens bei „bft e. V.“ sehr präsent ist. Von den 8 Organisationen, die „bft e. V.“ nach eigener Angabe als „Partner“ unterstützen, sind nämlich alleine 6 den Händlern und Promotern von tabakbedingter Krankheit und Rauchertod zuzuordnen: „VEBWK“,  „Bayern Dialog“, „BDTA“ „Ermuri Genuss Company“, „MUT“, „Britsh American Tobacco“. (Link).

Und wenn Herr Meinsen schon etwas für eine gerechtere Welt tun will, warum kehrt er dann nicht vor der eigenen Haustür? Der Tabakanbau, der heute fast ausschließlich in der sog. Dritten Welt stattfindet, führt dort nämlich zu massiven Umweltschäden und sozialen Verwerfungen u. a. durch Ausbeutung der Landbevölkerung:

  • Bodenverschlechterung durch massiven Einsatz von Düngern und Pestiziden bei Tabakmonokulturen,
  • hochgradig gesundheitsgefährdende Arbeitsbedigungen für die Tabakarbeiter durch massiven Einsatz von Pestiziden und durch Kontakt mit der Tabakpflanze und (Inkorporation des Nervengifts Nikotin besonders bei Kindern, die auf den Feldern mitarbeiten),
  • Rodung von Waldgebieten um neue Anbauflächen zu erschließen und Brennstoff für die Tabaktrocknung zu gewinnen,
  • Knebelverträge für Tabakbauern durch Saatgutmonopolisten und Tabakonzerne,
  • usw. usw.

Da wäre doch ein weites Feld für das weltpolitische Engagement von Meinsen und seiner Splittertruppe gefunden. PEACE, Bodo!

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Bodo Meinsen, der Multilobbyist: Rauchen, Saufen, Daddelkästen

Der werte Herr Meinsen, ein durch und durch vorbildhafter Mensch! Nicht nur, dass er sich in seiner Heimatgemeinde Kirchheim bei München (recht erfolglos) politisch als FDP-Kandidat engagiert. Auch sein Engagement im Vereinsvorstand der “Bürger für Freiheit und Toleranz e.V.“ beweist seine moralische Verpflichtung der Gesellschaft gegenüber. Denn wer sich so mit Nachdruck dafür einsetzt, dass die Erkrankungen an Lungenkrebs und Herzinfarkt in der Bevölkerung nicht übermäßig stark zurückgehen und der auf diese Weise nachhaltig das Überleben der Pharmalobby sichert (eine Lobby, die Meinsen eigentlich gar nicht mag!), der setzt sich mehr als andere Mitbürger selbstlos für das Wohlergehen seiner Mitmenschen ein.

Aber Meinsen kann weit mehr als das Schmuddelimage des Tabaklobbyisten zu pflegen. Bereits vor einigen Jahren wandte sich Bodo Meinsen daher einem weiteren ehrenwerten Geschäftszweig zu. Leider wurde jedoch auch dieses soziale Egagement in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Zu Schnaps und Zigaretten, die Meinsen in seinen Publikationen „Genuss Journal“ (Auszug: „Im Dunst der Spirituose„) und „Fine Tobacco“ im Internet bewirbt, gesellten sich seinerzeit bei unserem Allroundlobbyisten nämlich die sogenannten “Daddelautomaten“.

http://www.best-action-place.de/?page_id=4

Bodo Meinsen ist aber nicht nur Multilobbyist für allerlei anrüchige Konsumgüter und Dienstleistungen. Nein, Meinsen war schon immer ein Fürsprecher der Menschen, die gemeinhin eher als unterer Rand der Gesellschaft gelten und die daher durch die Werbestrategien namhafter Marketingagenturen nicht addressiert werden.  MMM (Medien-Marketing-Meinsen) stellt ihnen daher selbstlos und kostenfrei eine online abrufbare Clubzeitschrift zur Verfügung, welche sogar die Teilnahme an einem Gewinnspiel erlaubte. Als Hauptpreise winkten allerdings nicht ein Lungenkarzinom oder eine COPD, sondern wertvolle Gala-Diners und Champagner. Immerhin. Meinsen weiß, wie man eine gehobene Klientel verwöhnt.

Um aber Menschen, die vom Leben nicht so verwöhnt worden sind, das Gefühl zu geben, nicht gänzlich abgeschrieben zu sein, zielt Medienprofi Meinsens Engagement nachhaltig auf die letzten Vergnügungen der Unterschicht: Alkohol, Tabak und Daddelautomaten. Leider darf in Spielhallen per Gesetz nicht gesoffen werden. Aber wer seinem Leben keinen anderen Sinn mehr zu geben vermag, wird in diesen drei Dingen trotzdem Zeitvertreib, Lebensfreude und Selbstbestätigung finden. Vielleicht nicht immer zeitgleich. Schön ist jedenfalls, dass es auch in der heutigen Zeit noch Unternehmer gibt, die sich aufopfernd und selbstlos um die schwächsten Glieder der Gesellschaft kümmern!

Danke, Bodo Meinsen für Ihr gesellschaftliches Engagement!

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Bodo Meinsen von „bft e. V.“ – Englisch gewollt, aber nicht gekonnt

Es ist schon mehr als peinlich, wenn man Englisch schreiben will, es aber nicht hinbekommt. So wie Bodo Meinsen. Aber da ich gerne Arbeiten korrigiere, hier mal die Korrektur, lieber Bodo.

Bodo Meinsen und

Bodo Meinsen und „bft e. V.“ – Genies in Fremdsprachen

Schreib es einfach nochmal! PEACE, Bodo!

Muhahahaha!

Muhahahaha!

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Schon wieder eine „Stellungnahme“ – Diesmal im verquasten „bft“-Deutsch

Und es geht weiter. Gott sei Dank sind gerade Ferien und ich habe genug Zeit zum Bloggen. Die brauche ich auch, denn die Splittergrüppchen, die sich für Lungenkrebs und Raucherbein engagieren, hauen jetzt die Stellungnahmen im Stundentakt raus. Nachdem das längere Pamphlet von „NRW genießt“ heute morgen dran war (siehe voriger Beitrag),  kommt abends Bodo Meinsens verzweifeltes Tabaklobbygrüppchen dran. Vor 5 Stunden (ja, liebe Leserinnen und Leser, ich konnte nicht schneller reagieren, denn ich habe auch mal einen Nachmittag frei und musste mal eben ein Stündchen unter Wasser) wurde das hier online gestellt:

BFT Stellungnahme zu einer überflüssigen und schädlichen Diskussion :
BFT e.V. widerspricht den in großen Teilen falschen Aussagen über BFT und dessen Vorstände, die in einer Verlautbarung des Aktionsbündnisses „NRW genießt“ getätigt wurden. (Quelle)

Nein, Bodo, das ist nicht Dein Ernst, oder? Das hätte ich nun so gar nicht vermutet. BTW: Hast Du vielleicht die Adresse des Arbeitgebers von einem der „NRW genießt“-Vorstände die sowas Böses gesagt haben? Das Zabuerwort heißt nämlich „Dienstaufsichtsbeschwerde“.

BFT e. V. : Spekulationen und persönliche Angriffe seitens „NRW genießt“ und dessen kooptierten Abteilungen wirken befremdend, da alle konstruktiven Versuche, dem Aktionsbündnis zu helfen, an dessen Alleinanspruch scheiterten.

Stimmt, Bodo, persönliche Angriffe hat „bft e. V.“ nämlich niemals nicht lanciert. Ihr seid die Guten. Habe ich Recht? Und Ihr habt auch ganz nette Leute in Euren Reihen. Nehmen wir mal den Roland Dittmar. Der ist auch ganz lieb. Nur nicht zu „Antis“.

Roland Dittmar von

Roland Dittmar von „bft e. V.“mag keine „bescheuerten Antis“

BFT e. V. : So bleibt auch das Fragezeichen im Raum stehen, welche Ziele „NRW genießt“ seit Anbeginn wirklich verfolgte und nun, nach dem wohl offensichtlichen Scheitern aller Verhandlungen von eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken versucht.

Mensch Bodo, die Ziele von „NRW genießt“ sind doch die gleichen wie von „bft e. V.“: Mehr Lungenkrebs, mehr Herzinfarkt, mehr Rauchertod. Eigentlich müsstet Ihr Euch doch super verstehen! Einself!

BFT e. V. :Die Verantwortlichen mögen sich fragen, aufgrund welcher Vorgänge diese schädliche Eskalation und zum Leidwesen vieler Engagierter in NRW entstehen konnte.

Ursächliche Vorgänge kann ich Dir nennen, warum Euer Spielchen so blöd läuft. Genauer gesagt kann ich Dir Ursachen nennen. Ihr seid zu egoistisch, zu machtversessen, zu pöstchengeil und zu sozial inkompetent, um ein Ziel anzupielen und konstruktiv darauf hinzuarbeiten.  Aber was erwarte ich eigentlich von einer Personengruppe, die aus hemmungslosem Egoismus heraus das Recht einfordert, immer und überall rauchen zu dürfen und die Rücksichtslosigkeit „Freiheit“ und das brutale Durchdrücken der eigenen Ansprüche „Toleranz“ nennt? Da erwarte ich doch gar nicht, dass die für ihr gemeinsames Ziel auf einmal eine komplette Kehrtwendung hinlegen könnt was Eurer Sozialverhalten betrifft.

BFT e. V. : Es ist somit ausgeschlossen, hier weiter Zeit, Geld und guten Willen zu investieren.

Mensch Bodo, das ist jetzt aber echt ’ne harte Drohung. Du willst echt den Geldhahn zudrehen?

BFT e. V. : Sollten aber weitere Falschbehauptungen und/oder Unterstellungen durch die Verantwortlichen von „NRW genießt“ gegenüber BFT e.V. und/oder dessen Vorstände verbreitet werden, so wird sich BFT juristische Schritte vorbehalten.

Na endlich, Bodo, ich habe heute noch mit einem anderen Rauchgegner geschrieben und wir haben uns gefragt, wann der erste die juristische Keule androht. Wurde aber auch Zeit. Ich wollte Dich aber nur informieren, dass im öffentlichen politischen Meinungskampf die Hürden für Unterlassungs und Beseitigung recht hoch liegen. Frag mal den Jürgen, der weiß das.

BFT e. V. : Die vorliegenden Informationen und Verhandlungsdetails lassen keine Fehlinterpretation zu und würden im Falle einer Auseinandersetzung zu einer lückenlosen Dokumentation über das tatsächliche Wirken von „NRW genießt“ führen.Diese Erklärung erfolgt unabhängig von der Möglichkeit eines separaten Antrages auf Unterlassung bzw. Löschung des verursachenden Beitrages auf der Homepage von „NRW genießt“.

Bodo, Bodo, wann wirst Du endlich mal lernen, Sätze zu formulieren, die man auch beim ersten Lesen versteht? Merke: Nicht alles was in gestelzter Sprache daherkommt wirkt besonders gebildet. Und schon gar nicht, das Textmaterial, das Du so produzierst.

Aber Bodo, danke für die tolle Show, die Ihr uns hier bietet. Und ich hatte echt Angst vor dem Sommerloch. Apropos „Sommer“: Willst Du nicht mal wieder bei Tabak-Sommer vorbeischauen? Hast Du das schicke Retro-Mikrofon noch?

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Schlagabtausch für Lungenkrebs: „NRW genießt“ gibt „Feuer frei“ auf das „Komitee“

Die offene Meinungsschlacht der Lungenkrebsfreunde geht weiter. Jetzt ist „NRW genießt“, eine von mehreren Organisationen der Lungenkrebslobby, die in Nordrhein-Westfalen die Qualmhoheit über den ehemals verrauchten Stammtischen für sich beanspruchen, am Zuge.

Zur Vorgeschichte: Der Bloggerkollege Destruxol veröffentlichte unlängst einen Bildschirmausdruck, auf dem man sehen konnte, dass beim „Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte“ (genauer der „Raucherrechte“), einer weiteren Pro-Krebs-Gruppe aus NRW, unser bekannter Tabaklobbyist und gescheiterter Penthouse-Herausgeber Bodo Meinsen aus München die Strippen zieht. Schön, dass die Krebslobby unsere Blogs liest, da können sie manchmal etwas erfahren, das sie vorher noch nicht wussten:

Bodo Meinsen zieht die Fäden beim

Bodo Meinsen zieht die Fäden beim „Komitee“

Und eben jene Krebslobby ist „pretty not amused“ über den bayerischen Strippenzieher, den man primär durch verquaste Statements zur aktuellen politischen Lage kennt, wenn Meinsen versucht, seine widerliche Lobbyarbeit für Lungenkrebs und Raucherbein mit ein paar politischen Allgemeinplätzen zu tarnen (Link). Und daher geht es auf der Webseite von „NRW genießt das Sterben“ mal wieder richtig zur Sache:

„NRW genießt“ gegen das „Komitee“, Bodo Meinsen und andere Pro-Krebs-Aktivisten (1) (Quelle)

Hier fällt auf, dass „NRW genießt“ immer noch dem Irrglauben verfallen ist, es bestünde bei großen Teilen der Bevölkerung in NRW ein Interesse, wieder in verqualmten Kneipen sitzen zu dürfen. Wenn man sich die letzten der mittlerweile völlig zum Erliegen gekommenen Pro-Lungenkrebs-Demonstrationen (z. B. in Aachen) ansah, die auf eine Abschaffung des Nichtraucherschutzgesetzes zielten und wo jedes Mal nur max. um die hundert Demonstranten mitliefen, weiß man, wie man dieses Statement einzuschätzen hat.

Im weiteren Text versucht nun „NRW genießt“ darzustellen, man sei eine Gruppe von „Aktivisten“, die gegen die „völlig überzogene Bevormundung mündiger Bürger“ eintrete. Besonders krass ist in diesem Falle, dass sich schwerst tabakabhängige Personen als „mündige Bürger“ einschätzen. Wer am Gängelband des Nikotins hängt und gezwungen ist, sich alle halbe Stunde seine nächste Dosis Nervengift zuzuführen, hat seine Mündigkeit bereits lange vorher am Zigarettenautomaten abgegeben. Aber das sei nur am Rande bemerkt.

So, und jetzt wird es kompliziert. Denn ab jetzt geht es um Personen, Verflechtungen und Unterstellungen. Zu den beiden ersten Punkten ist kurz zu referieren, wie „NRW genießt“ die Sachlage darstellt. Es gibt:

Bodo Meinsen: Verleger aus München, der Zeitschriften herausgibt, die einen „engen Bezug“ zur Tabakwirtschaft haben. Er ist auch Boss des „Bündnis für Freiheit und Toleranz„, „bft e. V.“

Detelf Petereit: Ebenfalls ein Tabaklobbyist. Er hat mit anderen in Bayern die Plattform „Bayern Dialog“ gegründet um das dortige strenge Rauchverbot auszuhebeln, was ebenfalls gescheitert ist. Nach seinem Flop in Bayern ist Petereit, der ursprünglich aus Berlin stammt, nun nach NRW weitergezogen. Dort ist er bei der Tabaklobbygruppe „Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte“ in leitender Position engagiert.  Wer mehr über diesen Strippenzieher für den Lungenkrebs wissen will, klicke auf den Link zu unserer Partnerseite raucherdossiers.

Ronald Blumberg: Über diesen Herrn muss man nichts weiter sagen. Er neigt zu Verhaltensauffälligkeiten. „NRW genießt“ bezichtigt ihn ganz einfach der Lüge:

„NRW genießt“: Erst in jüngster Zeit wurde von dem in diesen Kreisen agierenden Ronald Blumberg immer wieder die Lüge verbreitet, Petereit hätte sich beim Volksbegehren/Volksentscheid in Bayern engagiert. Richtig ist, dass es bis auf weniger als eine handvoll Telefonate zur Information über den Sachstand seinerzeit gar keine Kontakte zu Bayern gab. (ebd.)

Die Schlammschlacht ist also (mal wieder!) eröffnet. Nachgezeichnet wird nun minutiös und langatmig die Geschichte und die vermeintlichen Verdienste von „NRW genießt“ und wie böse dagegen Bodo Meinsen und seine Untergebenen sind. Insbesondere wie ersterer versuchte, sich mit den Geldern seiner Sponsoren Einfluss zu verschaffen, was den armen aber engagierten Mitstreitern von „NRW genießt“ ja so nicht möglich sei.

„NRW genießt“: Bodo Meinsen aber schlief nicht und wollte von Bayern aus möglichst viel Einfluss an Rhein und Ruhr gewinnen. Da half natürlich, dass er mit dem Geld seiner Sponsoren Geschenke verteilen kann, was uns als Teil der wirtschaftlich unabhängigen Bewegung so nicht möglich ist. Kleine Geschenke, da könnte man an die Kofinanzierung von Aktionen denken, erhalten bekanntlich die Freundschaft und schaffen Loyalität.

Fast könnte man meinen, die notorischen Habenichtse von „NRW genießt“ seine neidisch auf die Sponsorengeler, die Meinsen bzw. seine Tarnorganisation „bft e. V.“ von der leider immer noch recht zahlungskräftigen Tabaklobby einstreicht.

Meine Meinung: Schon blöd, wenn mn seine knappe Kohle für die eigene Sucht ausgeben muss anstatt damit den öffentlichen Kampf für das „sozialvertrgäliche Frübableben“ zu finanzieren. Da ist es in der Tat besser, finanzkräftige Sponsoren eben aus dieser Todesindustrie an Land zu ziehen, denn die haben Geld und verrauchen es nicht mal. Getreu nach der Devise „‚We don’t smoke the shit, we just sell it. We reserve the right to smoke for the young, the poor, the black and the stupid.“ („Wir rauchen die Sch….. nicht, wir verkaufen sie nur. Rauchen ist nur für Junge, Arme,  Schwarze und Dumme.“, Zitat eines Managers von RJ Reynolds auf die Frage warum er NICHT rauche).

Den weiteren Schlagabtausch zu referieren spare ich mir. Es ist nur öde zu lesen. Lustig wird es erst wieder gegen Ende des Textes, wenn der erfolglose Tabaklobbyist Bodo Meinsen ordentlich eins übergebraten bekommt:

„NRW genießt“: Dazu passt, dass Bodo Meinsen keine Erfolge in der Sache vorweisen kann, weder in Bayern noch anderswo. Und dass es der Sache enorm schadet, wie die von ihm geführten und gesteuerten Figuren in NRW die Attacken auf uns so breit in der Öffentlichkeit auswalzen, dass die Antiraucher sich die Hände reiben.

Der unbekannte Autor von „NRW genießt“ (wobei ich hinter der Diktion Christoph Lövenich vermute, ehemals Boss vom „Netzwerk Rauchen“) gönnt uns aber auch gar keinen Spaß. Mensch, Christoph! Wir hauen Euch doch so gerne in die Pfanne. Und bei den Steilvorlagen, die Ihr gerade bietet, wäre es auch sträflich es nicht zu tun. Ich muss schließlich auch meine Leserinnen und Leser unterhalten.

„NRW genießt“:Interessant auch, dass selbst die von Hause aus gegen die Raucher gerichteten Bewegungen mit mehr Sachverstand und Respekt dem angestoßenen plebiszitären demokratischen Prozess gegenüber treten als eine einzelne Person aus dem Bergischen Land, die als Lautsprecher die Gemüter anheizt – ohne dabei zu bemerken, dass sie als „Bauernopfer“ herhalten muss.

Christoph, Ihr seid alle „Bauernopfer“. Nicht nur der Ronald Blumberg, über den Du hier schreibst. In ein paar Jahren oder Jahrzehnten werdet Ihr sehen, dass nicht jeder von euch Helmut Schmidt ist, der mit 93 noch quarzt wie ein Schlot und Ihr werdet Euch in den Hintern beißen, dass Ihr Euer Geld, Eure Zeit und Eure Lebensenergie für den Kampf für Lungenkrebs und Raucherbein verschwendet habt. Während jene, die Euch den Dreck, den Ihr Euch in die Lungen gezogen habt und an dem Ihr krank geworden seid, verkauft haben bei bester Gesundheit auf den Seychellen ihren Ruhestand verbringen. Denkt einfach noch mal nach, wer das „Bauernopfer“ genau sein könnte.

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Bodo Meinsen: Dumm gelaufen für den Tabaklobbyisten

Tja Bodo, das ging wohl nach hinten los:

Bodo Meinsen zitiert Peter Rachow

Bodo Meinsen zitiert Peter Rachow (Quelle)

Also Bodo, erstens solltest Du das Zitieren lernen. Gut, Du hast wahrscheinlich kein akademisches Studium abgeschlossen. Von daher wirst Du nicht wiessen wie man das genau macht. Also eine korrekte Quellenangabe gehört immer dazu. Hier dann eben die (Quelle). Holst Du das mit der Quellenangabe bitte nach?

Zweitens: Was hast Du Dir erhofft? Dass alle sagen: „Stimmt gar nicht! Ist nicht so! Alles Unnsin!“? Ja, das lief dann irgendwie blöd für Dich. OK, den Kosirog zählen wir mal nicht, der findet alles doof, was ich schreibe. Und dass der gleich den Jäger aufnimmt, ist noch peinlicher als der Jäger selbst. Aber das lassen wir einfach mal so stehen.

Aber dann läuft es garantiert nicht so, wie Du es willst:

Martin Bartonitz Ich verstehe auch nicht, warum ein Kritiker des Vorgehens der Israeli in Palästina gleich ein Judenhasser sein soll.

1:0 für mich.

Ramona Kothe-Rudatus Es gibt keinen Judenhass, nur weil vereinzelt dumm gelabert wird.

2:0.

Hermann von Bergmann „Judenhass“ und “ bis zu 10 % Bodensatz „ist doch reichlich hoch gegriffen

Magst Du weiter zählen, Bodo?

Na ja, Bodo, war mal wieder einer Deiner Versuche, die glatt in die Hose gegangen sind. Wie damals Deine Dienstaufsichtsbeschwerde beim Wissenschaftsministerium. Mein Gott, was haben wir über Dich gelacht.

Aber frag doch einfach mal den Rolli. Der schreibt Dir bestimmt noch einen netten Beitrag. Gib ihm halt was zum Rauchen, dann ist er glücklich und schreibt alles, was Du willst.

Muhahahahaha!

Muhahahahaha!

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„bft e. V.“ – Themen verzweifelt gesucht

Was macht eigentlich ein kleines Splittergrüppchen von Tabaklobbyisten um aus der Schmuddelecke von Skrupellosigkeit, Krankheit und Tod herauszukommen? Diese Frage stellt sich seit Jahren der Truppe um den Münchner Tabaklobbyisten Bodo Meinsen. Und so versucht dieses Häuflein um den erfolglosen FDP-Kandidaten Meinsen verzweifelt, andere Themen außer dem abgesroschenen „Rauchverbot ist Kneipentod!“ zu besetzen.

Auf der Homepage der Truppe sind dazu lieblos ein paar Themenfelder und ein paar zentrale Aussgaen zu gesellschaftsrelevanten Sachthemen zusammengeschustert. Aber das Ganze wirkt einfach nur wie an einem Abend lustlos und unter Zwang zusammengeschrieben. Die Damen und Herren von den selbst ernannten Freiheitsfreunden ergießen sich ausschließlich in Allgemeinplätzen und geben Statements von sich, die an Beliebigkeit kaum zu übertreffen sind. Ein kleines Beispiel aus dem Bereich der Bildungspolitik:

Pädagogische Käfighaltung – Bildung und Erziehung

Egal, ob man sie vernachlässigt oder über-behütet: Beides schadet unseren Kindern. Eltern bemuttern ihren Nachwuchs und erwarten auch vom Staat eine Rundum-Betreuung. Schulen wiederum schaffen es immer seltener, ihren Bildungsauftrag wirklich erfolgreich auszufüllen. Die Folgen sind verzweifelte Kämpfe um gymnasiale Eintrittskarten und konzeptloses Flickwerk in Bildungsplänen.

Wir Bürger für Freiheit und Toleranz finden: Chancengleichheit ist der Schlüssel zu einem gesunden Bildungssystem. Dazu gehört die Förderung von Kindern aus Nicht-Akademiker-Haushalten ebenso wie der Versuch, ein Gleichgewicht der Geschlechter in Schulkollegien zu erreichen. Doch danach heißt es: Kinder sollen die Welt mit ihren eigenen Erfahrungen sehen, sie sich selbst erobern. Überwachung und ständige Reglementierung haben in einer freiheitlichen Bildung keinen Platz. (Quelle bft e. V.)

Dieses ebenso allgemeine wie dumme Geschwätz aus dem ersten Absatz kann man auf allen Stammtischen hören, wenn selbsternannte Bildungsexperten über die Schule lamentieren. Es hat in etwa so viel Relevanz wie ein in China umfallendes Fahrrad.

Wer wie Meinsens Truppe es versucht, alle Schulen eines Landes, das sich zudem auch noch ein föderales Bildungssystem mit 16 verschiedenen Landesschulsystemen leistet, über einen Kamm zu scheren wird nolens volens Schiffbruch erleiden. Und dass Meinsens Kampfrauchertruppe zur Institution Schule keinerlei Beziehung hat, erkent man schon daran, dass diese Leute moderne Schulkonzepte wie Ganztagesschulen, zusätzlichen Förderunterricht, Durchlässigkeit des Bildungssystems in Schulen mit verschiedenen Anfroderungszweigen, Differenzierungsunterricht etc. gar nicht einmal erwähnen. Und über Unterrichtsversorgung, Klassenmesszahlen, Sprachenfolge etc. wird überhaupt nicht geredet. Das kommt eben dann dabei heraus, wenn man sich in der Öffentlichkeit so darstellen will, als sei man eben keine Raucherlobbytruppe sondern habe tatsächlich ein Interesse an gesellschaftlicher Fortentwicklung.

Und genau in die gleiche Richtung geht der neueste Flop von Bodo & Co.:

BFT – Bürger für Freiheit und Toleranz e.V.: Drei Tage BFT-Klausur, diesmal in Stuttgart. Drei Tage intensive Diskussionen über viele Gesellschaftsthemen. Vom demografischen Wandel und dessen Herausforderungen, über negative Trends (z.B. ansteigender Judenhass in Deutschland) und wie man diesen begegnen sollte, bis zur Hinterfragung von Toleranz und Intoleranz.

Die Debatten waren von ausgezeichneter Qualität. Die Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands waren konzentriert und ideenreich. Die Ergebnisse dementsprechend super. Alle Impulse werden nun bei BFT aufgenommen und umgesetzt. Spannend! Wer zukünftig dabei sein möchte, ist herzlich eingeladen. Die BFT Gemeinschaft wächst weiter und die Aufgaben fordern heraus. Danke an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Klausur. Die nächste dieser Art wird im Herbst stattfinden. (Quelle)

Interessant ist mal wieder wie Bodos Truppe versucht, aktuelle Presseberichte und -themen aufzunehmen. Hier ist das spezielle Thema der angebliche „Judenhass“ in Deutschland. Lieber Bodo, Du solltest Dich nicht primär aus der BILD-Zeitung informieren. Es gibt keinen „neuen Judenhass“ in Deutschland. Wir haben in diesem Land einen Bodensatz aus ca. 5  bis 10 Prozent Neonazis. Denen gestehe ich „Judenhass“ zu. Das ist bei derartigen Politspinnern einfach Standard. Die brauchen das. Ernst nimmt diese braunen Politkasper sowieso niemand mehr. Die NPD als ihr Sprachrohr ist auch gerade in Auflösung begriffen, also ist keine Gefahr aus der rechten Ecke zu befürchten.

Ein weiterer heißer Kandidat für Judenhass sind dann vielleicht eine Handvoll gewaltbereiter fundamentalistischer Extremmoslems, deren Weltbild ebenfalls ziemlich durchgeknallt ist. Abgesehen von diesen extremistischen Randgrüppchen können Menschen in Deutschland wohl zu einem überwiegenden Teil gut unterscheiden zwischen verachtenswertem „Judenhass“ und berechtigter Kritik an der israelischen Politik. Auch wenn Funktionäre wie Frau Knobloch dies in unzulässiger Weise in einen Topf werfen, um Stimmung zu machen.

Wer sich mal das Niveau einer „bft e. V.“-Veranstaltung anzusehen gedenkt, dem empfehle ich folgenden Link. Hier tauschen sich Leute aus, die zu einem guten Teil aus bekannten Szene der militanten „Genussfreunde“ stammen. Bei dem einen oder anderen kann man darüber hinaus erkennen, dass neben Tabak auch Alkohol beim „Genussverhalten“ eine zentrale Rolle spielen muss. Prost!

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Bodo Meinsen, „bft e. V.“ und die fortgeschrittene Form der Selbstbeweihräucherung

Bodo Meinsen aus Kirchheim bei München ist ein Erfolgsmensch.  Was er anpackt, gelingt. Er ist nicht nur Tabaklobbyist und erfolgreich insolvent gegangener Zeitschriftenmacher („Penthouse Magazin„), gescheiterter FDP-Gemeinderatskandidat und ein Trendsetter als Fernsehreporter und Dienstaufsichtsbeschwerdenschreiber. Nein! Meinsen kann mehr. Er ist nämlich auch ein politisches Alphatier. Mit seinem Verein „Bündnis für Freiheit und Toleranz e. V.“ setzt er seit Jahren Maßstäbe im Kampf für Freiheit und Bürgerrechte:

Bodo Meinsen:  Fußball-Metaphern sind dieser Tage – aus gegebenem, erfreulichem Anlass – in aller Munde. So kann auch BFT in übertragenem Sinn auf eine erfolgreiche erste „Halbzeit“ des Jahres 2014 blicken: mit viel Elan, thematischer Treffsicherheit und Präsenz auf dem (politischen) Platz. Und um unsere Anhänger nicht zu enttäuschen: So soll und wird es weitergehen. (Quelle)

Zuerst einmal ist es schon verwunderlich, dass Menschen, die nicht einmal 10 Meter vor die Kneipentür treten wollen, weil diese Minimalbewegung schon zu anstregend ist, mit Sport ankommen.  Aber egal. Lassen Sie mich stattdessen einmal nachzeichnen, wie die „thematische Treffsicherheit“ nach der Diktion von Bodo Meinsen aussieht.

Wir haben zuerst wohlwollend zur Kenntnis zur nehmen, dass nun auch der Vorstand vom „Bündnis für Freiheit und Toleranz“ in der Öffentlichkeit politisch zunehmend präsent ist. Nehmen wir mal als sprechendes Beispiel Frau Dr. med. Monika Müller-Klar, die ebenfalls in Leitungsfunktion bei den selbsternannten Freiheitsfreunden engagiert ist. Mit Kippe und Bier in der Hand macht sie knallharte politische Basisarbeit  (Link zu facebook). „Hicks! Hust!“. Super, Frau Doktor! Das ist politisches Streetworking, wie es sein muss! Weiter so. Lunge und Leber freuen sich.

Auch Roland Dittmar, der Schriftführer der „toleranten Genussfreunde“, ist immer präsent. Sein Aufagbenfeld ist das Beackern der facebook-Front. Dort verkündet er nebenbei mal eben großsprecherisch,  die Spendenwelle für Friedhelm Adolfs, den vom Rauswurf bedohten Raucher-Rentner aus Düsseldorf, sei angelaufen. Bei einem Spendenstand von einigen  hundert Euro zur Verlautbarungszeit der Meldung war das nicht nur eine „Spendenwelle“ sondern ein enormer Spendentsunami, der da loszubrechen drohte. Zumindest laut Dittmar. Auch hier wurden die Lachmuskeln durch „bft e. V.“ nachhaltig strapaziert. Danke, Rolli!

Und Bodo Meinsen weihräuchert weiter:

Bodo Meinsen: Aktuellen Herausforderungen und Chancen der Europäischen Integration widmete sich die – wieder höchst erfolgreiche – zweite Ausgabe der BFT-Bürgerzeitung. Und wer ehrlich wissen möchte, wie er es selbst mit der Freiheit eigentlich so hält, kann sich seit geraumer Zeit am interaktiven BFT-Test bei Facebook versuchen.

Wie erfolgreich die „bft-Bürgerzeitung“ und die gesamte Rezeption des „Bündnis für Freiheit und Toleranz“ ist, ist kann man vielleicht am Presseecho ablesen. Link 1, Link 2. Link 3. Ergebnis von „Google News“ ist jeweils:

„Ihre Suchanfrage „„Bürger für Freiheit und Toleranz““ stimmt mit keinem Nachrichtenergebnis überein.“

OK, soviel zur Kongruenz von Wunsch und Wirklichkeit. Aber Bodo Meinsen kann es eben. Nur was???

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Neues vom „Bündnis für Vorverurteilung und Intoleranz“

„bft e. V.“ steht eigentlich für „Bündnis für Freiheit und Toleranz“ und damit angeblich für Bürgerrechte und Freiheitsideale. Blickt man hinter die Kulissen dieses kleinen Grüppchens von Tabaklobbyisten, wird einem klar, wie die Damen und Herren dieses selbst ernannten Toleranzvereins ticken. Die erklären „Antispießer“ (zum bft-Test „Spießer“ oder „Freigeist?“ ) vom „bft e. V.“ outen sich dann nämlich immer wieder ungewollt als ganz normale kleine Spießer.

„bft e. V.“: Pause bei der WM, aber nicht bei der SPD. Erst ein Innenpolitiker unter Verdacht des Besitzes von Kinderpornografie, jetzt ein weiterer unter Verdacht wegen Drogenbesitz. Ist doch beides verboten. Die SPD hat häufig eine Vorliebe für Verbote als erziehrische Maßnahme, nun muß sie feststellen, dass Wasser predigen und selbst Wein trinken auch in den eigenen Reihen Bestand hat. Wir empfehlen, sich weniger als Sanktionierer des Volkes zu engagieren und besser aufzupassen, wen und was man da in sensible Ausschüsse schickt. (Quelle)

Im deutschen Strafrecht existiert die sog. Unschuldsvermutung. Ein Verdächtiger gilt als unschuldig bis zum Beweis des Gegenteils. Nicht so bei „bft e. V.“, dem ersten deutschen Toleranzvereinchen. Dort wird munter vorverurteilt, denn der deutsche Spießer muss nicht Beweis erheben, eine Anklage formulieren und den Ausgang eines ordentlichen Gerichtsverfahrens abwarten. Der bft-Spießer schießt sofort. Und zwar aus der Hüfte. Da ist man dann ganz klar „Freigeist“.

Zum Fall Edathy: Der SPD-Mann steht unter dem Verdacht, kinderpornographisches Material erworben zu haben. Bewiesen ist davon nichts. Entsprechende Durchsuchungen konnten kein strafrechtlich relevantes Material sicherstellen. Dass Edathys Laptop verschwunden ist, präjudiziert ebenfalls nichts. Alles was bewiesen ist, dass sich Edathy sog. „Poser-Videos“ beschafft hat, auf denen Jugendliche sich in aufreizender Pose darstellen. Man mag diese „Poser-Videos“ bzw. deren Konsum ebenfalls als krank und abartig ansehen, nach geltender Rechtslage ist dieses Konsumverhalten jedoch nicht gesetzeswidrig. Punkt.Die selbsternannte Toleranzvereinigung  „bft e. V.“ ballert aber gerne mal aus allen Rohren auf den verhassten Politiker von der ebenso verhassten „Verbotspartei“ SPD.

Nächster Fall: Der SPD-Politiker Michael Hartmann hat angeblich Crystal Meth konsumiert. Eine Durchsuchung seiner Wohnung bleibt erfolglos. Es werden keine Drogen gefunden (Link). Das Verfahren läuft noch, weitere Ermittlungen werden folgen. Bei „bft e. V“ ist der Mann dagegen bereits vorverurteilt. Sein Problem: Er ist ebenfalls bei der SPD.

Man sieht hier sehr plastisch, wie die „Toleranzfreunde“ von „bft e. V.“ blind auf jeden einschlagen, der zu einer der verhassten „Verbotsparteien“ gehört. Differenzierte Betrachtungen der Sachlage sind nicht das Ding der Tabaklobbyisten aus München. Da wird lieber auf den Putz gehauen, dass es kracht. Und besonders „tolerant“ ist man sowieso. Das weiß ich seit deren Boss Bodo Meinsen bei meinem Dienstvorgesetzten mittels Dienstaufsichtsbeschwerde versucht hat, mir den Mund verbieten zu lassen. Leider unter dezenter Nichtberücksichtigung der Rechtslage. Aber von Herrn Meinsen und seinem Grüppchen profunde Betrachtungen zum Dienstrecht des Beamten zu erwarten (hier dem §47 Abs. 1 Satz 2 BeamtStG), würde diese Damen und Herren wohl überfordern. Genau so wie es sie überfordert, zu erkennen, dass „Verdacht auf…“ im strafrechlichen Sinne nur erklärt, dass jemand einer Tat verdächtigt wird. Und kein bisschen mehr.

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bft und Frau Dr. med. Monika Müller-Klar

„bft“ ist nicht nur ein großer deutscher Tankstellenbetreiber sondern „bft“ steht auch für „Bürger für Freiheit und Toleranz„. Wie wir bereits mehrfach berichtet haben, hat dieser Verein, dem unser lieber Freund Bodo Meinsen, ein Tabaklobbyist reinsten Kalibers, vorsteht, weder mit „Freiheit“ noch mit „Toleranz“ viel im Sinn. Im Gegenteil: Man betreibt reinsten Tabaklobbyismus, denn „bft“ wird von der Zigarettenindustrie gesponsort. Auf der Sponsorenliste dieses dubiosen Grüppchens finden sich dann auch einige mehr oder weniger hochkarätige Unternehmen der Lungenkrebsindustrie:

  • British American Tobacco
  • Bundesverband Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller e.V.
  • MUT e. V. (Mittelständische Unternehmen der Tabakwirtschaft)
  • Ermuri Genuss Company

(Beweis)

Bei „bft“ ist seit einiger Zeit eine Dame im Vorstand tätig, über die wir heute berichten wollen. Denn endlich hat „bft“ auch einen Medicus im Team: Und sogar einen weiblichen. Und einen mit sehr, sagen wir mal, „exotischen“ Ansichten.

"bft"-Vorstand

„bft“-Vorstand

Dr. med. Monika Klar ist denn auch sehr rührig für einen Verein, der den Verkauf von tödlichen Drogen, die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ungefähr die Hälfte  ihrer Konsumenten zuverlässig vor dem Erreichen einen höhren Lebensalters töten, zu befördern sucht. Für eine Ärztin, die eigentlich der Gesundheit und dem Leben eher verpflichtet sein sollte als den ruchlosen Interessen einer Killerindustrie ist dieses Engagement sehr zweifelhaft.

Zuerst aufgefallen ist mir Dame als Demorednerin auf „Pro-Lungenkrebs-Demos“ bzw. den Videos davon auf YouTube:

Dr. Monika Müller-Klar als Demorednerin "pro Lungenkrebs"

Dr. Monika Müller-Klar als Demorednerin „pro Lungenkrebs“

Hier findet man sehr schön die ewig gleichen Versuche aufzuzählen, was alles noch so gesundheitsgefährdend ist und uns zu erzählen versucht, wie die böse Industrie uns töten will. Einschließlich der Gesundheitsindustrie durch Röntgen und Antibiotika. Nicht zu vergessen das Würstchengrillen. Und Autos. Und Weichmacher in Kunststoffen. Und, und, und… Fazit: Menschen sterben nicht am Rauchen sondern an der Umweltverschmutzung und am Grillen. Allerdings ist der Beifall für Frau Dr. eher mau.

Werfen wir einen genaueren Blick auf das öffentliche Auftreten der Dame. In einem „Offenen Brief“ an einen Landtagsabgeordneten der GRÜNEN wird klar, dass das Fachwissen von Frau Dr. med. Müller-Klar eines gewissen, sagen wir mal, „Updates“ bedarf:

Dr. med. Monika Müller-Klar: Zunächst zum Rauchen: Dies ist sicherlich nicht gesund, aber mitnichten das höchste vermeidbare Gesundheitsrisiko, wie Sie sehr wohl wissen sollten. Die Hauptkrankheits- und Sterbeursache in Deutschland sind die HerzKreislauf-Erkrankungen. Die Hauptursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes.

Das dkfz in Heidelberg hat komischerweise eine andere Meinung zu dem Sachverhalt:

Deutsches Krebsforschungszentrum: Die wichtigsten vermeidbaren Ursachen für Herz-Kreislaufkrankheiten sind mangelnde Bewegung, eine ungesunde Ernährung und vor allem das Rauchen.

„Vor allem“ heißt „vor allem“ oder wie anders will man diese Aussage interpretieren? Aber auch anderweitig scheint mir die medizinische Kompetenz der Frau Dr. etwas nachhilfebedürftig:

Dr. med. Monika Müller-Klar: […] Danach kommt in der Statistik die Zunahme an Krebserkrankungen. Hier stehen aber an erster Stelle Mamma- und Prostata und Darm-Ca. An 4. Stelle in der Krebsstatistik steht das Lungen-Ca, welches in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat, obwohl im gleichen Zeitraum immer weniger Menschen rauchen.

Vielleicht sollte sich Frau Dr. einmal die Raucherprävalenz als Funktion der Zeit über die letzten Jahrzehnte ansehen und sich dann klar machen, dass verbunden mit der aller Regel mehrere Jahrzehnte dauernden Latenzzeit bis zur gesicherten Diagnose eines Bronchial-Ca.  eben dieser Effekt auftritt. Oder anders gesagt: Heute sterben die Raucher, die in den 70er und 80er-Jahren des letzten Jahrhundert angefangen haben zu rauchen. Erkennbar ist dies u. daran, dass die Lungenkrebsrate bei Männern heute zurückgeht, während die von Frauen noch steigt. Vor ca. 20 Jahren begannen nämlich Frauen verstärkt zu rauchen,  während der Tabakkonsum bei Männern langsam zurückging.

Zusätzlich hat Frau Dr. Müller-Klar die üblichen Verharmlosungsstrategien schon perfekt drauf. Sie dürfte daher eine echte Bereicherung für Bodo Meinsens Truppe sein.

Dr. med. Monika Müller-Klar: Dazu ist es geradzu lachhaft, dass eine Partei, die dafür mitverantwortlich ist, dass Atom- und Kohlekraftwerke weiter am Netz sind, der Schadstoffausstoss von Kfz in Relation zur Größe des Autos berechnet werden (wobei heute die SUVs die Straße bevölkern), wo in der Nahrung Farbstoffe, Kon­servierungsstoffe, sogenannte naturidentische Aromastoffe erlaubt sind, wo in der Nah­rungs­mittelindustrie die Anwendung von Antibiotika und Anabolika gang und gebe ist, wo die Anwen­dung von Pestiziden und Injektiziden beim Anbau von Obst und Gemüse erlaubt sind, wo dieselben noch ca. 15 % der ursprünglichen Vitamine enthalten.

Ich nenne es das „Andere Dinge sind auch gefährlich „-Syndrom. Kommt immer gut an bei den Niktoinfans, hat aber keinen Sachbezug und kann kaum als „wissenschaftliche Argumentation“ bezeichnet werden.

Gelegentlich frage ich mich dann auch, wo die Dame promoviert hat, denn elementare wissenschaftliche Methoden scheinen ihr nicht geläufig zu sein:

Dr. med. Monika Müller-Klar: Nun zum Passivrauchen: Auch Sie sprechen von den immer wieder erwähnten 3.300 Toten/Jahr durch Passivrauch. Das haben Sie wohl irgendwo abgelesen. Wie bitte wollen Sie dies verifizieren? Es gibt nicht eine einzige Studie hierüber, die Bestand hat! Wie denn auch! Sie müssten ja Men­schen in einen völlig schadstofffreien Raum sprerren, sie absolut schadstofffrei ernähren (wobei Sie immer noch nicht die genetische Disposition ausschalten könnten!) und sie dann mit Zigaret­tenrauch bedampfen, um eine solche Studie durchführen zu können.

Methoden wie die Bildung von statistischen Zwillingen, das Adjustieren und Eliminieren von Confoundern und die mathematische Modellierung von statistischen Daten sind ihr offenbar nicht bekannt. OK, dann kommt natürlich so ein Blödsinn dabei heraus. Dann hat die Dame zusätzlich noch eklatante sprachliche Probleme, denn einfache Sätze versteht sie offenbar nicht:

Dr. med. Monika Müller-Klar: Bei über 70 dieser Substanzen ist nachgewiesen, dass sie krebserregend sind oder im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen (was nun? Krebserregend und im Verdacht stehend?).

Es ist schon sehr schwer, die beiden logischen Opratoren „und“ und „oder“ auseinanderzuhalten bzw. richtig zu interpretieren.

Dr. med. Monika Müller-Klar: Haben Sie einmal nachgelesen, wieviel Verbrennungsstoffe frei gesetzt werden durch HolzKohle-Öfen, brennende Kerzen, Braten, Grillen, Anzünden eines Kamins oder Autoabgase?

Lernzielkontrolle: Wie nennt man diese Art des Vortrages?

Und jetzt gleitet die Dame in vollkommen humoristische Gefilde ab:

Dr. med. Monika Müller-Klar: Dagegen steht das „kleine“ Problem für eine Zigarette vor die Tür zu gehen. Sie denken vielleicht an Menschen, die alle vier Stunden mal eine Zigarette rauchen. Was ist mit denen, die vier Ziga­retten in einer Stunde rauchen? Die stehen ununterbrochen vor der Tür. Die Rauchersterblichkeit nimmt nun nicht aufgrund des Rauchens zu, sondern durch die Lungenentzündung, die sie sich bei dem hiesigen Wetter vor der Tür holen.

Ähhhh, Frau Dr. Müller-Klar, ich will ja nicht rumnölen. Aber sie fordern doch immer eindeutige wissenschaftliche Beweise. Zumindest wenn es gegen das Rauchen geht. Haben Sie diese Beweise denn auch für Ihre komische These? Und Ihnen ist schon bekannt, dass eine Pneumonie i. d. R. durch Bakterien verursacht wird und nicht durch kühle Luft? Oder erklären Sie mir mal, warum im Winter Menschen, die regelmäßig lange im Freien arbeiten müssen, wie z. B. Briefträger, Straßenarbeiter oder Eisenbahner nicht reihenweise keuchend und röchelnd dem Exitus anheim fallen. Und wie sieht es mit Joggern und Radfahrern aus, die sich im Winter draußen bewegen? Sind das Ihrer Meinung nach alles Todeskandidaten?

Apropos „wissenschaftlich belastbare Beweise“: Auf ihrer Praxiswebseite wirbt Frau Dr. Müller-Klar für ganz exotische Behandlungsmethoden. U. a. bietet sie „Bachblütentherapie“ an. Während sie aber gar kein Problem damit hat, wissenschaftliche Daten anzuzweifeln die gegen das Rauchen sprechen, ist sie bei solchen Behandlungsmethoden, deren Wirksamkeit überhaupt nicht wissenschaftlich bewiesen wurde, sehr viel großzügiger.Auch „Therapien“ die von den Fachverbänden als unwirksam oder sogar gefährlich gekennzeichnet sind, bietet die neue Ärztin bei „bft“ an. Ein Besipiel ist die „Chelattherapie“:

Wikipedia: Amerikanische und deutsche Ärzteverbände und die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA haben schon 1984 vor der Chelat-Therapie gewarnt.1998 hat die Verbraucherzeitschrift der FDA „FDA Consumer“ die Chelattherapie in die „Top Ten“ der als „Gesundheitsschwindel“ erkannten Methoden eingereiht. Keine unabhängige wissenschaftliche Studie hat bislang einen Erfolg der Methode erwiesen. (Quelle)

Ebenso verhält es sich mit der „Dorn-Breuss-Methode“ zur Heilung von Wirbelsäulenbeschwerden. Ein Physiotherapeut sieht diese sehr kritisch:

Michael Lierke: Da es sich hier um eine Methode ohne rationalen Hintergrund handelt, deren Wirksamkeit bis heute noch in keiner klinischen Studie belegt wurde, kann sie natürlich nicht ärztlich verordnet und zu Lasten einer Krankenkasse durchgeführt werden.[…]m Gegensatz zur mehrjährigen Ausbildung innerhalb eines der anerkannten medizinischen Berufsbilder kann die Dorn-Methode in eintägigen Seminaren von jedermann erlernt werden, ohne dass hierzu irgendwelche medizinischen Kenntnisse vorausgesetzt werden. Selbst die Dozenten der Dorn-Methode sind regelmäßig medizinische Laien, die bestenfalls über einen Heilpraktikerschein verfügen. […]Sehr gern wird die Dorn-Methode übrigens im Zusammenhang mit der sog. Breuss-Massage gelehrt. Bei letzterer wird dem leichtgläubigen Patienten suggeriert, dass das Johaniskrautöl, welches man ihm in den Rücken einmassiert, durch alle Gewebsschichten (einschließlich Rückenmuskulatur, knöcherne Anteile der Wirbelbogengelenke, Rückenmarkskanal, Bandapparat der Wirbelsäule) bis in die Tiefe der Bandscheiben vordringen soll, in welche es hineindiffundieren und diese so anschließend von innen heraus vor dem Austrocknen schützen soll. Angesichts der Tatsache, dass es keine anatomische Struktur, geschweige denn irgendwelche Blutgefäße gibt, die die Hautoberfläche in direkter Linie mit den Bandscheiben verbindet und das die Bandscheiben umgebende Bindegewebe in keiner Weise die Eigenschaft besitzt, Johanniskraut auf dem Diffusionsweg passieren zu lassen, zeugen solche Vorstellungen von einer abgrundtiefen Unkenntnis über physiologische und anatomische Grundlagen.  (Quelle)

Dass die Daten und Studienergebnisse des dkfz zur Morbidität des Passivrauchens auf wissenschaftlichen Füßen stehen, die der Bachblüten- oder Chelattherapie oder der Dorn-Breuss-Methode aber nicht, sollte nochmals wiederholt werden.

Und nun stellt sich langsam auch die Frage, warum die Dame so „pro Lungenkrebs“ agitiert. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, dieses Motto gilt auch hier:

Link zu facebook

Mit Bierdose („Diebels“) und Kippe in der Hand sieht man sie in Düsseldorf auf einem Informationsstand von Rauchergruppen. Damit wären eigentlich für mich alle Fragen geklärt. „Prost, Frau Doktor! Hau wech die Sch….!“

 

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Monika Bittl vom „bft e. V.“ – Von „Verklaghaferln“ und anderen Denunzianten

Von Peter Rachow – Dieser Artikel ist urheberrechtlich geschützt.

Monika Bittl ist die zweite Vorsitzende der Tabaklobbyistengruppe „bft e. V.“ (ausgeschrieben „Bündnis für Freiheit und Toleranz“), eines Vereines, der alles ist aber weder „freiheitlich“ noch „tolerant“. Über dieses Missverhältnis zwischen unglücklicher Namenswahl und Realität habe ich schon mehrfach in diesem Blog berichtet. Einen weiteren interessanten Aspekt dieser Abweichung zwischen Selbstbild und Fremdwahrnehmung möchte ich heute beleuchten. Die oben genannte Autorin hat nämlich einen Text verfasst, bei dessen Überschrift „Verklaghaferl“ respektive dem Lesen derselben ich sofort einige Bilder, genauer gesagt einige Personen vor Augen hatte. Und zwar bestimmte Personen. Wahrscheinlich einige, die Frau Bittl persönlich kennt. Wobei ich allerdings davon ausgehe, dass Frau Bittl diese Leute nicht auf dem Radar hatte, als sie ihren Text verfasste.

Zuerst in aller Kürze: Ein Verklaghaferl ist laut der Autorin Bittl eine Person, die notorisch andere Menschen anzeigt, besonders wenn ihr deren Lebensstil nicht passt. Mehr muss dazu nicht gesagt werden. Man ahnt, in welche Richtung der Text laufen wird. Frau Bittls Archetypus des „Verkalghaferl“ ist heute Siegfried Ermer, Vorsitzender von „pro rauchfrei e. V.“ und damit erklärter Gegner ihres Vereins „bft e. V.“, welcher sich vor allem durch „Partner“ aus der Tabaklobby finanziert. Beweis:

„Bündnis für Freiheit und Toleranz“ – Partner der Tabakdrogendealer

Frau Bittl hängt sich nun an mehreren Dingen auf:

a) Auf den Seiten von „pro rauchfrei“ findet man ein Formular, mit dem man Verstöße gegen den Nichtraucherschutz melden kann. Daher der Begriff „Verklaghaferl“.

b) Herr Ermer kandidiert einerseits für die AfD, andererseits ist er auch Vorsitzender des Vereines „pro rauchfrei“, welcher, vorsichtig formuliert, nicht ganz unumstritten ist.

Frau Bittl meint nun zu erkennen, dass Herr Ermer seine beiden Engagements strikt zu trennen versucht um seiner Karriere bei der AfD nicht zu schaden. Er fürchte schlechte Publicity. Unterstellt wird insbesondere seitens der zweiten Vorsitzenden des Tabaklobbyistengrüppchen „bft e. V.“ , Herr Ermer wolle Spuren im Internet tilgen, die auf seine Vereinstätigkeit bei „pro rauchfrei“ hindeuten:

Und so verwischt das Verklaghaferl Spuren seines Doppellebens und löscht auf der Internetseite des Vereins wo es nur geht Hinweise darauf, dass er der Vorsitzende ist. Bei der Partei wiederum erwähnt er auf seine Vereinsarbeit nicht. Was soll so ein armes Verklaghaferl in diesem Konflikt auch machen? Es kann sich ja schlecht selbst anonym anzeigen. Und weil das Verklaghaferl aus diesem Dilemma vielleicht gar nicht mehr alleine raus kommt, helfe ich gerne beim überfälligen öffentlichen Outing, damit das Verklaghaferl wieder ruhig schlafen kann. Verein und Partei können hier nachlesen, wen sie jeweils in ihren Reihen haben: […]

Es folgen zwei Links, welche interessierten Personen zeigen sollen, dass Herr Ermer Mitglied in beiden Organisationen ist.

Jetzt fragt man sich, ob Frau Bittl den Volkshochschulkurs „Investigativer Journalismus für Einsteiger“ belegt hat und nun einfach ein paar Seminarübungen macht. Denn anstatt dass sie das große Fass aufmacht, hätte sie einfach das Impressum der Netzseiten von „pro rauchfrei“ aufschlagen müssen. Dort steht klar und deutlich zu lesen:

Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 10 Absatz 3 MDStV:
Siegfried Ermer
Postfach 2941
91017 Erlangen

Und beim Afd Kreisverband Erlangen findet man Herrn Ermer ebenfalls. Super gemacht, Frau Bittl! Das reicht zwar noch nicht ganz zur investigativen Journalisten, aber ihren Einsteigerschein für Google haben Sie in der Tasche. Herzlichen Glühstrumpf!

Was übrigens auch auffällt ist, dass Frau Bittl ein ähnliches Gebahren an den Tag legt, wie sie es Herrn Ermer unterstellt. Auf ihrer Webseite http://www.monikabittl.de/ sucht man nämlich auch jedes Engagement für die Tabaklobbyisten vergebens. „bft e. V.“ wird mit keinem Wort erwähnt. Aber auch hier gilt, wie immer bei Rauchers: Quod licet iovi non licet bovi. Q. e. d. Also helfe ich doch gerne durch Bereitstellung einer Google-optimierten Begriffsstruktur Frau Bittl beim „Outing“.

Nebenbei bemerkt entgeht Frau Bittl leider ein ganz einfacher Sachverhalt: Viel übler als „Verklaghaferl“ sind jene Personen, die man noch weiter südlich als der Wohnsitz von Frau Bittl in München als „Vernaderer“ bezeichnet. Und um mit einem dieser Vernaderer in Kontakt zu treten, muss sie nur zum Telefonhörer greifen und ihren 1. Vorsitzenden Bodo Meinsen anrufen. Im April 2011 schrieb ihr sehr „toleranter“ 1. Vorsitzender nämliche eine „Dienstaufsichtsbeschwerde“ an das Wissenschaftsministerium in Mainz. Er schwärzte mich dort an, weil ihm ein kritischer Artikel, den ich über verbotene Tabakwerbung im Internet, welche sich auf den Seiten von Meinsens „genuss-journals“ fand, verfasst hatte, überhaupt nicht schmeckte. Nachdem ich der Dienstaufsicht  den Sachverhalt geschildert hatte, wurde die Beschwerde von Bodo Meinsen zurückgewiesen und die Sache war dienstrechtlich für mich erledigt. Wobei Herrn Meinsen auch noch beschieden wurde, dass die Dienstaufsicht nicht der richtige Weg sei, wenn man sich über die politischen Äußerungen eines Beamten beschweren wolle. Herr Meinsen wurde auf den ordentlichen Gerichtsweg verwiesen.

Zum Abschluss noch eine kleine Rechtskunde für Frau Bittl: Was unterscheidet den Typus des „Verklaghaferl“ denn nun genau vom „Vernaderer“? Ganz einfach: Klagen kann man nur auf Basis einer Rechtsgrundlage. Eine Klage bzw. Anzeige soll einen rechtswidrigen Zustand abstellen. Denunzieren geht dagegen auch ohne rechtliche Grundlage.

Wer ist nun der üblere Typ? Der „Verklaghaferl“ oder der „Vernaderer“. Na, Frau Bittl, hat’s geklingelt?

 (C) Peter Rachow 2014

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Bodo Meinsen: Osterbotschaft vom „Bündnis für Tumorfreunde“

Bodo Meinsen, dem manchmal durchaus clowneske Züge anhaften, schreibt gerne. Vor allem viel. Und lang. Anders gesagt: Der Mann, den ich auch gerne „Dienstaufsichtsbeschwerden-Bodo“ (zugegeben, der Name ist etwas holprig, passt aber zum Betitelten) nenne, weil er in der „causa Rachow“ auch schon mal beim Wissenschaftsministerium vorstellig wird um mir in einem Anflug von „freiheitsliebender Toleranz“ den Mund verbieten zu lassen, schwurbelt.

Und der Herr Meinsen sendet uns daher eine konsequent verschwurbelte Osterbotschaft. Da ich gerne lache, habe ich sie gelesen. Weil ich auch gerne andere Menschen lachen sehe, werde ich daraus zitieren. Mit ein paar mehr oder weniger „netten“ Anmerkungen. Was mir wahrscheinlich wieder eine E-Mail des o. g. Herrn an o. g. Ministerium eintragen wird. Egal. Da muss man durch.

Tatort: facebook. Genauer: Der Kanal vom „Netzwerk Rauchen“.

Das einleitende Geschwurbel des Herrn Meinsen möchte ich Ihnen, sehr verehrte Leserinnen und Leser, jedoch ersparen. Dort versucht Herr Meinsen (Vorstand des „bft e. V.“, für jene, die es nicht wissen) davon abzulenken, dass seine Gruppierung nichts anderes ist als ein Tabaklobbyistenbetrieb. Er tut dies, indem er seinem Club einen gesellschaftspolitischen Deckanstrich verpasst und einige Allgemeinplätze zum gesellschaftlichen Miteinander zum Besten gibt. Wenn Sie sich das antun wollen, hier der Link.

Kommen wir zu den Details:

bft .e. V. schreibt: BFT e.V. steht allen zur Verfügung, die ein friedliches Miteinander bevorzugen und Selbstverantwortung als Normalität betrachten. Wir stehen für eine Welt ohne Ausgrenzung, ohne Bevormundung, für ein Leben mit Regeln, aber nicht mit Überregulierungen und unnötigen Einmischungen in unsere Privatsphäre.

Das ist interessant. Man ist also gegen Ausgrenzung? Cool. Alle aus dem Club? Oder nur der Herr Meinsen? Und auch immer? Was sagt denn der Schriftführer des Grüppchens, der Herr Roland Dittmar dazu?

Roland Dittmar sagt: Antiraucher sind bescheuert.

Roland Dittmar sagt: Antiraucher sind bescheuert.

Ja, so grenzt man erfolgreich aus: „Antiraucher“ sind eben bescheuert. Man muss ja auch einen an der Waffel haben, wenn man gegen das Rauchen ist. So trägt der Schriftführer des „toleranten“ Vereines „Bündnis für Freiheit und Toleranz“ sehr eloquent vor. Irgendeine Form von Ausgrenzung? Ach woher denn!

Wer übrigens mal die praktische Toleranzschwelle dieses Grüppchens austesten möchte, dem rate ich, auf dem facebook-Kanal von „bft“ etwas zu schreiben,was gegen Tabakkonsum gerichtet ist. Meiner Erfahrung nach reicht eine kritische Anmerkung, auch wenn sie sachlich gehalten ist, um dort dauerhaft gesperrt zu werden. Diese Erfahrung haben auch schon andere gemacht:

Roland Dittmar: Lieber @Stefan Kurz – wir wissen ja, das Sie das U-Boot vom Kloakenforum sind. Aber wir lassen uns von „Freiheitsgegnern“ nicht unterwandern. Daher die Sperre, die ich als berechtigt ansehe. Dies hat nichts mit Intoleranz zu tun – Sie dfient nur dem Schutz unserer Usern!

(Quelle)

Beweis:

Roland Dittmar vom "Bündnis für Freiheit und Toleranz": Zensur ist schon OK.

Roland Dittmar vom „Bündnis für Freiheit und Toleranz“: Zensur ist schon OK.

Ja, ja, die Nutzer des facebook-Kanals von „bft“ müssen natürlich geschützt werden. Sie sind ja unmündig und können nicht frei entscheiden. Doof bleibt eben doof! Und deshalb werden unliebsame und kritische Autoren gelöscht. Zensur muss eben manchmal sein.  Und die Gegner des Rauchens (namentlich ich) bzw. deren Internetnetforen werden mal eben schnell zur „Kloake“ stilisiert. Auch hier ist keinerlei Ausgrenzung zu erkennen. Neiiiin. Wieso auch? Und das bft-Vorstandmitglied Roland Dittmar findet solcherlei Schmähung absolut in Ordnung. Ist ja keine „Ausgrenzung“. Sind ja auch „Freiheitsgegner“. Diese Weltsicht als dümmlich zu bezeichnen dürfte noch stark untertrieben sein.

Im offiziellen Osterpamphlet liest sich das Thema übrigens ganz anders:

bft e. V.: Information und Aufklärung, statt Bevormundung und Spaltung. BFT hat den Mut, gegen Mainstream und Manipulation anzutreten. […]BFT e.V. steht allen zur Verfügung, die ein friedliches Miteinander bevorzugen und Selbstverantwortung als Normalität betrachten. […] Wir treten für ein weitestgehend selbstbestimmtes und verantwortliches Miteinander ein, [bla-bla-blubb]

Man sieht: Beim „Bündnis für Freiheit und Toleranz“ sind Freiheit und Toleranz gelebte Werte.

Die Unwahrheit als Instrument der Öffentlichkeitsarbeit. bft. e. V.

Die Unwahrheit als Instrument der Öffentlichkeitsarbeit. bft. e. V.

Anmerkung zum Schluss: Herr Dittmar hat offenbar öfter ein kleines Problem mit sozialadäquatem Verhalten. Manchmal brüstet er sich im Internet nämlich mit seinem besonders asozialen Benehmen: Link zum Artikel.

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Kriegsberichterstatter Roland Dittmar berichtet von der Front

Wenn man bestimmte Extremraucher liest, könnte man meinen, hier berichtet einer aus dem Krieg. Wenige hundert Meter hinter den Frontlinien liegt diesmal Roland Dittmar. Im Hauptberuf ist er Schriftführer einer kleinen desolaten Gruppe von Raucher- und Tabaklobbyisten. Dieses versprengte Grüppchen, um mal bei der Kriegsrhetorik zu bleiben, kennen wir unter dem Namen „bft e. V.“, großspurig ausgeschrieben nennt sich die Truppe „Bündnis für Freiheit und Toleranz“. Aber weder Toleranz noch Freiheit sind das Ziel dieses Stoßtrupps für das sozialverträgliche Frühableben sondern skrupelloser Tabalobbyismus. Die „Toleranz“ des Vorsitzenden Bodo Meinsen aus Kirchheim bei München ist zudem so ausgeprägt, dass er in der Vergangenheit versuchte, mich durch eine Dienstaufsichtsbeschwerde beim Bildungsministerium in Mainz mundtot zu machen. Der Erfolg dieser Aktion war gleich NULL.

Roland Dittmar, ein bekannter Aktivist dieses Selbstmordkommandos für Raucherkrebs und Lungenbein (oder war es umgekehrt?) schreibt im Nachgang zu dem Revolutionsappell von Rolf Christmann aus Solingen:

Roland DittmarDeinen Beitrag, lieber Rolf Christmann, in allen Ehren. Glaubst Du, das wir auf der Brennsuppe her geschwommen sind. Seit 2 1/2 Jahren kämpfen wir nun unermüdlich an allen Fronten. Wir wissen um den Ernst der Lage. Den Satz, nur gemeinsam sind wir stark, den haben wir schon vor 5 Jahren in jeden Winkel dieser Republik gerufen. Die Wirkung sehen wir ja heute.

Ja, es steht nicht gut in der offenen Feldschlacht „Suchtraucher gegen Rauchgegner“. Die „Bewegung“ (gerne auch mal als „Widerstandsbewegung“ bezeichnet) ist in Auflösung begriffen, man geht sich bevorzugt gegenseitig an den Hals und erreicht wurde in den letzten Jahren „pro Qualm“ rein gar nichts. Außer dass einige Herrschaften von der „Ich-mag-Krebs“-Fraktion sich regelmäßig öffentlich bis auf die Knochen blamiert haben und im Einzelfalle einige Tausend Euro in den Sand gesetzt haben. Geld, welches sie später, nach der Diagnose, dringend brauchen könnten.

Aber, lieber Roland Dittmar, der Ausdruck „auf der Brennsuppe dahergeschwommen“ ist, soweit ich weiß, ein bayerisches Synonym für „bescheuert sein“. Ich finde, bei Leuten, die sich gewohnheitsmäßig hochkonzentrierte Giftstoffe verabreichen indem sie rauchen, ist die Frage doch schon beantwortet, oder?

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Roland Dittmar – Blödheit im Quadrat ins Netz gespammt

Roland Dittmar ist Schriftführer eines unbedeutenden Tarnvereins des Tabaklobbyisten Bodo Meinsen aus Kirchheim bei München. In dieser Funktion postet er regelmäßig dümmlichste Meldungen in ca. zwei Dutzend Rauchergruppen bei facebook. Roland Dittmar kämpft dabei mit Nachdruck dafür, dass seine Mitmenschen entweder tödliche Erkrankungen durch das Passivrauchen erleiden oder als aktive Raucher sich selbst möglichst uneingeschränkt Sterbehilfe leisten dürfen. Sein Verein „bft e. V.“ nennt dieses dann das Eintreten für „Freiheit und Toleranz“.

Seine Nachrichten aus der Welt des Tabaks fallen regelmäßig durch ihre dümmlich-vereinfachend bzw. die Tatsachen verdrehenden Inhalt auf. Und solch einen Blödsinn hat der Mann aus München gestern wieder im Netz publiziert:

Roland Dittmar: Irreführung des Verbrauchers: BGH legt dem EuGH zur Entscheidung folgenden Sachverhalt vor:

Der Bundesgerichtshof hat dem Gerichtshof der Europäischen Union die Frage vorgelegt, ob die Aufmachung eines Lebensmittels durch bildliche Darstellungen das Vorhandensein einer Zutat suggerieren darf, obwohl tatsächlich eine normalerweise in diesem Lebensmittel verwendete Zutat durch eine andere Zutat ersetzt wurde, solange der verwendete Austauschstoff im Zutatenverzeichnis genannt wird.

Die Frage, die hier zu klären ist, ist eher einfacher Natur: („Muss wirklich genau das in einer Handelsware drinstecken was draufsteht oder reicht es, wenn die Substanz mal drin war aber nun durch eine ähnliche ersetzt wurde?“.  So weit, so gut.

Roland Dittmar gelingt es jetzt in einer selten einfältigen geistigen Mehrfachpirouette diesen, doch sehr allgemein klingenden Sachverhalt, auf die neuen Schockbildchen, mit denen seine Krebstängel demnächst „verziert“ sein werden, zu übertragen:

Roland Dittmar: Auf unseren Zigarettenpackungen werden demnächst Schockbilder aufgedruckt, die auch kein Inhalt der Verpackungen darstellt. In keiner Verpackung wird man kaputte Lungen oder verfaulte Zähne finden. Wird hier der Verbraucher getäuscht???????? Brüssel – bitte antworten!!!!

Das ist aber jetzt schon eine sehr abwegige Sichtweise. Untypisch bei Rauchern ist sie jedoch nicht. Denn entweder der Mann ist wirklich so dumm wie er tut oder er hat einfach nur einen Aufhänger gesucht, um mal wieder eine selten krude Story in facebook rausspammen zu können.

Natürlich liegt einer Packung  „Ende mit 23“, „Cancerfield“,  „Mordboro“ oder „Teer Export“ kein Lungentumor bei. Aber man muss schon ausgemacht dämlich sein, um einen Zusatzstoff, der in der Verpackung enthalten ist, mit einer Folge des Konsums des Inhaltes der Packung zu verwechseln. Außerdem steht auf den Packungen seiner Krebsstängel eben nicht „Enthält Lungenkrebs“ sondern „Verursacht Lungenkrebs„. Leuten wie Roland Dittmar diesen kleinen Unterschied klarmachen zu wollen, ist aber wohl mit dem Unterfangen vergleichbar, einer Telefonzelle das Klavierspielen beibringen zu wollen. Das muß einfach scheitern.

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„Bürger für Freiheit und Toleranz“ („bft“), der „Genussverlag“ und der Herr Meinsen

(Mehr von Peter Rachow über den Tabaklobbyverein „Bürger für Freiheit und Toleranz“ des Bodo Meinsen unter

https://peterrachow.wordpress.com/category/burger-fur-freiheit-und-toleranz/ )

Ein Dossier von Peter Rachow

„Bürger für Freiheit und Toleranz“, so nennt sich ein dubioser und seine wahren Absichten eher ungeschickt verschleiernder Verein mit Sitz in München. Besucht man die Webseite dieses Vereins, so findet man u. a. das Impressum.  Dort kann man erkennen, dass die Gründungsprozedur dieses vermeintlichen Hortes der Menschenrechte, des Humanismus und der Liberalität zwar noch nicht ganz abgeschlossen ist, aber man immerhin schon einmal einige Ziele definiert hat.

Einerseits weist dieses Impressum nämlich aus, dass dieser Verein immer noch als „in Gründung“ befindlich firmiert, aber sein Inhaber, ein Bodo Meinsen aus Kirchheim bei München zumindest schon mal mit einer Webseite präsent ist, auf der dargelegt wird, um was es diesem neuen Verein denn angeblich gehen soll. Und das ist immerhin schon mal ein Anfang. Denn der Herr Bodo Meinsen ist ja nicht nur „Genussraucher“ sondern auch Medienprofi.

Was ist nun das Begehren dieses Meinsen-Vereins? Ganz einfach: Man ist angeblich gegen „Bevormundung“ jedweder Art: „Bürger für Freiheit und Toleranz kämpft gegen die unnötige Bevormundung durch den Staat und dessen erzieherische Eingriffe in unser Leben“ so liest der Besucher dieser Webseite erstaunt.

Man mag sich jetzt fragen ob diese Haltung vielleicht nicht doch schon etwas paranoid ist, denn der Staat sind ja wir alle, aber interessant wird es dann, wenn eine genauere Defintion der Ziele folgt: „Ein aktuelles Beispiel ist das 2010 per Volksentscheid erlassene strikte Rauchverbot“. Aha, das konnte man sich ja gleich denken. Nicht mehr und nicht weniger. Andere Zusammenhänge von vermeintlich verdammungswürdiger Bevormundung durch den Staat werden nämlich konsequent ausgespart. Und dies passt auch ins Bild. Raucher waren wohl bis vor wenigen Jahren nie auch nur ansatzweise der Meinung, der Staat würde sie irgendwie „bevormunden“. Denn so lange die Damen und Herren von der sich selbst als solche bezeichnenden „Genussfraktion“ überall ihre stinkenden Stängel anzünden durften, war alles gut. Aber als „der Staat“ es ihnen untersagte, in Kneipen zu rauchen, fingen sie plötzlich an, die Welt als „Bevormundungsstaat“ zu begreifen.

Wer aufgrund dessen in Zusammenhang der Namenswahl des Vereines meint, die Organisation des Herrn Meinsen habe also etwas mit Demokratie, Menschenrechten und den abendländischen Werten der Duldsamkeit zu tun, der irrt. Und zwar gewaltig. Hinter den schönen und mehr als edel klingenden Begriffen „Freiheit“ und „Toleranz“ verbirgt sich nämlich nicht mehr als eine kleine Gruppe von Nikotinsüchtigen, deren Ziel es zum 100. Male ist, das strenge bayerische Nichtraucherschutzgesetz einfach mal eben zur Gänze wieder abschaffen zu wollen. Und dies nur, um ihren Mitmenschen weiter mit der zügellosen Emission von krebserregenden und stinkenden Tabaksqualmschwaden in Gasthaus und Festzelt nachhaltig auf die Nerven, auf die Lungen und damit auf den sprichwörtlichen „Senkel“ gehen zu dürfen. Dafür stehen also „Freiheit“ und „Toleranz“.

Aber der Name ist zumindest gut gewählt um die wahren Ziele dieses dubiosen Clubs zu verschleiern. Man hat dazu ganz tief in die Kiste mit den Mogelpackungen gegriffen. „Bürger für Freiheit und Toleranz“ klingt nämlich viel besser als „Bayern sagt NEIN!“. Denn „nein“ klingt schon sehr negativ. Und das wollte man dann wohl doch nicht.

Ach ja, bevor es vergessen wird: „Bayern sagt NEIN!“ hieß diese Organisation von Tabakdrogenfanatikern vorher. Genauer gesagt, bevor man beim bayerischen Volksentscheid vollends baden ging und sich eine ganz derbe Schlappe einfuhr, als nämlich 2/3 der Stimmabgebenden im Juli 2010 für einen kompromisslosen Nichtraucherschutz votierten und fortan das Rauchen in bayerischen Gasthäusern untersagt wurde. Und zwar fast ohne jede Ausnahme.

Und so muss irgendein Marketingmensch Herrn Meinsen wohl erklärt haben, dass er für seine „Wir-wollen-überall-rauchen“-Clique fortan unbedingt positiv besetzte Begriffe verwenden müsse. Und heraus kam dann das Wortpaar „Freiheit und Toleranz“. Als ob Suchtdrogen etwas mit „Freiheit“ und deren rücksichtsloser öffentlicher Konsum etwas mit „Toleranz“ zu tun hätten. Nun denn, sei es eben wie es ist: Manch einer glaubt ja auch noch an den Weihnachtsmann.

Man mag es übrigens fast Bedauern, dass die von Herrn Meinsen beklagte allfällige Bevormundung des Bürgers durch den Staat noch nicht soweit geht, dass der Gesetzgeber die bewusst missbräuchliche Verwendung von abstrakten Begriffen aus dem Katalog unserer Grundwerte nicht per Gesetz unterbindet. Das wäre mal wirklich ein Ansatz: Ein Klagerecht gegen die missbräuchliche Verwendung von Wertbegriffen aus den Grundfesten unseres demokratischen Staatsgebildes. Irgendwann kommen sonst vielleicht noch Waffen- oder Drogenhändler auf die absonderliche Idee, unter Rückgriff auf „Freiheit“ und „Toleranz“ eine Lockerung der Verkehrbeschränkungen der von ihnen vertriebenen Waren einzufordern.

Aber der Verein von Herrn Meinsen ist, was die gezielte Falschverwendung von Begriffen betrifft, nicht nur auf „Freiheit“ und „Toleranz“ beschränkt. So fordert dieser Club doch allen Ernstes auf, am 21.01.2011 an einer „Demo für echten Gesundheitsschutz“ teilzunehmen.

Bodo Meinsen (FDP Kirchheim) ruft zur Pro-Krebsdemo auf

Bodo Meinsen (FDP Kirchheim) ruft zur Pro-Krebsdemo auf

Weiter im Text über Herrn Meinsen:

Beim Lesen dieses Aufrufes zur „Großdemonstration“ habe ich mich dann doch tatsächlich gefragt, ob diese Leute wirklich noch alle Tassen im Schrank haben. Man kann dort nämlich u. a. folgende Forderungen lesen:

  • Nutzung der Innovationsklausel – FILTERANLAGEN sind der einzige echte GESUNDHEITSSCHUTZ!
  • Zulassung von Raucherclubs
  • Zulassung von Shishaclubs

Filteranlagen als (teure) Alternative zum Rauchverbot? Raucher- und Shishaclubs als Errungenschaft des „echten Gesundheitsschutzes“? Geht es eigentlich noch blöder?

Herr Meinsen betreibt aber nicht nur diesen oben genannten „Verein in Gründung“ sondern auch einen Verlag der dann ebenfalls zum Sprachrohr seiner „Pro-Lungenkrebs“-Stellungnahmen wird und der sich ebenso falsch wie überzogen etikettiert „Genussverlag“ nennt.

In diesem Verlag erscheinen dann periodisch auch so ungemein wichtige Postillen wie „genuss journal“ und „fine tobacco“ für den gehobenen „Genießer“. In der letztgenannten Publikation finden sich schon beim ersten Querlesen ganz überaus bedeutsame Themen wie „Smoking Rooms -7 neue Genussoasen in Deutschland, Frankreich, England und Österreich“. Ja, so stellt sich der geneigte Leser das Genießen vor: Man betritt einen „Smoking Room“ und gibt sich in dieser „Genussoase“ fortan Lungenkrebs, Herzinfarkt und Raucherbein hin. Und das gleich in 4 Ländern Zentraleuropas.

Die Begriffswahl mutet dann auch ebenfalls absurd und überzogen an. Aber das gehört vielleicht zur beabsichtigten Außenwirkung des modernen Medienmenschen und seiner Produkte, dass auf dem Etikett etwas ganz anderes draufsteht als der Inhalt dann hergibt. Für den normal denkenden Menschen ist das Inhalieren von pyrolisiertem Tabakabbrand nämlich in aller Regel kein „Genuss“ sondern normalerweise mit körperlichen Schmerz-, Unwohlseins- und Ekelerfahrungen verbunden.

Und auch im „genuss journal“, das man online herunterladen kann, findet sich jede Menge vollkommen überflüssiges Material über krebsauslösende Rauchartikel, die dann auch ausführlich besprochen werden. Man sieht Pfeifen (im Volksmund auch als „Rotzkocher“ bezeichnet), dicke Zigarren und allerlei anderes Utensil mehr. Alles Dinge, mit denen sich der „Herr von Stand“ gerne umgibt um sich und seinesgleichen den erreichten Sozialstatus vor Augen zu führen. Und gleich auf der ersten Seite dieser Publikation sieht man das, was nach aktueller Gesetzeslage zur Gänze verboten ist: Tabakwerbung im Internet. Herrn Meinsen ficht das aber nicht an, er doziert lieber über die angeblichen „Denunzianten“, die ihm und den anderen so genannten „Genießern“ das Leben doch ach so schwer machen:

„Noch klarer kann man wohl den Aufruf zur Denunziation nicht formulieren. „Und alles passiert unter dem Deckmantel der „Gesunderhaltung des Volkes“ – ein zugegebenermaßen perfektes Argument, um eine Diktatur über den Körper einzuleiten“, sagt der Vorsitzende des Vereins BFT Bürger für Freiheit und Toleranz, Bodo Meinsen. Auch er hat bereits Erfahrungen mit Denunzianten am eigenen Leib gemacht. Kürzlich erreichte ihn eine Beschwerde des Landratsamtes München, die ihm den Vorwurf machte, dass sich auf seiner Unternehmens-Internetseite wohl Tabakwerbung befände. “
Quelle „Deutschland auf dem Weg in die ANTI-Demokratie?“

Dass sich auf der Seite seiner Postille „genuss journal“ tatsächlich Tabakwerbung befindet und nicht nur redaktionell berichtet wird, wie Herr Meinsen wahrheitswidrig behauptet, kann man leicht selbst nachprüfen: In der Onlineausgabe leuchtet einem gleich auf der ersten Seite des PDF-Dokumentes ein riesiger Stinkstummel entgegen mit dem Titel „Die Zigarrenlegende und die MACANUDO 1968“. Darunter ein Werbetext und ganz unten die Bezugsquelle, wo der Tabakdrogenuser das Produkt beziehen kann. Also wenn das keine Werbung ist, was ist es dann???

Gehen wir zurück zur oben an Quelle verlinkten Meinsen-Publikation „Deutschland auf dem Weg in die ANTI-Demokratie?“: Dieses Pamphlet ist die übliche braun-gelbe Nikotinsauce von der selbst ernannten Genießerfraktion. Es wird zum x-ten Male der immer gleiche Stuss der Hardcoreraucher wiedergekäut. So textet Meinsen darin u. a.:

Knapp 23 Prozent der bayerischen Wahlberechtigten stimmten für ein striktes Rauchverbot in der Gastronomie in Bayern und erhielten somit die Hoheit über die Mehrheit.

Ja, der Herr Meinsen, und das kann man ihm getrost bescheinigen, hat wirklich verstanden, wie Demokratie (und hier besonders die basisdemokratische Variante durch Manifestation des Volkswillens durch einen Volksentscheid) funktioniert. Nach seiner Lesart hat also derjenige, der selbstverantwortlich einer Abstimmung fern bleibt, selbstredend das unveräußerliche Recht, dass sein Votum (welches auch immer das sei) berücksichtig wird. Wie das in der Realität gehen soll, lassen wir dahingestellt. Realität ist sowieso sehr schwierig.

Denn wenn Meinsen die Auffassung vertritt, dass rein mathematisch nur knapp 23% der Bayern für den effektiven Nichtraucherschutz (und damit GEGEN Tabakgestank und -mief in der Gastronomie) votiert hätten, will er wohl zum Ausdruck bringen, dass der Volksentscheid bzw. dessen Ergebnis nicht hinreichend legitimiert sei. Diese Sichtweise zeugt aber höchstens von einer doch recht hohen geistigen Verwirrung das Verständnis demokratischer Prinzipien betreffend oder einer vollumfänglichen Unfähigkeit, demokratische Entscheidungen zu akzeptieren, auch wenn sie einem nicht passen sollten.

Lieber Herr Meinsen: Wenn Sie und Ihre Mitstreiter aus Hardcorerauchern und Tabakdealern die mehrheitlich suchtkranken Tabakanhänger nicht zur Abstimmungsteilnahme mobilisieren konnten und dagegen 61% derer, die sich zur Abstimmung bequemt haben, eben nun einmal für den Nichtraucherschutz gestimmt haben, zeigt Ihre haltlose und dumme Aussage nur, dass Sie nicht nur keine Ahnung von den Funktionsprinzipien einer (Basis)Demokratie haben sondern überdies noch ein sehr schlechter Verlierer sind.

Denn die Abstimmung beim bayerischen Volksentscheid ist, das setze ich mal als bekannt voraus, nicht an ein Quorum gebunden und deshalb ist es unerheblich, wie viele Abstimmungsberechtigte der Abstimmung fern bleiben. Jene, die hingehen entscheiden nämlich die Wahl. Und sonst niemand. Und das ist durchaus üblich in Demokratien. Besonders wenn keine Wahlpflicht sondern „nur“ ein Wahlrecht existiert.

Und ich behaupte mal ganz einfach, dass Ihre Suchtfraktion noch weitaus schlimmer unterlegen wäre, wenn die Wahlbeteiligung noch höher gelegen hätte. Denn die Anhänger eines gepflegten Lungenkrebses machen in Bayern gerade mal knapp 25% der Wahlberechtigten aus. Von dieser Ausgangslage her betrachtet ist es nach Lage der Dinge ziemlich illusorisch, an einen Wahlerfolg „pro Rauchen“ glauben zu wollen. Und weiter behaupte ich, dass jene, die fern geblieben sind, gar kein Problem mit dem Ausgang der Entscheidung hatten (wie auch immer der ausgefallen wäre), sonst wären sie nämlich zur Abstimmung gegangen. Diese Menschen haben sich nämlich frei und selbstbestimmt dafür entschieden, der Abstimmung fern zu bleiben. Oder wollen sie etwa behaupten, dass diese Nichtwähler von „Antiraucherlobbyisten“ und „Gesundheitsfanatikern“ am Verlassen der Wohnung oder der Stammkneipe gehindert wurden wo sie den Wahlsonntag verbracht hatten? Nein, Herr Meinsen, das wollen Sie doch sicher nicht, oder? So dumm können Sie nicht sein, oder?

Also hören Sie endlich auf, die Legitimation des bayerischen Volksentscheides anzuzweifeln! Nicht die Minderheit zwingt der Mehrheit den Willen auf, sondern jene, die zur Abstimmung gingen, haben entschieden. Jeder hätte abstimmen können. Es war eine freie, gleiche und geheime Abstimmung. Und wer nicht mitentscheiden wollte, blieb eben zu Hause oder rauchte in seiner Stammkneipe seine letzte Kneipenzigarette. So einfach ist das. Zumindest, wenn man Demokrat und nicht süchtiger „Tabakgenießer“ ist.

Peter Rachow (März 2011)

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Bodo Meinsen – Absurde Theorien zum Rauchen von einem Tabaklobbyisten

Bodo Meisnen aus Kirchheim beim München ist ein Tabaklobbyist. Einer der erfolglosesten zwar, aber auch einer der bizarrsten. Unter dem Deckmantel eines kleine von ihm gegründeten vereins (Bündnis für Freiheit und Toleranz“) betreibt er unverhohlen Lobbyismus für Krankheit, Siechtum und Tod.

In einen Artikel von diesem selbst erklärten Mr. „Freiheit und Toleranz“, der an geistiger Einfalt wirklich nicht mehr zu übertreffen ist, versucht Meinsen, die „armen entrechteten“ Raucher als Opfer darzustellen.

Nebenbei: Bodo Meinsen, das sei am Rande erwähnt, wird gerne auch „Mr. Dienstaufsichtbeschwerde“ genannt. Denn der so „tolerante“ und „freiheitliche“ Herr Meinsen ist doch tatsächlich so weit im Niveau gesunken, gegen einen beim Staat beschäftigten Tabakgegner aus Süddeutschland wegen dessen kritischen und Meinsen sicher nicht genehmen Artikel eine Dienstaufsichtsbeschwerde beim Dienstherrn der Person einzureichen. Diese war, wie wir erfahren haben, allerdings mangels rechtlicher Grundlage sehr schnell verworfen worden. Allerdings sieht man daran sehr klar, wie Herr Meinsen die Begriffe „Freiheit“ und „Toleranz“ wirklich versteht. Herrn Meinsen einen „Anscheinsdemokraten“ zu nennen, dürfte seine Gesinnung in etwa treffen.

Kehren wir jedoch wieder zu seinem Text zum Rauchen und Rauchern zurück. Denn dieser, im Übrigen begnadet schlecht vortragende, Autor versucht doch tatsächlich, die über 20 Millionen mehrheitlich suchtkranken Tabakkonsumenten in Deutschland als Opfer einer großen von finsteren Kräften betriebenen Machtintrige darzustellen, welche diesen doch lediglich genussfreudigen Menschen nun ihre letzten Refugien zerstören wollen. Diese Sichtweise auf ein gesellschaftliches Problem ist einfach nur verzerrt, pervers und krank.

Wenn er schreibt

Bodo Meinsen: „Ein schweres Los für Menschen, die ein legales Produkt genießen wollen und sich nun der Ächtung und Ausgrenzung ausgesetzt sehen dürfen.“

so versucht der Mann in seiner erschreckend offen dargestellten geistigen Schlichtheit, die Suchtdroge „Tabak“ dadurch zu verharmlosen, indem er sie als „legales Produkt“ deklariert, sie also auf eine reine Legaldefinition reduziert. Als ob die Fragestellung „legal oder illegal?“ irgend etwas mit der Schadwirkung eines Produktes zu tun habe. Auch das „schwere Los“ geht in die gleiche Richtung. Heute das „schwere Los“ der Rauchbeschränkungen, in ein paar Jahren das „schwere Los“ eines unheilbaren Lungenkrebses. Aber soweit denkt Meinsen offenkundig nicht.

Und die von ihm verwendeten Begriffe „Ächtung und Ausgrenzung“ sollen vermutlich den Rest an kläglicher Meinungsmache bewirken. Man wartet eigentlich nur noch, dass der (Nichtraucher-)Mob mit Äxten und Knüppeln bewaffnet die Raucher auf die Scheiterhaufen treibt. Es steht zu fragen, ob sich dieser Mann für den entsetzlichen Stuss, den er da verbreitet, nicht abgrundtief schämt. Ich fürchte aber, das kann er nicht. Denn die Fähigkeit Scham zu empfinden, ist an bestimmte verinnerlichte Dinge wie ethische Werte und bestimmte Einsichten gekoppelt. Die sind bei Meinsen aber, so steht zu vermuten, nicht vorhanden.

Weiter geht es bei dem erbärmlichen Versuch, Tabakdrogensüchtige zu exkulpieren:

Bodo Meinsen:““Dem Raucher, wie unterschiedlich er auch zu definieren ist, drohen harte Zeiten. Nicht nur, dass die geschätzten 20 Millionen Tabakfreunde in Deutschland ein Steueraufkommen von rund 14 Milliarden Euro pro Jahr beibringen und damit wichtige Haushaltsbedürfnisse erfüllen – nun müssen sie sich dafür auch noch einer gezielten Kampagne gegen ihre Lust ausgesetzt sehen.“

Aha, wieder ein sehr durchschaubarer Trick: Drogensüchtige werden lapidar zu „Tabakfreunden“ erklärt, die mit der Finanzierung „ihrer Lust“ einen erheblichen Teil des deutschen Steueraufkommens leisten. Rücken wir die verquere Sichtweise des Herrn Meinsen doch mal eben etwas gerade.

Der Bundeshaushalt hat jedes Jahr ein Volumen von über 240 Milliarden Euro. Davon macht die Tabaksteuer dann in etwa 6% aus. Gleichzeitig kostet aber bereits die Behandlung durch Tabakkonsum verursachter Krankheiten die Gesellschaft um die 20 Milliarden Euro pro Jahr. Hinzu kommen weitere Kosten durch Invalidität, Frühverrentung, ausfallender produktiver und konsumptiver Kraft also Arbeitsleistung und dadurch generierter Kaufkraft, etc. etc. Aber man erwartet von einem Herrn wie Bodo Meinsen jetzt sicher nicht, Gedankengänge dieser Art irgendwie auch nur ansatzweise nachvollziehen zu können.

Und dann setzt der Herr Meinsen mit Macht zum verbalen Rundumschlag an:

Bodo Meinsen:“Ausgehend von dem WHO-Kollaborationszentrum DKFZ in Heidelberg ( hier wird immer wieder fälschlicherweise von einer Abteilung des Deutschen Krebsforschungszentrum gesprochen, welches ebenfalls in Heidelberg beheimatet ist und als Vermieter der Propagandaabteilung unter Leitung von Frau Dr. Martina Pötschke-Langer wirkt ). Von dort geraten beinahe täglich Meldungen in die mediale Umlaufbahn, die stets das gleiche Ziel verfolgen: Tabak muss weg!“

Endlich ist der Täter, der für das „deutsche Kneipensterben“ verantwortlich ist, ausgemacht. Genauer gesagt, „die Täterin“. Es handelt sich, man ahnte es, um Dr. Martina Pötschke-Langer, die angeblich dem Tabak den Garaus machen will. Danke, lieber Bodo Meinsen, besser kann man seine eigene Ignoranz einem Riesenpublikum nicht vor Augen führen.

Dass Suchtprävention eine immens wichtige gesellschaftliche Aufgabe ist, dass Tabak jedes Jahr alleine Deutschland weit über 100.000 Menschen das Leben kostet und diese Opfer aufgrund ihrer Sucht vielfach einen elenden und frühen Tod sterben, scheint diesem mit beeindruckend geringer Intellektualität ausgestatteten Tabakapologeten nicht einmal im Ansatz in den Sinn zu kommen.

So, und nun, nachdem die dunklen Mächte und deren faustische Ziele definiert sind, kommt der nächste Geniestreich des Hernn Meinsen aufs Tapet. Jetzt geht es an die Folgen…

Bodo Meinsen: „Doch ein generelles Tabak-Verbot scheint aufgrund der notwendigen Steuereinnahmen nicht realisierbar. Deshalb wurde seit Beginn dieses Jahrtausend eine Kampagne gestartet, die zum Ziel hatte, den Rauchern die Raucherplätze zu vermiesen. Was ist besser geeignet, als die Gastronomie? Dort wird geraucht. In der kleinen Kneipe die Zigarettenraucher beim Bier oder Wein. Im Rauchernebenraum des größeren Lokals. In Zigarren-Lounges, wo sich Gleichgesinnte treffen.“

Ja, da gibt es (oder besser gesagt, es „gab“) die kleine gemütliche Welt, die bereits Peter Alexander besungen hat, die „Kleine Kneipe in unserer Straße, dort wo das Leben noch lebenswert ist.“. Und die wird, laut Meinsen und seiner verqueren Weltsicht, nun gnadenlos platt gemacht. Einfach weil man dort nicht mehr rauchen darf. Man fasst sich wirklich nur noch an den Kopf ob der bemerkenswerten Tumbheit hinter diesen Gedanken. Ja, ich frage mich, mit wem solch ich eigentlich mehr Mitleid haben: Mit den armen entrechteten Rauchern oder mit Herrn Meinsen selber, dass der sich erdreistet so einen entsetzlichen banalen Stuss öffentlich zu verbreiten?

Um das mal etwas gerade zu rücken: Wenn in der Gastronomie oder anderswo geraucht wird, ist das in den meisten Fällen weder „Lust“ noch schlichte „Gewohnheit“ sondern ein pathologisches Suchtverhalten, das in aller Regel einer therapeutischen Behandlung bedarf. Die meisten Raucher rauchen Studien zu Folge nämlich nicht gerne, sondern weil ein immenser Suchtdruck sie dazu treibt. Hinzu kommt, dass Alkohol und Nikotin häufig gemeinsam konsumiert werden, weil sich in den von den Drogen betroffenen Hirnarealen die an den dortigen Rezeptoren entfalteten und vom Süchtigen als angenehm empfundenen Wirkungen verstärken. Folglich ist die empfundene „Gemütlichkeit“ der „kleinen Raucherkneipe“ letztlich nur der Tatsache geschuldet, dass die dort anwesenden Drogenkonsumenten durch additive Verabreichung zweier potenter Suchtdrogen eine erhebliche Steigerung der Drogenwirkung bemerken.

So, und wenn wir schon beim Thema „Sucht“ sind, dann muss dem Leser, der von Autor Meinsen offenbar für wirklich erbärmlich dumm gehalten wird, komplett die Tabaksucht als „Genussverhalten“ umgedeutet werden:

Bodo Meinsen: „In Zigarren-Lounges liegt der Fall noch klarer. Hier treffen sich ausschließlich Menschen über 18 Jahre, die gerne die Vielfalt des „braunen Goldes“ genießen wollen, darüber philosophieren und probieren. Ein guter Wein dazu, oder eine feine Spirituose runden das Genussprogramm ab.“

Gut, dass der Leser nun endlich erfährt, wie wahrer Genuss laut Herrn Meinsen aussehen kann: Nikotin in die Lunge und Alkohol in die Birne. Rauchen und saufen, das ist „Genuss“ à la Meinsen und dann ist die Welt Dein Freund. Zumindest bis man irgendwann vom Arzt die Diagnose bekommt. Eine entsetzliche und triviale Sicht der Welt und des Lebens die den Genussbegriff auf die schnöde Aufnahme von Alltagsdrogen zu reduzieren sucht.

Irgendwann wird Meinsen dann aber auch wieder versöhnlich:

Bodo Meinsen:“Die Raucher, die Genussraucher, die Dampfer und liberalen Nichtraucher würden nach der emotional geführten Diskussion und den sichtbaren Folgen eine gesellschaftstaugliche Konsenslösung akzeptieren. Die Nichtraucher fänden mehrheitlich rauchfreie gastronomische Angebote.“

Ich deute mal diese Einsicht in eine von ihm gewünschte „Konsenslösung“ folgendermaßen „OK, wir Raucher wissen, wir haben es die letzten Jahrzehnte zu doll getrieben und rücksichtslos alles eingequalmt was ging. Wir sehen auch ein, dass die Mehrheit keinen Qualm will. Also lasst uns doch ein paar Refugien, wo wir noch rauchen können.“ Die flehenden Worte „Bitte, bitte, bitte!“ darf man sich gerne dazu denken.

Erinnern wir uns kurz zurück: Wir haben in den Zeiten des beginnenden Nichtraucherschutzes gesehen, was die Folgen der „Konsenslösung“ bzw. der entsprechenden Versuche waren. Rücksichtslose Rauchsüchtige haben weiter überall gequalmt, Speiserestaurants waren plötzlich „Raucherclubs“, aus den „Raucherlounges“ zog der Mief durch die geöffneten Türen hinüber in den Nichtraucherbereich und im Grunde hatte sich gar nichts geändert außer dass auf manchen Tischen ein Nichtraucherschildchen aufgestellt war. Das war „Nichtraucherschutz“ wie ihn sich Herr Meinsen und seine Tabakdrogenfreunde vorstellen. Aber damit ist jetzt endgültig Schluss. Und das Gewimmere und Geheule von Meinsen & Co. ist einfach nur noch peinlich.

bft

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