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Rauchen macht sexy (Teil IV)

Heute wieder ein Blick in die Kategorie „Rauchen macht sexy!“. Wir wissen seit der regelmäßigen Lektüre der einschlägigen Raucherforen, dass Raucher in aller Regel wesentlich attraktiver sind als Nichtraucher und über eine weit höhere erotische Anziehungskraft verfügen als diese. Heute haben wir sogar den Videobeweis für diese These:

Link zum Video bei Sat1

Ab der Minute 01:37 sieht man Adelheid Rippe, die bekannte Raucheraktivisten und Vorstandsfrau von „Krebs in NRW“, Verzeihung, muss natürlich heißen „Rauchen NRW„. Was für eine Frau!!! Tolle Haut, tolle Haare, ein Gesicht zum Verlieben! Das ist Erotik pur! Ja, meine sehr verehrten Leserinnen und Leser: Rauchen macht absolut sexy. Adelheid Rippe ist der (noch) lebende Beweis! Ich fange jetzt auch an zu rauchen. Denn auch Männer können vom Rauchen profitieren, wie man(n) hier sehen kann.

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Adelheid Rippe hetzt gegen Flüchtlinge

Adelheid Rippe ist eine aggressive Raucheraktivistin. Neben ihrem Eintreten für Lungenkrebs und den tabakbedingten Frühtod hetzt sie immer wieder gerne gegen Asylbewerber und Flüchtlinge. So jüngst auch wieder in der facebook-Gruppe „Frische Luft für Köln“:

Adelheid Rippe - Ausländerfeindliche Hetze

Adelheid Rippe – Ausländerfeindliche Hetze (Quelle)

Frau Rippe scheint der Meinung zu sein, dass Flüchtlinge per se von Ungeziefer befallen sind und von diesen eine größere Gefahr aus ginge als vom aufrechten doitschen Tabakkonsumenten. Ach ja, wer einmal richtig Frau Rippe, die wohl mal Vorstand von „Rauchen NRW“ war, „in action“ erleben will, hier macht sie einen auf eine Mischung aus Che Guevara und Rudi Dutschke.

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Lungenkrebspromotor – Ein echt cooler und gut bezahlter Job

Langsam wird es spannend was das gescheiterte Volksbegehren „Für mehr Lungenkrebs und Raucherbein in NRW“ betrifft. Denn jetzt kommen erstmals Interna an die Öffentlichkeit. So belegt ein Arbeitspapier, welche Geldbeträge für welche Posten innerhalb des angestrebten Volksbegehrens vorgesehen waren. Dabei fallen ganz erhebliche Beträge ins Auge:

  • Koordinator Bruttohonorar: 35.000,-€
  • Adminstrator/in o. Agentur Korrespondenzen: 22.000,-€
  • Vertrauensperson Verdienstausfall: 6.000,-€
  • stellvertretende Vertrauensperson Verdienstausfall: 3.000,-€

35.000,-€ alleine für den „Koordinator“? Nicht schlecht. Und wer hätte denn diesen nicht ganz unansehnlichen Betrag erhalten? Ein Blick in die Lokalpresse erhellt den Sachverhalt:

"Volksbegehren NRW für Lungenkrebs und Raucherbein" - Internes Papier enthüllt, wer sich die Taschen füllt.

„Volksbegehren NRW für Lungenkrebs und Raucherbein“ – Internes Papier enthüllt, wer sich die Taschen füllt. (Quelle)

Ach, der Herr Petereit dürfte sich jetzt wirklich ärgern. Immrhin geht ihm durch das Scheitern des Volksbegehrens ein ansehnlicher Betrag durch die Lappen. Wie konnte ich nur darauf kommen, dass Herr Petereit seine todbringende Lobbyarbeit im Dienste der Tabakindustrie „für lau“ anbieten würde? Nein, wenn ordentlich gebündeltes Bares winkt, sagt man doch nicht NEIN, oder?

Und wer wären die anderen Begünstigten gewesen?

Aykut Egeli:  Die Wahl von Frau Rippe in den Vorstand, die Mitgliedschaft von Herrn Petereit und Lövenich sowie die Anwesenheit auf den genannten Sitzungen kann selbstverständlich aufgrund der Protokolle und Anwesenheitslisten belegt werden.

Auf der Sitzung des Komitees am 5.10.2013 in Bonn waren auch alle drei vorgenannten Personen anwesend. NRW genießt war gebeten worden, ihren Finanzplan zur Durchführung des Volksbegehrens vorzulegen, was auch geschah. Dies ist der Plan, der dem Komitee vorgelegt wurde:

Wie leicht zu erkennen ist, betragen hier die Kosten für Herrn Petereit (Koordinator) 35.000,–, für Herrn Lövenich (Vertrauensperson) 6.000,– und für Frau Rippe (stellv. Vertrauensperson) 3.000,–. Dazu kommen Spesen für diese Herrschaften in Höhe von 4.500,–! (Quelle)

Sehr ordentlich. Die üblichen Verdächtigen. War klar, oder? Da hätten sich die Damen und Herren doch ganz nett die Taschen füllen können. Irgendwie erinnert mich das Ganze an das, was in Bayern vor ein paar Jahren stattfand. Einige dubiose Pro-Lungenkrebs-Vereine boten aggressiv kostenpflichtige Lösungen an, wie man das dortige Rauchverbot angeblich umgehen hätte können. Das „Rundum-Sorglos-Paket“ für den lauffaulen Nikotiniker, dem der Weg zur Tür zu weit ist. Von „Starterpackages Geschlossene Gesellschaft“ bis hin zu einer bayernweiten kostenpflichtigen Clubkarte. Was daraus geworden ist? Schauen Sie mal auf der Müllhalde der Geschichte der „Raucherbewegung“ nach!

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Nicolai Kosirog: Komisch wider Willen

Auch auf der von Nicolai Kosirog betriebenen facebook-Präsenz „POUR rauchfrei“ kann man sich mal wieder herzlich über Hardcoreraucher amüsieren. Vom Wesen her soll die Seite eine Satire sein. Dies gelingt auch. Allerdings in der nicht so häufig präsenten Disziplin der Eigensatire. Motto: „Wenn uns keiner auf den Arm nehmen mag, tun wir das eben selber!“

Es geht los. Was mir zuerst auffiel war die Tatsache, dass Kosirog ordentlich gegen Rauchgegner pöbelt:

Nicolai Kosirog: An Senf-Peterles Klonpöbler – Ihr könnt noch soviele neue Seiten aufmachen und hier reinposten, ihr werdet sofort für diese Seite gesperrt, eure Beiträge kommentarlos gelöscht. Sofern eure „Leistung“ weiterhin nur darin besteht Beiträge dieser Seite abzukupfern, ist euch unser tiefes Mitgefühl ob eurer Unfähigkeit selbst kreativ zu werden gewiss. (Quelle)

Besonders auffällig ist, dass Herrn Kosirog nicht klar zu sein scheint, dass weder Destruxol noch ich bei ihm und anderen Seiten militanter Raucher abkupfern. Im Gegenteil: Wir zitieren korrekt unter Quellenangabe und machen uns dann anschließend u. a. über Herrn Kosirog und seine verunglückten Netzauftritte lustig. Darüberhinaus ist es auch überhaupt nicht nötig, bei seiner Gruppe „reinzuposten“. Wir haben Blogs, die eine sehr gute Reichweite haben. Da stimmt dann auch der Google-Score und der netzweite Behaltwert für unsere „Genussfreunde“. Einfach mal probieren!

Dann nimmt sich Kosirog endlich das alte Thema „Spaltung der Raucherbewegung durch NRW genießt“ (Link1 Link2) vor. Ebenfalls zur allseitigen Erheiterung:

Nicolai Kosirog: Die Landesregierung muss keine Furcht mehr haben. (Quelle)

Hahahaha, der Witz war wirklich gut. Ich glaube, die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hatte noch nie auch nur annäherungsweise Angst, dass dieses kleine versprengte Häuflein von Schwerstabhängigen irgend etwas zur Abschaffung des Nichtraucherschutzes gelingen würde. Aber Hybris ist eben eine konstante Größe in der Selbstdarstellung dieser Splittergrüppchen.

Nicolai Kosirog: Das Volksbegehren gegen das totale Rauchverbot in Nordrhein-Westfalen wird zu Grabe getragen. (ebd.)

Nein, wirklich? Dort trifft es sich aber dann mit dem einen oder anderen unlängst verschiedenen Genussfreund. Und genau wie beim Ableben des Genussfreundes liegt der plötzliche Tod des Rauchervolksbegehrens in NRW an fehlender mentaler Stärke. Genauer an jener von genau 3 Personen:

Nicolai Kosirog:  Durch das unprofessionelle Verhalten dieser Organisation, in Person von Detlef Petereit, Christoph Lövenich und Adelheid Rippe, ist dieser Weg versperrt. (ebd.)

In der Folge lamentiert Kosirog ellenlang über die schwierige Zusammenarbeit mit der Lövenich-Truppe. Er erklärt, dass Geld immer das große Problem war. Mal ehrlich, wer hätte ernstlich erwartet, dass die notorisch klammen Raucherfreunde mehrere 100.000 Euro zusammenbekommen würden?

Und sodann ist der Hauptschuldige an dem Debakel schnell ausgemacht:

Nicolai Kosirog:  Allen beteiligten Personen war bewusst, dass es ohne gut betuchte Sponsoren nicht gehen würde. Die wollten aber nun gar nicht mit Herrn Petereit und Co. sprechen, was wohl auch seine Gründe haben wird, denn Herr Petereit ist in diesen Kreisen einschlägig bekannt.

Aber Kosirog ist nicht nur gut in scharfer Analyse, er kann auch gekonnt den Märchenonkel geben:

Nicolai Kosirog:  Und als schon fast alle Hoffnungen aufgegeben wurde, geschah etwas sehr Wunderbares. Einige potentielle Sponsoren sprachen das Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte an. Man wolle doch noch einmal das gemeinsame Ziel des Volksbegehrens ins Auge fassen. Hier wurde die Sache professionell angegangen, eine spezialisierte Marketing-Gesellschaft hatte bereits ein Grundkonzept erarbeitet.

Ach wie schön. Die weißen Ritter mit der teerschwarzen Lungen kommen angeritten, um das Volksbegehren für Lungenkrebs und Raucherbein zu retten. Liebe Leserinnen und Leser, mir kommen gerade die Tränen. Man reiche mir ein Taschentuch! Schniiiiiiieeeef!

Nicolai Kosirog:  Hier waren Planer am Werk, die wussten, wie man ein „Produkt“ erfolgreich vermarktet, hier war organisatorische, marktstrategische und finanzielle Unterstützung zu erwarten. Voraussetzung für weitere Verhandlungen war, dass es  nicht die Fassung des Volksbegehren von NRWgenießt, sondern eine modifizierte Version unter Einbeziehung des  Jugendschutzes sein sollte. Also, eine neue Formulierung, neue Unterstützerunterschriften und andere Personen an der Spitze.

Das ist ja wirklich beeindruckend. Darf man auch fragen, wie diese gut betuchten Profis hießen? Tick, Trick und Track? Oder waren es die 3 Weisen aus dem Morgenland? Oder gar Außerirdische?

Nicolai Kosirog:  Das Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte war zu dieser Besprechung geladen, um die Seite der Basis zu vertreten. Es sollte sicherstellen, dass dort draußen im großen NRW genug Menschen sind, die bereit und in der Lage sind das Volksbegehren vor Ort zu vertreten und Unterschriften zu sammeln, und trotz aller vergangenen Unstimmigkeiten friedlich, teamfähig und kooperativ zusammenzuarbeiten. Als ein Vertreter der Basis wurde natürlich Herr Petereit bzw.  NRW genießt genannt. Immerhin waren sie mit ihrem Ansinnen schon am weitesten gekommen. Die folgenden Gespräche des Komitees mit Herrn Petereit gestalteten sich jedoch von Anfang an schwierig. Sein persönliches Geltungsbedürfnis, seine verletzte Eitelkeit, seine Egozentrik konnten es wohl nicht ertragen, dass nicht ER angesprochen worden war.

Ach Nicolai, so böse ist der Detlef doch auch nicht. Der kann wenigstens stundenlang reden ohne auch nur einen substantiierten Satz zu sagen. Und husten muss er dabei auch nur selten. OK, er findet sich super und toll und oberaffengeil. Aber er hat’s auch wirklich drauf. Also das gnadenlose Zutexten von anderen Menschen meine ich. Der hätte Euch eins an die Backe gelabert, da wäre Ohrenkrebs die logische Folge gewesen. Schade, dass er nicht mehr mit dabei ist. Ihr habt was verpasst. Ehrlich!

Nicolai Kosirog: Kurz vor einer sich positiv abzeichnenden Entscheidung begingen die Herren Petereit und Lövenich DEN entscheidenden Fehler. Unter Umgehung der offiziellen Kontaktperson schrieben sie einen direkten Brief an die verantwortlichen Sponsoren. In diesem führten sie aus, dass NRW genießt nicht bereit sei, ein neues VB zu unterstützen, sondern darauf beharre,dass ihr eigenes so und nicht anders zu übernehmen sei.

Wobei das nach meinem Dafürhalten vollkommen egal ist, welches Volksbegehren an den Start geht. Warum? Nun, ganz einfach: In ganz NRW gibt es vielleicht ein paar hundert militante Nikotiniker, die mit dem Nichtraucherschutz nicht leben wollen. Bei einer Zahl vaon ca. 11.000.000 Erwachsenen Einwohnern. Und täglich werden es weniger radikale Nikotinfreaks, aus biologischen Gründen, you know?

BTW: Schau doch mal nach Bayern. Da probiert ein Verzweifleter namens Vaclav Wenzel Cerveny schon seit Monaten Unterstützerunterschriften für ein Gegenbegehren zum Nichtraucherschutzgesetz zu bekommen. Der fährt Kilometer um Kilometer durch das Land und bekommt täglich zwischen einem und zwei Dutzend Unterstützer. Meinst Du in NRW wäre das gravierend anders? Ihr seid auf verlorenem Posten. Ende. Aus. Rauchen ist out. Vergiss es einfach!

Nicolai Kosirog: Dieser Brief sorgte dann bei den Geldgebern für Entsetzen.

Bei wem? Bei Tick, Trick und Track?

Nicolai Kosirog: Damit stand die Entscheidung der Sponsoren fest. Keine Unterstützung des Volksbegehrens.

Gut, so dumm sind diese Leute dann offenbar doch nicht.

Nicolai Kosirog: Es wird keine weitere Möglichkeit geben, dieses unsägliche Gesetz in NRW zu verändern.

Und jetzt mal ehrlich, Nicolai, das ist doch auch gut so, oder? Weniger Gestank, weniger Augenbrennen und weniger stinkende Kleidung für Gäste und Mitarbeiter in der Gastronomie.

Nicolai Kosirog:  Sollten Petereit und Co. doch noch auf die Idee kommen, ihr VB „scharf zu machen“, wird dies in einem Desaster und in der Lächerlichkeit enden, die nicht nur unsere Gegner noch mehr freuen wird,…

Ist gar nicht nötig. Wir lachen uns auch so schon halbtot, über die Show, die Ihr bietet.

Nicolai Kosirog: …sondern eine fatale Signalwirkung für das gesamte Land NRW und auch für andere Bundesländer haben wird. In einer zukünftigen Retrospektive wird NRW genießt deshalb als Totengräber des Volksbegehrens angesehen werden.

Totengräber des Volksbegehrens? Ja, sicher. Aber nur für jenes, das sich für Raucherkrebs und Herzinfarkt einsetzt. Und das ist auch gut so (TM).

Nicolai Kosirog: Eine Frage stellt sich allerdings noch. Was geschieht jetzt mit den gespendeten Geldern?! Wenn wir an NRW genießt gespendet hätten, würden wir unser Geld zurückfordern. Mal schauen, ob es noch da ist.

Ich vermute mal, die Kohle seht Ihr nie wieder. Also war’s wie immer bei Euren Aktionen: Eine Pleite vom Anfang bis zum Ende. Gut Hust, weiterhin!

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Raucher mögen Martenstein

Hardcoreraucher, meistens nicht unbedingt gesegnet mit großen geistigen Gaben, brauchen ihre Vordenker. Manche erheben sie dabei nachgerade zu Göttern und drucken jeden Text von ihnen ab, egal wie banal und dumm er auch sei. So ist es auch mit einem Text von Harald Martenstein, Kolumnist beim Tagesspiegel und, man fürchtet es, Raucher.

Adelheid Rippe, Anführerin des Rauchergrüppchens „NRW genießt“ (aka „NRW genießt den Krebs“), verehrt Herrn Martenstein. Dies erscheint nicht verwunderlich, denn Frau Rippe ist mir immer dadurch aufgefallen, dass sie keine besonderen geisitigen Leistungen vollbracht hat, außer mal an einem regnerischen Tag auf einer Pro-Krebs-Demo eine flammende und geistig anspruchsvolle Rede zu halten: Link zu einer genialen Rede von Adelheid Rippe.

Sie verweist ihre Leser nun auf den Text von Herrn Martenstein mit folgenden Worten:

Adelheid Rippe Zigarren- und Zigarillogenießer – Gegen ein absolutes Rauchverbot:

Liebe Freunde des Zigarren- und Zigarillogenusses,

wir möchten euch einen lesenswerten Beitrag von Harald Martenstein im aktuellen Zeitmagazin empfehlen. Er schreibt über deutsche Aggressionen im Alltag und die Leichtigkeit des Seins in den Vereinigten Staaten.

(Link)

Also wenn Rippchen den gut findet, MUSS ich ihn lesen. Hier ist dann also Herr Martenstein nebst einer Besprechung seines Artikels:

Harald Martenstein: Ich war in Amerika, in der Stadt Key West. Ernest Hemingway, eines meiner Rollenmodelle, hat dort auch gelebt. Das Erste, was einem als Deutschem auffällt, ist die Höflichkeit. Das Zweite ist die Freundlichkeit. Das Dritte die augenscheinliche Abwesenheit von Aggressionen jeglicher Art.

Sicher hat Herr Martenstein noch nicht die „No go areas“ besucht, wo man, wenn man zufälligerweise die „falsche Hautfarbe“ hat oder der „falschen Gang“ angehört, sehr gerne die Bekanntschaft mit einer ordentlichen Menge fliegenden Bleis der Größe Parabellum 9mm machen kann. Oder er hat noch nicht versucht, durch ein Gartentor zu gehen um in einem Haus den Besitzer zu sprechen nur um zu sehen, dass der ihm eine Pump-Gun unter die Nase hält und gegebenenfalls gleich mal abdrückt. Nennt sich „StandYourGround-Law“ und ist dort völlig legal. Zudem verliert  Herr Martenstein völlig aus den Augen, wie aggressiv und verroht eine Gesellschaft ist, die jährlich hunderte von Menschen mit der Giftspritze vom Leben zum Tode befördert und dies dann perfiderweise „Gerechtigkeit“ nennt.

Herr Martenstein pflegt lieber seine Voruteile und nennt das vermutlich „objektives Denken“.

Harald Martenstein: Ich hatte eine Fahrradpanne. Nach zwanzig Sekunden eilte ein tätowierter Muskeltyp herbei und reparierte mein Fahrrad. Seine Finger waren danach voller Schmieröl.

Ist mir auch schon passiert, Herr Martenstein. Und zwar nicht in Key West sondern hier in Karlsruhe, Germany. Und, was sagen Sie nun?

Harald Martenstein: Die Rauchverbote waren zuerst in den USA da. Inzwischen ist die Toleranz für Raucher in den USA größer als bei uns.

Wieso kann ein Raucher nicht mal einen Arikel schreiben, ohne das Thema „Rauchverbot“ zu streifen? Ist die Sucht so stark?

Harald Martenstein: Bei allen staatlichen oder offiziellen Sachen ist Deutschland extrem freundlich, friedlich, unaggressiv und verständnisvoll. Sämtliche Aggressions- und Unfreundlichkeitspotentiale kommen im persönlichen Miteinander zum Einsatz.

Man sehe insbesondere mal in Raucherforen und erfreue sich an den dort ausgbrachten Schmähungen gegen die geschätzte Gegnerschaft.

[…]

Im Treppenhaus begrüßt er seine Nachbarin mit den Worten „Sie alte Schlampe! Wenn Sie noch mal ihren Müll neben die Tonne stellen, verklage ich Sie!“

Das ist der Vorteil von Deutschland. Wir regeln die Sache vor Gericht. Sowohl die „alte Schlampe“ als auch das Müllproblem. Wobei der Herr, dem die Mülltrennung seiner Nachbarin nicht gefällt, bei beiden Sachlagen schlechte Chancen hätte. Nicht korrekt durchgeführte Mültrennung ist nur mit hohem Aufwand justiziabel, bei der „alten Schlampe“ hilft der Dame der Rechtsanwalt und der Herr wird ziemlich viel Geld los werden. Aber er wird es überleben.

In den USA wird die Sache dagegen schon mal mit großkalibrigen Feuerwaffen entschieden. Sehr beliebt sind insbesondere Highway-Shootings im Berufsverkehr, wenn die Nerven nach 4 Stunden Dauerstau schon mal blank liegen und dann aus Frust und Wut gerne mal das Nachbarauto unter Feuer  genommen wird. Ballermänner bekommt man in den USA ja an jeder Ecke. Aber das muss den Raucher Martenstein ja nicht anfechten.

Dass Raucher dieses überaus belanglose Geschwätz des Herrn Martenstein goutieren, verwundert mich ehrlich gesagt auch nicht weiter: Grob vereinfachende Darstellungen sind immer sehr beliebt bei Menschen deren kognitives Niveau jetzt nicht unbedigt für einen Beitritt in den Mensa-Club reicht. Und dabei lassen wir es dann auch.

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