Schlagwort-Archive: Krebs

Günter Groß ist tot – Ein Nachruf

Bereits im Mai diesen Jahres verstarb einer der ganz Großen aus der ständig kleiner werden Gruppe der Streiter für Herzinfarkt, Lungenkrebs und was man sich sonst als Raucher noch so wegholen kann: Günter Groß aus dem fränkischen Bad Kissingen.

Günter Groß war ein Ausnahmekämpfer für den blauen Dunst. Bereits selbst schwer angeschlagen durch eine fortgeschrittene Lungenkrebserkrankung, die von seinem Mitstreiter Werner Niedermeier dereinst öffentlichkeitswirksam als „eingewachsene Rippe“ verklärt wurde (denn Rauchen KANN nicht gesundheitsschädlich sein, so die Diktion von Werner Niedermeier), führte er auch unter widrigen gesundheitlichen Vorzeichen seinen Kampf für das ungehemmte Rauchen eisern fort.

Günter Groß war stets ein politisch hochaktiver Mensch. Sein Hauptanliegen galt dabei, man kann es sich denken, der politischen Arbeit gegen das 2010 in Bayern eingeführte absolute Rauchverbot in der Gastronomie.

Ganz „homo politicus“ trug er sich zuerst mit dem Gedanken, die „PHR“ zu gründen, die „Partei humaner Raucher“. Dieser Widerspruch im Namen seiner Gruppierung konnte von Günter Groß nie vollends aufgelöst werden. Bald verwarf er allerdings diesen Gedanken wieder und wandte sich dem „BmB“ zu, einer Raucherpartei aus dem baden-württembergischen Schwetzingen, gegründet von einem Herrn Johannes Brender als „Bund mündiger Bürger“. Groß wurde daraufhin Vorsitzender des „BmB Bayern“, konnte aber auch hier nie ein Mandat erreichen, weil der „BmB“ niemals die Zulassung zu einer Wahl erhielt. Als der Vorsitzende der Bundespartei, der bereits erwähnte Herr Brender, mit 57 Jahren plötzlich und unerwartet an einem Februarmorgen des Jahres 2012 von seinem Amt zurücktreten musste (aus gesundheitlichen Gründen) löste sich der BmB auf und Groß suchte eine neue politische Heimat.

Diese fand er in der Bayernpartei, einer Splittergruppe die sich ebenfalls gegen den Nichtraucherschutz positioniert hatte. Mit seinem neuen Mitstreiter Vaclav Wenzel Cerveny und ausgerüstet mit einer Sauerstoffflasche und einem Elektrorollstuhl sah man ihn oft an vielen öffentlichen Plätzen in Bayern, wo er Informationsmaterial der Bayernpartei verteilte und gegen den Nichtraucherschutz auftrat.

Bewunderung gehört seiner Stärke mit seiner durch das Rauchen ausgelösten tödlichen Krankheit öffentlich umzugehen.
Sein Kampf für das ungehemmte Rauchen war indes vergeblich. Günter Groß verstarb im Mai 2017 ohne die allgemeine Raucherlaubnis in der bayerischen Gastronomie wiedererlangt zu haben.
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Ronald Blumberg und Gerald Rademacher – Geistiger Tiefflug par excellence

Mal wieder was aus der Welt von „Freiheit“ und „Genuss“. Also, liebe Leserinnen und Leser, ich weiß gar nicht, ob sie’s wussten, aber „Biggi“ ist unlängst verstorben. Aufmerksam auf den Trauerfall wurde ich durch einen facebook-Beitrag von Gerald „Radi“ Rademacher. Denn es kommt ja gelegentlich vor, dass die Extremraucher der bekannten facebook-Kanäle das Ableben ihrer Rauchgenossen der versammelten Gemeinde mitteilen müssen. So auch in diesem Falle:

Liebe Freunde!
Leider muß ich Euch heute mitteilen, dass unsere Freundin Biggi, gestern verstorben ist! Viele Leute kannten sie von den Raucherdemos in verschiedenen Städten, wo sie sich immer durch ihre sammelaktionen hervorgetan hat!
Man kannte sie auch durch den rosa Hut!
Hab dich wohl liebe Biggi…Du warst immer voll dabei…irgend wann sehen wir uns alle!
Ein herzliches Beileid an alle Angehörigen!
Und möge sie es dort oben besser haben als hier unten bei uns!
R.I.P. BIGGI !
(Quelle)

Wie üblich der bekannte Schwulst, wenn einer der Rauchgenossen nicht mehr unter uns weilt. Aber auch ein paar Fakten werden uns serviert. Denn was man über Biggis Engagement für das Rauchen wissen muss, lernen wir dann aus dem Nachruf von Rademacher: Sie war bei den Raucherdemos in NRW dabei (als man noch meinte etwas gegen den kompromisslosen Nichtraucherschutz ausrichten zu können), hat dabei Geld gesammelt (denn die Raucher waren immer notorisch klamm und die Strafen für das verbotene Rauchen in der Kneipe mussten ja irgendwie berappt werden) und trug gerne rosa Hüte. Soweit, so gut. Aber Nachrichten dieser Art sind ja nun nicht gerade ungewöhnlich. „Raucher sterben früher“ steht auf jeder Kippenpackung, seit kurzer Zeit auch garniert mit ein paar netten Bildchen, welche von unseren „Genussfreunden“ über die Maßen geschätzt werden. Besonders von jenen Rauchern, die nicht lesen können oder wollen.

Aber jetzt kommen wir zum eigentlichen Thema. Einer neuen ultimativen Peinlichkeit von Ronald Blumberg und Gerald Rademacher. Für alle Leser zur Erinnerung: Blumberg (ein gescheiterter Werkzeughändler aus Radevormwald) und Rademacher (Ex-Koch und LKW-Fahrer aus Düsseldorf) waren vor zwei Jahren mit der haarsträubenden Idee am Markt, unter Berufung auf das Versammlungsrecht das Nichrauchergesetz in NRW aushebeln zu können. Über den juristisch hanebüchenen Schwachsinn, der unter dem Namen „Helmut Party“ firmierte (in Erinnerung an den bekanntesten Kettenraucher der Bundesrepublik), kann man hier im Blog alles nachlesen. Und die beiden haben was den öffentlichen Vortrag von Peinlichkeit betrifft, den Kanal noch lange nicht voll:

Ronald Blumberg und Gerald Rademacher - Peinlichste Beileidsbekundung ever!

Ronald Blumberg und Gerald Rademacher – Peinlichste Beileidsbekundung ever!

Ja, Gerald Rademacher ist fürwahr die allerhellste Kerze auf der Torte. Da wäre „Biggi“ gaaaaanz bestimmt seeeehr, seeeeeeehr stolz, könnte sie Ronald Blumberg noch erleben, wie er sich auf ihren Heimgang „eine ansteckt“.

Argggghhhhh!

 

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Wenn Tabakjunkies nicht lesen können (oder wollen)

Heute mal wieder etwas Lustiges aus der Ecke „dumm, dümmer, nikotinsüchtig“. Auf dem facebook-Kanal des bekannten „Netzwerk Rauchen“ war gerade folgende Meldung gepostet worden:

Megan Hoffmann bei "Netzwerk Rauchen" - Kein Durchblick

Megan Hoffmann bei „Netzwerk Rauchen“ – Kein Durchblick (Quelle)

 

So so, Prof. Molinard ist also „klasse“. Da hat Megan Hoffmann aber den Artikel nicht gelesen, auf den die Meldung verlinkt. Dort stehen dann nämlich so garstige Sachen wie:

[…] Die überwiegende Mehrheit der Rauchinhaltsstoffe – z.B: Wasser, das wäre ein Inhaltsstoff! – ist nicht toxisch. Aber manche sind fürchterlich toxisch.

[…]denn wenn Sie rauchen, haben Sie eine chronische Vergiftung mit Kohlenmonoxid. Dann gibt es ungeheuer schlimme Kanzerogene: die Nitrosamine. Das sind ganz entsetzliche Krebserreger, schon in winzigsten Dosen.

[…]Dann hätten wir noch an gefährlichen Substanzen Kohlenwasserstoffe, Benzo[a]pyren, Naphthalin und …Benzolprodukte …

[…]Rauchen erhöht in der Hauptsache das Lungenkrebsrisiko. Ein Raucher mit einem Konsum von über 20 Zigaretten hat annähernd das 20-fache Risiko eines Nichtrauchers. Und das hört nicht von heute auf morgen auf: als ehemals starker Langzeitraucher haben Sie 10 Jahre nach der Entwöhnung noch ein doppeltes Risiko.

[…]Schließlich entwickeln Sie einen Krebs an der Stelle, wo die kanzerogenen Substanzen hinkommen. Das betrifft also Mund, Rachen, Bronchien … Also mit den sehr nikotinstarken Zigaretten, den „Boyards“ [Anmerkung d. Übs.: Boyards waren dafür bekannt, dass selbst geübte Raucher von filterlosen Gauloises davon Hustenanfälle bekamen], da hat man nicht tief inhaliert, also hat man den Krebs an den großen Bronchien bekommen. Mit den ultraleichten Zigaretten inhaliert man viel tiefer in die Lunge und entwickelt daher den Krebs in zunehmend tieferen Lungenbereichen. Dann haben Sie natürlich auch noch die Speiseröhre, weil sie ja schlucken. Und die Harnblase wäre da auch zu nennen. Weshalb die Harnblase? Weil Sie eine Konzentration im Harn haben und dann die Aggressivität stärker ist. Vielleicht noch in geringem Ausmaß alle Krebsformen, weil möglicherweise Auswirkungen auf das Immunsystem bestehen, aber die Wahrheit ist … die genannten machen es in der Hauptsache aus. Es betrifft hauptsächlich die oberen Atemwege, die Lungen und die Harnblase.

(Quelle)

Oh,oh, das wird man beim „Netzwerk Rauchen“ aber gar nicht  gerne lesen wollen. Also, liebe Megan Hoffmann, man/frau sollte dann halt schon mal weiter lesen, als nur den plakativen Satz vom Anfang!

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Michael Löb vom „Netzwerk Rauchen“: Wenn man nur die Überschrift liest

Michael Löb vom Netzwerk Rauchen postete  unlängst auf seinem Heimatkanal vom aggressiven „Netzwerk Rauchen“ einen interessanten Link:

Physicians testify for tobacco companies that years of heavy smoking did not cause cancer cases

Michael Löb vom "Netzwerk Rauchen" - Reingefallen?

Michael Löb vom „Netzwerk Rauchen“ – Reingefallen? (Quelle)

(Die Übersetzung für unsere „Genussfreunde“ aus den bildungsferneren Schichten: „Ärzte bescheinigen Tabakfirmen, dass jahrelanges Rauchen keine Krebsfälle verursacht.“)

Da dachte sich doch Michael Löb, der koginitiv sicher nicht zu den Stärksten gehört: „Das posten wir doch mal ins Netz!“. Denn beim „Netzwerk Rauchen“ ist man u. a. der Auffassung, dass nicht das Rauchen krebserregend sei, sondern die Gesundheitswarnungen auf den Packungen. Diese führten bei verunsicherten Rauchern zum sog. „Nocebo“-Effekt, der dann erst den tödlichen Lungenkrebs auslöse. Ja, diesen Unsinn glauben diese Leute wirklich. Zumindest ein Teil von ihnen.

Jetzt hat Löb aber ein Problem. Auch wenn die Überschrift des angeführten Artikels oberflächlich gelesen dafür spräche, dass Ärzte nun wirklich festgestellt hätten, dass Rauchen nicht die Ursache von Lungen-, Kehkopf- und anderen typischen mit dem Rauchen assoziierten Krebsarten sei, so müsste man schon den ganzen  Artikel lesen. Denn der Tenor ist ein ganz anderer:

Despite scientific evidence to the contrary, a small group of otolaryngologists have repeatedly testified, on behalf of the tobacco industry, that heavy smoking did not cause the cancer in cases of dying patients suing for damages, according to a study by a Stanford University School of Medicine researcher.

„I was shocked by the degree to which these physicians were willing to testify, in my opinion in an unscientific way, to deny a dying plaintiff — suffering the aftermath of a lifetime of smoking — of a fair trial,“ said Robert Jackler, MD, professor and chair of otolaryngology-head and neck surgery, referring to the physicians cited in the study as a „pool of experts willing to say over and over again that smoking didn’t cause cancer.“

(Hier wieder die Übersetzung für unsere „Genussfreunde“ aus den bildungsferneren Schichten: „Trotz dass es wissenschaftliche Beweise für das Gegenteil gibt, hat eine kleine Gruppe von Hals-Nasen-Ohren-Ärzten im Namen der Tabakindustrie wiederholt bestätigt, dass starkes Rauchen keinen Krebs erzeugt. Es ging dabei um Gerichtsfälle, bei denen todkranke Patienten Schadenersatzklagen wegen der durch das Rauchen verursachten Gesundheitsschäden eingereicht hatten.

‚Ich war geschockt über das Ausmaß, in dem die Mediziner in einer meiner Meinung nach unwissenschaftlichen Art und Weise bereit waren, einem sterbenden Kläger ein faires Verfahren zu verweigern und ihm bescheinigten, dass seine Krankheit nicht durch das lebenslange Rauchen ausgelöst wurde‘, sagte Dr. Robert Jackler, Professor und Institutsleiter für Hals-Nasen-Ohren-Chirurgie, der sich auf Mediziner bezog, die in einer Studie als „Expertenpool“ bezeichnet wurden und die immer wieder erklärt hatten, dass Rauchen keinen Krebs erzeugt.„) (Quelle)

In dem Artikel geht es dann um das Thema, wie Mediziner als Gerichtsgutachter von Tabakfirmen bestochen wurden um herausarbeiten, dass der Krebs einzelner langjähriger Raucher nicht vom Rauchen kommen konnte. Nach US-amerikanischem Recht sei es erforderlich, so der Artikel, dass eine Wahrscheinlichkeit von 50:50 oder besser erwiesen sein muss, dass eine Krankheit durch eine bestimmte Verhaltensweise ausgelöst worden sei, um Schadenersatz zu rechtfertigen. Statt aber das die Gutachter die Kehlkopfkrebserkrankungen der Kläger mit der hochwahrscheinlichen Ursache Rauchen assoziierten, hätten sie alle möglichen anderen Gründe gefunden: Vom salzigen Fisch bis zu den verwendeten Mundspülungen:

The study reports that six board-certified otolaryngologists were paid by one or more of the tobacco companies R.J. Reynolds, Phillip Morris and Lorillard to serve as expert witnesses. These physicians gave testimony that indicated a multiplicity of environmental factors, ranging from exposure to cleaning solvents to the consumption of salted fish to the use of mouthwash, were more likely to have caused the plaintiff’s head and neck cancers than years of heavy smoking.

Insgesamt kommen die bestochenen ärztlichen Gutachter bei dem Artikel gar nicht gut weg. Ob Michael Löb nur die Überschrift gelesen hat? Oder ob er den Text überhaupt verstanden hat? Vielleicht kann er ja nur sehr schlecht Englisch. Dann sollte man sich vorher die Ausarbeitungen doch besser übersetzen lassen.

Michael Löb vom Netzwerk Rauchen: Mit aller Kraft FÜR den Krebs!

Michael Löb vom Netzwerk Rauchen: Mit aller Kraft FÜR den Krebs!

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Krebs als vermeintlicher Zufall?

Notorische Suchtraucher suchen immer mehr oder weniger abstruse Ausflüchte, um zu erklären, dass ihre Sucht mitnichten zu lebensgefährlichen Auswirkungen führen kann. Kettenraucher Helmut Schmidt sei über 90, andere Dinge (Atomverseuchung, Sonneneinstrahlung, Straßenverkehr etc. etc.) seien weit gefährlicher und Rauchen schütze angeblich vor Parkinson und Alzheimer. Die neueste Sau, die durch das Raucherdorf getrieben wird, ist nun “Krebs ist reiner Zufall!“. Wie kommt das?

Amerikanische Wissenschaftler haben verschiedene Gewebe, namentlich deren Stammzellen, untersucht und eine funktionale Abhängigkeit der Krebsinzidenz in den Geweben von der Teilungshäufigkeit der dort vorhandenen Stammzellen festgestellt. Je häufiger sich Zellen innerhalb einer bestimmten Zeit teilen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass dort ein Tumor entsteht. Soweit so gut. Kommt es zu einer Zellteilung mit malignen Tochterzellen, nannten die Forscher dies „bad luck“. Und aus diesem Begriff leiteteten einzelne Journalisten ab, dass „bad luck“ der einzige Grund für das Entstehen von Krebs sei. In der Presse wurde das Ergebnis daher so verkürzt: Ob jemand an Krebs erkranke oder nicht, sei reiner Zufall. Und dem ist dann eben nicht so.

Tumoren entstehen durch Defekte während der Replikation der DNA. Es handelt sich um Übertragungsfehler bei der Teilung einer Zelle die in einer bestimmten Anzahl von Fällen vorkommen und die in der Regel durch das körpereigene enzymatische Reparatursystem beseitigt werden oder, wenn dies nicht möglich ist, wird die Zelle durch den gezielten Zelltod (Apoptose) eliminiert. In einigen Fällen bleibt aber eine sich unkontrolliert teilende Tumorzelle übrig, die vor dem endgültigen Umwandeln in eine Krebszelle mehrere Zwischenstadien durchläuft.

Die Frage ist nun, wie es zu diesen DNA-Replikationsfehlern kommt. Und da spielt einerseits der Zufall eine Rolle aber andererseits, und das wird von der Süchtigenfraktion gerne außer acht gelassen, auch die Zufuhr von kanzerogenen Stoffen. Denn diese erhöhen die Mutationsrate in den Zellen ganz erheblich. Das Ergebnis ist u. a. eine Überlastung des körpereigenen Reparaturmechanismus mit einer gesteigerten Wahrscheinlichkeit, dass aus einer einstmals gesunden Zelle eine Tumorzelle entsteht.

Und genau hier setzt das Problem mit dem Rauchen wie auch allen anderen Kanzerogenen (z. B. chemische oder radioaktive Stoffe bzw. ionisierende Strahlung) an. Wer beipsielsweise raucht, führt seinem Körper über lange Zeit hohe Dosen an mutagenen Substanzen zu. Damit setzt er eine deutlich höhere Anzahl von DNA-Defekten als der Nichtraucher. Betroffen sind insbesondere jene Gewebe, die einen intensiven Kontakt mit den krebsauslösenden Stoffen haben. Wie z. B. die Lunge. In der Folge steigt daher auch die Wahrscheinlichkeit für eine Krebserkrankung des Rauchers im Vergleich zu jener des Nichtrauchers stark an. Natürlich bleibt auch eine Zufallskomponente, denn nicht jeder Raucher entwickelt z. B. einen Lungenkrebs. Andere Raucher sterben hingegen bereits mit 40 Jahren am Bronchialkarzinom.

So ist z. B. zu erklären, dass das Lebenszeitrisiko eines Rauchers einen Lungenkrebs zu entwickeln im Mittel 1:6 bis 1:10 beträgt, für den Nichtraucher dieses aber nur bei ca. 1:250 liegt.

Diesen Sachverhalt hätte man auch der Studie der amerikanischen Wissenschaftler herauslesen können. Dort wurden nämlich Gewebe untersucht, die keiner Zufuhr von Kanzerogenen ausgesetzt waren. Denn eine Exposition mit einem krebserzeugenden Stoff hätte das Ergebnis der Untersuchung natürlich ganz erheblich verfälscht.

Weiter hätte man ebenfalls herauslesen können, dass immerhin 1/3 der Krebserkrankungen doch auf heriditäre und umweltbezogene Einflüsse wie Lebensstil (u. a. Rauchen, Übergewicht) zurückgehen:

[…] These results suggest that only a third of the variation in cancer risk among tissues is attributable to environmental factors or inherited predispositions. […]
(Quelle http://www.sciencemag.org/content/347/6217/78)

Krebs ist also kein reiner Zufall, wie Suchtraucher nun vermehrt behaupten, sondern das Rauchen erhöht die Wahrscheinlichkeit an bestimmten Krebserkrankungen zu leiden teilweise ganz erheblich. Ob man dann in seiner durch Rauchen klassifizierten Risikogruppe krank wird oder nicht, ist zwar letztlich dem Zufall unterworfen. Aber die signifikante Erhöhung des Risikos ob es zur Erkrankung kommt oder nicht setzt der Raucher durch sein Verhalten. Rauchen ist eben wie russisches Roulett. Allerdings mit wesentlich mehr Kugeln in der Trommel.

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Rauchen erzeugt Krebs? Ach was!

Wieder mal eine wenig schöne Koinzidenz auf „Raucher in Deutschland“ bei facebook. Die beiden Beiträge stehen direkt untereinander. Was aber keinen der dortigen Hardcoreraucher dazu bringt, mal ein klein wenig nachzudenken. Warum auch?

Waaaas? Rauchen soll Krebs machen? Kann doch garnicht sein! Helmut Schmidt ist schon weit über 90 und raucht seit 70 Jahren wie ein Schlot!

Waaaas? Rauchen soll Krebs machen? Kann doch garnicht sein! Helmut Schmidt ist schon weit über 90 und raucht seit 70 Jahren wie ein Schlot!

Mitstreiter? Raucherdemo? Ach so. Keine weiteren Fragen.

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Niederlande: Komplettes Rauchverbot in der Gastronomie

Auch in den Niederlanden lässt der Nichtraucherschutz fortan keine faulen Kompromisse mehr zu. Die Zweite Kammer des Parlaments der Niederlande beschloss mehrheitlich, alle Ausnahmen des bisher geltenden Nichtraucherschutzes zu streichen. Bei den versammnelten Nikotinfreunden aus dem „Netzwerk Rauchen“-Kanal bei facebook geht die übliche Lamentierei los.

Jürgem Vollmer drischt erstmal seine Standardphrase. Das muss er tun, das Publikum erwartet es einfach:

Jürgen Vollmer: Hätte nicht gedacht, dass sich unsere Nachbarn mehrheitlich dem Prohibitions-Faschismus unterwerfen …  (Quelle)

Ein Faschismsus-Punkt geht damit wieder mal an Jürgen Vollmer aus Marburg. Aber mehr auch nicht. Jürgen, Du warst schon mal wesentlich kreativer!

Aber egal, wie weit die widerliche Qualmerei noch zurückgedrägt wird, es gibt immer einen Nikotinisten, der noch Hoffnung schöpft. Diesmal ist es Manfred Goldmann:

Manfred Goldmann: Ich habe die Holländer für intelligenter gehalten. Aber wir Raucher holen uns die Lokale zurück – Rauchverbote werden ein Fehler in der Geschichte sein. Denn so dumm kann die Menschheit gar nicht sein! Irgendwann schlägt das Pendel zurück.

Ja, Manni. Und im Himmel ist Jahrmarkt, gelle!

Rudolf Haab: Die Intelligenz macht keinen unterschied in Nationalitäten.

Hier fällt mir eigentlich zum Thema „Intelligenz“ eigentlich nur folgende Frage ein: Wie intelligent ist es denn, sich chemisch behandelte Pflanzenabfälle anzuzünden und durch das Inhalieren der entstehenden Brandgase langfristig schwer krank zu werden?

Nachtrag: der verhaltensauffällige Ronald Blumberg aus Radevormwald muss auch noch was beitragen. Wieder einmal fällt dem ehemaligen Werkzeughändler aber nicht mehr ein als einen Rauchgegner in Naziuniform darzustellen. Und wie immer erscheint die Schmähung auf „Raucher in Deutschland“, dem Kanal auf facebook, wo der Rauchermob fröhlich zum Rechtsbruch aufruft, solchen begeht und beklatscht oder einfach nur Rauchgegner gepflegt beleidigt und niedermacht.

Ronald Blumberg- Rauchgegner sind Nazis

Ronald Blumberg- Rauchgegner sind Nazis

Prima, Ronald Blumberg. So sieht echte Intelligenz aus!

Aber egal was die Tabakdrogenfreunde jammern mögen, die Entscheidung den stinkenden Qualm vor die Tür zu verbannen, ist die richtige.

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Mal wieder eine Verfassungsbeschwerde

Extremraucher fühlen sich permanent in ihren verfassungsmäßigen Rechten beschränkt. Alleine dadurch, weil sie nicht mehr alle Innenräume mit ihrem feinstaubhaltigen Giftmix füllen dürfen, glauben sie herleiten zu können, empfindlich in ihren verfassungsgemäßen Rechten beschnitten worden zu sein. Die entsprechenden Rechte anderer Menschen zählen dagegen weniger. Und so schlägt dann mal immer wieder einer von diesen Herren beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe auf und erheitert die dortigen Juristen mit einer mehr oder weniger durchdacht ausgearbeiteten Stellungnahme. Meistens enden diese Beschwerden wenig erfolgreich wie folgendes Beispiel zeigt. Manfred Engelhardt, über den ich schon verschiedentlich berichtet hatte, ging es zu Jahresanfang 2013 auch nicht besser:

Jürgen Vollmer, der bekannt aggressive Raucher aus Marburg, witterte gleich „Rechtsbeugung“ und würde gerne alle entsprechend urteilenden Richter aus dem Amt fegen:

Jürgen Vollmer: So allmählich erlangt man ein untrügliches Gefühl dafür, was der Begriff „Rechtsbeugung“ eigentlich bedeutet. Diese sogenannten „Richter“ gehören allesamt aus dem Amt entfernt. Sie erweisen sich als willige Erfüllungsgehilfen eines längst durch und durch totalitären Umerziehungssystems.

(ebd.)

Ja, ich liebe die differenzierte Denkweise des Mannes aus Marburg. Wen interessiert denn schon die Rechtslage? Herrn Vollmer jedenfalls nicht. Aber zu Gerichten hat der Herr ja seit einiger Zeit ja aus gegebenem Anlass ein weniger gutes Verhältnis. Das Aktenzeichen dürfte mittlerweile bekannt sein.

So nach diesem kleinen historischen Rückblick nun der Einstieg in die aktuelle Verfassungsbeschwerde. Mögen Sie liebe Leserin, lieber Leser, raten wer diese neuerliche juristische Posse  initiiert hat? Es ist „Die Bergische Bürgerinitiative„, vertreten durch unseren Hobby-Verfassungsrechtler Ronald Blumberg (dem Erfinder der legendären „Helmut-Partys„, Motto „Rauchen nach Art. 8 GG“)), der mir noch in allerbester Erinnerung ist, weil er Rauchgegner und Ungeziefer auf eine Stufe stellt. Wer also einmal herzlich lachen will, dem sei diese Seite anempfohlen:

https://www.facebook.com/Verfassungsbeschwerde

Dort findet man nicht nur die neueste Verfassungsbeschwerde der „Bergischen Bürgerinitiative“ sondern auch eine ältere Petition, nach der gefordert wird, Raucher unter den Schutz des AGG (Allgemeines Gleichstellungsgesetz) zu stellen. Wirklich ein sehr skurriler Humor, den man dort auffinden kann.

Und mittendrin ist ja auch wieder unser lieber Kai Schwarzer aus Köln zu finden, der hier ebenfalls seine „Petition gegen Nichtraucherterror“ bewirbt:

Kai Schwarzer: Das ist eine wirklich gute Idee Gerald! Ich habe bereits schon im letzten Jahr eine Petition an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages gerichtet, in der ich ähnlich argumentiere. Laut Auskunft des Petitionsausschusses vom 27.01.2014 befindet sich mein Anliegen in der parlamentarischen Prüfung. (ebd.)
Aber so richtig erfolgreich war die wohl auch nicht:
Kai Schwarzer: Der Petitionsausschuß des Deutschen Bundestages unterdrückt eine Petition gegen totale Rauchverbote! Mit Schreiben vom 15.02.2013 habe ich eine Petition gegen diese totalen Rauchverbote beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eingereicht, mit der Bitte um eine Veröffentlichung zur Mitzeichnung. Der Petitionsausschuss weigert sich jedoch beharrlich, diese Petition zur Mitzeichnung zu veröffentlichen, da mein Anliegen sich nicht mit den politischen Ansichten des Petitionsausschusses vereibaren lässt. So viel zum Zustand unserer Demokratie. Allerdings habe ich hiergegen Rechtsmittel eingelegt und werde mich auf dieser Seite noch einmal melden, sollte meine Petition doch noch zur Mitzeichnung veröffentlicht werden. (Quelle)
Armer Kai. Hier übrigens die Petition des Kai Schwarzer aus Köln. Immerhin haben 337 Leute diesen Unsinn unterschrieben. Gratulation, lieber Kai! Sehr gut gelungen!
Zurück zur aktuellen Verfassungsbeschwerde, der „BBI“. Hier der Volltext von Seite 1:
Verfassungsbeschwerde gegen Rauchverbote 1

Verfassungsbeschwerde gegen Rauchverbote 1

 

Ganz abgesehen davon, dass es für die Zulässigkeit und Begründetheit einer Verfassungsbeschwerde rechtlich unerheblich ist, ob der Beschwerdeführer Raucher oder Nichtraucher ist (dies lässt sich sowieso kaum nachprüfen) sind die rechtlichen Fragen bereits durch das BVerfG entschieden worden. Im Wesentlichen im Urteil aus dem Jahre 2008.

Dort kann man u. a. lesen (wenn man denn in der Lage ist, eine Urteilsbgeründung sinnentnehmend zu lesen), dass das BVerfG sogar vollständige Rauchverbote in der Gastronomie als verfassungskonform ansieht:

BVerfG in 1 BvR 3262/07 – 1 BvR 402/08 – 1 BvR 906/08: (3) Auf der Grundlage der ihm zuzubilligenden Spielräume wäre der Gesetzgeber nicht gehindert, dem Gesundheitsschutz gegenüber den damit beeinträchtigten Freiheitsrechten, insbesondere der Berufsfreiheit der Gastwirte und der Verhaltensfreiheit der Raucher, den Vorrang einzuräumen und ein striktes Rauchverbot in Gaststätten zu verhängen. (ebd. Rn. 121)

Die Arbeit, diesen Passus auszuarbeiten, hätten sich die Herren also sparen können.

Sehr amüsant ist auch, dass die Petenten von „deklarierten Raucherbereichen“ sprechen. Faktisch existieren diese Bereiche nämlich gar nicht. Alle Lokale in NRW sind Nichtraucherlokale. Des weiteren ist die Begründung, Nichtraucher würden diese Raucherbereiche sowieso nie aufsuchen, ebenfalls vom BVerfG verworfen worden:

BVerfG:Die Freiwilligkeit der Entscheidung des Einzelnen, sich insbesondere beim Besuch einer Gaststätte der Belastung durch Tabakrauch auszusetzen, macht das Anliegen des Gesundheitsschutzes nicht hinfällig. Jedenfalls solange es keine ausreichenden Möglichkeiten für Nichtraucher gibt, in Gaststätten rauchfreie Räume zu finden, bedeutet eine solche Entscheidung typischerweise kein Einverständnis mit einer Gesundheitsgefährdung durch Passivrauchen, sondern nur die faktisch unvermeidbare Inkaufnahme dieses Risikos, um uneingeschränkt am gesellschaftlichen Leben durch den Besuch einer ausgewählten Gaststätte teilnehmen zu können.

(ebd. Rn. 102)

Den dann folgenden und überaus lustigen Vergleich zwischen „Pro rauchfrei“ und „Pro autofrei“ besprechen wir jetzt nicht weiter. Einen derart dümmlich ausgedachten Versuch, zwei Dinge, die nun gar nichts miteinander zu tun haben, in einen Topf zu werfen, unterschlagen wir einfach. Gleiches gilt auch für den Schwimmbadvergleich mit Schwimmerzonen und Nichtschwimmerbereich. Hier könnte man aber sogar noch versuchen mit den „Pinkler- “ und den „Nichtpinklerzonen“ im gleichen Becken zu kontern. Aber nur, wenn man die Lacher auf seiner Seite haben will. Der Analogieschluss als Allheilmittel jener Menschen, denen eine logisch korrekte Argumentation eher schwer fällt.

Zum Schluss treten noch zwei weitere Nikotinfreunde dem Entwurf bei. Einer davon will nun auch mal etwas auf die Tränendrüse drücken:

Verfassungsbeschwerde gegen Rauchverbote 2

Verfassungsbeschwerde gegen Rauchverbote 2

Ach ja, der arme Renter Friedhelm weiß nun gar nicht mehr, wo er noch qualmen soll. Eine Runde Mitleid, bitte:

Eine Runde Mitleid!

Eine Runde Mitleid!

Wer noch mehr zu dem Thema lesen will: Destruxol hat auch einen Artikel dazu verfasst:

http://destruxol.wordpress.com/category/destruxol/destruxol-informativ/verfassungsbeschwerde/

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„Goldi“ is back!

Zu den guten alten Zeiten vom „Forum Raucherwahnsinn“ hatte jeder von uns einen oder zwei Lieblingsnikotinisten. Einer meiner „all stars“ war Manfred Goldmann. Mandfred postete stets so einen Megaunsinn in den Foren der Süchtigen, dass ich oft den Eindruck hatte, er sei „einer von uns“ der den Laden einfach nur mal richtig aufmischen wolle. Dann verschwand „Goldi“  irgendwann mal. Und nun ist er wieder aufgetaucht. Wie Phoenix aus der Zigarettenasche. Und er hat es nicht verlernt. Wenn der Beitrag von Eva Peter-Culik zum  Thema „Tabak kann Krebs heilen“ schon hart an der Grenze zu Debilität war, Manfred Goldmann überschreitet diese Grenze ganz locker. In dem gleichen Thread schreibt er:

Manfred Goldmann: Ein guter Tag für uns Raucher! 🙂

 

Das mag sein, „Goldi“! Aber für ca. 320 Raucher alleine Deutschland war dies kein besonders guter Tag. Denn so viele „Genussfreunde“ sind alleine an diesem Tag den Folgen ihres Tabakkonsums erlegen. Davon ungefähr 120 an Lungenkrebs.

Und wer es nicht glauben mag, dass man so einen Unsinn wie Manfred Goldmann es tut, verbreiten kann, hier der Beweis:

Manfred Goldmann schlägt dem Fass den Boden aus!

Manfred Goldmann schlägt dem Fass den Boden aus!

OK, aber „Goldi“ ist bestimmt ein Fake. Ganz bestimmt.

 

 

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Eva Peter-Culik: Geistige Schlichtheit, die beeindruckt

Über Eva Peter-Culik aus Wien hatte ich schon öfter berichtet. Die Dame mit dem unvergleichlichen Sex-Appeal beeindruckt neben ihrer Körperfülle immer wieder durch eine nachgerade herausragende geistige Schlichtheit. Nicht nur, dass sie gerne mal auf Ausländer verbal eindrischt (Link) oder versucht, mich einzuschüchtern, indem sie sich bei meiner Schulleitung über meine bösen Artikel beschwert (und damit aber leider keinen Erfolg hat, denn in Deutschland darf man laut Grundgesetz Art. 5 und Rechtsprechung des BVerfG bewiesene Tatsachen jederzeit berichten) . NEIN, die Frau trägt immer gerne mal wieder ihre abwegige Sichtweise vor. Meistens im Kanal „Netzwerk Rauchen“ bei facebook.

Jüngstes Beispiel:  Das Thema „Tabak kann Krebs heilen“. Über Detlef Petereit und seine „Bundesversammlung Gestank, Krebs und Tod“ (oder so ähnlich) und seinen entsprechenden Beitrag  hatte ich vor einigen Tagen berichtet. Jetzt wurde der Inhalt von Michael „Mein Zahnstatus ist top, dank Rauchen!“ Löb, dem Bundesvorsitzenden der aggressiven Nikotinistenorganisation „Netzwerk Rauchen“, nochmal gepostet. Tenor: „Big Pharma geht es jetzt an den Kragen, weil wir ihre Mittelchen nicht mehr brauchen, denn nun rauchen wir unseren  Lungenkrebs einfach weg! Tabak kann nämlich Krebs heilen.

Löb leitet locker ein mit:

Michael LöbDa wird Big-Pharma nicht ruhen, bis sie den Tabak exklusiv unter Kontrolle hat.

(Quelle)

Schon ziemlich dämlich, dieser Satz. Aber Eva Peter-Culik kann noch mal erhöhen:

Eva Peter-Culiklmao … DAS wär aber ein echter tiefschlag, wenn tabak sogar gegen krebs heilt ..hahha .. hau mi ooooo

(Hinweis für unsere nicht so fremdsprachenstarken Mitleser: „lmao“ ist Österreichisch und heißt „Leck mich am A…..“ und soll wohl grenzenloses Erstaunen symbolisieren)

OMG, wie dumm ist das denn? Dass man dann den Tabak aber nicht rauchen darf sondern in einem aufwändigen Verfahren bestimmte Inhaltsstoffe daraus extrahieren und in einer komplizierten Schrittfolge aufbereiten muss, das scheint der Dame, die sich auch gerne mal als Amateurschauspielerin verdingt und als Beruf „Sekretärin und Kosmetikberatiern“ angibt (Link), nicht bewusst zu sein. Woher auch? 

Und wer nimmt die Extraktion dieser Stoffe und die Herstellung des Heilmittels dann vor? Natürlich, mit etwas Nachdenken hätte man darauf kommen: Firmen, deren Kernkompetenz (neumodisches Wort, aber hier passt es)  die Herstellung von Arzneimitteln ist. Mit anderen Worten: Die bei unseren Schwerstabhängigen so verhasste Pharmaindustrie.

Aber nein, nicht dass sie es mit diesem in Worte gegossenen Unsinn bewenden ließe, Eva legt noch eins drauf. Nach ca. 1 Stunde intensiver Befassung mit dem Thema kommt folgender hochgeistiger Ausfluss an Genialität zu Tage:

Eva Peter-Culikgar ned mal so abwegig achim….. sie probieren einfach ALLES , um an die gelder zu kommen. dummerweise gehts so wies jetzt läuft, an der pharma vorbei….

OK, jetzt bin ich wirklich sprachlos. Keine weiteren Fragen mehr.

Liebe Eva Peter-Culik! Ich weiß, der Verriss hier ist nicht nett. Schreib also wieder meinem Arbeitgeber, wenn’s Dir dadurch besser geht.Vielleicht klappt es ja diesmal!

So, und hier noch der Beweis für die überragende intellektuelle Kompetenz der Dame aus Wien:

Eva Peter-Culik aus Wien - geistige Schlichtheit, die beeindruckt!

Eva Peter-Culik aus Wien – geistige Schlichtheit, die beeindruckt!

 

 

 

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Uwe Knuth – Wenn Dummheit bildhaft wird

Ich beschäftige mich nun schon einige Jahre mit dem Thema „Raucherwahnsinn“. In dieser Zeit habe ich immer wieder Dinge gesehen, von denen ich dachte, dass dies doch nun das Ende der Fahnenstange der Raucherblödheit sein muss. Und ich war mir sicher, dass dann irgendwann mal ein noch größerer Blödsinn nachkommt. Und so ist es mir heute Morgen ergangen. Als ich die unten abgebildetete Grafik von Uwe „Die Orthographie bin ich!“ Knuth gesehen habe. Da wusste ich: Es ist mal wieder soweit. Ein neuer Gipfel der Raucherdummheit wurde erklommen:

Uwe Knuth packt Dummheit in Bilder

Uwe Knuth packt Dummheit in Bilder (Quelle)

Also erstmal die Fakten, die Herr Knuth offenbar nicht kennt:

  • Lungenkrebs ist tödlich. (Link)
  • 80 bis 90% der Lungenkrebspatienten sind Raucher. (Link)
  • Das Lungenkrebsrisiko eines Rauchers beträgt auf die Lebenszeit bezogen ca. 15-23% (Link)
  • Das Lungenkrebsrisiko eines NICHTrauchers beträgt auf die Lebenszeit bezogen ca. 0,5% (ebd.)

Jetzt verstehe ich aber auch gar nicht, was uns Uwe Knuth eigentlich sagen will. Denn das Szenario, welches er anpeilt, dürfte eine äußerst niedrige Eintretenswahrscheinlichkeit haben: Ein Nichtraucher erkrankt an Lungenkrebs (ca. 0,5%). ein Raucher erkrankt NICHT an Lungenkrebs (85%). Der Raucher stirbt an einer anderen Todesursache und der Nichtraucher bekommt seine Lunge. Dass die Gewebetypen der beiden Beteiligten auch noch passen müssen, setzt die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Szenario eintritt, nochmals um einige Zehnerpotenzen herunter.

Hinzu kommt, dass bei einem Bronchialkarzinom NIE eine Lungentransplantation durchgeführt wird (Link). Denn 60% aller Fälle von Lungenkrebs sind bei Diagnosestellung bereits so weit fortgeschritten, dass sie inoperabel sind. Entweder weil sie bereits zu weit in das umliegende Gewebe infiltriert haben und/oder sie bereits metastasiert sind. Wenn man einen Patienten im frühen Stadium des BC operieren kann, ist eine Transplantation unnötig. Im späteren Stadium stirbt der Patient nicht an seinem Lungenleiden sondern weil das Karzinom metastasiert hat und andere Organe (idR Leber oder Gehirn) versagen. In allen diesen Fällen wäre eine Lungentranplantation also vollkommen sinnlos. Das muss Uwe Knuth aus Bergheim, der seine Zeit gerne damit verbringt, dümmliche Bildchen für Lungenkrebs und Raucherbein zu entwerfen und ins Internet zu stellen, nicht wissen. Woher auch?

Und dass in Ausnahmefällen auch mal die Lunge eines Rauchers transplantiert wird (etwa bei schwerer COPD beim Empfänger) beweisen soll, dass Passivrauch ungefährlich ist, das muss mir der Mann aus Bergheim in Nordrhein-Westfalen mal erklären.

Auaaaaaaaah!

Auaaaaaaaah!

 

Besonders erschreckend ist aber, dass immerhin 13 potenzielle Lungenkrebspatienten diesen selten dummen Beitrag von Uwe Knuth mit einem „Gefällt mir“ versehen haben. Ein untrügliches Zeichen für die intellektuelle Überlegenheit von Tabakrauchern:

13 Intellektuelle glauben jeden Unsinn

13 Intellektuelle glauben jeden Unsinn

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Detlef Petereit und seine „Bundesversammlung GFS“ erzählen Dummheiten aus Raucherland

Die bekannten Schwerstabhängigen aus den üblichen facebook-Foren versuchen gerade mal wieder, die Schädlichkeit des Tabakkonsums zu widerlegen. Und wie man sich denken kann, geht der Versuch glatt in die Hose.

Der Reihe nach. Eines der unzähligen dubiosen Pro-Lungenkrebs-Grüppchen hat gerade mal wieder einen Artikel ausgegraben, dessen Botschaft nicht gerade neu ist. Das Thema geisterte bereits vor einigen Jahren durch die Raucherkanäle. Aber viele von denen, die diese These besprochen hatten sind wohl heute tot, so dass man mal an einen „Repost“ denken kann. Gesagt, getan. Die Nikotinistengruppe „Bundesversammlung Genuss Freiheit Selbstbestimmung“  (auch gerne genannt „Bundesverdummung Gestank Unfreiheit Selbstaufgabe„) legt also vor:

Bundesversammlung Genuss Freiheit Selbstbestimmung - Tabak kann Krebs zellen abtöten

Bundesversammlung Genuss Freiheit Selbstbestimmung – Tabak kann Krebszellen abtöten

(Quelle)

Und wenn man den Beitrag dieses Nikotinsüchtigengrüppchens liest, weiß man, dass man wirklich geballte wissenschaftliche Kompetenz vor sich hat:

Ein Satz belegt sehr deutlich die uns immer wieder in den Medien präsentierten Lügen zur Gefährlichkeit eines Aspekts des Rauchens.

OK, wer das geschrieben hat, dürfte mit Ach und Krach die Volksschule abgeschlossen haben. Denn in dem Artikel, der hinter dem Betriag verlinkt ist, steht lediglich, dass bestimmte Inhaltsstoffe des Tabaks Bakterien und Pilze abtöten können und dass man auch davon ausgeht, dass sie bestimmte Krebszellen anzugreifen in der Lage sind. Welche Zelltypen dies sind wird übrigens nicht gesagt. Es gibt aber für den Menschen mehrere hundert verschiedene Krebszelltypen. Und davon, dass der Tabak geraucht werden muss, um die kurative Wirkung zu erzielen, steht rein gar nichts in dem Artikel. Wahrscheinlich ist der Autor von der „Bundesverdummung“ kaum in der Lage zu erkennen, dass es einen gewichtigen Unterschied macht, ob man eine bestimmte Substanz aus dem Tabak extrahiert oder ob man den Tabak anzündet und die beim Verbrennen des Tabaks entstehenden Schadstoffe einatmet. Denn der Pyrolyseprozess in der Zigarettenglut ist der eigentliche chemische Reaktionsraum in dem die meisten der ca. 100 Kanzerogene des Tabakrauchs bei Temperaturen zwischen 500 und 900 °C entstehen.

Der Beitrag schließt mit: „Aktuell sind rund 25 Prozent aller Krebstodesfälle durch Tabakrauch bedingt“. Demnach treten also Krebstodesfälle durch Tabakrauchen nur annähernd so häufig auf, wie es prozentual erwachsene Raucher in der Bevölkerung gibt. Aha…

Was uns diese wissenschaftliche Koryphäe damit sagen will, habe ich auch nach dem 10. Lesen nicht verstanden.

Und noch etwas wird deutlich: Könnte es sein, dass die Verteufelung des Tabak durch die WHO und ihre „Kollaborationszentren für Tabakkontrolle“ z.B. in Deutschland sich sogar negativ auf eine unabhängige Forschung durch die Wissenschaftler auswirkt? Wie anders ist zu erklären, dass dem Tabak schon seit langem und mit vielen ernst zu nehmenden Stimmen eine heilende Wirkung zugesprochen wird, eine evidenzbasierte Forschung dem jedoch nicht nachging?

Oha, der Autor kennt ein Fremdwort („evidenzbasiert“). Das war es dann aber auch. Dass es, was die gesundheitlichen Folgen betrifft, schon entscheidend ist, ob ich einen Salat esse oder ob ich ihn anzünde und die entstehenden Brandgase inhaliere, hat der Autor immer noch nicht verstanden. Und er wird es wohl auch nie…

Apropos „Autor“. Wer mag wohl hinter dem obigen Text stecken?

Die „Bundesversammlung Genuss Freiheit Selbstbestimmung“ hat lauf Google eine eigene Webseite, dort findet sich aber rechtswidrigerweise kein Impressum. Verantwortet wird die Domain von einem Detlef Petereit in der Stresowstr. 7 in Berlin. Detlef Petereit ist, man wunderst sich kaum noch, ein bekannter Tabaklobbyist. Herr Petereit ist mir u. a. dadurch aufgefallen, dass er und einige andere Raucherlobbyisten vor einigen Jahren versucht haben, die Piratenpartei für ihre Ziele zu missbrauchen (Link zu einem von mir verfassten Dossier). Ich gehe daher davon aus, dass Petereit der Vorstand der „Bundesversammlung GFS“ ist und den obigen Text verfasst hat. Passen würde es zu dem Mann. Ich kenne ihn von einigen „Mumble“-Konferenzen der Piratenpartei bzw. der dort angesiedelten „AG Nichtraucherschutz“. Dort fiel Petereit mir auf, dass er stundenlang reden konnte ohne auch nur einen substantiierten Satz von sich zu geben. Insofern passt sein damaliger Vortragsstil inhaltlich zu dem Beitrag auf facebook.

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