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Ronald Blumberg – Neuer Qualmblödsinn aus Radevormwald

Ronald Blumberg aus Radevormwald gehört, das wissen Sie als regelmäßige Leser meines Blogs, nicht gerade zu den knusprigsten Chips in der Tüte. Die grandios hirnrissigen Einlassungen, die der Mann in den letzten Jahren ins Internet gestellt hat, füllen ganze Seiten meines Blogs. Jetzt hat der Kampfraucher, der sich auch schon mal als Verfassungsrechtler profilieren wollte und mit den „Helmut-Partys“ einen der derbsten Lacherfolge der letzten Jahre in der Diskussion um den Nichtraucherschutz ablieferte, neuerlich zugeschlagen:

Ronald Blumberg - Der Kampfraucher aus Radevormwald kennt die wahren Ursachen des Lungenkrebs

Ronald Blumberg – Der Kampfraucher aus Radevormwald kennt die wahren Ursachen des Lungenkrebs

Was hat der Mann, der sich auf facebook als Zigaretten rauchendes Schwein darstellt, denn da nun wieder ausgegraben?

Die Antwort kurz und knapp: Eine Studie hat herausgefunden, dass wer regelmäßig zu viele Kohlenhydrate zu sich nimmt, sein Lungenkrebsrisiko steigert.

Jetzt ist Blumberg, wie bereits geschildert, nicht die allerhellste Kerze auf der Torte. Denn beim Lesen der Studienergebnisse sowohl auf dem verlinkten Artikel als auch im Abstract, hätte ihm folgendes auffallen können: Die angebliche Risikosteigerung am Bronchialkarzinom zu erkranken um 50% (und nicht AUF 50%!) betrifft zwar vor allem Nichtraucher. Die haben aber von allen Menschen grundsätzlich erst einmal das niedrigste Lebenszeitrisiko für Lungenkrebs. Dieses liegt im Mittel bei 0,5-1%, also 1 bis 2 von ca. 200 Personen. Durch eine Risikosteigerung von 50% (wohlgemerkt bei der Langzeitaufnahme von vielen Lebensmitteln mit hohem glykemischen Index!) steigt das Risiko dann im Laufe seines Lebens einen Lungenkrebs als Nichtraucher zu entwickeln auf 0,75% an. Also auf 1,5 bis 3 von 200 Personen.

Diese nichtauchenden aber fehlernährten Pesonen leiden dann oft bedingt durch die Fehlernährung, unter starkem Übergewicht. So sind die Erkenntnisse nicht neu, weiß man doch seit vielen Jahren, dass Adipositas ein Risikofaktor für verschiedene Krebserkrankungen darstellt. Dass dies nun auf den LK erweitert wurde, überrascht nicht wirklich.

Raucher hingegen haben bereits durch ihren Tabakkonsum ein Lebenzeitrisiko zwischen 10 und 20% an Lungenkrebs zu erkranken. D.h. jeder 5. bis 10. Raucher wird am Bronchuskarzinom sterben. Ihr relatives Risiko steigt aber durch einen hohen glykämischen Index der bevorzugten Nahrungsmittel laut der Studie „nur“ um 31% an. Was zuerst als eine Entwarnung gelten mag, ist aber bei näherer Betrachtung kein wirklicher Nutzen, denn das Grundrisiko der Raucher für Lungenkrebs ist bereits alleine durch das Rauchen sehr hoch. Ein wenn auch geringerer Risikoaufschlag bleibt allerdings immer eine Risikoerhöhung.

Wenn man also die Begriffe „absolutes Risiko“ und „relatives Risiko“ nicht sauber voneinander trennen kann, kommt  man leicht auf Abwege. Dass Blumberg diese Sachverhalte nicht mal ansatzweise versteht, beweist sein Kommentar unter dem Artikel:

Ron Blum Das hätte M. P-L wohl nicht gedacht …
(Quelle)

(Hinweis: Mit „M. P-L“ meint Blumberg Martina Pötschke-Langer vom dkfz, seine Erzfeindin)

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Über den Wolken: Krebs zum halben Preis

„Wenn einer eine Reise tut…“ so spricht der Volksmund. Also gibt es auch was zu erzählen. Aber nichts Erbauliches. Denn vor einigen Tagen stieg ich aus dem Flieger, der mich von südlichen Gefilden zurück nach Deutschland brachte. Klar, die Flüge sind seit Jahren alle ausnahmslos Nichtraucherflüge (wobei auch der Freund von Lungenkrebs und Raucherbein mitfliegen darf, wenn er es schafft, mal einige Stunden zu überstehen ohne sich „den Schuss“ zu setzen). Das ist schon mal positiv. Was aber wesentlich weniger schön ist, dass die Fluggesellschaft, namentlich TUIfly.com, es für nötig befindet, während des Fluges aggressiv Tabakdrogen zu bewerben.

Sie erhalten bei uns im Bordshop 2 Stangen Marlboro Red zu dem Preis, den sonst eine einzelne Stange in Deutschland kostet. Für 50,- Euro erhalten sie auch die gleiche Menge L&M rot oder blau, ebenfalls zum halben Preis, wie er in Deutschland zu entrichten ist.“ So oder so ähnlich ging die Anpreisung der tödlichen Drogen über den Bordlautsprecher. Kurz darauf setzte sich das Kabinenpersonal  in Bewegung, um die Billigdrogen unter das anwesende Süchtigenvolk zu bringen. Ja, bei TUIfly.com kann man wirklich sparen. Da kann sich den Krebs jeder leisten. Ich habe mir da doch spontan überlegt, ob ich bei dem sagenhaften günstigen Preis nicht auch mit dem Rauchen anfange. Aber weil ich dann doch wenig Lust auf eine Mitgliedschaft im „Club 58“ verspürte, habe ich dann doch von dem Vorhaben abgelassen.

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Michael Löb vom „Netzwerk Rauchen“: „Wenn man keine Ahnung hat…“

„…einfach mal Fresse halten!“. Dieser Satz des Kabarettisten Dieter Nuhr ist mittlerweilese zum geflügelten Wort geworden. Aber es wäre schade, wenn sich alle dran hielten. Michael Löb vom „Netzwerk Rauchen“ ist so eine rühmliche Ausnahme. Denn trotz, dass er die Artikel, die er bei facebook verlinkt, nicht einmal in Grundzügen versteht, postet er weiter Links wie diesen:

Michael Löb: Nix verstanden, setzen! SECHS!

Michael Löb: Nix verstanden, setzen! SECHS! (Quelle)

Leider spart sich Herr Löb jede Anmerkung zum Artikel. Das ist eben die heutige facebook-Generation, auch wenn ihre Teilnehmer schon etwas älter sind. An der Formulierung von ganzen zusammenhängen Sätzen hapert es i. d. R. etwas. Ich interpertiere daher folgendes: Die Frage „Could Tobacco cure cancer“ interpertiert Herr Löb, dahingehend, dass das Rauchen von Tabak Krebs heilen könne.

Leider ist dem nicht so. Hätte er nämlich den Artikel gelesen, so hätte er verstehen müssen, dass mitnichten das Rauchen von Tabak z. B. Lungenkrebs heilen kann sondern dass der Tabak genetisch manipuliert wird, um eine Substanz namens Etoposid zu produzieren. Diese wird als Chemotherapeutikum u. a. gegen bestimmte Formen des Lungenkrebs verwendet.

Etoposid kommt natürlich nur in einer seltenen Pflanze vor, die sich „Himalaya-Maiapfel“ nennt, aus der Gattung der Fußblätter (Podophyllen) stammt und die eben nur im Himalaya wächst. Der Stoff ist daher sehr teuer. Kann man ihn durch eine einfache Nutzpflanze wie Tabak herstellen lassen, ließen sich die Verfügbarkeit steigern und somit der Preis senken.

Weiteres Problem: Wenn der genetisch manipulierte Tabak Etoposid anreichert und daher geraucht werden soll, wäre es zu überlegen, ob die Substanz Etoposid die Glutzone mit einer Temperatur von ca. 900°C unbeschadet verlassen kann. Zweifel sind mehr als angebracht. Und ob die Substanz prophylaktisch gegen das Bronchialkarzinom wirkt, ist ebenfalls hochgradig fraglich. Aber wie soll jemand wie Löb, der sich hauptberuflich als freier Memoirenschreiber für jedermann verdingt, derartige Zusammenhänge eruieren? Aber so sind sie eben, die Hardcoreraucher: Der Tabak wird vergöttert, egal in welchem Zusammenhang. Hauptsache, die 5 Buchstaben lauten „T“, „A“, „B“, „A“ und „K“.

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Ronald Blumberg: Der „Suizid auf Raten“ des Rauchers und die Entlastung der Sozialsysteme

Es ist mal wieder soweit. Auf „Raucher in Deutschland“ wurde vom bekannten aggressiven Raucheraktivisten Ronald Blumberg aus Radevormwald, der sich mit seinem Avatar bei facebook als Zigarettenschwein darstellt, ein Unsinn eingestellt, der einem wirklich die Nackenhaare senkrecht stehen lässt:

Ronald Blumberg aus Radevormwald: Selbstmord entlastet Sozialsysteme!

Ronald Blumberg aus Radevormwald: Selbstmord entlastet Sozialsysteme! (Quelle)

Offenbar hält Herr Blumberg es für eine Art Ruhmesblatt durch seine eigenen Dummheit früher aus dem Leben zu scheiden. Denn wenn man den verlinkten Artikel liest, erfährt man auch, dass Raucher im Schnitt 10 Jahre ihres Lebens ihrer Tabaksucht opfern. „Schön blöd!“ möchte man Herrn Blumberg entgegen halten. So dumm muss man nämlich erstmal sein, für seinen Tod bis er denn mal tatsächlich eintritt, im Schnitt mehrere 10.000 Euro über viele Jahre verteilt „investiert“ zu haben.

Und ob daraus jetzt eine reale Ersparnis für die Sozialsysteme erwächst, darüber darf man getrost geteilter Meinung sein. Denn es existieren auch gegenteilige Auffassungen. Z. B. hier. Aber wie das so ist bei unseren meistens akademisch völlig unbeleckten „Genussfreunden“: Wenn etwas für das Rauchen spricht, ist die Studie gut, spricht es dagegen, ist die Studie eben schlecht.

Aber ist es nun insgesamt ein positives Ergebnis, wenn man Rauchern bescheinigt, dass möglicherweise ihr Freitod beispielsweise durch Lungen- oder andere durch das Rauchen verursachte Krebserkrankungen, durch Herzinfarkt, COPD, Schlaganfall etc. etc. zu einer realen Entlastung der Sozialsysteme führt? Warum, so frage ich mich bei diesem selten dummen Vortrag immer, sind Leute wie Ronald Blumberg dann nicht konsequent? Wer schon mit der angeblichen Entlastung der Sozialsystem durch seine eigene Drogensucht und dem daraus häufig entstehenden „sozialverträglichen Frühableben“ kokettiert, hat dann auch die verdammte Pflicht, diesbezüglich Nägel mit Köpfen zu machen. Warum also warten, bis das Bronchialkarzinom dem „Tabakgenießer“ mit 60 den Garaus macht? Nein, hier muss man dann auch wirklich konsequent sein! Da wird nicht gewartet, bis die Diagnose kommt, da wird selbst Hand angelegt.Und zwar zügig!

Also, Ronnie und Kollegen, es gilt: „Nich‘ lang schnacken, Strick in‘ Nacken!“ Irgendwo findet sich schon ein Dachbalken, ein dicker Ast oder eine andere stabile Befestigung. Und vor der Heldentat des Rettens der Sozialsystem durch zeitiges Aus-dem-Leben-scheiden darf natürlich noch, wie in solchen Situationen durchaus üblich, ein letztes Zigarrettchen geraucht werden. Meinetwegen auch zwei. Alles was zählt ist, dass die Sozialsysteme maximiert entlastet werden. Da darf man nicht kleinlich sein! Und 10 Jahre verlorener Lebenszeit lassen sich locker steigern. Liebe Genussfreunde, da ist noch deutlich Luft nach oben! Also, hopp, hopp, rauf auf den Stuhl!

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Die „Schwarze-Lungen-Lüge“-Lüge: Wie die Raucherlobby für Lungenkrebs und Raucherbein die Unwahrheit erzählt

Regelmäßig findet man auf Raucherseiten irgendwelche vermeintlichen Belege, nach denen angeblich Wissenschaftler oder Mediziner gesagt haben sollen, dass Rauchen unschädlich sei. Es werden Zitate und Namen präsentiert, die Seriosität vorspiegeln sollen. Auch wenn das Material angesichts des dargebotenen Bullshits wirklich schwer zu glauben ist, sollte man der Sache mal konkret nachgehen. Sieht man dann aber gezielt nach, erkennt man schnell, dass hier seitens der Raucherlobby massiv gelogen bzw. die Wahrheit verdreht wird. Ein Beispiel, das in die facebook-Gruppe „Raucher in Deutschland“ von einem „Frank Schneidereit“ eingestellt wurde. Er hält die dort gemachten Aussagen für „vernünftig“. Recherchieren ist wohl nicht unbedingt die Sache des Herrn Schneidereit.

Die

Die „Schwarze-Lungen-Lüge“-Lüge (Quelle)

Gehen wir ins Detail und untersuchen die gemachten Aussagen.

Erster Textauszug:

Dr. Victor Buhler, Pathologist at St. Joseph Hospital in Kansas City: “I have examined thousands of lungs both grossly and microscopically. I cannot tell you from exmining a lung whether or not its former host had smoked.”

Forscht man nach dem Ursprung des Zitats von „Dr. Victor Buhler“ erhält man im Internet kein Ergebnis. Zumindest keines, wo dies der angebliche Urheber nachweislich gesagt hat. Man findet hingegen Dutzende Raucherseiten, die dieses angebliche Zitat nachplappern. Weiterhin findet man eine Seite einer amerikanischen Lokalzeitung. Dort wird gesagt, dass Dr. Victor Buhler bereits im Oktober 1983, also vor 32 Jahren, verstorben ist (Link). Der Verdacht liegt also mehr als nahe, dass hier einem Menschen, der dies nun wirklich nicht mehr richtig stellen kann, einfach ein Zitat untergeschoben werden soll.

Gleiches gilt auch für den angeblichen „Dr. Duane Carr“, der folgendes gesagt haben soll:

“Dr. Duane Carr – Professor of Surgery at the University of Tennessee College of Medicine, said this: “Smoking does not discolor the lung.”

Dr. Duane Carr hat es zwar auch gegeben, aber auch der ist bereits lange verstorben. Er erlag bereits im Jahre 1993 einer längeren Krankheit (Quelle). Die gleiche Lügenmasche wie oben also.

Ein dritter Fall aus dem obigen facebook-Auszug:

‚Nearly 80% of people diagnosed with lung cancer now, in 2012, are non-smokers.‘

Schlägt man den Link auf, der unter der Aussage steht, findet man diese Aussage nirgendwo im Text bestätigt. Die Webseite beschreibt eine Ärztin, die sich für Krebskranke einsetzt. Es erscheint auch unvorstellbar, dass sich eine Fachperson mit solch einer hanebüchenen Aussage in die Öffentlichkeit trauen würde. Im Gegenteil. Sieht auf den am Textanfang verlinkten Seiten zum Thema „Lungenkrebs“ nach, findet sich dort ein Artikel welcher sich mit den Risikofaktoren für das Bronchialkarzinom befasst. Dort steht u. a. zu lesen:

Smoking is responsible for at least 80% of lung cancer deaths in the United States. (Quelle)

Hier tritt die Zahl „80%“ zwar auf, aber in einem vollständig gegenteiligen Zusammenhang. Das obige Zitat von „Smokers Against Discrimination“ ist offenbar eine komplette Fälschung. In die Welt gesetzt nur zur gezielten Desinformation.

Wir haben hier also ein sehr sprechendes Beispiel vor uns, wie die Raucherlobby gezielt Falschinformationen in die Welt setzt und vorsätzlich lügt, um Glauben zu machen, Personen aus dem Kreis der Wissenschaft hätten das Rauchen als unbedenklich angesehen oder verträten die Auffassung, dass es keine Gesundheitsschäden verursache.

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Online Petition „Stopp Tabakwerbung“

Hier eine Möglichkeit, sich gegen die in Deutschland leider noch immer überall auf Straßen und Plätzen sichtbare Werbung für Lungenkrebs und Herzinfarkt zu positionieren. Aus dem Petitionstext:

Sehr geehrte Frau Angela Merkel,

Tabakplakate gehören ins Altpapier – nicht auf die Straße oder in Geschäfte, wo sie Kinder und Jugendliche zum Rauchen animieren. Rauchen ist nach wie vor die größte vermeidbare Todesursache in Deutschland. Bitte sorgen Sie dafür, dass Tabakwerbung endlich abgeschafft wird. Der Entwurf für ein neues Tabakgesetz, der gerade von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt (CSU) erarbeitet wird, sieht einen besseren Schutz vor Tabakwerbung vor. Das Kanzleramt darf dieses Vorhaben nicht blockieren und damit den Interessen der Tabakindustrie Vorrang vor der Gesundheitspolitik einräumen.

https://weact.campact.de/petitions/stopp-tabakwerbung/

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„Rauchen schützt vor Chemtrailfasern“ – The Aftershow-Party

In dem im letzten Blogeintrag verlinkten Artikel wurde von unserer lieben aber leider sehr erfolglosen Raucheraktivistin Adelheid Rippe auf ein YouTube-Video verlinkt, das angeblich beweisen soll, dass Rauchen vor (den im Übrigen nicht real existierenden) „Chemtrails“ schützen soll. Und die „pfundige“ Wienerin Anschwärzerin Eva Peter-Culik kommentierte wohlwollend.

Beim Ansehen des Videos kamen dann erste Zweifel am Verstand der Protagonisten auf: Die Einstellerin des YouTube-Videos mit dem Pseudonym „canis lupus“ (für die Nichtlateiner, dies bedeutet „Wolfshund“) hielt tatsächlich ein paar Staubflusen unter eine Vergrößerungkamera, blies sie mit Tabakrauch an und wunderte sich, dass diese sich auf einmal bewegen. In krasser Missdeutung der tatsächlichen Sachlage wurde dies von der offenbar naturwissenschaftlich nicht gebildeteten „canis lupus“ dahingehend interpretiert, dass man bzw frau mit Tabakrauch nun eine ultimative Waffe gegen „Chemtrails“ in der Hand habe. Soweit, so bizarr. Esoterikquatsch in Reinform, eben. Anschließend entwickelte sich auf dieser Basis eine überaus „nette“ Konversation zwischen der Dame und mir:

Frau "Canis Lupus" (Chemtrailfan und Raucherin) pöbelt auch gerne

Frau „Canis Lupus“ (Chemtrailfan und Raucherin) pöbelt auch gerne

Einen Link zu YouTube zu setzen bringt übrigens nichts, da die Dame zu feige ist, diese Konversation freizuschalten so dass auch andere sie sehen können. Auf meinem Google+-Account ist sie allerdings sichtbar. 😉

https://plus.google.com/u/0/105467743579200389201/posts

Wir lernen: Raucher pöbeln gerne. Die „Alles eine Verschwörung dunkler Mächte“-Fraktion auch. Und wenn ein Raucher ein echter Verschwörungsfan ist, dann geht es wirklich rund. 😉

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Petra Olbertz hat den Durchblick beim Krebs

Petra Olbertz aus Düsseldorf ist eine aggressive Raucheraktivistin. Ihre „Kernkompetenz“, wenn man dies so nennen will, sind Schmähungen und Beleidigungen gegen Rauchgegner (Link 1, Link 2) und ausländerfeindliche Sprüche (Link1 , Link 2). Ihre geistige Spitzenleistung ist zusätzlich der Kommentar „hmmmmmm“ wenn ihr ein Posting in der von ihr adminstrierten facebook-Gruppe „Raucher in Deutschland“ nicht passt. Zu differenzierten Äußerungen reicht es in der Regel nicht. Jetzt hat Olbertz erneut zugeschlagen und der interessierten Öffentlichkeit nachgewiesen, dass man eine überragende Intelligenz bei ihr wahrscheinlich nicht finden wird:

Petra Olbertz aus Düsseldorf - Voller Durchblick in Sachen Krebs

Petra Olbertz aus Düsseldorf – Voller Durchblick in Sachen Krebs (Quelle)

Frau Olbertz hätte sich vielleicht mal die Originalstudie ansehen sollen. Da die Dame aber vermutlich kein Wort Englisch kann, wird das schwierig werden. Dort liest man nämlich:

SCIENCE: Some tissue types give rise to human cancers millions of times more often than other tissue types. Although this has been recognized for more than a century, it has never been explained. Here, we show that the lifetime risk of cancers of many different types is strongly correlated (0.81) with the total number of divisions of the normal self-renewing cells maintaining that tissue’s homeostasis. These results suggest that only a third of the variation in cancer risk among tissues is attributable to environmental factors or inherited predispositions. The majority is due to “bad luck,” that is, random mutations arising during DNA replication in normal, noncancerous stem cells. This is important not only for understanding the disease but also for designing strategies to limit the mortality it causes. (Quelle)

Für unsere Leser aus der rauchenden Fraktion mit dem bekannten Bildungs- und Fremdsprachendefizit: Die Studie wollte ermitteln, warum in bestimmten Zelltypen Krebgeschwulste wesentlich häufiger auftreten als in anderen. Das Ergebnis war, und das ist übrigens nichts Neues, dass in jenen Geweben, in denen eine höhere Zellteilungsrate auftritt auch die Wahrscheinlichkeit eines Tumorentstehens höher ist als in jenen, in denen weniger neue Zellen pro Zeiteinheit gebildet werden. Und zwar unabhängig von Umweltfaktoren.

Die Studie hat dagegen NICHT ergeben, dass Rauchen NICHT zur Krebsentstehung beiträgt.

Leider ist die Studie im SCIENCE-Magazine nur lesbar, wenn man dafür bezahlt. Aber ein anderer Autor hat sie gelesen. Er schlussfolgert:

THE GUARDIAN: If we stare at the figure from the paper, we can see that this second strategy is used to examine one effect: that of smoking on lung cancer rates. The cancer risk is 18 times higher in smokers than non-smokers. Since roughly 18 percent of the adult US population are smokers (according to the CDC), this suggests that for lung cancer, about 75 percent of the risk is due to smoking (i.e. the extra risk due to smoking is multiplied by the proportion of smokers divided by the total lung cancer risk). (Quelle)

Wer Englisch kann versteht: Das Risiko für einen Raucher an Lungenkrebs zu erkranken ist im Mittel 18 Mal höher als für einen Nichtraucher. Und 75% der Fälle an Lungenkrebs sind auf Rauchen zurückzuführen.

Ach ja, und immerhin sind 1/3 aller Krebsfälle eben doch durch Umweltfaktoren oder Lebensstil (worunter auch das Rauchen fällt) verursacht. Auch dies ist übrigens keine neue Erkenntnis. Für Raucher bedeutet dies, dass die Zellmutationen, die eine Zelle in eine Tumorzelle überführen können eben durch die mehrere Dutzend Kanzerogene im Tabakrauch ausgelöst werden und in den unterschiedlichsten Organen, die mit diesen Stoffen in Berührung kommen. Aber das muss Frau Olbertz nicht verstehen. Was auch für ihre übrigen aggressiven Rauchgenossen ebenfalls gilt.

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Leseschwierigkeiten bei Hardcorerauchern

Dass die Extremraucher, welche das bevorzugte Besprechungsthema hier im Blog darstellen, nicht zu den allerhellsten Kerzen auf der Torte gehören, ist eines meiner Dauerbrennerthemen. Ein sehr schönes und aussagekräftiges Beispiel für diese These kann man immer dann sehen, wenn Hardcoreraucher Presseartikel verlinken, die angeblich „beweisen“ sollen, dass Rauchen doch nicht so gefährlich ist, wie immer angenommen. Unser heutiger Hyperintelligenzler heißt Stephan Schön und zitiert einen Text aus dem FOCUS:

Stephan Schön über Rauchen und Krebs

Stephan Schön über Rauchen und Krebs (Quelle)

Stephan Schön: Das bedeutet aber auch, dass wer nicht raucht, auch kaum gesünder lebt, was das Krebsrisiko angeht.

Wenn Herr Schön nun den verlinkten Artikel auch gelesen UND vor allem verstanden hätte, wären ihm folgende Zeilen daraus aufgefallen:

FOCUS: […] Rauchen fördert Lungenkrebs, und zu viel Sonne kann zu Hautkrebs führen, das ist unbestritten. Das Risiko, an diesen Krebsarten zu erkranken, hat – bis zu einem gewissen Punkt – jeder selbst in der Hand. Wir können uns entscheiden, wie viel wir rauchen und trinken oder was wir essen.

[…]

Laut der Wissenschaftler aus Baltimore ist der individuelle Lebenswandel nur für neun Krebsarten entscheidend. „Das sind genau die Krebsarten, von denen man dies erwartet“, sagt Vogelstein. „Etwa Hautkrebs und Lungenkrebs.“ Wer also trotz jahrelangen Rauchens und einer Überdosis UV-Strahlung nicht an Krebs erkrankt, der hat wohl einfach Glück.

Jetzt frage ich mich in der Tat, was Herr Schön an diesen im Grunde ganz einfach geschriebenen Zeilen nicht verstanden hat.

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„Raucher in Deutschland“, Joe Cocker und der Lungenkrebs

Raucher im Allgemeinen und die versammelten Extremraucher auf dem facebook-Kanal „Raucher in Deutschland“ im Besonderen scheuen ein Thema wie der Teufel das Weihwasser: Den Tod durch Rauchen und besonders den Tod durch Lungenkrebs. Denn, seien wir doch mal ehrlich, Krebs ist halt schon irgendwie doof. Aber es ist auch klar: Krank werden immer nur „die Anderen“. Zumindest in der Theorie. Doch davon später mehr.

Bevor wir ins Thema einsteigen, hier kurz ein paar wenige Fakten: Über 90% aller Lungenkrebstoten sind Raucher obwohl die Nikotinsüchtigen nur ca. 1/4 der Bevölkerung stellen. Das Lebenszeitrisiko eines Rauchers am Bronchialkarzinom zu sterben liegt im Mittel bei ca. 16% (1 von 6). Das eines Nichtrauchers bei ca. 0,5% (1 von 200). So viel in aller Kürze. Was hat das aber nun mit dem Musiker Joe Cocker zu tun?

Die Antwort: Joe Cocker ist am gestrigen Tage seinem Lungenkrebsleiden erlegen. Woher er das Karzinom hatte, dürfte einem normalen Menschen sehr schnell einsichtig sein: Mehrere Jahrezehnte Qualm- und Suffexzess haben seine Gesundheit völlig ruiniert. Aber derlei will man im Kanal „Raucher in Deutschland“ nicht lesen:

Jce Cocker stirbt an LUngenkrebs: Reaktionen auf "Raucher in Deutschland"

Jce Cocker stirbt an Lungenkrebs: Reaktionen auf „Raucher in Deutschland“

Michael Wächter, der sich darüber echauffiert, dass Lisa Meier behauptet, Joe Cocker sein angeblich an Lungenkrebs (also der Raucherkrankheit schlechthin) gestorben, scheint eine absolute Koryphäe in Internetrecherche zu sein. Die „hanebüchene Aussage“, dass der Musiker an Lungenkrebs gestorben ist, kann man nämlich auf Dutzenden Seiten im Web nachlesen. Und wenn er es ganz genau wissen hätte wissen wollen, auf der Homepage des Sängers wäre er schnell fündig geworden:

Offizielle Webseite von Joe Cocker zur Todesursache

Offizielle Webseite von Joe Cocker zur Todesursache (Quelle cocker.com)

Wenn Herr Wächter nun auch noch etwas Ahnung in medizinischen Fragen hätte, wäre ihm klar, dass hier sogar der genaue histologische Typ des tödlichen Lungenkrebs genannt ist, ein sog. „kleinzelliges Bronchialkarzinom“. Um Herrn Wächter, der hier vielleicht mitliest, und anderen Hardcorerauchern das Googlen zu ersparen ein paar weitere Fakten, diesmal zum „SCLC“ (small cell lung cancer, wie der Krebs auf Englisch heißt):

SCLC ist die aggressivste Form des Bronchialkarzinoms. Im Schnitt verdoppelt der Tumor seine Größe alle 50 Tage. Eine Heilung ist ausgeschlossen, weil der Krebs sehr früh Metastasen setzt. Und jetzt kommt das Interessante für die passionierten „Genussfreunde“: 99,9% aller Erkrankten mit diesem Lungenkrebs sind oder waren Raucher. Daher wird SCLC auch als „typischer Raucherkrebs“ bezeichnet. Das Risiko am SCLC zu erkranken ist besonders hoch, wenn man bereits in jungen Jahren mit dem Nikotindrogenkonsum beginnt. Joe Cocker hat sich also seinen Krebs durch jahrelanges Rauchen zugezogen.

Aber derlei wollen die Schwerstabhängigen auf „Raucher in Deutschland“ natürlich nicht wissen. Daher löscht Petra Olbertz, die gerne auch mal anderen Menschen sexuelle Abartigkeiten unterstellt (Link) den Beitrag stante pede wieder. Denn „was nicht sein darf nicht sein kann“. Oder so ähnlich…

Petra Olbertz löscht Lungenkrebsbeitrag

Petra Olbertz löscht Lungenkrebsbeitrag

Fazit: Irgendwie schon saublöd, wenn man einerseits tabakdrogenabhängig ist, andererseits aber Schiss vor den Folgen der Sucht hat. Und deshalb werden wir bald wieder auf „RiD“ Dinge lesen wie „Rauchen schützt vor Lungenkrebs“ und anderen Quark mehr.

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„Netzwerk Rauchen“ – Neues aus der Bedeutungslosigkeit

Das „Netzwerk Rauchen“, eine ebenso unbedeutende wie aggressive Splittergruppe des Lungenkrebsfanatismus, hat sich mal wieder zu Wort gemeldet und veröffentlicht anlässlich der „Bundesmitgliederversammlung“ ein Pamphlet, das vom Maß der Selbstbeweihräucherung kaum noch Wünsche offen lässt. Und bereits beim ersten Querlesen erkennt man: Realismus ist nicht gerade die Kernkompetenz von Nikotinfanatikern.

Netzwerk Rauchen e.V. hat am vergangenen Wochenende in Worms einen neuen Vorstand gewählt.

Stellvertreter des wiedergewählten Bundesvorsitzenden Michael Löb (Worms) ist nun der Luxemburger Aktivist Luc Hinterscheid, Vorsitzender des A.D.D.L.F.C. (Association pour la Défense des Droits et Libertés Fondamentales des Citoyens) (Quelle)

Luc Hinterscheid aus Luxemburg muss also fortan den zweiten Vorsitzenden dieser vollkommen überflüssigen Organisation geben. Der bekannte Nikotinaktivist findet nun im „Netzwerk Rauchen“ endlich eine angemessene Heimstatt, denn zumindet im Bezug auf das Ausbringen von Beleidigungen kann der Mann aus Luxemburg es locker mit seinen Mitstreitern aufnehmen:

Luc HInterscheid aus Luxemburg beleidigt GRÜNEN Politiker

Luc HInterscheid aus Luxemburg beleidigt GRÜNEN Politiker (Quelle)

Und jetzt kommt es knüppeldicke. Ein neuer Mann betritt die Bühne, aber nicht er als Person ist der Schenkelklopfer, sondern was man mit ihm verknüpft:

Die Finanzen des Vereins betreut künftig Reinhold Weißmann aus Taunusstein, der seine Führungserfahrungen künftig dem Vereinsziel, der Verteidigung der Menschenrechte, zur Verfügung stellt.

Der sich hinter der Formulierung, Herr Weißmann würde fortan zur „Verteidigung der Menschenrechte“ einen Beitrag leisten verbergende Größenwahn hat mich dann doch etwas erstaunt. Die Herren vom „Netzwerk Rauchen“ wollen also tatsächlich die Menschenrechte verteidigen? Man glaubt es kaum, aber es scheint so zu sein. Als ob Lungenkrebs und Raucherbein ein Menschenrecht seien.

Schauen wir uns daher doch einmal an, wie „der Kampf für Menschenrechte“ nach der Lesart des Netzwerk Rauchens definiert ist. Zum einen werden Gegner des Rauchens in den 10 Jahren des Bestehens dieser Pro-Lungenkrebs-Organisation regelmäßig in den Foren dieses Vereins auf das Übelste verunglimpft, beleidigt und verleumdet. Die einschlägigen Blogs der Nikotingegner (insbesondere raucherwahnsinn.de) haben dies über Jahre minutiös dokumentiert.

So sehen also „Menschenrechte“ aus, wie sie das „Netzwerk Rauchen“ definiert. Oder halt, nein, es muss anders sein. Denn das einizge „Menschenrecht“, das diese verhaltensauffällige Truppe retten will, ist das Recht, seine Tabakdrogen immer und überall konsumieren zu dürfen. Ohne Rücksicht auf die Belange anderer. Ob es sich dabei allerdings um ein „Menschenrecht“ handelt, dürfte äußerst fraglich sein.

Rede- und Meinungsfreiheit, ein anderes Menschenrecht, gelten natürlich auch immer nur für einen selbst. Meinungsgegner werden radikal aus den Foren dieses Vereins geworfen, aber erst nachdem man sie nach Strich uznd Faden beleidigt hat. Und im Extremfalle beleidigt man sie erst und nach dem Forenrauswurf und kritischen Äußerungen auf anderen Netzplätzen verklagt man sie vor Gericht auf Unterlassung der unliebsamen Äußerungen. Was dann aber wirklich regelmäßig schief geht.

Das Team wird mit neuen Strategien die bedrohten Freiheitsrechte der Bürger verteidigen und wiederherstellen, erklärte Luc Hinterscheid: „Wir haben neue Strategien entwickelt, die bislang noch niemand angewendet hat, zumindest nicht in dieser Art und Weise. Sie werden verstehen, dass wir Einzelheiten nicht verraten wollen.“

Man darf nun wirklich gespannt sein, was diese dubisoe Organisation nun aus dem Hut zaubern will. Nach 10 Jahren vollkommener Erfolglosigkeit wäre es nun einmal an der Zeit, einen echten Erfolg im Kampf gegen den „Nichtraucherterror“ verbuchen zu können. Aber ich habe da meine Zweifel. Insbesondere die letzten Jahre sind für den krebsaffinen Kleinstverein aus Worms nicht gerade sehr erfolgreich gewesen. Man hat kein einziges Nichtraucherschutzgesetz verhindert, ein eigenes Volksbegehren gegen den Nichtraucherschutz in NRW scheiterte kläglich und man erging sich stattdessen in kleinem Hickhack und wechselseitigen Schuldzuweisungen mit anderen Organisationen des „sozialverträglichen Frühabelebens“.

Und so habe ich das Gefühl, als ob die notorischen Verlieren um den Wormser Michael Löb auch zukünftig kaum mehr zu Stande bringen werden, als sich permanent in der Öffentlichkeit lächerlich zu machen und sich bis auf die Knochen zu blamieren. Wenn sie es denn nicht vorziehen, sich vorher ihrem eigentlichen Lebenszweck anheim zu geben, dem „sozialverträglichen Frühableben“. Wie weiland der Vorsitzende einer bekannten Rauchersplitterpartei, der zu Lebzeiten im Forum des „Hetzwerkes“ kräftig mitbeleidigte, diese überaus schöpferische Tätigkeit aber leider kurz vor Vollendung des 60. Lebensjahres jäh einstellen musste, weil er „plötzlich und unerwartet“ (wobei bei Rauchern diesbezüglich „unerwartet“ eher weniger vorliegen dürfte) von seinem politischen Amt entbunden wurde.

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Hosen voll: Raucher und die Angst vor Lungenkrebs

Das Rauchen von Tabak dürfte eines der gefährlichsten Hobbys sein, das man ausüben kann. Wenn man die Inhalation von Giftgas aus verbranntem Pflanzenabfall überhaupt als „Hobby“ bezeichnen mag. Jeder zweite Raucher bezahlt seine Freizeitbeschäftigung übrigens mit dem Leben. Und die Palette der Krankheiten die man sich durch diese Sucht holen kann ist groß: Verschiedenste Krebserkrankungen, Herz- und Kreislaufkrankheiten, COPD, Schlaganfall und die akute Erblindung durch eine Makuladegenration sind aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Da stimmt es die notorischen Suchtraucher froh, dass angeblich ein Medikament entdeckt worden sein soll, das zumindest den Lungenkrebs heilen können soll:

Ronald Blumberg und seine absurden Theorien zum Lungenkrebs

Ronald Blumberg und seine absurden Theorien zum Lungenkrebs (Quelle)

Überflüssig zu sagen, dass Ronald Blumberg, der verhaltensaufällige Tabakaktivist aus Radevormwald, mal wieder komplett mit dümmlichsten Argumentationsversuchen hervorsticht. Aber Hauptsache, der „bösen“ WHO (und ihrer Antitabakpolitik) eine reingewürgt. Dass es, neben vielen anderen Dingen, eine wichtige Kernaufgabe der WHO ist, vor den Gefahren des abwegigen Hobbys des Herrn Blumberg zu warnen, diese Einsicht erwartet man von dem Herrn vergebens. Dass seine inhalative Suchtbefriedigung ein tödliches Potenzial hat, wird Blumberg natürlich wie alle Schwerstabhängigen geflissentlich ignorieren. Aber es ist nun einmal wissenschaftlich erweisen, dass Tabak jedes Jahr Millionen Menschen auf der ganzen Welt zuverlässig vom Diesseits ins Jenseits befördert..

Ein anderer sieht die Sache mit dem neuen Wundermittel aber wesentlich positiver:

„Frank_Sinatra“: Ich hoffe es, wie schön wäre die Welt wenn man ohne bedenken Tabak konsumieren kann ? „Sie haben Lungenkrebs nehmen se die Antibiotika und bleiben se ne Woche zuhause“

http://forum.netzwerk-rauchen.de/cgi-bin/YaBB.pl?num=1414753314/1#1

Tja, lieber „Frankieboy“, ob das so was werden wird darf bezweifelt werden. Erstens gibt es beim Lungenkrebs mehrere verschiedene Arten die ganz unterschiedliche Zelltypen aufweisen (SCLC, NSCLC) wobei letztere nochmal in drei Untergruppen zu unterteilen sind. Du hast also die Auswahl zwischen 4 potenziellen Killern. Das neue „Wundermedikament“ wird aber wahrscheinlich (wenn überhaupt) nur gegen eine dieser Lungenkrebasarten wirksam sein. Die anderen bringen Dich nach wie vor zuverlässig unter die Erde.

Und dann hast Du noch vergessen, dass Lungenkrebs nur eine der Krebserkrankungen ist, die Dich töten werden. Bauchspeicheldrüsenkrebs, Blasenkrebs, Kehlkopfkrebs etc. sind alles auch „nette“ Sachen bösartiger Neubildungen auf die der Raucher konsequent hinarbeitet. Von Herzinfarkt, COPD, Schlaganfall etc. ganz zu schweigen. Zweitens ist es durchaus möglich, dass die Übertragung der vielversprechenden Ergebnisse von Mäusen auf den Menschen nicht funktioniert und das Medikament entweder wirkungslos ist oder fatale Nebenwirkungen entfaltet. Du siehst also, der „passionierte Genießer“ hat insgesamt nach wie vor eine ganze Latte von Möglichkeiten früher ins Gras zu beißen. Also werden Du und Deine Qualmfreunde wahrscheinlich weiter rauchen müssen mit dem Gefühl, „Russisches Roulette“  zu spielen. Nur mit dem Unterschied, dass in der Trommel drei Kugeln sind statt einer. Viel Spaß dabei!

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Raucher und ihre Probleme

Menschen, die regelmäßig Tabak rauchen, haben wie alle Süchtigen ein zentrales Problem: Wie komme ich billig an „den Stoff“? So geht es auch „Asmo Dea“ vom Kanal des sog. „Netzwerk Rauchen“ bei facebook:

„Asmo Dea“:Als ich aus meinem Urlaub wiederkam waren die Tabakpreise in Deutschland klammheimlich wieder erhöht worden, meine Tabaksorte Javaanse Jongens white stieg von 5,90 EUR auf 6,40 EUR pro Packung 38 Gramm. Mit diesen 38 Gramm kann ich maximal 54 Zigaretten stopfen.  (Quelle)

Ach ja, die bösen Dealer haben die Droge schon wieder teurer gemacht. Da kostet ein Sargnagel die Dame im Schnitt nur ca. 11 Cent und das ist dann immer noch zu teuer. Meine Güte, gute Frau, wer einen schönen Lungenkrebs will, der muss halt auch mal was investieren! Da darf man nicht am falschen Ende sparen.

„Asmo Dea“:Ich habe mich heute umgeschaut was es sonst noch in meiner Light-Stärke so gibt und bin fündig geworden. Chee Tha gelb Nr. 72, 30 Gramm sind geschmacklich ähnlich (Virginia blend), haben einen noch geringeren Nikotinanteil und da kosten 30 Gramm nur 3,70 EUR.

Die Dame ist genial. Das neue Kraut hat also einen niedrigeren Nikotinanteil. Das hat für die Frau den Vorteil, dass der Lungenkrebs früher kommt. Denn um auf den gleichen Suchteffekt zu kommen („Nikotinkick“), muss sie nun tiefer inhalieren (d. h. auch die Lungenspitzen bekommen was ab und da kann sich dann auch ein kleines Karzinom bilden) und sie muss mehr Zigaretten rauchen. Auch hier ein klarer Vorteil für den Krebs. „Advantage, Cancer!“. Gute Entscheidung, liebe Frau „Asmo Dea“!

„Asmo Dea“:Ich habe mir also eben 100 Packungen von dem Chee Tah geordert und dabei für die fast gleiche Menge bei gleichem Rauchgenuß 270 EUR gespart.

Sie hat tatsächlich 370 Euro auf einmal für die Droge ausgegeben?. Der Dealer der Dame dürfte €-Zeichen in den Augen gehabt habe, wie Onkel Dagobert die $$$.

„Asmo Dea“:Solange die Staaten räuberisch an der Tabaksteuer verdienen, solange haben wir das Recht zu entscheiden wem wir das Geld geben! Javaanse Jongens hat überzogen ….

Ja was denn nun? Wer hat den Tabak denn so teuer gemacht? Der Staat oder der Hersteller? Na ja, bei Rauchern nach Logik zu fragen, ist wohl kein besonders sinnstiftendes Unterfangen. Schönen Krebs mit dem neuen Kraut, Frau „Asmo Dea“! Und „Gut Hust!“

 

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Wenn sich Raucher Sorgen um ihre Gesundheit machen

Rauchen macht krank. Raucher sind ständig von den verschiedensten Krankheiten bedroht, die sie sich durch den Tabakkonsum zuziehen können. Eine solche Sorge hat auch Willi Odendahl auf dem facebook-Kanal vom sog. „Netzwerk Rauchen“:

Willi Odendahl Also ich beschreibe mal meinen Tag : Aufstehen an der Haltestelle eine qualmen , am Bahnhof in der Raucherzone, auf der Arbeit auch nur draußen. Zurück das selbe , ich stehe von 4:52-16.15h draußen.Danke die Erkältung kommt bestimmt, und wenn ich Pech habe eine Lungenentzündung. (Quelle)

Ja, Erkältung und möglicherweise eine Lungenentzündung sind bedrohliche Szenarien, wogegen Lungenkrebs, Herzinfarkt, Schlaganfall oder COPD (alles typische Raucherkrankheiten) von ihrer Gefährlichkeit massiv dahinter zurücktreten.

Also, Willi, dann hoffen wir mal, dass der nächste Schnupfen Dich nicht umbringt! Gute Besserung!

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Quatschen für den Qualm

Im Moment fühlt sich wohl jede Nikotinikerorganisation und jedes Mitglied derselben, das noch halbwegs verständlich husten kann, bemüßigt eine „Stellungnahme“ zum Ende des Rauchervolksbegehrens in NRW abgeben zu müssen. Hier mal die 2 aktuellen Veröffenrtlichungen der verschiedenen Grüppchen der Lungenkrebsfreunde:

Bla-Bla-Blubb für den Lungenkrebs 2

Bla-Bla-Blubb für den Lungenkrebs 2 (Quelle)

Bla-Bla-Blubb für den Lungenkrebs I

Bla-Bla-Blubb für den Lungenkrebs I (Quelle)

Ach ja, ich habe den Quatsch nicht gelesen, kenne aber trotzdem den Inhalt:

  • WIR sind die Guten!
  • Schuld sind DIE ANDEREN!!!
  • DIE sind böse, egoistisch, machtgeil, geldversessen und total doof!
  • Wir wollen weitermachen für das „sozialverträgliche Frühableben“! Macht bei UNS mit! Und nur bei UNS!
  • Bla-Bla-Blubb!
  • Hust, Röchel, Rotz!

Und, hatte ich Recht?

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Schlagabtausch unter den Freunden von Herzinfarkt und Lungenkrebs (I)

Der Brandbrief, den der auch in Pro-Krebs-Kreisen hochumstrittene  Raucheraktivist Ronald Blumberg aus Radevormwald gestern auf facebook veröffentlichte (Bericht auf diesem Blog), hat eingeschlagen wie eine (Rauch-)Bombe. Auf allen Kanälen der Krebsfreunde überschlagen sich die Stimmen. Besonders gut läuft die Party auf dem Kanal des bekannten „Netzwerk Rauchen“, ist doch der von Blumberg angegriffene Christoph Lövenich der ehemalige Chefqualmer dieser radikal-kanzerogenen Splittergruppe.

Wir haben heute alles im Programm. Fangen wir vielleicht mal mit einer kleinen verschwörungsthoerie an:

Trude Pozo Vento könnte es vielleicht sein, dass es einen „Auftrag“ gab, der in Wirklichkeit das Ziel hatte, den Widerstand gegen das NiRSchG zu unterlaufen um mögliche Initiativen, wie z.B. das Volksbegehren, auf alle Fälle zu verhindern???? Das ist ja inzwischen eine gängige und leider erfolgreiche Methode, alles, was nicht systemkonform ist, auszuschalten und im Keim zu ersticken… (Quelle)

OK, das ist nicht schlecht. Durchgeknallte Qualmfanatiker glauben immer gerne an solche Dinge. Meistens tragen sie aber dicker auf, dann ist gleich die ganze „New World Order“ Schuld am Dilemma oder „Antiraucher“ sind ganz einfach „Reptos“. Aber die Äußerung von der Trude war ein netter Einsteig.

Michael Löb, vom „Netzwerk Rauchen“ selbst, der bereits vor ein paar Tagen heftig mit Blumberg aneinandergerasselt war, fühlt sich ebenfalls bemüßigt, etwas zum Thema beizutragen:

Michael Löb Zu diesen üblichen spalterischen Aktivitäten unter Verwendung von Falschinformationen erübrigt sich aus Sicht des Aktionsbündnisses »NRW genießt!« eine Kommentierung.
Trotz wiederholter derartiger Versuche, das Volksbegehren zu hintertreiben, beschreiten wir kontinuierlich den Weg zum angestrebten Ziel.
(Quelle)

Man gewinnt den Eindruck, dass wie im Kultfilm „Das Leben des Brian„, hier die „Judäische Volksfront“ und die „Volksfront von Judäa“ aufeinander eindreschen. Auch im Film fiel übrigens das Wort „Spalter!“ in einer Szene. Damit war aber die „Populäre Front“ gemeint. Und dann wäre noch zu fragen, was das „angestrebte Ziel“ ist, über das Michael Löb schreibt. Lungenkrebs, Herzinfarkt oder Raucherbein? Oder gleich alles drei?

Kai-Michael Pietza So ein Schreiben verunsichert und verprellt viele innerhalb unserer Bewegung!

Ach Kai, Eure „Bewegung“ ist doch tot. Hast Du das denn noch nicht gemerkt? Und von „Bewegung“ zu sprechen, bei Leuten, die sogar schon Probleme haben, 10 Meter zur Kneipentür zu laufen, ist wenig intelligent. Findest Du nicht?

Simon Riek Was für ein Futter für die Antis

Korrekt, Simon. Wir lachen uns schon schlapp. Mal schauen, was Destruxol zu Eurem Debakel schreibt. Der geht auch immer gut zur Sache ran! Muhahaha!

Simon Riek Welch Unsinn, Uh Ha. Diese Veröffentlichungen sind absoluter Schwachsinn und schwächen nur die Bewegung der Raucheraktivisten.

„Bwegung der Raucheraktivisten“? Welche Bewegung? Gestatten, dass ich lache?Im Moment ist doch eher Auflösung befohlen.

— SCHNITT! —

Nachdem Ronald Blumberg nun die endgültige Spaltung der „Raucherbewegung“ eingeleitet hat, folgt der zweite Teil der „Operation divide et impera“. Blumberg versucht Anhänger um sich herum zu scharen und sie von „NRW genießt“ loszueisen. Jede kaputte Lunge zählt. Jeder, der noch halbwegs husten kann: Ab zu Ronald in das Splittergrüppchen vom Splittergrüppchen!

Anhänger und Unterstützer verzeifelt gesucht! By Ronald Blumberg

Anhänger und Unterstützer verzeifelt gesucht! By Ronald Blumberg. (Quelle)

Na dann, Ronnie, let’s go! OK, nach 1 Std. waren zwar noch nicht viele Verzweifelte an Deiner Seite, aber das kann ja noch werden!

Edit: Eine Frage stelle ich mir gerade: Was treibt Blumberg eigentlich an? Ist es schierer Größenwahn? Oder will er auch „mal jemand sein“ in der „Bewegung für das sozialverträgliche Frühableben“? Oder hat er irgendwas geraucht, was ihm noch weniger gut tut als normaler Tabak?

(Wird fortgesetzt)

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Wir erklären „Tamy Schalke“ den Lungenkrebs

Es ist ja grundsätzlich eine gute Sache, wenn sich Raucher Gedanken zur potenziellen Tödlichkeit ihrer Sucht machen. Gar nicht gut ist es aber, wenn man dabei auf halbem Wege stehen bleibt. Nehmen wir z. B. „Tamy Schalke“ auf dem Kanal „Netzwerk Rauchen“ bei facebook:

Tamy Schalke: Komisch, damals war die Lungenkrebsrate wesentlich niedriger, bei wesentlich mehr Rauchern/innen…. http://grieshaber.wordpress.com/

Tamy Schalke - Eine Raucherin denkt nach über Lungenkrebs.

Tamy Schalke – Eine Raucherin denkt nach über Lungenkrebs.

Also Tamara, den Grieshaber zu zitieren ist keine wirklich gute Idee. Den Mann nimmt in der Wissenschaftswelt keiner ernst. Und „Netzwerk Rauchen“ & Co. sind eben nun mal leider nicht die Wissenschaft. Hier habe ich mal zwei Artikel geschrieben, die Dir zeigen, warum Grieshaber Unsinn erzählt:

http://peterrachow.wordpress.com/category/romano-grieshaber/

Kurz gefasst: Es ist wissenschaftlich unhaltbar, so wie der von militanten Rauchern hochverehrte Herr Grieshaber es tut, einfach ein paar Kurven (hier die Raucherprävalenz und die Lungenkrebsrate nach Ländern separiert) gegeneinander zu legen und andere medizinische und sozioökonomische Faktoren aus der Betrachtung zu lassen.

Und ein weiterer Kardinalfehler ist es, wenn dieses Übereinanderlegen der beiden Kurven ein Ergebnis hervorbringt, dass auf den ersten Blick widersprüchlich ist, in der Folge davon auszugehen, dass Lungenkrebs eben nicht in seiner Mehrzahl vom Rauchen erzeugt wird. So geht kein seriöser Wissenschaftler vor. Grieshaber dagegen schon. Aber den Suchtrauchern reicht sowas i. d. R. schon aus. Mehr würden die meisten eh nicht verstehen.

Tamy Schalke: Eigentlich ist es gefährlich alle Lungenkrebserkrankungen auf das Rauchen zu schieben, denn so verliert man aus den Augen warum die Menschen in WIRKLICHKEIT an Lungenkrebs erkranken, und niemand kümmert sich mehr um die wahren Gründe und die darausfolgende Prävention.

Ich habe vor einigen Tagen einen uralten Artikel im SPIEGEL gelesen, der jetzt ganz gut passt:

DER SPIEGEL: Die Mehrheit der Wissenschaftler mochte diese unergiebige Interpretation nicht akzeptieren. (Gemeint ist eine pseudowissenschaftliche Erklärung, warum Raucher verstärkt an Lungenkrebs erkranken, PR) Und der amerikanische Experte Dr. Ernest L. Wynder führte sie ad absurdum. Er durchforschte die Krankenberichte von Patienten, die in den Hospitälern der „Siebenten-Tags-Adventisten“ gelegen hatten, einer religiösen Sekte, die ihren Anhängern das Rauchen verbietet.

Diese Krankenhäuser nehmen sowohl Sektenmitglieder als auch Andersgläubige auf. An Lungenkrebs litten, wie Wynder in seiner Untersuchung feststellte, Protestanten und Katholiken, Juden und Atheisten, aber keine Adventisten – mit Ausnahme von zwei Sektenmitgliedern, die erst kurz zuvor konvertiert waren und bis zu ihrem Glaubenswechsel stark geraucht hatten. (Quelle)

Eine interessante Beobachtung, die gewisse Schlussfolgerunge nahelegt. Ich verweise Dich weiterhin auf die berühmte Studie von Doll, Hill und Peto die über mehrere Jahrzehnte ein großes Kollektiv untersucht haben und ermitteln konnten, dass das individuelle Lungenkrebsrisiko mit der Anzahl der im Leben gerauchten Zigaretten stark assoziiert ist. Einem vernünftigen Menschen sollte das eigentlich genügen.

Hier noch mehr Lesestoff für Dich und Deine Raucherfreunde:

A Alberg, J Samet: A single etiologic agent, cigarette smoking, is by far the leading cause of lung cancer, accounting for approximately 90% of lung cancer cases in the United States and other countries where cigarette smoking is common.Compared to never-smokers, smokers have about a 20-fold increase in lung cancer risk at present. (Quelle)

Na ja, wahrscheinlich liegt es doch eher an der „mentalen Stärke“:

Norman Hain:  Ob Du rauchst oder nicht, spielt nur eine sekundäre Rolle. Mentale Stärke können sowohl Raucher als auch Nichtraucher haben und beide Gruppen erkranken mehr oder weniger aufgrund fehlender psychischer Stabilität. (Quelle)

Yep. Ich glaube, diese Erklärung ist wissenschaftlich korrekt.

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Lesetipp: Was man vor 50 Jahren über das tödliche Potenzial des Rauchens wusste

In der Onlinebibliothek des SPIEGEL ist ein Artikel aus dem Jahre 1964 abrufbar, der spannend erzählt, wie die Zigarette durch wissenschaftliche Akribie als Megakiller enttarnt wurde. Besonders interessant ist, wie der Zusammenhang von Lungenkrebs und Rauchen herausgearbeitet wurde. Ein kleiner Grundkurs in Epidemiologie, den vielleicht auch der eine oder Qualmfreund verstehen wird.

Vom Livestylegegenstand zur Killerdroge: Rauchen (DER SPIEGEL)

Der Artikel ist auch als PDF abrufbar. Besonders lustig ist die Karikatur auf Seite 68. Sie erinnert an die „Argumentation“ vieler bekannter Qualmfanatiker aus den einschlägigen Suchtforen bei facebook.

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„Ein Dach für Raucher“

Angesichts der himmelschreienden Ungerechtigkweit, die dem Kettenraucher Friedhelm Adolfs aus Düsseldorf widerfuhr (wir erinnern uns: Der Mann droht aus seiner Wohnung zu fliegen, weil er seine Räumlichkeiten nicht lüftete, alle Fenster wochenlang geschlossen hielt und seinen Qualmgestank zwangsweise ins Treppenhaus freisetzte –  Link) fühlt sich das „Netzwerk Rauchen“, eine aggressiv auftretende Organisation von Nikotindrogenanhängern, dazu bemüßigt, ebenfalls ein Spendenkonto für Herrn Adolfs zu eröffnen. Motto: „Ein Dach für Raucher„.

Michael Löb vom „Netzwerk Rauchen“: Wer helfen kann und will: bitte spenden und/oder teilen. Danke für Friedhelm Adolfs und alle anderen, die in einer ähnlichen Situation sind oder vielleicht kommen werden! Die Netzwerk Rauchen Aktion „Ein Dach für Raucher“ wird im Rahmen des finanziell möglichen jeden unterstützen, der auf Grund seiner Lebensgewohnheiten durch Kündigung der Wohnung oder ähnliches bedroht wird.  (Quelle)

Apropos „Ein Dach für Raucher“. Da muss man doch gar nicht spenden, sowas gibt es gibt es doch schon lange:

Hier klicken!

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Niederlande: Komplettes Rauchverbot in der Gastronomie

Auch in den Niederlanden lässt der Nichtraucherschutz fortan keine faulen Kompromisse mehr zu. Die Zweite Kammer des Parlaments der Niederlande beschloss mehrheitlich, alle Ausnahmen des bisher geltenden Nichtraucherschutzes zu streichen. Bei den versammnelten Nikotinfreunden aus dem „Netzwerk Rauchen“-Kanal bei facebook geht die übliche Lamentierei los.

Jürgem Vollmer drischt erstmal seine Standardphrase. Das muss er tun, das Publikum erwartet es einfach:

Jürgen Vollmer: Hätte nicht gedacht, dass sich unsere Nachbarn mehrheitlich dem Prohibitions-Faschismus unterwerfen …  (Quelle)

Ein Faschismsus-Punkt geht damit wieder mal an Jürgen Vollmer aus Marburg. Aber mehr auch nicht. Jürgen, Du warst schon mal wesentlich kreativer!

Aber egal, wie weit die widerliche Qualmerei noch zurückgedrägt wird, es gibt immer einen Nikotinisten, der noch Hoffnung schöpft. Diesmal ist es Manfred Goldmann:

Manfred Goldmann: Ich habe die Holländer für intelligenter gehalten. Aber wir Raucher holen uns die Lokale zurück – Rauchverbote werden ein Fehler in der Geschichte sein. Denn so dumm kann die Menschheit gar nicht sein! Irgendwann schlägt das Pendel zurück.

Ja, Manni. Und im Himmel ist Jahrmarkt, gelle!

Rudolf Haab: Die Intelligenz macht keinen unterschied in Nationalitäten.

Hier fällt mir eigentlich zum Thema „Intelligenz“ eigentlich nur folgende Frage ein: Wie intelligent ist es denn, sich chemisch behandelte Pflanzenabfälle anzuzünden und durch das Inhalieren der entstehenden Brandgase langfristig schwer krank zu werden?

Nachtrag: der verhaltensauffällige Ronald Blumberg aus Radevormwald muss auch noch was beitragen. Wieder einmal fällt dem ehemaligen Werkzeughändler aber nicht mehr ein als einen Rauchgegner in Naziuniform darzustellen. Und wie immer erscheint die Schmähung auf „Raucher in Deutschland“, dem Kanal auf facebook, wo der Rauchermob fröhlich zum Rechtsbruch aufruft, solchen begeht und beklatscht oder einfach nur Rauchgegner gepflegt beleidigt und niedermacht.

Ronald Blumberg- Rauchgegner sind Nazis

Ronald Blumberg- Rauchgegner sind Nazis

Prima, Ronald Blumberg. So sieht echte Intelligenz aus!

Aber egal was die Tabakdrogenfreunde jammern mögen, die Entscheidung den stinkenden Qualm vor die Tür zu verbannen, ist die richtige.

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Tabakkonsum, Lungenkrebs und Rauchergeschwätz

In meinem gestrigen Artikel habe ich gezeigt, welche statistisch fragwürdigen Klimmzüge ein Herr Romano Grieshaber machen muss, um „zu beweisen“, dass Rauchen und Lungenkrebs nichts oder zumindest nur wenig miteinander zu tun haben. Wenn man diesen Aufwand nicht treiben will sondern ganz einfach bei den Fakten bleiben möchte, tut man folgendes: Man stellt den Zigarettenkonsum (pro Kopf-Konsum) über mehrere Jahrzehnte der Anzahl der Lungenkrebsneuerkrankungen gegenüber:

Raucherquoten -> Lungenkrebserkrankungen

Tabakkonsum -> Lungenkrebserkrankungen (Quelle cancer.org)

Man erkennt sehr gut, wie die Lungenkrebsrate dem Zigarettenkonsum recht präzise mit einer Phasenverschiebung von ca. 35a hinterhereilt. Wir erinnern uns: Lungenkrebs hat eine Latenzzeit von 30 bis 40 Jahren zwischen Rauchbeginn und Erstdiagnose der Krankheit.

Damit ist übrigens auch der Unsinn widerlegt, den man manchmal aus Kreisen militanter Raucher hört und der in etwa lautet: „Wie kann es sein, dass die Lungenkrebsrate steigt, wenn die Zahl der Raucher sinkt?“. Den Begriff „Latenzzeit“ wollen diese Herrschaften aber bitte selbst ergooglen.

Durch die beiden korrespondierenden Kurven ist übrigens noch nicht bewiesen, dass Rauchen tatsächlich Lungenkrebs auslöst. Es ist aber aufgzeiegt, dass Rauchen und Lungenkrebs in einem bestimmten Verhältnis stehen. Und das würde mir als Raucher reichen, damit aufzuhören. Wobei dieses Aufhören wiederum eine Frage der individuellen Intelliegnz ist.

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Romano Grieshabers Pseudowissenschaft – Kaffeesatzlesen mit Lungenkrebs

Über Romano Grieshaber ist in der Raucherszene in den letzten Jahren viel geschrieben worden. Der Emeritus, der in seiner aktiven Berufszeit Präventionsleiter bei der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) war, ist eine wissenschaftlich hochumstrittene Person. Er ist einer der wenigen Wissenschaftler, die tatsächlich leugnen, dass Passivrauchen zu Gesundheitsschäden führt.

Seine entsprechenden Veröffentlichungen haben bei den militanten Hardcorerauchern in den letzten Jahren für erhebliche Ausschüttung von Glückshormonen gesorgt. Von ernsthaften Forschungseinrichtungen wie dem dkfz in Heidelberg wird Grieshaber dagegen belächelt und ob seiner wirren Thesen nicht ernst genommen. Andere Berufsgenossenschaften distanzieren sich von ihm und seinen in der Tat abstrusen Veröffentlichungen (Link).

Nebenbei betätigt sich Grieshaber immer wieder als Blogger um dort seine Thesen zum Rauchen und den gesundheitlichen Folgen, die er in der Regel verkleinert und relativiert, zu präsentieren. Unlängst ist ein neuer Artikel von ihm erschienen, den ich hier nachfolgend besprechen will:

http://grieshaber.wordpress.com/2014/06/26/stellen-sie-sich-vor/

Zuerst will ich vorausschicken: Ich halte es eher für unwahrscheinlich, dass das hier verlinkte Referat von Grieshaber selbst verfasst wurde. Es ist derartig haarsträubend zusammengeschustert und bedient sich einer Methodik (wenn man diese überhaupt so nennen mag), die weniger von einem ein promovierten Mediziner denn von einem vollkommenen wissenschaftlichen Laien stammen dürfte.

In dieser Ausarbeitung versucht Grieshaber (oder eben jemand der sich seines Namens bedient) zu beweisen, dass das inhalative Tabakrauchen weit weniger kausal für die Entwicklung eines Bronchialkarzinoms sein kann als man gemeinhin annimmt. Ich erinnere jedoch einmal kurz vorher an die gesicherten Fakten zur Relation von Rauchen und Lungenkrebs:

  • Bei Männern liegt der Anteil der Raucher an den Lungenkrebspatienten bei ca. 90%, bei Frauen bei ca. 60%. (Quelle RKI)
  • Das Lebenszeitrisiko eines Rauchers an Lungenkerbs zu erkranken liegt zwischen 10 und 16% (Quelle krebsinformationsdienst.de)
  • Etwa 10-15% der Lungenkrebsfälle stehen NICHT im Zusammenhang mit Rauchen.
  • Das Lebenszeitrisiko eines Nichtrauchers an Lungenkrebs zu erkranken liegt im Mittel bei ca. 0,5%

(Mehr Informationen)

Grieshaber stellt nun zuerst einmal verschiedene Grafiken nebeneinander, die den Raucheranteil in den USA und Deutschland an der Gesamtbevölkerung seit den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts zeigen. Man erkennt, dass der Raucheranteil in beiden Ländern als Funktion der Zeit abnimmt. Daraus nimmt sich Grieshaber dann einige Zahlentupel heraus:

Raucheranteil Männer:

  • 1950: USA: 50+%, Deutschland ca. 70%.
  • 1995: USA: 33%, Deutschland : 39%.
  • 2005: USA: 26%, Deutschland : 35%.

Dabei stellt er dann fest, dass der Raucheranteil in den USA über die Jahrzehnte hinweg konstant geringer war als in Deutschland.

Raucheranteil an der Gesamtbevölkerung (Männer)

Raucheranteil an der Gesamtbevölkerung (Männer)

Dann folgt die nächste Grafik. Grieshaber stellt die Lungenkrebstodesfälle in den USA jenen in Deutschland gegenüber (Link). Man erkennt auf dieser Grafik, dass die Sterblichkeitsquote durch das Bronchialkarzinom in den USA konstant geringfügig höher ist als in Deutschland, während es bei der Raucherprävalenz umgekehrt ist. Grieshaber stellt jetzt eine Frage, bei deren ich Lesen ich mir ernsthaft an den Kopf gefasst habe. Warum sage ich später.

Romano Grieshaber: Warum lag die Rate der Lungenkrebs-Todesfälle in den USA eigentlich über vierzig Jahre hinweg höher als in Deutschland, obwohl doch hier der Raucheranteil seit fünfzig Jahren höher und zeitweise sogar sehr viel höher lag als im Heimatland der Tabakkontrolle?

OK, aber wir wissen aber nun schon mal in welche Richtung Grieshaber will. Anschließend versucht er das gleiche Vorgehen mit den weiblichen Raucherinnen bzw. Lungenkrebspatientinnen. Dort passe laut Grieshaber die Raucherquote noch weniger zur Lungenkrebsrate:

Romano Grieshaber: Dieser Kurvenverlauf passt noch viel weniger als der bei den Männern zur Entwicklung des Rauchverhaltens. Auf dem dortigen Höhepunkt der Lungenkrebssterblichkeit Mitte der neunziger Jahre starben fünfmal so viele Amerikanerinnen an Lungenkrebs als Deutsche, obwohl der Anteil der Raucherinnen in Deutschland seit den Nachkriegsjahren zwar niedriger lag als in den USA, aber nie so viel niedriger, um diese Differenz erklären zu können.

Danach zieht er noch russische Daten bei und kommt nach einiger Zeit zu ein paar sehr aufschlussreichen Schlussfolgerungen:

Romano Grieshaber: Angesichts der vorgelegten Zahlen behaupte ich, Rauchen wird bei der Entstehung von Lungenkrebs über- und andere Faktoren werden unterschätzt. Die Suche nach den Faktoren, die bewirken

dass in den USA trotz geringerer Raucherzahlen Lungenkrebs häufiger als in Deutschland auftritt
– dass in Russland von den Männern so viel geraucht wird wie eh und je und dennoch die Erkrankungshäufigkeit sinkt
– dass Frauen in den USA fast doppelt so häufig wie deutsche an Lungenkrebs erkranken, obwohl der Anteil der Raucherinnen bei ihnen seit ca. zwanzig Jahren gleich hoch oder niedriger liegt und schon in den sechziger Jahren nie mehr als maximal 50 % höher lag
– und sogar mehr als viermal so häufig wie Russinnen von Lungenkrebs betroffen sind,
– obwohl sich der Bevölkerungsanteil der Raucherinnen in Russland seit 1992 mindestens verdoppelt hat, während gleichzeitig die Zahl der Lungenkrebserkrankungen sinkt,

(Hervorherbung von mir)

Und nun erkennt man auch den eklatanten Fehler in der haarsträubenden Methodik des Romano Grieshaber. Er hält einfach Mortalitätsraten und Raucherprävalenz unterschiedlicher Länder gegeneinander und verkennt vollkommen, wie viele Umstände letztlich bei einem multifaktoriellen pathologischen Geschehen wie dem Entstehen des Bronchialkarzinoms zum Tragen kommen und welchen Einflüssen zusätzlich die Mortalitätsrate unterliegt. Des Weiteren setzt Grieshaber unzulässigerweise zwei Dinge gleich: Das Auftreten des Bronchialkarzinoms (vor allem bedingt durch das inhalative Tabakrauchen), also die Inzidenz, und die Sterblichkeitsrate, die Mortalität. Diese beiden unterschiedlichen Dinge werden beeinflusst durch eine ganze Reihe Parameter::

1. Die Zahlen des Herrn Grieshaber  sagen nur etwas über den jeweiligen Raucheranteil aus. Was nicht erfasst wurde, sind die Rauchgewohnheiten. Also i. W.

  • Wie viele Zigaretten konsumieren die Menschen im Laufe ihres Lebens bis es zum Lungenkrebs kommt? Den Begriff „Pack Years“ zumindest als Näherungsgröße sucht man bei Grieshaber vergebens.
  • Welche Tabaksorten wurden geraucht?
  • Wurden ungefilterte Zigaretten, Filter-, Light- oder andere Zigaretten bevorzugt?
  • Welche Inhalationstiefe wird dadurch bevorzugt? („Light“ konsumenten inhalieren tiefer, Bronchialkarzinome entstehen dann bevorzugt in der Lungenperipherie und sind daher schwerer zu entdecken)
  • etc.

2. Wie ist die Gesundheitsversorgung in den jeweiligen Ländern geregelt? Bis zur Einführung von Obama care hatten viele Amerikaner gar keine Krankenversicherung. Dies betrifft besonders die unteren Sozialschichten mit ihrer traditionell hohen Raucherprävalenz. Daraus ergibt sich zwingend, der nächste Punkt:

3. Wie weit war das Bronchialkarzinom schon fortgeschritten als es diagnostiziert wurde?

4. Wann haben die Mitglieder des Kollektives mit dem Rauchen begonnen? Wer jünger anfängt, hat z. B. ein größeres Risiko am besonders aggressiven Kleinzelligen Bronchialkarzinom (SCLC) zu erkranken. Damit steigt auch die Sterblichkeitsrate. Somit entsteht zwingend gleich die nächste Frage:

5. Wie sind die Karzinome histologisch verteilt (SCLC vs. NSCLC)? Daran ermessen sich die Heilungschancen.

6. Wie wirken sich die unterschiedlichen Behandlungschemata aus, die als Standardtherapie gefahren werden?

7. WO wurden die Patienten bevorzugt behandelt? In kleinen Krankenhäusern oder in hochspezialisierten Fachkliniken?  Die Mortalitätsrate ist entscheidend abhängig von der Kompetenz des Behandlungszentrums.

8. Lungenkrebs ist auch eine Folge von Ernährungsweisen. Menschen mit einer Diät, die arm an Obst und Gemüse ist, erkranken häufiger (Quelle=> EPIC-Studie). Hier bestehen erhebliche Unterschiede zwischen den USA und Deutschland.

9. Welchen Stellenwert hat die Nachsorge? Gerade beim Lungenkrebs, der häufig früh Metastasen setzt, ist eine sorgfältige und dichte Nachkontrolle bei initial therapierten Patienten unabdingbar. Je früher das Auftreten eines Rezidiv erkannt wird, desto früher kann eine neuerliche Therapie eingeleitet werden.

Man sieht schon aus diesen wenigen Fragen, dass es vollkommener Unsinn ist, lediglich Zahlen von Raucherprävalenz  und Mortalität des Bronchial-Ca. ländervergleichend gegeneinander zu stellen, wie Grieshaber es tut. Ohne weitere Parameter wie sozio-ökonomische und medizinische Faktoren einzubeziehen und damit ohne valides Studiendesign, ist das, was Grieshaber betreibt, nichts anderes als einfaches Lesen im Kaffeesatz. Und es ist einfach nur peinlich.

(C) 2014 Peter Rachow

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Sie ritten in den Sonnenuntergang – und in den Tod

Wayne McLaren dürfte er bekannteste von Ihnen gewesen sein. Hoch zu Pferde, auf donnernden Hufen, ritt er durch die Prärie. Die Zigarette dabei stets lässig im Mundwinkel. Sein Ende dagegen war wesentlich weniger cool anzusehen. Wayne McLaren starb im Alter von 52 Jahren an Lungenkrebs. Aufgedunsen vom Cortison, das er zur Verkleinerung der tumorbedingten Entzündungen und Schwellungen bekam, lag er im Sterbebett mit der Sauerstoffsonde in der Nase.  Auf eben diesem Sterbebett sagte er einem Reporter: „Ich habe die letzten Monate meines Lebens unter dem Sauerstoffzelt gelebt. Und ich sage Ihnen, das war es nicht wert.„. Eine Woche später war er tot. 25 Jahre Rauchen hatten ausgereicht, ihn umzubringen.

Erraucht hatte er sich den tödlichen Krebs durch die Produkte seines Brötchengebers, der Firma Philipp Morris. McLaren war eine Ikone für deren Marke „Marlboro“. Er war „Marlboro Cowboy“. Cool, lässig, hart. Unverwundbar. Sehr plastisch nachgezeichnet wird Wayne McLarens Leiden und Sterben in dem Film „Komm ins Land der Leichen„. Ein sehenswerter Film.

Seinen Kollegen hoch zu Ross ging es nicht besser. Der letzte Marlboro-Mann, der das Zeitliche gesegnet hat, war Cowboydarsteller Eric Lawson, welcher in den  70ern und 80ern des letzten Jahrhunderts den Cowboy gab. Er starb Anfang 2014 an einer durch das Rauchen verursachten Lungenerkrankung und wurde nur 72 Jahre alt. Dafür hatte er das Rauchen mit 14 Jahren begonnen. Ein „genussreiches“ Leben fand ein mehr oder weniger röchelndes Ende. „Er wusste, dass die Zigaretten ihn im Griff hatten„,  sagte seine Witwe Susan Lawson der Nachrichtenagentur AP nach seinem Tod. „Er wusste es, aber er konnte nicht aufhören„.

Am längsten überlebte noch David Millar, einer der ersten Marlboro-Männer, der in den 50er Jahren im Fernsehen für die tödlichen Produkte von Philipp Morris warb. Er wurde immerhin 81. Dann war auch für ihn aufgrund eines Lungenemphysems der Ritt durch die weite Prärie unwiderruflich zu Ende.

David McLean, Marlboro-Mann vor McLaren, starb 1995 mit 73 ebenfalls an Lungenkrebs. In einem Gerichtsverfahren, das seine Witwe angestrengt hatte kam, wurde folgendes erwähnt: Während der Werbedrehs musste McLean Marlboro-Zigaretten rauchen.  Teilweise bis zu 5 Packungen pro Drehtag, denn es dauerte sehr lange bis die Asche genau so fiel und der Rauch genau so aufstieg, wie der Regisseur es wollte.

Wayne McLaren, David McLean, David Millar und Eric Lawson waren Opfer des wohl tödlichsten Konsumproduktes, das handelbar ist. Das Produkt, für das sie ritten, hat sie alle aus dem Sattel geholt.

Einer der Marlboro-Cowboys hat übrigens überlebt. Er wurde 88 Jahre alt. William Thourlby hat aber nie im richtigen Leben geraucht.

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Ausgewählte Studien zur Gesundheitsgefährdung durch Passivrauchen

Für Herrn „Raucher“, der hier kommentiert hatte:

Herr Rachow, ich vermute, bei den von Ihnen angesprochenen “wissenschaftlichen Studien zur Schädlichkeit von Passivrauchen”, handelt es sich unter anderem um diese sagenumwobene Studie mit 3301 Passivrauchtoten ? Das ist in der Tat eine sehr wissenschaftliche Studie ! Rachowmode: Muhahaha

Nein, Herr Raucher, aber schauen Sie doch einfach mal diese kleine Sammlung von Quellen an:

Ausgewählte Studien zur Gesundheitsgefährdung durch Passivrauchen

von Peter Rachow

Ein neuer Begriff geistert durch die rauchgetrübte Welt des „Netzwerk Rauchen“ und anderer Organisationen der Hardcorenikotiniker: Die sog. „Passivrauchlüge“. Passivrauchen soll nach der (unmaßgeblichen) Meinung  dieser Damen und Herren vollkommen ungefährlich sein. Die ernsthafte Wissenschaft ist komischerweise anderer Meinung. Hier habe ich einige Studien gesichtet und kurz zusammengefasst:

Mehr Material findet sich übrigens auch hier: http://tabakblog.de/tag/passivrauchen/

 

Studieninhalt Autor(en) Ergebnis in Kurzfassung URL
Passvirauchen erhöht das Risiko an Kleinzelligem Lungenkrebs (SCLC) zu erkranken Kim, Lee et. al. PAssivrauchen erhöht generell das Lungenkrebsrisiko. Besonders signifikant ist die Risikoerhöhrung beim SCLC, einer besonders aggressiven Tumorart, die sonst nur bei Rauchern auftritt. http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ijc.28835/abstract
Passivrauch führt vermehrt zu Karies bei Kindern: Aligne, Moss et.al. „There is an association between environmental
tobacco smoke and risk of caries among children. Reduction of
passive smoking is important not only for the prevention of many
medical problems, but also for the promotion of children’s dental
health.“
http://jama.ama-assn.org/cgi/content/abstract/289/10/1258
Passivrauchexposition setzt die Lungenfunktion beim Erwachsenen herab: Xu und Li „When ETS exposure was measured by the cigarettes smoked by other
household members at home per day, an exposure-response association
with FEV1 and FVC was again statistically significant. In conclusion,
this study demonstrated that there is a significant association between
exposure to ETS and reduced levels of FEV1 and FVC in adults, and
such an association is dose-dependent.“
http://ajrccm.atsjournals.org/cgi/content/abstract/151/1/41
Passivrauchexposition verschlechtert die Elastizität der Aorta Stefanadis, Vlachopoulos et. al. „Conclusions: Both passive and active smoking are associated with an
acute deterioration in the elastic properties of the aorta. This
association between exposure to tobacco smoke and aortic elasticity
indicates that aortic function deteriorates during passive or active
smoking.“
http://www.annals.org/cgi/content/abstract/128/6/426
Passivrauchexposition führt zu Glucoseintoleranz Houston, Person et. al. „These findings support a role of both active and passive
smoking in the development of glucose intolerance in young adulthood.“
http://www.bmj.com/cgi/content/abstract/332/7549/1064
Passivrauchexposition erhöht das Lungenkrebsrisiko R C Brownson, M C Alavanja, E T Hock and T S Loy „Ours and other recent studies suggest a small but consistent
increased risk of lung cancer from passive smoking. Comprehensive actions
to limit smoking in public places and worksites are well-advised.“
http://www.ajph.org/cgi/content/abstract/82/11/1525
Passivrauchexposition erhöht das Lungenkrebsrisiko Richard Taylor*, Farid Najafi and Annette Dobson „Conclusions The abundance of evidence, consistency of finding across
continent and study type, dose–response relationship and biological
plausibility, overwhelmingly support the existence of a causal relationship
between passive smoking and lung cancer.“
http://ije.oxfordjournals.org/cgi/content/abstract/36/5/1048
Passivrauchexposition erhöht das Risiko für Koronare Herzkrankheit Kawachi, Colditz et. al. „Despite the fact that exposure to passive smoking was
assessed by self-report and only at baseline (as well as other limitations),
these data suggest that regular exposure to passive smoking at home
or work increases the risk of CHD among nonsmoking women.“
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9170399
Passivrauchexposition erhöht das Risiko für Kinder an TB zu erkranken den Boon, Verver et. al. „Passive smoking is associated with M tuberculosis
infection in children living in a household with a patient with
tuberculosis. More studies are needed to confirm this observation,
but the possible association is a cause of great concern, considering
the high prevalence of smoking and tuberculosis in most developing
countries.“
http://pediatrics.aappublications.org/cgi/content/abstract/119/4/734
Passivrauchexposition erhöht das Risiko für Kinder an Blutarmut zu leiden Rathavuth Hong, Jose A Betancourt and Martin Ruiz-Beltran „Passive smoking from both parents was strongly positively associated
with anemia in young children in Jordan independent of other risk
factors and confounding factors. The results support the importance
of smoking prevention during and after pregnancy that prevent childhood
anemia and others morbidities in young children.“
http://www.biomedcentral.com/1471-2431/7/16/abstract
Passivrauchexposition erhöht das Risiko für Diabetes Hayashino, Fukuhara et. al. „In this cohort, exposure to passive smoke in the workplace was
associated with an increased risk of diabetes after adjustment for a large
number of possible confounders.“
http://care.diabetesjournals.org/cgi/content/abstract/31/4/732
Passivrauchexposition verschlechtert die Herzleistung Otsuka, Watanabe et. al. „Passive smoking substantially reduced CFVR in healthy
nonsmokers.“
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11466122
Passivrauchexposition verschlechtert die Herzleistung Woo, Chook et. al. „In modernized Chinese, as in Caucasians, exposure to heavy environmental
tobacco smoke causes arterial endothelial dysfunction, a key early event
in atherosclerosis. This may have serious implications for cardiovascular
health in China, currently in a process of rapid modernization.“
http://content.onlinejacc.org/cgi/content/abstract/36/4/1228
Passivrauchexposition erhöht bei Kindern das Risiko für Mittelohrentzündung (otitis media, OM) Peter A Jacoby, Harvey L Coates et. al. „Conclusions: Reducing the exposure of children to ETS is a public health
priority, especially for the Aboriginal population. A smoke-free environment
will help reduce the burden of OM.“
http://mja.com.au/public/issues/188_10_190508/jac10619_fm.html
Passivrauchexposition erhöht bei Frauen das Risiko für Koronare Herzkrankheit Elduff, Dobson et. al. „Conclusion-Our study found evidence for the adverse effects of exposure to
ETS on risk of coronary heart disease among women, especially at home.“
http://espace.library.uq.edu.au/view/UQ:35352
Passivrauchexposition erhöht bei Kindern das Risko für Atemwegsstörungen und Krankenhausaufenthalt YUE CHEN*, WANXIAN LI*, SHUNZHANG YU* and WANHUA QIAN „A significant dose-response relationship of passive smoking to hospitalization for
respiratory illness during the children’s first 18 months of life was found,
for which no confounding factors were discovered. The incidence density ratio
of hospitalization for respiratory illness was 2.1 for children living in
families including people who smoked 20 or more cigarettes a day compared
with those living in non-smoking families.“
http://ije.oxfordjournals.org/cgi/content/abstract/17/2/348
Passivrauchexposition erhöht bei Erwachsenen das Riskso für Asthma und chron. Bronchitis Radon, Nowak et. al. „Discission: In this study, involuntary tobacco smoke exposure,
especially in the workplace, was associated with the prevalence of
respiratory symptoms in young adults even after adjustment for
occupational exposure. The risk estimates increased significantly
with the increasing duration of daily exposure to second-hand smoke.“
http://journal.publications.chestnet.org/article.aspx?articleid=1080885&issueno=3&ref=Sawos.Org

 

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„Djuna Luna“ blickt durch beim Krebs

„Djuna Luna“ hat den vollen Durchblick. Sie weiß, wo der Krebs herkommt. Und zwar nicht vom Rauchen sondern von der falschen Ernährung:

Djuna Luna: sorry vertippt. und vor krebs schützt brokkoli auch, wie grünkohl, rosenkohl, ananas, tomaten, brennnessel, schwarze johannisbeere, himbeeren, paprika, grüntee und kaffee, etc.. koffein und teein und vieles andere tötet alle freie radikale ab.

wenn menschen krank werden, hängt das mit der ernährung zusammen, nicht aber mit dem tabak

(Quelle)

Is klar, liebe Frau Luna. Und warum sind dann 90% der Lungenkrebspatienten Raucher obwohl Raucher nur 30% der Bevölkerung stellen?

Keine Sorge, der Blödsinn ist noch zu „toppen“:

Djuna Luna: China und Japan sind klassische tabakländer und in Südchina wird der auch angebaut, krebsrate gleich null. weniger stress und leistungsdruck, ausgewogene ernährung und sie können rauchen soviel sie wollen.

Djuna Luna, hast Du schon mal versucht, diese These mit Berechnungen zu untermauern? Ach so, Du kannst nicht rechnen? Dann kann ich das für Dich gerne übernehmen:

https://raucherdossiers.wordpress.com/2014/01/02/volksverdummung-im-internet-ii-rauchen-schutzt-vor-lungenkrebs/

Ist ein alter Artikel von mir, der dort abgedruckt ist. Aber Du wirst damit vermutlich nicht viel anfangen können. Zu viele Zahlen, zu viele Rechnungen. Ist nicht Dein Ding, das verstehe ich schon. Rauch halt weiter. Passt besser zu Dir.

Auch die Aussage, in Japan gäbe es keinen Stress und keinen Leistungsdruck ist an Blödheit und Unwissenheit kaum zu übertreffen. In Japan gibt es sogar einen eigenen Begriff für den Stresstod bei der Arbeit, weil der dort so häufig ist: Karoshi.

Djuna Luna: naturtabacs sind komplett unschädlich. aber ausgerechnet die haben horrende preis, komisch aber auch, dass industrietabak weniger kostet als naturbelassener ohne chemische zusätze und konservierungsstoffe. das gleiche gilt für die e-zics, total unschädlich, obwohl die zwar ned mein ding ist, fällt die auch noch unter sträfliche häresie.

diese heuchlerbande will uns dann noch etwas von gesundheit erzählen ???

OK, keine Fragen mehr.

Auauauauaua!

Auauauauaua!

Schnellbeweis:

Djuna Luna  schreibt Bullshit zum Thema "Krebsentstehung"

Djuna Luna schreibt Bullshit zum Thema „Krebsentstehung“

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Renate D. – Zeit zum Umdenken?

Renate D. aus München ist gegen das Rauchverbot. Zumindest lange Zeit gewesen:

Renate D. ist gegen das Rauchverbot.

Renate D. ist gegen das Rauchverbot.

Renate D. findet das Rauchen super!

Renate D. findet das Rauchen super!

Ja, Rauchen ist schon super. Allerdings ist der Tod nicht ganz so toll. Und leider muss Frau D. eben auch mal schlechte Nachrichten auf ihrer facebook-Seite vermelden. Einer ihrer Musikerfreunde hat nämlich unlängst die Bühne des Lebens für immer verlassen:

Renate D. beklagt den Verlust eines Musikerkollegen

Renate D. beklagt den Verlust eines Musikerkollegen

Der Kollege wurde gerade mal 64 Jahre alt, er litt an einer schweren unheilbaren Krankheit:

Bernd W. - Tödlich erkrankt.

Bernd W. – Tödlich erkrankt.

Aber im Gegensatz zu vielen anderen „Genussfreunden“ ahnte Bernd W. zumindest woher seine tödliche Krankheit kam:

Bernd W. - Chemotherapie und Schluss mit Rauchen.

Bernd W. – Chemotherapie und Schluss mit Rauchen.

Nicht einmal drei(!) Wochen nach dieser Nachricht war Bernd W. tot. Der Krebs hatte „die Schnauze“ doch nicht gehalten.

OMG!!!!!!!!!!!!

OMG!!!!!!!!!!!!

 

Na, Frau D., haben Sie was gemerkt? Wohl eher nicht.

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Kriegsberichterstatter Roland Dittmar berichtet von der Front

Wenn man bestimmte Extremraucher liest, könnte man meinen, hier berichtet einer aus dem Krieg. Wenige hundert Meter hinter den Frontlinien liegt diesmal Roland Dittmar. Im Hauptberuf ist er Schriftführer einer kleinen desolaten Gruppe von Raucher- und Tabaklobbyisten. Dieses versprengte Grüppchen, um mal bei der Kriegsrhetorik zu bleiben, kennen wir unter dem Namen „bft e. V.“, großspurig ausgeschrieben nennt sich die Truppe „Bündnis für Freiheit und Toleranz“. Aber weder Toleranz noch Freiheit sind das Ziel dieses Stoßtrupps für das sozialverträgliche Frühableben sondern skrupelloser Tabalobbyismus. Die „Toleranz“ des Vorsitzenden Bodo Meinsen aus Kirchheim bei München ist zudem so ausgeprägt, dass er in der Vergangenheit versuchte, mich durch eine Dienstaufsichtsbeschwerde beim Bildungsministerium in Mainz mundtot zu machen. Der Erfolg dieser Aktion war gleich NULL.

Roland Dittmar, ein bekannter Aktivist dieses Selbstmordkommandos für Raucherkrebs und Lungenbein (oder war es umgekehrt?) schreibt im Nachgang zu dem Revolutionsappell von Rolf Christmann aus Solingen:

Roland DittmarDeinen Beitrag, lieber Rolf Christmann, in allen Ehren. Glaubst Du, das wir auf der Brennsuppe her geschwommen sind. Seit 2 1/2 Jahren kämpfen wir nun unermüdlich an allen Fronten. Wir wissen um den Ernst der Lage. Den Satz, nur gemeinsam sind wir stark, den haben wir schon vor 5 Jahren in jeden Winkel dieser Republik gerufen. Die Wirkung sehen wir ja heute.

Ja, es steht nicht gut in der offenen Feldschlacht „Suchtraucher gegen Rauchgegner“. Die „Bewegung“ (gerne auch mal als „Widerstandsbewegung“ bezeichnet) ist in Auflösung begriffen, man geht sich bevorzugt gegenseitig an den Hals und erreicht wurde in den letzten Jahren „pro Qualm“ rein gar nichts. Außer dass einige Herrschaften von der „Ich-mag-Krebs“-Fraktion sich regelmäßig öffentlich bis auf die Knochen blamiert haben und im Einzelfalle einige Tausend Euro in den Sand gesetzt haben. Geld, welches sie später, nach der Diagnose, dringend brauchen könnten.

Aber, lieber Roland Dittmar, der Ausdruck „auf der Brennsuppe dahergeschwommen“ ist, soweit ich weiß, ein bayerisches Synonym für „bescheuert sein“. Ich finde, bei Leuten, die sich gewohnheitsmäßig hochkonzentrierte Giftstoffe verabreichen indem sie rauchen, ist die Frage doch schon beantwortet, oder?

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Rolf Christmann – Ein neuer Volkstribun für den Lungenkrebs

Sehr verehrte Leserinnen und Leser, zuerst dachte ich: „Es ist mal wieder Saure-Gurken-Zeit“. Nichts los auf den Raucherkanälen. Ein paar „Guten Morgen“- bzw. Ostergrüße, ein „Herzlich Willkommen allen neuen Krebsfreunden“, das vom Betonklotz mit Brille eingeworfen wurde aber nichts Substanzielles. Nichts, was irgendwie „abgeht“. Ich wollte gerade ein paar Screenshots aus dem Raucherstübchen aufarbeiten, um Ihnen, meinen Leserinnen und Lesern, wenigstens ein klein wenig Raucherwahnsinn zu Ostern zu präsentieren, und da habe ich IHN gefunden. Dieser Mann ist eine Offenbarung. Oder ein „Offenbarungseid“? Keine Ahnung. Aber er sieht bereits aus wie Star. Also holen wir ihn hier mal raus. Und zwar mitten auf die Bühne. „Licht aus! Whoooommm! Spot an!“ Es ist:

Rolf Christmann aus Solingen

Was für ein Bild von einem Mann. Cool, lässig, sexy, intelligent. Ein Alphatier. Ganz klar. Und ein begnadeter Demagoge, wie er schon lange nicht mehr auf den Raucherkanälen gesichtet wurde. In einem flammenden Appell fordert er seine krebslüsternen Freunde der Gruppe „Smokers die“ (einem der zahlreichen Endlager für verhaltensauffällige Extremraucher auf facebook) auf, das „absurde“ und „sinnlose“ Gesetz (er meint das Nichtraucherschutzgesetz in Nordrhein-Westfalen) aus dem Antlitz der Geschichte wegzufegen:

Rolf Chrsitmann aus Solingen:

Liebe Bürger und Bürgerinnen!
Mein Name ist Rolf Christmann und hiermit Starte ich nochmals den versuch alle Bürger und Bürgerinnen die gegen dieses Absurde und Sinnlose Nichtraucherschutzgesetz sind,sich endlich gegen Unterdrückung,Bevormundung,Entmündigung,Menschenrechtsentziehungen,Existenzbedrohungen,Entgleisungen und Diskriminierungen seitens der Regierung hier in NRW zu wehren.
Da zu muss aber auch jeder der dieses Gesetz für einen Eingriff in unsere Menschenrechte hält,Kämpfen und Wiederstand leisten und zwar so lange bis die Regierung dieses Gesetz wieder abschafft,oder zumindestens in den alten Ursprung zurücksetzt.
Wenn jede Stadt und jedes Dorf hier in NRW nur ihr eigenes Süppchen kocht, werden wir bei unserer jetzigen Regierung nichts erreichen.
Hier gibt es nur einen Satz liebe Bürger und Bürgerinnen in NRW nein sogar in der ganzen Bundesrepublick Deutschland und den sollten sich alle Merken und Respektieren.
„NUR ZUSAMMEN SIND WIR STARK UND NUR GEMEINSAM KÖNNEN WIR
ETWAS BEWIRKEN UM DANN MIT VEREINTEN KRÄFTEN VERÄNDERUNGEN DURCHZUSETZEN“
Also liebe Bürger und Bürgerinnen,ich habe mir die Arbeit gemacht jede Stadt und jedes Dorf hier in NRW in meinem Text aufzuführen, damit sich auch jeder angesprochen fühlt und dementsprechend Handeln kann.

An dieser Stelle möchte ich Ihr Augenmerk neben der rhetorischen Brillianz des Autoren zusätzlich auf die überaus kreative Schriftgestaltung des Herrn Christmann lenken. Ich habe bei zehn(!) orthographischen Fehlern in obigem Text aufgehört zu zählen.

Danach folgt, in GROSSBUCHSTABEN, eine Liste von gefühlt mehreren Tausend Ortsnamen aus NRW. Alle Einwohner aller dieser Orte sollen sich durch den Appell des Herrn angesprochen fühlen. Hier wäre es übrigens interessant zu wissen, was Herr Christmann vor dem Abfassen des Textes an rauchbaren Produkten so alles konsumiert hat.

Es folgt ein längerer flammender Aufschrei für die Freiheit und natürlich für den Lungenkrebs. Ganz im Stile der begnadetesten Volksredner aus der Vergangenheit (von Martin Luther über Schleiermacher bis hin zu Rudi Dutschke) ruft er die Massen zum „Wiederstand“  (Schreibweise ist Absicht!) auf und peitscht ihnen seine Sichtweise der Welt ein.

Vor allem solltet ihr euch alle im klaren sein,hier geht es jetzt noch um das rauchen,aber was hat die Regierung als nächtes vor wenn wir jetzt klein bei geben?Was verbieten sie uns dann anschließend?
Wenn wir jetzt klein bei geben hier in NRW ,dann werden sie Garantiert mit anderen Verboten kommen,mit der denkweise,die dann ungefähr so klingt.
„Dieses beklopte Volk macht das was wir sagen und die währen sich auch nicht gegen uns,den schließlich haben sie uns als Volksvertreter gewählt.“

Dieser Mann, das kann man mit Fug und Recht behaupten, hat die Mächtigen durchschaut. Er steht an der Speerspitze einer neuen Revolutionsbewegung: „Liberté, Égalité, Fraternité!“ wird dabei allerdings ersetzt durch „Lungenkrebs, Emphysem, Frühableben!“

Ich sage euch liebe Bürger und Bürgerinnen,Wacht auf,glaubt denen dort oben in der Regierung kein Wort,den das was die zur zeit für eine Politik dort oben machen,hat mit Demokratie absolut nichts mehr zu tun,den das Wort Demokratie kommt aus dem grichischen und heißt übersetzt“Herrschaft des(einfachen) Volkes“und nicht Herrschaft der Regierung über das Volk,das solltet ihr euch Merken und hinter die Ohren schreiben.

Ich bin mir sicher, vor diesem Mann erzittern die Mächtigen dieses Landes. Wer so die Massen begeistern kann, von dem geht eine wirkliche Gefahr für die tradierten Machtstrukturen aus. Er wird das herrschende Establishement hinwegfegen wie ein Herbstsurm die welken Blätter. Die Revolution hat schon begonnen. Dank Rolf Christmann aus Solingen.

Für eventuelle Rechtschreibefehler in meinem Schreiben entschuldige ich mich schon einmal im vorraus.

Yep. Ist schon Gut, Rolf. Vielleicht hilft Dir ja ein Fachmann. Oder es gibt Medikamente. Oder, keine Ahnung, aber mach was! Und zieh Dir was Anständiges an! Goldene Anzüge mit Dollarkettchen sehen bescheuert aus. Fast so wie schwarze Lederjacken.

OMG!!!!

OMG!!!

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Uwe Knuth – Wenn Dummheit bildhaft wird

Ich beschäftige mich nun schon einige Jahre mit dem Thema „Raucherwahnsinn“. In dieser Zeit habe ich immer wieder Dinge gesehen, von denen ich dachte, dass dies doch nun das Ende der Fahnenstange der Raucherblödheit sein muss. Und ich war mir sicher, dass dann irgendwann mal ein noch größerer Blödsinn nachkommt. Und so ist es mir heute Morgen ergangen. Als ich die unten abgebildetete Grafik von Uwe „Die Orthographie bin ich!“ Knuth gesehen habe. Da wusste ich: Es ist mal wieder soweit. Ein neuer Gipfel der Raucherdummheit wurde erklommen:

Uwe Knuth packt Dummheit in Bilder

Uwe Knuth packt Dummheit in Bilder (Quelle)

Also erstmal die Fakten, die Herr Knuth offenbar nicht kennt:

  • Lungenkrebs ist tödlich. (Link)
  • 80 bis 90% der Lungenkrebspatienten sind Raucher. (Link)
  • Das Lungenkrebsrisiko eines Rauchers beträgt auf die Lebenszeit bezogen ca. 15-23% (Link)
  • Das Lungenkrebsrisiko eines NICHTrauchers beträgt auf die Lebenszeit bezogen ca. 0,5% (ebd.)

Jetzt verstehe ich aber auch gar nicht, was uns Uwe Knuth eigentlich sagen will. Denn das Szenario, welches er anpeilt, dürfte eine äußerst niedrige Eintretenswahrscheinlichkeit haben: Ein Nichtraucher erkrankt an Lungenkrebs (ca. 0,5%). ein Raucher erkrankt NICHT an Lungenkrebs (85%). Der Raucher stirbt an einer anderen Todesursache und der Nichtraucher bekommt seine Lunge. Dass die Gewebetypen der beiden Beteiligten auch noch passen müssen, setzt die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Szenario eintritt, nochmals um einige Zehnerpotenzen herunter.

Hinzu kommt, dass bei einem Bronchialkarzinom NIE eine Lungentransplantation durchgeführt wird (Link). Denn 60% aller Fälle von Lungenkrebs sind bei Diagnosestellung bereits so weit fortgeschritten, dass sie inoperabel sind. Entweder weil sie bereits zu weit in das umliegende Gewebe infiltriert haben und/oder sie bereits metastasiert sind. Wenn man einen Patienten im frühen Stadium des BC operieren kann, ist eine Transplantation unnötig. Im späteren Stadium stirbt der Patient nicht an seinem Lungenleiden sondern weil das Karzinom metastasiert hat und andere Organe (idR Leber oder Gehirn) versagen. In allen diesen Fällen wäre eine Lungentranplantation also vollkommen sinnlos. Das muss Uwe Knuth aus Bergheim, der seine Zeit gerne damit verbringt, dümmliche Bildchen für Lungenkrebs und Raucherbein zu entwerfen und ins Internet zu stellen, nicht wissen. Woher auch?

Und dass in Ausnahmefällen auch mal die Lunge eines Rauchers transplantiert wird (etwa bei schwerer COPD beim Empfänger) beweisen soll, dass Passivrauch ungefährlich ist, das muss mir der Mann aus Bergheim in Nordrhein-Westfalen mal erklären.

Auaaaaaaaah!

Auaaaaaaaah!

 

Besonders erschreckend ist aber, dass immerhin 13 potenzielle Lungenkrebspatienten diesen selten dummen Beitrag von Uwe Knuth mit einem „Gefällt mir“ versehen haben. Ein untrügliches Zeichen für die intellektuelle Überlegenheit von Tabakrauchern:

13 Intellektuelle glauben jeden Unsinn

13 Intellektuelle glauben jeden Unsinn

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Dumm, dümmer, nikotinsüchtig

Manchmal liest man auf den Kanälen der einschlägigen Hardcoreraucher Dinge, von denen hätte man nicht gedacht, dass es sie gibt. Einfach weil sie so unsagbar dumm sind. Heute mal wieder ein Beispiel aus dem facebook-Kanal „Netzwerk Rauchen“ administriert von Jürgen Vollmer aus Marburg:

Lungenbild als Verdummungswerkzeug auf "Netzwerk Rauchen"

Lungenbild als Verdummungswerkzeug auf „Netzwerk Rauchen“

Der Urheber dieses wirklich dummen Versuches, eine tödliche Lungenkrankheit zu verharmlosen, geht dabei davon aus, dass eine Raucherlunge genau so aussieht wie eine Nichtraucherlunge. Vom dubiosen „Netzwerk Rauchen“ wird derlei ja immer wieder propagiert. Das Gegenteil lässt sich leicht beweisen. In diesem Video sieht man eine Lungenkrebsoperation am geöffneten Brustkorb (ab Minute 22:15). Die Lunge, die dort zum Vorschein kommt, ist nicht hautfarben sondern schwarz und grün (von den Rußablagerungen und von den Entzündungen in dem kaputten Gewebe). Der Besitzer war jahrzehntelang Raucher. Er hat eine Restlebenszeit von nur wenigen Jahren.

Weiterhin ist die Behauptung, dass 80% der Lungenkrebspatienten Nichtraucher seien, kompletter Schwachsinn, den nur eingefleischte Extremsüchtige glauben werden. Die wissenschaftliche Erkenntnislage ist eine andere, aber bei „Netzwerk Rauchen“ & Co. will man davon nichts wissen.

Ungefähr 85-90% aller Lungenkrebsfälle werden durch Tabakrauch verursacht. Der Rauch von Zigaretten enthält mindestens 40 krebserregende Stoffe. Besonders die Dauer des Rauchens und der Zeitpunkt des Rauchbeginns beeinflussen das Lungenkrebsrisiko.

(Quelle)

Ganz abgesehen davon, dass ein Lugnentumor nicht aus schwarzem sondern aus weißem Gewebe besteht.

Na ja, es sind eben Hardcoreraucher (und das nicht nur auf „Netzwerk Rauchen“!), die so was schreiben UND glauben. Denen ist in aller Regel nicht mehr zu helfen.

Edit: Nein, sie kapieren es wirklich nicht. Ronald Blumberg aus Radevormwald, der uns unlängst durch einen „Rauchgegner=Ratten“-Vergleich unangenehm auffiel, mein dazu:

Ron Blu 80 % der Fälle von Lungenkrebs sind also Nichtraucher ! Und bis zu 25 % der Lungentransplantate stammen mittlerweile von Rauchern … (Quelle)

Ohne Worte.

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“Pro Lebensfreude OV”: Selten dämliche Aktion II

Wenn schon der einleitende Beitrag von „Pro Lebensfreude OV“ („Meine Mama raucht seit 70 Jahren, ist jetzt 84 und sieht immer noch aus wie 40. Rauchen KANN gar nicht so schlimm sein!„) an Blödheit kaum zu überbieten war, so hat man vermutlich nicht mit der Reaktion der Leser dieses facebook-Kanals gerechnet. Was dort an purem Schwachsinn abgeliefert wird, geht auf keine Kuhhaut mehr. Wir lassen diesen ultimativen Blödsinn einfach mal so stehen zur gefälligen Erbauung der mit normaler Intelligenz ausgestatten Leserschaft von raucherdossiers.

Jürgen Macharey Da kann man mal sehen, das rauchen nicht unbedingt die Gesundheit schadet. Und wenn ich sagen darf, sieht man deiner Mutter das hohe Alter garnicht an

Günther Brand Wenn das kein Beweis für den Schwachsinn der verbreitet wird, dann weiß ich nicht was noch zählen soll. Gruß an die Mama, weiter so.

Achim Kröger PS meine Mutter wird neunzig hat zwar nie geraucht mein Vater aber pro tag fünfzig von Nichtraucherschutz kannte mein Vater noch nicht’s er ist übrigens 76 geworden

Wooooow! Der Herr Papa ist trotz Rauchens wirklich 76 geworden? Ein wirklich stolzes Alter!

Booooah! So saublöd kann doch niemand sein!

Booooah! So blöd kann doch niemand sein!

Oder doch? Ja, es geht:

Alexandra Boveleth Daumen hoch hat sich durch den Rauch doch Prima gehalten

Heiner Pilchner Geräuchertes hält sich halt länger !!!!!

Petra Olbertz Alle Achtung Käthe , Hut ab !!

Rolf Zettbundy Jeder sieht doch den unterschied wie Raucher in Wirklichkeit aussehen und dagegen auf den Schockfotos. Da muss doch selbst der größte Vollpfosten erkennen, das die (WHO-) Politik uns alle für DUMM verkaufen will.

@ Rolf Zettbundy: Schau Dir doch einfach mal die beiden Personen obendrüber an. Dann weißt Du, wie „top“ man nach Jahren des Rauchens aussieht.

Moni Sammy C Käthe ist , genauso wie HELMUT SCHMIDT , ein gutes Beispiel dafür , dass RAUCHEN nicht so schädlich ist , wie immer behauptet wird !! Sie sieht blendend aus , und ist auch noch fit im Kopf . Was will man mehr ?? Weiter so Käthe .

Ja, Man sieht wirklich gut aus, wenn man raucht. So wie dieser Herr hier:

Tod mit 33 durch Lungenkrebs. 20 Jahre Rauchen haben genügt.

Tod mit 33 durch Lungenkrebs. 20 Jahre Rauchen haben genügt.

Zum Armutszeugnis deutscher Nikotinsüchtiger

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Die Frustration des Jürgen Vollmer

von Peter Rachow

Jürgen Vollmer aus Marburg, einer der bekanntesten Pro-Lungenkrebs-Streiter im deutschsprachigen Raum, hat ein schweres Problem mit der neuen vom EU-Parlament unlängst verabschiedeten Tabakproduktrichtlinie. Denn die Verpackungen der Tabadrogen, die sich Vollmer regelmäßig in großer Menge zuführt, werden in Zukunft von wenig appetitlichen Bildern „geziert“ werden, die dem Nikotinsüchtigen beim Konsum seiner Tabakwaren schonungslos die langfristig zu erwartenden Folgen dieses Konsums drastisch vor Augen führen. Und angesichts der hier in Rede stehenden Motive wie verfaulte Zähne, aus dem Kehlkopf herauswachsender blutiger Kopf-Hals-Tumoren, toter Raucher im Leichenschauhaus (wir erinnern uns: jährlich sterben jedes Jahr alleine in diesem Land weit mehr als 100.000 Menschen am Konsum von Tabakwaren) usw. usw. sieht sich Jürgen Vollmer genötigt, seinem massiven Ärger in drastischer Weise Luft zu machen. In einem gnadenlosen verbalen Rundumschlag rechnet er brutal ab mit den „faschistoiden EU-Diktatoren“ und beginnt sein Pamphlet gegen die verhassten „Ekelbildchen“ mit einer schonungslosen Analyse über die von ihm unterstellten Motivitationslagen zur Einführung dieser Fotos:

Jürgen Vollmer aus Marburg hat geschrieben:Eigentliches Ziel der Kampagne ist nicht der Gesundheitsschutz, sondern die möglichst weitreichende soziale Demontage von rauchenden Menschen.

Da könnte er sogar, zumindest in Teilen, Recht haben. Die Frage ist nur, ob dies seitens der EU-Gesetzgebung so intendiert gewesen ist oder ob es sich nur um einen Seiteneffekt handelt. Denn unzweifelhaft hängen Raucher einer Tätigkeit nach, die selbst irgendwie eklig ist. Rauchen stinkt, es sieht unästhetisch aus, wenn Menschen an kleinen weißen mit Tabak gefüllten glimmenden Stäbchen ziehen und sie den eingeatmeten Rauch Sekunden später wieder ausstoßen und dabei aussehen wie ein Drache aus der Märchenwelt oder eine kleine Dampflokomotive. Irgendwie ist Rauchen nicht wirklich schön.

Jürgen Vollmer aus Marburg hat geschrieben:Durch ihr häßliches und ekelerregendes Aussehen sollen diese perfiden Bild-Fälschungen (es gibt sie nicht wirklich, die „schwarze“ Raucherlunge, sondern nur eingefärbte, also vorsätzlich gefakte Bilder derselben) den sozialen Druck auf Raucher erhöhen, ihr dergestalt verunziertes Rauchwerk möglichst schamhaft versteckt zu halten und nicht weiter offen und souverän zu zeigen.

Für Jürgen Vollmer aus Marburg scheint eine Packung mit Zigaretten einen regelrechten Kultstatus zu besitzen, den man auch „souverän“ zeigen kann. Eine sehr bizarre Sichtweise, wie ich finde. Warum zeigen dann eigentlich Heroinsüchtige ihre Suchtdroge (bzw. die aufgezogene Spitze) nicht auch „offen und souverän“ in der Öffentlichkeit herum und stechen sich die Nadel dann nicht vor ihren Mitmenschen „selbstbewusst“ in den Arm? Warum laufen Alkoholiker nicht ebenso „souverän“ mit einer Flasche Hochprozentigem durch die Stadt und lallen jedem, der es hören will (oder auch nicht) etwas von „ooooh, ich bin jaaaaaa ein soooooo soufferäääänaaa Allohooolikaaaa, hicks!“ entgegen? Die Antwort ist einfach: Heroin, Alkohol und Zigaretten sind schwerst süchtig machende Drogen, deren Konsum kaum etwas mit „Souveränität“ sondern nur mit Schwäche, Abhängigkeit, Krankheit und Tod zu tun hat. Und man muss schon sehr pervers sein, wenn man den Tod (oder das, was dazu führen kann bzw wird) „souverän“ herumzeigt.

Jürgen Vollmer aus Marburg hat geschrieben:Denn wer möchte schon gern seine lieben Mitmenschen mit widerlichen und hochgradig unästhetischen Abbildungen belästigen und dadurch auch noch Gefahr laufen, der sozialen „Unterschicht“ zugerechnet zu werden?

Das wirklich Unerfreuliche an diesen Abbildungen für den gemeinen Suchtraucher ist doch, dass sie die Dinge, welche die regelmäßigen Folgen des Tabakkonsums sind, aus den verborgenen Winkeln der Krankenhäuser mit ihren abseits des normalen Stationsbetriebs liegenden Sterbezimmern in die Öffentlichkeit zerren. Dass dies einen Drogenkonsumenten wie Herrn Vollmer bei der Inhalation seiner giftigen und krebserregenden Brandgase etwas stören mag, liegt nahe. Denn diese Bilder erleichtern nicht gerade den Verdrängungsprozess, den jeder Raucher laufend im Kopf ablaufen lässt, damit er sich mit den wahrscheinlichen Folgen seiner Sucht nicht konfrontieren muss. „Jeder zweite Raucher stirbt an den Folgen der Sucht.“ so sagt die Statistik. Der Raucher antwortet monoton und ohne weiter nachzudenken: „OK, ich sterbe nicht daran also hast DU eben die Arschkarte gezogen!“. Und dieser „DU“ ist immer jemand anders als man selbst.

Jürgen Vollmer aus Marburg hat geschrieben:Über diese Abbildungen soll ganz gezielt die Assoziation „ekelhaft“=“Unterschicht“ und „mir-doch-egal“=“asozial“ transportiert werden. Ziel der Kampagne ist daher zuvorderst die soziale Demontage bekennender Raucher, die sich der längst begonnenen Zwangsumerziehung immer noch standhaft widersetzen.

Jürgen Vollmer scheint offenbar ein Problem damit zu haben, dass sein Suchtverhalten negativ auf ihn zurückfallen könnte. Denn in der Tat ist das Rauchen von Tabak heute eher bei Menschen aus niederen sozialen Schichten prävalent als bei Menschen mit höherem Sozialstatus:

„Nach dem Bundes-Gesundheitssurvey 1998 rauchten in Deutschland 37 % der Personen der Unterschicht, 33 % der Mittelschicht und 28 % der Oberschicht.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Tabakrauchen

Interessant ist auch Vollmers Formulierung vom „bekennenden Raucher“. Rauchen als „Bekenntnis“, also der Rekurs auf eine Art Evangelium, scheint bei einem notorischen Tabakdrogenkonsumenten ein Teil einer bestimmten ideologisierten Rezeption seines Drogenkonsums zu sein. Möglicherweise dient es aber nur der Rechtfertigung eben dieses Drogenkonsums. Denn Rauchen (also die Aufnahme des gefährlichen Suchtstoffes Nikotin in den Körper) wird damit zu einer Art politischer Handlung verklärt, was wiederum der Verschleierung der eigentlichen Motivation für den Konsum der Droge dient. Die Mär vom „bekennenden Raucher“ ist also nicht anderes als dümmste Apologie welche die eigene Sucht entschuldigen soll.

Jürgen Vollmer aus Marburg hat geschrieben:Ein weiterer Aspekt ist, dass durch diesen Bildermist bereits der Weg für den nächsten Schritt im Kreuzzug gegen das Rauchen geebnet werden soll: Weil die häßlichen Bilder insbesondere auf Jugendliche verstörend wirken und ihnen seelischen Schaden zufügen könnten (Studien werden dies in den nächsten zwei bis drei Jahren ganz sicher zweifelsfrei belegen, wetten?), müssen nicht etwa diese Bilder wieder verschwinden, sondern sämtliche Tabakwaren aus den Auslagen der Verkaufsstellen entfernt werden, d.h. der Händler eines wohlgemerkt LEGALEN Produktes darf seine Ware, für die er ohnedies schon seit Jahren nicht mehr werben darf, dann auch nichtmal mehr zeigen.

Wiederum ein interessanter Aspekt. Schockierende Fotos über die Folgen des Tabakkonsums sollen also Jugendlichen „seelischen Schaden“ zufügen? Dieses, man mag den Begriff gar nicht schreiben, „Argument“ ist so lächerlich und an den Haaren herbeigezogen, wie wir es von Vollmer, dessen Vortrag nie durch besondere intellektuelle Brillanz glänzen konnte, gewohnt sind. Wenn dem so wäre, würden viele Abendnachrichten im Fernsehen Jugendlichen ebenfalls einen „seelischen Schaden“ zufügen, denn dort werden regelmäßig auch Bilder gezeigt, dieebenfalls nicht gerade besonders erbaulich für junge (und ältere) Seelen sind. Leider sind sie die Realität. Und genau so verhält es sich mit den Bildern auf den Zigarettenpackungen. Sie sind Realität, auch wenn schwerstabhängige Nikotinnutzer dies nicht wahrhaben wollen, und daher werden sie Jugendlichen eben kaum zu traumatisieren in der Lage sein sondern sie werden, im günstigsten Falle, Jugendliche davon abhalten, sich dieses Schicksal selbst antun zu wollen. Und, das muss immer wieder herausgehstellt werden, bilden diese schockierenden Bilder einen guten Kontrast zu den verklärenden Werbebotschaften der Tabakdrogenkonzerne, die den Jugendlichen, die sie als Kunden gewinnen wollen, suggieren, dass Rauchen „cool“ sei und Raucher ihren nichtrauchenden Mitmenschen überlegen seien.

Jürgen Vollmer aus Marburg hat geschrieben:Dieser KRIEG (denn etwas anderes ist das nicht) der Fanatiker zielt einzig und allein auf die Erzwingung einer rauchfreien Welt und zur Erreichung dieses Zieles ist ihnen wie oben im Zusammenhang mit der sozialen Demontage von Rauchern bereits aufgezeigt JEDES auch noch so menschenverachtende Mittel recht. Motto: Der Zweck heiligt die Mittel …

Auffällig sind immer die schlaglichtartig durchblitzenden Wahnideen des Jürgen Vollmer, die er in seine Texte einarbeitet. Raucher sollen also „sozial demontiert“ werden? Warum sollte denn das nötig sein? Raucher demontieren sich doch höchstens sozial selbst. Sie geben von ihrem ohnehin knappen Einkommen viel Geld für eine nutzlose Droge aus, anstatt das Geld zu sparen oder es zumindest für sinnvollen Konsum auszugeben Und auch das Thema der „menschenverachtenden“ Mittel gegen den armen, entrechteten Raucher hält einer näheren Prüfung nicht Stand. Im Gegenteil könnte man den Anbietern von Tabakprodukten „menschenverachtendes“ Verhalten unterstellen, denn sie bringen schließlich Produkte auf den Markt, die ihren unmündigen, abhängigen Konsumenten langfristig schwerste Schäden bis hin zum Tod einbringen werden. Nebenbei versuchen diese Konzerne in ebenso „menschenverachtender“ Weise, gezielt Jugendliche mit ihrem Stoff anzufixen, denn irgendwie müssen ja die kontinuierlich wegsterbenden Altverbraucher ersetzt werden. Über derlei „Menschenverachtung“ ereifert sich Herr Vollmer indes nicht.

Jürgen Vollmer aus Marburg hat geschrieben:Und genau DESHALB ziehe ich bei Betrachtung der Initiatoren solcher Kampagnen auch den ganz bewusst und überaus ernst gemeinten Vergleich zum Faschismus, zu einer besonders perfiden und subtilen Spielart desselben. Denn genau DA, in diesem menschenverachtenden Vorgehen, liegt die gemeinsame Schnittmenge, auch, wenn dies klar zu benennen gerade bei uns in Deutschland wegen der vielfach praktizierten, gleichwohl unzulässigen und auch völlig unangemessenen Gleichsetzung Faschismus = Nazismus als unschicklich und politisch unkorrekt gilt:

Man muss schon extrem auf den Konsum von Tabakdrogen fixiert sein, um den demokratischen Beschluss eines Parlamentes überhaupt in einem Atemzug mit „Faschismus“ nennen zu können. Und exorbitant dumm, da die Strukturmerkmale des Faschismus vollständig ignorierend, ist der permanente Verweis auf den Faschismus ebenso. Aber man ist von Herrn Vollmer nichts anderes gewohnt.

Jürgen Vollmer aus Marburg hat geschrieben:Deshalb sage ich klar und entschieden NEIN zu den EU-Dikatoren und ebenso deutlich NEIN zu allen Kräften und erst recht zu allen Parteien unseres Landes, die solches Treiben dankbar aufgreifen und sich dieses – wie vor allem das GRÜNzeug – vollumgänglich zueigen machen.

Irgendwann muss Herr Vollmer mal auf die Idee gekommen sein, tief in seinem Inneren könnte vielleicht ein zweiter Rudi Dutschke wohnen. Anders ist ein derart dümmlich-dämliches Herauskrakeelen einer vermeintlich politischen Botschaft nicht zu erklären

Und ganz am Ende flippt Jürgen Vollmer dann doch noch vollends aus und schreibt:

Jürgen Vollmer aus Marburg hat geschrieben:Lasst uns ihnen ihre Ekelbilder um die Ohren hauen! Schicken wir ihnen ihre Bildchen zurück, bis ihre Briefkästen überquellen!

Der Spieß ließe sich ja auch umdrehen: Wenn Herr Vollmer Parlamentariern und Repräsentanten ihm nicht genehmer politischer Lager körbeweise leere Zigarettenpackungen schicken will, so könnte man Herrn Vollmer doch auch im Gegenzug abgebrannte Zigarettenkippen zusenden, die man auf Straßen und Wegen, in Bahnhöfen und andernorts zuhauf findet. Jürgen Vollmer freut sich sicher und nimmt entsprechende Post vermutlich gerne entgegen. Seine Adresse findet sich auf den einschlägigen Telefonbuchseiten im Internet oder auf seiner Webseite wettereule.de.

Mehr über den Tabakaktivisten Jürgen Vollmer aus Marburg unter

https://raucherdossiers.wordpress.com/2013/12/26/jurgen-vollmer-aus-marburg-der-raucherrupel-im-internet/

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