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Bodo Meinsen: Osterbotschaft vom „Bündnis für Tumorfreunde“

Bodo Meinsen, dem manchmal durchaus clowneske Züge anhaften, schreibt gerne. Vor allem viel. Und lang. Anders gesagt: Der Mann, den ich auch gerne „Dienstaufsichtsbeschwerden-Bodo“ (zugegeben, der Name ist etwas holprig, passt aber zum Betitelten) nenne, weil er in der „causa Rachow“ auch schon mal beim Wissenschaftsministerium vorstellig wird um mir in einem Anflug von „freiheitsliebender Toleranz“ den Mund verbieten zu lassen, schwurbelt.

Und der Herr Meinsen sendet uns daher eine konsequent verschwurbelte Osterbotschaft. Da ich gerne lache, habe ich sie gelesen. Weil ich auch gerne andere Menschen lachen sehe, werde ich daraus zitieren. Mit ein paar mehr oder weniger „netten“ Anmerkungen. Was mir wahrscheinlich wieder eine E-Mail des o. g. Herrn an o. g. Ministerium eintragen wird. Egal. Da muss man durch.

Tatort: facebook. Genauer: Der Kanal vom „Netzwerk Rauchen“.

Das einleitende Geschwurbel des Herrn Meinsen möchte ich Ihnen, sehr verehrte Leserinnen und Leser, jedoch ersparen. Dort versucht Herr Meinsen (Vorstand des „bft e. V.“, für jene, die es nicht wissen) davon abzulenken, dass seine Gruppierung nichts anderes ist als ein Tabaklobbyistenbetrieb. Er tut dies, indem er seinem Club einen gesellschaftspolitischen Deckanstrich verpasst und einige Allgemeinplätze zum gesellschaftlichen Miteinander zum Besten gibt. Wenn Sie sich das antun wollen, hier der Link.

Kommen wir zu den Details:

bft .e. V. schreibt: BFT e.V. steht allen zur Verfügung, die ein friedliches Miteinander bevorzugen und Selbstverantwortung als Normalität betrachten. Wir stehen für eine Welt ohne Ausgrenzung, ohne Bevormundung, für ein Leben mit Regeln, aber nicht mit Überregulierungen und unnötigen Einmischungen in unsere Privatsphäre.

Das ist interessant. Man ist also gegen Ausgrenzung? Cool. Alle aus dem Club? Oder nur der Herr Meinsen? Und auch immer? Was sagt denn der Schriftführer des Grüppchens, der Herr Roland Dittmar dazu?

Roland Dittmar sagt: Antiraucher sind bescheuert.

Roland Dittmar sagt: Antiraucher sind bescheuert.

Ja, so grenzt man erfolgreich aus: „Antiraucher“ sind eben bescheuert. Man muss ja auch einen an der Waffel haben, wenn man gegen das Rauchen ist. So trägt der Schriftführer des „toleranten“ Vereines „Bündnis für Freiheit und Toleranz“ sehr eloquent vor. Irgendeine Form von Ausgrenzung? Ach woher denn!

Wer übrigens mal die praktische Toleranzschwelle dieses Grüppchens austesten möchte, dem rate ich, auf dem facebook-Kanal von „bft“ etwas zu schreiben,was gegen Tabakkonsum gerichtet ist. Meiner Erfahrung nach reicht eine kritische Anmerkung, auch wenn sie sachlich gehalten ist, um dort dauerhaft gesperrt zu werden. Diese Erfahrung haben auch schon andere gemacht:

Roland Dittmar: Lieber @Stefan Kurz – wir wissen ja, das Sie das U-Boot vom Kloakenforum sind. Aber wir lassen uns von „Freiheitsgegnern“ nicht unterwandern. Daher die Sperre, die ich als berechtigt ansehe. Dies hat nichts mit Intoleranz zu tun – Sie dfient nur dem Schutz unserer Usern!

(Quelle)

Beweis:

Roland Dittmar vom "Bündnis für Freiheit und Toleranz": Zensur ist schon OK.

Roland Dittmar vom „Bündnis für Freiheit und Toleranz“: Zensur ist schon OK.

Ja, ja, die Nutzer des facebook-Kanals von „bft“ müssen natürlich geschützt werden. Sie sind ja unmündig und können nicht frei entscheiden. Doof bleibt eben doof! Und deshalb werden unliebsame und kritische Autoren gelöscht. Zensur muss eben manchmal sein.  Und die Gegner des Rauchens (namentlich ich) bzw. deren Internetnetforen werden mal eben schnell zur „Kloake“ stilisiert. Auch hier ist keinerlei Ausgrenzung zu erkennen. Neiiiin. Wieso auch? Und das bft-Vorstandmitglied Roland Dittmar findet solcherlei Schmähung absolut in Ordnung. Ist ja keine „Ausgrenzung“. Sind ja auch „Freiheitsgegner“. Diese Weltsicht als dümmlich zu bezeichnen dürfte noch stark untertrieben sein.

Im offiziellen Osterpamphlet liest sich das Thema übrigens ganz anders:

bft e. V.: Information und Aufklärung, statt Bevormundung und Spaltung. BFT hat den Mut, gegen Mainstream und Manipulation anzutreten. […]BFT e.V. steht allen zur Verfügung, die ein friedliches Miteinander bevorzugen und Selbstverantwortung als Normalität betrachten. […] Wir treten für ein weitestgehend selbstbestimmtes und verantwortliches Miteinander ein, [bla-bla-blubb]

Man sieht: Beim „Bündnis für Freiheit und Toleranz“ sind Freiheit und Toleranz gelebte Werte.

Die Unwahrheit als Instrument der Öffentlichkeitsarbeit. bft. e. V.

Die Unwahrheit als Instrument der Öffentlichkeitsarbeit. bft. e. V.

Anmerkung zum Schluss: Herr Dittmar hat offenbar öfter ein kleines Problem mit sozialadäquatem Verhalten. Manchmal brüstet er sich im Internet nämlich mit seinem besonders asozialen Benehmen: Link zum Artikel.

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