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Netzwerk Rauchen – Nikotiniker mit Rechenschwäche

Interessant ist die Unbedarftheit dieses dubiosen Rauchernetzwerkes namens „Netzwerk Rauchen“ und insbesondere seiner Forumsschreiber in einfachsten Fragen der Mathematik. Nehmen wir ein Beispiel: In diesem Forum des Netzwerk Rauchen wird immer wieder behauptet, die Passivrauchstudie des DKFZ sei schon alleine deshalb unseriös, weil die meisten Passivrauchopfer (namentlich 2/3) ja bereits über 85 Jahre alt gewesen seien. Eine Stellungnahme aus dem o. g. Forum:

Netzwerk Rauchen mit eklatanter Rechenschwäche

Netzwerk Rauchen mit eklatanter Rechenschwäche

Nun, Dyskalkulie kommt in der Bevölkerung relativ häufig vor, außerdem weisen die entsprechenden Schreiber des Forum in einigen Fällen wohl kaum einen entsprechenden Bildungsabschluss auf, um die Zahlen des DKFZ nachprüfen zu können. Wir wollen das an ihrer Stelle hier nachholen.

Die Tabelle summiert für alle genannten Todesarten die durch Passivrauchen verusacht wurden (mit Ausnahme des frühen Kindstodes, SIDS, diese 60 Fälle wurden zur Schlussrechnung zugefügt) die Opfer auf und differenziert nach Alter. Dabei kann man sehr gut erkennen, dass die Behauptung 2/3 der Opfer seien über 85 Jahre alt gewesen, schlichter Blödsinn ist. Das „Netzwerk Rauchen“ erzählt den Lesern seiner Webseite netzwerk-rauchen.de glatten Unsinn.

Schwachsinn des Netzwerk Rauchen richtiggestellt

Schwachsinn des Netzwerk Rauchen richtiggestellt

Und so wird wieder mal deutlich, dass das verquere „Netzwerk Rauchen“, eine Vereinigung von Tabakdrogenabhängigen, entweder bewusst die Unwahrheit verbreitet oder aus mangelnder Fachkompetenz heraus dummes Zeug erzählt. Und das Schlimmste dürfte sein: Die Mitglieder und insbesondere die Vorstand dieses „Netzwerk Rauchen“ glauben den Stuss selbst.

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Rauchen ruiniert die Zähne

Daß das Rauchen eine der größten Dummheiten ist, die man sich antun kann (in etwa vergleichbar mit Bungee-Springen ohne Seil) weiß jeder, der noch halbwegs bei Verstand ist. Neben Lungenkrebs und anderen Tumoren an allen möglichen Stellen des Körpers leiden Herz, Blutgefäße usw. usw. Daß Rauchen auch ein Zahnkiller ist, weiß man ebenfalls. Als Beispiel dafür nennen wir Michael Löb, Bundesvorsitzender des „Netzwerk Rauchen“. Unter dem URL unten findet man einen Bericht des SWR zum Thema „Rauchen auf Spielplätzen“. Im Interview sieht man eben den genannten Herrn. Man sehe einmal in den Mund des Herrn Löb, wenn er diesen auftut. SWR-Bericht mit Michael Löb Ein derart ruiniertes Gebiß mit gelben Zähnen ist sicher auch auf das Rauchen zurückzuführen. Der Mann raucht laut Bericht immerhin eine Schachtel am Tag.Und das sieht man. Haaaach!

Michael Löb vom Netzwerk Rauchen - Mit aller Kraft für den Krebs!

Michael Löb vom Netzwerk Rauchen – Mit aller Kraft für den Krebs!

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Reingefallen – Raucher graben uralte Kamellen einer Verblödungspublikation aus

Ein Tabakfreak auf „Raucher in Deutschland“ hat doch tatsächlich eine uralte Kamelle der Süchtigentruppe „Netzwerk Rauchen“ ausgegraben, die vor Jahren im Internet ein paar Ausgaben lang für Heiterkeit sorgte. Der Schwachsinn hieß „Neues vom Schelm“. Und die Nikotiniker fahren sowas auf diesen Blödsinn ab, daß man wirklich Angst bekommt.

Neues vom schwachsinnigen Schelm

Neues vom schwachsinnigen Schelm

(Fundort)

Die im Internet abrufbare Seite „Neues vom Schelm“, wurde erstellt einer unbekannten Autorengruppe oder eines Einzelautors. Sie hatte den Zweck, wissentlich Unwahrheiten über das Rauchen und seine schrecklichen Folgen im Netz zu verbreiten. Angesiedelt sind der oder die Autore(n) im Umfeld des sog. „Netzwerk Rauchen e. V.“, einer militanten und extrem aggressiven Splittergruppe, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, den Nichtraucherschutz in Deutschland wieder abzuschaffen. Die Betreiber dieser nikotinsüchtigen Kleinstgruppe mit wenigen Mitgleidern wollte vor allem ihren Mitgliedern und Sympathisanten die Möglichkeit geben, wieder ungehindert immer und überall Tabakdrogen konsumieren können.

Ein wesentlicher Teil der Strategie dieser dubiosen Gruppe ist es, immer neue Webpräsenzen zu erfinden um ihre offenkundigen Unwahrheiten unter das Volk zu streuen. Eine dieser Präsenzen ist wie gesagt ein kleines „Blättchen“ namens „Neues vom Schelm“ (http://neues-vom-schelm.de/). Dort werden in unregelmäßigen Abständen Pamphlete veröffentlicht, die ausschließlich der gezielten Desinformation und der Lüge dienen. In diesen Texten wird mit sehr einfachen rhetorischen Mitteln versucht, gegen den Nichtraucherschutz Stimmung zu machen und die seriöse Wissenschaft, die sich mit dem Tabakrauchen und seinen teilweise schrecklichen Folgen auseinandersetzt, zu diskreditieren.

Eines dieser Pamphlete wollen wir nachfolgend exemplarisch untersuchen, um herauszuarbeiten, mit welchen inhaltlichen, textlichen und stilistischen Mitteln die Autoren arbeiten, um ihre unseriösen Ziele gegen alle Vernunft zu realisieren.

Hier das Original des Textes: http://neues-vom-schelm.de/_gesund.html

Zitierte Originalpassagen sind in rot bzw. „“ gehalten.


„Raucher sterben früher“

Dies dürfte so ziemlich die einzige wahre Aussage in der ganzen textlichen Darbietung sein. Da sie am Anfang steht, kann man hier die Lektüre auch einstellen. Aber wir wollen ja den Text analysieren…

„Rauchfrei, gesund und glücklich?“

Schon alleine diese erste Frage ist suggestiv. Und derartige Fragen werden uns noch sehr oft begegnen. Die Antwort wird, wie bei Suggestivfragen üblich, auch gleich mitgeliefert, und sie lautet zwangsläufig „Nein“. Zumindest in der Sicht der Autoren. Denn wer seine eigene Gesundheit nach Kräften für seine Sucht ruiniert, dem ist wohl kaum zuzutrauen, daß er die obige Frage mit „Ja“ beantwortet. Weiterhin ist ja auch allgemein bekannt, daß man durch Rauchverzicht nicht unbedingt und damit zwangsläufig glücklich wird. Aber daß man durch Nichtrauchen gesünder wird, ist jedem geistig normalen Menschen einsichtig. Da man aber nicht glücklicher wird, so wird einem von den Autoren suggeriert, wird man eben auch nicht gesünder. Ein sehr leicht zu durchschauendes sprachliches Vorgehen indem man verschiedene Begriffe vermengt, die jeweils positiv besetzt sind. Verneint man dann den einen, verneint sich der andere automatisch mit.

„’Rauchen schadet Ihrer Gesundheit’: eine Binsenweisheit, die allgemein bekannt ist und von nahezu jedem akzeptiert wird.“

Durch diese Formulierung soll die angebliche „Binsenweisheit“ (die bekanntermaßen gesicherte Erkenntnis ist) in Zweifel gezogen werden. Denn wenn „nahezu jeder“ sie akzeptiert, so wird es auch einige wenige Wissende geben, die sie nicht akzeptieren. Und wer dies ist, ist natürlich ebenfalls schon klar. Mit anderen Worten: Die Masse lässt sich verdummen, die Damen und Herren Nikotinsüchtigen, die diesen Text verfaßt haben, gehören zum kleinen Kreis der Wissenden und lassen uns nun daran teilhaben. Man darf also gespannt sein.

„Stimmt es aber wirklich, dass wir Raucher, würden wir nur mit dem Rauchen aufhören, dann auch gesünder bleiben und länger leben würden?“

Interessant an diesem Text ist, daß er einleitend fast nur mit Fragen aufwartet und im Gegenzug keinerlei konkrete Aussagen oder gar Antworten auf diese Fragen liefert. Die Fragen beziehen sich dabei immer auf gesichertes Allgemeinwissen, das den Autoren aber bei der Verfolgung ihrer Ziele aber ungelegen kommt, und daher stellen sie dieses als fragwürdig dar. Ein Sachverhalt, den man als Rauchsüchtiger nicht akzeptieren mag, wird also durch Fragen in Frage gestellt.

„Immerhin gab es schon genügend andere Fälle, in denen hat es die Menschen eben nicht gesünder gemacht, wenn sie gläubig taten, was gerade als ‚gesundheitsfördernd’ in aller Munde war. Denn die Wissenschaft hat dabei schon so manchen Irrweg eingeschlagen.“

Auffällig ist hier auch wieder das vollkommene Fehlen von Belegen. Wo haben Menschen, die gesund leben, durch eben diesen Lebensstil gesundheitliche Nachteile erlitten? Kein Beleg, kein Beweis, nur Mutmaßungen und unbewiesene Behauptungen werden angeführt. Daß es „immerhin“ entsprechende Fälle gegeben haben soll, ist reines Stammtischgeschwätz. Vollkommen unwissenschaftlich und vom geistigen Niveau her äußerst dürftig. Und am Ende des Absatzes erscheint dann noch ein sehr ungenauer Verweis auf „die Wissenschaft“ im Allgemeinen. Welche Wissenschaft (Medizin, Biologie, Chemie, Physik oder eine Geisteswissenschaft) genau gemeint ist, welche Studien oder Erkenntnisse betroffen sein könnten, wird ebenfalls verschwiegen. Fazit: Nichts Konkretes, nichts Nachprüfbares, keine Wissenschaft. Nur sinnleeres und weitgehend dummes Gerede.

„Das kann selbstverständlich auch das Rauchen betreffen.“

Aha. Jetzt kommt man zum Kern der Sache. Es könne auch das Rauchen betreffen. Aber auch hier wieder keinerlei Konkretisierung, keine Verdeutlichung, was genau gemeint ist. Jeder Leser darf sich selbst aussuchen, wie er den Satz verstehen möchte. Nur inhaltsloses Bla-Bla, das man so oder ähnlich auf jedem Stammtischtreffen hören kann, wenn nur genug geraucht wird. Und es wird in aller Regel von Menschen ausgesprochen, die vermutlich genau so viel von Wissenschaft verstehen, wie die Autoren dieses Textes. Nämlich rein gar nichts.

„Sie finden diesen Satz ketzerisch? Wissenschaft sollte aber immer die unvoreingenommene Suche nach der Wahrheit sein. Sonst verhält sie sich wie der Mann aus dem Witz, der seinen Schlüssel unter der hellen Straßenlaterne leichter zu finden glaubt, obwohl er ihn dort gar nicht verloren hat.“

Das Problem dieser Autoren ist eben, daß sie mit Wissenschaft nicht allzuviel am Hut haben, erkennbar allesamt über keinerlei entsprechende wissenschaftliche Ausbildung verfügen. Im Gegenzug aber meinen sie, mit der Wissenschaft ganz allgemein ins Gericht gehen zu müssen. Derartig hanebüchen vorgetragene Wissenschaftskritik von Nicht-Wissenschaftlern wirkt dabei einfach nur lächerlich und über alle Maßen dumm. Ziel der Autoren ist es also vordringlich, allgemein Zweifel am Arbeiten von Wissenschaft zu säen. Einer Wissenschaft, die man nicht versteht, deren Ergebnisse man aber mißbilligt, weil sie der eigenen Auffassung von den Ursachen und Folgen des eigenen Tabakdrogenkonsums widersprechen.

Und über den dann in obigem Absatz noch nachgeschalteten „Witz“ muss man gar nicht reden. Dieser besitzt so viel Themenbezug als ob man das Rezept einer „Pizza Margherita“ in dem Text eingeflochten hätte.

„Der Mensch als Ganzes ist mehr als nur die Summe seiner als ‚Einzelteile’ betrachteten Organe und eine Antwort auf die Frage, was Sie gesund erhalten wird, gar nicht so einfach.“

Und hier wird es dann endlich wirklich esoterisch, wir haben ja bereits darauf gewartet. Der Mensch sei ein Ganzes, so wird gesagt. Das ist zwar schön und richtig, aber leider auf das Thema „Rauchen“ nicht anwendbar. Denn wer raucht, schädigt zwar alle Organe mit den zugeführten giftigen und krebserregenden Substanzen, aber es wird immer in aller Regel ein Organ zuerst versagen. So erleidet das Opfer dann einen Schlaganfall, einen Herzinfarkt oder es bildet sich ein Tumor in einem Organ. Das traurige und fatale Ergebnis das jahrelangen „Rauchgenußes“.

„Stoffe zu vermeiden, von denen Sie befürchten, krank zu werden, kann nicht falsch sein.“

Man lese diesen Satz, reflektiere kurz, und gehe dann sofort zum nächsten:

„Andererseits zeigt sich daran, dass Kinder, die in sehr hygienischen Verhältnissen aufwachsen, besonders häufig an Allergien und Asthma* leiden, dass zu wenig Kontakt mit schädlichen Stoffen auch schaden kann.“

Diese Anordnung von Sätzen ist beispielhaft für das Vorgehen der Autoren. Sachverhalte, die keinen Bezug zueinander haben, die aber oberflächlich betrachtet verknüpft werden sollen, werden in einem Atemzug genannt. Aus der Nacheinanderschaltung dieser beiden Sätze (deren Aussagen sich auf völlig unterschiedliche Sachverhalte von äußeren Einflussfaktoren beziehen), erreicht die gesamte Aussage beim Leser folgenden Eindruck: „Wenn ich Tabakrauch einatme, stabilisiert dies meine Gesundheit.“

Die Realität: Jeder weiß, daß man sich von bestimmten Stoffen möglichst fernhalten sollten, besonders von giftigen und krebserregenden Stoffen. Also sollte man unter allen Umständen nicht rauchen und auch keinen Tabakrauch einatmen. Diese chemischen Schadstoffe haben allerdings nichts mit der Allergievermeidung aus dem zweiten Satz zu tun. Denn bei der heute oft übertriebenen Hygiene, auf die dieser Satz abzielt, handelt es sich um das Vermeiden von Kontakt mit Bakterien und Viren, also mit Krankheitserregern, die z. B. viele Eltern durch ständige Desinfektion der Oberflächen von ihren Kindern fern zu halten versuchen. Hier werden also aus Gründen der Desinformation zwei völlig unterschiedliche Schadauslöser vermengt: Kanzerogene und Gifte des Tabakrauches auf der einen Seite und eher harmlose Bakterien und Viren auf der anderen.

„USA: Weniger Rauch – mehr Kranke“

Nun wird wieder eine unbewiesene und aus dem Zusammenhang gerissene These schlagwortartig in den Raum gestellt.

„Die USA gelten beim Kampf gegen das Rauchen als sehr erfolgreich. Fragt man aber nach der Entwicklung der Lebenserwartung der Amerikaner oder nach den Kosten des Gesundheitswesens, erfährt man: Beides, also auch die Gesundheit der US-Bürger, hat sich in den letzten Jahren verschlechtert.“

Anschließend wird wieder in vollkommen unwissenschaftlicher Weise versucht, eine beliebige Korrelation mit einer Ursache-Wirkungskette (einer Kausalität) gleichzusetzen.

Möglicherweise ist ja der durchschnittliche Gesundheitszustand der Amerikaner tatsächlich in den letzten Jahrzehnten abgesunken. Dies hat aber nichts damit zu tun, daß weniger geraucht wird, sondern daß die Armut und soziale Ungleichheit in Amerika seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stetig angestiegen ist. Dadurch wurde die Ernährungslage vieler Familien in den USA schlechter, ein großer Teil der US-Bürger hat keine Krankenversicherung und kann sich daher nicht oder nur sehr eingeschränkt medizinisch versorgen. Die Folge: Bis es zu einer medizinischen Behandlung kommt ist eine Krankheit in aller Regel schon wesentlich weiter fortgeschritten als z. B. in Deutschland. Zusätzlich sinkt das Bildungsniveau (wie auch in anderen Ländern) in den USA relativ gleichmäßig ab. Dies sind alles Faktoren, die der gesamten Volksgesundheit abträglich sind. Eine Kausalität eines verschlechterten Allgemeingesundheitszustandes mit einer steigenden Tabakabstinenz ist also nicht gegeben, sie ist rein fiktionaler Natur.

„Je weniger die Amerikaner rauchten, desto mehr stieg in den USA außerdem der Konsum von Psychopharmaka*. Die Befreiung von der Zigarette hat sie offenbar nicht freier und glücklicher, sondern vielmehr kranker und unglücklicher gemacht.“

Auch hier wieder der Versuch, durch eine beliebige Korrelation eine Kausalität nachweisen zu wollen. Der erhöhte Verbrauch von Psychopharmaka hat viele andere möglichen Ursachen: Eine leichtere Verfügbarkeit der Präparate am Markt, mehr Armut und sozialer Abstieg in der Bevölkerung wobei die vergleichsweise billigen Pharmaprodukte als zumindest zeitweiliger Ausweg aus der eigenen desolaten psychischen Befindlichkeit gesucht werden etc.

All dies sind wesentlich wahrscheinlichere Ursachen als ein einfacher Umstieg von der Tabakdroge hin zu Psychopharmaka.

„’Diese gleichzeitige Entwicklung ist nur Zufall!’, behauptet unser Gesundheitspolitiker nun vermutlich.“

Und sie tun das zu Recht, weil es keinen wissenschaftlichen Beweis für eine Kausalität gibt.

„Richtig ist, dass der Schelm natürlich nicht beweisen kann, dass es kein Zufall ist.“

Eben. Aber er versucht es trotzdem. Und zwar über den Weg der unzähligen Konjunktive, der exzessiven Verwendung der Möglichkeitsform und der unbewiesenen Hypothesen in Frageform.

„Aber wenn er in der Zeitung liest, dass unter den optimistischsten Menschen auffallend viele Raucher sind,“

Wenn dem so wäre, dann dürften primär die Pessimisten unter den Rauchern einen Herzinfarkt, Lungenkrebs und Schlaganfall erleiden. Die Wirklichkeit sieht leider ganz anders aus. Auch gibt es keinen wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen psychischer Grundstimmung und der Wahrscheinlichkeit, als Mensch im Laufe seines Lebens z. B. eine Krebserkrankung zu entwickeln.

„unzufriedene und unglückliche Menschen leichter krank werden und Optimisten länger leben als Pessimisten, dann fällt ihm ein, dass Fachleute außerdem bestätigen, dass Angst, Stress und Schuldgefühle krank machen können.“

Hier lassen sich die Autoren wieder vollends auf das Niveau der Esoterik herunter um gezielte Desinformation zu bewirken. Und wie ist eigentlich „krank“ definiert? Natürlich sind Menschen mit pessimistischer Grunddisposition anfälliger z. B. für seelische Erkrankungen wie etwa die Depression. Und sie sind auch etwas anfälliger für Infektionskrankheiten. Dies hat primär seine Ursache darin, daß das Immunsystem bei niedergeschlagenen Menschen etwas schlechter Krankheitserreger abwehrt als bei nicht-depressiven. Aber eine Depression, eine psychosomatische Störung oder ein Virusinfekt sind kein Lungenkrebs, kein Herzinfarkt und kein Schlaganfall und führen nur selten zum Tode.

„Genau diese Mittel werden aber ganz gezielt eingesetzt, wenn es darum geht, Raucher zum Nichtrauchen zu bekehren.“

Daß es wissenschaftlich erwiesen ist, daß inhalatives Tabakrauchen mit einem erheblichen Frühsterblichkeitsrisiko behaftet ist, haben bereits Doll und Peto vor 40 Jahren nachgewiesen: (http://www.oncoprof.net/Generale2000/g02…ex_gb-pr09.html). Es existieren keine wissenschaftlichen Zweifel, daß Raucher tendenziell wesentlich wesentlich früher sterben als Nichtraucher.

„Neben dem bekannten Placebo-Effekt, der bewirkt, dass auch unwirksame Medikamente oft helfen, wenn der Patient an eine heilende Wirkung glaubt, ist auch der umgekehrte Effekt, Nocebo-Effekt* genannt, in die Diskussion gelangt. Damit wurde das Phänomen benannt, dass ständige Warnungen vor einer Krankheit ebenfalls krank machen können. Es ergibt also durchaus einen Sinn, zu vermuten, dass der Kreuzzug gegen den Tabak der Gesundheit der Amerikaner mehr geschadet als genützt hat.“

Auch dies ist eine gezielte Falschinformation. Es existiert keine wissenschaftliche Studie, nach der Personen, die sich gesundheitsbewusst verhalten, weil sie bestimmte Krankheiten vermeiden wollen, mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit diese Erkrankungen erleiden. Die These „Krebsangst erzeugt Krebs“ ist ebenso unwissenschaftlich wie der ganze Text dieser Autoren, die überdies ihren Namen bewußt nicht nennen wollen. Eine weitere glatte Lüge also.

„Die Erkenntnisse von heute …

… sind bekanntlich oft die ‚großen Irrtümer’ von morgen.“

Ein schönes Wort „bekanntlich“. Hier wäre zu fragen, wo das geschrieben steht. Vielleicht im esoterischen Basiswissen der Redaktion des „Schelm“. Uns ist dieser Sachverhalt jedenfalls bis dato nicht bekannt und wir beschäftigen uns häufig mit Wissenschaft.

„In Wirklichkeit hat die Medizin noch sehr wenig von dem verstanden, was im menschlichen Körper abläuft, wenn jemand krank wird.“

Auch dies ist eine Falschinformation. Speziell auf das Rauchen bezogen sind die Mechanismen, die z. B. zur vermehrten Entstehung von Gefäßkrankheiten unter Tabakeinwirkung frühren genau aufgeklärt. Ebensolches gilt für die Karzinogenese (Krebsentstehung) von Lungenzellen durch Mutation des p53-Tumorsuppressorgens durch die im Tabakrauch enthaltenen Kanzerogene wie das Benz(a)pyren.

[…]

„140.000 Menschen pro Jahr sollen es zum Beispiel sein, deren Tod das Rauchen verschuldet – obwohl es noch in keinem einzigen Fall gelungen ist, zu beweisen, dass jemand tatsächlich am Rauchen gestorben ist.“

Hier wird wieder die beliebte These wiedergekäut, nach der das Rauchen keine direkte Todesursache sei. Mit der gleichen Begründung könnte man sagen, daß eine Person nicht an einer Gewehrkugel gestorben ist, sondern an bestimmten inneren Verletzungen. Daß diese Verletzungen aber nicht eingetreten wären, wenn nicht jemand auf das Opfer mit einer Waffe gefeuert hätte, lassen die Autoren dezent aus der Betrachtung herausfallen.
Natürlich stirbt niemand direkt an einer Zigarette. Er stirbt an einer unheilbaren Krankheit. Daß diese Erkrankung, wie z. B. der Lungenkrebs aber fast nur Raucher trifft (hier speziell das sog. „kleinzellige Bronchialkarzinom“ SCLC, das seine Opfer zu 99% unter Raucher findet) und damit durch das Rauchen verursacht wurde, steht auf einem anderen Blatt. Rauchen ist die Ursache tödlicher Krankheiten. Der Tod also eine Folge des Rauchens.

[…]

„Für manche Krankheiten gibt es in Deutschland wenigstens recht genaue Schätzzahlen, zum Beispiel für den Lungenkrebs. Vergleicht man diese Zahlen mit dem, was sich aus dem ‚relativen Risikos’ für Raucher ergibt, passt da vieles nicht so richtig zusammen.“

Und was soll das sein? Diese Aussage gilt nämlich nur, wenn man nicht in der Lage ist, wissenschaftliche Veröffentlichungen zum Thema „Rauchen und Lungenkrebs“ zu lesen oder zu verstehen. Interessant ist auch, daß die Autoren hier wieder nicht konkret werden. Es bleibt also wie in dem ganzen Pamphlet bei vagen Andeutungen, die niemals auch nur annäherungsweise genau benannt werden. Man findet am Ende der Originalwebseite zwar ein paar Quellenangaben, aber die relevanten Verweise (z. B. auf Doll/Peto) fehlen.

„Ein schönes Thema ist das sicher nicht. Dennoch wird der Schelm Ihnen noch berichten, was er darüber herausgefunden hat. Dazu muss er Sie aber aus Platzgründen auf eine eigene Ausgabe vertrösten.“

Leider haben wir vom „Schelm“ diesbezüglich nie wieder etwas gehört. Auch heute, im Jahre 2014, also mehrere Jahre nach diesem „schelmischen Beitrag“ haben wir diesbezüglich nichts erfahren. Warum wohl? Weil es mehr Erfolg verspricht, ein paar Nebelbomben abzuwerfen anstatt seine Behauptungen seriös zu untermauern? Oder schlicht und einfach, weil es keinen Beweis für die Behauptungen gibt? Warten wir also weiter….

„Es ist Mode geworden, das Rauchen für alle möglichen Krankheiten vom Fußpilz aufwärts verantwortlich zu machen,“

Hier wird wieder maßlos übertrieben. Das passt aber ins Bild, denn wenn man nichts zu sagen hat, muss man eben übertreiben.

[…]

„Ein Mann leistet im Schichtdienst schwere körperliche Arbeit. Weil besonders pflichtbewusst, schleppt er sich einmal sogar mit einer schweren Grippe noch zur Arbeit, und das bekommt ihm schlecht. Am Ende landet er im Krankenhaus. Das Herz, stellen die Ärzte dort fest. Kein Wunder, oder?“

Eine wirklich rührende Geschichte, schauen wir mal, wie sie weiter geht:

„Die Ärzte interessieren sich aber gar nicht für die Vorgeschichte.“

Woher weiß der Autor das?

„Erst als sie erfahren, dass der Mann außerdem auch noch raucht, merken sie auf: Ein Raucher mit Herzbeschwerden, aha! Untersuchungen und Behandlungen werden angeordnet – und zwar genau so, dass es für einen Raucher passt, der wegen des Rauchens krank geworden ist.“

Die Untersuchungen und die Therapie für akute Herzbeschwerden unterscheiden sich aber nicht nach „Rauchern“ und „Nichtrauchern“ außer daß man dem Raucher den dringenden Rat geben wird, das Rauchen aufzugeben.

„Andere, eigentlich viel näher liegende Untersuchungen werden verschoben oder gar nicht gemacht.“

Wieder eine unbewiesene Behauptung aus der Gerüchteküche. Ärzte würden sich einer schweren Pflichtverletzung schuldig machen, wenn sie Untersuchungen unterlassen würden, die zu Standardverfahren im Rahmen einer entsprechenden Diagnosestellung gehören.

„Zum Glück kann man im Fall einer durch Grippeviren verursachten Herzmuskelentzündung nicht viel falsch machen,“

Oh doch, kann man. Aber das muss der vollkommen unwissende Autor ja nicht wissen. Aber die Myokarditis wird durch Rauchen des Patienten nicht gerade leichter zu therapieren.

„und so wurde der Patient wieder gesund. Das ist aber nicht der Mühe zu verdanken, die man sich mit der vergeblichen Suche nach dem Beweis dafür gemacht hat, das Rauchen sei es gewesen, was ihn krank gemacht habe.“

Ein rührende Geschichte. Bleibt nur noch anzumerken, daß Tabakrauchen das Risiko für Herzbeschwerden erheblich erhöht. Was auch wieder wissenschaftlich beweisen ist.

Blinder Eifer dieser Art hat in der Medizin nichts zu suchen, und genauso wenig in der Wissenschaft.

Eine haltlose Unterstellung. Für die hier aufgestellten Behauptungen des Autors gibt es wieder keinen Beleg.

Normalerweise muss man das niemandem extra sagen, aber beim Thema Rauchen wird es allmählich nötig. Wenn ein Wissenschaftler Fragen wie ‚Hat das Rauchen vielleicht auch positive Wirkungen, wenn so viele Raucher darauf nicht verzichten wollen?’ nicht mehr stellen kann, ohne damit seine Karriere zu riskieren, geht es um eines nicht mehr: Um unser Wohlergehen.

Es gibt KEINE positiven Effekte des Tabakrauchens. Sogar die angeblich schützenden Wirkungen bei der Alzheimer-Krankheit ist widerlegt. Einzig beim Morbus Parkinson gibt es schwache Hinweise, daß Nikotinkonsum zu einer geringfügigen Senkung des Risikos beitragen könne. Aber was ist das für ein Vorteil für den ein großer Teil der Raucher mit einem sehr frühen Tod bezahlen muss? Der Nutzeffekt dürfte, wenn überhaupt, nur bei einem sehr kleinen Teil der Raucher wirksam werden. Nämlich jene, die das Glück haben, das Lebensalter in dem der Morbus Parkinson typischerweise auftritt, zu erleben. Außerdem beträgt das Lebenszeitrisiko für diese Erkrankung bei ca. 0,01 bis 0,02 (1 bis 2 von 100 Menschen), alleine jenes für das tödliche Bronchialkarzinom des Rauchers ist aber im Mittel 20 Mal so hoch.

Täglich halten Politiker uns vor, wir müssten eigenverantwortlicher werden. Wenn es um unsere Entscheidung für das Rauchen geht, soll das aber auf einmal nicht mehr gelten.

„Eigenverantwortung“ bedeutet schließlich auch vernünftiges und angemessenes Handeln und nicht den Suizid auf Raten. Immerhin ist ein Teil des Wortes „Eigenverantwortung“ die „Verantwortung“. Wer aber seine Gesundheit vorsätzlich beschädigt, kann wohl kaum als „eigenverantwortlich“ bezeichnet werden.

Der Schelm will Ihnen nichts vormachen: Es könnte wirklich sein, dass das Rauchen Sie eines Tages krank macht, also gehen Sie damit natürlich ein Risiko ein.

Im Gegenteil: Der Schelm will seinen Lesern eine Menge vormachen. Jetzt eine kleine Einschränkung zu bringen, unterstreicht die bisher verfolgte Verharmlosungsstrategie nur noch. Werden wir konkreter: Der Raucher geht ein 50%iges Risiko ein, vor Erreichen einer normalen Lebenserwartung zu sterben. An durch Rauchen verursachten Krankheiten wie Krebs, Lungenemphysem, Herzinfarkt, Schlaganfall usw.

„Aber ob das geschieht oder nicht, ja: ob Sie vielleicht sogar krank werden, weil Sie mit dem Rauchen aufhören, kann niemand Ihnen sicher voraussagen.“

Jetzt wird es wirklich haarsträubend. Der Autor hat tatsächlich eine Studie aufgetrieben in deren Rahmen 3 indische Ärzte festgestellt haben wollen, daß von ca. 300 Lungenkrebspatienten 58% das Rauchen bereits aufgegeben hatten als sie die Diagnose „Bronchialkarzinom“ erhielten. Alle Patienten waren übrigens mindestens 25 Jahre lang Raucher. Und mit diesem dürren Material soll doch tatsächlich bewiesen werden, daß Rauchverzicht Lungenkrebs erzeugen kann. Hanebüchener geht es fast kaum.

Zuerst ist ein untersuchtes Kollektiv von nur 300 Patienten viel zu klein um eine valide Aussage der behaupteten These zu machen. Zweitens handelt es sich um eine retrospektive Studie mit all den bekannten Schwächen. Drittens ist über die weiteren Lebensumstände der Patienten nichts bekannt. Und viertens haben alle Patienten nach 25 Jahren Tabakkonsum ein deutlich erhöhtes Risiko an einem Lungenkarzinom zu erkranken. Hätte man die Studie richtig ausgeführt, hätte man zudem eine Kontrollgruppe von Ex-Rauchern für eine längeren Zeitraum prospektiv beobachten müssen.

„Weiterrauchen – oder doch lieber aufhören? Diese Entscheidung würden manche Leute Ihnen am liebsten aus der Hand nehmen. Angeblich zu Ihrem Besten, aber falls es sich als falsch erweist, sind Sie es, der den Schaden hat – ein guter Grund, um Ihre Entscheidungsfreiheit auch gegen gutgemeinte Angriffe zu verteidigen.“

Ob man das Rauchen aufgibt, ist eine Entscheidung der Vernunft. Vernünftig ist dieser vorliegende Text jedenfalls nicht. Aber er zeigt sehr schön, wie Hardcoreraucher versuchen, mit direkten und versteckten Lügen, mit Halbwahrheiten und Stammtischgeschwätz, mit Esoterik und dummem Gerede davon abzulenken, was Rauchen wirklich ist. Eine tödliche Sucht.

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Jürgen Vollmer und das Lokalverbot

Mehr über Jürgen Vollmer, Marburg


Thema: Jürgen Vollmer und das Lokalverbot

Zuerst einmal bin ich froh, dass unser geschätzter Qualmrüpel Jürgen Vollmer nicht mehr nur Zahlen postet sondern auch wieder mit Texten aufwarten kann:

Jürgen Vollmer aus Marburg fühlt sich als Raucher verfolgt

Jürgen Vollmer aus Marburg fühlt sich als Raucher verfolgt

Gut, wir kennen Jürgen Vollmer und wissen, dass seine Sichtweise jetzt nicht unbedingt viel mit der Realität zu tun hat sondern im Wesentlichen seinem erheblichen Tabakdrogenkonsum geschuldet ist. Daher wird ihm der Begriff „asozial“ von seinem wirklichen Bedeutungsumfang her nicht unbedingt klar sein. Für Vollmer ist „asozial“ einfach alles, was sich gegen den Konsum von Tabakdrogen richtet. Und dass es Menschen gibt, die es als „aoszial“ empfinden, von Leuten Vollmer an allen möglichen Orten rücksichtslos vollgequarzt zu werden, wird er ebenfalls nicht verstehen. Insofern erscheint es mir logisch, dass er eine Willkürmaßnahme wie ein pauschales Lokalverbot für Politiker der GRÜNEN ohne Weiteres rechtfertigen kann. Denn einen nachvollziehbaren Grund für ein Lokalverbot braucht ein derartig intoleranter und unreflektierter Mensch wie Vollmer nicht. Es reicht, dass die GRÜNEN dafür (mit)verantwortlich sind, dass er und seine Rauchgenossen in NRW für den Nikotin“schuss“ vor die Kneipentür müssen.

Wie würde es eigentlich aussehen, wenn man Vollmer ebenfalls, aber eben nicht pauschal sondern auch aufgrund der Tatsache, dass er regelmäßig zum Rechtsbruch auffordert (indem er zur Nichteinhaltung des Rauchverbotes in der Gastronomie aufruft) auch ein Lokalverbot erteilen würde? Das wäre dann wohl die „widerwärtige Fratze des Systemfaschismus“[Zitat Jürgen Vollmer], die sich hier offenbart.


Für Wirte, die Wert auf saubere Luft in ihrer Gaststube legen, habe ich ein Plakat (DIN A4) erstellt, mit dem sie unserem geschätzten und preisgekrönten Qualmpöbler

Jürgen Vollmer aus Marburg
Lokalverbot erteilen können.Zur Begründung:

Herrn Vollmer ist der Zutritt zu rauchfreien Gaststätten zu verwehren, da er offensichtlich nicht gewillt ist, sich an Rauchverbote zu halten und er auch andere Raucher stetig zum Gesetzesbruch aufruft.

Wie man sich im Internet selbst überzeugen kann, hält Herr Vollmer Rauchverbote für eine faschistoide Praxis gegen die aktiver Widerstand notwendig ist. Dieser Widerstand hat sich nach Ansicht des Herrn Vollmer nicht nur auf demokratische Mittel wie Volksbegehren, Petitionen und öffentlichkeitswirksame Demonstrationen zu beschränken, sondern muss für ihn auch zwingend durch gezielten Gesetzesbruch erfolgen (siehe Zitate im Anhang).

Seine eklatanten Aufforderungen zum Rechtsbruch bezeichnet Herr Vollmer selbst als „Zivilen Ungehorsam“. Damit möchte er andeuten, dass er sich auf ein moralisches Recht beruft und gegen ein unrechtmäßiges Gesetz vorgeht. Er verkennt allerdings dabei, dass die vorhandenen Rauchverbote aus demokratischen Wege “ in Bayern sogar durch eine Volksabstimmung! “ entstanden sind und es kein moralisches Recht gibt, seine Mitmenschen durch Zigarettenqualm zu schädigen.

Da Herr Vollmer die Forderungen, auf Rauchverbote mit Rechtsverstößen zu reagieren, vehement vertritt, kann man davon ausgehen, dass er die geforderten Gesetzesbrüche auch selbst ausübt. Ein solcher Gesetzesverstoß, zumal er auch noch absichtlich herbeigeführt wird, wäre aber eine erhebliche Störung des Geschäftsbetriebes. Für Wirte ist es daher ein unzumutbares Risiko einen solch uneinsichtigen Störenfried zu bewirten!

Wie ebenfalls im Anhang dokumentiert ist, ist Herr Jürgen Vollmer aus Marburg nicht nur ein Fürsprecher für den rauchenden Gesetzesbruch, sondern auch ein bekennender Freund von Lokalverboten. Er sollte also sicher nichts dagegen haben, wenn ein Wirt von seinem Hausrecht Gebrauch macht und ihm ebenfalls ein solches Lokalverbot erteilt.

Mit raucherfreien Grüßen

Teer


(Benutzung auf eigene Gefahr!)


Anhang:

Die folgende Auflistung an Zitaten ist nur ein kleiner Auszug aus den öffentlichen Äußerungen des Herrn Jürgen Vollmer aus Marburg und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

Jürgen Vollmer schrieb:

Gegen die GRÜN-Roten Totalitaristen wird letztlich nur noch der entschiedene und AKTIVE, zivile Widerstand helfen! D.h. die Menschen müssen aufhören vor den Plänen und den Machwerken dieser so genannten Regierung zu kuschen, sondern sie müssen sich erheben und die faschistoiden Teile derer Politik nicht mehr beachten, die daraus hervor gegangenen oder auch noch hervor gehenden „Gesetze“ ignorieren und diese entschlossen und vorsätzlich kollektiv brechen!
Dies zu tun ist Notwehr im Verteidigungskampf von Freiheit und Individualität gegen die 1984-iger-Generation. Und dieser Widerstand ist so notwendig, wie das Aufbegehren gegen alle faschistoiden Herrschaftssysteme in dieser Welt.Die Notwendigkleit des Widerstands gegen die Freiheitsfeinde ist ELEMENTAR! Wehret den Anfängen, JETZT!


Quelle: Facebook – Sozialdemokraten gegen totale Rauchverbote vom 22.05.2012

Jürgen Vollmer schrieb:

Ich halte nicht viel von Volksentscheiden zu Themen, die allein mit der persönlichen Entfaltung der Menschen zu tun haben, denn niemand, auch keine „Mehrheit“ hat das Recht, Minderheiten vorzuschreiben, wie sie zu leben haben.
In diesem speziellen Fall jedoch, in welchem Umerziehung und Diktatur von einer verschwindenden Minderheit GRÜNER Fanatiker und roter Helfershelfer gegen jeden Restfunken gesunden Menschenverstands bereits in den Rang eines „Gesetzes“ erhoben worden sind, wünsche ich den aktiven Wirten allen nur denkbaren Erfolg in ihrem Bemühen, die installierte Diktatur doch noch mit parlamentarischen Mitteln zu Fall zu bringen. Ich persönlich glaube allerdings, dass gegen derlei Unrecht letztlich nur noch der Weg des zivilen Ungehorsams helfen wird.


Quelle: 06.03.2013 Facebook – Sozialdemokraten gegen totale Rauchverbote

Jürgen Vollmer schrieb:

Was erwartet Ihr anderes von einer Nichtraucherdiktatur? Die haben sich ihre „Normen“ längst so zurecht gezurrt, wie’s dem kollektiven Blockwartsrausch am dienlichsten ist und feddich. Widerstand ist nur noch im zivilen Ungehorsam lebensfähig.


Quelle: Facebook – Netzwerk Rauchen vom 25.03.2013

Jürgen Vollmer schrieb:

Die eigentliche Dreistigkeit besteht immer noch darin, dass Kneipen einfach generell als „öffentlicher Raum“ eingestuft werden, wenn es aber darum geht, die Betriebskosten aufzubringen, dann ist allein der private Betreiber zuständig, der nicht nur sämtliche „normale“ Risiken des Geschäftsbetriebes tragen, sondern nunmehr auch noch als zwangsverpflichteter Blockwart die Geschäfte der „Schutz“-Geld-Erpresser wahrnehmen soll.
Da hilft nur noch die kollektive Weigerung ALLER Betroffenen, diese gewaltsam aufgedrückten „Regeln“ länger zu akzeptieren.


Quelle: Facebook – Rauchverbot in NRW vom 19.06.2013

Jürgen Vollmer schrieb:

[…] Jetzt ist ziviler Ungehorsam und vor allem Widerstand angesagt, Widerstand gegen Willkür und lebensfremde, bürgerfeindliche Politik, die die Menschen geheneinander aufhetzt, anstatt sich um die wirklichen Probleme des Landes zu kümmern.
„Gesetze“, die einzig noch auf die Entmündigung der „Untertanen“ zielen sind unbeachtlich und sollten demonstrativ von niemandem mehr befolgt werden, im Gegenteil: Es ist höchste Zeit, die GRÜNEN und ihren schwarzgelben Appendix mit Paucken und Trompeten zum Teufel zu jagen!Wäre ich Wirt, hätte von heute an JEDER Einzelne dieser GRÜN-GELB-SCHWARZEN Möchtegernbevormunder absolutes Lokalverbot! – Niemand, nun wirklich NIEMAND, braucht dieses nichtsnutzige Schulmeisterpack für sein Glück. im Gegenteil! – Wehret den Anfängen.Jetzt rauchen wir erst recht!


Quelle: webnews.de – Heftiger Schlagabtausch Nichtraucherschutz vom 14.02.2010

Abraxas schrieb:

Och! Tut mir DAS jetzt aber leid …
Wo kämen wir nur hin, wenn am Ende noch mehr Wirte auf die Idee kommen würden, Ihre Antis, die ihnen das Geschäft versauen, einfach vor die Tür zu entsorgen?Da müsste man ja abends um die lieben Kinderlein fürchtenAndererseits: Tätens alle, hätte es sich bald ausgelogen und -bevormundet und dieses asoziale Pack würde endlich wieder auf dasjenige Maß an sozialer Bedeutung zurück gestutzt, das seinem Kleingeist entspricht, “ nämilich auf NULL!

Also liebe Wirte: Schmeisst die Antis raus! “ Immer und überall!

Jürgen


Quelle: sackstark.info – Rauchverbot: Löffel ab der Rösti! vom 12.02.2010

Abraxas schrieb:

Jetzt ist ziviler Ungehorsam und vor allem Widerstand angesagt, Widerstand gegen Willkür und lebensfremde, bürgerfeindliche Politik, die die Menschen gegeneinander aufhetzt, anstatt sich um die wirklichen Probleme des Landes zu kümmern.
„Gesetze, die einzig noch auf die Entmündigung der „Untertanen zielen sind unbeachtlich und sollten demonstrativ von niemandem mehr befolgt werden, im Gegenteil: Es ist höchste Zeit, die GRÜNEN und ihren schwarz-gelben Appendix mit Pauken und Trompeten zum Teufel zu jagen!Wäre ich Wirt, hätte von heute an JEDER Einzelne dieser GRÜN-GELB-SCHWARZEN Möchtegern-Bevormunder absolutes Lokalverbot! “ Niemand, aber auch wirklich NIEMAND, braucht dieses nichtsnutzige Schulmeisterpack für sein Glück “ im Gegenteil! “ Wehret endlich den Anfängen.Jetzt rauchen wir erst recht!

Jürgen Vollmer


Quelle: sackstark.info – Rauchverbot: Löffel ab der Rösti! vom 15.02.2010

Jürgen Vollmer schrieb:

Keiner, nicht Einer(!) von dieser völlig abgedrehten Bagage sollte auch nur noch ein Bein in eine „unserer“ Kneipen bringen, – KEINER davon!


Quelle: Facebook – Netzwerk Rauchen vom 20.06.2013

Jürgen Vollmer schrieb:

Die Meinung dieses ANTIrauchers geht mir ja sowas vonam Allerwertesten vorbei! DAS sind nämlich die Leute, die bei mir ohnehin Hausverbot hätten.


Quelle: Facebook “ Rauchverbot in NRW vom 24.06.2013

Jürgen Vollmer schrieb:

Es ist kein Nichtraucherschutz-, sondern ein zutiefst asoziales und freiheitsfeindliches Raucherverfolgungs-Gesetz.
Im Übrigen hat der Wirt – entgegen der Darstellung in dem Beitrag – im Rahmen seines Hausrechts sehr wohl auch das Recht ganz gezielt EINZELNEN, bestimmten Personen Hausverbot zu erteilen. Das muss mitnichten eine ganze Partei sein und es bleibt zu wünschen, dass er dieses Hausverbot konsequent durchsetzt und auch auf jene Parlamentarier der SPD ausdehnt, die diesem GRÜNEN Bevormundungs-„Gesetz“ ihrerseits zugestimmt haben.ICH würde das jedenfalls so machen und auch definitiv durchsetzen!


Quelle: Facebook “ Sozialdemokraten gegen totale Rauchverbote vom 28.06.2013


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Volkwin Michlewski und seine dümmlichen Raucherbildchen

Volkwin Michlewski ist ein unattraktiver, schlecht rasierter und erkennbar übergewichtiger  Herr gesetzteren Alters, der in verschiedenen Rauchergruppen auf facebook sein Unwesen treibt. Dort zeigt er sich meistens mit einer altmodischen Tabakspfeife im Mund, die ihm im Kiefer festgewachsen zu sein scheint. Herrn Michlewski scheint seine verunglückte Selbstdarstellung jedenfalls zu gefallen. Aber jeder blamiert sich eben so gut wie er kann. Und Herr Michlewski kann das verdammt gut.

Volkwin Michlewski fällt uns vor allem dadurch auf, daß er seinem Unmut über den Nichtraucherschutz in Nordrhein-Westfalen (absolutes Rauchverbot in der Gastronomie!) mit Hilfe von selbst gemachten Bildchen Luft machen möchte. Diese Bildchen sind, das wollen wir nicht verhehlen, ausnahmslos grottenschlecht und werden wohl nur von eingefleischten Nikotinabhängigen verstanden.  Oder auch nicht. Aber weil Herr Michlewski viel Zeit zu haben scheint, entläßt er jeden Tag ein Dutzend oder mehr dieser schwachsinnigen Verblödungsgrafiken in das Internet.

Auf der hier verlinkten  Grafik sieht man Herrn Michlewski wie er versucht, witzig zu sein. Er setzt sich ein geöffnetes Buch auf den Kopf und schreibt einen Text dazu, der die Schwelle zur Debilität bereits weit überschritten hat:

habe mich ab heute dazu entschieden unseren ausländischen mitbürgern etwas näher zu kommen ganz im sinne der grünen. ICH TRAGE AB SOFORT KOPFBUCH !

Ohne Zweifel wirkt Herr Michlewski so, als ob er, mit Verlaub, nicht mehr alle Tassen im Schrank hat.  Mit seiner Tabakspfeife im Mund und einem Hut, wie man ihn vielleicht in den 60ern getragen hat auf dem Kopf, kopiert er sich in seine dümmlichen Bildchen hinein und will auf Teufel komm raus seine Botschaft an den Mann/die Frau bringen. Welche Botschaft das ist? Keine Ahnung. Oder können Sie erkennen, was dieser Mist soll?

Volkwin Michlewski - selten dumme Bastelgrafik

Dümmliches Bild von Volkwin Michlewski

Was man aus dem Foto auf jeden Fall lernen kann ist, daß er für seine Tabakspfeife wohl einen unstillbaren Fetisch entwickelt hat. Und daß er gegen das Rauchverbot ist. Und daß er vielleicht mal mit einem Arzt reden sollte. Und das ist doch schon alles eine ganze Menge.

Wenn der Pfeifenraucher Michlewski richtig in Rage kommt, dann wird es echt unappetitlich. Zwei große Kothaufen (mit dem Wort „SCHEISSE“ garniert) reichen diesem offenbar nicht besonders gut belichteten Herrn zu einem wirksamen Nazivergleich.

GRÜNE = NAZIS = SCHEISSE. Das ist die Weltsicht des Herrn Michlewski.

Und spätestens wenn man diesen Beitrag von Volkwin Michlewski liest

bin in aachen mit qualmender pfeife 2.0 promille und 150 kmh in der stadt gestoppt worden. führerschein wurde nicht eingezogen. ich war zu fuss unterwegs! (Quelle)

fängt man an, den Geisteszustand des Mannes zu hinterfragen.

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„Chemie statt Mythen“ wie das „Netzwerk Rauchen“ Menschen verdummen will – von Peter Rachow

Das sog. „Netzwerk Rauchen“ versucht sich immer wieder an der systematischen Desinformation der Menschen um zu zeigen, dass Passivrauchexposition angeblich vollkommen harmlos sei und der Nichtraucherschutz daher abgeschafft gehöre. Die entsprechenden Pamphlete dieser ultraaggressiven Nikotinikerorganisation strotzen dabei von Logik-, Rechen- und anderen Fehlern und sind daher in der Regel nicht von einem namentlich genannten Autor verfasst. Denn wer will schon in der Öffentlichkeit als Verfasser derartig im besten Falle dürftiger aber in aller Regel vollkommen falscher Veröffentlichungen erkennbar sein?

Das hier vorliegende Papier „Chemie statt Mythen“ soll seitens der Ultraraucher belegen, dass die Schadstoffe des Passivrauchs im Vergleich zu anderen natürlichen oder anthropogenen Umweltbelastungen vernachlässigbar seien. Es werden seitens der Nikotinfanatiker dabei Darstellungen abgegeben und Aussagen gemacht, die entweder grob falsch oder zumindest so stark verzerrt sind dass sie in keinem Falle einem auch nur minimalen wissenschaftlichen Standard entsprechen. So werden z. B. häufig Dinge miteinander verglichen, die überhaupt keinen Vergleich zulassen, Zusammenhänge werden aufgebaut wo keine sind, Relativierungen realer rauchbedingter Risiken werden versucht, indem man kleine Alltagsrisiken aufbläht und in Relation zum angeblich harmlosen Tabakrauch setzt etc. etc.

Dies alles dient ausschließlich der gezielten Verdummung und Desinformation der Leser. Welche Wege dabei beschritten und welche Methoden angewandt werden, soll nachfolgend aufgezeigt werden. Wir wollen den Text „Chemie statt Mythen“ daher auszugsweise analysieren und die haarsträubendsten Fehler herausarbeiten, um den groben Unsinn des „Netzwerk Rauchen“ als das zu entlarven, was er substanziell ist: Übelste Propaganda im Namen des möglichst ungehinderten und rücksichtslosen Nikotinkonsums.

Gehen wir nun also in medias res: Haarsträubend an diesem Text sind viele Textstellen. Wir wollen sie nachfolgend zumindest exemplarisch besprechen.

Die Arbeit dieses Autors, der sich nicht traut, mit seinem Namen hinter seiner „Arbeit“ zu stehen, beginnt auf S. 5 mit einem Vergleich von Zigarettenrauch und Autoabgasen. Ein bei Extremrauchern gerne bemühter Vergleich. Schon dieser ist allerdings per se haarsträubend.

Die Edukte (Ausgangsstoffe) beider Prozesse (dem Rauchen von Tabak auf der einen und dem Verbrennen von Kraftstoff in einem Otto- oder Dieselmotor auf der anderen Seite) sind völlig unterschiedlicher Natur. Und damit sind auch die Produkte sowie die thermodynamischen und chemischen Gegebenheiten beim Verbrennungsprozess selbst vollständig unterschiedlich und nicht vergleichbar. Und dies sowohl was die qualitative als auch die quantitative Zusammensetzung der Edukte als auch der Produkte betrifft. Schon alleine der Versuch, einen derart abstrusen Zusammenhang herzustellen, lässt erhebliche Zweifel daran aufkommen, dass der unbekannte Autor, wie er vorgibt, tatsächlich ein Chemiestudium absolviert haben kann.

Vor allem anderen sind die Verbrennungsbedingungen bei beiden Prozessen nicht vergleichbar. Im Ottomotor findet die Verbrennung des zugeführten Kraftstoffes optimiert und unter ständiger Regelung des Kraftstoff-Luft-Gemisches statt  Wir nennen hier beispielhaft die Lambdasonde und den Luftmassenmesser als Sensoren, die Motorelektronik und -management als Stellglied des entsprechenden Regelkreises beim Benzinmotor. Beim modernen Dieselmotor haben wir entsprechende Systeme in Gestalt eines optimierten Dieseleinspritzsystems. Der Stoff, der im Motor verbrannt wird, ist dabei ein genau definiertes Gemisch aus flüssigen Kohlenwasserstoff-Verbindungen nebst Additiven für Klopffestigkeit, Motorschmierung etc.

Als Resultat dieses optimierten und stöchiometrisch korrekten Verbrennungsprozesses bleiben nach katalytischer Reinigung i. W. CO2 und H2O übrig. Feinstaubpartikel emmittiert ein Ottomotor kaum, ein Dieselmotor in Abhängigkeit von der Einspritztechnologie. Ältere Verteilereinspritzpumpenmotoren (VEP) weisen eine höhere Feinstaubemmission auf als Motoren mit Pumpe-Düse-Technik (PD). Am besten schneidet diesbezüglich jedoch der Common-Rail-Diesel ab, eine Höchstdruckeinspritztechnik, bei der aus einer zentralen Hochdruckpumpe unter Zwischenschaltung eines Puffersystems piezo-elektrische Einspritzventile gespeist werden.

Moderne Diesel-Fahrzeuge sind zusätzlich mit einem Dieselpartikelfilter (DPF) ausgrüstet und erreichen höchste Standards was die Abgasqualität betrifft.

Bei der Zigarette sind es dagegen hochkomplexe organische Verbindungen, die bei einer Temperatur zw. 500°C und 900°C unter vollkommen undefinierten Randbedingungen (Sauerstoffzufuhr, Temperatur in der Glutzone, mitverbrennende Zusatzstoffe im Tabak, Rauchverhalten des Konsumenten) verschwelt werden. Das entstehende Schadstoffgemisch differiert daher in Quantität und Qualität erheblich.

Außerdem werden Kfz in aller Regel nicht in geschlossenen Räumen betrieben, so dass sich hier jeder Vergleich bei vernünftiger Betrachtung von vorneherein ausschließt.

Auch beim Thema „CO“ und „CO2“ auf der Seite zeigt der Autor, dass er weder von Chemie noch von Medizin etwas versteht. Er schreibt

„Da die gewöhnliche Außenluft schon etwa 0,3 Vol % CO2 enthält,…“
(S. 7)

Falsch. Setzen! Sechs!. Der CO2-Anteil in der Luft beträgt 0,035%! Aber was macht eine Zehnerpotenz denn schon aus?

„Kohlendioxid
 
Der Stoff ist an sich irrelevant für die Gesundheit. Seine Konzentration kann allerdings, wie bereits gezeigt, als Marker für die allgemeine Raumluftqualität genutzt werden.“
(S. 10)

Wieder die vollkommene Unkenntnis des anonymen Autors: Ein Überhang an CO2 führt beim Menschen zu einer sog. „Hyperkapnie“. Bei leichter Verlaufsform aufgrund niedriger CO2-Konzentration sind Kopfschmerzen eine häufig beobachtete Symptomatik. Bei schwerer Verlaufsform tritt dann eine Tachykardie (Herzrasen) nebst einer Hypertonie (Bluthochdruck) auf. Für Menschen mit einer bestehenden Herzinsuffizienz keine unproblematische Situation.

Ebenso ohne jede Ahnung der Materie geht es beim nächsten Thema weiter:

„Kohlenmonoxid
 
Kohlenmonoxid wird vor allem durch Automobilabgase (70 % der Gesamtmenge) und Feuerungsanlagen erzeugt. In Städten können in der Außenluft bis 20 mg/m3 gemessen werden. In geringen Mengen entsteht CO auch als normales Stoffwechselprodukt. Jeder Mensch hat deshalb merkliche Mengen davon im Blut. Zigarettenabgase sind im Vergleich dazu für einen Nichtraucher fast bedeutungslos.“
(S. 10)

Leider nennt der unbekannte Autor keine Zahl, wie stark die Belastung eines verqualmtem Lokals mit CO nach welcher Zeit ist. Seine Aussage ist daher unbelegt und damit völlig wertlos. Auch die Aussage, dass jeder Mensch merkliche Mengen im Blut habe ist so nicht korrekt. Der Wert des im Blut durch CO blockierten Hämoglobin (CO-Hämoglobin = Carboxyhämoglobin = COHb) liegt beim Nichtraucher im Bereich von 0,4-1,5% Anteil am Gesamt-Hb. Beim Raucher liegt dieser Wert zwischen 3 und 15% also um ca. den Faktor 10 höher.

Eine Untersuchung zur Aufnahme u. a. von CO an Nichtrauchern in einer Rauchumgebung ergab eine signifikante Erhöhung des Spiegels an ausgeatmetem CO und damit ein klares Indiz für eine erheblich gesteigerte CO-Aufnahme durch Passivrauchexposition. Link.

Eine andere Studie ergab eine Erhöhung des COHb um 1% wenn Versuchpersonen sich in einem mit 80 Zigaretten und 2 Zigarren vollgeräucherten Raum 78 min. aufhielten. Link. Bei 3% COHb beginnt bereits für disponierte Personen der Bereich der Gefährdung z. B. durch Angina pectoris bei Herzkranken. Dieser Wert kann also unter bestimmten Umständen in einem verrauchten Lokal wo an einem Abend wesentlich mehr Zigaretten abgebrannt werden, leicht erreicht bzw. überschritten werden.

Und jetzt wird es wirklich lächerlich im Text unsere anonymen „Chemikers“:

„Acrolein

Es entsteht hauptsächlich beim Erhitzen von Speisefett, vor allem dann, wenn das Fett überhitzt wird und ‚brenzlig’ riecht. … Die selben Rauchverbotsbefürworter, die, angeblich aus Sorge für die Gesundheit der Kellner, kein einziges Tabakwölkchen im Lokal dulden wollen, finden nicht das geringste dabei, ein gebratenes Steak zu ordern und damit den Koch am Herd bei der Zubereitung diesem und anderen gefährlichen Schadstoffen auszusetzen.“
(S. 15)

Es scheint bei diesen Herrschaften durchaus üblich zu sein, Speisen dergestalt zuzubereiten, dass das verwendete Bratfett auf Temperaturen >200°C erhitzt wird. Dabei kommt es zur sogenannten Pyrolyse, d. h. das Fett wird durch hohe Temperatur in kleinere Moleküle aufgespaltet und neue Verbindungen entstehen.

Die nächste Frage, die zu stellen wäre, ist jene, welche Belege und Fakten der unbekannte Autor für seine abstruse These hat, dass sich Rauchgegner gerne mal ein verbranntes und verkohltes Steak gönnen.

„…Tatsächlich können in Gastronomie-Küchen leicht Kanzerogenwerte gemessen werden, welche die Konzentration dieser Stoffe im Kneipenrauch um ein vielfaches überschreiten – das gilt nicht nur für Acrolein, sondern auch für Nitrosamine und Benzo(a)pyren!“

Wie üblich bleibt dieses auch ohne Beleg, keine Zahlen, keine Verweise, nichts. „Mythen statt Wissen“ möchte man sagen.

„Benzol
Die Verbreitung dieser Substanz ist tatsächlich ein Skandal!
Aber nicht die Raucher tragen Schuld, sondern der Verkehr:“
(S. 16)

Und der Straßenverkehr, sowie Schiffe oder Flugzeuge nutzen geschlossene Räume?

 „…
Damit das Benzin ein paar Cent billiger bleibt, wird die Luft, die wir alle atmen, in unverantwortlicher Weise unnötig mit einem gefährlichen Kanzerogen belastet!“

Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn dieser Autor einfach einmal lernen würde, dass es einen gewichtigen Unterschied macht, ob ein Schadstoff in der Raumluft angereichert oder in der Umgebungsluft außerhalb geschlossener Umgebungen sehr schnell durch Thermik und Luftströmungen verdünnt wird.

„Ein Raucher auf dem Land hat weniger Benzol im Blut als ein Nichtraucher in der Stadt!“.

Dies als Grund dafür darzustellen, die Benzolproblematik sei zu vernachlässigen zeugt von einer erheblichen nikotininduzierten cerebralen Dysfunktion. Aber auch dies ist einen häufig verwendete Vorgehensweise der Pseudowissenschaftler des sog. „Netzwerk Rauchen“: Ablenkungsversuche durch Relativieren sind das Allheilmittel dieser Klientel.

Abgesehen davon wurde der Benzolanteil im Benzin in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich abgesenkt und eine signifikante Gesundheitsgefahr beim Tanken dadurch verinngert. Außerdem sorgen obligate Rückführungsysteme seit vielen Jahren dafür, dass beim Tanken von Vergaserkraftstoff aus dem Tank während des Tankvorgangs keine Benzindämpfe mehr austreten.

„Benzo[a]pyren
entsteht bei der unvollständigen Verbrennung von organischen Stoffen und ist infolge dessen weit verbreitet. Beim Holzkohlegrill liegen die Benzo-a-pyrenwerte mit ca. 50µg/kg (Was 625 Zigaretten oder 6 Jahren permanenter Passivrauchexposition entspricht!) höher als beim Grillen mit Infrarot, bei letzterem liegen die Werte bei ca. 0,2-8µg/kg gegrilltem Fleisch. (Was 2 bis 100 Zigaretten oder 16 Stunden bis 11 Monaten permanenter Passivrauchexposition entspricht!)“
(S. 19)

Hier werden wieder in vollkommen untauglicher Weise Expositionsdaten miteinander verglichen (so sie überhaupt stimmen) und Zahlen munter durcheinander gewürfelt, dass einem Hören und Sehen vergehen können. Das alles dann aber ohne eine nähere quantitative Aussage zu machen unter welchen Randbedingungen diese Exposition überhaupt zu Stande kommt. Und welche Mengen nimmt ein Nichtraucher, der nicht täglich erhebliche Mengen an Grillgut verzehrt, eigentlich genau auf? Und wer grillt schon mit einem Holzkohlengrill im Innenraum?

„Nickel
 
…wird als Kanzerogen genannt, also als ein Stoff, ‚für den keine Wirkungsschwellen als Dosismaß definiert werden, unterhalb derer keine Gesundheitsgefährdung zu erwarten wäre. …Somit können auch kleinste Belastungen mit den … Kanzerogenen zur Entwicklung von Tumoren führen.’
 
Das ist ja grässlich, vor allem für die Europäische Zentralbank – die hat nämlich Milliarden von Euromünzen in Umlauf gebracht die überwiegend aus Nickel sind! Ein Skandal ungeahnten Ausmaßes! Die Eurobanker vergiften ihre Kunden!“
(S. 21)

Was mich wirklich stört ist, wenn Leser für dumm verkauft werden sollen. Der Autor dieses Pamphletes scheint seine Leser allesamt für vollkommen verdummte Mitmenschen zu halten. Diesen Eindruck muss man jedenfalls gewinnen, wenn man die These der krankmachenden Euromünzen liest. Diesbezüglich zu stellende Fragen wären:

  • Wie viel Metallabrieb entsteht beim Benutzen einer Euromünze?
  • Wie viel wird davon inhaliert?
  • Wer inhaliert ganze Euros?

 „…Bestimmt, denn auch ganz gewöhnliches Edelstahlgeschirr besteht zu 18 – 20 % aus diesem Metall. Durch Abrieb und Korrosion des Geschirrs (und natürlich auch durch das Münzgeld) nehmen wir alle viele tausend mal mehr von diesem Metall auf als ein Raucher durch Zigaretten, dennoch macht sich darum keiner Sorgen.“

Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn dieser Herr einmal lernen würde, dass a) es einen Unterschied macht, ob ein Schadstoff oral aufgenommen oder ob er inhaliert wird und dass b) das Nickel im atomaren Gitter des Edelstahls zu einer Legierung gebunden ist und nicht ohne Weiteres freigesetzt werden kann. Des Weiteren liefert er wiederum keiner Zahlen für seine absurde These, wir würden uns durch den Gebrauch von Münzen und Edelstahlgeschirr schleichend selbst vergiften und mit Kanzerogenen belasten.

Und jetzt kommen wir langsam an den Punkt, wo sich dann ganz heftig die Fußnägel hochrollen:

„Cadmium
 
100 Nanogramm? 0,000.000.1 Gramm? Das ist alles? Das ist gar nichts! Wer ein einziges mal einen Nickel-Cadmium-Akku gekauft und dann weggeworfen hat, hat damit mehr Cadmium in die Umwelt freigesetzt als 500 starke Raucher in ihrem ganzen Leben!“
(S. 21)

Aha. Und wer atmet diesen weggeworfenen NiCd-Akku dann ein? Oder wie soll man sich diese selten dümmliche Posse vorstellen? Das Cadmium in einem NiCd-Akku ist wohlweislich hermetisch gegen die Umwelt versiegelt. Außerdem ist es chemisch im Akku gebunden. Akkumulatoren dürfen darüber hinaus nur in dafür ausgewiesenen Fachbetreiben entsorgt werden und werden nur von absoluten Vollidioten (man entschuldige diese harte Begriffswahl) in die Landschaft entsorgt. Also wird bei ordnungsgemäßer Entsorgung gar kein Cadmium in die Umwelt freigesetzt.

„Polonium 210
wird im Tabak tatsächlich angereichert, aber auch nicht mehr als zum Beispiel in Meeresfrüchten. Deshalb haben Japaner etwa genau so hohe Poloniumkonzentrationen im Körper wie Raucher, was jedoch nicht verhindert, dass sie die höchste Lebenserwartung weltweit haben. …“
 
Leider schon wieder falsch. Erstens werden Meeresfrüchte gegessen und nicht inhaliert, die Verweildauer des Po-210 im Körper ist daher wesentlich geringer als wenn es sich am Tabakrauchfeinstaub gebunden tief in der Lunge ablagert (s. u.!). Zweitens ist die angeblich hohe Lebenserwartung der Japaner primär der Tatsache geschuldet, dass die japanischen Melderegister nicht korrekt geführt werden und Verstorbene oft nicht gemeldet werden, weil Angehörige weiter die staatliche Rente beziehen wollen.
 
„…Die Inhalation von Radon und seinen radioaktiven Folgeprodukten ist eine
der wichtigsten Ursachen für Lungenkrebs.“
(S. 22)

Kleine Änderung: Die wichtigste Ursache des Bronchial-Ca. ist nach wie vor das Rauchen von Tabak. 95% aller Bronchialkarzinome werden durch Tabakrauch verursacht. Nur mal so am Rande bemerkt.

„…Einige Gebiete Deutschlands sind besonders betroffen: Im Thüringer Wald, dem Schwarzwald oder dem Erzgebirge nehmen die Menschen leicht zehn- bis hundert mal höhere Dosen aus dem Boden und den Mauern ihrer Häuser auf als anderswo. Dagegen fällt die radioaktive Belastung aus Rauch oder gar Passivrauch nur gering oder buchstäblich unmessbar ins Gewicht.“

Leider vergisst er (neben seiner üblichen Dyskalkulie und daher seiner Unfähigkeit belastbare Zahlen als Beleg für seine Thesen zu nennen) folgenden Sachverhalt :

Das Po-210 entsteht als Zerfallsprodukt von Radon und ist ein Metall. Seine physikalische Halbwertszeit (HWZ) beträgt 138 Tage, Es zerfällt unter Abgabe von energiereichen Alphateilchen zu Pb-206, einem Isotop des Blei.

Po-210 lagert sich dabei bevorzugt an Feinstaubpartikel, insbesondere an jene des Tabakrauches, an. Deshalb ist die Verweildauer des Alphastrahlers in der Lunge deutlich höher als bei Radongas, das in reiner Luft aufgenommen wird. Radon wird erst in Zusammenhang mit Feinstaub hochproblematisch, wenn dieser in der Lunge verbleibt. Deshalb ist bei rauchenden Bergleuten auch das Lungenkrebsrisiko überproportional erhöht, da sie sich einen Alphastrahler UND Feinstaub in hoher Dosis zuführen was zu einer längeren Verweildauer des Alphastrahlers im Bronchialsystem des Menschen und damit zu einem erhöhten Krebsrisiko führt.

Fazit

Man findet nun langsam die Antwort auf die Frage, warum unser Autor seinen Namen nicht nennen will. Kommen wir also zum Abschluss der Besprechung dieses Pro-Nikotinpamphletes. Wer einen derartigen unwissenschaftlichen Blödsinn veröffentlicht, tut gut daran, seinen Namen geheim zu halten. Denn dieser Autor wäre in Kürze vollkommen erledigt. Der Herr könnte wohl höchstens noch in der städt. Müllsortieranlage anfangen. Dieses hier vom sog. „Netzwerk Rauchen“ vorgelegte Pamphlet würde ich, so es von einem Schüler käme, diesem mit einer Bewertung „ungenügend“ um die Ohren hauen. und ihm den Rat geben, sich anstatt der Naturwissenschaft im weiteren Leben doch besser dem Verfassen von Science-Fiction-Literatur zu widmen.

Halten wir fest: Tabakrauch ist eine Substanz die beim aktiven Raucher nachgewiesenermaßen schwerste Gesundheitsschäden wie z. B. Lungenemphysem, Herzkranzgefäßleiden und vielfältige Formen von Krebs erzeugt. Es ist vollkommen unplausibel, dass diese Subtanz dem aktiven Raucher zwar die genannten gesundheitlichen Schäden mit einem sehr hohen Risiko früh zu sterben zuzufügen vermag, beim Passivraucher dagegen vollkommen harmlos sein soll. Diese Annahme widerspricht u. a. alleine der für den Tabkrauch nachgewiesenen Dosis-Wirkungsbeziehung zwischen Exposition und dem Risiko für bestimmte mit dem Tabakrauchen assoziierte Krankheiten. Besonders für die kanzerogene Wirkung des Tabakrauches gibt es keinen Schwellenwert unterhalb dessen eine Exposition bei allen exponierten Personen folgenlos wäre.

 

Peter Rachow (Mai 2010)

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Das Satanismusbekenntnis von Alexander Jäger

Für die Wähler des FDP-Landespolitikers Alexander Jäger aus dem baden-württembergischen Aalen  ist neben dessen Pöbeleien für den Blauen Dunst sicher auch interessant darüber etwas zu erfahren, dass sich dieser Politiker bereits im Jahre 2008 im Internet unter seinem Pseudonym „coma black“ zum Satanismus bekannt hat.

http://forum.netzwerk-rauchen.de/cgi-bin/YaBB.pl?num=1209231001/30

Auf der Internetseite des Netzwerkes Rauchen, wo Jäger früher ausgiebig Rauchgegner beleidigt hat (siehe hier), hat er dieses Bekenntnis zum Satanismus abgelegt:

Beweis durch Bild vom Netzwerk Rauchen:
Alexander Jäger aus Aalen bekennt sich zum Satanismus
Alexander Jäger aus Aalen bekennt sich zum Satanismus

Alexander Jäger aus Aalen bekennt sich zum Satanismus

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