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Deutscher Zigarettenverband: Eltern sollen ihre Kinder im Auto weiter vollrauchen dürfen!

Gelegentlich frage ich mich, ob Personen, deren Hauptgeschäft der Lobbyismus für tödliche Tabakdrogen ist, eigentlich noch mit normalen Maßstäben zu fassen sind. OK, bei Netzwerk Rauchen & Co., also den Grüppchen der Süchtigen, die schon seit Jahren ebenso lautstark wie erfolglos gegen den Nichtraucherschutz agitieren, wundert mich gar nichts mehr. Aber dass gelegentlich ein Vertreter eines offiziellen Verbandes einen Blödsinn im Dienste der Killerdroge Tabak über die Ticker gibt, bei dem sich mir ob des dargebotenen Unsinns die Nackenhaare senkrecht stellen, das kommt schon manchmal vor. Gestern war es wieder soweit.

Der „Deutsche Zigaretten Verband“ (DZV), ansässig in Berlin, denn die Nähe zur Macht ist den Tabakdrogendealern immer wichtig, ist die Nachfolgeorganisation des „VdC“, der vor einigen Jahren aufgelöst wurde, weil sein Hauptmitglied Philipp Morris (mit der Marke „Marlboro“ aka „Mordboro“) diesen verließ. Der Geschäftsführer des DZV, Jan Mücke, hat sich zu dem von der Bundesdrogenbeauftragten Mortler geforderten Rauchverbot in PKW geäußert, welches wirksam werden soll, wenn Kinder im Wagen mitfahren. Er erklärte diesbezüglich:

Jan Mücke, DZV: Der Deutsche Zigarettenverband hat die Forderung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler (CSU), das Rauchen in privaten PKWs im Beisein Minderjähriger zu verbieten, kritisiert. Verbandsgeschäftsführer Jan Mücke erklärte heute in Berlin, ein derartiges Verbot sei überflüssig. „Frau Mortler befindet sich im Verbotsrausch. Jeden Tag wartet sie mit neuen Verbotsideen auf. Ein Alkoholverkaufsverbot nach 22 Uhr, ein totales Verbot der Tabakwerbung oder nun Rauchverbote in privaten Autos, keine Verbotsforderung ist Frau Mortler platt genug, um nicht doch damit die Öffentlichkeit zu behelligen“, sagte Mücke heute in Berlin.

Es mag ja beruhigend wirken, wenn Herrn Mücke zu der berechtigten Forderung nach einem Rauchverbot im Auto wenn Kinder mitfahren nur der übliche Unfug einfällt wie „Verbotsrausch“, und „überflüssiges Verbot“. Das Wort „Verbot“ als Schreckvokabel muss einfach sein. Es ist Standarddiktion jener, die den Tod verkaufen und dies auch weiter tun möchten. Aber ich frage mich dann schon, wofür der Mann eigentlich bezahlt wird, wenn bei ihm der intellektuelle Output auf der Stufe von „Netzwerk Rauchen“ oder „VEBWK“ stecken bleibt. Dann könnte man auch Christoph Lövenich auf den Chefposten der Tabakdrogenhändler berufen. Aber, das sei zugegeben, die Position, welche Herr Mücke berufsmäßig vertreten muss, ist schon eine ziemlich dumme.

Schauen wir uns doch mal die Realität an: Täglich sieht man im Stadtbild Eltern, die ihre Kinder rücksichtslos vollrauchen. Eben weil die Eltern a) drogensüchtig und b) äußerst einsichtsresistent sind, was ihr Verhalten und dessen Selbst- und Fremdschädlichkeit betrifft. Da wird direkt über dem offenen Kindernwagen gequalmt (meistens mehrere Muttis im Trio oder Quartett, denn RaucherInnen sind halt sehr kommunikativ), da werden in Bereichen der Außengastronomie die mit am Tisch sitzenden Kinder gandenlos eingeraucht und auch an der Ampel oder vom Geh-/ Radweg aus sieht man häufig „Genussfreunde“ die im Auto quarzen obwohl der Nachwuchs im Kindersitz auf dem Rücksitz Platz genommen hat. Sch….egal, die Fluppe muss brennen, der Drogenabhängige braucht seinen „Schuss“.

Der nächste intellektuelle Overkill gelingt Herrn Mücke dann bei diesem Satz:

Jan Mücke, DZV: Offenbar hält die CSU-Politikerin ihre Mitbürger für völlig lebensuntauglich ohne staatliche Verbote. Damit werden erwachsene Menschen weiter entmündigt.

Setzen, Herr Mücke! Nichts verstanden, sechs! Hier geht es nämliche gerade nicht um die Entmündigung von Erwachsenen, was übrigens ein Standardargument jener Grüppchen, deren Geschäftsmodell das Verteilen von Krankheit, Siechtum und Tod unter der Bevölkerung ist, sondern um den Schutz derer, die sich nicht wehren können.

Jan Mücke, DZV: Nach einer repräsentativen dimap-Umfrage im Auftrag des DZV vom Juni diesen Jahres fühlen sich 94 Prozent der Deutschen gut oder sehr gut über die gesundheitlichen Risiken des Rauchens informiert.

Prima Herr Mücke, wurden da auch Kindern befragt? Die wissen übrigens meiner Erfahrung nach, zumindest ab einem gewissen Alter, sehr gut, was man sich mit dem Rauchen antut. Alleine das Problem ist, dass sie sich oft nicht gegen Erwachsene wie Eltern erwehren können, wenn diese die Bude in eine Räucherhöhle verwandeln. Eventuell, weil sie dann den Zorn der Eltern zu spüren bekommen, weil Papa oder Mama eben qualmen MUSS. Und dass das Wissen um die Tödlichkeit von Tabakkonsum kaum einen Süchtigen abhält, trotzdem zu rauchen, dürfte bekannt sein, Herr Mücke. Darauf basiert nämlich Ihr Geschäftsmodell.

Jan Mücke, DZV: DZV-Geschäftsführer MÜCKE sagte dazu heute in Berlin: „Eltern können die Gefahren des Rauchens selbst gut einschätzen und setzen deshalb ihre Kinder nicht dem Tabakrauch aus, weder in ihren Autos, noch im Kinderzimmer oder sonst im privaten Bereich.

Stimmt. Deshalb entstammen die oben gemachten Beobachtungen ja nur der Phantasie de rmilitanten Antiraucher und sind reine Hirngespinste. Ach ja, Herr Mücke, wenn wir denn schon beim Thema sind: Die Erde ist eine Scheibe, die Mondlandung fand in einem Studio statt und Elvis hat Kennedy erschossen..

Jan Mücke, DZV: Mündige Bürger können das selbst entscheiden, ohne dass es dafür eines staatlichen Verbotes bedürfte

Und genau da liegt das Problem, Herr Mücke: Wir reden bei Rauchern von Drogenabhängigen. Die haben einen Teil ihrer Mündigkeit schon vor Jahren oder Jahrzehnten am Zigarettenautomat abgegeben. Da ist nichts mit „freier, mündiger Entscheidung“. Da braucht der Tabakdrogenjunkie seinen nächsten Schuss. Und zwar i. d. R. in sehr kurzen Zeitabständen.

Jan Mücke, DZV: Es gibt keine wissenschaftlichen Untersuchungen, die belegen, dass eine signifikant hohe Zahl von Erwachsenen Kindern in privaten PKW dem Tabakrauch aussetzen.

Herr Mücke vom DZV ist nicht nur kein intellektueller Überflieger wie man an seiner äußerst schwachen Argumentation erkennen kann, er ist zudem nicht einmal in der Lage, wissenschaftliches Studienmaterial zu recherchieren. Oder er sagt bewusst die Unwahrheit. „Google“ kann übrigens helfen, Studien zum Thema „Rauchen im Auto“ zu finden. Man  muss allerdings Englisch können:

Hier die komplette Ergebnisliste einer kurzen Internetrecherche. Kein Studienmaterial? Herr Mücke, besuchen Sie doch mal einen VHS-Kurs zum Thema „Internet für Einsteiger“. Dort lernt man eine Suchmaschine zu bedienen.

Zum Schluss holt sich dann der Chefintellektuelle des DZV noch Argumentationshilfe von außen. Genauer vom ehemaligen Chef der Polizeigewerkschaft Freiberg:

Jan Mücke, DZV: Auch die Gewerkschaft der Polizei GdP hatte Forderungen nach einem Rauchverbot in privaten PKW mehrfach kritisiert. Sie hält Verbote dieser Art für schwer durchsetzbar. Für die Polizei ist es nach Auffassung des ehemaligen GdP-Chefs Freiberg schwer genug, das Handy-Verbot am Steuer durchzusetzen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Polizei derzeit mit ihrer Kernaufgabe, in Zeiten von Flüchtlingsströmen für innere Sicherheit zu sorgen, bereits stark ausgelastet ist. Eine flächendeckende Kontrolle eines Rauchverbotes im Auto im Beisein von Kindern könnte kaum gewährleistet werden und ist somit nicht praktikabel.

Wieder eine Argumentation, die an geistiger Schlichtheit kaum zu steigern ist. Die Einlassung: „Wir können es nicht kontrollieren, also bringt ein Verbot nichts.“ kann als Bankrotterklärung des Staates vor dem Rechtsbruch aufgefasst werden. „Wir können nachts keine Einbrüche verhindern, dazu haben wir zu wenig Leute. Deshalb ist Einbruch von 22:00 bis 6:00 morgens erlaubt. Verzichten Sie als Täter aber bitte dabei auf Verletzungs- oder Tötungshandlungen. Danke! Ihre Polizei„. Ich suche gerade eine Wand um den Kopf mal kräftig dagegen zu schlagen. Aber Herrn Mücke kommt diese kleingeistige Einlassung durchaus gelegen. Man ahnt warum.

Fazit: Ein Rauchverbot im Auto muss kommen. Zumindest wenn Kinder im Wagen sitzen, die sich oft den Widerstand gegen die Erwachsenen nicht zutrauen und daher lieber klein beigeben als einen familiären Konflikt zu riskieren. Viele erwachsene Raucher sind darüber hinaus zu stark abhängig von ihrer Droge, als dass sie besondere Rücksicht auf Kinder nehmen könnten oder wollten. Die Droge, mit deren Vertrieb der DZV sein Geld verdient, lässt ihnen da wenig Entscheidungspielraum. „Mündigkeit“ fällt aus wegen „is‘ nich'“. Darunter müssen dann die schwächeren leiden, in dem Falle Kinder. Und das muss sich dringend ändern.

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„Netzwerk Rauchen“ empört: Richterin verbietet Eltern, ihr Kind vollzurauchen!

Unglaublich! Eine englische Richterin hat sich erdreistet, einem „genussfreudigen“ Elternpaar das Sorgerecht über ihr Kind zu entziehen, weil diese die Bude (Wohnung kann man es wohl nicht nennen, doch davon später) bis unter das Dach vollgequalmt haben und dieses Verhalten trotz Ermahnung durch die Behörden nicht abstellen wollten. Liest man den zugehörigen Zeitungsartikel in englischer Sprache, wird einem erschreckend klar, was der Kleine durchmachen musste.

Der Junge ist laut dem Bericht zwei Jahre alt. Er leidet an Atemproblemen. Eine Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes sagte, sie sei in 10 Berufsjahren nie in einer derart vollgeräucherten Wohnung gewesen. Sie stellte bei einem Besuch fest, dass der Raum so stark mit Rauch angefüllt gewesen sei, dass sie selbst kaum hätte atmen können. Die Wohnung machte insgesamt einen dreckigen,stinkenden und unhygienischen Eindruck. Der Vater habe zudem erhebliche Drogenprobleme. Die mit dem Fall befasste Richterin Louise Pembleton stellte fest, dass der Junge überdies einen Inhalator zur Behandlung seiner Atembeschwerden benötigt und dass er vom starken Rauch in der Wohnung massiv beeinträchtigt wird. Eine Adoptionsfreigabe sei daher der einzige Weg, den kleinen Jungen aus der seine Gesundheit gefährdenden Umgebung zu bringen, auch wenn dies eine harte Entscheidung gegen die Eltern sei.

Derlei Ungeheuerlichkeit muss natürlich die nachhaltige Empörung des „Netzwerk Rauchen“ nach sich ziehen:

„Netwzerk Rauchen“: Im englischen Fall stützte sich das Gericht auf eine Jugendamtsmitarbeiterin (Antiraucherin?), die über Rauchwolken in der Wohnung der Familie klagte und schenkte der Mutter keinen Glauben. Netzwerk Rauchen hatte schon vor Jahren die Behauptung, Rauchen in Gegenwart der Kinder sei schädlich bzw. für deren Gesundheit gefährlich, untersucht. Wir haben in unserer Publikation „Macht Passivrauchen Kinder krank?“ festgestellt, dass an dieser propagandistischen Panikmache zur Entnormalisierung des Rauchens wissenschaftlich nichts dran ist. (Quelle)

Na, da haben wir es doch. Die Dame vom Jugendamt, die bescheinigt hat, dass die Unterkunft wohl mehr einer Gaskammer ähnelt als einer Wohnung, war wahrscheinlich eine „Antiraucherin“. Wahrscheinlich sogar eine „faschistoide“. Und „Netzwerk Rauchen“ hat natürlich „wissenschaftlich“ festgestellt, und einen entsprechenden Text veröffentlicht, dass Rauchen in der Wohnung für Kinder vollkommen ungefährlich ist. Eine Auseinandersetzung mit diesem Schwachsinn habe ich hier geführt. Das pseudowissenschaftliche Pamphlet besteht i. W. nur aus Zahlenverdrehereien und anderen dümmlichen und leicht durchschaubaren Taschenspielertricks. Im Wesentlichen fußt die These, dass Passivrauchen für Kindern ungefährlich sei, darauf, dass man ein statistische Signifikanz erst ab einer relativ hohen Steigerung des Relativen Risikos annimmt. Der Faktor liegt zwischen 2 und 3. Es wird einfach postuliert, dass die epidemiolgische Forschung das so sehe. Punkt. Aus. Ende.

Die ernsthafte Forschung kommt zu ganz anderen Ergebnissen:

As part of a longitudinal study of the respiratory health effects of indoor and outdoor air pollutants, pulmonary function, respiratory illness history, and symptom history were recorded at 2 successive annual examinations of 10,106 white children living in 6 cities in the United States. Parental education, illness history, and smoking habits also were recorded, along with the fuel used for cooking in the child’s home. Maternal cigarette smoking was associated with increases of 20 to 35% In the rates of 8 respiratory illnesses and symptoms investigated, and paternal smoking was associated with smaller but still substantial increases. Illness and symptom rates were linearly related to the number of cigarettes smoked by the child’s mother. Illness rates were higher for children of current smokers than for children of ex-smokers. The associations between maternal smoking status and childhood respiratory illnesses and symptoms were reduced but not eliminated by adjustment for parental illness history. Levels of forced expiratory volume in one second (FEV1) were significantly lower for children of current smokers than for children of nonsmokers at both examinations and highest for children of ex-smokers. Levels of forced vital capacity (FVC) were lower for children of nonsmokers than for children of current smokers at both examinations, but the difference was statistically significant only at the first examination. Both the increase in mean FVC and the decrease in mean FEV1 among children of current smokers were linearly related to daily cigarette consumption.
Quelle

Die Einsekundenkapazität (FEV1) bei Kindern, die Passivrauch ausgesetzt sind, war im Gegensatz zu nicht exponierten Altersgenossen signifikant schlechter. Dieser Wert misst die Luftmenge, die in einer Sekunde ausgeatmet werden kann. Bei ständiger Reizung der Lungen durch Schadstoffe bilden sich Verengungen in den Bronchien, die den Luftfluss behindern. Daher sinkt der Quotient dQ/dt ab. Mehr Studien zum Thema “Kindergesundheit und Passivrauch” gibt es bei Google Scholar. Dort kann man eine große Zahl Studien (und das nicht nur zum Zusammenhang von Atemwegserkrankungen bei Kindern als Folge des Passivrauchens, sondern auch zu Mittelohrentzündung und anderen gesundheitlichen Störungen) finden, die der Auffassung des “Netzwerk Rauchen”, eine Passivrauchbelastung sei für Kinder total unkritisch, einiges entgegengehalten:

  • ETS increases both the prevalence and the severity of asthma. (Link)
  • Illness and symptom rates were linearly related to the number of cigarettes smoked by the child’s mother. Illness rates were higher for children of current smokers than for children of ex-smokers. (Link)
  • Passive smoking is associated with dose-related impairment of endothelium-dependent dilatation in healthy young adults, suggesting early arterial damage. (Link)
  • Weitere
Besonders der immer wieder nachgewiesene Dosis-Wirkungs-Zusammengang indiziert klar einen Zusammenhang zwischen der jeweiligen Gesundheitsstörung und der Passivrauchexposition.
Ein schlimmer Fall aus der Praxis soll das traurige Schicksal von vollgequalmten Kindern verdeutlichen:

 

„Mindestens 10 Mal in 3 Jahren haben wir der Familie geraten, nicht in Gegenwart ihrer 5 und 7 Jahre alten Kindern zu rauchen. Die Kinder kamen immer wieder mit Ohrinfektionen, Husten, Bronchitis und Asthma in unsere Klinik. Zwei Monate nach einem Besuch bekam das jüngere Kind eine Lungenentzündung. Wir behandelten sie erfolgreich mit Antibiotika und Inhalationen. Den Eltern gaben wir den dringenden Rat, nicht mehr in Gegenwart ihrer Kinder zu rauchen. Die Eltern weigerten sich allerdings, diesen Rat anzunehmen.

[..]

Kurze Zeit später kam das jüngere Kindern wieder in die Notaufnahme mit einer Lungenentzündung. Sie musste mehrere Tage auf der Kinderintensivstation verbleiben, bis sich ihr Zustand besserte. Von 10 Erwachsenen,die mit ihren Kindern im Wartezimmer saßen, waren 6 starke Raucher. (Quelle)“

Fazit: Man ist ja einiges gewöhnt von den militanten Kampfrauchern des “Hetzwerkes”. Aber dass sich die pathologische Rücksichtslosigkeit dieser Leute mittlerweile nicht nur gegen erwachsene Menschen richtet, die den aerosolen Giftgasmüll der Raucher nicht einatmen wollen, sondern man nun auch wehrlose Kinder in Wohnungen nicht verschont, weil man meint, Rauchen gehören einfach “dazu”, das verusacht schon körperliche Übelkeit. Die krankhaften Egomanen der Kampfraucherfraktion schrecken nicht einmal davor zurück, aus ihrem widerlichen Egoismus heraus, ihre eigenen Interessen nach Befriedigung ihrer Drogensucht über elementare Bedürfnisse anderer Menschen zu stellen. Ganz einfach weil sie zu faul, zu träge oder schlicht zu dumm sind, zum Rauchen auf den Balkon zu gehen. Oder weil es ihnen an sozialer Intelligenz mangelt. Und damit es auch eine Rechtfertigung für dieses kranke Ansinnen gibt, werden dümmliche und pesudowissenschaftliche Texte ersonnen, wie der oben angeführte mit dem Titel “Macht Passivrauchen Kinder krank?”. Dieses Verhalten ist an Widerlichkeit kaum mehr zu steigern.

 

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Ronald Blumberg: Den „Studienfälschern“ auf der Spur

Ronald Blumberg, der bekannte Kampfraucher aus Radevormwald, wagt sich in die Welt der Wissenschaft. Für einen vor Jahren insolvent gegangenen Werkzeughändler ohne Wissenschaftsausbildung, nebenbei bemerkt, ein mutiges Unterfangen. Aber endlich kann der Mann „beweisen“, dass alle wissenschaftlichen Studien zum Thema „Gefährlichkeit von Rauchen und Passivrauchen“ Fälschungen sind. Dabei bedient sich der Mann eines bei Nikotinikern beliebten Tricks, der gerade bei intellektuell weniger gut beschlagenen Zeitgenossen gerne angewandt wird und von einer mental ähnlich gestrickten Zielgruppe auch gerne geglaubt wird. Diese Methode nennt sich „Übergeneralisierung“. Ein einfaches Strukturmuster liegt dieser Denkweise zugrunde: „Bei A war es also muss es auch bei B so sein!“.

Ronald Blumberg versucht Wissenschaftskritik

Ronald Blumberg versucht Wissenschaftskritik (Quelle)

Die Story in Kurzfassung: Zwei Fernsehjournalisten entwerfen mithilfe einiger Wissenschaftler eine Pseudostudie mit der sie „beweisen“,  dass Schokoladenkonsum schlank macht. Sie führen die Untersuchung, die auf einem durchaus plausiblen Studiendesign basiert, durch und mainpulieren die Ergebnisse dahingehend, dass „erwiesen“ ist, dass Schokoladenkonsum zur Gewichtsreduktion beitragen kann. Die Resultate werden in einem freien Medizinjournal im Internet veröffentlicht.

Und damit ist nun laut Blumberg erwiesen, dass alle anderen wissenschaftlichen Untersuchungen, besonders jene zur Gefährlichkeit von Tabakrauch, Fälschungen sein müssen.

Ronald Blumberg versucht Wissenschaftskritik

Ronald Blumberg versucht Wissenschaftskritik

OK, diese überaus schlichte Denkweise ist typisch für Blumberg. Um „Ronnie“ die Antwort auf obige Frage zu geben: Ronnie die Sensationstory beweist REIN GAR NICHTS.

Eine einzige Studie, die angeblich etwas „beweisen“ soll, ist nämlich absolut wertlos. Zumindest so lange sie nicht von der Wissenschaftswelt überprüft wurde. Bei der genannten Zeitschrift findet aber nicht einmal ein Peer review, also eine Überprüfung der Ergebnisse, durch unabhängige andere Wissenschaftler statt, bevor die Publikation raus geht. Dort kann man für 100$ jeden Unsinn ungeprüft publizieren.

Die Frage, wie das Vorhaben bei renommierten Publikationen ausgangen wäre, muss man eigentlich nicht stellen. Vermutlich wäre die „Studie“ dort glatt durchgefallen. Daher haben die Journalisten wohl zielgerichtet die Plattform  „imed“ ausgesucht. Auch bei „Google scholar“ gibt es übrigens keinen Hinweis auf die Stude, geschweige denn auf eine Überprüfung oder eine Folgestudie, welche die Ergebnisse der ersten verifizieren oder falsifizieren könnte.

Beim Thema Passivrauchen sieht die Studienlage übrigens ganz anders aus (Link zu Google scholar).

Insofern muss man den beiden Journalisten vorhalten, hier gezielt bestimmte Schwachstellen des Wissenschaftsbetriebes ausgenutzt zu haben. Denn schließlich wollten sie einen „aufrüttelnden“ Beitrag produzieren, der aber so sicher nicht verallegemeinerungsfähig ist. Es sei denn man ist rauchender ehemaliger Werkzeughändler ohne Hintergrundwissen was Wissenschaftlichkeit betrifft und sucht verkrampft nach Munition, um gegen den Nichtraucherschutrz zu stänkern.

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„JuJu“ probiert sich in Wissenschaft

„JuJu Bindweed“ ist eine aggressive Jungraucherin, die unter diesem Pseudonym (richtiger Name ist der Redaktion bekannt)  im Internet gegen den Nichtraucherschutz agitiert. Sie betreibt einen eigenen Blog, auf dem sie u. a. versucht, die hier eingestellten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Schädlichkeit des Passivrauchens anzugreifen.

Leider mangelt es Frau „JuJu“ ganz erheblich an mathematisch-naturwissenschaftlicher Bildung. So versucht sie, die von mir unlängst angeführten Studien zur Gefährlichkeit von Passivrauch zu entkräften. Dabei kommen wirklich groteskte Dinge heraus, die ich hier mal zur Erheiterung der Kollegen zeigen möchte.

„JuJu Bindweed“: …oder diese hier: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11466122 In der eine wissenschaftlich überzeugende “Metastudie” mit sage und schreibe 30 Japanern vorgestellt wurde.

(Quelle)

Frau sollte bei der Lektüre des Links schon erkennen können, dass es sich dabei um eine Einzeluntersuchung handelte. Eine „Metastudie“ ist dagegen ganz anders angelegt. Hier werden eine Vielzahl von bereits existierenden Studien untersucht um auf dieser Basis neue Erkenntnisse zu gewinnen. Eine Metastudie ist daher eine Studie, die keine neuen sondern bereits vorhandene Untersuchungen unter neuen Aspekten auswertet.

Also, liebe Julia: Bevor ich große Töne spucke, würde ich mich über die verwendeten Begriffe erst einmal kundig machen. Kleiner Tipp: Ein naturwissenschaftliches Studium, das man irgendwann mal abgeschlossen hat, hilft dabei ungemein.

Und weiter geht’s mit „Wissenschaft à la Juju“:

„JuJu Bindweed“: Selbst andere von ihm selbst angegebene Studien zeigen nur ein Risiko von 1.17-1.29 an, wobei man wissen muss das epidemiologisch 1=0 Risiko bedeutet.

Wieder falsch. Hier ist der Begriff „Risiko“ bereits nicht korrekt verwendet. Gemeint ist das Relative Risiko (RR). Das RR sagt aus, um welchen Faktor ein Risiko A im Vergleich zu einem anderen Risiko B erhöht oder erniedrigt ist.

Beispiel: Bei starken Rauchern ist das RR an Lungenkrebs zu erkranken (Risiko A) beispielsweise um bis zum Faktor 40 gegenüber einem Nichtraucher erhöht an der gleichen Krankheit zu erkranken (Risiko B) Dasraus ergibt sich RR=40. Oder anders gesagt, der Nichtraucher hat für das Lebenszeitrisiko Bronchialkarzinom ein RR von 1 (denn schließlich erkranken auch Nichtraucher an Lungenkrebs, wenn auch nur sehr wenige). Der Raucher hat dagegen ein RR von bis zu 40 bezogen auf den Nichtraucher.

Ein RR von 1 bedeutet dabei also nicht, wie Julia meint, ein Risiko von NULL sondern ein Risiko A von 1, bezogen auf das Risiko B. Oder anders gesagt: Risiko A = Risiko B. Also haben beide Risiken den gleichen Wert. Der wird aber sehr häufig > 0 sein. Mathematik ist erkennbar nicht die Stärke von „JuJu“.

Aber „JuJu“ hat leider nicht nur keine Ahnung von deskriptiver Statistik, auch in Rechtskunde versagt sie krass:

„JuJu Bindweed“: P.S. Auch als Moderator seines Blogs hat Peterle krass versagt. Es wäre seine Pflicht gewesen mäßigend einzugreifen, wenn Personen oder Personengruppen diffamiert werden. Das ist nicht geschehen und zeigt eine absolute Unfähigkeit andere Meinungen auch nur ansatzweise zu verstehen.

Ein Blick ins Gesetz erleichtert, mal wieder, die Rechtsfindung:

TMG: § 10 Speicherung von Informationen

Diensteanbieter sind für fremde Informationen, die sie für einen Nutzer speichern, nicht verantwortlich, sofern

1. sie keine Kenntnis von der rechtswidrigen Handlung oder der Information haben und ihnen im Falle von Schadensersatzansprüchen auch keine Tatsachen oder Umstände bekannt sind, aus denen die rechtswidrige Handlung oder die Information offensichtlich wird, oder

2. sie unverzüglich tätig geworden sind, um die Information zu entfernen oder den Zugang zu ihr zu sperren, sobald sie diese Kenntnis erlangt haben.

Eine Aufsichts- oder Maßregelpflicht ist damit für den Forenbetreiber was fremde Beiträge betrifft ausgeschlossen.

„JuJu“ ist übrigens weit weniger zimperlich, wenn sie selbst austeilen kann:

JuJu lässt es krachen

JuJu lässt es krachen

JujU voll in Fahrt

Juju voll in Fahrt

JuJu ganz charmant

JuJu ganz charmant

Juju pöbelt gerne mal

Juju pöbelt gerne mal

(Quelle: Blog von destruxol)

Fazit: Am Besipiel von „JuJu Bindweed“ kann man schön die Vorgehensweise moderner Netznutzer im Allgemeinen und von Hardcorerauchern im Besonderen erkennen: Den Mund sehr weit aufmachen aber keine Ahnung von dem haben, über was man referiert. Und regelmäßig greift man/frau dann auch zur verbalen Aggression, schließlich kommt man aus einer spezifischen Schicht und das darf das Publikum dann auch mitbekommen. Und mal ehrlich, ein paar k(n)ackige Fäkalausdrücke erfordern doch auch weniger Kompetenzen als die korrekte Herleitung von Zusammenhängen aus dem Bereich der deskriptiven Statistik.


Mist, jetzt habe ich fast den Brüller vergessen, und der läuft unter der Rubrik „Selbstbild und Fremdbild – Zwei Welten treffen sich.„:

„JuJu Bindweed“: Peterle, Du solltest in den Ruhestand gehen, deinen Blog für alle Raucherkommis sperren oder wieder zum RW ohne Antwortmöglichkeit zurückkehren. Begreif endlich das eine neue, ideologisch geschulte Generation von Rauchern gekommen ist, die dich in Grund und Boden argumentiert,

Ja, „JuJu“, das „Argumentieren in Grund und Boden“ ist Dir wirklich überzeugend gelungen! OK, Mathe ist nicht jedermanns/fraus Sache. Das macht aber nichts! Aber vielleicht siehst Du jetzt ein, warum man im Unterricht doch regelmäßig aufpassen sollte und nicht immer nur zum Rauchen auf’s Klo gehen, wenn der Lehrer was erklärt.

LOOOOOOOOOOOOOOOOL!

LOOOOOOOOOOOOOOOOL!

 

 

Schnellbeweis:

"JuJu Bindweed" versucht sich in Wissenschaft

„JuJu Bindweed“ versucht sich in Wissenschaft

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