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Günter Groß ist tot – Ein Nachruf

Bereits im Mai diesen Jahres verstarb einer der ganz Großen aus der ständig kleiner werden Gruppe der Streiter für Herzinfarkt, Lungenkrebs und was man sich sonst als Raucher noch so wegholen kann: Günter Groß aus dem fränkischen Bad Kissingen.

Günter Groß war ein Ausnahmekämpfer für den blauen Dunst. Bereits selbst schwer angeschlagen durch eine fortgeschrittene Lungenkrebserkrankung, die von seinem Mitstreiter Werner Niedermeier dereinst öffentlichkeitswirksam als „eingewachsene Rippe“ verklärt wurde (denn Rauchen KANN nicht gesundheitsschädlich sein, so die Diktion von Werner Niedermeier), führte er auch unter widrigen gesundheitlichen Vorzeichen seinen Kampf für das ungehemmte Rauchen eisern fort.

Günter Groß war stets ein politisch hochaktiver Mensch. Sein Hauptanliegen galt dabei, man kann es sich denken, der politischen Arbeit gegen das 2010 in Bayern eingeführte absolute Rauchverbot in der Gastronomie.

Ganz „homo politicus“ trug er sich zuerst mit dem Gedanken, die „PHR“ zu gründen, die „Partei humaner Raucher“. Dieser Widerspruch im Namen seiner Gruppierung konnte von Günter Groß nie vollends aufgelöst werden. Bald verwarf er allerdings diesen Gedanken wieder und wandte sich dem „BmB“ zu, einer Raucherpartei aus dem baden-württembergischen Schwetzingen, gegründet von einem Herrn Johannes Brender als „Bund mündiger Bürger“. Groß wurde daraufhin Vorsitzender des „BmB Bayern“, konnte aber auch hier nie ein Mandat erreichen, weil der „BmB“ niemals die Zulassung zu einer Wahl erhielt. Als der Vorsitzende der Bundespartei, der bereits erwähnte Herr Brender, mit 57 Jahren plötzlich und unerwartet an einem Februarmorgen des Jahres 2012 von seinem Amt zurücktreten musste (aus gesundheitlichen Gründen) löste sich der BmB auf und Groß suchte eine neue politische Heimat.

Diese fand er in der Bayernpartei, einer Splittergruppe die sich ebenfalls gegen den Nichtraucherschutz positioniert hatte. Mit seinem neuen Mitstreiter Vaclav Wenzel Cerveny und ausgerüstet mit einer Sauerstoffflasche und einem Elektrorollstuhl sah man ihn oft an vielen öffentlichen Plätzen in Bayern, wo er Informationsmaterial der Bayernpartei verteilte und gegen den Nichtraucherschutz auftrat.

Bewunderung gehört seiner Stärke mit seiner durch das Rauchen ausgelösten tödlichen Krankheit öffentlich umzugehen.
Sein Kampf für das ungehemmte Rauchen war indes vergeblich. Günter Groß verstarb im Mai 2017 ohne die allgemeine Raucherlaubnis in der bayerischen Gastronomie wiedererlangt zu haben.
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Ronald Blumberg und Gerald Rademacher – Geistiger Tiefflug par excellence

Mal wieder was aus der Welt von „Freiheit“ und „Genuss“. Also, liebe Leserinnen und Leser, ich weiß gar nicht, ob sie’s wussten, aber „Biggi“ ist unlängst verstorben. Aufmerksam auf den Trauerfall wurde ich durch einen facebook-Beitrag von Gerald „Radi“ Rademacher. Denn es kommt ja gelegentlich vor, dass die Extremraucher der bekannten facebook-Kanäle das Ableben ihrer Rauchgenossen der versammelten Gemeinde mitteilen müssen. So auch in diesem Falle:

Liebe Freunde!
Leider muß ich Euch heute mitteilen, dass unsere Freundin Biggi, gestern verstorben ist! Viele Leute kannten sie von den Raucherdemos in verschiedenen Städten, wo sie sich immer durch ihre sammelaktionen hervorgetan hat!
Man kannte sie auch durch den rosa Hut!
Hab dich wohl liebe Biggi…Du warst immer voll dabei…irgend wann sehen wir uns alle!
Ein herzliches Beileid an alle Angehörigen!
Und möge sie es dort oben besser haben als hier unten bei uns!
R.I.P. BIGGI !
(Quelle)

Wie üblich der bekannte Schwulst, wenn einer der Rauchgenossen nicht mehr unter uns weilt. Aber auch ein paar Fakten werden uns serviert. Denn was man über Biggis Engagement für das Rauchen wissen muss, lernen wir dann aus dem Nachruf von Rademacher: Sie war bei den Raucherdemos in NRW dabei (als man noch meinte etwas gegen den kompromisslosen Nichtraucherschutz ausrichten zu können), hat dabei Geld gesammelt (denn die Raucher waren immer notorisch klamm und die Strafen für das verbotene Rauchen in der Kneipe mussten ja irgendwie berappt werden) und trug gerne rosa Hüte. Soweit, so gut. Aber Nachrichten dieser Art sind ja nun nicht gerade ungewöhnlich. „Raucher sterben früher“ steht auf jeder Kippenpackung, seit kurzer Zeit auch garniert mit ein paar netten Bildchen, welche von unseren „Genussfreunden“ über die Maßen geschätzt werden. Besonders von jenen Rauchern, die nicht lesen können oder wollen.

Aber jetzt kommen wir zum eigentlichen Thema. Einer neuen ultimativen Peinlichkeit von Ronald Blumberg und Gerald Rademacher. Für alle Leser zur Erinnerung: Blumberg (ein gescheiterter Werkzeughändler aus Radevormwald) und Rademacher (Ex-Koch und LKW-Fahrer aus Düsseldorf) waren vor zwei Jahren mit der haarsträubenden Idee am Markt, unter Berufung auf das Versammlungsrecht das Nichrauchergesetz in NRW aushebeln zu können. Über den juristisch hanebüchenen Schwachsinn, der unter dem Namen „Helmut Party“ firmierte (in Erinnerung an den bekanntesten Kettenraucher der Bundesrepublik), kann man hier im Blog alles nachlesen. Und die beiden haben was den öffentlichen Vortrag von Peinlichkeit betrifft, den Kanal noch lange nicht voll:

Ronald Blumberg und Gerald Rademacher - Peinlichste Beileidsbekundung ever!

Ronald Blumberg und Gerald Rademacher – Peinlichste Beileidsbekundung ever!

Ja, Gerald Rademacher ist fürwahr die allerhellste Kerze auf der Torte. Da wäre „Biggi“ gaaaaanz bestimmt seeeehr, seeeeeeehr stolz, könnte sie Ronald Blumberg noch erleben, wie er sich auf ihren Heimgang „eine ansteckt“.

Argggghhhhh!

 

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Der intellektuelle Offenbarungseid des Werner Niedermeier

Heute mal ein paar Neuigkeiten von unserem Qualmfreund aus Karlsfeld bei München. Werner Niedermeier ist nicht nur ein bekannter Raucherfreund, der zu verbalen Tiefschlägen neigt (Link) oder der nicht gerade als Kopie von George Clooney in schlecht gemachten Videostreifchen durchgeht. Nein, Werner Niedermeier gibt uns gerne mal den Intellektuellen. Leider bleibt es beim Versuch. Mit einem „Jürgen Hoffmann“ versucht Niedermeier mal wieder, seine Haltung pro Nikotinkonsum zu rechtfertigen. Diesmal am Beispiel des Konsums der Droge „Crystal Meth“:

Werner Niedermeier: Wir haben nun mal einen Sozialstaat. Und wenn man jeden, der aus eigenem Verschulden dem Staat auf der Tasche liegt nichts mehr geben würde, bräuchte man fast keinem was zu geben.

Wir müssten Skifahren verbieten, Tauchen, ja so gut wie jeden Sport und auch den Haushalt, wo am meisten passiert, also alles wo irgendwas passieren könnte um deiner Argumentation zu folgen. Danke, in so einer Welt möchte ich nicht leben. Aber genau da gehen wir hin wenns so weiter geht. Aber die „Volksgesundheit“, die ja auch Frankenberger ansprach, war schon mal Staatsziel einer Zeit in Deutschland.

Was die Bilder betrifft: Ich bin mir immer sicherer dass das aufgeblasene Einzelfälle sind. Aber ich bin weiter am recherchieren.

Eine sehr eigenartige Auffassung, die man vom dem Qualmfreund aus Bayern aber seit Jahren gewohnt ist. Vielleicht kann Herr Niedermeier ja mal anhand von Daten belegen, wie viele Menschen jedes Jahr durch das Ausüben bestimmter Sportarten zu dauerhaften Kostgängern des Sozialstaates werden. Bei den Tauchunfällen weiß ich es zufällig. In Deutschland gibt es unter einem halben Dutzend schwere Tauchunfälle pro Jahr. Von  denen allerdings führt meines Wissen keiner zu einer dauerhaften Behinderung. Der Rollstuhl aufgrund DCS II ist eine seltene Ausnahme. Auch dank früh einsetzender hyperbarer Sauerstofftherapie.

Bei dem von Herrn Niedermeier so gerne gepflegten Zigarettenkonsum sieht es hingegen anders aus. Ein Beispiel: Die mit dem Tabakrauchen häufig einhergehende Krankheit COPD führt in aller Regel zu einer dauerhaften Erwerbsunfähigkeit.

Auch bei der angedrohten „Recherche“ des Herrn Niedermeier scheint nicht allzuviel herausgekommen sein. Wen wundert das? Werner reagiert jedenfalls gereizt:

Werner Niedermeier: Wenn du mir unterstellst, ich würde nicht vernünftig recherchieren, dann hat eine weitere Diskussion mit dir keinen Sinn. Persönliche Beleidigungen statt sachliche Diskussionen kenne ich nur von Fanatikern und Antis. Für beide ist mir meine Zeit einfach zu schade

Persönliche Beleidigungen und Anfeindungen sind übrigens eine Kernkompetenz des Herrn Niedermeier. Mich hat er vor Jahren einmal als Alkoholiker bezeichnet. Wahrscheinlich weil er geistig mal wieder am Ende der Fahnenstange hing:

Vereumdung durch Werner R. Niedermeier

Vereumdung durch Werner R. Niedermeier

OK, so sieht dann vermutlich die von Niedermeier angemahnte „sachliche Diskussion“ aus. Oder vielleicht so?

Werner Niedermeier pöbelt gegen Rauchgegner

Werner Niedermeier pöbelt gegen Rauchgegner

Quelle 1, Quelle 2

Sachlichkeit hat einen Namen. Aber der ist nicht Werner Niedermeier.

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Werner Bertram: Das Ekelbild

Auf der facebook-Seite von „Raucher in Deutschland“ wird wieder nach Kräften gerüpelt, beleidigt und geschmäht. Besonders in die Vollen darf man greifen, wenn das Thema „Ekelbilder“ auf dem Stundenplan steht. Für die Nichtmitglieder der Gruppe der Hardcoreraucher zur gefälligen Erläuterung: Als „Ekelbilder“ bezeichnet man in den hier in Rede stehenden Kreisen die Schockbilder, die demnächst die Tabakkonsumenten vor den schlimmen Folgen des Rauchens warnen sollen und die einen großen Teil der Fläche einer Kippenpackung in Anspruch nehmen werden.

Dass derlei optischer Unrat bei den Schwerstabhängigen aus der Nikotinfraktion nicht besonders beliebt ist, liegt nahe zu vermuten. Besonders kreativ zeigen sich die Damen und Herren der Pro-Lungenkrebs-Fraktion, wenn man Politiker als „Ekelbild“ verunglimpfen kann. Da kann sich der Hass der Nikotinfanatiker endlich mal ungezügelt ausleben. Und ein gewisser Werner Bertram langt dann gleich mal hin:

Werner Bertram - Der Profi für Ekelbilder

Werner Bertram – Der Profi für Ekelbilder (Quelle)

Das, was Werner Bertram als „Ekelbild“ bezeichnet, ist eine Fotografie der Bundeskanzlerin Angela Merkel, der er  zusätzlich eine Art „Schleim“ an den Mund retouchiert hat. Verziert mit der Frage „Wann ist der Mensch hirntot?“ Nun, Herr Bertram hat die Frage vermutlich gerade selbst beantwortet.

Allerdings fragt man sich, warum sich Herr Bertram eigentlich die ganze Mühe mit dem Photoshopping zwecks Bildverfremdung gemacht hat. Auf seiner facebook-Präsenz findet sich nämlich auch das eine oder andere hochpotente „Ekelbild“. Also, lieber Werner, warum denn in die Ferne schweifen…? Guckst Du einfach mal hier!

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Wenn Tabakjunkies nicht lesen können (oder wollen)

Heute mal wieder etwas Lustiges aus der Ecke „dumm, dümmer, nikotinsüchtig“. Auf dem facebook-Kanal des bekannten „Netzwerk Rauchen“ war gerade folgende Meldung gepostet worden:

Megan Hoffmann bei "Netzwerk Rauchen" - Kein Durchblick

Megan Hoffmann bei „Netzwerk Rauchen“ – Kein Durchblick (Quelle)

 

So so, Prof. Molinard ist also „klasse“. Da hat Megan Hoffmann aber den Artikel nicht gelesen, auf den die Meldung verlinkt. Dort stehen dann nämlich so garstige Sachen wie:

[…] Die überwiegende Mehrheit der Rauchinhaltsstoffe – z.B: Wasser, das wäre ein Inhaltsstoff! – ist nicht toxisch. Aber manche sind fürchterlich toxisch.

[…]denn wenn Sie rauchen, haben Sie eine chronische Vergiftung mit Kohlenmonoxid. Dann gibt es ungeheuer schlimme Kanzerogene: die Nitrosamine. Das sind ganz entsetzliche Krebserreger, schon in winzigsten Dosen.

[…]Dann hätten wir noch an gefährlichen Substanzen Kohlenwasserstoffe, Benzo[a]pyren, Naphthalin und …Benzolprodukte …

[…]Rauchen erhöht in der Hauptsache das Lungenkrebsrisiko. Ein Raucher mit einem Konsum von über 20 Zigaretten hat annähernd das 20-fache Risiko eines Nichtrauchers. Und das hört nicht von heute auf morgen auf: als ehemals starker Langzeitraucher haben Sie 10 Jahre nach der Entwöhnung noch ein doppeltes Risiko.

[…]Schließlich entwickeln Sie einen Krebs an der Stelle, wo die kanzerogenen Substanzen hinkommen. Das betrifft also Mund, Rachen, Bronchien … Also mit den sehr nikotinstarken Zigaretten, den „Boyards“ [Anmerkung d. Übs.: Boyards waren dafür bekannt, dass selbst geübte Raucher von filterlosen Gauloises davon Hustenanfälle bekamen], da hat man nicht tief inhaliert, also hat man den Krebs an den großen Bronchien bekommen. Mit den ultraleichten Zigaretten inhaliert man viel tiefer in die Lunge und entwickelt daher den Krebs in zunehmend tieferen Lungenbereichen. Dann haben Sie natürlich auch noch die Speiseröhre, weil sie ja schlucken. Und die Harnblase wäre da auch zu nennen. Weshalb die Harnblase? Weil Sie eine Konzentration im Harn haben und dann die Aggressivität stärker ist. Vielleicht noch in geringem Ausmaß alle Krebsformen, weil möglicherweise Auswirkungen auf das Immunsystem bestehen, aber die Wahrheit ist … die genannten machen es in der Hauptsache aus. Es betrifft hauptsächlich die oberen Atemwege, die Lungen und die Harnblase.

(Quelle)

Oh,oh, das wird man beim „Netzwerk Rauchen“ aber gar nicht  gerne lesen wollen. Also, liebe Megan Hoffmann, man/frau sollte dann halt schon mal weiter lesen, als nur den plakativen Satz vom Anfang!

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Über den Wolken: Krebs zum halben Preis

„Wenn einer eine Reise tut…“ so spricht der Volksmund. Also gibt es auch was zu erzählen. Aber nichts Erbauliches. Denn vor einigen Tagen stieg ich aus dem Flieger, der mich von südlichen Gefilden zurück nach Deutschland brachte. Klar, die Flüge sind seit Jahren alle ausnahmslos Nichtraucherflüge (wobei auch der Freund von Lungenkrebs und Raucherbein mitfliegen darf, wenn er es schafft, mal einige Stunden zu überstehen ohne sich „den Schuss“ zu setzen). Das ist schon mal positiv. Was aber wesentlich weniger schön ist, dass die Fluggesellschaft, namentlich TUIfly.com, es für nötig befindet, während des Fluges aggressiv Tabakdrogen zu bewerben.

Sie erhalten bei uns im Bordshop 2 Stangen Marlboro Red zu dem Preis, den sonst eine einzelne Stange in Deutschland kostet. Für 50,- Euro erhalten sie auch die gleiche Menge L&M rot oder blau, ebenfalls zum halben Preis, wie er in Deutschland zu entrichten ist.“ So oder so ähnlich ging die Anpreisung der tödlichen Drogen über den Bordlautsprecher. Kurz darauf setzte sich das Kabinenpersonal  in Bewegung, um die Billigdrogen unter das anwesende Süchtigenvolk zu bringen. Ja, bei TUIfly.com kann man wirklich sparen. Da kann sich den Krebs jeder leisten. Ich habe mir da doch spontan überlegt, ob ich bei dem sagenhaften günstigen Preis nicht auch mit dem Rauchen anfange. Aber weil ich dann doch wenig Lust auf eine Mitgliedschaft im „Club 58“ verspürte, habe ich dann doch von dem Vorhaben abgelassen.

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Gestern in Österreich

von Matthias Aichmaier

Eine kleine Anekdote aus dem “Aschenbecher Europas”. Nach einer Bergtour war es spät geworden, und wir hatten noch ca. drei Stunden Heimfahrt vor uns. Also fiel die Entscheidung, ein Gasthaus anzuzusteuern, um dort das Abendessen einzunehmen. Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass es mich einige Mühe kostete, die Kids in ein Restaurant zu lotsen. Schon wieder McDonalds, das wollte ich mir nämlich nicht antun. Um kurz vor 19:00 betraten wir einen äußerlich ansprechenden Landgasthof in Oberösterreich. Zum gleichen Zeitpunkt fiel eine größere Abendgesselschaft ein, offensichtlich eine Geburtstagsfeier. Also schnell die Bestellung aufgegeben, um das Essen auf dem Tisch zu haben, bevor sich der Koch an die Großbestellung macht.

Es wurde immer voller und just als unser Essen serviert wurde, gingen einige Trachtler zur Bar und es hieß „Feuer frei“. Dumm war nur, dass sich die Bar im Gastraum befand. Ich fragte die Bedienung, wo man sein Essen rauchfrei verzehren könne und bekam als Antwort „es sei heute voll und es würde geraucht“. Mein Gesichtsausdruck hat dann aber wohl dazu geführt, dass sie sich die Antwort noch mal überlegt hat. Sie führte uns dann in das „Stüberl“. Nicht geheizt, wohl gemerkt. Das Essen haben wir selbst dorthin getragen. Auf jeden Fall besser, als in einem vollgequalmten Gastraum zu sitzen. Beim Verlassen des Gasthauses sah ich noch einen kleinen Aufkleber an der Eingangstür, auf dem eine brennende und eine durchgestrichene Zigarette und der Text „Abgetrennter Raucherraum“ zu sehen war. Die Realität war eine andere: Im gesamten Gastbereich wurde gequalmt. Die einige Möglichkeit, der Belästigung auszuweichen, war das kleine und ungeheizte Stüberl (ca. 15qm groß). Bin ich froh, dass sich das Thema zumindest hier in Bayern erledigt hat. Man kann es sich gar nicht mehr vorstellen, dass es bis vor ein paar Jahren auch bei uns noch undenkbar war, sein Essen rauchfrei einzunehmen.

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Christoph Lövenich – der „Wutnikotiniker“

Christoph Lövenich war früher Vorstand des zumindest Insidern sehr gut bekannten „Netzwerk Rauchen e. V.“. Diese Organisation dürfte eine der bizarrsten Vereinigungen sein, die das deutsche Vereinswesen zu bieten hat. Die Mitglieder und Sympathisanten dieses kleinen  Nikotinistengrüppchens fallen entweder dadurch auf, dass sie Rauchgegner in rüdester Form regelmäßig öffentlich beschimpfen (Link 1, Link 2), oder abwegige Thesen verbreiten, nach denen Passivrauch unschädlich und Rauchen auch gut für die Gesundheit sei oder sie sich allgemein für Lungenkrebs und Raucherbein einsetzen, wie der hier oft besprochene derzeitige Vorstand Michael Löb.

Jetzt hat der oben bereits angesprochene Christoph Lövenich aus Bonn ein neues Pamphlet ins Netz gestellt, das dann doch erheblich erhärtende Indizien dafür liefert, dass das Tabakrauchen zu ernstlichen geistigen Schäden führt. Unter dem Titel „Spatzen-Hirne‘ hetzen gegen Intertabac, Mikro-Demo gegen Dortmunder Tabakmesse“ versucht der Bonner „freiberufliche Sozialwissenschaftler“ und Langzeit-Doktorant eine kleine Demonstration von Rauchgegnern vor der aktuell stattfinden Tabakdrogenmesse „Intertabac“ in Dortmund auseinander zu nehmen. Wie immer bei Lövenich bleibt es beim Versuch.

Natürlich, wir kennen Christoph Lövenich und wissen, dass die Beleidigung des Gegners wie bei dem Verein, bei dem er immer noch Mitglied ist, zur Standarddiktion gehört. Beleidigungen und Nazivergleiche sind eben die ultima ratio des geistig Unterlegenen. Und im Vergleich zu den Dauerpöbeleien seiner Kollegen bleibt Lövenich mit der Formel „Spatzenhirn“ ja noch einigermaßen moderat. Dass er ebenfalls kein großer Denker ist, hat er hinlänglich bewiesen. Wenn ich mit recht erinnere, stammt von ihm die Aussage, es seien ja die Warnhinwesie auf den Zigarettenpackungen, die in Wirklichkeit Lungenkrebs auslösten und nicht die Kanzerogene im Tabakrauch selbst. Für ein echtes „Spatzenhirn“ sind das durchaus erbauliche intellektuelle Einlassungen.

Bereits bei den ersten Zeilen, die Lövenich in die Tastatur entlässt, wird aber deutlich, dass der Mann ein weit größeres Problem hat, als seine notorische intellektuelle Unterlegenheit:

Christoph Lövenich: Alle Jahre wieder, anlässlich der InterTabac im September, bauen sich unverbesserliche Antiraucher vor den Dortmunder Westfalenhallen auf. Unter der Führung des Berliner Ruhestandsbeamten Johannes Spatz, einem der fanatischsten Kreuzzügler gegen den Tabak hierzulande, verlangt man das Verbot der dortigen Fachmesse der Tabakwirtschaft. Zur „Demonstration“ von Spatz‘ Grüppchen „Forum Rauchfrei“ ist letzten Freitag immerhin doch eine beachtliche Phalanx von rund 20 Leuten aufmarschiert. Eindruck schinden wollte diese Armada offenbar, indem sie sich die meisten weiße Kittel überwarfen. Bei anderen sind diese Wutspießbürger immer kleinlich auf Gesetzeseinhaltung (Rauchverbote, Vorl. Tabakgesetz) bedacht, selbst kamen sie hier dem Uniformverbot des Versammlungsgesetzes bedenklich nahe, bei dem der Gesetzgeber z.B. Braunhemden im Hinterkopf hatte – wenn wir schon gerade bei Antirauchern sind.

Man erkennt, Lövenich ist Profi. Wie er gekonnt den Nazivergleich in sein Pamphlet einbaut, ohne „den Adolf“ expressis verbis zu bennenen, das zeigt die jahrelange Erfahrung des Nikotinspießbürgers (um mal bei Lövenichs Diktion zu bleiben). Ja, er ist nicht der Allerhellste, der Christoph, aber er bekommt es immer wieder hin. Ganz nebenbei wollen wir seine nachgerade geniale Idee, das Anziehen von Arztkleidung („weiße Kittel“) auf einer Demonstration sei ein möglicher Verstoß gegen das Uniformverbot des Versammlungsgesetzes, nicht unbeachtet lassen.

Hätte sich der „Wutnikotinkier“ Lövenich mal kurz informiert, hätte er gesehen, dass ein guter Teil der Gegendemonstranten gegen die Tabakmesse tatsächlich den Arztberuf ausübt. Das Tragen von Arztkitteln ist bei dieser Berufsgruppe durchaus üblich. Und auch in Bezug auf bereits stattgefunden habenden Ärztedemos ist mir nichts davon bekannt, dass man diese Personen in Haft nahm, nur weil sie einen Arztkittel trugen. Könnten es sein, dass Lövenich die rechtlichen Hintergründe mal wieder nicht kennt? Denn auch die juristischen Fakten zu recherchieren hat Lövenich nicht vermocht. Aber wen wundert das? Hätte er das getan, so hätte er schnell erkannt, auf was die Norm zielt. In einer Vorprüfung zur Verfassungsmäßigkeit des § 3 VersG hat nämlich das Bundesverfassungsgericht festgelegt, dass der §3 VersG zumindest dann verfassungskonform sei, wenn sich das Verbot des Tragens einheitlicher Kliedungsstücke bei einer Demonstration auf Kleidung beschränke, die einen „suggestiv-militanten“ und „einschüchternden“ Zweck verfolge. Also i. W. Naziuniformen und ihre Nachahmungen bzw. Skinheadoutfits o. ä.. Bei Arztkitteln kann man dagegen in aller Regel davon ausgehen, dass zumindest normale Menschen nicht von Arztkleidung eingeschüchtert werden oder sie als „militant“ empfinden könnten. Bei Herrn Lövenich mag das anders aussehen, aber darüber kann man nur spekulieren.

Christoph Lövenich: Denn was früher der Schwarzkittel an doppel- und pseudomoralischer Autorität verkörpert hat, wird heute dem Weißkittel zugesprochen. Jedenfalls, wenn er Public-Health-Mediziner (wie Spatz es in Berliner Behörden war) oder Ärztefunktionär ist und mit vermeintlichen Wahrheiten politische Unterdrückungsmaßnahmen fordert.

In der Tat, der Mann hat ein Problem mit Ärzten. Auf soviel Masse an geballtem geistigen Dünnpfiff muss man(n) erstmal kommen. Die bösen Ärzte, die dem „libertären Genießer“ Lövenich den Spaß am Errauchen seines Lungenkrebs mit allen Mitteln vergällen wollen. Ein beliebtes und gerne wiederholtes Feindbild bei dem Bonner Raucheraktivisten. Apropos „Lungenkrebs“: Was macht Herr Lövenich eigentlich, wenn „es“ ihn mal erwischen sollte? Klar. Weiterrauchen. Denn sein Verein weiß „Rauchen schützt vor Lungenkrebs“. Und Rauchen kann ihn womöglich ja auch heilen.

Christoph Lövenich: Einst galt der katholische Priester als Instanz in Sexualfragen, heute traut man den Predigern der Gesundheitsreligion bei Statistiken, Zahlen und Fakten über Rauch und Umgebungsrauch, Alkohol, Ernährung usw.  Bei genauem Hinsehen aber erweist sich die sexuelle Erfahrung des Durchschnittspriesters als recht imposant im Vergleich zur Fachkompetenz und Seriosität unserer „Moralstatistiker“ (Mark Twain)  bei Lebensstilfragen. Man biegt sich die Dinge zurecht, damit sie in die eigene Agenda, hier: die Bekämpfung des Tabakgenusses und der rauchenden Menschen, passen.

Ich persönlich würde mich schämen, wenn ich so viele Zeilen Text benötigte, um meine liebsten Feindbilder (Kirchenleute und Mediziner) abwatschen zu wollen. „Kirche doof, Ärzte doof, alle doof! Rauchen will!“ hätte auch gereicht. Ich frage mich beim Lesen eines solchen Quatsches immer, woher der Mann eigentlich seine verschiedenen Traumata bezogen hat.

Christoph Lövenich: Aber warum sich mit Argumenten auseinandersetzen, wenn man die Massenmedien auf seiner Seite hat; so hat jüngst der WDR in seiner Lokalzeit Dortmund dem Anliegen Spatzens und seiner Jünger Raum gegeben. Sie wurden in einem TV-Beitrag vom 09. September 2015 als „Experten“ tituliert, denn so nennt man heute die Kaste der übers gemeine Volk Erhabenen. Ferner zeigte der Sender einen Ex-Raucher mit Atemschlauch und implizierte, ein solches Schicksal stünde einem großen Teil der Tabakgenießer dereinst bevor. Und der anfangs verlinkte WDR-Artikel lässt Neutralität ebenfalls vermissen. So kennen wir die ‚ausgewogenen‘ Öffentlich-Rechtlichen mit ihren gutmenschlichen Redakteuren und deren Zeigefingern, die sie tief in unsere Angelegenheiten bohren.

Ach ja, ein Feindbild haben wir natürlich vergessen, das der „Wutnikotinist“ Lövenich immer gerne pflegt: Die bösen „Systemmedien“ mit ihrer „genussfeindlichen“ Berichterstattung. Die Mitglieder der Personengruppe, die der Bonner Raucherkativist lässig als „Tabakgenießer“ bezeichnet, sind übrigens in der Regel schwerstabhängige Drogenkonsumenten mit einer hohen Mortalitätsrate. Das nur zur Klarstellung.

Christoph Lövenich: Der Erfolglosigkeit der Spatz-Truppe in Dortmund zum Trotz gehört sie zu einem internationalen Netzwerk der Tabakbekämpfung (Tobacco Control), und hat dazu beigetragen, im vergangenen Jahr eine InterTabac-Tochtermesse in Indonesien verhindern.

Sehr amüsant. Herr Lövenich spricht von der angeblichen Erfolglosigkeit der Gruppe um den Nichtraucheraktivisten Johannes Spatz und dem „Forum rauchfrei“. Besonders amüsant deshalb, weil der kleinen Truppe von Lövenich bis dato kein einziger nachweisbarer Erfolg vergönnt war, etwas gegen den Nichtraucherschutz auszurichten. Von der dauernden Bereitschaft, sich öffentlich nachhaltig lächerlich zu machen und ausgelacht zu werden als positive Begeleiterscheinung des Engagements der Lungenkrebsfreunde einmal abgesehen. Die letzte Glanztat bezüglich Erfolglosigkeit war übrigens das Scheitern des Volksbegehrens in NRW mit dem das dortige strikte Rauchverbot abgeschafft werden sollte. Lövenichs Sekundärgrüppchen „Rauchen NRW“ war maßgeblich daran beteiligt. Ja, wenn man es regelmäßig so versemmelt wie Lövenich, dann darf man schon mal etwas wütend werden.

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Michael Löb vom „Netzwerk Rauchen“: „Wenn man keine Ahnung hat…“

„…einfach mal Fresse halten!“. Dieser Satz des Kabarettisten Dieter Nuhr ist mittlerweilese zum geflügelten Wort geworden. Aber es wäre schade, wenn sich alle dran hielten. Michael Löb vom „Netzwerk Rauchen“ ist so eine rühmliche Ausnahme. Denn trotz, dass er die Artikel, die er bei facebook verlinkt, nicht einmal in Grundzügen versteht, postet er weiter Links wie diesen:

Michael Löb: Nix verstanden, setzen! SECHS!

Michael Löb: Nix verstanden, setzen! SECHS! (Quelle)

Leider spart sich Herr Löb jede Anmerkung zum Artikel. Das ist eben die heutige facebook-Generation, auch wenn ihre Teilnehmer schon etwas älter sind. An der Formulierung von ganzen zusammenhängen Sätzen hapert es i. d. R. etwas. Ich interpertiere daher folgendes: Die Frage „Could Tobacco cure cancer“ interpertiert Herr Löb, dahingehend, dass das Rauchen von Tabak Krebs heilen könne.

Leider ist dem nicht so. Hätte er nämlich den Artikel gelesen, so hätte er verstehen müssen, dass mitnichten das Rauchen von Tabak z. B. Lungenkrebs heilen kann sondern dass der Tabak genetisch manipuliert wird, um eine Substanz namens Etoposid zu produzieren. Diese wird als Chemotherapeutikum u. a. gegen bestimmte Formen des Lungenkrebs verwendet.

Etoposid kommt natürlich nur in einer seltenen Pflanze vor, die sich „Himalaya-Maiapfel“ nennt, aus der Gattung der Fußblätter (Podophyllen) stammt und die eben nur im Himalaya wächst. Der Stoff ist daher sehr teuer. Kann man ihn durch eine einfache Nutzpflanze wie Tabak herstellen lassen, ließen sich die Verfügbarkeit steigern und somit der Preis senken.

Weiteres Problem: Wenn der genetisch manipulierte Tabak Etoposid anreichert und daher geraucht werden soll, wäre es zu überlegen, ob die Substanz Etoposid die Glutzone mit einer Temperatur von ca. 900°C unbeschadet verlassen kann. Zweifel sind mehr als angebracht. Und ob die Substanz prophylaktisch gegen das Bronchialkarzinom wirkt, ist ebenfalls hochgradig fraglich. Aber wie soll jemand wie Löb, der sich hauptberuflich als freier Memoirenschreiber für jedermann verdingt, derartige Zusammenhänge eruieren? Aber so sind sie eben, die Hardcoreraucher: Der Tabak wird vergöttert, egal in welchem Zusammenhang. Hauptsache, die 5 Buchstaben lauten „T“, „A“, „B“, „A“ und „K“.

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Netzwerk Rauchen: Fordern kann man viel. Auch „hirnverbrannten Schwachsinn“

Das „Netzwerk Rauchen“ ist dafür bekannt, regelmäßig, wie sich der Kabarettist Wilfried Schmickler einmal entsprechend geäußert hat, „hirnverbrannten Schwachsinn“ über die Ticker zu schicken. Aus diesem schönen Anlass will ich mit Ihnen heute den neuesten „hirnverbrannten Schwachsinn“ der aggressiven Nikotinikerorganisation, welcher der hier im Blog häufig genannte Michael Löb aus Worms vorsteht, besprechen.

Das „Netzwerk“ entblödet sich in seinem Artikel doch tatasächlich nicht, eine Abschaffung der Tabaksteuer zu fordern flankiert von einer deutlichen Senkung des Satzes der Mehrwehrtsteuer, die auf Tabakwaren zu entrichten ist. Man fasst sich an den Kopf. (Link zum Artikel auf der Webseite des „Netzwerk Rauchen“).

Die haarsträubende Begründung für diese abstruse Forderung: Raucher würden angeblich die Gesellschaft von Sozialkosten entlasten da sie früher stürben und man ihnen daher doch einen Bonus zuerkennen könnte. Das „Netzwerk Rauchen“ beruft sich dabei auf die Untersuchung zweier Karlsruher Sozialwissenschaftler, deren Ergebnisse bereits vorher von dem Lungenkrebsaktivisten Ronald Blumberg aufgenommen und begeistert beklatscht wurden (Link). Während es Blumberg aber bei einem Applaus für die Rechenergbenisse der Karlsruher Forscher belassen hat, legt Löb nun nach:

„Netzwerk Rauchen“: Netzwerk Rauchen verlangt aber ein Ende der unrichtigen Propaganda, die Raucher in völliger Verkennung der Realität  zu Sündenböcken und Parasiten abstempelt. Und eines wird auch ganz deutlich: Die Tabaksteuer gehört sofort abgeschafft! Korrekt und fair wäre im Gegenzug sogar eine weitere Entlastung, etwa durch Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes auf Tabakwaren.(Quelle)

Standardfrage: Was hat der Mann genau geraucht? Wir halten mal fest: Da bringt sich eine Bevölkerungsgruppe langsam und schleichend um und fordert für ihren Suizid auf Raten noch einen Bonus. Ja, die Aussage „hirnverbrannter Schachsinn“ trifft die Einlassung des Herrn Löb vom „NWR“ ziemlich genau. Aber sie zeigt das verquere Denken der Organisation um den Wormser, der sein Geld als freiberuflicher  Memoirenschreiber verdient.

Da ich gerne weiter als zur nächsten Ecke denke, male ich mir gerade aus, wann die nächsten Gruppen mit potenziell tödlichen Hobbies aufheulen und begehren, doch zu Lebzeiten von allerlei Kosten ihrer Freizeitbeschäftigung entlastet zu werden.

Apropos „aufheulen“: Wie wäre es denn mit dem Motorradfahrer, der jedes Wochenende im Sommer die Schwarzwaldhochstraße mit in höchsten Tönen heulendem Motor rauf und runter heizt? Er möchte vielleicht von der KfZ-Steuer befreit werden. Begründung: Die Art wie er sein Gefährt durch die Kurven prügelt, sei durchaus dazu angetan ihn das Rentenalter nicht erleben zu lassen. Dies entlaste die Sozialkassen und das müsse man ihm doch irgendwie vergüten. Auch die Alkoholiker werden begeistert sein: Schnaps und Bier frei im Supermarkt abholen und sich die Birne zudröhnen bis der Arzt kommt. Oder der Leichenwagen.

Lieber Michael Löb, ich kenne Sie und Ihren „hirnverbrannten Schwachsinn“ zur Genüge. Aber das, was Sie da proklamieren, ist ungeheuerlich. Aber da ich weiß, dass dauernder Tabakkonsum die Denkfähigkeit eines Menschen negativ zu beeinflussen vermag, muss ich Ihnen leider bescheinigen, dass Sie ihre Gedanken nicht konsequent zu Ende gedacht haben. Man kann nämlich noch viel weiter gehen. Ich fordere daher:

  • Freizigaretten für alle Raucher bis zum Erreichen der Erstdiagnose eines Lungenkrebs.
  • Zigarettenautomaten für KOSTENLOSE Kippen an JEDER Straßenecke, damit auch Raucher, denen bereits ein Bein fehlt, diese leicht erreichen können.
  • Einführung einer Rauchpflicht für alle Personen ab 12 Jahren!
  • Wer nicht rauchen mag, wird mit 50 Jahren sanft aus dem Leben befördert.

Na, Herr Löb, das ist „hirnverbrannter Schwachsinn“ meinen Sie? Dann lesen doch nochmal IHR Pamphlet durch! Und vielleicht lesen Sie mal den Artikel aus der SZ von Hanno Charisius, der der Studie nämlich einige Schwächen bescheinigt. Wenn’s denn langt, den zu verstehen.

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„Bürger für Freiheit und Toleranz“: Papier ist geduldig, Webseiten auch.

Es gibt Neuigkeiten von den Tabaklobbyisten des Vereins „Bürger für Freiheit und Toleranz“, einem Splittergrüppchen, das vor Jahren aus der erfolglosen Kampagne „Bayern sagt NEIN!“ gegen das kompromisslose Rauchverbot in Bayern hervorgegangen ist. Auf den Webseiten der Truppe um den Erfolgsverleger Bodo Meinsen aus Kirchheim bei München, der vor einigen Jahren den deutschen Penthouse-Verlag erfolgreich in die Insolvenz geführt hatte, ist ein Pamphlet erschienen, das beim Leser ein wohliges Gruseln zu erzeugen in der Lage ist. Unter dem Titel „Maas(ist)voll: Schöner Leben = Hässliches löschen!“ schwurbelt ein Matthias Heitmann, der als „freier Publizist und Redakteur der BFT Bürgerzeitung“ vorgestellt wird und der auch im Vorstand der Tabaklobbyisten um Meinsen tätig ist, in einer grausigen Kindersprache einen Text herunter, der sich dem Leser erst beim zweiten oder dritten Lesen vollständig erschließt. Ich zitiere mal die Kernsätze (wenn man in dem heillosen Geschwätz des Herrn Heitmann überhaupt einen Kern zu erkennen vermag):

Matthias Heitmann („bft e. v.“): „Ach so, so etwas Ähnliches plant Ihr in Berlin gerade? Is ja en Ding, das habe ich gar nicht gewusst! Der Bundesjustizminister Heiko Maas hat Facebook in einem Brief dazu aufgefordert, böse Nachrichten schneller zu löschen, am besten, bevor man sie liest?

[…]

Ach so, die Fotos ertrunkener Flüchtlinge sollen im Facebook drinnen bleiben, nur die Demonstrantenfotos sollen raus? Also, das finde ich aber nicht so konsequent!“

[…]

Manchmal, ich gebe es zu, stört mich sogar die Nase meines Nachbarn, und ich wünschte, ich könnte da einfach auf so einen Knopf drücken, und weg wäre sie. Andererseits wäre ich aber natürlich dagegen, ihm auch so einen Knopf zu geben. Der hat einfach gar keinen Geschmack! Am besten, Sie, Frau Merkel und Herr Maas, behalten diese Knöpfe alle für sich und rücken sie nicht heraus. Den Leuten ist ja nicht zu trauen. Was damit für ein Schindluder angestellt werden könnte, so mit Zensur und so.

Also fassen wir das Geschwurbel des Herrn Heitmann, der auf den Vorstandseiten des „bft e. V.“ klassisch in Denkerpose abgelichtet ist (Link), mal zusammen: Herr Heitmann wendet sich gegen eine mögliche Zensur von Netzinhalten. Punkt. Dabei reicht es aber nicht einmal ansatzweise für eine differenzierte Auseinandersetzung mit den Forderungen von Justizminster Maas. Jener fordert eben nicht, wie Heitmann behauptet, eine Löschung „böser Dinge“ sondern Maas hat sich dafür ausgesprochen, fremdenfeindliche, rassistische und volksverhetzende Kommentare insbesondere auf der Plattform facebook schneller durch den Betreiber löschen zu lassen. Eine durchaus legitime Forderung, wenn auch im Detail abgewogen werden müsste zwischen zulässiger Meinungsäußerung und strafrechtlich relevanten Inhalten. Insofern kommt das, was Heitmann da verzapft, einem intellektuellen Offenbarungseid gleich. Ein dummes Geschwätz auf niedrigstem Niveau, denn es reicht nicht einmal zu einer ansatzweisen Reflexion der Forderungen von Maas.OK, lasen wir das dumme Teletubbieniveau des Herrn Heitmann mal beiseite. Ich hätte von einem bft-Mitglied aber auch nicht erwartet, dass hier mehr kommt als das übliche „Zensur ist doof!“.

Apropos „Zensur“: Denn nun, liebe Leserinnen und Leser, ahnen Sie was jetzt kommt. Meine wie immer saudämliche Nachfrage à la „wie hält es eigentlich ‚Bürger für Freiheit und Toleranz‘ mit der Meinungsfreiheit?“, um mal das Wort Zensur zu vermeiden.

OK, dass der Vorsitzenden dieses selbsternannten Toleranzgrüppchens, also der Herr Bodo Meinsen aus Kirchheim bei München, der nebenbei auch der notorisch toleranten und leider auch notorisch erfolglosen FDP angehört, bereits vor Jahren versucht hatte, mich meinungsmäßig auf Linie zu bringen, indem er eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen mich bei meinem Dienstherrn einreichte, ist mittlerweile eine olle Kamelle. Sie soll daher nur am Rande erwähnt werden. Und dass auf der facebook-Präsenz der „Bürger für Freiheit und Toleranz“ zum „Schutz der Leser“ unliebsame Personen gesperrt werden (so der Schriftführer des „Toleranzvereins“ Roland Dittmar)

Roland Dittmar vom Verein

Roland Dittmar vom Verein „Bürger für Freiheit und Toleranz e. V.“ ist für Zensur

ist nun auch nicht ungewöhnlich. Man muss schließlich, wie bereits erwähnt, die unmündigen User schützen und serviert ihnen daher den Meinungsbrei, den „bft e. V.“ gerne hat. Denn die Doofies, die bei „bft e. V.“ auf facebook reinschauen, brauchen offenbar geistige Führung. Kann man ja verstehen. Ist ja alles sehr „tolerant“ dort.

Also habe ich mir mal gedacht, mache ich doch einfach mal den Toleranztest mit dem Vereinchen „Bürger für Freiheit und Toleranz“ und habe einen kleinen Leserbrief unter den Artikel des Herrn Heitmann geschrieben. Das war vor einigen Tagen.

Peter Rachow: „Na endlich, bei bft gibt es mal wieder etwas zu lesen. Und zwar zielgruppenrecht gleich in einer entsetzlichen Stakkatosprache abgefasst.

Beim Durchlesen des belanglosen Gewäschs des Herrn Heitmann hatte ich wirkliche Probleme, überhaupt mal darauf zu kommen, was der denn eigentlich sagen will. Die hier verwendete Teletubbiediktion überfordert mich dann doch etwas.

Ach so, Herr Heitmann ist gegen Zensur. Verstehe. Dies auf einer Plattform zu schreiben, deren „freie und tolerante“ Macher gegen unliebsame Meinungen z. B. auf ihrem facebook-Kanal regelmäßig mit Sperrung des betreffenden Autors vorgehen oder die schon mal bei der Schulaufsichtsbehörde des Autoren eine Dienstaufsichtsbeschwerde mit dem Ziel der behördlichen Maßregeleung des unliebsamen Schreibers abladen, kommt derlei besonders gut.

„bft“ – Ein Tabaklobbygrüppchen das auf „Freiheit und Toleranz“ macht. Eine Groteske wie sie nur Herr Meinsen und seine kleine Schar von Nikotinfreunden einfallen kann.“

Ich gebe zu, der Text ist nicht nett. Aber er enthält nur erweislich wahre Tatsachenbehauptungen und rechtlich zulässige Meinungsäußerungen. Eigentlich hätte man den ja veröffentlichen müssen. Besonders, wenn man so „gegen Zensur“ ist wie „Bürger für Freiheit und Toleranz e. V.“. Aber da hat der „tolerante“ Verein „Bürger für Freiheit und Tolerant e. VB.“ wohl ein kleines Problemchen:

„bft e. V.“ – Keine Toleranz gegenüber lästigen Meinungen!

Aha, wir lernen: „Toleranz“ ist dann gut, wenn es für das Rauchen, für Tabakdrogenkonsum und gegen Rauchverbote ist. Beim Rauchen ist man nämlich sehr „tolerant“ Bei unliebsamen Meinungsäußerungen hat die Meinsentruppe dagegen aber immer noch Schwierigkeiten, hier ihren Toleranzanspruch zu erfüllen. Aber ehrlich gesagt, wundert mich das überhaupt nicht. Ich kenne den Verein nämlich schon länger.

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Ronald Blumberg: Der „Suizid auf Raten“ des Rauchers und die Entlastung der Sozialsysteme

Es ist mal wieder soweit. Auf „Raucher in Deutschland“ wurde vom bekannten aggressiven Raucheraktivisten Ronald Blumberg aus Radevormwald, der sich mit seinem Avatar bei facebook als Zigarettenschwein darstellt, ein Unsinn eingestellt, der einem wirklich die Nackenhaare senkrecht stehen lässt:

Ronald Blumberg aus Radevormwald: Selbstmord entlastet Sozialsysteme!

Ronald Blumberg aus Radevormwald: Selbstmord entlastet Sozialsysteme! (Quelle)

Offenbar hält Herr Blumberg es für eine Art Ruhmesblatt durch seine eigenen Dummheit früher aus dem Leben zu scheiden. Denn wenn man den verlinkten Artikel liest, erfährt man auch, dass Raucher im Schnitt 10 Jahre ihres Lebens ihrer Tabaksucht opfern. „Schön blöd!“ möchte man Herrn Blumberg entgegen halten. So dumm muss man nämlich erstmal sein, für seinen Tod bis er denn mal tatsächlich eintritt, im Schnitt mehrere 10.000 Euro über viele Jahre verteilt „investiert“ zu haben.

Und ob daraus jetzt eine reale Ersparnis für die Sozialsysteme erwächst, darüber darf man getrost geteilter Meinung sein. Denn es existieren auch gegenteilige Auffassungen. Z. B. hier. Aber wie das so ist bei unseren meistens akademisch völlig unbeleckten „Genussfreunden“: Wenn etwas für das Rauchen spricht, ist die Studie gut, spricht es dagegen, ist die Studie eben schlecht.

Aber ist es nun insgesamt ein positives Ergebnis, wenn man Rauchern bescheinigt, dass möglicherweise ihr Freitod beispielsweise durch Lungen- oder andere durch das Rauchen verursachte Krebserkrankungen, durch Herzinfarkt, COPD, Schlaganfall etc. etc. zu einer realen Entlastung der Sozialsysteme führt? Warum, so frage ich mich bei diesem selten dummen Vortrag immer, sind Leute wie Ronald Blumberg dann nicht konsequent? Wer schon mit der angeblichen Entlastung der Sozialsystem durch seine eigene Drogensucht und dem daraus häufig entstehenden „sozialverträglichen Frühableben“ kokettiert, hat dann auch die verdammte Pflicht, diesbezüglich Nägel mit Köpfen zu machen. Warum also warten, bis das Bronchialkarzinom dem „Tabakgenießer“ mit 60 den Garaus macht? Nein, hier muss man dann auch wirklich konsequent sein! Da wird nicht gewartet, bis die Diagnose kommt, da wird selbst Hand angelegt.Und zwar zügig!

Also, Ronnie und Kollegen, es gilt: „Nich‘ lang schnacken, Strick in‘ Nacken!“ Irgendwo findet sich schon ein Dachbalken, ein dicker Ast oder eine andere stabile Befestigung. Und vor der Heldentat des Rettens der Sozialsystem durch zeitiges Aus-dem-Leben-scheiden darf natürlich noch, wie in solchen Situationen durchaus üblich, ein letztes Zigarrettchen geraucht werden. Meinetwegen auch zwei. Alles was zählt ist, dass die Sozialsysteme maximiert entlastet werden. Da darf man nicht kleinlich sein! Und 10 Jahre verlorener Lebenszeit lassen sich locker steigern. Liebe Genussfreunde, da ist noch deutlich Luft nach oben! Also, hopp, hopp, rauf auf den Stuhl!

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Raucher Big-Brother

Ein Gastbeitrag von Destruxol

Es ist wieder Hochsaison im Assi-TV, denn erneut sind „Prominente“ (so zumindest die offizielle Ankündigung) ins Big-Brother-Haus eingezogen. Während ich früher bei solchen Formaten weggezappt habe, bin ich inzwischen begeisterter Zuschauer. Ohne Scherz! Nirgends zeigt sich nämlich die asoziale Seite von Rauchern so deutlich, wie bei diesem Format und ganz besonders in dieser Staffel.

Im Big-Brother-Haus gilt nämlich kein Rauchverbot, so wie es suchtkranke Nikotinaktivisten auch für die Gastronomie fordern. Praktisch bedeutet dies, dass die Raucher auch im Haus rauchen und auf die Nichtraucher keine Rücksicht nehmen. Desiree Nick hat die Situation besonders treffend kommentiert: „Die ist ja im Rauchwahn, die ist ja wie eine Drogensüchtige. Asozial! Wir haben hier in der Gruppe ein asoziales Element unter uns.“ (Quelle: promiflash.de).

Doch dann kam der Dämpfer. Wegen eines Regelverstosses wurde die Gruppe kurzerhand auf Nikotinentzug gesetzt. Mit der anfänglichen Gelassenheit von Raucher Nino de Angelo war schon sehr bald vorbei. Auf Entzug gesetzt, hat er sogar den Mülleimer nach Kippen durchsucht und seinen Unmut freien Lauf gelassen: „Ich will eine Scheiß-Zigarette rauchen.“ (Quelle: prosieben.de).

Falls jemand also nach weiteren Argumenten für Rauchverbote oder eine Erhöhung der Tabaksteuer sucht, Promi-Big-Brother liefert sie noch bis Ende der Woche jeden Abend auf Sat1.

Und jetzt schau ich Nina Kristin beim Baden zu. Gute Nacht!

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Die „Schwarze-Lungen-Lüge“-Lüge: Wie die Raucherlobby für Lungenkrebs und Raucherbein die Unwahrheit erzählt

Regelmäßig findet man auf Raucherseiten irgendwelche vermeintlichen Belege, nach denen angeblich Wissenschaftler oder Mediziner gesagt haben sollen, dass Rauchen unschädlich sei. Es werden Zitate und Namen präsentiert, die Seriosität vorspiegeln sollen. Auch wenn das Material angesichts des dargebotenen Bullshits wirklich schwer zu glauben ist, sollte man der Sache mal konkret nachgehen. Sieht man dann aber gezielt nach, erkennt man schnell, dass hier seitens der Raucherlobby massiv gelogen bzw. die Wahrheit verdreht wird. Ein Beispiel, das in die facebook-Gruppe „Raucher in Deutschland“ von einem „Frank Schneidereit“ eingestellt wurde. Er hält die dort gemachten Aussagen für „vernünftig“. Recherchieren ist wohl nicht unbedingt die Sache des Herrn Schneidereit.

Die

Die „Schwarze-Lungen-Lüge“-Lüge (Quelle)

Gehen wir ins Detail und untersuchen die gemachten Aussagen.

Erster Textauszug:

Dr. Victor Buhler, Pathologist at St. Joseph Hospital in Kansas City: “I have examined thousands of lungs both grossly and microscopically. I cannot tell you from exmining a lung whether or not its former host had smoked.”

Forscht man nach dem Ursprung des Zitats von „Dr. Victor Buhler“ erhält man im Internet kein Ergebnis. Zumindest keines, wo dies der angebliche Urheber nachweislich gesagt hat. Man findet hingegen Dutzende Raucherseiten, die dieses angebliche Zitat nachplappern. Weiterhin findet man eine Seite einer amerikanischen Lokalzeitung. Dort wird gesagt, dass Dr. Victor Buhler bereits im Oktober 1983, also vor 32 Jahren, verstorben ist (Link). Der Verdacht liegt also mehr als nahe, dass hier einem Menschen, der dies nun wirklich nicht mehr richtig stellen kann, einfach ein Zitat untergeschoben werden soll.

Gleiches gilt auch für den angeblichen „Dr. Duane Carr“, der folgendes gesagt haben soll:

“Dr. Duane Carr – Professor of Surgery at the University of Tennessee College of Medicine, said this: “Smoking does not discolor the lung.”

Dr. Duane Carr hat es zwar auch gegeben, aber auch der ist bereits lange verstorben. Er erlag bereits im Jahre 1993 einer längeren Krankheit (Quelle). Die gleiche Lügenmasche wie oben also.

Ein dritter Fall aus dem obigen facebook-Auszug:

‚Nearly 80% of people diagnosed with lung cancer now, in 2012, are non-smokers.‘

Schlägt man den Link auf, der unter der Aussage steht, findet man diese Aussage nirgendwo im Text bestätigt. Die Webseite beschreibt eine Ärztin, die sich für Krebskranke einsetzt. Es erscheint auch unvorstellbar, dass sich eine Fachperson mit solch einer hanebüchenen Aussage in die Öffentlichkeit trauen würde. Im Gegenteil. Sieht auf den am Textanfang verlinkten Seiten zum Thema „Lungenkrebs“ nach, findet sich dort ein Artikel welcher sich mit den Risikofaktoren für das Bronchialkarzinom befasst. Dort steht u. a. zu lesen:

Smoking is responsible for at least 80% of lung cancer deaths in the United States. (Quelle)

Hier tritt die Zahl „80%“ zwar auf, aber in einem vollständig gegenteiligen Zusammenhang. Das obige Zitat von „Smokers Against Discrimination“ ist offenbar eine komplette Fälschung. In die Welt gesetzt nur zur gezielten Desinformation.

Wir haben hier also ein sehr sprechendes Beispiel vor uns, wie die Raucherlobby gezielt Falschinformationen in die Welt setzt und vorsätzlich lügt, um Glauben zu machen, Personen aus dem Kreis der Wissenschaft hätten das Rauchen als unbedenklich angesehen oder verträten die Auffassung, dass es keine Gesundheitsschäden verursache.

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Hardcoreraucher und der „Kindesmissbrauch“

Raucher sind auch manchmal entrüstet. Auf „Raucher in Deutschland“ postet ein „Zayats Liontamer“ ein Bild eines Jungen, der ein „Fuck-OFF!“-Zeichen präsentiert und dessen Unterschrift lautet „Don’t use me to justify your hatred“.

„Smokers against Discrimination“ ist gegen die angebliche Instrumentalisierung von Kindern im Kampf um den Nichtraucherschutz (Quelle)

Das Bild wendet sich also gegen die angebliche Instrumentalisierung von Kindern zur Rechtfertigung des Nichtraucherschutzes. Klar, wie wir vom u. a. „Netzwerk Rauchen“ wissen, ist das Vollrauchen von Kindern kein Problem (Link Link).

Wesentlich weniger zimperlich in der Instrumentalisierung von Kindern sind die Rauchergrüppchen allerdings, wenn es „pro Qualm“ geht. So wurde auf einer Raucherdemo dieses Bild geschossen:

Kind wird beim Kampf gegen Rauchverbote instrumentalisiert.

Kind wird beim Kampf gegen Rauchverbote instrumentalisiert.

Ein Kind, das in entwürdigender Weise ein Schild um den Hals gehängt bekam und dessen Gesicht übrigens erst vom „Forum Raucherwahnsinn“ verpixelt wurde. Die rücksichtslosen Raucher hatten das ca. 12-jährige Kind hingegen mit voll erkennbarem Gesicht ins Internet eingestellt. Wiederum ein Beleg für die Dummheit und Skrupellosigkeit dieser Leute.

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Raucher in Geldnot: Steuerhinterziehung als probates Gegenmittel

Es macht immer wieder Spaß auf „Raucher in Deutschland“ mitzulesen. Das sind jede Menge Menschen, die Probleme haben, die ich vermutlich nie haben werde. Geldsorgen und Drogensucht sind zwei davon:

Thomas Kaltenbach: WARNUNG ich habe bei Zigaretten-kaufen.com Zigaretten bestellt und im voraus bezahlt. Die Überweisung ging ins Ausland ( bin natürlich selber Schuld ) Das Logo von Trusted Shop auf der Seite ist eine Fälschung ! Da ich mit jedem Euro rechnen muß,wäre ich für Tips von euch dankbar,ob es eine Möglichkeit gibt günstig im Ausland zu bestellen.Gerne als PN In diesem Sinne, einen schönen Restsonntag an alle hier. (Quelle)

Armer Thomas Kaltenbach! Jetzt ist er schon total Pleite und dann wird er auch noch im Internet abgezockt. Klar, die einfachste Lösung, wenn man schon chronisch in Geldschwierigkeiten ist, wäre einfach mit dem Qualmen aufzuhören. Das scheint aber für Herrn Kaltenbach keine Option zu sein. So ließe sich in jedem Falle jeden Monat ein hübsches Sümmchen sparen. Ganz nebenbei sinkt das Risiko, dem „Club 58“ beitreten zu müssen und beizeiten „den Turci“ zu machen, drastisch ab. Aber nein, Herr Kaltenbach bestellt im Internet bei einem ausländischen Versender seine Krebsstängel in der Hoffnung, dass er dort ein paar Euronen weniger für seinen Lungenkrebs bezahlen muss. Klappt aber nicht. Denn der Händler ist ein Betrüger und hat Herrn Kaltenbach nichts geschickt, was man rauchen könnte. Dumm gelaufen.

Was wäre passiert, wenn der Deal glatt gelaufen wäre? Davon kann Frau Kirsten Pogson ein Liedchen singen:

Kirsten Pogson: Ich habe mal 2 Stangen im Ausland übers Netz bestellt vor Jahren (1 STange für mich und 1 für meinen Mann). Mooonate später kriegte ich dann ne Rechnung vom Zoll und durfte ordentlich nachzahlen. Für das Geld hätte ich mir die wesentlich billiger im Kiosk kaufen können. Mein Tipp…. Finger weg.

Stimmt. Juristisch nennt sich der Tatbestand „Steuerhehlerei“ und wird bestraft. Und zwar ganz ordentlich. Nix war’s also mit den billigen Kippen. Wenn’s dumm läuft, kommt zur in jedem Falle fälligen Steuernachzahlung auch noch eine saftige Strafe obenauf. Für den notorisch klammen Raucher ein ganz schlechtes Geschäft.

Wolfgang Hirsch weiß hingegen, wie es besser geht:

Wolfgang Hirsch: kannste knicken fahr selber nach luxemburg oder so ist reeller

Das ist jetzt  aber eine ganz dumme Idee. Herr Kaltenbach, der verhinderte Steuerhinterzieher, wohnt nämlich in Bremen (Link). Ob sich das rechnet. Zudem hat Herr Kaltenbach ein Problem. Er ist nicht mehr so fit:

Rudi Jannasch: Selber Stopfen ist eine gute Lösung

Thomas Kaltenbach: Als Schwerbehinderter(nur die rechte Hand funktioniert gut) leider für mich keine so gute Lösung.

Blöd natürlich, wenn man sich seine kaputte Physis mit Rauchen noch weiter ruinieren muss.

Weiter entwickelt sich eine interessante Diskussion, was der Nikotinsüchtige denn nun machen kann, wenn er seine Karzinogene nicht auf dem Postweg beziehen kann:

Alex Marley Kommt drauf an wo man wohnt kann man sie billiger in neuen Bundesländern beim Asiaten bekommen.

Chris Schumann Bei den Zigaretten der Asiaten handelt es sich mit Masse um Plagiate … es steht zwar Marlboro etc. drauf, doch der Tabak ist keine Originalware.

Alex Marley In der Tat aber ich persönlich hatte nie Probleme mit diesen Zigaretten gehabt und keine negativen Nachwirkungen gehabt als ich dort gewohnt habe

Ron Blum In den meisten Städten gibt es Händler „sunglasses“-Emoticon Und was die „Plagiate“ betrifft, so handlet es sich doch zumeist um Überschußware aus laufender Produktion der 5 Großen, und nicht um die sog. CD-Schredderware!

Chris Schumann Analysen ergaben, dass Tabakabfälle, Tierexkremente, Kunststoffe sowie andere Rotze in diesen Zigaretten „verbaut“ wurden. Mit Rauchgenus hat dies nichts mehr zu tun … zudem sind die toxischen Werte um ein Vielfaches höher als bei normalen Zigaretten der Hersteller.

Also, Leute, bitte! So eng darf man das nicht sehen! Wenn die Dinger schon billig sind, kann auch mal ein bisschen Rattensch….. drin sein. Tabak soll doch angeblich ein „Naturprodukt“ sein und daher gesund. Rattenkot ist auch natürlichen Ursprungs! Aber sowas von natürlich! Jetzt habt Euch mal nicht so! „Gut rauch“, weiterhin!

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Michael Löb vom „Netzwerk Rauchen“: Wenn man nur die Überschrift liest

Michael Löb vom Netzwerk Rauchen postete  unlängst auf seinem Heimatkanal vom aggressiven „Netzwerk Rauchen“ einen interessanten Link:

Physicians testify for tobacco companies that years of heavy smoking did not cause cancer cases

Michael Löb vom "Netzwerk Rauchen" - Reingefallen?

Michael Löb vom „Netzwerk Rauchen“ – Reingefallen? (Quelle)

(Die Übersetzung für unsere „Genussfreunde“ aus den bildungsferneren Schichten: „Ärzte bescheinigen Tabakfirmen, dass jahrelanges Rauchen keine Krebsfälle verursacht.“)

Da dachte sich doch Michael Löb, der koginitiv sicher nicht zu den Stärksten gehört: „Das posten wir doch mal ins Netz!“. Denn beim „Netzwerk Rauchen“ ist man u. a. der Auffassung, dass nicht das Rauchen krebserregend sei, sondern die Gesundheitswarnungen auf den Packungen. Diese führten bei verunsicherten Rauchern zum sog. „Nocebo“-Effekt, der dann erst den tödlichen Lungenkrebs auslöse. Ja, diesen Unsinn glauben diese Leute wirklich. Zumindest ein Teil von ihnen.

Jetzt hat Löb aber ein Problem. Auch wenn die Überschrift des angeführten Artikels oberflächlich gelesen dafür spräche, dass Ärzte nun wirklich festgestellt hätten, dass Rauchen nicht die Ursache von Lungen-, Kehkopf- und anderen typischen mit dem Rauchen assoziierten Krebsarten sei, so müsste man schon den ganzen  Artikel lesen. Denn der Tenor ist ein ganz anderer:

Despite scientific evidence to the contrary, a small group of otolaryngologists have repeatedly testified, on behalf of the tobacco industry, that heavy smoking did not cause the cancer in cases of dying patients suing for damages, according to a study by a Stanford University School of Medicine researcher.

„I was shocked by the degree to which these physicians were willing to testify, in my opinion in an unscientific way, to deny a dying plaintiff — suffering the aftermath of a lifetime of smoking — of a fair trial,“ said Robert Jackler, MD, professor and chair of otolaryngology-head and neck surgery, referring to the physicians cited in the study as a „pool of experts willing to say over and over again that smoking didn’t cause cancer.“

(Hier wieder die Übersetzung für unsere „Genussfreunde“ aus den bildungsferneren Schichten: „Trotz dass es wissenschaftliche Beweise für das Gegenteil gibt, hat eine kleine Gruppe von Hals-Nasen-Ohren-Ärzten im Namen der Tabakindustrie wiederholt bestätigt, dass starkes Rauchen keinen Krebs erzeugt. Es ging dabei um Gerichtsfälle, bei denen todkranke Patienten Schadenersatzklagen wegen der durch das Rauchen verursachten Gesundheitsschäden eingereicht hatten.

‚Ich war geschockt über das Ausmaß, in dem die Mediziner in einer meiner Meinung nach unwissenschaftlichen Art und Weise bereit waren, einem sterbenden Kläger ein faires Verfahren zu verweigern und ihm bescheinigten, dass seine Krankheit nicht durch das lebenslange Rauchen ausgelöst wurde‘, sagte Dr. Robert Jackler, Professor und Institutsleiter für Hals-Nasen-Ohren-Chirurgie, der sich auf Mediziner bezog, die in einer Studie als „Expertenpool“ bezeichnet wurden und die immer wieder erklärt hatten, dass Rauchen keinen Krebs erzeugt.„) (Quelle)

In dem Artikel geht es dann um das Thema, wie Mediziner als Gerichtsgutachter von Tabakfirmen bestochen wurden um herausarbeiten, dass der Krebs einzelner langjähriger Raucher nicht vom Rauchen kommen konnte. Nach US-amerikanischem Recht sei es erforderlich, so der Artikel, dass eine Wahrscheinlichkeit von 50:50 oder besser erwiesen sein muss, dass eine Krankheit durch eine bestimmte Verhaltensweise ausgelöst worden sei, um Schadenersatz zu rechtfertigen. Statt aber das die Gutachter die Kehlkopfkrebserkrankungen der Kläger mit der hochwahrscheinlichen Ursache Rauchen assoziierten, hätten sie alle möglichen anderen Gründe gefunden: Vom salzigen Fisch bis zu den verwendeten Mundspülungen:

The study reports that six board-certified otolaryngologists were paid by one or more of the tobacco companies R.J. Reynolds, Phillip Morris and Lorillard to serve as expert witnesses. These physicians gave testimony that indicated a multiplicity of environmental factors, ranging from exposure to cleaning solvents to the consumption of salted fish to the use of mouthwash, were more likely to have caused the plaintiff’s head and neck cancers than years of heavy smoking.

Insgesamt kommen die bestochenen ärztlichen Gutachter bei dem Artikel gar nicht gut weg. Ob Michael Löb nur die Überschrift gelesen hat? Oder ob er den Text überhaupt verstanden hat? Vielleicht kann er ja nur sehr schlecht Englisch. Dann sollte man sich vorher die Ausarbeitungen doch besser übersetzen lassen.

Michael Löb vom Netzwerk Rauchen: Mit aller Kraft FÜR den Krebs!

Michael Löb vom Netzwerk Rauchen: Mit aller Kraft FÜR den Krebs!

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Auf ein Neues: Ronald Blumberg und der Morbus Parkinson

Unlängst las ich wieder mal bei „Raucher in Deutschland“ mit, worauf ich auch sofort eine neuen Raucherblödsinn fand. Es ging, zum x-ten Male, um das Thema „Rauchen schützt vor Parkinson“:

Frank Schneidereit: Interessant

Ronald Blumberg aus Radevormwald: Komisch, daß solche Studien dann immer sehr schnell aus dem Verkehr gezogen werden …(Quelle)

Es gibt nun tatasächlich Indizien dafür, dass Tabakrauchen das Risiko senkt, an Morbus Parkinson zu erkranken. Aber offenkundig schützt Rauchen nicht vor anderen cerebralen Degenerationskrankheiten. Insbesondere ein fortgeschrittener Abbau der kognitiven Fähigkeiten geht mit dem Rauchen einher:

In an eight-year study published in 2012 in the journal Age and Ageing, a team of British researchers assessed the effects of smoking on the brain function of close to 9,000 adults over the age of 50. At the beginning, middle and end of the study, all of the participants underwent tests that measured their ability to do things like increase their vocabulary or rapidly recall words they already knew. When compared to participants who didn’t smoke, participants who did smoke consistently displayed a gradual decrease in their abilities to perform these fairly basic mental tasks. (Quelle)

Diese Symptomatik scheint auch bei Blumberg vorzuliegen. Denn es ist mitnichten so, dass derartige Studien, wie der aggressive Kampfraucher Blumberg zu meinen glaubt, irgendwo schnell entsorgt werden. Der Mann hat Wissenschaft einfach nicht verstanden. Blumberg ist wohl nur nicht in der Lage, sich wissenschaftliche Informationen zu beschaffen. Insbesondere bedeutet dies, wenn m an schon  keine entsprechend ausgestattete Bibliothek in der Nähe hat, eine Suchmaschine im Internet zu bedienen. Die Suchabfrage „Smoking Parkinson’s disease“ ergibt nämlich eine große Anzahl von Studienergebnissen, die in diese Richtung deuten.

Und wenn man nicht mehr klar denken hat, weil die cerebralen Funktionen durch jahrelangen Tabakabusus massiv geschädigt worden sind, wird sich dem Kampfraucher Blumberg auch folgende einfache Überlegeung nicht erschließen:

Das Risiko an Morbus Parkinson zu erkranken ist altersspezifisch und beträgt auf die Gesamtbevölkerung bezogen 0,3 bis 0,5%. Bei den über 60-jährigen leidet ungefähr einer von 100 Menschen an der Krankheit, bei den über 85-jährigen 2%. (Quelle).

Dem gegenüber steht der Sachverhalt, dass die meisten Raucher das Alter, in dem typischerweise der Morbus Parkinson diagnostiziert wird, gar nicht erst erreichen. Denn ungefähr jeder 2. Raucher stirbt bekanntermaßen vor dem Erreichen bereits der durchschnittlichen Lebenserwartung. An durch Rauchen erzeugtem Krebs, Herzinfarkt, COPD usw. usw.

Wenn man also seine Gesundheit vorsätzlich ruiniert, nur um dem Risiko zu entgehen an der im Allgemeinen (zumindest wenn früh behandelten) nicht tödlichen Parkinsonkrankheit zu leiden, deren Lebenszeitrisiko eben nicht überdramatisch hoch ist, so ist dies eine selten dämliche Ausrede für die eigene Nikotinsucht. Denn immerhin beträgt alleine das Lebenszeitirisko eines starken Rauchers am tödlichen Lungenkrebs zu erkranken bereits ca. 16%. Verglichen mit dem Lebenszeitirisko des vielfach nicht-tödlichen Morbus Parkinson von 1 bis 2% eine ganz andere Größenordnung. Aber ob jemand wie Ronald Blumberg dies versteht?

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Wenn das Geld knapp wird…

Nein, ich schreibe nicht über Griechenland, keine Angst! 😉 Denn auch andere haben finanzielle Probleme. Z. B. die Raucher. Viele von ihnen kommen aus Sozialschichten, wo das Geld nicht ganz so locker sitzt. Und da tun die teuren Zigaretten, die man ja kaufen muss, um zeitig einen Lungenkrebs zu bekommen, schon weh. Dieses Problem hat auch Hartmut Kettmann aus dem Kanal von „Netzwerk Rauchen“:

Hartmut Kettmann: Nun schon ein luxeriöser Preis für eine Schachtel Zigaretten!!! Deutschland treibt sich in den Ruin! Es war die letzte Schachtel die ich in Deutschland kaufte!! (Quelle)

Ja, das ist schon wirklich unschön. Da möchte man sozialverträglich früh aus dem Leben scheiden und der Staat macht es einem doppelt schwer. Zum einen wird das Rauchen immer als unattraktiv, asozial, ekelhaft und widerlich dargestellt. Der „faschistoiden Antiraucherpropaganda“ sei Dank. Aber auch der heroische Selbstmordkandidat, der sich für die Gesellschaft (und die Rentenkasse!) aufzuopfern bereit ist und dafür auch manches hübsche Sümmchen investieren will, kommt heute an die Grenzen seiner finanziellen Belastbarkeit. Die Tabaksteuer ist einfach zu hoch!

Dies erzeugt Wut. Grenzenlose Wut. Michael Hennemann geht daher noch einen Schritt weiter. Er wird vermutlich irgendwann zur Waffe greifen müssen, um seinen tabakinduzierten Selbstmord noch hinzubekommen. Wohlgemerkt: Er will sich mit Tabak töten, nicht mit einer 9 Millimeter. Die ist für andere:

Michael Hennemann: Wer in der Nähe der Deutschen Grenze wohnt, hat den Vorteil bei den Nachbarn hinzufahren & dort Zigaretten zu kaufen. Mich würde es nicht wundern, wenn die Raucher bald muckt & dann zu den Waffen greifen. Und alle Schaufenterscheiben der Parteien, für den Anfang, zu Bruch gehen. Irgendwann wird das bestimmt einer machen, der längst die Nase voll hat, für die unnachvollziehbaren Preiserhöhungen der Zigaretten! Der KRIEG wird noch kommen! (ebd.)

Mal ernsthaft: Wer schon so blöd ist, sein Geld für seinen eigenen Tod auszugeben, sollte einfach die Klappe halten. Selbstmord muss man sich eben leisten können. Wie andere Luxusgüter auch. Wer das nicht kann, sollte sich vielleicht ein anderes, weniger teures, und vor allem weniger tödliches, Hobby suchen.

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Paul Mooser – Ein Hobbyphilosoph pöbelt gegen Rauchgegner

Paul Mooser aus München ist eigentlich ein B-Promi der Hardcoreraucherszene. Um sich einen Namen zu machen, pöbelt er aber trotzdem gerne im Internet herum. Denn der Mann will nach oben. Auf seiner Seite bei facebook lässt er zuerst stellvertretend für seinen Kumpel Kohlhuber eine Pressemitteilung über den Sender, die ich hier genüsslich zerlegt habe. Dann zeigt er sich aber darüber wenig amüsiert und fängt, wie bei Nikotinfanatikern nicht unüblich, kurz darauf an, zu pöbeln:

Paul Mooser aus München schreibt: Auf die Pressemitteilung hat ein verwirrter Typ namen Rachow reagiert. Da dieser Typ aber nicht klar denken kann und ganz offensichtlich psychische Probleme hat, lohnt es sich nicht, näher darauf einzugehen. Er raucht zwar nicht, die Kosten für die Behandlung beim Psychiater müssen wir trotzdem alle tragen. Leider! (Quelle)

Und noch eine weitere „Nettigkeit“ lässt der Mann aus München über den Sender:

Paul Mooser aus München schreibt: Es ging ja das Gerücht um, dass dieser Peter Rachow mittlerweile in Syrien ist. Dort soll er angeblich als Sittenwächter im Auftrag des IS das strikte Rauch- und Alkoholverbot überwachen. So wie es aussieht, hat er keine Ausreisegenehmigung bekommen. Schade.

Und nachdem sich Mooser mal eingepöbelt hat, geht es in die nächste Runde:

Paul Mooser aus München schreibt: Ich schätze mal, dass beim Anblick vom Rackow alle Jungfrauen schreiend davonlaufen

Beweis:

Paul Mooser aus München pöbelt im Internet

Paul Mooser aus München pöbelt im Internet

Jetzt wollen wir doch mal etwas über Herrn Mooser selbst herausfinden. Im Internet gibt es nämlich eine ganze Menge über den rauchenden Pöbelfreund aus München. Mooser hat nämlich, neben seinem bizarren Verhalten andere Menschen in der Öffentlichkeit zu beleidigen, ein durchaus interessantes Hobby: Er gibt gerne den Freizeitphilosophen und erörtert auf seinen verschiedenen Webseiten wie http://www.derspekulant.info/ gerne mal Themen, die man im weitesten Sinne im Bereich der Esoterik ansiedeln könnte. Wer diesen Blog regelmäßig liest, weiß dass ich mit „Esos“ ähnliche Probleme habe wie mit Nikotinfanatikern.

Besonders interessant für mich als studiertem Physiker ist bei Paul Mooser dann natürlich seine versuchte Auseinandersetzung mit der Quantenphysik. Ein Thema, das gerade bei ausgewachsenen Esofreunden eine magische Anziehungskraft zu haben scheint. Warum erschließt sich mir aber nicht. Eventuell liegt es ja daran, dass ein Leitsatz der Esoterik ist „Wie im Kleinen, so im Großen.“. Und da muss die Quantenphysik dann eben herhalten.

Besonders bizarr am Vortrag von Mooser ist indes, dass der Mann nicht einmal Physik studiert hat. Nein, er kommt aus dem Marketingbereich. Und von diesem Menschenschlag weiß man ja, dass die grundsätzlich zu allem was sagen können. Die Frage ist eben, ob das Ganze auch Hand und Fuß hat…

Paul Mooser - Who is Who

Paul Mooser – Who is Who (Quelle)

Auch XING Paul Mooser stellt die gleiche Information bereit. Paul Mooser arbeitet mitnichten als Physiker oder Naturwissenschaftler sondern freiberuflich als Vertriebsmann im Verlagswesen. Berufserfahrung hat er ausschließlich in diesem Feld.

OK, ich habe im Netz schon viele schräge Dinge gesehen. Da gab es mal einen Fachoberschüler namens Markus Gronotte, der mal eben eine neue „Klimatheorie“ erdachte oder ein von Physik gänzlich unbeleckter Privatier namens „Rüdiger Thomas“, welcher eine „Massenkorrelationstheorie“ in die Welt setzte, auf diese Weise u. a. Erdbeben vorherzusagen vorgab und mit diesem Bockmist jahrelang im Internet herumspukte. Das waren schon ziemlich bizarre Herrschaften. Und jetzt finde ich einen Paul Mooser, der auch sehr gut in diese Galerie der Möchtegern-Physiker passt.

Hart an der Grenze zum Größenwahn ist es dann wohl, mit einer Ausbildung als Marketingmann, eine Webseite mit dem Titel „Neue Physik“ ins Internet zu stellen (Link). Vielleicht war dem Herrn Mooser die „alte Physik“ (was auch immer das ein könnte) zu langweilig. Denn wer beschäftigt sich schon gerne mit trockener Mechanik, Thermodynamik, Elektrostatik und -dynamik, Kernphysik usw. usw.? Da muss man am Ende ja noch Formeln lernen und die dazugehörige Mathematik wie Infinitesimal- oder Matrizenrechnung beherrschen. Lieber schreibt man da doch philosophische Abhandlungen über „Schrödingers Katze“. Ein Thema, das übrigens immer gerne von Esoterikern behandelt wird. Dem gestandenen Physiker geht das aber, aufgrund fehlender praktischer Relevanz, eher an einer bestimmten Körperstelle vorbei. Bei diesem Sujet kann man aber viel besser nach Herzenslust herumschwadronieren als über den Ersten Hauptsatz der Thermodynamik oder die Maxwellschen Gleichungen. Und dies ohne auch je nur eine Physikvorlesung gehört zu haben und es eröffnet die Möglichkeit, seitenweise krude Theorien von sich zu geben.

Besonders wenn andere Esoteriker das Ganze noch befeuern, wird die Sache höchst  amüsant. Diesbezüglich empfehle ich dringend das Gästebuch von „Neue Physik„. Dort kann man dann in epischer Breite lesen, was sich Esoteriker zum Thema „Neue Physik“ so zu sagen haben. Es folgt ein dicht gedrängter Schlagabtausch mit esoterischen Begriffen wie „Urenergie“, „energetische Intelligenz“ und es wird manch anderer Unsinn mehr erzählt. Besonders Mooser himself tut sich hervor:

Paul Mooser aus München schreibt:  Es geht auch nicht um Informationsübertragung, sondern um eine geheimnisvolle Art der Verständigung, die nun einmal schneller als mit Lichtgeschwindigkeit funktioniert. Und Experimente stellen nun einmal die Grundlage einer wissenschaftlichen Arbeit da. Alles andere und auch die vorgenommenen und dargestellten Definitionen, wie die der Komplementarität, kannst du in jedem Physikbuch nachlesen. (ebd.)

Schön wäre es, wenn Herr Mooser mal wirklich gelegentlich ein Physikbuch in die Hand nehmen würde. Dann würde er lernen, dass Teilchen keine Art von Kommunikation betreiben, wie er behauptet, und dass die Lichtgeschwindigkeit die Grenzgeschwindigkeit darstellt. Und  dass nicht das Experiment die Grundlage der Arbeit des Naturwissenschaftlers ist sondern die Hypothese, die mit dem Experiment falsifiziert oder partiell verifiziert wird. Ein Experiment findet nämlich statt, weil man eine vorher getätigte Annahme aus einer bestimmten Fragestellung heraus genauer untersuchen will.

Besonders „lustig“, wenn man denn auf schrägen Humor steht, sind auch die beim Esoteriker ach so beliebten Analogien:

Paul Mooser aus München schreibt:  Die Zahlen beim Lotto sind in das “System” Lottospiel integriert, d.h. dieses System kann als Ursache angesehen werden. Der Zustand der “Ur-Erde” war ebenfalls ein System im Sinne von Ditfurth und auch dieses System kann als Ursache für die Entstehung von Leben angesehen werden. Der Zufall war und ist deshalb nur Auslöser und keine “Ursache” in der Definition vieler Neodarwinisten.(ebd)

Da kann sich mancher Alexander Jäger durchaus eine Scheibe abschneiden. Lieber Paul Mooser, meine Meinung ist folgende: Bleib weg von der Wissenschaft. Und nenne Deinen esoterischen Blödsinn bitte nicht „Physik“! Das tut weh! Und wenn Du mal ein paar „richtige“ Physikaufgaben lösen willst, hier ist ein Einstieg. Aber eines solltest Du Dir hinter die Ohren schreiben: Herumpöbeln im Internet kannst Du viel besser als über Wissenschaft zu schreiben. Und das ist doch immer auch etwas, oder?

 

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Friedhelm Adolfs, der Schlaganfall und die Ferndiagnosen militanter Raucher

Friedhelm Adolfs aus Düsseldorf ist vermutlich der nach Helmut Schmidt bekannteste Kettenraucher der Republik. In die Medien hat er es geschafft, weil er nach Auffassung seiner Vermieterin in seiner Wohnung exzessiv gequalmt und den Tabaksgestank ins Treppenhaus entlüftet hat. Gegen seine deswegen ausgesprochene Wohnungskündigung wehrte er sich vor Gericht. Das Amts- als auch das Landgericht verwarfen seine Klage indes. Erst ein Zivilsenat des BGH erkannte Verfahrensmängel, verwies den Fall zurück und gab dem LG Düsseldorf auf, bestimmte Vorgehensweisen bei einer Neuauflage des Prozesses einzuhalten.

Diese Woche Donnerstag, den 11.06.2015 sollte der Termin sein. Aus dem wird wohl erstmal nichts werden. Friedhelm Adolfs erlitt einen Schlaganfall in dessen Folge er sich in die Hand der bei unseren „Genussfreunden“ als solche bezeichneten „Pharmamafia“ (also Ärzte, Krankenhäsuer, Arzeimittelhersteller) begeben musste (Link). Das versammelte Raucherprekariat auf „Raucher in Deutschland“ hat natürlich sofort die Ursache der Malaise des Herrn Adolfs messerscharf diagnostiziert:

Dagmar Pagalies Mich wundert es nicht das er über diese ganze Prozedur krank geworden ist Die Verantwortlichen sollen sich schämen . GUTE BESSERUNG !

Tino Bridgeman Durchs Rauchen (was hier wohl angedeutet wird)? Wohl eher unnötiger Stress durch Antiraucherbestrebungen. Gute Besserung!

Ronald Blumberg Wenn man einen alten Mann systematisch terrorisiert ( Klagen, Geldängste, Schmähbriefe, neue Vorgaben, usw.) dann beabsichtigt man doch geradezu den Zusammenbruch, oder nicht?

Jupp Hermanns Ich vermute mal das liegt daran weil die Mieter im Hause ihm das Leben schwer machen und er die ganzen Aufregungen der letzten Monate fertiggemacht haben. Gute Besserung Friedhelm und lass dich nicht kleinkriegen. Deine rauchenden Freunde stehen hinter dir

Elfi Schiefer der Schlaganfal hat nichts mit Rauch zu tun, sondern mit dem Stress dem er ausgestzt war!!!!!!! (Quelle „Raucher in Deutschland“ 1.2)

Vor so viel medizinischem Fachwissen muss man einfach den Hut ziehen. Wir fassen zusammen: Der Schlaganfall, den Herr Adolfs erlitten hat, kommt mitnichten vom exzessiven Tabakkonsum des Herrn. Nein, Schuld ist vielmehr der „Stress“, den die „Antiraucher“ (auch in Gestalt der Vermieterin) Herrn Adolfs gemacht haben. Diese bösen „Antis“ sind alleine verantwortlich dafür, dass es dem bekannten Raucherentner auf einmal so schlecht geht. Was sagt die Wissenschaft dazu?

[…] Akute Schlaganfälle, denen stressige Situationen vorausgehen, sind häufiger als solche, bei denen das nicht der Fall ist. […] Allerdings entstehen Schlaganfall oder Herzinfarkt meist auf der Grundlage einer längerfristigen Erkrankung, deren Verlauf sich in drei grobe Phasen unterteilen lässt. Ganz am Anfang entwickeln die Personen Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder Übergewicht. Auf der Basis dieser Faktoren kommt es dann in der zweiten Phase zu einer Erkrankung der Gefäße wie Atherosklerose, umgangssprachlich auch als „Arterienverkalkung“ bezeichnet. Dabei verlieren die Gefäßwände an Elastizität und verengen sich, was den Blutfluss behindert. Verschließt sich ein Gefäß im Gehirn oder Herzen in Phase drei ganz, kommt es zum Herzinfarkt beziehungsweise Schlaganfall.[…] Wer die Risikofaktoren im Griff hat – also nicht raucht, nicht übergewichtig ist und gesund lebt – muss sich zunächst einmal keine Sorgen machen. (Quelle)

Waaaaas? Sollte das Rauchen tatsächlich ein Risikofaktor für den Schlaganfall sein?

Wie unterscheidet sich das Schlaganfall-Risiko von Rauchern und Nicht-Rauchern? Vielen Studien zeigen, dass Raucher ein doppelt so hohes Erkrankungsrisiko für einen Schlaganfall haben wie Nicht-Raucher. (Quelle schlaganfall-hilfe.de) Rauchen Zigarettenrauchen ist ein bedeutsamer Risikofaktor für den Schlaganfall. Das Schlaganfallrisiko steigt mit der Anzahl der pro Tag gerauchten Zigaretten und der Anzahl der Jahre, in denen geraucht wurde. (Quelle Kompetenznetz Schlaganfall)

Und diesen Text würde ich mir, wenn ich Herr Adolfs wäre, mal sehr genau zu Gemüte führen:

Raucher sollten nach einem Schlaganfall dauerhaft auf Zigaretten verzichten. Wer das nicht tut, verdreifacht sein Risiko, innerhalb eines Jahres zu sterben, berichten italienische Forscher. Die Gefahr ist umso größer, je früher ein Patient nach der Entlassung aus dem Krankenhaus wieder mit dem Rauchen beginnt. (Quelle)

Tja, wahrscheinlich hätte Herr Adolfs sein kleines gesundheitliches Problem nicht gehabt, wenn er den Titel „Zweitbekanntester Kettenraucher Deutschlands nach Helmut Schmidt“ nicht unbedingt angestrebt sondern beizeiten die Finger von den Sargnägeln gelassen hätte.

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Nicolai Kosirog: Vordenker gesucht… und gefunden!

Nicolai Kosirog aus Mülheim an der Ruhr ist ein Hardcoreraucher und wie ich bereits mehrfach aufgezeigt habe, nicht gerade zu kognitiven Spitzenleistungen prädestiniert. Gerade solche Menschen suchen sich daher oft Vordenker, die ihnen intellektuell den Weg weisen und aufzeigen, was sie zu denken haben. Kosirog vom facebook-Kanal „Netzwerk Rauchen“ ist nun auf der Suche nach intellektueller Schützenhilfe fündig geworden:

Nicolai Kosirog hat einen neuen Vordenker

Nicolai Kosirog hat einen neuen Vordenker

Das Problem beim Vor- und seinem Nachdenker ist, dass es der Nachdenker mit dem Nachdenken oft nicht so hat wie sein Vordenker. Und mit dem Lesen schon gar nicht. Oder anders gesagt: Der Nachdenker liest aus dem Text des Vordenkers genau das heraus, was ihm in den Kram passt und der Rest wird geflissentlich nicht beachtet. Was meine ich damit? Nun, Nicolai Kosirog ist ein vermutlich starker bis sehr starker Tabakraucher. Sonst würde er sich nicht öffentlich gegen den Nichtraucherschutz positionieren. Wer Tabakwaren konsumiert, ruiniert sich seine Gesundheit. Und zwar vorsätzlich. Er geht ein extrem hohes Risiko ein, an schweren rauchbedingten Krankheiten zu leiden und zu sterben. In dem ganzen Interview mit Manfred Lütz lese ich hingegen aus keinem einzigen Satz heraus, der es gutheißt, sich durch (Tabak)Drogenkonsum willentlich zu Grunde zu richten. Im Gegenteil:

Manfred Lütz: … Doch ich bin auch Arzt und finde selbstverständlich einen verantwortungsvollen Umgang mit der Gesundheit wichtig. Gesundheit ist ein hohes Gut, doch nicht das höchste – nur dagegen polemisiere ich. Deswegen habe ich natürlich nichts dagegen, dass jemand ein Fitnessstudio aufsucht oder auf gesunde Ernährung achtet. Aber mal richtig lecker ungesund essen, cholesterinreich, fettreich, dazu ein himmlischer Wein, das muss doch noch erlaubt sein! Die Freiheit einer freiheitlichen Gesellschaft ist auch die Freiheit zum ungesunden Leben. (Quelle)

Da hat Kosirog also vermeintlich einen gefunden, der ihn beim tabakinduzierten Suizid eine Rechtfertigung liefert. Da kann man dann schon mal einige Kernaussagen, die in eine andere Richtung gehen, ignorieren. Denn Lütz schreibt von „…mal richtig lecker ungesund essen…“ etc. . Er schreibt nichts von „Rauchen, bis der Lungenkrebs kommt…“. Na ja, wenn man eben zur nicht gerade zur intellektuellen Elite gehört, kann man das schon mal übersehen.

Ganz abgesehen davon, dass es auch heute in der Zeit des angeblichen Gesundheitswahnes einem jeden unbenommen ist, sich durch eine suizidale Handlung (zur Not eben auch durch das Rauchen von Zigaretten) nach Belieben zu töten, redet Lütz also nicht dem hemmungslosen Tabakdrogenkonsum das Wort, wie Kosirog zu glauben scheint. Er spricht sich vielmehr gegen eine übertriebene Vergötterung von Fitness und Gesundheit aus. Und darin ist ihm schlussendlich zuzustimmen. Jede Form von Exzess ist fragwürdig. Wie z. B. eben jener Gesundheitsexzess, welcher sich u. U. darin manifestieren kann, dass man sich nur noch makrobiotisch, lactosefrei, biologisch, vollwertig ernährt oder stundenlang mit Stöckchen in den Händen durch den Wald läuft. Übrigens habe ich nicht den Eindruck, dass diese stöckchenbewaffneten Leute, die mir im Wald so entgegenkommen, den verbissenen Gesichtsausdruck haben, den Lütz wahrgenommen zu haben scheint. Aber sie sehen deutlich besser aus, als mancher Hardcoreraucher mit seiner durch jahrelanges „Extreme Couch Potaoing“ auf die Dimensionen eines Schwangerschaftsbauches im 9. Monat angewachsenen Wampe, seiner blassen und fahlen Haut und seinen tiefen Furchen im Gesicht.

Zum fragwürdigen Exzess gehört dann übrigens auch, das nur zur Erinnerung für Herrn Kosirog, das Inhalieren von Tabak in Mengen wie sie manche Hardcoreraucher aus den bekannten Foren konsumieren. Denn die können oft nicht einmal eine 1,5 km lange „Raucherdemo“ zu Fuß überstehen, ohne am nächsten Tag den Arzt aufsuchen zu müssen. Und dann laufe ich doch lieber mit Stöckchen als dass mich eine kurze Distanz per pedes schon an den Rand des Zusammenbruchs bringt. „Krankheitswahn“, also die vorsätzliche Runierung der eigenen Gesundheit, ist eben auch nicht gerade eine erstrebenswerte psychische Grundkonstitution.

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Ronald Blumberg: Den „Studienfälschern“ auf der Spur

Ronald Blumberg, der bekannte Kampfraucher aus Radevormwald, wagt sich in die Welt der Wissenschaft. Für einen vor Jahren insolvent gegangenen Werkzeughändler ohne Wissenschaftsausbildung, nebenbei bemerkt, ein mutiges Unterfangen. Aber endlich kann der Mann „beweisen“, dass alle wissenschaftlichen Studien zum Thema „Gefährlichkeit von Rauchen und Passivrauchen“ Fälschungen sind. Dabei bedient sich der Mann eines bei Nikotinikern beliebten Tricks, der gerade bei intellektuell weniger gut beschlagenen Zeitgenossen gerne angewandt wird und von einer mental ähnlich gestrickten Zielgruppe auch gerne geglaubt wird. Diese Methode nennt sich „Übergeneralisierung“. Ein einfaches Strukturmuster liegt dieser Denkweise zugrunde: „Bei A war es also muss es auch bei B so sein!“.

Ronald Blumberg versucht Wissenschaftskritik

Ronald Blumberg versucht Wissenschaftskritik (Quelle)

Die Story in Kurzfassung: Zwei Fernsehjournalisten entwerfen mithilfe einiger Wissenschaftler eine Pseudostudie mit der sie „beweisen“,  dass Schokoladenkonsum schlank macht. Sie führen die Untersuchung, die auf einem durchaus plausiblen Studiendesign basiert, durch und mainpulieren die Ergebnisse dahingehend, dass „erwiesen“ ist, dass Schokoladenkonsum zur Gewichtsreduktion beitragen kann. Die Resultate werden in einem freien Medizinjournal im Internet veröffentlicht.

Und damit ist nun laut Blumberg erwiesen, dass alle anderen wissenschaftlichen Untersuchungen, besonders jene zur Gefährlichkeit von Tabakrauch, Fälschungen sein müssen.

Ronald Blumberg versucht Wissenschaftskritik

Ronald Blumberg versucht Wissenschaftskritik

OK, diese überaus schlichte Denkweise ist typisch für Blumberg. Um „Ronnie“ die Antwort auf obige Frage zu geben: Ronnie die Sensationstory beweist REIN GAR NICHTS.

Eine einzige Studie, die angeblich etwas „beweisen“ soll, ist nämlich absolut wertlos. Zumindest so lange sie nicht von der Wissenschaftswelt überprüft wurde. Bei der genannten Zeitschrift findet aber nicht einmal ein Peer review, also eine Überprüfung der Ergebnisse, durch unabhängige andere Wissenschaftler statt, bevor die Publikation raus geht. Dort kann man für 100$ jeden Unsinn ungeprüft publizieren.

Die Frage, wie das Vorhaben bei renommierten Publikationen ausgangen wäre, muss man eigentlich nicht stellen. Vermutlich wäre die „Studie“ dort glatt durchgefallen. Daher haben die Journalisten wohl zielgerichtet die Plattform  „imed“ ausgesucht. Auch bei „Google scholar“ gibt es übrigens keinen Hinweis auf die Stude, geschweige denn auf eine Überprüfung oder eine Folgestudie, welche die Ergebnisse der ersten verifizieren oder falsifizieren könnte.

Beim Thema Passivrauchen sieht die Studienlage übrigens ganz anders aus (Link zu Google scholar).

Insofern muss man den beiden Journalisten vorhalten, hier gezielt bestimmte Schwachstellen des Wissenschaftsbetriebes ausgenutzt zu haben. Denn schließlich wollten sie einen „aufrüttelnden“ Beitrag produzieren, der aber so sicher nicht verallegemeinerungsfähig ist. Es sei denn man ist rauchender ehemaliger Werkzeughändler ohne Hintergrundwissen was Wissenschaftlichkeit betrifft und sucht verkrampft nach Munition, um gegen den Nichtraucherschutrz zu stänkern.

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Nicolai Kosirog: Ein rauchendes Logikgenie

Ein ständig wiederkehrendes Thema hier im Blog sind die geistigen Verrenkungen, die Nikotinsüchtige gelegentlich im Internet anstellen, um ihre Sucht irgendwie zu rechtfertigen oder zumindest in einem guten Licht erscheinen zu lassen und Gegenmeinungen abzuwerten. Heute habe ich mal wieder ein besondere Schmankerl aus dieser Kategorie für Sie, meine sehr verehrten Leserinnen und Leser. Der Urheber dieses hochgradigen Unsinns ist der bereits hier häufiger besprochene Nicolai Kosirog aus Mülheim an der Ruhr. Auf dem facebook-Kanal des Nikotinikervereins „Netzwerk Rauchen e. V.“ lässt er seine Betrachtungen zu Thema Raucherprävalenz, Statistik und Stochastik über den Sender:

Nicolai Kosirog: Und wieder einmal völliger Blödsinn von Mortler und Co. […]

Zur Information: Marlene Mortler ist die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Vor wenigen Tagen stellte sie den Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung vor (Link). Darin wird insbesondere herausgearbeitet, dass die Raucherquote in Deutschland nunmehr bei nur noch ca. 25% der Bevölkerung liege. Die Prävalenz insbesondere jugendlicher Raucher sei zudem sehr stark gefallen.

Zahl der starken Raucher sank um ein Drittel Seit 2010 sank die Quote bei den Frauen von 22 auf 20 und bei den Männern von 35 auf 29 Prozent. Die Zahl der starken Raucher, die pro Tag auf mehr als 20 Zigaretten kommen, fiel im gleichen Zeitraum sogar um ein Drittel. Die Quote liegt damit inzwischen bei zwölf Prozent aller Raucher. Bei den Kindern und Jugendlichen sank die Raucherquote seit 2001 dagegen ganz beachtlich – von 28 auf 9,7 Prozent. Damit sei die Zielmarke von weniger als zwölf Prozent, die die Bundesregierung in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie vorgegeben habe, sogar unterschritten worden, freute sich Mortler. (Quelle Tagesspiegel)

Derartige Zahlen können einem notorisch Nikotinabhängigen wie Nicolai Kosirog naturgemäß nicht gefallen. Denn damit wird auch deutlich, dass seine Sucht immer mehr zu einer Domäne der randständigen, also der sozial unterprivilegierten Gesellschaftsteile wird. Außerdem wird Rauchen zunehmend ein Verhalten der älteren Menschen. Entsprechend versucht der Mann aus Mülheim dagegenzuhalten:

Nicolai Kosirog: […] Woher will sie diese Zahl haben, wie will sie diese errechnet haben? Durch Umfragen? Meinungsforscher gehen davon aus, dass in Umfragen bis zu 30% der Befragten unwahre Angaben machen.Daher wenig seriös.(Quelle)

Ein, wie von Kosirog gewohnt, dünnes, nachgerade dümmliches Argument. Die Tatsache, dass u. U. in Umfragen unwahre Angaben gemacht werden, wofür er übrigens wie üblich den Beleg schuldig bleibt, ergibt nun nicht in der Folge, dass alle Daten, die mit Hilfe von Umfragen zu Stande kommen, per se unseriös sind. Und woher will Kosirog wissen, wer wie viel bei welcher Umfrage gelogen hat? Die genannten 30% sind, wenn überhaupt, ein Maximalwert, der eine erhebliche Schwankungsbreite aufweisen kann. Dies ist also wieder ein typischer Versuch der Nikotinabhängigen aus dem Umfeld des „Netzwerk Rauchen“ die Wissenschaft zu diskreditieren. Es wird irgend etwas behauptet, aber es wird nicht bewiesen. Man kennt derlei ja bereits von der Problematik, dass Passivrauchen gesundheitsschädlich ist. Diese Erkenntnis wird von den einschlägigen Nikotinikergrüppchen regelmäßig mit dem Hinweis darauf zu kontern versucht, dass man vorhält, dass es nur epidemiologische Studien und keine ätiologischen Beweise dafür gebe. Dieser selten dümmliche Vortrag kondensiert dann immer in der Einlassung, auf keinem einzigen Totenschein sei jemals „Tod durch Passivrauch“ als Todesursache aufgetaucht. Man muss nicht weiter über derlei Stuss reden. Aber neben dieser intellektuellen Schwäche unterlaufen Kosirog weitere Fehler:

Nicolai Kosirog:  Dem widersprechen mehrere Gründe: 1. Nach einer jüngst veröffentlichen Schätzung des Bundesamtes für Statistik, basierend auf den ersten drei Monaten dieses Jahres, wird die Tabaksteuer dieses Jahr mit ca. 21 Milliarden einen neuen Höchststand erreichen. Also ist dort kein Rückgang, wie er bei weniger Rauchern fetststellbar sein müsste, erkennbar.

Diese Stellungnahme entstammt vermutlich entweder aus reiner Dummheit, der Unfähigkeit zu recherchieren, korrekt mit Zahlen umzugehen oder dem schlichten Vorsatz der Desinformation der Leser. Sehen wir uns zuerst die Einnahmen aus der Tabaksteuer an. Die Einnahmeschätzung für das Jahr 2015 liegt nämlich mitnichten bei 21 Milliarden Euro, wie Kosirog vorgibt, sondern nur bei 14 Milliarden:

Tabaksteuer Schätzung für 2015

Tabaksteuer Schätzung für 2015 (Quelle)

Die Veränderung gegenüber dem Vorjahrsquartal beträgt dabei -3,8% was ein normaler Mensch als „Rückgang“ ansehen würde. Man hätte einfach mal im Netz recherchieren können.

Besonders dumm ist zusätzlich, dass Kosirog wissenschaftliche Untersuchungen als „unseriös“ abtut (s. o.) aber sich stattdessen auf Schätzungen verlässt. Also haben wir hier wieder einen wunderbaren Beleg dafür, dass Rauchen mit selektiver Wahrnehmung wesentlich einfacher ist. „Helmut Schmidt ist über 90 und ein kerngesunder Raucher“ ist dann nur die Spitze dieses Eisbergs der nikotininduzierten Verdoofung.

Weiter im Text: Logisches Denken ist offenbar überhaupt nicht die bevorzugte Disziplin des Fernschachspielers Kosirog:

Nicolai Kosirog: 2. Allein im Zollbereich Essen wurden in 2014 12 Millionen geschmuggelte Zigaretten beschlagnahmt und der ermittelte Steuerschaden beträgt 59 Millionen Euro. Fünf mal mehr als noch in 2013. Da nun bekanntermassen nur ein Bruchteil beschlagnahmt werden kann, ist also auch dort kein Rückgang zu erkennen.

Dass das Aufspüren von Schmuggelgut einer mehr oder weniger großen Anzahl von Zufällen unterliegt (Fahndungsdruck, Informationen über Schmuggelwege und Vorgehen der Schmuggler, Ermittlungsstrategien und -erfolge, Personalausstattung der Polizei- und Zollbehörden, Vorliegen von Hinweisen etc. etc.), dürfte intelligenten Menschen einsichtig sein. Herr Kosirog hat jedoch damit Probleme. Der geht davon aus, dass sich aus dem jeweils entdeckten Schmuggelgut auf funktionalem Wegse eine verlässliche Zahl der insgesamt geschmuggelten Ware herleiten ließe. Zumal auch das Verhältnis von legaler und illegaler Ware hochgradig variabel ist.

Nicolai Kosirog:  3. Steigen durch höhere Steuern immer mehr Raucher von fertigen Zigaretten auf Feinschnitttabak um. Da nun jeder Raucher anders dreht oder stopft, wie sollen da Zahlen ermittelt werden können? Ergo, kein Rückgang erkennbar.

Auch dieses Argument ist wertlos. Als Suchtraucher sollte Herr Kosirog über folgendes Wissen verfügen: Der Raucher braucht die Droge Nikotin. Nikotin ist Teil im Tabak, es ist zu einem bestimmten Anteil darin enthalten. Um die vom Süchtigen benötigte Menge an Nikotin aufzunehmen, muss eine bestimmte Tabakmenge geraucht werden. Die Verteilung dieser Menge auf die einzelnen am Tag gerauchten Zigaretten ist unerheblich. Wie ein Raucher dreht oder stopft spielt dann keine Rolle. Egal ob in einer dicken oder zwei dünnen Zigaretten verteilt, die verschwelte und inhalierte Tabakmenge alleine ist entscheidend. Denn sie alleine sagt aus, wie viel seines Suchtstoffes sich der Nikotinabhängige zuführt.

Nicolai Kosirog:   4. Dampfen etliche Raucher zusätzlich zum normalen Rauchen noch, was die Zahl der verkauften Zigaretten sinken lassen müsste. Wie in Punkt eins zu sehen war, ist dem nicht so. Auch hier ist kein Rückgang feststellbar.

Auch hier sucht man nachprüfbare Zahlen vergeblich. Stattdessen Mutmaßungen, vage Annahmen, unbewiesene Behauptungen. Der Großmeister des Konjunktiv Kosirog könnte vielleicht mit einer Kristallkugel bewaffnet als Wahrsager in einem Kirmeszelt auftreten. Die Qualifikation dazu hat er jedenfalls.

Nicolai Kosirog:   Fazit: Wenn nun also die Lügen, ups, Drogenbeauftragte einen Rückgang erkannt hat, so müssten (und ich übertreib jetzt mal) alle anderen Raucher ihren Konsum quasi verdoppelt haben und das ist definitv ins Reich der Fabel zu verweisen.

Sehr amüsant. Ein Textdichter wie Nicolai Kosirog, der Zahlen und Daten ohne Belege bereitstellt, bezichtigt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, die sich auf wissenschaftliche Daten berufen kann, der Lüge. OK, man ist von den Leuten aus dem Umfeld des „Netzwerk Rauchen“ nichts anderes gewohnt. Halten wir fest: Rauchen liegt nicht mehr im Trend. Gerade Jugendliche, zumal wenn sie aus gebildeteren Schichten stammen, lehnen das Rauchen immer stärker ab. Es ist zunehmend „uncool“ zu rauchen. Raucher werden als Unterschichtangehörige wahrgenommen, Rauchen ist nicht mehr anstrebenswert. „Nierauchen“ liegt im Trend:

Gleichzeitig ist der Anteil der Nieraucherinnen und Nieraucher im Zeitraum von 2001 bis 2014 deutlich angestiegen (Abbildung 08). Bei der Befragung 2001 hatten 40,5 Prozent der 12- bis 17-Jährigen noch nie  geraucht, 2014 waren es 75,3 Prozent. Bei den jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren ist der Anteil des Nierauchens von 23,1 Prozent (2001) auf 36,2 Prozent (2014) gestiegen. Sowohl bei den 12- bis 17-Jährigen als auch bei den 18- bis 25-Jährigen verlaufen die Entwicklungen des Nierauchens in beiden Geschlechtergruppen ähnlich. (Quelle S.30)

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Michael Löb vom „Netzwerk Rauchen“ und der Morbus Parkinson

Wenn Michael Löb, derzeitiger Vorsitzender der Nikotinistenorganisation „Netzwerk Rauchen e. V.“ mit Sitz in Worms nichts mehr einfällt, was man noch „pro Lungenkrebs und Raucherbein“ veröffentlichen könnte, dann holt der Mann eben mal eben einen 12 Jahre alten Artikel aus dem Hut:

Michale Löb vom

Michale Löb vom „Netzwerk Rauchen“: Blödsinn zur Parkinsonprophylaxe (Quelle)

Man ist ja von den Mitstreitern des Suizidalvereins „Netzwerk Rauchen“ einiges an Hirnrissigkeit gewohnt. Aber das, was man hier von Löb bekommt, ist schon, um mal am Thema zu bleiben, „Starker Tobak“. Wenn es denn wirklich so wäre, dass Raucher weniger Risiko in sich tragen, an Morbus Parkinson zu erkranken als Nichtraucher, was bringt es ihnen dann? Wenn man bereits mit 50 oder 60 vom Bronchialkarzinom dahingerafft wird, mit 60 oder 65 den Herzinfarkt erleidet oder mit knapp 70 an COPD röchelnd und zyanotisch aus dem Leben scheidet, war die „Parkinsonprophylaxe“ mittels Tabakinhalation wahrscheinlich nicht die allerbeste Idee.

Aber diese schlichte Erkenntnis scheint Löb intellektuell zu überfordern. Ansonsten hätte er diesen Bockmist vermutlich nicht gepostet. Ein kleiner Hinweis noch: Es scheint tatsächlich so zu sein, dass Nikotin die Dopaminkonzantration im Gehirn (die bei Patienten mit Morbus Parkinson bis zu 90% unter denen eines Gesunden liegen kann) erhöht. Dieses Nikotin kann aber auch anders auf genommen werden. Denn es ist mitnichten eine Hochdosiszuführung an Nikotin vonnöten wie sie beim Rauchen stattfindet. Bereits ein regelmäßiger geringer Verzehr an Nachtschattengewächsen wie Paprika oder Tomate kann helfen:

So ließ sich für zwei bis vier Mahlzeiten mit Peperoni pro Woche ein um 30 Prozent reduziertes Parkinsonrisiko berechnen – unter der Voraussetzung wohlgemerkt, dass die Angaben der Teilnehmer tatsächlich auch stimmen. Die Gemüse haben einen Dosiseffekt Insgesamt zeigt sich ein Dosiseffekt: Je mehr Nachtschattengewächse jemand isst, umso geringer ist nach diesen Berechnungen das Risiko für Parkinson. (Quelle: Ärztezeitung)

Von Tomaten, Peperoni und Co. bekommt man jedenfalls keinen Krebs. Im Gegenteil. Diese Pflanzen wirken sogar protektiv. Was man von Zigaretten, Zigarren und anderem Rauchzeugs nicht behaupten kann. Außerdem stinken sie nicht so bestialisch wie Tabaksqualm..

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Raucher-Logorrhoe

Alexander Jäger aus Aalen ist wieder da! Der äußerst erfolglose FDP-Landespolitiker aus dem schwäbischen Aalen, dessen politischer Karrierehöhepunkt eine überaus erfolglose Kandidatur für das Europaparlament im letzten Jahr und eine ebenso erfolglose Kandidatur für den Aalener Gemeinderat war, frönt seinem altem Hobby: Dem Aneinanderreihen von weitestgehend sinnlosen Sätzen und dem Versuch, anderen auf diesem für den Leser überaus schmerzhaften Wege die Welt zu erklären. Zumindest die Welt, wie Jäger sie sieht. Das Überthema ist, wieder einmal, wie irgendwelche bösen Mächte versuchen, dem Raucher seinen Genuss zu nehmen und ihm seine „Freiheit“ zu beschneiden. Wenn dieser Standpunkt eigentlich nur als „bizarr“ bezeichnet werden kann, so schlagen u. a. die Interpretationen aus dem Munde Jägers und seiner Mitstreiter diesen Ansatz allemal.

Eine „Juscha Ma“ fragt:

Juscha Ma:[…]Im Zusammenhang mit der gigantischen – und leider auch ziemlich erfolgreichen – Anti-Raucher-Hetze gibt es da von meiner Seite jedoch noch einen Haufen offener Fragen. Vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen.

Wenn man nicht davon ausgehen will – und ich selbst glaube keine Sekunde daran – dass irgendwelche wohlmeinenden Menschen tatsächlich an unser aller Gesundheit gelegen ist, dann ist doch die allererste Frage, die sich stellt: Cui bono? Normalerweise geht es bei so etwas um Machtinteressen, die sich in aller Regel für irgendjemanden in klingender Münze auszahlen – und dies nicht zu knapp.

[…]

Es profitiert die Pharmaindustrie, klar das. Jedoch selbst wenn die ihre Raucherentwöhnungsmittelchen in Milliardenhöhe an den Mann bringen, wiegt dies wirklich die Einnahmen aus der Tabakindustrie auf? Mit anderen Worten: Wäre es nicht klüger – weil lukrativer – die Menschen weiterrauchen zu lassen, weil dies letztlich mehr einbringt, als die relativ kurzfristigen Gewinne der Pharmaindustrie, wenn man ihnen das Rauchen abgewöhnt?

Zweite Erklärung: Man will andere Sauereien verdecken oder davon ablenken: Feinstaubbelastung in der Luft, Folgen von Atomtests und so weiter.

[…] (Quelle)

Hinweis zur Quelle: Wer den Link oben anklickt wird zwar zur facebook-Seite des „Netzwerk Rauchen“ geführt. Der Artikelstrang selbst wurde jedoch im Verlaufe des Vormittages gelöscht. Ich gehe davon aus, dass den Autoren ihr Vortrag selbst peinlich wurde. Vielen Dank für diese Umweltschutzmaßnahme! 😉

Ein deratiger Unsinn würde wohl allgemein als durchaus „tragfähige“ Verschwörungstheorie durchgehen. Die üblichen Versatzsstücke sind ja vorhanden: „Dunkle Mächte“, die die Masse um ihres Profites Willen manipulieren wollen. Eine reiche Industrie, die noch reicher werden will. Oder man will eben „andere Sauereien“ vertuschen. Fehlt eigentlich nur noch, dass frau postuliert, in den Raucherentwöhnungsmittelchen seien bestimmte Stoffe, die eine „Mindcontrol“ der (Ex-)Raucher ermöglichen würden.

Aber, wie immer bei Rauchers, es findet sich jemand, der diesen Unsinn aufnimmt, wiederkäut und verstärkt: Ein „Heiko Schineis“ meint dazu:

Heiko Schineis: das rauchen befreit, entspannt und vorallem man denkt nach, dass ist ja wohl nicht im sinne derer, das denken! zusätzlich wird nebenbei mit anderen müll viel kohle gemacht, wo die werbeindustrie kräftig verdient! die leute kaufen immer mehr müll und verschandeln sich mit falschen schönheitsidealen, sie fressen mehr werden dick und leben ungesund ect. die pharmamafia hat natürlich ganz viele alternativen zu den zigaretten parat! unterm strich lässt sich vielmehr kohle verdienen als mit den rauchern! zusätzlich wird die bevölkerung abgelenkt indem sie gegenseitig aufgehetzt werden, das ist nicht nur beim thema rauchen so! somit entsteht weniger gegenwehr! das rauchen ist in der menscheit stark verankert, man rauchte immer schon!

Rauchen befreit weder, denn es macht krank und abhängig, noch entspannt es. Man sehe sich nur die vielen hoch aggressiven Tabaknutzer in den einschlägig bekannten Netzforen an, die auf die Barikaden gehen, wenn man ihnen den Stoff wegnimmt, teurer macht oder ihnen den Konsum anderweitig erschwert. Und warum man mehr Geld mit Raucherentwöhungsmitteln machen können soll als mit dem Rauchen selbst, darüber schweigt sich der Mann auch aus. Denn wenn der Raucher mal „clean“ ist (die meisten schaffen es übrigens ohne Mittelchen) braucht er beides nicht: Weder das Entwöhnungsmittel noch die Zigarette.

Und jetzt kommt, man fürchtet es fast, Alexander Jäger aus Aalen auf die Bühne:

Alexander Jäger:Bei den Profiteuren hege ich inzwischen den Verdacht, daß die jeweiligen Sozialversicherungsträger schlicht auf die einschlägige Propaganda der diversen Welteverbesserergruppierungen hereingefallen sind und sich ernsthaft Einsparungen bzw. eine Gewinnoptimierung von umfassenden Rauchverboten versprechen. Aufschlußreich wäre jedenfalls mal eine Aufstellung, wieviele Evangelikale, Mormonen u. ä.sich in Organisationen wie der WHO herumtreiben, vielleicht könnte das mal jemand recherchieren um meine These zu erhärten, daß letztlich schlicht fundamentalistischer Missionierungsdrang unter dem ganzen pseudowissenschaftlichen Statistikdeckmantel steckt.

Eines muss man Jäger lassen. Auch er kann mittlerweile Verschwörungstheorie. Bei ihm sind es allerdings die organisierten „Gutmenschen“ in Form von strenggläubigen Christen, die anderen ihre Lebensfreude nehmen wollen, indem sie ihnen den Nikotinkonsum versagen. Leider führt Jäger nicht aus, wie „ora et labora“ nun denn genau zum Heilsbringen gegen den vermaledeiten Nikotinkonsum eingesetzt werden solle. Teufel, aber auch! Aber Jäger labert sich in Fahrt:

Alexander Jäger Auffällig ist jedenfalls, daß es immer so richtige Musterstaaten sind, die sich um das gesundheitliche Wohl der Bevölkerung kümmern. Beispiel Bhutan: erste demokratische Wahlen 2007, bis 1999 war sogar Fernsehen verboten, Umweltschutz hat oberste Prioriät, dafür ist der Lebensstandard unter aller Kanone, Arbeitslosigkeit die einzige Wachstumsbranche und nichtmal die Ernährung sichergestellt. DAS Paradies, oder?

Alexander Jäger muss aber schon wirklich groteske Begründungen heranziehen um der wilden These von den gesundheitsgläubigen Unterdrückern zu Belegen zu verhelfen. Wenn ich mich erinnere war das erste Land in Europa, das einen kompromisslosen Nichtraucherschutz implementiert hatte, Irland. Das ist m. W. ein moderner, demokratischer und wirtschaftlich (wieder) erfolgreicher Staat. OK, dort sind die Menschen besonders katholisch. Vielleicht liegt es ja daran? Oder sind die Iren im Geiste auch alle Bhutanesen?

Nächstes Kapitel. Jäger fährt die Heißluftmaschine noch mal ein paar hundert Umdrehungen pro Minute mehr hoch:

Alexander Jäger Reinhold, dieser spezielle Wahn ist allerdings Teil einer größeren gesellschaftlichen Tendenz, die stets einem bestimmten Muster folgt.
Der Kernbegriff dabei ist „dieses oder jenes ist ein Unterschichtenphänomen“. Und Unterschicht will vor allem in Krisenzeiten natürlich niemand sein – darum ist insbesondere die Mittelschicht (das ohnehin staats- und obrigkeitsgläubige Berufsbeamtentum vorneweg) von jeglichen sozialen Distinktionsmechanismen angetan. Daß es unterm Strich um nichts anderes geht als um einen Abwehrkampf gegen alles „Minderwertige“ und um die Angst vor einer Vermischung mit dem „Niedrigen“ erkennt man übrigens schon alleine am Vokabular der einschlägigen Propaganda, das lediglich diverse rassistischen Stereotypen aufwärmt und auf Raucher, Dicke, etc. ummünzt.

So, jetzt isses klar. Jäger erklärt die Welt. Man deklariert Rauchen (oder etwas anderes, was nicht gewollt ist) einfach als Unterschichtenphänomen und damit ist das Problem gelöst. Alle finden es „Bääääh!“ und tun es einfach nicht mehr. Und die, die es weiter tun wollen, sind dann eben die Doofen. So einfach ist das also. Und die Menschen, von denen Jäger ja annehmen muss, dass sie so ausgesprochen saudumm sein müssen und auf dieses Muster hereinfallen, verhalten sich dann prompt, wie es die vermeintliche Oberschicht wünscht. Jägers Weltbild entspricht seiner intellektuellen Kompetenz: Einfache Erklärungen, undifferenzierte Muster, simple Schlüsse auf niedrigem geistigen Niveau. Typisches Stammtischgeschwätz eben. Könnte so sein. Aber vielleicht auch ganz anders.

Dass Rauchen tatsächlich vorwiegend ein Problem der niederen Sozialschichten ist, wurde durch viele Studien hinlänglich gezeigt. Der Raucheranteil korreliert mit der Zugehörigkeit zu niedrigen Sozialschichten (Link). Da müssen keine „Mächtigen“ irgendetwas erfinden, es ist schlicht so.

Weiterhin dürfte dem größten Teil der Mittelschicht (nämlich jenem der nicht raucht und sich durch Rauch nicht belästigt fühlt) das Thema weitestgehend egal sein. Zumindest seit man in der Öffentlichkeit durch den Tabakrauch anderer Menschen kaum mehr belästigt wird. Welchen Sinn darüberhinaus der „Abwehrkampf gegen das Minderwertige“ haben soll, darüber schweigt Jäger auch elegant. Ein typisches Verhaltensmuster dieser Hobbytheoretisierer übrigens: Begründungen, Belege und Indikatoren für die Richtigkeit des eigenen Standpunktes sucht man vergebens.

Besonders gewagt ist natürlich auch der Anflug, umgedeutete „rassistische Stereotypen“ ausmachen zu wollen, die nun auf „Raucher“ und „Dicke“ angewandt würden. Jäger schießt, mal wieder, kilometerweit daneben. Rassismus definiert sich an der ethnischen Zugehörigkeit. Diese ist aber hier kein Unterscheidungsmerkmal. Jäger spricht in seinem Fremdwortwahn übrigens von „Distinktion“ und versucht sich dadurch einmal mehr den Hauch des besonders Gebildeten zu geben, obwohl er nicht einmal ein Studium abgeschlossen hat.

Raucher und Übergewichtige sind nicht primär Raucher oder übergewichtig, sie legen Verhaltensweisen an den Tag, die von anderen kritisiert werden. Sie verhalten sich normabweichend (was per se noch nicht problematisch wäre) aber sie verbrauchen als Folge ihrer Normabweichung gesellschaftliche Ressourcen (u. a. Behandlungskosten, die man anderweitig besser anlegen könnte als dafür die gesundheitlichen Folgen eines selbstschädigenden Verhaltens zu kompensieren) bzw. führen im Falle der Raucher zusätzlich zu einer vermeidbaren Belästigung ihrer Mitmenschen. Die Normabweichung führt also zu einer mittelbaren oder unmittelbaren Schädigung anderer, die darin nicht eingewilligt haben.

Was Jäger zudem mal wieder nicht auffällt ist, dass er selbst den Denkmustern nachhängt, die er bei anderen kritisiert. Wenn er erstens Menschen als so dumm annimmt, den Unsinn derer zu glauben, die mit oberflächlichen Argumenten das Rauchen zum Teufel wünschen, erhöht er sich selbst und macht sich zum Angehörigen einer (vermeintlichen) Elite, die dieses perfide Spiel durchschaut. Damit hat auch er endlich sein „Distinktionsmerkmal“ gefunden. Halleluja!

Und wenn er zweitens z. B. pauschal das „Berufsbeamtentum“ als besonders staatsgläubig und autoritätshörig verunglimpft (s. o. Zitat), wobei Herrn Jäger ja bekanntermaßen leider der Zugang zu dieser Gruppe verwehrt ist, kann man nur fragen, worin sich denn die Argumentation „Raucher sind Unterschicht“ von dem Vortrag „Beamte kriechen ihrem Dienstherrn regelmäßig in den Allerwertesten“ unterscheidet. Warum „Stereotypen“ einmal gut und einmal böse sind, wird Herr Jäger uns trotz seiner fast zum Markenzeichen gewordenen geistigen Überlegenheit vermutlich nicht beantworten können.

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„Rauchen schützt vor Chemtrailfasern“ – The Aftershow-Party

In dem im letzten Blogeintrag verlinkten Artikel wurde von unserer lieben aber leider sehr erfolglosen Raucheraktivistin Adelheid Rippe auf ein YouTube-Video verlinkt, das angeblich beweisen soll, dass Rauchen vor (den im Übrigen nicht real existierenden) „Chemtrails“ schützen soll. Und die „pfundige“ Wienerin Anschwärzerin Eva Peter-Culik kommentierte wohlwollend.

Beim Ansehen des Videos kamen dann erste Zweifel am Verstand der Protagonisten auf: Die Einstellerin des YouTube-Videos mit dem Pseudonym „canis lupus“ (für die Nichtlateiner, dies bedeutet „Wolfshund“) hielt tatsächlich ein paar Staubflusen unter eine Vergrößerungkamera, blies sie mit Tabakrauch an und wunderte sich, dass diese sich auf einmal bewegen. In krasser Missdeutung der tatsächlichen Sachlage wurde dies von der offenbar naturwissenschaftlich nicht gebildeteten „canis lupus“ dahingehend interpretiert, dass man bzw frau mit Tabakrauch nun eine ultimative Waffe gegen „Chemtrails“ in der Hand habe. Soweit, so bizarr. Esoterikquatsch in Reinform, eben. Anschließend entwickelte sich auf dieser Basis eine überaus „nette“ Konversation zwischen der Dame und mir:

Frau "Canis Lupus" (Chemtrailfan und Raucherin) pöbelt auch gerne

Frau „Canis Lupus“ (Chemtrailfan und Raucherin) pöbelt auch gerne

Einen Link zu YouTube zu setzen bringt übrigens nichts, da die Dame zu feige ist, diese Konversation freizuschalten so dass auch andere sie sehen können. Auf meinem Google+-Account ist sie allerdings sichtbar. 😉

https://plus.google.com/u/0/105467743579200389201/posts

Wir lernen: Raucher pöbeln gerne. Die „Alles eine Verschwörung dunkler Mächte“-Fraktion auch. Und wenn ein Raucher ein echter Verschwörungsfan ist, dann geht es wirklich rund. 😉

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Eva Peter-Culik: Rauchen schützt vor Chemtrailfasern

Zur Zeit geben sich die bekannten Netzraucher wieder die Klinke in die Hand was törichte Einlassungen zum Thema „Rauchen“ betrifft. Ein krasses Beispiel, wie dumm man sich öffentlich äußern kann, findet man derzeit auf dem facebook-Kanal der bekannten Nikotinistenorganisation „Netzwerk Rauchen“:

Raucher meinen: Rauchen schützt vor "Chemtrails"

Raucher meinen: Rauchen schützt vor „Chemtrails“ (Quelle)

Für jene, die sich mit Verschwörungstheorien und Esoterikunsinn nicht so auskennen, hier eine kurze Info, was „Chemtrails“ eigentlich sein sollen: Gestandene Verschwörungsfreunde und Esoterikfreaks behaupten seit Jahren unablässig, dass aus den Triebwerken von Verkehrsflugzeugen auf großer Höhe bestimmte Substanzen ausgesprüht würden, die dann auf den Boden rieseln sollen. Dort sollen sie die Menschen gefügig machen, den freien Willen ausschalten und mit dieser Art von „Mindcontrol“ den Mächtigen (meistens „Bilderberger“, „Rockefellers“ oder allgemein „dunkle Mächte“ genannt) die Herrschaft über die Menschheit sichern. Sichtbar würden diese „Chemtrails“ wenn bei bestimmten Wetterlagen Kondensstreifen von Flugzeugen am Himmel erscheinen. Dann würde „wieder gesprüht wie verrückt“ (Zitat einer rauchenden Chemtrailanhängerin). Wer sich den Unsinn der Verschwörungsfreunde gerne live „reinziehen“ möchte, dem empfehle ich den Internetkanal „bewusst tv„. Dort gibt es Jo Conrads bunte Märchenstunde, wo er sich allerlei Gäste einlädt und fröhlich frei über neue und alte Verschwörungstheoren aus dem Nähkästchen plaudert.

Dass es sich bei den Kondensstreifen lediglich um Wasserdampf handelt (der Flugzeugtreibstoff Kerosin verbrennt beim Betrieb des Triebwerkes im Wesentlichen zu Kohlendioxid und Wasser, welches dann eben dampfförmig in der kalten Höhenluft auskondensiert wenn die Bedingungen wie Temperatur, Luftfeuchte und das Vorhandensein von Kondensationskernen entsprechend sind) ist diesen Leuten nicht vermittelbar. Sie wollen den Unsinn der „Chemtrails“ glauben und lassen sich durch wissenschaftliche Erklärungen nicht von ihrem Glauben abbringen. Diese Resistenz gegenüber rationalen Argumenten teilen sie mit manchem Raucher, der auch schon mal behauptet, Rauchen schütze in Wirklichkeit vor Lungenkrebs.

Frau Eva Peter-Culik aus Wien, die mir bis dato noch nicht durch eine besonders intelligente Argumentation aufgefallen ist, schießt, was den dümmlichen Vortrag betrifft, aber den Vogel ab:

Eva Peter-Culik ich meine das nicht einmal als witz..ich bin der auffassung, dass durch das rauchen ein film entsteht der einigs „abfiltert“ . und indem wir das aushusten werden wir es los..mal einfach gesagt,

OK, nennen wir die Einlassung der gewichtigen Dame aus Wien einfach mal „gewöhnungsbedürftig“. Wenn dem so wäre, dann müssten Raucher nämlich aufgrund des „Schutzschildes“, den der Tabakrauch über ihre Lungeninnenseite legen soll, wesentlich weniger anfällig für Lungenerkrankungen sein. Dass dem nicht so ist, kann man in der medizinischen Literatur nachlesen:

Raucher bekommen schneller Bronchitis

Raucher sind anfälliger für Erkrankungen

Raucher sind häufiger erkältet

Aber Eva Peter-Culik hat Recht. Denn die pfundige Wienerin weiß, dass vor allem „Chemtrails“ eine Bedrohung darstellen. Und da hilft Rauchen wirklich. Denn wer früher stirbt bekommt weniger Chemtrails ab!

Aber ein Leckerlie wollen wir, wenn wir die Dame schon mal wieder besprechen, dem Leser/der Leserin nicht vorenthalten. Eva Peter-Culik als Chansonette. Aber Vorsicht: Legen Sie ein paar Taschentücher bereit. Oder etwas anderes. Sie werden es brauchen. Denn das, was Sie zu hören kriegen werden, dagegen sind alle Arten von „Chemtrails“ ein laues Lüftchen!

Klicken Sie hier für einen wunderbaren Gesangsvortrag!

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COPD ist wirklich lustig – Teil II

Wer meinte, die Einträge anlässlich eines „Raucher=kurzatmig“-Cartoons auf „Raucher in Deutschland“ (Link zum Bericht) bei facebook seien nun wirklich das Ende der Fahnenstange der Dummheit, der kennt „RiD“ schlecht. Es geht immer noch dümmer. Und zwar wesentlich dümmer:

Ralf Eckhardt: Ziggipause in der 2,4,6 Etage

Lieber Ralf Eckhardt: Treppenhäsuer sind Gemeinschaftsräume und da ist das Qualmen im Haus verboten!

Mathias Derkum: Wohne in der 2 Etage das reicht,Höher wäre SELBSTMORD:

Verehrter Mathias Derkum, nicht das Hochlaufen einer Treppe ist Selbstmord, sondern das Rauchen selbst. Allerdings mit dem „Vorteil“, dass dieses quasi auf Raten stattfindet. Dies sichert langfristig den Profit der Tabakdrogenindustirie, die diesen nicht hätte, wenn der Raucher nach der ersten Kippe gleich ins Gras beißen würde. So hat die Tabakmafia die Möglichkeit, viele Zehn- oder gar Hundertausend Euro aus dem Tabaksüchtigen herauszuholen, bevor der dann final in die Kiste hüpft.

Ralf Brenken Oh ja, das kenne ich!

Und, Ralf Brenken, sollte man dann nicht mit dem Rauchen aufhören? Besser wird es bestimmt nicht mit der Atemnot!

Rosi Schmitt Habt alle einen schönen sonntag.ich bin nicht mehr atemlos im treppenhaus….sind von der 3.etage ins erdgeschoss gezogen…..

Ob uns Frau Rosi Schmitt  veräppelt oder ob sie es ernst meint?

Quelle: https://www.facebook.com/groups/235701199911246/permalink/471886959626001/

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COPD ist wirklich lustig

Langjährige Tabakdrogenkonsumenten schädigen ihre Lungen massiv. Neben den allfälligen Krebserkrankungen der Lungen leiden sie besonders unter einer starken chronischen Entzündung ihrer Bronchien aufgrund der Einwirkung der Giftstoffe des Tabakrauches. Das Resultat ist der schrittweise Untergang von Lungengewebe. Es kommt in der Folge zu einer oftmals extremen Kurzatmigkeit, die früher oder später die Gabe von künstlich zugeführtem Sauerstoff erforderlich macht. Ohne diese Zufuhr würden die betroffenen Patienten innerhalb kurzer Zeit den Weg in die „Ewigen Rauchergründe“ antreten müssen. Besonders dämlich wird es nun, wenn man mit dieser in der Fachsprache COPD genannten und immer tödlich endenen Krankheit auch noch dumme Witze macht und sich brüstet auch davon betroffen zu sein:

Raucher amüsieren sich über tödliche COPD

Raucher amüsieren sich über tödliche COPD (Quelle)

Wer raucht, gehört allgemein wirklich nicht zu den allerhellsten Kerze auf der Torte des Lebens. Soviel ist klar. Aber sich dann auch noch darüber zu amüsieren, dass man beim Treppensteigen kaum noch Luft bekommt und immer stehen bleiben muss damit man das obere Stockwerk erreicht, das ist schon mehr als dämlich. Und wenn man dann noch erkennt, dass man bereits eine durch das Rauchen schwer geschädigte Lunge hat, dann auch noch auf diese Erkenntnis erstmal eine zu rauchen, dazu muss jemand schon ziemlich daneben sein. Aber bei „Raucher in Deutschland“ auf facebook ist das kein Thema. Diese Leute können das. Herr, lass Hirn regnen!

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„Fetischismus“, die Zweite…

Hardcoreraucher vom Schlage des erfolglosen Aalener FDP-Politikers Alexander Jäger mögen das Wort „Fetischismus“ in Zusammenhang mit dem Rauchen nicht. Möglicherweise deshalb, weil sie ihre Zigaretten anbeten und verehren wie archaische Stämme in den Tiefen des einen oder anderen Urwaldes ihre religiösen Fetische:

Alexander Jäger debattiert über Fetischmismus

Alexander Jäger debattiert über Fetischmismus (Quelle facebook)

Die Hardcoreraucherfraktion hat aber in einem anderen Kontext gar kein Problem, ihren Gegnern eine Form des Fetischismus zuzurechnen. Den sog. „Gesundheitsfetischismus“:

faz-net: […] Eine halbe Stunde zu spät stieß zu dieser heterogenen Runde Bert Papenfuß, der nicht nur Dichter ist, sondern auch eine Prenzlauer-Berg-Kneipier-Legende, selbst wenn der moderierende Sportmarketing-Professor bei der Vorstellung seines aktuellen Lokals Rumbalotte continua etwas ins Stottern geriet. Papenfuß fand, es gehe um kommerzielle Interessen, da sich mit Fitness heute mehr Geld verdienen lasse als mit Tabak. Im Übrigen sei er Anarchist und glaube nicht daran, dass Politik etwas anderes bewirken könne als noch mehr Politik. Diese Meinung wurde nicht weiter erörtert, wohl aber die Auffassung, dass die Gesundheit zu einem Fetisch und einem Selbstzweck werde, dass sie der Disziplinierung der Unterschichten diene und dass sie ein Symptom der Entpolitisierung sei; man könne sich schon gar nicht mehr vorstellen, dass es Gründe geben könne, sie aufs Spiel zu setzen.

Na also, geht doch. Es muss nur der richtige Fetischismus sein, dann stimmt die „pro-Lungenkrebs-Fraktion“ begeistert zu. Wie auf der in dem oben verlinkten Artikel reportierten Laberveranstaltung des „Netzwerk Rauchen“ zu der mal wieder die üblichen 2 Dutzend Hanseln erschienen waren und die immergleichen Protagonisten der „Wir wollen lieber früher als später sterben“-Ideologie auf dem Podium den bekannten Unsinn von sich gaben.

Und auch dort, wo Jäger unter dem Pseudonym „Coma_black“ jahrelang Rauchgegner übelst beleidigt hat, wird er „politisch korrekte“ Begriff des „Fetischismus“ gepflegt:

Christoph Lövenich: Überall wachen die Menschen auf (besser spät als nie), protestieren und engagieren sich. Die Verbotsgesetze in Niedersachsen und Baden-Württemberg haben bundesweit zu einer schnell nachholenden Bewusstwerdung geführt und vielen wird immer deutlicher, dass Regulierungswahn, Gesundheitsfetischismus und Lifestyle-Diskriminierung nicht beim Tabak halt machen. (Quelle)

Wir merken uns abschließend: „Raucherfetischismus“ = Iiiiiiiih-gitti-gitt!!!!, „Gesundheitsfetischismus“ = korrekte Begriffsbildung im Sinne von Freiheit und Genuss!

PS: Alex, mail doch mal Deinen alten Kumpel Lövenich an und bitte zum intellektuellen Schw….vergleich zum Thema „Fetischismus“! Muhahahahaha!

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Rechenkünste von Nikotinikern (Ein Gastbeitrag von Destruxol)

Es ist eine nette urbane Legende, dass eine Zigarette das Leben um 7, 8 oder 11 Minuten verkürzt. Aufgekommen ist diese Legende, als man versuchte die statistisch erfassbare Lebensverkürzung von Rauchern auf eine anschauliche Zahl herunterzubrechen. Der Erfolg hält sich allerdings in Grenzen. Zwar kennt jeder Raucher heutzutage diesen Spruch, aber die erhoffte abschreckende Wirkung hat sich noch nicht eingestellt. Vielmehr machen die Raucher gerne mal ein Witzchen damit, z. B. im Netzwerk Rauchen:

Rechenkünste von Nikotinikern

Rechenkünste von Nikotinikern

Oliver behauptet also, dass er durch seinen Hamburger- und Zigarettenkonsum bereits im Jahre 1813 gestorben sein müsste und damit 165 Jahre vor seinem Geburtstag im Jahre 1978. Das findet er wohl witzig. Ich finde es dagegen witzig einmal nachzurechnen, wie viele Zigaretten und Hamburger der Oliver pro Tag konsumieren muss, damit er auf diese Zahl kommt.

Um den Rechenweg nachzuvollziehen, beginnen wir mit einer vereinfachten Aufgabe. Oliver ist laut seinem Facebookprofil im Jahre 1978 geboren und heute 36 Jahre alt. Nehmen wir an, dass er seit seinem 18. Lebensjahr täglich 20 Zigaretten und 3 Hamburger konsumiert, also ein klassisches Unterschichtsmenü. Laut Lebenserwartung.info beträgt die Lebenserwartung für Oliver ca. 69 Jahre, womit sein Tod statistisch gesehen im Jahre 2047 eintreten müsste.

In den letzten 18 Jahren hat Oliver nach unserer Annahme 131.400 Zigaretten und 19.710 Hamburger konsumiert und sein Leben damit bereits um 1.097.190 Minuten oder ca. 762 Tage verkürzt. Das sind etwas mehr als 2 Jahre. Würde Oliver jetzt den Konsum beibehalten, dann würde er laut dem Sprichwort jedes weitere Jahr 60.955 Minuten bzw. ca. 42 Tage verlieren. Um den daraus resultierenden Todeszeitpunkt zu errechnen benötigen wir folgende Formel:

2015 + X = 2045 – X * 0,116

X sind dabei die bislang unbekannte Anzahl an Jahren, die dem Oliver noch auf dieser Erde verbleiben und 0,116 die jährliche Lebensverkürzung in Jahren gerechnet. Lösen wir die Gleichung nun nach X auf:

2015 + X = 2045 – X * 0,116 | – 2015
X = 30 – X * 0,116 | + X * 0,116
X + X * 0,116 = 30
1,116 * X = 30 | / 1,116
X = 26,882

Damit würde Oliver der Tod im Jahre 2041 im Alter von 63 ereilen. D. h. er hat nach 45 Jahren ungesunden Konsums gerade einmal 5 bis 6 Jahre seiner Lebenserwartung verloren. Um jetzt auf die 234 Jahren verlorenen Jahre aus dem Spruchbildchen zu kommen, müsste er also deutlich mehr als 20 Zigaretten und 3 Hamburger konsumieren.

Für die Berechnung der theoretischen Konsummenge gehen wir wieder davon aus, dass der Oliver zum Zeitpunkt seines Beitrages bereits 18 Jahre lang eine unbekannte Anzahl an Zigaretten und Hamburgern konsumiert hat. Wir gehen außerdem davon aus, dass Zigaretten und Hamburger im Verhältnis 20 : 3 konsumiert werden.

Zwischen der statistischen Lebenserwartung und dem „errechneten“ Todeszeitpunkt liegen 234 Jahre bzw. 85.410 Tage oder 122.990.400 Minuten. Bei 20 Zigaretten und 3 Hamburgern am Tage würde das Leben bei 18 Jahren Konsum um 1.097.190 Minuten verkürzt werden. Durch eine einfache Division kommen wir nun auf den Faktor 112, mit dem wir unseren ursprünglichen Konsum multiplizieren müssen.

Damit wären wir dann bei 2.240 Zigaretten und 336 Hamburgern pro Tag!

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Petra Olbertz, Johannes Heesters und der Tod

Eine beständiges Diktum bei Hardcorerauchern geht in etwa so: „Weil ganz wenige Raucher steinalt werden, ist damit bewiesen, dass Rauchen nicht schädlich sein kann.“ Über die Dummheit dieses Gedankenganges muss man nicht weiter reden. Aber die Beständigkeit mit der dieser Blödsinn innerhalb der Gruppe der Suchtraucher mantraartig beschworen wird, ist schon putzig. Zur Zeit ist Petra Olbertz aus der militanten facebook-Gruppe „Raucher in Deutschland“ mal wieder dran:

Petra Olbertz, Johannes Heesters und der Tod

Petra Olbertz, Johannes „Jopi“ Heesters und der Tod (Quelle)

Ja, Petra, und dann wollen wir auch mal die andere Seite beleuchten. Da ist beispielsweise Diether Krebs. Er hat sein ganzes Leben geraucht, auch wenn dieses nicht besonders lang war, denn er starb bereits mit 53 Jahren an Lungenkrebs. Und mir fällt auch Christoph Schlingensief ein. Er war zwar kein Schauspieler, aber Regisseur. Lange rauchen konnte auch er nicht. Denn er verschied ebenso sehr früh mit 50 ebenfalls an Lungenkrebs. Wenn Du beide Sterbealter addierst, kommst Du auf 103 Jahre. Das ist fast so alt, wie „Jopi“ wurde.

Weiter haben wir Rudi Carrell. Auch er hat sein Leben lang geraucht. Auch er starb an Lungenkrebs. Mit etwas über 70. Und kennst Du Dieter Pfaff? Auch ein bekannter Schauspieler. Auch Raucher. Tod mit 65. Ebenfalls Lungenkrebs. Auch Klaus Löwitsch düftest Du kennen. Jahrelanger starker Raucher. Krebstod mit 68. Und diese Reihe ließe sich  noch sehr weit fortsetzen.

Petra, willst Du nicht endlich mal anfangen nachzudenken? Oder geht es nicht? Dann schreib doch mal etwas über Helmut Schmidt!

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Frank Schneidereit und sein Traumwagen

Frank Schneidereit gibt sich in der bekannt aggressiven Facebook-Gruppe „Raucher in Deutschland“ nostalgischen Vorstellungen hin. Eine Anzeige aus den 70ern für die Krebsmarke „Milde Sorte“ nimmt er zum Anlass, den „guten alten Zeiten“ nachzuhängen:

Frank Schneidereit und sein Traumwagen

Frank Schneidereit und sein Traumwagen (Quelle)

Das Foto zeigt einen roten BWM, genauer ein Coupé, wie es wohl in den 70ern der Männertraum schlechthin war. Dabei kann es für Raucher eigentlich nur einen Traumwagen geben, Nämlich diesen hier.

 

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Petra Olbertz hat den Durchblick beim Krebs

Petra Olbertz aus Düsseldorf ist eine aggressive Raucheraktivistin. Ihre „Kernkompetenz“, wenn man dies so nennen will, sind Schmähungen und Beleidigungen gegen Rauchgegner (Link 1, Link 2) und ausländerfeindliche Sprüche (Link1 , Link 2). Ihre geistige Spitzenleistung ist zusätzlich der Kommentar „hmmmmmm“ wenn ihr ein Posting in der von ihr adminstrierten facebook-Gruppe „Raucher in Deutschland“ nicht passt. Zu differenzierten Äußerungen reicht es in der Regel nicht. Jetzt hat Olbertz erneut zugeschlagen und der interessierten Öffentlichkeit nachgewiesen, dass man eine überragende Intelligenz bei ihr wahrscheinlich nicht finden wird:

Petra Olbertz aus Düsseldorf - Voller Durchblick in Sachen Krebs

Petra Olbertz aus Düsseldorf – Voller Durchblick in Sachen Krebs (Quelle)

Frau Olbertz hätte sich vielleicht mal die Originalstudie ansehen sollen. Da die Dame aber vermutlich kein Wort Englisch kann, wird das schwierig werden. Dort liest man nämlich:

SCIENCE: Some tissue types give rise to human cancers millions of times more often than other tissue types. Although this has been recognized for more than a century, it has never been explained. Here, we show that the lifetime risk of cancers of many different types is strongly correlated (0.81) with the total number of divisions of the normal self-renewing cells maintaining that tissue’s homeostasis. These results suggest that only a third of the variation in cancer risk among tissues is attributable to environmental factors or inherited predispositions. The majority is due to “bad luck,” that is, random mutations arising during DNA replication in normal, noncancerous stem cells. This is important not only for understanding the disease but also for designing strategies to limit the mortality it causes. (Quelle)

Für unsere Leser aus der rauchenden Fraktion mit dem bekannten Bildungs- und Fremdsprachendefizit: Die Studie wollte ermitteln, warum in bestimmten Zelltypen Krebgeschwulste wesentlich häufiger auftreten als in anderen. Das Ergebnis war, und das ist übrigens nichts Neues, dass in jenen Geweben, in denen eine höhere Zellteilungsrate auftritt auch die Wahrscheinlichkeit eines Tumorentstehens höher ist als in jenen, in denen weniger neue Zellen pro Zeiteinheit gebildet werden. Und zwar unabhängig von Umweltfaktoren.

Die Studie hat dagegen NICHT ergeben, dass Rauchen NICHT zur Krebsentstehung beiträgt.

Leider ist die Studie im SCIENCE-Magazine nur lesbar, wenn man dafür bezahlt. Aber ein anderer Autor hat sie gelesen. Er schlussfolgert:

THE GUARDIAN: If we stare at the figure from the paper, we can see that this second strategy is used to examine one effect: that of smoking on lung cancer rates. The cancer risk is 18 times higher in smokers than non-smokers. Since roughly 18 percent of the adult US population are smokers (according to the CDC), this suggests that for lung cancer, about 75 percent of the risk is due to smoking (i.e. the extra risk due to smoking is multiplied by the proportion of smokers divided by the total lung cancer risk). (Quelle)

Wer Englisch kann versteht: Das Risiko für einen Raucher an Lungenkrebs zu erkranken ist im Mittel 18 Mal höher als für einen Nichtraucher. Und 75% der Fälle an Lungenkrebs sind auf Rauchen zurückzuführen.

Ach ja, und immerhin sind 1/3 aller Krebsfälle eben doch durch Umweltfaktoren oder Lebensstil (worunter auch das Rauchen fällt) verursacht. Auch dies ist übrigens keine neue Erkenntnis. Für Raucher bedeutet dies, dass die Zellmutationen, die eine Zelle in eine Tumorzelle überführen können eben durch die mehrere Dutzend Kanzerogene im Tabakrauch ausgelöst werden und in den unterschiedlichsten Organen, die mit diesen Stoffen in Berührung kommen. Aber das muss Frau Olbertz nicht verstehen. Was auch für ihre übrigen aggressiven Rauchgenossen ebenfalls gilt.

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Leseschwierigkeiten bei Hardcorerauchern

Dass die Extremraucher, welche das bevorzugte Besprechungsthema hier im Blog darstellen, nicht zu den allerhellsten Kerzen auf der Torte gehören, ist eines meiner Dauerbrennerthemen. Ein sehr schönes und aussagekräftiges Beispiel für diese These kann man immer dann sehen, wenn Hardcoreraucher Presseartikel verlinken, die angeblich „beweisen“ sollen, dass Rauchen doch nicht so gefährlich ist, wie immer angenommen. Unser heutiger Hyperintelligenzler heißt Stephan Schön und zitiert einen Text aus dem FOCUS:

Stephan Schön über Rauchen und Krebs

Stephan Schön über Rauchen und Krebs (Quelle)

Stephan Schön: Das bedeutet aber auch, dass wer nicht raucht, auch kaum gesünder lebt, was das Krebsrisiko angeht.

Wenn Herr Schön nun den verlinkten Artikel auch gelesen UND vor allem verstanden hätte, wären ihm folgende Zeilen daraus aufgefallen:

FOCUS: […] Rauchen fördert Lungenkrebs, und zu viel Sonne kann zu Hautkrebs führen, das ist unbestritten. Das Risiko, an diesen Krebsarten zu erkranken, hat – bis zu einem gewissen Punkt – jeder selbst in der Hand. Wir können uns entscheiden, wie viel wir rauchen und trinken oder was wir essen.

[…]

Laut der Wissenschaftler aus Baltimore ist der individuelle Lebenswandel nur für neun Krebsarten entscheidend. „Das sind genau die Krebsarten, von denen man dies erwartet“, sagt Vogelstein. „Etwa Hautkrebs und Lungenkrebs.“ Wer also trotz jahrelangen Rauchens und einer Überdosis UV-Strahlung nicht an Krebs erkrankt, der hat wohl einfach Glück.

Jetzt frage ich mich in der Tat, was Herr Schön an diesen im Grunde ganz einfach geschriebenen Zeilen nicht verstanden hat.

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„Raucher in Deutschland“, Joe Cocker und der Lungenkrebs

Raucher im Allgemeinen und die versammelten Extremraucher auf dem facebook-Kanal „Raucher in Deutschland“ im Besonderen scheuen ein Thema wie der Teufel das Weihwasser: Den Tod durch Rauchen und besonders den Tod durch Lungenkrebs. Denn, seien wir doch mal ehrlich, Krebs ist halt schon irgendwie doof. Aber es ist auch klar: Krank werden immer nur „die Anderen“. Zumindest in der Theorie. Doch davon später mehr.

Bevor wir ins Thema einsteigen, hier kurz ein paar wenige Fakten: Über 90% aller Lungenkrebstoten sind Raucher obwohl die Nikotinsüchtigen nur ca. 1/4 der Bevölkerung stellen. Das Lebenszeitrisiko eines Rauchers am Bronchialkarzinom zu sterben liegt im Mittel bei ca. 16% (1 von 6). Das eines Nichtrauchers bei ca. 0,5% (1 von 200). So viel in aller Kürze. Was hat das aber nun mit dem Musiker Joe Cocker zu tun?

Die Antwort: Joe Cocker ist am gestrigen Tage seinem Lungenkrebsleiden erlegen. Woher er das Karzinom hatte, dürfte einem normalen Menschen sehr schnell einsichtig sein: Mehrere Jahrezehnte Qualm- und Suffexzess haben seine Gesundheit völlig ruiniert. Aber derlei will man im Kanal „Raucher in Deutschland“ nicht lesen:

Jce Cocker stirbt an LUngenkrebs: Reaktionen auf "Raucher in Deutschland"

Jce Cocker stirbt an Lungenkrebs: Reaktionen auf „Raucher in Deutschland“

Michael Wächter, der sich darüber echauffiert, dass Lisa Meier behauptet, Joe Cocker sein angeblich an Lungenkrebs (also der Raucherkrankheit schlechthin) gestorben, scheint eine absolute Koryphäe in Internetrecherche zu sein. Die „hanebüchene Aussage“, dass der Musiker an Lungenkrebs gestorben ist, kann man nämlich auf Dutzenden Seiten im Web nachlesen. Und wenn er es ganz genau wissen hätte wissen wollen, auf der Homepage des Sängers wäre er schnell fündig geworden:

Offizielle Webseite von Joe Cocker zur Todesursache

Offizielle Webseite von Joe Cocker zur Todesursache (Quelle cocker.com)

Wenn Herr Wächter nun auch noch etwas Ahnung in medizinischen Fragen hätte, wäre ihm klar, dass hier sogar der genaue histologische Typ des tödlichen Lungenkrebs genannt ist, ein sog. „kleinzelliges Bronchialkarzinom“. Um Herrn Wächter, der hier vielleicht mitliest, und anderen Hardcorerauchern das Googlen zu ersparen ein paar weitere Fakten, diesmal zum „SCLC“ (small cell lung cancer, wie der Krebs auf Englisch heißt):

SCLC ist die aggressivste Form des Bronchialkarzinoms. Im Schnitt verdoppelt der Tumor seine Größe alle 50 Tage. Eine Heilung ist ausgeschlossen, weil der Krebs sehr früh Metastasen setzt. Und jetzt kommt das Interessante für die passionierten „Genussfreunde“: 99,9% aller Erkrankten mit diesem Lungenkrebs sind oder waren Raucher. Daher wird SCLC auch als „typischer Raucherkrebs“ bezeichnet. Das Risiko am SCLC zu erkranken ist besonders hoch, wenn man bereits in jungen Jahren mit dem Nikotindrogenkonsum beginnt. Joe Cocker hat sich also seinen Krebs durch jahrelanges Rauchen zugezogen.

Aber derlei wollen die Schwerstabhängigen auf „Raucher in Deutschland“ natürlich nicht wissen. Daher löscht Petra Olbertz, die gerne auch mal anderen Menschen sexuelle Abartigkeiten unterstellt (Link) den Beitrag stante pede wieder. Denn „was nicht sein darf nicht sein kann“. Oder so ähnlich…

Petra Olbertz löscht Lungenkrebsbeitrag

Petra Olbertz löscht Lungenkrebsbeitrag

Fazit: Irgendwie schon saublöd, wenn man einerseits tabakdrogenabhängig ist, andererseits aber Schiss vor den Folgen der Sucht hat. Und deshalb werden wir bald wieder auf „RiD“ Dinge lesen wie „Rauchen schützt vor Lungenkrebs“ und anderen Quark mehr.

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Knapp die Hälfte geschafft!

Manche Raucher werden angeblich steinalt:

Angeblicher Raucher - angeblich alt.

Angeblicher Raucher. Angeblich alt. Angeblich gestorben mit 113.

Manche aber auch nicht:

Realer Raucher, real an Krebs gestorben. Mit real 57.

Realer Raucher, real an Krebs gestorben. Mit real 57.

Na, was gemerkt?

 

 

 

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Rauchen erzeugt Krebs? Ach was!

Wieder mal eine wenig schöne Koinzidenz auf „Raucher in Deutschland“ bei facebook. Die beiden Beiträge stehen direkt untereinander. Was aber keinen der dortigen Hardcoreraucher dazu bringt, mal ein klein wenig nachzudenken. Warum auch?

Waaaas? Rauchen soll Krebs machen? Kann doch garnicht sein! Helmut Schmidt ist schon weit über 90 und raucht seit 70 Jahren wie ein Schlot!

Waaaas? Rauchen soll Krebs machen? Kann doch garnicht sein! Helmut Schmidt ist schon weit über 90 und raucht seit 70 Jahren wie ein Schlot!

Mitstreiter? Raucherdemo? Ach so. Keine weiteren Fragen.

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Hosen voll: Raucher und die Angst vor Lungenkrebs

Das Rauchen von Tabak dürfte eines der gefährlichsten Hobbys sein, das man ausüben kann. Wenn man die Inhalation von Giftgas aus verbranntem Pflanzenabfall überhaupt als „Hobby“ bezeichnen mag. Jeder zweite Raucher bezahlt seine Freizeitbeschäftigung übrigens mit dem Leben. Und die Palette der Krankheiten die man sich durch diese Sucht holen kann ist groß: Verschiedenste Krebserkrankungen, Herz- und Kreislaufkrankheiten, COPD, Schlaganfall und die akute Erblindung durch eine Makuladegenration sind aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Da stimmt es die notorischen Suchtraucher froh, dass angeblich ein Medikament entdeckt worden sein soll, das zumindest den Lungenkrebs heilen können soll:

Ronald Blumberg und seine absurden Theorien zum Lungenkrebs

Ronald Blumberg und seine absurden Theorien zum Lungenkrebs (Quelle)

Überflüssig zu sagen, dass Ronald Blumberg, der verhaltensaufällige Tabakaktivist aus Radevormwald, mal wieder komplett mit dümmlichsten Argumentationsversuchen hervorsticht. Aber Hauptsache, der „bösen“ WHO (und ihrer Antitabakpolitik) eine reingewürgt. Dass es, neben vielen anderen Dingen, eine wichtige Kernaufgabe der WHO ist, vor den Gefahren des abwegigen Hobbys des Herrn Blumberg zu warnen, diese Einsicht erwartet man von dem Herrn vergebens. Dass seine inhalative Suchtbefriedigung ein tödliches Potenzial hat, wird Blumberg natürlich wie alle Schwerstabhängigen geflissentlich ignorieren. Aber es ist nun einmal wissenschaftlich erweisen, dass Tabak jedes Jahr Millionen Menschen auf der ganzen Welt zuverlässig vom Diesseits ins Jenseits befördert..

Ein anderer sieht die Sache mit dem neuen Wundermittel aber wesentlich positiver:

„Frank_Sinatra“: Ich hoffe es, wie schön wäre die Welt wenn man ohne bedenken Tabak konsumieren kann ? „Sie haben Lungenkrebs nehmen se die Antibiotika und bleiben se ne Woche zuhause“

http://forum.netzwerk-rauchen.de/cgi-bin/YaBB.pl?num=1414753314/1#1

Tja, lieber „Frankieboy“, ob das so was werden wird darf bezweifelt werden. Erstens gibt es beim Lungenkrebs mehrere verschiedene Arten die ganz unterschiedliche Zelltypen aufweisen (SCLC, NSCLC) wobei letztere nochmal in drei Untergruppen zu unterteilen sind. Du hast also die Auswahl zwischen 4 potenziellen Killern. Das neue „Wundermedikament“ wird aber wahrscheinlich (wenn überhaupt) nur gegen eine dieser Lungenkrebasarten wirksam sein. Die anderen bringen Dich nach wie vor zuverlässig unter die Erde.

Und dann hast Du noch vergessen, dass Lungenkrebs nur eine der Krebserkrankungen ist, die Dich töten werden. Bauchspeicheldrüsenkrebs, Blasenkrebs, Kehlkopfkrebs etc. sind alles auch „nette“ Sachen bösartiger Neubildungen auf die der Raucher konsequent hinarbeitet. Von Herzinfarkt, COPD, Schlaganfall etc. ganz zu schweigen. Zweitens ist es durchaus möglich, dass die Übertragung der vielversprechenden Ergebnisse von Mäusen auf den Menschen nicht funktioniert und das Medikament entweder wirkungslos ist oder fatale Nebenwirkungen entfaltet. Du siehst also, der „passionierte Genießer“ hat insgesamt nach wie vor eine ganze Latte von Möglichkeiten früher ins Gras zu beißen. Also werden Du und Deine Qualmfreunde wahrscheinlich weiter rauchen müssen mit dem Gefühl, „Russisches Roulette“  zu spielen. Nur mit dem Unterschied, dass in der Trommel drei Kugeln sind statt einer. Viel Spaß dabei!

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Werner R. Niedermeier gegen die Ärztezeitung

Die Ärztezeitung ist ein renommiertes Fachblatt für Mediziner. Sie ist wohl sehr weit davon entfernt, ihre Leser verdummen zu wollen. Die Beiträge, die in dieser Publikation veröffentlicht werden, gehören daher sicher nicht in die Kategorie „Pseudowissenschaft“. Wenn dort allerdings Beiträge gegen das Rauchen publiziert werden, so findet man reflexartig ein Aufheulen der gesamten militanten Raucherschaft, die dann versucht, auf die Artikel einzudreschen, sie als „Schwachsinn“ oder ähnlich abzutun und als von der „Pharmamafia“ gesponsorte Wunschpropaganda zu diskreditieren.

Werner R. Niedermeier: Wieder ein Beispiel dafür, wie die Antiraucherlobby lügt und betrügt. Unter der Überschrift: „Hörschaden – Blauer Dunst schlägt auf die Ohren“ wird ein Artikel mit lauter Unsinn abgefeuert, der in dummen und naiven Lesern den Eindruck erweckt, Rauchen mache nun auch schwerhörig.[…] Auf gut Deutsch: Der ganze Artikel ist nichts weiter als Lügenpropaganda. Hätte mich ehrlich gesagt auch gewundert wenns nicht so wäre. (Quelle)

Ich habe ernstliche Zweifel, ob Niedermeier die in dem Artikel genannte Fachinformationen überhaupt verstanden hat. Bereits beim Begriff „Signal-to-noise-ratio“ (SNR) dürfte ein Nicht-Naturwissenschaftler erhebliche Probleme haben dieses im Bereich der Akustik logarithmische Maß überhaupt zu verstehen. Niedermeier hat nach eigenen Angaben lediglich ein Studium (Deutsch und Geschichte auf Lehramt) abgebrochen und danach einige Jahre als Taxifahrer und später als Redakteur einer Computerzeitung gearbeitet (Link). Ob das reicht, die in der wissenschaftlichen Ausarbeitung der Ärztezeitung enthaltenen Informationen sachgerecht einordnen zu können, darf bezweifelt werden.

Daher gelingt es Niedermeier auch nicht, die in der Ärztezeitung veröffentlichten Informationen sachlich anzugreifen und Zweifel am Design der Studie anzuführen. Es fehlt ihm einfach an theoretischem Wissen zu dem Fachgebiet. So beschränkt sich der Mann aus Karlsfeld wieder einmal auf pasuchales Draufschlagen und die Verwendung von Schmähbegriffen. So wie man das von ihm und seinen militanten Raucherkollegen eben kennt.

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Wenn sich Raucher Sorgen um ihre Gesundheit machen

Rauchen macht krank. Raucher sind ständig von den verschiedensten Krankheiten bedroht, die sie sich durch den Tabakkonsum zuziehen können. Eine solche Sorge hat auch Willi Odendahl auf dem facebook-Kanal vom sog. „Netzwerk Rauchen“:

Willi Odendahl Also ich beschreibe mal meinen Tag : Aufstehen an der Haltestelle eine qualmen , am Bahnhof in der Raucherzone, auf der Arbeit auch nur draußen. Zurück das selbe , ich stehe von 4:52-16.15h draußen.Danke die Erkältung kommt bestimmt, und wenn ich Pech habe eine Lungenentzündung. (Quelle)

Ja, Erkältung und möglicherweise eine Lungenentzündung sind bedrohliche Szenarien, wogegen Lungenkrebs, Herzinfarkt, Schlaganfall oder COPD (alles typische Raucherkrankheiten) von ihrer Gefährlichkeit massiv dahinter zurücktreten.

Also, Willi, dann hoffen wir mal, dass der nächste Schnupfen Dich nicht umbringt! Gute Besserung!

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Kosirog legt nach: Qualmgepöbel eines entnervten Nikotinfans

Normalerweise beschäftige ich mich hier im Blog nicht damit, was militante Raucher über meine Texte sagen. Es interessiert mich im Allgemeinen nicht. Heute mache ich aber mal eine Ausnahme. Denn es bietet sich die Gelegenheit einmal aufzuzeigen, wie laut getroffene Hunde bellen können.

Es geht um meinen Artikel von letzter Nacht (Link), denn Nicolai Kosirog ist offenbar dem HB-Männchen gefolgt und hängt nahe unter der Decke. Nehmen wir uns sein Pamphlet doch einmal vor. Nein, keine Angst, liebe Leserinnen und Leser, ich werde den Text jetzt nicht en détail besprechen. Das erspare ich Ihnen und auch mir. Wenn Sie möchten, können sie ihn gerne selbst ansehen (Link). Ich zeige ihn nur mal der Übersicht halber:

Nicolai Kosirog stark echauffiert.

Nicolai Kosirog stark echauffiert.

Dabei habe ich die verschiedenen Aussagetypen farbig markiert:

  • Beschimpfungen, Ferndiagnose einer psychischen Störung, Beleidigungen und andere Anwürfe (rot)
  • Zitate meines Textes und Verweise darauf (blau)
  • Der Versuch, eine Argumentation gegen meinen Sachvortrag ins Felde zu führen (gelb)

Leider geht der gelb markierte Teil des Versuches ein Sachargument zu finden auch noch glatt in die Hose. Mehr als ein „ist doch wahr!“ bekommt Kosirog nicht hingeschrieben. Argumente, die seine Sichtweise stützen, sucht man vergebens. So stellt sich also der Gegenvortrag eines „kultivierten Genussfreundes“ dar. Ein Armutszeugnis.

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Bodo Meinsen, der Multilobbyist: Rauchen, Saufen, Daddelkästen

Der werte Herr Meinsen, ein durch und durch vorbildhafter Mensch! Nicht nur, dass er sich in seiner Heimatgemeinde Kirchheim bei München (recht erfolglos) politisch als FDP-Kandidat engagiert. Auch sein Engagement im Vereinsvorstand der “Bürger für Freiheit und Toleranz e.V.“ beweist seine moralische Verpflichtung der Gesellschaft gegenüber. Denn wer sich so mit Nachdruck dafür einsetzt, dass die Erkrankungen an Lungenkrebs und Herzinfarkt in der Bevölkerung nicht übermäßig stark zurückgehen und der auf diese Weise nachhaltig das Überleben der Pharmalobby sichert (eine Lobby, die Meinsen eigentlich gar nicht mag!), der setzt sich mehr als andere Mitbürger selbstlos für das Wohlergehen seiner Mitmenschen ein.

Aber Meinsen kann weit mehr als das Schmuddelimage des Tabaklobbyisten zu pflegen. Bereits vor einigen Jahren wandte sich Bodo Meinsen daher einem weiteren ehrenwerten Geschäftszweig zu. Leider wurde jedoch auch dieses soziale Egagement in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Zu Schnaps und Zigaretten, die Meinsen in seinen Publikationen „Genuss Journal“ (Auszug: „Im Dunst der Spirituose„) und „Fine Tobacco“ im Internet bewirbt, gesellten sich seinerzeit bei unserem Allroundlobbyisten nämlich die sogenannten “Daddelautomaten“.

http://www.best-action-place.de/?page_id=4

Bodo Meinsen ist aber nicht nur Multilobbyist für allerlei anrüchige Konsumgüter und Dienstleistungen. Nein, Meinsen war schon immer ein Fürsprecher der Menschen, die gemeinhin eher als unterer Rand der Gesellschaft gelten und die daher durch die Werbestrategien namhafter Marketingagenturen nicht addressiert werden.  MMM (Medien-Marketing-Meinsen) stellt ihnen daher selbstlos und kostenfrei eine online abrufbare Clubzeitschrift zur Verfügung, welche sogar die Teilnahme an einem Gewinnspiel erlaubte. Als Hauptpreise winkten allerdings nicht ein Lungenkarzinom oder eine COPD, sondern wertvolle Gala-Diners und Champagner. Immerhin. Meinsen weiß, wie man eine gehobene Klientel verwöhnt.

Um aber Menschen, die vom Leben nicht so verwöhnt worden sind, das Gefühl zu geben, nicht gänzlich abgeschrieben zu sein, zielt Medienprofi Meinsens Engagement nachhaltig auf die letzten Vergnügungen der Unterschicht: Alkohol, Tabak und Daddelautomaten. Leider darf in Spielhallen per Gesetz nicht gesoffen werden. Aber wer seinem Leben keinen anderen Sinn mehr zu geben vermag, wird in diesen drei Dingen trotzdem Zeitvertreib, Lebensfreude und Selbstbestätigung finden. Vielleicht nicht immer zeitgleich. Schön ist jedenfalls, dass es auch in der heutigen Zeit noch Unternehmer gibt, die sich aufopfernd und selbstlos um die schwächsten Glieder der Gesellschaft kümmern!

Danke, Bodo Meinsen für Ihr gesellschaftliches Engagement!

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Wir erklären „Tamy Schalke“ den Lungenkrebs

Es ist ja grundsätzlich eine gute Sache, wenn sich Raucher Gedanken zur potenziellen Tödlichkeit ihrer Sucht machen. Gar nicht gut ist es aber, wenn man dabei auf halbem Wege stehen bleibt. Nehmen wir z. B. „Tamy Schalke“ auf dem Kanal „Netzwerk Rauchen“ bei facebook:

Tamy Schalke: Komisch, damals war die Lungenkrebsrate wesentlich niedriger, bei wesentlich mehr Rauchern/innen…. http://grieshaber.wordpress.com/

Tamy Schalke - Eine Raucherin denkt nach über Lungenkrebs.

Tamy Schalke – Eine Raucherin denkt nach über Lungenkrebs.

Also Tamara, den Grieshaber zu zitieren ist keine wirklich gute Idee. Den Mann nimmt in der Wissenschaftswelt keiner ernst. Und „Netzwerk Rauchen“ & Co. sind eben nun mal leider nicht die Wissenschaft. Hier habe ich mal zwei Artikel geschrieben, die Dir zeigen, warum Grieshaber Unsinn erzählt:

http://peterrachow.wordpress.com/category/romano-grieshaber/

Kurz gefasst: Es ist wissenschaftlich unhaltbar, so wie der von militanten Rauchern hochverehrte Herr Grieshaber es tut, einfach ein paar Kurven (hier die Raucherprävalenz und die Lungenkrebsrate nach Ländern separiert) gegeneinander zu legen und andere medizinische und sozioökonomische Faktoren aus der Betrachtung zu lassen.

Und ein weiterer Kardinalfehler ist es, wenn dieses Übereinanderlegen der beiden Kurven ein Ergebnis hervorbringt, dass auf den ersten Blick widersprüchlich ist, in der Folge davon auszugehen, dass Lungenkrebs eben nicht in seiner Mehrzahl vom Rauchen erzeugt wird. So geht kein seriöser Wissenschaftler vor. Grieshaber dagegen schon. Aber den Suchtrauchern reicht sowas i. d. R. schon aus. Mehr würden die meisten eh nicht verstehen.

Tamy Schalke: Eigentlich ist es gefährlich alle Lungenkrebserkrankungen auf das Rauchen zu schieben, denn so verliert man aus den Augen warum die Menschen in WIRKLICHKEIT an Lungenkrebs erkranken, und niemand kümmert sich mehr um die wahren Gründe und die darausfolgende Prävention.

Ich habe vor einigen Tagen einen uralten Artikel im SPIEGEL gelesen, der jetzt ganz gut passt:

DER SPIEGEL: Die Mehrheit der Wissenschaftler mochte diese unergiebige Interpretation nicht akzeptieren. (Gemeint ist eine pseudowissenschaftliche Erklärung, warum Raucher verstärkt an Lungenkrebs erkranken, PR) Und der amerikanische Experte Dr. Ernest L. Wynder führte sie ad absurdum. Er durchforschte die Krankenberichte von Patienten, die in den Hospitälern der „Siebenten-Tags-Adventisten“ gelegen hatten, einer religiösen Sekte, die ihren Anhängern das Rauchen verbietet.

Diese Krankenhäuser nehmen sowohl Sektenmitglieder als auch Andersgläubige auf. An Lungenkrebs litten, wie Wynder in seiner Untersuchung feststellte, Protestanten und Katholiken, Juden und Atheisten, aber keine Adventisten – mit Ausnahme von zwei Sektenmitgliedern, die erst kurz zuvor konvertiert waren und bis zu ihrem Glaubenswechsel stark geraucht hatten. (Quelle)

Eine interessante Beobachtung, die gewisse Schlussfolgerunge nahelegt. Ich verweise Dich weiterhin auf die berühmte Studie von Doll, Hill und Peto die über mehrere Jahrzehnte ein großes Kollektiv untersucht haben und ermitteln konnten, dass das individuelle Lungenkrebsrisiko mit der Anzahl der im Leben gerauchten Zigaretten stark assoziiert ist. Einem vernünftigen Menschen sollte das eigentlich genügen.

Hier noch mehr Lesestoff für Dich und Deine Raucherfreunde:

A Alberg, J Samet: A single etiologic agent, cigarette smoking, is by far the leading cause of lung cancer, accounting for approximately 90% of lung cancer cases in the United States and other countries where cigarette smoking is common.Compared to never-smokers, smokers have about a 20-fold increase in lung cancer risk at present. (Quelle)

Na ja, wahrscheinlich liegt es doch eher an der „mentalen Stärke“:

Norman Hain:  Ob Du rauchst oder nicht, spielt nur eine sekundäre Rolle. Mentale Stärke können sowohl Raucher als auch Nichtraucher haben und beide Gruppen erkranken mehr oder weniger aufgrund fehlender psychischer Stabilität. (Quelle)

Yep. Ich glaube, diese Erklärung ist wissenschaftlich korrekt.

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Lesetipp: Was man vor 50 Jahren über das tödliche Potenzial des Rauchens wusste

In der Onlinebibliothek des SPIEGEL ist ein Artikel aus dem Jahre 1964 abrufbar, der spannend erzählt, wie die Zigarette durch wissenschaftliche Akribie als Megakiller enttarnt wurde. Besonders interessant ist, wie der Zusammenhang von Lungenkrebs und Rauchen herausgearbeitet wurde. Ein kleiner Grundkurs in Epidemiologie, den vielleicht auch der eine oder Qualmfreund verstehen wird.

Vom Livestylegegenstand zur Killerdroge: Rauchen (DER SPIEGEL)

Der Artikel ist auch als PDF abrufbar. Besonders lustig ist die Karikatur auf Seite 68. Sie erinnert an die „Argumentation“ vieler bekannter Qualmfanatiker aus den einschlägigen Suchtforen bei facebook.

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Rauchen und Tod – Ein Thema, das Nikotiniker gar nicht lieben

Über den äußerst lässigen Umgang von Ronald Blumberg aus Radevormwald mit dem Thema „Tod“ hatte ich gestern gebloggt (Artikel). I think Mr Blumberg therefore is pretty not amused:

Ronald Blumberg ist sauer

Ronald Blumberg ist sauer

Auf eine gewisse Art finde ich es sehr unverständlich, dass jemand, der vor wenigen Tagen noch auf der Seite „Raucher in Deutschland“ ganz salopp den Slogan „Live fast, die young!“ („Lebe schnell, stirb jung!“) ins Internet stellte nun so derart angefressen ist, wenn dieses Szenario tatsächlich eintritt und auf Blogs einigermaßen neutral darüber berichtet wird. Zumal einer der Berichte sich nur darauf bezog, welche kranken Verschwörungs- und Mordtheorien die einschlägig bekannten Hardcoreraucher gleich wieder in die Welt setzten ohne an die naheligenste Ursache zu denken: Einen natürlichen Tod.

Oder war das „Live fast, die young!“ von Blumberg etwa gar nicht ernst gemeint? Wollte er sich nur einen Scherz machen? Oder nur eine dämliche Phrase dreschen, von der er nicht ahnte, wie schnell sie in seinem direkten Umfeld bittere Wirklichkeit werden könnte? Tja, Ronnie, einfach mal das Gehirn einschalten und nachdenken bevor man auf „Senden“ klickt.  Das nur als kleiner Tipp von mir.

Oder ist Blumberg nun deshalb so echauffiert, weil sein dämlicher Spruch möglicherweise solange witzig ist, solange es niemanden aus seinem direkten Umfeld der „Genussfreunde“ erwischt und der Tabaktod in weiter Ferne zu vermuten ist? Und wenn es dann doch zum Ableben eine Mitglieds einer Rauchergruppe kommt, reagiert Blumberg wie ein aufgescheuchtes Huhn und gackert Zeder und Mordio. Was dabei nicht einer gewissen Komik entbehrt, ist die Tatsache, dass Ronald Blumberg kein Problem damit hat, Rauchgegner mit Ungeziefer gleichzusetzen (Link), sich aber scheinheilig entrüstet, wenn über den Tod eines seiner Raucherfreunde berichtet wird. Und zwar dies ohne den Verstorbenen zu verunglimpfen. Im Gegensatz zu der Art und Weise wie Blumberg seine Gegner angeht. Aber bei Ronald Blumberg habe ich inzwischen keinerlei Fragen mehr was Ethik und Moral dieses Herrn betrifft.

Weiter im traurigen Text: Rauchen und Tod gehören zusammen. Auf Zigarettenpackungen steht nicht umsonst:

Raucher sterben früher.

Raucher sterben früher.

Liebe „Genussfreunde“, meint Ihr denn das steht dort nur zum Spaß? Klar, ein „faschistoider Nannystaat“ will Euch den Genuss vergrätzen. Ihr seid „Freiheitsfreunde“, die anderen sind „Faschisten“. Glaubt es einfach weiter. Aber immer im Hinterkopf behalten: Nicht jeder von Euch ist Helmut Schmidt. Für den einen oder anderen „passionierten Genießer“ ist dann eben schon mal mit knapp 60 Schluss. Das nur als kleine Erinnerung. Auch wenn Autos ebenfalls Abgase produzieren oder man auch durch eine Meteoriten zu Tode kommen kann, wenn der einem just auf den Kopf fällt. Oder durch „Genfood“ bzw. „mangelnde mentale Stärke“. Oder durch wasauchimmer.

Anderes Thema zum Zusammenhang von Rauchen und Tod: Rauchen macht, zumindest dem Raucher, Spaß und Tod ist eher doof. Daher funktioniert Rauchen nur mit jahrelangem Selbstbetrug: „Helmut Schmidt ist 93, Kettenraucher, und lebt immer noch.„, „Mein Opa wurde 89, rauchte eine Schachtel am Tag und starb bei bester Gesundheit weil ihm ein Dachziegel auf den Kopf gefallen ist.„.

Diese und ähnliche Geschichten kennt jeder, der die bekannten Hardcoreraucher im Internet ein paar Tage lang liest. Es sind die Lebenslügen einer ziemlich abwegig veranlagten Gruppe, die zwischen zwei diametral entgegengesetzten Polen zentriert ist: Ihrer schweren, sehr häufig unheilbaren Nikotinsucht und der schlichten Erkenntnis, dass diese Sucht sie mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr viel früher „Six feet under“ bringen wird als den nichtrauchenden Teil der Bevölkerung. Und da müssen eben Geschichten dieser Art herhalten. Denn ganz so unterbelichtet sind die Damen und Herren ja auch nicht. Dass Rauchen ein Killer ist, weiß jeder, der eine Banane schälen kann. Also pfeift man im dunklen Wald. Genauer: Man redet sich ein, dass Rauchen so tödlich ja gar nicht sein kann. Blöd ist es dann, wenn es doch mal anders kommt. Entweder weil man selbst „die Diagnose“ bekommen hat oder ein „Genussfreund“ früher ins Regenbogenland geht als erwartet.

Ebenso dümmlich wie die Geschichte vom Opa ist übrigens die Ausflucht „Auch an anderen Dingen kann man sterben.“ Klar kann man das. Aber was nützt einem dass, wenn Gevatter Tod plötzlich in der Rauchergruppe zuschlägt? Und sich dazu noch einer Ursache bedient, die wahrscheinlich mit dem „Genuss“ in Zusammenhang steht? Da fällt dann auch dem härtesten Hardcoreraucher die Ausflucht langsam schwer. Ein Sterbealter von etwas über 50 Jahren ist zudem noch sehr weit vom Alter Helmut Schmidts entfernt (der nebenbei bemerkt auch schon lange vorher dem tabakinduzierten Herztod erlegen wäre, wenn er nicht mit knapp über 60 einige Bypasse in sein Herz eingesetzt bekommen hätte).

Apropos Herztod. Hier kann man weiterlesen und sich ein paar Gedanken machen. Z. B. solche. Noch Fragen?

 

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Wie es der Zufall so will…

…veröffentlichen zwei Personen aus der Pro-Rauchen-Szene fast zeitgleich jeder eine einzelne Nachricht. Die haben dabei zwar ganz verschiedene Inhalte, haben aber doch mit dem gleichen Thema zu tun. Mit dem Tod. Und dem Rauchen. Aber über das Rauchen schweigen beide. Zumindest in diesem Kontext.

Zuerst Ronald Blumberg:

Ronald Blumberg: "Lebe schnell - Stirb jung!"

Ronald Blumberg: „Lebe schnell – Stirb jung!“ (Quelle)

Und ca. 2 1/2 Stunden später Brigitte Königsfeld-Lemper, eine Kollegin von Blumberg vom „Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte“ (in Wirklichkeit der „Raucherrechte“). Vermutlich hat sie den Beitrag von Blumberg nicht gelesen.

Online Traueranzeige für Norman H.

Online Traueranzeige für Norman H. (Quelle)

Norman H., der bis zu seinem Tod regelmäßiger Autor auf „Raucher in Deutschland“ war, wurde laut der Traueranzeige 56 Jahre alt.

Ist das jung genug zum Sterben, Ronald Blumberg?

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„Ein Dach für Raucher“

Angesichts der himmelschreienden Ungerechtigkweit, die dem Kettenraucher Friedhelm Adolfs aus Düsseldorf widerfuhr (wir erinnern uns: Der Mann droht aus seiner Wohnung zu fliegen, weil er seine Räumlichkeiten nicht lüftete, alle Fenster wochenlang geschlossen hielt und seinen Qualmgestank zwangsweise ins Treppenhaus freisetzte –  Link) fühlt sich das „Netzwerk Rauchen“, eine aggressiv auftretende Organisation von Nikotindrogenanhängern, dazu bemüßigt, ebenfalls ein Spendenkonto für Herrn Adolfs zu eröffnen. Motto: „Ein Dach für Raucher„.

Michael Löb vom „Netzwerk Rauchen“: Wer helfen kann und will: bitte spenden und/oder teilen. Danke für Friedhelm Adolfs und alle anderen, die in einer ähnlichen Situation sind oder vielleicht kommen werden! Die Netzwerk Rauchen Aktion „Ein Dach für Raucher“ wird im Rahmen des finanziell möglichen jeden unterstützen, der auf Grund seiner Lebensgewohnheiten durch Kündigung der Wohnung oder ähnliches bedroht wird.  (Quelle)

Apropos „Ein Dach für Raucher“. Da muss man doch gar nicht spenden, sowas gibt es gibt es doch schon lange:

Hier klicken!

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Ingo H. und seine Krankenakte

Als jemand, der regelmäßig auf den einschlägigen Raucherkanälen bei facebook unterwegs ist, bin ich ja einiges an Dummheiten gewohnt. LKW-Fahrer und Werkzeughändler, die sich als „freischaffende Rechtsberater“ verdingen, Menschen, die ein wenig mit Photoshop umgehen können und sich „Künstler“ nennen und andere Skurrilitäten mehr. An Dingen, die man schlicht als „bekloppt“ bezeichnen würde, herrscht bei unseren „Genussfreunden“ kein Mangel. Aber was selten vorkommt ist, dass jemand seine ganze aktuelle Krankenakte postet. Aber es passiert.

Erzählen wir also die Geschichte von Ingo H.: Der Name von Ingo H. wurde mir zuerst in Zusammenhang mit rechtswidrigen „Helmut-Partys“ bekannt. Herr H. erwartet derzeit ein Gerichtsverfahren, weil er auf die haarsträubenden juristischen Einfälle eines Herrn Rademacher und eines Herrn Blumberg hereingefallen ist und in seiner Kneipe verbotswidrigerweise rauchen ließ. Aber anstatt dass dieser Mann jetzt nun darüber dezent schweigt, macht er den gesamten Schriftverkehr öffentlich und lässt alle Welt daran teilhaben. Inklusive rechtswidriger Veröffentlichung der Behördenschreiben.

Aber Herr H. hat auch anderweitig ein stark übersteigertes Mitteilungsbedürfnis. Unlängst musste Herr nämlich in ein Krankenhaus. Zuerst einmal ist es schon verwunderlich, dass sich ein echter Raucher einem „Pharmaschergen“ anvertraut. Der Grund waren übrigens unklare sensorische und motorische Ausfälle in einem Arm (Link).

Nachfolgend kann die ganze Welt dann en détail an dern Untersuchungen im Lukaskrankenhaus teilhaben. Neurologische Tests, Blutuntersuchung, Borreliosecheck, Lumbalpunktion, EMG, MRT  etc. etc. Alles das, was normalerweise als hochsensible Daten geführt wird, postet Herr H. nun öffentlich. Klar, er darf das. Es gibt ein Recht auf Dummheit. Wer davon Gebrauch machen will, ist herzlich eingeladen. Und Herr H. macht sehr offensiv davon Gebrauch. Die „Generation Facebook“ schreckt offenbar vor gar nichts mehr zurück. Ich warte eigentlich nur noch auf das genaue Ergebnis der Urinprobe von Herrn H. Auf die Analyse der Stuhlprobe verzichten wir aber dann doch lieber.

Ach ja, Herr H. hat übrigens nach letztem Stand einen „Mini-Infarkt“ erlitten (Link). Klar, dass der nicht vom Rauchen kommt sondern vom Stress wegen des Gerichtsverfahrens aufgrund der rechtswidrigen  „Helmut-Partys“ in seiner Kneipe. Oder von den Warnhinweisen auf der Zigarettenpackung .

Ingo H. Krankenakte 1

Ingo H. Krankenakte 1

Ingo H. Krankenakte

Ingo H. Krankenakte

Ingo H. Krankenakte

Ingo H. Krankenakte

Ingo H. Krankenakte - Wenigstens darf man rauchen

Ingo H. Krankenakte – Wenigstens darf man rauchen

Ingo H. Krankenakte

Ingo H. Krankenakte

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