Schlagwort-Archive: Rauchertod

Ronald Blumberg: Der „Suizid auf Raten“ des Rauchers und die Entlastung der Sozialsysteme

Es ist mal wieder soweit. Auf „Raucher in Deutschland“ wurde vom bekannten aggressiven Raucheraktivisten Ronald Blumberg aus Radevormwald, der sich mit seinem Avatar bei facebook als Zigarettenschwein darstellt, ein Unsinn eingestellt, der einem wirklich die Nackenhaare senkrecht stehen lässt:

Ronald Blumberg aus Radevormwald: Selbstmord entlastet Sozialsysteme!

Ronald Blumberg aus Radevormwald: Selbstmord entlastet Sozialsysteme! (Quelle)

Offenbar hält Herr Blumberg es für eine Art Ruhmesblatt durch seine eigenen Dummheit früher aus dem Leben zu scheiden. Denn wenn man den verlinkten Artikel liest, erfährt man auch, dass Raucher im Schnitt 10 Jahre ihres Lebens ihrer Tabaksucht opfern. „Schön blöd!“ möchte man Herrn Blumberg entgegen halten. So dumm muss man nämlich erstmal sein, für seinen Tod bis er denn mal tatsächlich eintritt, im Schnitt mehrere 10.000 Euro über viele Jahre verteilt „investiert“ zu haben.

Und ob daraus jetzt eine reale Ersparnis für die Sozialsysteme erwächst, darüber darf man getrost geteilter Meinung sein. Denn es existieren auch gegenteilige Auffassungen. Z. B. hier. Aber wie das so ist bei unseren meistens akademisch völlig unbeleckten „Genussfreunden“: Wenn etwas für das Rauchen spricht, ist die Studie gut, spricht es dagegen, ist die Studie eben schlecht.

Aber ist es nun insgesamt ein positives Ergebnis, wenn man Rauchern bescheinigt, dass möglicherweise ihr Freitod beispielsweise durch Lungen- oder andere durch das Rauchen verursachte Krebserkrankungen, durch Herzinfarkt, COPD, Schlaganfall etc. etc. zu einer realen Entlastung der Sozialsysteme führt? Warum, so frage ich mich bei diesem selten dummen Vortrag immer, sind Leute wie Ronald Blumberg dann nicht konsequent? Wer schon mit der angeblichen Entlastung der Sozialsystem durch seine eigene Drogensucht und dem daraus häufig entstehenden „sozialverträglichen Frühableben“ kokettiert, hat dann auch die verdammte Pflicht, diesbezüglich Nägel mit Köpfen zu machen. Warum also warten, bis das Bronchialkarzinom dem „Tabakgenießer“ mit 60 den Garaus macht? Nein, hier muss man dann auch wirklich konsequent sein! Da wird nicht gewartet, bis die Diagnose kommt, da wird selbst Hand angelegt.Und zwar zügig!

Also, Ronnie und Kollegen, es gilt: „Nich‘ lang schnacken, Strick in‘ Nacken!“ Irgendwo findet sich schon ein Dachbalken, ein dicker Ast oder eine andere stabile Befestigung. Und vor der Heldentat des Rettens der Sozialsystem durch zeitiges Aus-dem-Leben-scheiden darf natürlich noch, wie in solchen Situationen durchaus üblich, ein letztes Zigarrettchen geraucht werden. Meinetwegen auch zwei. Alles was zählt ist, dass die Sozialsysteme maximiert entlastet werden. Da darf man nicht kleinlich sein! Und 10 Jahre verlorener Lebenszeit lassen sich locker steigern. Liebe Genussfreunde, da ist noch deutlich Luft nach oben! Also, hopp, hopp, rauf auf den Stuhl!

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Petra Olbertz: Die Hardcoreraucherin mag keine Leichenwagen

„Der letzte Wagen im Leben ist immer ein Kombi“, so sagt der Volksmund. Und man sollte meinen, dass Menschen, die sich täglich eine erhebliche Menge an hochgiftigen Stoffen zuführen, es nachgerade nicht erwarten können, auf der Ladefläche eines solchen Fahrzeuges Platz nehmen zu dürfen. Aber, weit gefehlt! Manchem Hardcoreraucher wird regelrecht übel beim Anblick des schnittigen Zweisitzers:

xnews: Sargmacher in Österreich gegen das Rauchverbot

xnews: Sargmacher in Österreich gegen das Rauchverbot (Quelle)

Ich persönlich fand den Artikel auf der Satireseite xnews sehr witzig und habe mich gut unterhalten. Bei den Extremqualmern wird derlei böse Satire jedoch nicht gerne gesehen. Im Gegenteil, man wendet sich ab. Frau auch:

Petra Olbertz mag keine Leichenwagen

Petra Olbertz mag keine Leichenwagen

Das verstehe wer will! Erst raucht die Dame über Jahre und wahrscheinlich Jahrzehnte hinweg und tut wirklich alles, um möglichst frühzeitig das Zeitliche zu segnen und dann hat sie offenbar ein Problem mit dem Abtreten. Dabei sollte man doch meinen, dass einem Menschen der vorsätzlich seine Gesundheit ruiniert und sich selbst (und natürlich auch andere, die zwangsweise mitrauchen müssen) massiv schädigt, der Rauchertod doch eigentlich vollkommen egal sein müsste. Und dann bekommt die Frau beim Ansicht eines schicken Nutzfahrzeuges „Gänsehaut“?

Ach, Frau Olbertz, was sind denn schon 15 Jahre die ein durchschnittlicher Raucher früher ins Gras beißt? Und wir haben ja neulich auf „Raucher in Deutschland“ gesehen: „This smoker died with 113“. Also, Petra, da sind bestimmt noch ein paar Jährchen drin. Oder vielleicht auch nicht. Denn vielleicht wuchert das Karzinom ja schon? Wer weiß?

 

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Der Dumme lernt aus seinen Fehlern … – Ein Gastbeitrag von Matthias Aichmaier

Die Protagonisten der Facebook-Gruppe “Raucher in Deutschland” schaffen es immer wieder, den unbedarften Leser mit grenzenloser Naivität zu überraschen. Man ergeht sich in kollektivem Selbstbetrug und versichert sich gegenseitig, Krankheiten und Beeinträchtigungen des tagtäglichen Lebens seien durch alles Mögliche verursacht, aber sicherlich nicht durch das Rauchen.So liest man häufig, Lungenkrebs würde auch Nichtraucher treffen (was nicht abzustreiten ist). Allerdings ist es wohl als Tatsache anzusehen, dass ca. 90% der Lungenkrebspatienten entweder Raucher oder ehemalige Raucher sind. Dieser Fakt wird geflissentlich “unter den Tisch gekehrt“.

Auch wird gern übersehen, dass es nicht nur der Krebs ist, den Raucher fürchten müssen. Ein ganzes Sammelsurium an unterschiedlichen Krankheiten steht in direktem Zusammenhang mit dem Konsum von Tabakprodukten. Diese Krankheiten müssen nicht zwangsläufig auch lebensbedrohend sein, sie schränken aber auf jeden Fall die Lebensqualität des Betroffenen ein. Teilweise sogar erheblich. Trotzdem ist es für die meisten Nikotinabhängigen ein Ding der Unmöglichkeit, sich den Zusammenhang zwischen eigenem Suchtverhalten und den vielfältigen Malaisen, mit den man sich als Raucher konfrontiert sieht, einzugestehen. Als mahnendes Beispiel für ein solches Verhalten sei eine Barbara vanOosterhout zu nennen, die sich seit einiger Zeit bei “Raucher in Deutschland“ exponiert. Frau Oosterhout hat mit diversen gesundheitlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, darunter auch einer Arthrose in mindestens einem ihrer Finger:

http://fs1.directupload.net/images/150129/oeqdmtlh.jpg

Anstatt nun aber der eigenen Gesundheit zuliebe die notwendigen Konsequenzen zu ziehen und der Empfehlung des Deutschen Arthrose Forums zu folgen („Durch Rauchen reduziert sich der Sauerstoffgehalt im Blut. Das ist Gift für die Knorpel! Versuchen Sie so früh wie möglich das Rauchen aufzugeben.“) macht die Nikotinabhängige eine genetische Veranlagung für ihr Unbill verantwortlich. Denn schließlich litt Ihre Großmutter unter derselben Erkrankung. Dass allerdings auch Ihre Großmutter dem Tabakkonsum nicht abgeneigt war und sich ihrerseits das Leiden hätte ersparen oder zumindest reduzieren können, diese Schlussfolgerung zieht Frau Oosterhout nicht:

http://fs1.directupload.net/images/150129/bzsgvijf.jpg

Womit wohl belegt wäre, dass es sich nicht um reine Naivität handelt, der die Tabakliebhaberin unterliegt.

All das lässt sich auch mit einem interessanten Sprichwort beschreiben:

„Der Dumme lernt aus seinen Fehlern, der Kluge aus den Fehlern der anderen.“

Für einen gewissen Teil der Bevölkerung möchte man noch eine Ergänzung vornehmen: „Und dann gibt es noch den Raucher. Er sieht die Fehler der anderen und ist so fasziniert davon, dass er sie selbst wiederholt“.

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Früher Tod als eine Form von „Genuss“ und „Lebensfreude“

Manchmal liest man in den bekannten Foren der Hardcoreraucher einen Blödsinn, da stellen sich einem die Nackenhaare senkrecht. Unlängst war es wieder soweit. Der Vorsitzende des Pro-Lungenkrebs-Vereins „Netzwerk Rauchen e. V.“, Michael Löb aus Worms,  entblödete sich nicht, die Ergebnisse einer britischen Langzeitstude, nach der eine gesunde Lebensweise die Lebenserwartung um durchschnittlich 6 Jahre erhöht, zu kommentieren:

Michael Löb: So lebt ihr sechs Jahre länger: gut essen (viel Gemüse und Obst, wenig Fleisch), Sport treiben, wenig Alkohol trinken, auf das Gewicht achten und nicht rauchen. Viel Spaß.
http://www.heise.de/tp/artikel/43/43214/1.html

(Quelle)

„Spaß“ am Leben kann also für den Nikotinfan Löb offenbar nur dann gegeben sein, wenn das Individuum es nachhaltig darauf anlegt, seine eigene Gesundheit vorsätzlich zu ruinieren. Durch Rauchen, Saufen, Fressen und andere „Freuden“ der schieren Maßlosigkeit, Dummheit und des Unverstandes. Dass ein geistig normaler Mensch mit der von der Natur ihm gegebenen Ressource eines funktionerenden Organismus auch sinnvoll umgehen kann und dass dies mitnichten zu einer Einschränkung der Lebensfreude führen muss, scheint einem Herrn wie Löb, für den Rauchen, Saufen und Fressen offenkundig zu den Grundbedürfnissen des Menschen zu gehören scheinen, kaum einsichtig.

Andererseits kennt man ja die bekannten „lebensfrohen Genießer“, die aufgrund ihres auf Lebensfreude ausgerichteten Vorverhaltens irgendwann mit einem dramatischen Rückgang eben jener Lebensfreude zu kämpfen haben. Die keuchenden COPD-Patienten, die keine Treppe mehr hochlaufen können, ohne nach Luft schnappen zu müssen und die jeden Tag 24 Stunden am Sauerstoffschlauch hängen und die beständig röcheln und pfeifen, als ob ihr letztes Stündchen geschlagen hätte. Oder den Lungenkrebspatienten der glatzköpfig am Tropf hängt und sich seine Chemotherapie verabreichen lässt um aus seinem einstmals „lebensfrohen“ Leben noch ein paar Monate mehr herauszuholen. Von jenen, die mit knapp 50 am Herzinfarkt abgenippelt sind, weil die Arterien vollkommen verstopft waren einmal ganz zu schweigen. Da ist das Thema „LEBENSfreude“ ganz einfach deshalb erledigt, weil das Thema „LEBEN“ erledigt ist.

Besonders erheitert hat mich auch eine Äußerung von Jürgen Vollmer aus Marburg in dieser Diskussion:

Jürgen Vollmer Sechs weitere Jahre freudlos vor sich hin vegetieren? Nein Danke! – Dann schon lieber etwas weniger, dafür aber umso intensiver und leidenschaftlicher schmecken, fühlen und erLEBEN.

Herr Vollmer hatte nämlich vor ein paar Jahren folgendes Problem: Er wollte den Großglockner besteigen und stellte eines Tages fest, dass dies mit seiner durch seinen erheblichen Tabakdrogenkonsum stark eingeschränkten Lungenfunktionn ein kaum zu leistendes Unterfangen sein wird und er deshalb, zumindest zeitweilig, auf die Inhalation von Nikotingiftgas verzichtet:

Jügen Vollmer, Marburg: […]

Und zweitens, weil ich im Vorjahr bei dem ganz zwanglosen Versuch, Österreichs höchsten Berg, den knapp 3.800 Meter hohen Großglockner zu ersteigen, mangels Kondition und Akklimatisierung mit meinen 54 Lenzen bereits knapp unter 3.000 Meter Höhe an die Grenze meines bzw. des untrainierten  Leistungsvermögens meiner Lunge gestoßen war und DIESES Jahr den Gipfel nunmal definitiv erreichen wollen will.

(Quelle)

Also musste der Mann temporär auf den „Genuss“ und die „LEBENSfreude“ verzichten. Schade, eigentlich. Jürgen, was ist eigentlich aus Deinen „Gipfelziggi“ geworden? Wir warten immer noch auf das Foto.

Ein Herr, bei dem es für einen richtigen Namen nicht gereicht hat, kommentiert ebenfalls:

Ach NeKomisch, wenn Pollmer so Studien zerlegt, sterben die Askethen immer vor dem Geniesser, ich werde jedenfalls zum Jägerschnitzel weiterhin mein Bier trinken und danach keineswegs 1000 Schritte tun, sondern rauchen vor dem Ruhen

Komisch, dass ich jetzt vermisse, wo denn der Beweis dafür liegt, dass Menschen, die ihre Gesundheit nicht vorsätzlich durch Rauchen, Saufen und andere Exzesse runieren, immer vor den „Genussfreunden“ ins Gras beißen. Auch hier dürfte mal wieder der Wunsch der Vater des Gedankens sein. Ich empfehle stattdesen das Studium der „British Doctors Study“ von Doll, Peto et. al.

Ein Mensch mit einem Namen in kyrillischer Schrift meinte dann noch:

Rauche seit über 50 Jahre und es geht mir sehr gut! Von wegen „Rauchen tötet“! Alles Lügen!!

Wodurch zweifelsfrei bewiesen ist, dass Rauchen gar nicht gefährlich sein kann.

Heiko Kahpunkt 6 Jahre mit Demenz im Altersheim – überforderten Pflegekräften ausgesetzt? Erstrebenswert.

Tipp: Anstatt zu rauchen würde ich hier eher zum beherzten Sprung von der Brücke raten. Der stinkt nicht und macht auch tot.

Fazit: Eine selten dümmliche Diskussion mit dem Austausch von Stellugnnahmen auf allerniedrigstem geistigen Niveau. Aber immerhin mehr als die üblichen „Guten Morgen!“- und „Gute Nacht!“-Botschaften auf dem Kanal von „Raucher in Deutschland“. Aber zumindest beeindruckt die schiere Dummheit, mit der Löb, Vollmer und ihre Qualmkollegen jenen Menschen, die einen einigermaßen vernüftigen Lebensstil pflegen, unterstellen, dass deren Leben vollkommen öde, freudlos und dröge sein müsse.

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Quatschen für den Qualm

Im Moment fühlt sich wohl jede Nikotinikerorganisation und jedes Mitglied derselben, das noch halbwegs verständlich husten kann, bemüßigt eine „Stellungnahme“ zum Ende des Rauchervolksbegehrens in NRW abgeben zu müssen. Hier mal die 2 aktuellen Veröffenrtlichungen der verschiedenen Grüppchen der Lungenkrebsfreunde:

Bla-Bla-Blubb für den Lungenkrebs 2

Bla-Bla-Blubb für den Lungenkrebs 2 (Quelle)

Bla-Bla-Blubb für den Lungenkrebs I

Bla-Bla-Blubb für den Lungenkrebs I (Quelle)

Ach ja, ich habe den Quatsch nicht gelesen, kenne aber trotzdem den Inhalt:

  • WIR sind die Guten!
  • Schuld sind DIE ANDEREN!!!
  • DIE sind böse, egoistisch, machtgeil, geldversessen und total doof!
  • Wir wollen weitermachen für das „sozialverträgliche Frühableben“! Macht bei UNS mit! Und nur bei UNS!
  • Bla-Bla-Blubb!
  • Hust, Röchel, Rotz!

Und, hatte ich Recht?

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Immer die gleichen alten Geschichten – mal wieder.

Nach einigen Tagen Schockstarre über den Frühtod des Raucheraktivisten H., der mit 56 Jahren einem Herzinfarkt erlegen ist und dadurch ganz knapp das Alter des ketterauchenden Helmut Schmidt verfehlte, läuft die alte Masche wieder an. Die militanten Raucher pfeifen wieder im Wald. Wir lernen schnell, dass auch Nichtraucher nicht das ewige Leben haben:

Stefan Fenners: "Rauchen ist gar nicht soooo schlimm!"

Stefan Fenners: „Rauchen ist gar nicht soooo schlimm!“

Gut, das verstehe ich. Nichtrauchen ist auch gefährlich und kann zu einem frühen Tod führen. Noch ein „Beweis“:

"Moni MA" findet, auch Nichtraucher leben gefährlich.

„Moni MA“ findet, auch Nichtraucher leben gefährlich.

(Quelle)

Die meisten der dort schreibenden Damen und Herren dürften die Schule weit vor jenen Klassenstufen verlassen haben, wo das Thema „Statistik und Stochastik“ im Mathematikunterricht behandelt wird. Und so werden sie wohl keine Ahnung davon haben, dass Einzelfälle kaum als Prädiktor für Risiken taugen. Und umgekehrt dass keine Statistik einzelnen Risikoträgern vorhersagen kann, welche Entwicklung ihr zukünftiges Leben nehmen wird. Oder dass Statistiken nur Aussagen für größere Kollektive erlauben.

Insofern muss man, wenn entweder der 90-jährige kettenrauchende Opa, der plötzlich verstarb, weil ihn ein rücksichtsloser Autofahrer auf dem Zebrastreifen ins Jenseits bugsierte oder die nichtrauchende Kollgein, die mit 55 Jahren an Krebs aus dem Leben schied wieder auf die Tagesordnung kommen, einfach davon ausgehen, dass hier jemand redet, der von Wahrscheinlichkeitsrechnung nicht allzuviel Ahnung hat. Denn diese Herrschaften können mit dem Begriff „Risiko“ in aller Regel nicht viel anfangen. Aber wie soll man jemand erklären, was der Begriff „Eintretenswahrscheinlichkeit“ genau bedeutet, dem es eklatant an den Grundlagen der beschreibenden Statistik mangelt?

Dass man aber als Raucher ein wesentlich größeres Risiko trägt, nicht besonders alt zu werden bzw. gesund zu bleiben, das bleibt den Damen und Herren also schon aus diesem Grunde verborgen. Alleine das allgemeine Krebsbrisko ist für den Raucher um den Faktor 4 bis 5 höher als für den Nichtraucher (Link). Die Gefahr, an Lungenkrebs als dem typischen „Raucherkrebs“ zu erkranken ist sogar um den Faktor bis über 20 gegenüber den Nieraucher erhöht. Und das Risiko an einer kardiovaskülären Krankheit wie dem Herzinfarkt zu sterben steigt in ähnlichen Größenordnungen wie das allgemeine Krebsrisiko an (Link).

Hinzu kommt, dass sich die Freunde des „Genusses“ eben aufgrund ihrer Drogensucht nicht vom pathologischen Rauchverhalten abwenden können. Und daher werden wir von jetzt an wieder verstärkt auf den Raucherkanälen die alten Geschichten vom alten Raucheropa und von der jungen toten Nichtrauchertante lesen. Und auch Helmut Schmidt dürfte regelmäßig wie ein „Jack in the box“ wieder auftauchen.

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