Schlagwort-Archive: Raucherunsinn

Wenn Tabakjunkies nicht lesen können (oder wollen)

Heute mal wieder etwas Lustiges aus der Ecke „dumm, dümmer, nikotinsüchtig“. Auf dem facebook-Kanal des bekannten „Netzwerk Rauchen“ war gerade folgende Meldung gepostet worden:

Megan Hoffmann bei "Netzwerk Rauchen" - Kein Durchblick

Megan Hoffmann bei „Netzwerk Rauchen“ – Kein Durchblick (Quelle)

 

So so, Prof. Molinard ist also „klasse“. Da hat Megan Hoffmann aber den Artikel nicht gelesen, auf den die Meldung verlinkt. Dort stehen dann nämlich so garstige Sachen wie:

[…] Die überwiegende Mehrheit der Rauchinhaltsstoffe – z.B: Wasser, das wäre ein Inhaltsstoff! – ist nicht toxisch. Aber manche sind fürchterlich toxisch.

[…]denn wenn Sie rauchen, haben Sie eine chronische Vergiftung mit Kohlenmonoxid. Dann gibt es ungeheuer schlimme Kanzerogene: die Nitrosamine. Das sind ganz entsetzliche Krebserreger, schon in winzigsten Dosen.

[…]Dann hätten wir noch an gefährlichen Substanzen Kohlenwasserstoffe, Benzo[a]pyren, Naphthalin und …Benzolprodukte …

[…]Rauchen erhöht in der Hauptsache das Lungenkrebsrisiko. Ein Raucher mit einem Konsum von über 20 Zigaretten hat annähernd das 20-fache Risiko eines Nichtrauchers. Und das hört nicht von heute auf morgen auf: als ehemals starker Langzeitraucher haben Sie 10 Jahre nach der Entwöhnung noch ein doppeltes Risiko.

[…]Schließlich entwickeln Sie einen Krebs an der Stelle, wo die kanzerogenen Substanzen hinkommen. Das betrifft also Mund, Rachen, Bronchien … Also mit den sehr nikotinstarken Zigaretten, den „Boyards“ [Anmerkung d. Übs.: Boyards waren dafür bekannt, dass selbst geübte Raucher von filterlosen Gauloises davon Hustenanfälle bekamen], da hat man nicht tief inhaliert, also hat man den Krebs an den großen Bronchien bekommen. Mit den ultraleichten Zigaretten inhaliert man viel tiefer in die Lunge und entwickelt daher den Krebs in zunehmend tieferen Lungenbereichen. Dann haben Sie natürlich auch noch die Speiseröhre, weil sie ja schlucken. Und die Harnblase wäre da auch zu nennen. Weshalb die Harnblase? Weil Sie eine Konzentration im Harn haben und dann die Aggressivität stärker ist. Vielleicht noch in geringem Ausmaß alle Krebsformen, weil möglicherweise Auswirkungen auf das Immunsystem bestehen, aber die Wahrheit ist … die genannten machen es in der Hauptsache aus. Es betrifft hauptsächlich die oberen Atemwege, die Lungen und die Harnblase.

(Quelle)

Oh,oh, das wird man beim „Netzwerk Rauchen“ aber gar nicht  gerne lesen wollen. Also, liebe Megan Hoffmann, man/frau sollte dann halt schon mal weiter lesen, als nur den plakativen Satz vom Anfang!

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Nicolai Kosirog: Die „Intelligenzbestie der Woche“

Der Mann aus Mülheim an der Ruhr hat wieder mal kräftig hingelangt. Und wieder jede Menge nikotinschwangeren Unsinn von sich gegegeben. Das erste Fettnäpfchen war schnell gefunden, Kosirog probierte sich in Wissenschaftlichkeit:

Nicolai Kosirog Ich habe die Erfahrung gemacht, auf die Rückfrage: “ Können Sie mir eine Studie nennen, die die Gefährlichkeit von Passivrauch beweisst, wissenschaftlich nachprüfbar ist und nicht auf statistischen Hochrechnungen beruht?“. Es kam noch nie auch nur eine einzige Antwort, nur ungläubiges Erstaunen und Schweigen. (Quelle)

Hier wieder der typische Fehler eines Menschen, der keine wissenschaftlichen Kenntnisse hat, aber versucht, wissenschaftlich zu argumentieren. Wissenschaftliche Antworten auf bestimmte Fragen (wie z. B. jener nach Schädlichkeit von Passivrauchen) sind nicht per se fragwürdig, weil sie auf der Auswertung von statistischen Daten beruhen. Und auch nicht deshalb, weil diese Daten auf die Klärung anderer Fragestellungen übertragen werden, was „Kosi“ als „hochrechnen“ bezeichnet. Mit etwas Methodenkenntnis könnte man diesen Fehler leicht vermeiden. Dazu müsste man sich allerdings fortbilden, woran es bei Herrn Kosirog offenbar hapert. Es endet dann wieder beim dummen Schlusspunkt: „Ich habe noch keinen Totenschein gesehen, auf dem Passivrauchen als Todesursache steht.“ Ich übrigens auch nicht. Weil auf Totenscheinen eine Krankheit oder eine Unfallursache steht, die zum Tode führte und meistens nicht das Verhalten, das zur Krankheit führte. Manchmal aber doch. Die Begriffe heißen:Lungenversagen,COPD, Nikotinabusus.

Kosirog kann übrigens noch dümmer:

Nicolai Kosirog Richtig, Theo. Meistens kommt als Argument: „Aber jetzt stinkt meine Kleidung nicht mehr nach Rauch.“ Ich frage mich, wann immer ich dieses „Argument“ lese, was sind das eigentlich für hygienische Wildsäue, die ihre Kleidung nicht regelmässig reinigen lässt?

Irgendwie scheint der Mann ein ganz erhebliches Problem mit der Logik zu haben. Beispiel: Ich lasse meine Sachen reinigen (oder wasche sie, was weniger aufwändig ist) und gehe dann 3 Tage später in ein verrauchtes Lokal. Was ist dann die Ursache der nach übelstem Rauch stinkenden Kleider? Dass ich die Kleidung 3 Tage nicht gewaschen habe oder dass ich in einer Räucherhöhle war?

Und warum soll ich für das übermäßig häufige Reinigen/Waschen meiner Kleidung teures Geld bezahlen, nur weil ein paar rücksichtslose Raucherrüpel unbedingt im Lokal rauchen müssen?

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Bodo Meinsen: Dumm gelaufen für den Tabaklobbyisten

Tja Bodo, das ging wohl nach hinten los:

Bodo Meinsen zitiert Peter Rachow

Bodo Meinsen zitiert Peter Rachow (Quelle)

Also Bodo, erstens solltest Du das Zitieren lernen. Gut, Du hast wahrscheinlich kein akademisches Studium abgeschlossen. Von daher wirst Du nicht wiessen wie man das genau macht. Also eine korrekte Quellenangabe gehört immer dazu. Hier dann eben die (Quelle). Holst Du das mit der Quellenangabe bitte nach?

Zweitens: Was hast Du Dir erhofft? Dass alle sagen: „Stimmt gar nicht! Ist nicht so! Alles Unnsin!“? Ja, das lief dann irgendwie blöd für Dich. OK, den Kosirog zählen wir mal nicht, der findet alles doof, was ich schreibe. Und dass der gleich den Jäger aufnimmt, ist noch peinlicher als der Jäger selbst. Aber das lassen wir einfach mal so stehen.

Aber dann läuft es garantiert nicht so, wie Du es willst:

Martin Bartonitz Ich verstehe auch nicht, warum ein Kritiker des Vorgehens der Israeli in Palästina gleich ein Judenhasser sein soll.

1:0 für mich.

Ramona Kothe-Rudatus Es gibt keinen Judenhass, nur weil vereinzelt dumm gelabert wird.

2:0.

Hermann von Bergmann „Judenhass“ und “ bis zu 10 % Bodensatz „ist doch reichlich hoch gegriffen

Magst Du weiter zählen, Bodo?

Na ja, Bodo, war mal wieder einer Deiner Versuche, die glatt in die Hose gegangen sind. Wie damals Deine Dienstaufsichtsbeschwerde beim Wissenschaftsministerium. Mein Gott, was haben wir über Dich gelacht.

Aber frag doch einfach mal den Rolli. Der schreibt Dir bestimmt noch einen netten Beitrag. Gib ihm halt was zum Rauchen, dann ist er glücklich und schreibt alles, was Du willst.

Muhahahahaha!

Muhahahahaha!

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Andrea Schwarz erklärt uns Physik und Chemie

Oder sie versucht es zumindest. Und das Ergebnis geht so dermaßen in die Hose, dass man fast Mitleid bekommt. Es geht mal wieder um das Passivrauchen. Frau Schwarz, die uns sonst mit hochgeistigen Liedtexten („Aloha heja hee„) zu erfreuen pflegt, die sie auf irgendwelchen Festzeltbühnen vor einem mehr oder weniger stark „angeheiterten“ Publikum vorzutragen pflegt (Link), versucht sich nun als Expertin für Aerosole und ihre Absorption im menschlichen Organismus:

Andrea Schwarz:Ja, Feuerwerke werden im Freien gezündet – dort, wo die Verbrennungsrückstände die beste Gelegenheit haben, ungefiltert in die Atemwege ALLER sich im Freien aufhaltenden Menschen und Tiere einzudringen. Verbrennungsrückstände gehören nicht in die allgemeine Atemluft, sondern in geschlossene Systeme und Filteranlagen. Soweit denken Sie nicht, oder? Ein Raucher fängt einen Großteil der durch sein individuelles Unterhaltungsbedürfnis entstehenden Rückstände ab, indem er das für die genannte Unterhaltung sorgende brennende Produkt in eine geeignete Körperöffnung steckt und die Rückstände mit seinem Körper aufnimmt. Sein eigener Körper fungiert dabei als Filteranlage. Dies sollte sich jeder Produzent ungefilterter Verbrennungsrückstände eigentlichzum Vorbild nehmen, wobei die mögliche Form der Umsetzung dieses beispielhaften größtmöglichen Nichtverursacherschutzes dem Einfallsreichtum des Rückstandverursachers überlassen bleibt… (Quelle)

Ich habe selten so einen haarsträubenden Blödsinn gelesen. Frau Sc hwarz ist also tatsächlich der Auffassung, dass der Körper eines Rauchers in der Lage sei, den allergrößten Teil der Schadstoffe, der bei der Pyrolyse des Tabaks in der Glutzone entsteht, zu absorbieren.

Zuerst einmal lässt die Dame einfachste Sachverhalte außer acht, wie z. B. dass der Raucher durch das Ziehen an der Zigarette zwar einen Hauptstromrauch inkorporiert, dieser Vorgang aber sofort abbricht, wenn das Ziehen unterbrochen wird und der Rauch ab dann als Nebenstromrauch von der Glutzone direkt an die Umgebung abgegeben wird. Wie der Raucher dieses Giftgemisch filtern können soll, darüber schweigt sich Dame ebenfalls aus. Dass man einen der einfachen Sachverhalt nicht verstehen kann, wundert mich bei Andrea Schwarz aber auch nicht weiter. Die Festzeltbühne ist nun mal keine Medizinvorlesung.

Zweitens muss man schon sehr wenig von menschlicher Physiologie, Chemie und Physik verstehen, um behaupten zu können, dass ein Raucher den größten Teil der Schadstoffe des Tabakrauches zurückhalten würde. Erstens reicht ein Blick auf die vom Raucher ausgeatmeten Qualmwolken um zu sehen, dass hier eine beträchtliche Menge an Staub (erkennbar am dunkel gefärbten  Rauch) bei jedem Zug an der Zigarette durch Ausatmung freigesetzt wird. Dass dieser Staub mit Schadstoffen belastet ist, ist alleine deshalb logisch, weil sich viele organische Stoffe an (Fein-)Staubpartikel anhaften können. Dies u. a. auch deshalb, weil sie eine gewisse Konzentration an Feuchtigkeit aufweisen. Diese entsteht beim Verbrennungsprozess aus der Oxidation organischer Substanz mit den Produkten CO2 und H2O und beim Menschen natürlich durch die Befeuchtung der Atemluft in den Bronchien. Das Dipolmolekül des Wassers ist in der Lage, andere Moleküle an sich zu binden. So gelangen die Schadstoffe am Rauchstaub angebunden zu einem beachtlichen Teil ins Freie.

Der gesamte Passivrauch besteht aus dem freigesetzen Nebenstromrauch und dem vom Raucher exhalierten Hauptstromrauch. Genaue Messungen zur Zusammensetzung dieser letztgenannten Fraktion existieren m. W. nicht. Welche Wirkmechanismen allerdings im Körper des Rauchers die von Andrea Schwarz postulierte „Filterung“ der Schadstoffe des inhalierten Hauptstromrauches vornehmen sollen, darüber schweigt sie sich, wie üblich in solchen Kreisen,  aus. Es werden einfach ein paar sinnlose Dinge postuliert, mehr folgt dann in der Regel mangels vertieften Wissens nicht mehr.

Als sicher kann allerdings gelten, dass die Aufnahme der Schadstoffe des Tabakrauches in den Körper primär auf dem Wege der Osmose den Diffusionsgesetzen folgend in den Alveolen im Rahmen des intrapulmonalen Gasaustausches stattfindet. Jeder, der ein wenig Grundkenntnisse in Physik hat, weiß, dass Diffusion abhängig vom Faktor Zeit und vom Konzentrationsgefälle ist. Die transportierte  Stoffmenge entlang des Diffusionsgradienten wächst mit zunehmender Zeit und sinkt mit dem Angleichen des Konzentrationsgefälles.

Bei jedem Zug behält der Raucher den Giftcocktail nur kurz in der Lunge. Hierbei geht also wegen der Kürze der Zeit nur ein Teil der Schadstoffe in den Blutkreislauf des Rauchers über. Der nicht übergegangene Teil wird nach wenigen Sekunden exhaliert. Das Konzentrationsgefälle der Stoffe zwischen Alveole und Blut sinkt dabei stetig. Mit fortschreitender Rauchzeit wird also immer weniger Schadstoff  in den Blutkreislauf übertreten, weil das Konzentrationsgefälle kleiner wird. Ergo wird immer mehr Schadstoff wieder emittiert.

Dabei davon zu reden, dass der größte Teil der Schadstoffe des Rauchens im Raucher verbleibt ist mit „Unfug“ nur unzureichend beschrieben. Aber man darf von einer Dame, die auf Festzeltbühnen ihr Geld verdient, vielleicht auch gar nicht erwarten, solche einfachen Zusammenhänge zu kennen und zu verstehen.

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Hardcoreraucher spielen Detektiv

Die bekannten Qualmfanatiker aus den einschlägigen Facebookgruppen zeigen heute mal wieder ein besonderes Schaustück: Kinderspiele und IT-Kompetenz (namentlich facebook-Kenntnisse, also eine ganz komplizierte Materie!) auf allerhöchstem Niveau. Normalerweise berichte ja nicht so gerne über Klatsch und Tratsch aus den Suchtiegruppen, aber diese Kommunikation über die ich kurz berichten werde, hat es in sich. Sie zeigt, dass sich Menschen, die dem Alter nach zur Gruppe der Erwachsenen gehören, benehmen können wie Kinder, die zu viele Bücher der ??? gelesen haben. Heute steht auf auf dem Programm das Stück „Such den Verräter!“:

Hardcoreraucher versuchen "Antirauchertrolle" zu enttarnen.

Hardcoreraucher versuchen „Antirauchertrolle“ zu enttarnen.

Raucher nuckeln ja bekanntlich gerne an Ersatzschnuellern, warum sollen sie nicht auch Kinderspiele veranstalten? „Djuna Luna“, „Maria Kaufmann“ und „Silke Angrick“ sind bei facebook weg vom Fenster. Na und? Vielleicht lag es daran, dass 2 der 3 Damen mit Fakebildern unterwegs waren. Das kommt auf Facebook nicht so gut. Und wenn Heike Börner und Nicolai Kosiroq alle „Antis“ enttarnt haben, wird die Raucherwelt auf facebook bestimmt wieder gut. Facebook ist ja schließlich der Nabel der Welt. Zumindest scheinen diese Leute sehr viel Zeit zu haben. Und damit kommt auch oft die Langeweile (zumindest wenn man keine gescheiten Hobbys hat) und dann kommt eben auch mal solch ein Unsinn dabei heraus.

So, und jetzt sucht weiter den Verräter! Und vielleicht blockt Ihr mich irgendwann wirklich. Dann fehlt mir allerdings diese besonders schräge Form der Unterhaltung.

(Nebenbei bemerkt: Von Euren Tipps stimmt kein einziger. Muhahahahaha!)

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