Schlagwort-Archive: Raucherwahnsinn

Nicolai Kosirog: Die „Intelligenzbestie der Woche“

Der Mann aus Mülheim an der Ruhr hat wieder mal kräftig hingelangt. Und wieder jede Menge nikotinschwangeren Unsinn von sich gegegeben. Das erste Fettnäpfchen war schnell gefunden, Kosirog probierte sich in Wissenschaftlichkeit:

Nicolai Kosirog Ich habe die Erfahrung gemacht, auf die Rückfrage: “ Können Sie mir eine Studie nennen, die die Gefährlichkeit von Passivrauch beweisst, wissenschaftlich nachprüfbar ist und nicht auf statistischen Hochrechnungen beruht?“. Es kam noch nie auch nur eine einzige Antwort, nur ungläubiges Erstaunen und Schweigen. (Quelle)

Hier wieder der typische Fehler eines Menschen, der keine wissenschaftlichen Kenntnisse hat, aber versucht, wissenschaftlich zu argumentieren. Wissenschaftliche Antworten auf bestimmte Fragen (wie z. B. jener nach Schädlichkeit von Passivrauchen) sind nicht per se fragwürdig, weil sie auf der Auswertung von statistischen Daten beruhen. Und auch nicht deshalb, weil diese Daten auf die Klärung anderer Fragestellungen übertragen werden, was „Kosi“ als „hochrechnen“ bezeichnet. Mit etwas Methodenkenntnis könnte man diesen Fehler leicht vermeiden. Dazu müsste man sich allerdings fortbilden, woran es bei Herrn Kosirog offenbar hapert. Es endet dann wieder beim dummen Schlusspunkt: „Ich habe noch keinen Totenschein gesehen, auf dem Passivrauchen als Todesursache steht.“ Ich übrigens auch nicht. Weil auf Totenscheinen eine Krankheit oder eine Unfallursache steht, die zum Tode führte und meistens nicht das Verhalten, das zur Krankheit führte. Manchmal aber doch. Die Begriffe heißen:Lungenversagen,COPD, Nikotinabusus.

Kosirog kann übrigens noch dümmer:

Nicolai Kosirog Richtig, Theo. Meistens kommt als Argument: „Aber jetzt stinkt meine Kleidung nicht mehr nach Rauch.“ Ich frage mich, wann immer ich dieses „Argument“ lese, was sind das eigentlich für hygienische Wildsäue, die ihre Kleidung nicht regelmässig reinigen lässt?

Irgendwie scheint der Mann ein ganz erhebliches Problem mit der Logik zu haben. Beispiel: Ich lasse meine Sachen reinigen (oder wasche sie, was weniger aufwändig ist) und gehe dann 3 Tage später in ein verrauchtes Lokal. Was ist dann die Ursache der nach übelstem Rauch stinkenden Kleider? Dass ich die Kleidung 3 Tage nicht gewaschen habe oder dass ich in einer Räucherhöhle war?

Und warum soll ich für das übermäßig häufige Reinigen/Waschen meiner Kleidung teures Geld bezahlen, nur weil ein paar rücksichtslose Raucherrüpel unbedingt im Lokal rauchen müssen?

Advertisements
Getaggt mit , ,

Die kleine Raucherdämlichkeit für zwischendurch (II)

Tja, eigentlich muss man dazu gar nichts weiter sagen:

Die Raucherdämlichkeit für zwischendurch (07-07-2015)

Die Raucherdämlichkeit für zwischendurch (07-07-2015) (Quelle)

Außer vielleicht, dass es noch dämlicher geht:

 Mathias Derkum: Rauchen macht Schlank.

Keine Sorge, lieber Leserinnen. Der Thread ist erst ein paar Minuten alt. Da kommt  noch mehr…

Der Artikel in den Westfälischen Nachrichten ist übrigens lesenswert. Er zeigt die grausige Kehrseite von „Freiheit“, „Selbstbestimmung“ und „Genuss“:

http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Steinfurt/Kreisseite-Steinfurt/2041285-Sucht-Zigaretten-haben-mich-zerstoert

Getaggt mit ,

Kranker Rauch(er)fetischmus

Bei der facebook-Gruppe „Raucher in Deutschland“ wundert einen eigentlich gar nichts mehr. Übelste Schmähungen gegen Rauchgegner, Nazivergleiche, ausländerfeindliche Hetze, alles das kann man auf dem Kanal, dessen Patienten sich als „bewusste“ und „freiheitsliebende“ „Genießer“ (miss)verstehen, regelmäßig erleben. Aber an manchen Tagen wird sogar die tägliche, schon fast zur traurigen Routine gewordene Geschmacklosigkeit noch untertunnelt. Heute ist so ein Tag. Eine „Petra Cologne“ stellt ein Foto ihrer 16-jährigen Tochter aus, die eine Zigarette raucht:

"Petra Cologne" mit perversem Rauchfetischmus

„Petra Cologne“ mit perversem Rauchfetischmus (Quelle)

In Anbetracht der Tatsache, dass das Rauchen eine extrem schädliche Verhaltensweise ist, fragt man sich dann schon, warum eine Mutter stolz ist, wenn ihre Tochter gerade dabei ist, eine schwere und in vielen Fällen tödliche Drogenabhängigkeit zu entwickeln oder bereits entwickelt hat. Man könnte fast meinen, der Mama gefällt es, wenn ihr Kind dereinst an Lungenkrebs oder einer anderen leider oft tödlichen Folge des Tabakkonsums leiden wird.

Aber der Tag ist sicher nicht mehr fern, da wird man auf facebook eine Gruppe „Fixer in Deutschland“ eröffnen und wir dürfen dann erleben, wie Beiträge gepostet werden: „Mein Sohn ist 12 und hat gerade angefangen zu drücken!“. Unterlegt natürlich mit einem Foto, wo der „stolze“ Papa oder die ebenso stolze Mama das Kind ablichtet, wie es sich gerade die Nadel aus dem Arm zieht nachdem der „Genuss“ vollzogen wurde.

Getaggt mit , , , ,

Quatschen für den Qualm

Im Moment fühlt sich wohl jede Nikotinikerorganisation und jedes Mitglied derselben, das noch halbwegs verständlich husten kann, bemüßigt eine „Stellungnahme“ zum Ende des Rauchervolksbegehrens in NRW abgeben zu müssen. Hier mal die 2 aktuellen Veröffenrtlichungen der verschiedenen Grüppchen der Lungenkrebsfreunde:

Bla-Bla-Blubb für den Lungenkrebs 2

Bla-Bla-Blubb für den Lungenkrebs 2 (Quelle)

Bla-Bla-Blubb für den Lungenkrebs I

Bla-Bla-Blubb für den Lungenkrebs I (Quelle)

Ach ja, ich habe den Quatsch nicht gelesen, kenne aber trotzdem den Inhalt:

  • WIR sind die Guten!
  • Schuld sind DIE ANDEREN!!!
  • DIE sind böse, egoistisch, machtgeil, geldversessen und total doof!
  • Wir wollen weitermachen für das „sozialverträgliche Frühableben“! Macht bei UNS mit! Und nur bei UNS!
  • Bla-Bla-Blubb!
  • Hust, Röchel, Rotz!

Und, hatte ich Recht?

Getaggt mit , , , , , ,

Ramona Gall und die „Nazi-EU“

Über die hochaggressive Raucheraktivistin Ramona Gall aus Hamburg gab es länger nichts zu lesen. Jetzt ist die Dame, die mich auch schon mal öffentlich als „Arschloch“ tituliert (Beweis), endlich wieder auf der Bühne und legt wieder mächtig los. Diesmal hat sie nicht einen Rauchgegner im Visier sondern die durchgeknallte Hamburgerin zielt gleich mal auf die ganze Europäische Union. Der verpasst sie ganz locker mal eben eine Naziflagge:

Ramona Gall aus Hamburg erklärt EU zur Naziorganisation

Ramona Gall aus Hamburg erklärt EU zur Naziorganisation (Bild verfremdet, Quelle)

Gut, dass Frau Gall jetzt nicht die hellste Leuchte im Lampenladen ist, das weiß jeder, der sich mit den Texten der Dame auseinandersetzt. Und man kann ja der EU sehr viel negative Dinge nachsagen. Von intransparenten Entscheidungsstrukturen bis hin zu Geldverschwendung. Aber die EU mit einer Organisation der Nationalsozialisten gleichzusetzen ist an Dämlichkeit eigentlich kaum zu schlagen. Wahrscheinlich führt der Tabakmissbrauch beim Konsumenten in Einzelfällen doch zu schweren cerebralen Ausfällen, wobei wir das Ergebnis solcher Funktionsstörungen hier drastisch vor Augen geführt bekommen.

Vielleicht hätte die Dame sich einfach mal folgenden Sachverhalt vor Augen führen sollen, um die ultimative Dummheit ihres Nazivergleiches zu erkennen: In Ungarn gibt es seit ein paar Jahren eine rechtskonservative Regierung, welche über eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament verfügt. Diese Regierung unter Victor Orban  beabsichtigte, ihre satte Mehrheit dazu auszunutzen, in Ungarn Verfassungsänderungen zu etablieren, welche eine größere Zahl demokratischer Grundrechte massiv eingeschränken.

So sollten z. B. die Presse- und Rundfunkfreiheit und die Meinungsfreiheit beschnitten werden, die Unabhängigkeit der Justiz beschränkt sowie Menschenrechte eingeschränkt werden. Die EU-Kommission hat die ungarische Regierung daraufhin scharf kritisiert und ein Vertragsverletzungsverfahren angedroht, da die beabsichtigten Verfassungsänderungen gegen die Grundwerte der EU verstoßen.

Wenn die EU nun eine Naziorganisaion wäre, wie Frau Gall das in einer kaum mehr zu steigerndern Dummheit behauptet, dann hätte die EU-Kommission doch die Grundrechtseinschränkungen in Ungarn zusätzlich unterstützen müssen. Denn mit Grundrechten wie der Freien Meinungsäußerung haben es Nazis ja allgemein nicht so. Aber soweit denkt Frau Gall vermutlich nicht. Und ehrlich gesagt, von einer Person, die öffentlich im Namen von Lungenkrebs und Raucherbein andere Menschen (namentlich Rauchgegner) regelmäßig schwer beleidigt und durch die Gegend pöbelt, dass es kracht, hätte ich derlei auch nicht erwartet. Denken gehört sicher nicht zur Kernkompetanz solcher Menschen.

Getaggt mit , , , ,

Heike B. aus L. schreibt

Man ist ja als jahrelanger Chronist der durchgeknallten Raucheraggressos einiges an Material gewohnt. Aber manchmal hat man Eindruck, dass am anderen Ende der Leitung jemand sitzt, der entweder außer Nikotin noch ganz andere Drogen konsumuiert, der einen gewaltigen Hirnschaden hat oder der oder die sonstwie nicht in die Kategorie „normal“ einzugruppieren ist. Umgangssprachlich würde man sagen, der Sender der Nachricht ist „vollkommen durchgeknallt“. Eine Person, die sicher in diese Kategorie fällt, ist Heike B.  aus L. (vollständiger Name und ladungsfähige Anschrift sind der Redaktion bekannt).

Heike B. schlug heute am Nachmittag hier im Blog per Kommentarfunktion auf:

Heike B. aus L. schreibt: Mit diesem Blockwart geht man auf ganz andere Weise um. Der gehört schlichtweg umgepustet. Wäre Raimund Angrick noch hier in deutschen Landen, hätte Rachow ganz schnell ausgedient. Jetzt hör mal zu, Du Depp da aus Karlsruhe. Du schädigst den Ruf meiner Landsleute mit den Einmischungen und Aktionen in NRW so dermaßen, dass wir gegen Dich Schritte einleiten müssen. Und keine Sorge, die werden ganz legal erfolgen, aber dann bist Du mit Deiner Lehrerkarriere fertig und aus die Maus. Stimme aus Baden-Württemberg

Kommentieren muss man diesen hochkarätigen Blödsinn sicher nicht weiter. Interessanter ist der medizinische Aspekt des Falles. Frau B. muss offenbar unter einer schweren psychischen Störung leiden, die auf den ersten Blick einen hochgradig behandlungsbedürftigen Eindruck macht. Initial würde ich eine schwere dissoziale Persönlichkeitsstörung des Subtypus des impulsiv-feindseligen Verhaltens vermuten. Möglicherweise koinzidierend mit paranoid-schizoiden Wahnvorstellungen. Frau B., mein dringender Rat: Sie benötigen ärztliche Hilfe. Sofort!

Getaggt mit , , , ,

Raucherwahnsinn historisch: Der Abgesang der Hardcorequalmer

Vorbemerkung: Heute habe einen Text im alten „raucherwahnsinn“-Ordner auf meiner Festplatte gefunden, den ich irgendwann 2010 geschrieben hatte. Direkt nach dem bayerischen Volksentscheid und dem ersten konsequenten Nichtraucherschutzgesetz in Deutschland. Mir hat er viel Spaß beim erneuten Lesen gemacht, weil ich mich an viele Dinge aus dieser Zeit erinnert habe. Vielleicht findet ja auch der eine oder andere Leser Gefallen daran und blickt auch gerne zurück auf die Granden der Pro-Lungenkrebs-Bewegung in Deutschland: Werner Niedermeier, Jürgen Vollmer, Johannes Brender (+ 2012), die verschollene Sat-Antenne usw. und ihr totales Scheitern bei der Abschaffung des Nichtraucherschutzes

Viel Spaß beim Weg zurück in die Geschichte!

__________________________________

Beobachtet man die einschlägigen Foren der Hardcoreraucher kommt einem nur noch ein Begriff in den Sinn und der lautet „Ganz großer Katzenjammer“. „Heul‘ doch!“ heißt die Devise. Die Seele der selbsterklärten „Genussmenschen“ und „Freiheitskämpfer“ liegt darnieder, die Nerven sind am Ende. Quasi im Endstadium. Aber man sollte auch zumindest ein klein wenig Verständnis aufbringen für die armen Suchtgetriebenen und ihre mehr als missliche Seelenlage, auch wenn’s zugegebenermaßen schwer fällt.

Die Stimmungsschwankungen, die die nikotinsüchtige Klientel von „Netzwerk Rauchen“ & Co. in den letzten Jahren durchleiden mussten haben offenbar ganz schrecklich an deren Nerven gerüttelt und gezerrt. Und diese armen Rauchernerven, vom beständig zugeführten Nikotin nur noch unzureichend beruhigt, liegen nun eben mehr als blank.

Und bei solcher Katastrophenstimmung kann man dann schon mal gepflegt austicken. So wird dann wieder mal gehetzt, dass es kracht. Der allfällige Frust über die desolate Situation des „freien Rauchens“ bzw. dessen unaufhaltsamer Niedergang macht so auch manches Fass auf, das man lieber zu gelassen hätte. Ausgeteilt wird in diesem letzten Gefecht nach allen Richtungen. Es ist „D-Day“ bei „Netzwerk Rauchen“ & Co. Und die Zielscheiben, auf die man feuern kann, sind schnell gefunden. Man fokussiert sich derzeit am liebsten auf die Personen, die man als Hassobjekte der ersten Reihe identifizieren kann, denn dort lässt sich am besten abladen und die teerschwarze Raucherlunge darf diesen Menschen kräftig etwas husten.

Der Initiator des bayerischen Volksentscheides, Sebastian Frankenberger, beispielsweise wird als zentrale Hassfigur des vereinten Raucherzornes entweder mal zur Marionette der „Pharmalobby“ (von der er aber angeblich fürstlich bezahlt wird) erklärt, mal zum erfolglosen Studienabbrecher oder mal einfach zum herumulkenden Medienkasper, der als Stadtführer im barocken Outfit seine kargen Brötchen verdienen muss. Er sei eine Figur die aber keinerlei Erfolg habe, weil politisch „vollkommen unbegabt“, so wird über Frankenberger (der gerne auch mal als „Frankenstein“ betitelt wird) hergezogen. Dass dieser Mensch aber mit einer relativ kleinen Organisation an seiner Seite mal eben das konsequenteste Nichtraucherschutzgesetz in Deutschland initiiert hat, lässt man mal eben unter den Tisch fallen. Es passt nicht ins Bild der verqueren Nikotiniker. Und Verdrängen können die einschlägig bekannten Hardcoresuchtraucher in den ebenso einschlägigen Foren hervorragend. Man muss auch gut verdängen können um sich täglich eine große Dosis kanzerogenen Feinstaub in den Körper zu nuckeln.

Gehen wir zurück in die letzten Wochen vor dem Volksentscheid. Anfangs war man sich bei den Suchtrauchern noch sicher: „Wir gewinnen das Ding“. Einige Wochen später sah es dann plötzlich ganz anders aus: Eine Niederlage mit Pauken und Trompeten machte den Tabaksüchtigen in Bayern einen Strich durch ihre qualmvernebelte Rechnung. Die Mehrheit im südlichsten Bundesland der Republik hatte sich nämlich für eine strikt rauchfreie Gastronomie ausgesprochen. Rauchen im Wirtshaus? Adios, aus, Ende, vorbei!

Aber schon wenige Tage nach diesem Schicksalsdatum, dem 4. Juli 2010, der DER Tag des totalen Scheiterns der Hardcoreraucher war, freute man sich seitens dieser Herrschaften wie die Schneekönige über einen winzig kleinen Hoffungsschimmer. Aus dem ganz einfachen Grunde, dass man in den Ausführungsbestimmungen zum neuen Gesetz ein vermeintliches Schlupfloch in Form der „echten geschlossenen Gesellschaften“ entdeckt zu haben glaubte. Doch dieses Stimmungszwischenhoch währte ebenfalls nicht lange. Es folgte der jähe und erneute Absturz in die vollendete Depression als klar wurde, dass dieses Schlupfloch dann doch keines war.

Denn wer, außer ein paar wirklich schwerstabhängigen Tabakjunkies, hätte geglaubt, dass sich eine kleine Kneipe an der Ecke oder ein Dorfgasthof mit einer festen Gästeliste und Einlasskontrollen jeden Abend oberhalb des Deckungsbeitrages hätte finanzieren können. Und dass jede beliebige Eckkneipe jeden Abend etwas anderes in einer „echten geschlossenen Gesellschaft“ zu feiern habe, von Onkel Eckis Geburtstag bis hin zum Unabhängigkeitstag Timbuktus, das glaubten doch wohl nur Menschen, die möglicherweise zu dumm sind, ein Hemd richtig herum anzuziehen.

Wer dazu den permanenten Futterneid der gebeutelten Kleingastronomen kennt, der weiß, dass ein Kollege, der eine illegale Masche benutzt, ganz schnell von den anderen angezeigt würde. Denn das Beobachtungssystem der „kleinen Wirte“ funktioniert fast besser als das der Stasi in der ehemaligen DDR. Na ja, man muss schon besonders nikotin- und drinnenrauchsüchtig sein um sich an einem ebenso kleinen wie dummen Strohhalm mehrere Tage hochziehen zu können. Aber wie heißt es so schön: „In der Not frisst der Teufel Fliegen“.

Gehen wir noch weiter zurück, in die Monate vor dem ultimativen Desaster für die Raucherfraktion: Gelegentlich keimte mal etwas Hoffnung auf. „Der Wind dreht sich“, diesen Satz konnte man immer wieder in ihren Foren lesen. Besonders dann, wenn mal irgendwo ein Presseorgan einen nicht ganz so positiven Artikel zum Nichtraucherschutz veröffentlichte oder eine „kritische“ Studie zum Nichtraucherschutz und zum Passivrauchen publiziert wurde.

Leider waren das auch nur kurze Strohfeuer. An der Sachlage und an der Aussagekraft der Wissenschaft konnten alle verqueren Deutungsversuche der Suchtraucher nichts ändern: Passivrauchen ist gefährlich, es macht krank und belästigt die Mitmenschen. Kein „Prof. Ropohl“, kein „Beda M. Stadler“, kein „Prof. Grieshaber“ und kein „Prof. Dr. Werauchimmer“ konnten die seriöse Wissenschaft entkräften. Aber die Anzahl von Wissenschaftlern, die sich „pro Qualm“ eingelassen haben, konnte man sowieso an einer Hand abzählen. Oft standen sie zudem noch auf der Gehaltsliste von Interessenverbänden die mit dem Tabaktod ihre Profite erwirtschaften wie z. B. dem Zigarettenverband.

Die gesicherte Erkenntnis über die allgemeine Schädlichkeit von Tabakrauch zu widerlegen nützte auch kein „Extra-Schelm“ (eine selten dümmliche WWW-Postille, die die wirren Thesen der Raucher auf Kneipierniveau nochmal zusammenfassen sollte, so dass es auch der Dümmste versteht), kein „Kleines Widerspenst“ (ein „Newsletter“ auf gleichem niedrigen intellektuellen Niveau herausgegeben vom dubiosen „Netzwerk Rauchen“) und keine „Presserklärung“ etwas. Und auch Versuche, sich wissenschaftlich daran zu versuchen, Passivrauch als vollkommen unschädlich für den Menschen zu deklarieren, scheiterten kläglich.

Unvergessen in diesem Zusammenhang ist insbesondere das Pamphlet „Chemie statt Mythen“ das man seitens dieses dubiosen Rauchernetzwerkes herausgegeben hatte. Ein wirres und zusammenhangloses Sammelsurium an Schadstofftabellen, Beschreibungen von Stoffeigenschaften und einigen Grafiken. Und leider vollkommen ungeeignet zu erklären, warum Rauchen (also auch Passivrauchen) nicht gesundheitsschädlich sein soll. Denn dieses Papier war gefüllt mit Rechenfehlern, falschen Annahmen und unbewiesenen Aussagen in Hülle und Fülle.

„Ein Auto erzeugt 2000 Mal so viel Abgas wie ein Raucher“ konnte man in dem Papier zum Beispiel lesen. Eine wirklich bahnbrechende Erkenntnis der Wissenschaft. Warum vergleicht man nicht gleich mit einem Kohlekraftwerk? Dort wäre die Relation noch um mehrere Zehnerpotenzen mehr zugunsten der Zigarette ausgegangen. Oder man hätte am besten gleich den Mt.  St. Helens anführen können. Der hat während seine Ausbruchs in der 80ern so viel Asche in die Atmosphäre geblasen, so viel können eine Milliarde Raucher nicht in 1.000.000 Jahren verqualmen.

Allerdings hat der Autor dieses Machwerks (der sich selbst lustigerweise als „Chemiker“ bezeichnet) leider vergessen uns bei seinem Autovergleich eine qualitative und quantitative Analyse der jeweiligen Stoffgemische mitzugeben. Liest man diesen gesamten Mist einmal nur quer, wird klar, warum jener Autor es vorzog, anonym zu bleiben. Denn wer so einen Stuss ins Web stellt, ist beruflich erledigt. Der Mann mag sich „Chemiker“ nennen, aber er ist fachlich nie über den KOSMOS-Experimentierkasten hinausgekommen.

Also fassen wir das Wirken von „Netzwerk Rauchen; „VEBWK“, „BVGG“ (wer war das noch mal?) kurz und griffig zwischendurch zusammen: TOTALES SCHEITERN AUF DER GANZEN LINIE. Die Geschichte der „Raucherlobby“ in Deutschland (aber auch weltweit, wo Ähnliches zu konstatieren ist) ist somit auch zu einer Geschichte des vollumfänglichen Versagens und der nackten Erfolglosigkeit geworden.

Alles, was diese Leute je angefasst haben um die öffentliche Meinung und die Gesetzgebung in ihre verqualmte Richtung zu biegen, ging gnadenlos schief. Keine Lüge war ihnen dabei dämlich und offenkundig genug, keine Diffamierung zu widerwärtig, keine Beleidigung zu obszön und keine Dummheit zu unterirdisch. Von verdrehten wissenschaftlichen Studien über die ständige Schmähung von Wissenschaftlern und Institutionen wie dem DKFZ und der WHO bis hin zu dümmlichsten selbstgedrehten Filmchen die bei YouTube eingestellt wurden. Nein, diese hilflosen verzweifelten Tabakjunkies haben im Namen ihrer Nikotinsucht jedes Fettnäpfchen zuverlässig gefunden und sind mit Verve hineingetreten um sich und ihr eigenes geistiges Unvermögen konsequent der Welt zu präsentieren.

Was darüber hinaus stets für Furore sorgte, waren die peinlichen Nazivergleiche auf unterstem intellektuellen Niveau, die zu lesen man fast täglich das zweifelhafte Vergnügen hatte. Ja, Adolf Hitler war „militanter Nichtraucher“ (sagt man zumindest). Prima. Und Göbbels hinkte. Sind nun alle Menschen mit Gehfehlern Nazis? Und Saddam Hussein, Stalin und Mao-Tsetung waren Raucher. Sind nun alle Raucher Menschenschlächter? Dümmliche Vergleiche dieser Art gab es zuhauf.

Und das Ergebnis dieser desperaten Auftritte? Null, nada, niente, zero. Habt Mitleid, Leute! Umfänglicher kann man nicht versagen als die Möchtegernlobbyisten der selbsternannten „Freiheitskämpferfraktion“. Kein einziges Nichtraucherschutzgesetz wurde länger als wenige Wochen oder Monate gestoppt, keine diesbezügliche Regelung zurückgenommen (im Gegenteil, es wurden sogar strengere Regeln implementiert) und keine öffentliche Meinung hat je groß Notiz von diesen Rittern der traurigen Nikotinikergestalt genommen.

Gut, es gab schon einige wenige Randnotizen zu vermelden wo die Nikotinfraktion einmal kurz in das Rampenlicht treten und nach Kräften dilettieren konnte. Der damalige Vorsitzende des „Netzwerk Rauchen“ zum Beispiel, ein gewisser Christoph Lövenich aus Bonn, wurde dereinst sogar zu einer Talkshow im Lokalfernsehen eingeladen und hatte dort Gelegenheit, seine wirren Thesen („Rauchen erzeugt keinen Lungenkrebs, es ist die Angst davor bzw. die Warnhinweis auf den Packungen“) zu vertreten. Mit dem einzigen Ergebnis bei allen Anwesenden entweder ungläubiges Staunen oder schallendes Gelächter zu ernten. Aber wesentlich mehr war wohl nicht an Öffentlichkeitswirkung. Und sogar die ging gründlich daneben. Man(n) hat es schon sehr schwer, wenn man der Menschheit schlüssig erklären will oder muss, die Erde sei eine Scheibe.

Und wenn mal kurz etwas gefeiert werden konnte war das auch der bekannte Schuss in den Ofen. So wie das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom Juli 2008. Es gab reichlich Applaus, dafür dass die Nichtraucherschutzgesetze in Baden-Württemberg und Berlin für teilweise verfassungswidrig erklärt wurden. Aber es wurde dann nicht einmal die Urteilsbegründung richtig gelesen und die daraus abzuleitenden rechtlichen Möglichkeiten wurden genau so ignoriert. So stand nämlich in dem Urteilstext klar und deutlich geschrieben, dass auch ausnahmslose Rauchverbote in der Gastronomie verfassungskonform sind. Aber man muss von Menschen, die sich täglich 20 oder mehr Zigaretten in die Lungen und den Kopf ziehen auch nicht erwarten, dass sie eine Urteilsbegründung, die immerhin mehrere Dutzend Seiten lang ist, lesen und verstehen können.

Auf eine besondere Katastrophe der vereinigten Nikotinfront möchte der Chronist aber doch noch gerne eingehen. Einige wenige Nikotinsüchtige haben sogar für ihr hilflos vorgetragenes Unterfangen nach absoluter Raucherfreiheit eine eigene Partei gegründet. Sie nannte (oder nennt sich noch, man weiß es nicht genau, ob sie noch existiert) „BmB“. Dieses Kürzel steht nun nicht für „Besonders massive Blödeleien“ (was man aber angesichts der verbalen Ausfälle ihres Vorsitzenden, eines gewissen Herrn Johannes Brender, annehmen möchte), nein „BmB“ steht für „Bund mündiger Bürger“.

Uu etwas mehr als einem heiter-satirischen Bericht in der Landesschau des SWR hat es aber auch diese Blödeltruppe aus dem badischen Schwetzingen nicht gebracht. Der Zugang zu Wahlen blieb ihr bisher leider verwehrt (was die Menschheit sicher in tiefstes Bedauern stürzen wird), da sie es nicht einmal vermochten, die vom Landeswahlleiter kraft Gesetz geforderten wenigen Tausend Unterstützerunterschriften beizubringen. Daher darf man Herrn Brender getrost als den „erfolglosesten Parteivorsitzenden aller Zeiten“ bezeichnen. Und warum Menschen, die an der Suchtdroge Tabak kleben wie eine Fliege am Fliegenfänger sich als „mündig“ bezeichnen, muss man nicht wirklich verstehen.

Update 2014: Johannes Brender, der Gründer des „BmB“ ist leider vor zwei Jahren plötzlich verstorben. Mit 58 Jahren. „Raucher sterben früher“. Das ist bekannt. Ob der „BmB“ noch existiert ist unbekannt.

„Haben die Nikotinlobbyisten denn nun überhaupt etwas zu Stande gebracht?“, möchte man angesichts ihres offensichtlichen Totalversagens fragen. Wobei mit dem Terminus „Nikotinlobbyist“ selbstverständlich nicht die knallharten Profis gemeint sind, die früher von den Tabakdrogenbossen angeheuert wurden und deren vordringliche Aufgabe es war, den Tabakdrogengebrauch als „hip“ und „cool“ hinzustellen und an allen möglichen Stellen innerhalb der Politik dafür zu sorgen, dass diese tödliche Droge weiterhin möglichst ungehindert unters Volk gebracht werden darf. Wir sprechen in unserem Zusammenhang nämlich immer noch von unserer Laienspielerschar um den heutigen Vorsitzenden des „Netzwerk Rauchen“, eines gewissen Herrn Michael Löb aus Worms.

Ja, ich meine schon. Diese Menschen haben uns bewiesen, wie ein paar versprengte und kognitiv einigermaßen unterdurchschnittlich begabte Nikotinkasper immerhin in ihren Webforen und auf ihren Internetseiten für jede Menge unfreiwillig komische Auftritte sorgen können, sich dabei vereint nach Kräften blamieren und bei diesen willenlosen Aktionen auch noch das Unterschichtenfernsehen mit seinen abgeschmackten Brülltalkshows und extraflachen „Dokusoaps“ locker geistig zu untertunneln vermögen. Denn die Quintessenz aus dem „Wirken“ des „Netzwerk Rauchen“ & Co. ist die einfache Frage: „War da was?“.

Also, was war denn da?

Nun, die Herrschaften haben das getan, was man in ihren Raucherkneipen auch zu tun pflegt. Sie haben richtig auf den Putz gehauen und laut herumkrakeelt. Ihre Gegner waren in ihrer schrägen Diktion stets „Irre“, „Fanatiker“; „Faschisten“, „Brut“, „Nazis“, „Kranke“ usw. usw. Unter ständiger  Zuhilfenahme dieser und ähnlicher Injuiren wurde der Mund mit den gelben Zähnen ganz groß aufgerissen. Und wie bei jeder zünftigen Kneipenrandale hat das Ergebnis kaum jemand außerhalb wahrgenommen.

Die „Presseerklärungen“ des „Netzwerk Rauchen“ zum Beispiel wurden höchstens einmal in der „Smoker’s News“ erwähnt. Die zum Zwecke der Nikotinpropaganda veröffentlichten Pamphlete (man erinnere sich an die bahnbrechende „Trifelser Erklärung“ die man mit dem Spruch „Freiheit ist eines der höchsten Güter der Menschheit“ zu übertiteln wagte und damit der Unfreiheit und Tabakabhängigkeit des Tabakdrogenkonsums munter das Wort redete) verschwanden irgendwo im Nirwana des World-Wide-Web und wurden höchstens im Webforum der Nikotiniker beachtet und bejubelt.

Aber das, was da gerne mal als „billiant“ deklariert wurde (obwohl es immer und ausnahmslos kompletter Bullshit war), war vom jedem Menschen dessen IQ geringfügig höher liegt als der eines dressierten Äffchens schnell als Unsinn in Extremform zu entlarven. Aber dies alles hatte aber zumindest einen hohen unterhaltenden Wert. Und darin liegt der eigentliche gesellschaftliche Wert dieser Nikotinkasper:  Sie haben uns vortrefflich unterhalten und zum Lachen gebracht. Und sie haben vor allem anderen der Welt ihre unvorstellbare Ignoranz, ihre Intoleranz, ihre Aggressionen und ihre krankhafte und ins wahnhafte überteigerte Tabakdrogensucht demonstriert. Und sie haben demonstriert, dass die besten (und wirrsten) Geschichten immer noch Leben selbst schreibt.

Und nur wer wirklich mochte, konnte aus ihrem unsäglichen Gequase und dem vollkommen desperaten Ringen dieser Amateure sogar noch etwas lernen. Diese Erkenntnis war aber so einfach und banal wie das Rauchen selbst. Sie lautet: „Ja, es gibt tatsächlich einige wenige Menschen auf der Welt, die sogar so dumm sind, sich für ihren krebs- oder herzinfarktbedingten frühen Freitod mal ordentlich ins Zeug zu legen“. Diese Leute nennen das in ihrer kompletten Verwirrung dann übrigens „Selbstbestimmung“ und „Freiheit“. Ja, Selbstmord als Selbstbestimmung. Das tut weh. Wirklich. Aber gegen Kopfschmerzen hat die bekannte „Pharmalobby“ auch immer etwas im Angebot. Apropos „Pharmalobby“: Über die wirren Verschwörungstheorien der Hardcoresuchtraucher zur Verquickung von Pharmaunternehmen zur Tabakprävention wollen wir hier nicht mehr reden. Der Text würde ansonsten uferlos.

Ebenso möchte ich nicht vertiefend darauf eigehend, wie viele tausend Male man lesen konte, ein Mitglied dieser Raucherfraktion sei in einer Kneipe gewesen und habe gesehen, dass der Nichtraucherbereich gähnen leer gewesen sei, im Raucherbereich allerdings eine wilde Party stattgefunden habe. Man muss Menschen, deren Sichtweise auf die Welt einfach verwirrt ist, ihr Weltbild lassen.

So sind wir nun am Ende der Betrachtungen zum Totalversagen der Raucherlobby angekommen. Die Suchtraucher lecken die Wunden und schimpfen wie die Rohrspatzen über den „faschistischen (wahlweise „faschistoiden“) Verbotsstaat“, Adolf Hitler kommt als historischer „Ober-Antiraucher“ immer wieder zu gelegentlichen Erwähnungen und die Freiheit des Abendlandes steht angeblich nach wie vor auf dem Spiel weil man in Gaststätten nun nicht mehr rauchen darf.

Aber egal wie sie lamentieren, jammern und kreischen: Sie werden weiterhin nichts ausrichten, sie werden erfolglos bleiben und die Welt wird sich langsam aber sicher des Übels „Tabakrauchen“ entledigen. Und irgendwann werden dann auch diese Hardcoreraucher schweigen. Entweder weil sie einsehen, dass sie keine Chance haben für ihren verzapften Unsinn mehr als nur ein mitleidiges Lächeln zu ernten oder weil sie aufgrund ihres Tabakkonsum schon lange nicht mehr schreiben können, ganz einfach weil sie das „sozialverträgliche Frühableben“ dann doch ereilt hat (wobei aber klar ist, dass Lungenkrebs immer nur „die anderen“ bekommen).

Also, meine lieben Damen und Herren vom „Netzwerk Rauchen“ & Co. Bitte denken Sie daran, dass der letzte das Licht ausmacht. Es ist nämlich ausgeraucht.

Getaggt mit , , , ,

„Muna Sat-Ananda“ – Durchgeknallt im Raucherland

Nikotinfanatiker, die regelmäßig ihre Meinung „Pro Lungenkrebs“ im Internet kund tun, gibt es einige. Manche schreiben lieber kurze Texte, wie z. B. Jürgen Vollmer aus Marburg, der sich dann auf die zentralen Begriffe seiner Nikotinistenideologie zurückzieht („Faschist!“). Andere Autoren verfassen auch etwas längere Ausarbeitungen, sind dabei allerdings was das Schreiben betrifft vollkommen talentfrei, wie z. B. Werner Niedermeier aus Karlsfeld. Und wieder andere tun sich mit langen bis sehr langen Elaboraten hervor, für deren Durcharbeit man oft mehrere Stunden benötigt, weil man sie angesichts der Fülle des dargebotenen Textmaterials in aller Regel mehrfach lesen muss und dann oft zwischen den Zeilen noch den einen oder anderen ordentlichen Raucherstuss aufspürt, den man beim ersten oder zweiten Lesen doch glatt übersehen hatte. Genau solch ein Text liegt gerade vor uns.

Heute steht also zur Besprechung an die Elegie einer Autorin, deren bürgerlicher Name nicht bekannt ist (zu vermuten steht, dass dies aus wohlweislichen Gründen der Fall ist) und die unter dem Pseudonym „Muna Sat-Ananda“ in so ziemlich allen Internetforen unterwegs ist, derer sie habhaft werden kann und dort nach Kräften die Trommel für Raucherbein und Lungenkrebs rührt.

Allerdings sind die Phasen, in denen die Grande Dame des hochdosierten Raucherblödsinns die Leser dieser Foren mit ihren insgesamt doch sehr verwirrten und oftmals langatmigen Texten beglückt, jeweils durch längere zeitliche Unterbrechungen gekennzeichnet, denn Frau Sat-Ananda hat nach eigener Aussage sehr häufig „PC-Probleme“, so dass ihre Phasen einer Nichtpräsenz manchmal wochenlang andauern können. Warum sie nicht kompetente Hilfe zu Rate zieht, um über eine stabile Rechnertechnik zu verfügen, ist leider nicht bekannt.

In diesen Internetforen veröffentlicht sie dann, wenn sie denn mal „online“ gehen kann, regelmäßig Qualmpamphlete erster Güte. Dabei handelt es sich regelmäßig um qualmgeschwängerte Stellungnahmen, die dem kritischen Leser wahrlich die Haare regelrecht zu Berge stehen lassen, was allerdings die Lesefreude an den Texten von Frau „Sat-Antenne“, wie sie unter Insidern auch gerne genannt wird, nachhaltig zu steigern geeignet ist.

Die Autorin mischt dabei in buntem Reigen die ungeheuerlichsten Nazivergleiche, wildeste Verschwörungstheorien (in denen u. a. eine nicht näher bezeichnete und stets diffus bleibende „Pharmamafia“ eine zentrale Rolle spielt), hanebüchene Esoterik und anderen unwissenschaftlichen Unsinn munter durcheinander und bastelt daraus ihre eigene Theorie warum Rauchen toll, Rauchgegner „Nazis“ und Anhänger der „Tabakkontrolle“ allesamt Feinde der Freiheit sind.

Sich selbst und ihre lungenkrebsverrückten Mitstreiter nennt sie dabei auch schon mal in krasser Verkennung der Sachlage „Widerstandskämpfer“, denn diese Begrifflichkeit kontrastiert so wunderbar mit dem Schmähbegriff „Nazis“, welcher von Extremrauchern als ständig repetierter Kampfbegriff gegen ihre Gegner ausgebracht wird. Und sie sieht sich und und ihre K(r)ampfgenossen in ihrem durch Nikotinabusus verursachten mentalen Status Quo dann doch tatsächlich als ein kleines Häuflein aufrechter Streiter, welche einen heroischen Kampf gegen die Unterdrücker aus den Reihen der „Antiraucher“ führen würden.

Hauptberuflich scheint die Dame, über deren Ausbildung und erlernten Beruf nichts bekannt ist, sich als Autorin im Bereich Esoterik und „New Age“ zu verdingen. Soviel zu dem, was wir über Frau Sat-Ananda zur Einleitung für den nicht ganz so kundigen Leser mitzuteilen hätten.

Jetzt zu ihrem aktuellen Pamphlet, in dem sie sich zum wiederholten Male mit dem Nichtraucherschutz beschäftigt, welchen sie in ihrem jüngsten Werk in höchst polemischer Weise als „Prohibition“ bezeichnet. Frau Muna Sat-Ananda scheint sich also in ihren Wunsch, überall Tabakdrogen konsumieren zu dürfen, tatsächlich mehr als eingeschränkt zu fühlen. Ihre Ausarbeitung trägt daher auch den vielsagenden Titel „Vom Sinn und Unsinn der Tabak-Prohibition in der Gastronomie“ und man erkennt sofort, um was es ihr vordringlich gehen wird: Um das mittlerweile sehr stark eingeschränkte Rauchen in Restaurants, Kneipen, Diskotheken und anderen Lokalitäten und die Frustration der Autorin über diese Entwicklung der letzten Jahre.

„Prohibition“ oder warum frau keine Begriffe verwenden sollte, deren Bedeutung frau nicht kennt.

Alleine schon der Begriff der „Prohibition“ wird von ihr entweder aus Unwissenheit oder aus polemisierender Absicht falsch verwendet. Denn auch wenn in dem Wort „Prohibition“ des lateinische Verb „prohibere“ („verhindern“) als Stamm enthalten, so verweist eben der Begriff der Prohibition in unserer Sprachumwelt vom Bedeutungsinhalt her auf ein Totalverbot eines bestimmten Stoffes. Rein semantisch liegt die Dame also schon mit der Begriffsverwendung bereits vollkommen falsch.

Ganz im Gegensatz zu der von ihr vertretenen Sichtweise wird nämlich dem Nikotinabhängigen die Droge „Tabak“ gerade nicht verboten sondern es werden ihm nur bestimmte örtliche Einschränkungen auferlegt, was den Konsum derselben betrifft. Rauchverbote in der Gastronomie stellen also, im Gegensatz zur Meinung von Frau Sat-Ananda, kein Totalverbot der Droge „Tabak“ und damit auch keine „Prohibition“ dar.

„Prohibition“ – die erklärte Ursache von Krieg und Gewalt

Auf diesen Wegen der geistigen Wirrnis wandelt sie erbarmungslos weiter. Denn anschließend versucht sich die Autorin an einer Herleitung, warum auf eine Prohibition ihrer verqueren Ansicht nach immer ein Krieg folge, ein generelles Verbot eines Suchtstoffes daher regelmäßig ein Menetekel des ultimativen Bösen sei.

Sie nimmt zum Beleg dieser abwegigen Hypothese beispielhaft das Ende der Alkoholprohibition in den USA im Jahre 1933 und erklärt, dass in genau jenem Jahr ebenfalls die Nationalsozialisten in Deutschland die Macht ergriffen hätten. Genau so funktionieren Esoterik, Astrologie und alle anderen Formen des Aberglaubens: Zufällig koinzidierende Ereignisse werden als kausale Verknüpfungen fehlgedeutet und missinterpretiert als eine Folge von Ursache und damit verknüpfter Wirkung. So wird aus dem schieren Zufall eine Regel abgeleitet, die sich auf beliebige andere Sachverhalte anwenden lässt. Dem Naturwissenschaftler ist ein derartiges „Denken“ nicht nur fremd, es erfüllt ihn mit Grausen.

Besonders absurd an den Ansichten der Autorin Muna Sat-Ananda ist indes, dass sie für sich reklamiert, aufklärerisches Denken zur Anwendung zu bringen, sie aber zwischen sich und den geistigen Prinzipien der Aufklärung einige Lichtjahre Abstand zu haben scheint. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen:

„Die Technisierung und Elektronisierung schritt ungehindert von der Neuzeit bis in die Moderne fort, doch die Zeit scheint wieder einmal hinter die Aufklärungsperiode – unserer Epoche, die Europa immer mit einer Erhabenheit vorführte, zurückzufallen.“

Bei genauer Betachtung gehören die Autorin und ihre rauchfreudigen Mitstreiter zu den größten Gegnern aufklärerischer Gedanken und Herangehensweisen an unsere Welt. Aus dem Gedankengut der großen Philosophen der Aufklärung wie Jean-Jaques Rousseau, Immanuel Kant, John Locke und anderen folgten bereits wenige Jahrzehnte später die Prinzipien der Wissenschaftlichkeit mit ihrem evidenzbasierten Ansatz der Erforschung der Natur und ihrer Gesetze. Diese haben heute, um die 250 Jahre später, immer noch Gültigkeit. Exemplarisch seien hier das Prinzip der Deduktion, der Induktion sowie der Theoriebildung nebst Verifikation und Falsifikation von Hypothesen genannt. Auf diesen Prinzipien fußt ein entwickelter naturwissenschaftlicher Ansatz der Erforschung der Phänomene unserer Umwelt, welcher den technischen Fortschritt erst ermöglicht hat.

Ein Ausschnitt dieser Forschung ist dabei die wissenschaftliche Beschäftigung mit den Schadwirkungen bestimmter Gewohnheiten, hier also dem aktiven und dem passiven Inhalieren von Tabakrauch. Diese setzt in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit Untersuchungen an Rauchern ein, um zu klären, warum diese häufig an bestimmten, sonst sehr seltenen Erkrankungen wie beispielsweise dem damals noch wenig bekannten Lungenkrebs verstarben. Man förderte dann in den Folgejahren sehr schnell die gravierenden gesundheitlichen Folgen des seinerzeit sich erst in den Anfängen befindenden Tabakrauchens uns insbesondere des Konsums von industriell hergestellten Zigaretten zu Tage.

Später wurde ebenfalls auf wissenschaftlicher Grundlage immer mehr Ergebnisse ermittelt, die erschreckend klar machten, dass nicht nur aktives Rauchen zu schwersten Gesundheitsschäden führt sondern auch die Aufnahme von Umgebungsrauch durch den Nichtraucher. Und genau diese Erkenntnisse werden von Frau Sat-Ananda und ihren Mitideologen konsequent in Abrede gestellt. Stattdessen werden absurdeste Verschwörungstheorien erdacht, welche u. a. postulieren, dass all die Resultate tausender weltweit arbeitender Wissenschaftler gefälscht, manipuliert und regelwidrig zu Stande gekommen seien und dass auch Nichtraucher an „typischen Raucherkrankheiten“ erkrankten, was beweise, dass Raucher nicht am Rauchen sterben würden.

Frau Sat-Antenne und ihre Mitstreiter fühlen sich dabei permanent verfolgt von einer imaginären Gruppe, die alles unternähme, um ihnen ihre „Freiheit“ zu entziehen, wobei mit dem Begriff der Freiheit ausschließlich die Freiheit des Tabakdrogenkonsums gemeint ist. Jene Menschen, die sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse was die Schädlichkeit von Passivrauch betrifft berufen, bezeichnet sie dabei als „Religionseiferer und Missionare“, denen überdies eine erhebliche „Militanz“ eigen sei. Dabei schlägt die Esoterikerin Sat-Ananda einen weiten Bogen und nennt ihre Feindbilder in ihren vielen Wortbeiträgen immer wieder „Faschisten“ oder „Antis“.

Alles „anti“ – oder was?

„Militante Veganer, militante Anti-Alkoholiker, – und als weiteren Import aus den USA die militanten Nichtraucher oder Antiraucher, eine Strömung, die die gesamte westliche Gesellschaft heimsucht, färbt sich religiös ein, in Anbetracht der territorialen Vereinnahmung von West- und Mitteleuropa.“

Man fragt sich nun schon, wie jemand mental gestrickt sein muss und in welcher Welt er bzw. sie leben muss um auf derart verquere Sichtweisen zu kommen. Da fühlt sich also jemand zutiefst bedroht von irgendwelchen universellen „Antis“, welche nun eine Hegemonie über die Welt zu errichten suchen und merkt nicht einmal, wie sie selbst „anti“ eingestellt ist. Anti-Vernunft, Anti-Wissenschaftlichkeit, Anti-Rationalität.

Und diese „Antis“ hätten den „Genussmenschen offen den Krieg erklärt.“, so wird ausgeführt. Ein schauerliches Szenario, in der Tat. Aber nicht, weil es in sich bereits vollkommen wirr ist, sondern weil es erschreckend klar macht, wie fortgeschritten bei der Autorin die verzerrte Weltwahrnehmung bereits geworden ist.

Was ist die andere Seite? Die Mehrheit der Menschen in Deutschland und Europa sind Nichtraucher. Weltweit, mit Ausnahme der Entwicklungs- und Schwellenländer, ist der Trend ebenfalls eindeutig. Je nach Staat beträgt der Anteil der Raucher in einer Bevölkerung regelmäßig zwischen knapp über 20 und 35%. Der Trend zum Rauchen ist überdies allgemein rückläufig. Gerade unter den Angehörigen der höheren Sozialschichten liegt der Raucheranteil deutlich unter 20%.

Es ist zudem nicht davon auszugehen, dass sich die Mehrheit der Nichtraucher besonders gerne von einigen wenigen Rauchern bei einem Gastronomiebesuch einrauchen lassen will. Der Volksentscheid zum Nichtraucherschutz in Bayern hat mit 61% Prozent Zustimmung ein diesbezüglich eindeutiges Wählervotum hervorgebracht. Wie Frau Sat-Ananda auf dieser Basis postulieren kann, lediglich eine vermeintliche Minderheit radikaler „Antis“ strebe die Definitionshoheit für richtiges Verhalten (i. e. Rauchverzicht und allseitige Abstinenz) an, das weiß vermutlich nur sie selber.

Genau so wirr wie ihre Herleitungen sind auch ihre Schlussfolgerungen. Es komme infolge der Radikalisierung der Nichtraucher vermehrt zu Übergriffen, namentlich zu Gewaltanwendungen gegen Raucher:

„Insbesondere in Bayern häufen sich gewalttätige Ausschreitungen gegen die rauchende Bevölkerung.“

Auch hier ist wieder die sehr einseitige Wahrnehmung der Umwelt augenfällig. In der Presse kann man in der Tat häufig von Gewaltausbrüchen in Zusammenhang mit Rauchverboten lesen. Allerdings sind es hier die angeblich „friedlichen“ Raucher, die regelmäßig ausflippen, wenn man sie im Zug, in der Gastronomie oder anderweitig bittet, sich an die geltenden Regeln zum Nichtraucherschutz zu halten. Da fliegen dann schon mal die Fäuste oder es gibt Tritte gegen die „Genussfeinde“, wenn der dann oft zusätzlich auch noch alkoholisierte Raucher zum Gegenangriff auf den vermeintlichen Freiheitsgegner ausholt.

Drogen als Kulturgut?

Hochgradig absurd wird es, wenn die Autorin das Abbrennen von Pflanzenresten der Pflanze nicotiana tabacum und das Einatmen des entstehenden giftigen Abbrandes als „Kultur“ bezeichnet:

„Eine jahrzehntelange Indoktrination hat das gesellschaftliche Gefüge der Europäer und eine über 500-jährige Tabakkultur in seinen Grundfesten erschüttert.“

Drogenaufnahme wird also zur kulturellen Handlung hochgejubelt. Dann müsste logischerweise auch das Schnupfen von Kokain oder das intravenöse Injizieren von Heroin einen kulturellen Charakter besitzen. Und Komasaufen wäre sicher auch nicht weit davon entfernt als wertvoller Beitrag zur abendländischen Kultur gelten zu können. Wenn überhaupt hat Tabakrauchen einen kulturellen Bezug zu den Ureinwohnern Nordamerikas, die den Rauch der Pflanze vor einigen hundert Jahren bei rituellen Zeremonien zu inhalieren pflegten. Dort aber nicht in Form von chemischen Keulen in Form von modernen Fabrikzigaretten sondern in der obligaten „Friendspfeife. Und das auch nicht halbstündlich sondern nur äußerst selten zu wenigen auserwählten Anlässen.

Gehen wir doch einmal auf das Substanzielle ein: Der Raucher hat aus bestimmten physiologischen und damit i. W. hirnorganischen Gründen irgendwann einmal gelernt, dass das Inhalieren von Tabakrauch ihm ein gewisses Wohlbefinden verschafft. Er hat sich dann in der Folge daran gewöhnt und eine ausgeprägte psychisch wirkende Stoffabhängigkeit entwickelt. So wird aus der Handlung „Rauchen“ relativ schnell ein Zwang, der von den meisten Rauchern nicht mehr kontrolliert werden kann bzw. zu dessen Überwindung erhebliche Anstrengungen erforderlich sind. Damit gibt es aber keine kulturelle Komponente der Handlung „Rauchen“. Tabakkonsum ist eine reine stoffgebundene Sucht, welche  den Raucher immer wieder zu seinem Suchtmittel greifen und ihn rauchen lässt.

Das „Grande finale“ – Die Sat-Antenne erklärt die Welt

Extrem grotesk wird es auch, wenn die Suchtraucherin Sat-Ananda Rauchgegner zu einer willenlosen Masse  erklärt:

„Und dort steht sie nun, um an den Schalthebeln der neuen Macht zu partizipieren, jene zu Ex-Rauchern dressierte Masse, die den invisiblen Notstandgesetzen Folge leistete – die sich bekehren ließ. Jetzt darf sich der Kleinbürger, der ansonsten im öffentlichen Leben keine Stimme hat, mit erhobenem Zeigefinger zum Moralwächter über die Ketzer aufschwingen. Ein Befehlsempfänger, der sich dem Druck der öffentlichen Meinung, der Medien oder der Verwandten unterwarf, ja, der sich als noch rauchender Part sogar in manchen Fällen von seinen nichtrauchenden Lebenspartnern(innen) schon vor Beginn der Prohibition vom Wohnheim auf die Terrassen oder Balkone ins Freie verbannen ließ – er nimmt nun die Stellung eines Moralhüters und im schlimmsten Falle eines Blockwartes ein, nachdem er soweit war, den “falschen” Göttern zu entsagen.“

Woher weiß diese Frau das alles? Könnte es sein, dass der „Befehlsempfänger“ nicht auch irgendwo tief im limbischen System des Rauchers sitzt und von den erworbenen Suchtmechanismen auf der Triebebene dazu gezwungen wird, in regelmäßigen Abständen den „Kick“ durch das Inhalieren einer neuen Dosis „des Stoffes“ zu bekommen?

Auffällig ist, dass jemand wie Frau Sat-Ananda, die vermutlich ebenfalls ungeheuer stark an diesem einen Suchtstoff hängt, Rauchgegnern nun andichtet, selbst manipuliert worden zu sein. Eine Nikotinsüchtige sagt uns also, dass die nichtsüchtigen Nikotingegner angeblich nicht Herr ihrer freien Entscheidung seien. Dies ist schon ein kaum mehr steigerbarer Raucherwahnsinn.

Und als ob das alles noch nicht genug sei, fängt die Dame nun auch an, über die „gute alte Zeit“ zu fabulieren:

„Deutschlandweit rauchten in den 60ger und 70ger Jahren ca. 70-80% der Bevölkerung. Es war die Zeit des Tatendranges voller Lebensenergie, die Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, aber auch die Zeit der Revolutionen, die Zeit der Partys – eine wilde explosive, zum Teil euphorische Zeit – erst in den 90gern begann sich das soziale Klima zu ändern. Ein rauer Individualismus setzte sich gegen das einstige Gemeinschaftsgefühl durch, der um die Jahrtausendwende eine völlige gesellschaftliche Lähmung und Null-Bock-Mentalität heraufbeschwor. In solch einem geistigen Klima sind Menschen manipulierbarer, anpassungswilliger, und einer systematischen Umerziehung zugänglicher – denn auch die einstige soziale Marktwirtschaft wich einem Turbokapitalismus, in dem Kleinunternehmen von Großkonzernen aufgesogen wurden und somit verschwanden.“

Das ist sie also, die „böse neue Zeit“: Hemmungslose Egoisten liefern sich Grabenkämpfe um den letzten erreichbaren Wohlstandszuwachs, frönen dabei exzessiv dem Turbokapitalismus und vergessen dabei die einstigen Werte von Geselligkeit und sozialem Miteinander. Die Gesellschaft, so die Autorin, wird kälter, weil nicht mehr geraucht wird. Oder ist es umgekehrt? Wird es zwischenmenschlich kälter, weil „Prohibitionisten“ gegen das Rauchen kämpfen? Egal, es ist sowieso alles Unsinn, was sie schreibt.

Übrigens, wenn man schon beim Begriff des Egoismus angelangt ist, sollte man auch erörtern, wie stark der Egoismus einer Personengruppe ausgeprägt ist, die trotz aller erwiesenen Schädlichkeit immer noch rücksichtslos ihre Tabakdrogen im möglichen Beisein von Nichtrauchern konsumieren will bei diesen dann Gesundheitsschäden oder zumindest erhebliche Belästigungen billigend in Kauf genommen werden. Derlei anzugehen unterlässt die Autorin absichtsvoll, würde es doch auf direktem Wege zu einer Auseinandersetzung mit ihren absurden Forderungen führen.

Menschen sind heute genau so gerne mit Freunden, Bekannten, Vereinskameraden, Arbeitskollegen etc. zusammen wie in den Jahrzehnten davor. Die Aggregation in sozialen Verbänden ist nämlich ein dem Menschen als soziales Wesen innewohnendes Bedürfnis, welches weitgehend unabhängig von Zeiteinflüssen ist.

Und genau heute kommen Menschen lieber und öfter in bestimmten gastronomischen Bereichen zusammen, eben weil sie nicht mehr durch den stinkenden und Krankheiten verursachenden Passivrauch belästigt und geschädigt werden. Die Umsatzzahlen, welche z. B. die gastronomischen Betriebe in Bayern (wo seit 2 Jahren ein kompromissloses Nichtraucherschutzgesetz gilt) regelmäßig ermitteln, sprechen diesbezüglich eine deutliche Sprache. Nach dem Einrichten eben dieses kompromisslosen Nichtraucherschutzes sind die Gewinne der Gastronomen nämlich nicht ins Bodenlose gefallen, wie von umtriebigen Tabak- und Raucherlobbyisten vorher als Schreckensbild regelmäßig an die Wand gemalt wurde, sondern insgesamt sogar moderat gestiegen.

Gelegentlich fängt man dann irgendwann wirklich am Geisteszustand der Autorin zu zweifeln an. Besonders wenn man Sätze wie diesen liest:

„Doch die kleine Kneipen- Pub- Bistro- und Bar-Kultur hielt stand, denn die Menschen sehnten sich wieder nach mehr persönlicher Atmosphäre – die kleinen Ecklokalitäten boten oftmals ein zweites Wohnzimmer, um dem grauen Alltag für eine Zeitlang zu entfliehen.“

Was hat derlei eigentlich alles mit dem Rauchen zu tun? Ist „persönliche Atmosphäre“ daran gebunden, dass die Kneipe mit giftigem Tabakabbrand kontaminiert ist bis unter die Decke und der Normalmensch schier keine Luft mehr kriegt? Muss man tränende Augen bekommen, um sich in einer Gruppe Gleichgesinnter wohl zu fühlen? Kann man dem „grauen Alltag“ (der meiner Einschätzung nach überhaupt nicht grau ist) nur dann entfliehen, wenn es um einen herum schlimmer stinkt als am Auspuffrohr eines VW Golf Diesel der ersten Bauserie?

„Sollten wir es nicht schaffen, die lebensfeindlichen Prohibitionen zu durchbrechen,…“

Warum spricht eine Frau, die sich dauernd einen Giftcocktail in die Lunge saugt, der aus über 200 toxischen Stoffen und 60 bis 70 Kanzerogenen besteht auf einmal von „lebensfeindlich“, wenn sie diesen Giftmix nicht mehr überall inhalieren kann? Derlei hohles Geschwätz ist an Dummheit und Absurdität kaum mehr zu übertreffen.

Nebenbei bemerkt: Wenn hier etwas „lebensfeindlich“ ist, dann das Rauchgasgemisch, das der Raucher bei seinem kanzerogenen Hobby beständig emmittiert und welches alleine in Deutschland jedes Jahr zwischen 120.000 und 140.000 Personen das Leben kostet. Von diesen sind übrigens ca. 3000 „nur“ Passivraucher wie das Deutsche Krebsforschungszentrum (dkfz) vor einigen Jahren errechnet het.

Schlussbemerkungen

Kommen wir zum Schluss. Der wesentliche restliche Text der Dame besteht aus einem an die Wand gemalten Horrorszenario, in welchem sie beschreibt, was denn passieren würde, wenn der Tabak gänzlich verboten würde.

Schenkt man ihr in diesem Punkt Glauben, geht ab diesem Zeitpunkt die Welt dann vollends unter: Die geselligen Raucher tauchen in „die Diaspora“ ab, entziehen sich den geselligen Nichtrauchern, es kommt zusätzlich zum Zusammenbruch des Staatswesens, da ja die Tabaksteuer wegfalle und am Ende sei nicht einmal mehr die medizinische Versorgung gewährleistet. Und das Schlimmste: Die amerikanischen Burger- und Kaffeebuden übernähmen die dann verwaisten Lokale der abgetauchten Genussfreunde und würden eine öde Einheitsgastronomie etablieren, die jedem Genussmenschen ein Grausen sei. Und ganz am Ende sei der Tabak dann auch wieder „hip“ und es würden wieder mehr und mehr Menschen Gefallen am Rauchen finden, denn das sei ja so hochattraktiv, ganz einfach, da verboten.

Der ganze hanebüchene Raucherschwachsinn der Frau Sat-Ananda hat nur einen kleinen Schönheitsfehler: Es wird leider niemals gelingen, und darin ist der Autorin ein einziges Mal zuzustimmen, die Droge Tabak vollständig zu verbieten. Ich bedauere das zwar, aber aus genau diesem Grunde kann man auch ihre ganzen an die Wand gehusteten Schreckensszenarien buchstäblich „in der Pfeife rauchen“ da die Grundlage für ihre Zukunftsvision bereits nicht existiert.

Der gesamte Text der Autorin ist allerdings ein wunderbarer Beleg dafür, dass Tabakkonsum tatsächlich zu schwersten Schäden im Neocortex des Menschen führt. Jemand, der das Wohl und Wehe der Welt ausschließlich mit dem Tabakkonsum verknüpft, hat wirklich ein mentales Problem, dass er bzw. sie dringend mit einem Fachmann oder einer Fachfrau besprechen sollte. Mehr ist zu dem gesammelten Raucherblödsinn der Frau Sat-Ananda nichtmehr zu sagen.

Getaggt mit , , ,
Advertisements