Schlagwort-Archive: Rauchverbot

Der Raucherblues des Werner Niedermeier

Langjährige Leser meines Blogs kennen bestimmt noch Werner Niedermeier aus Karlsfeld bei München. Werner, der von seinen Freunden auch „Ronson“ genannt wird (wegen der von ihm präferierten Marke von tchechischen Krebsstängeln), war früher extrem aktiv gegen die von ihm gehassten „Antis“. Das Netz vergisst bekanntlich nichts und so sind auch Werners Aktivitäten gut dokumentiert (Google) . Mit Schlagzeilen wie „Denunziant zeigt Rauchen auf der Bühne an.“ oder anderem Schmarrn mehr erfreute Niedermeier jahrelang unsere Herzen. Leider wurde es etwas still um den Mann, der auch als Filmregisseur brillieren konnte (YouTube) und dessen hochgeistiges im Jahre 2010 abgedrehtes Filmchen auch heute noch Kultstatus genießt.

Aber Werner meldet sich manchmal doch noch zu Wort. Auf seinem Blog „aranita.de“ gewährt er uns tiefe Einblicke in die schlimme Seelenlage des gescheiterten Raucherbefreiers, Politaktivisten, Piraten und Anti-Feministen:

Werner Niedermeier: 2015 war, politisch gesehen, ein Pleite-Jahr. Die Piraten-Partei, in die ich so viele Hoffnungen gesetzt hatte, hat diese leider nicht erfüllt. Genaueres dazu will ich nicht öffentlich schreiben, da Nachtreten nicht mein Ding ist. (Quelle)

Wenn Werner nicht darüber reden will, was schief lief bei den Piraten, dann spekuliere ich mal. Also, ich mutmaße, dass seine Versuche, die Piratenpartei dazu zu missbrauchen, dass Rauchverbot in Bayern zu lockern komplett in die Hose gegangen sind. Entweder, weil die Piratenpartei mittlerweile nur noch unter „Sonstige Parteien“ läuft (mit einem Anteil von unter 2% der Wählerstimmen) und daher keinerlei politisches Gewicht mehr hat (wenn sie es denn jemals hatte) oder weil man ihm dort bei seiner „Befreiungsbewegung“ zugunsten von Lungenkrebs und Raucherbein nicht länger folgen wollte. Auf jeden Fall dürfte das Thema „Werner bei den Piraten“ erledigt sein.

Weiter im Text des bayerischen Bluesman Niedermeier:

Wobei das alte Rechts-Links-Schema schon länger nicht mehr gilt. Es entstand ja ursprünglich im Jahre 1814 durch die Sitzordnung der politischen Parteien in Frankreich.

OK, Werner wieder so ein Problem: Keine Ahnung aber über Dinge schreiben, wo man Ahnung haben muss. Die Aufteilung „links-mitte-rechts“ stammt nicht aus der Assemblée nationale sondern geht zurück auf die erste Deutsche Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche ab 1848. Macht aber nix.

Die weitergehenden Wehklagen des Herrn Niedermeier ersprare ich Ihnen und mir und will daher nur noch einen Textauszug bringen. Werner wird älter und da beschäftigt man sich schon mal mit dem Tod:

Viele Menschen sind 2015 gestorben, ich will nur ein paar heraus greifen, […] ach ja, Helmut Dietl, der der Münchner Schickeria so gekonnt den Spiegel in seinen Filmen vorgehalten hat. Und natürlich Leonard Nimoy, der beste Mister Spock aller Zeiten.

Ähemm, Werner, gerade die beiden sollten Dir als Raucher vielleicht kein leuchtendes Vorbild sein. Dietl starb an Lungenkrebs und Nimoy an COPD. Beides verursacht durch Tabakrauchen.

Um zum Schluss zu kommen: Werner, Werner, Du hast aber ganz ordentlich den Blues. Ist denn alles sooo schlimm? Ich dachte immer, Ihr Raucher seid immer gut drauf, feiert gerne und lasst es bei jeder Gelegenheit ordentlich krachen. Und jetzt das. Der arme Werner ist ein richtiges Kind von Traurigkeit geworden und jammert sich im Netz seinen Weltschmerz von der Seele. Wo ist der Biss der frühen Jahre geblieben, lieber Werner, als Du noch auf allen Kanälen den bösen „Antis“ richtig gut fast täglich eine reingehauen hast? Was ist auch „rauchernews“ geworden? Werner, Du bist müde geworden. Sehr müde.

Aber, lieber Werner, vielleicht hat ja „die Pharma“ das eine oder andere Mittelchen, um Dich aufzuheitern und wieder aufzubauen. Die Kippen wirken wohl bei Dir nicht mehr so wie früher. Aber stattdessen gibt es bestimmt auch was von ratiopharm. Was auch bestimmt keinen Krebs macht.

Es grüßt Dich ganz lieb  und wie immer rauchfrei

Dein Peter

 

 

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Gestern in Österreich

von Matthias Aichmaier

Eine kleine Anekdote aus dem “Aschenbecher Europas”. Nach einer Bergtour war es spät geworden, und wir hatten noch ca. drei Stunden Heimfahrt vor uns. Also fiel die Entscheidung, ein Gasthaus anzuzusteuern, um dort das Abendessen einzunehmen. Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass es mich einige Mühe kostete, die Kids in ein Restaurant zu lotsen. Schon wieder McDonalds, das wollte ich mir nämlich nicht antun. Um kurz vor 19:00 betraten wir einen äußerlich ansprechenden Landgasthof in Oberösterreich. Zum gleichen Zeitpunkt fiel eine größere Abendgesselschaft ein, offensichtlich eine Geburtstagsfeier. Also schnell die Bestellung aufgegeben, um das Essen auf dem Tisch zu haben, bevor sich der Koch an die Großbestellung macht.

Es wurde immer voller und just als unser Essen serviert wurde, gingen einige Trachtler zur Bar und es hieß „Feuer frei“. Dumm war nur, dass sich die Bar im Gastraum befand. Ich fragte die Bedienung, wo man sein Essen rauchfrei verzehren könne und bekam als Antwort „es sei heute voll und es würde geraucht“. Mein Gesichtsausdruck hat dann aber wohl dazu geführt, dass sie sich die Antwort noch mal überlegt hat. Sie führte uns dann in das „Stüberl“. Nicht geheizt, wohl gemerkt. Das Essen haben wir selbst dorthin getragen. Auf jeden Fall besser, als in einem vollgequalmten Gastraum zu sitzen. Beim Verlassen des Gasthauses sah ich noch einen kleinen Aufkleber an der Eingangstür, auf dem eine brennende und eine durchgestrichene Zigarette und der Text „Abgetrennter Raucherraum“ zu sehen war. Die Realität war eine andere: Im gesamten Gastbereich wurde gequalmt. Die einige Möglichkeit, der Belästigung auszuweichen, war das kleine und ungeheizte Stüberl (ca. 15qm groß). Bin ich froh, dass sich das Thema zumindest hier in Bayern erledigt hat. Man kann es sich gar nicht mehr vorstellen, dass es bis vor ein paar Jahren auch bei uns noch undenkbar war, sein Essen rauchfrei einzunehmen.

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Die kleine Raucherdämlichkeit für zwischendurch (I)

Auf unserem klassichen „Forum Raucherwahnsinn“ hatten wir einen nicht ganz kleinen Diskussionsfaden, der hieß „Die kleine Raucherdämlichkeit für zwischendurch“. Dort sammelten wir alle Äußerungen von Rauchern und Raucherlobbyisten, für die keine längere Diskussion geplant war aber die so selten dumm waren, dass man sie nicht unkommentiert stehen lassen konnte. In dieses Genre passt ein Beitrag von Frank Schneidereit auf „Raucher in Deutschland“:

Frank Scheidereit: Eine kleine Raucherdämlichkeit für zwischendurch...

Frank Scheidereit: Eine kleine Raucherdämlichkeit für zwischendurch… (Quelle)

Dürfen die Nichtraucher dann auch entscheiden, dass sie nicht nur nicht aktiv rauchen wollen sondern auch nicht mitrauchen müssen?

Wie läuft es sonst? Ganz einfach: Der Raucher entscheidet, dass er rauchen will und der Nichtraucher entscheidet, dass er nicht rauchen will. Leider entscheidet dann der Raucher aber für den Nichtraucher, dass dieser trotzdem mitrauchen darf. Auch eine Form von „Bevormundung“ mit der Raucher und ihre Wirtelobbyisten aber gar kein Problem haben.

Oder wie stellt sich Herr Thomas Stockinger das genaue Vorgehen vor? In einer Kneipe wird abends abgestimmt ob geraucht werden darf oder nicht und dann halten sich wirklich alle an den Beschluss? Und wenn die Mehrheit der Nichtraucher ein rauchfreies Lokal will und die Minderheit der Raucher trotzdem rauchen will und sich ganz lustig eine anzündet, weil die Sucht doch zu stark ist? Wird dann die Polizei gerufen und setzt den abends ergangenen und korrekt protokolierten Beschluss auch durch? Wir sehen, der Spruch des Herrn Stockinger ist an Dümmlichkeit kaum zu übertreffen.

Jeder weiß im Übrigen, dass sich extremsüchtige Nikotinkonsumenten an rein gar nichts halten, wenn es nicht ausdrücklich strafbewehrt ist. Und selbst das reicht oft nicht aus. Denn sogar in Bayern und Nordrhein-Westfalen, wo strenge Rauchverbote in der Gastronomie gelten, wird das Rauchverbot regelmäßig unterlaufen. An freiwillige Regelungen wird sich kein Nikotinsüchtiger je halten.

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Benefizkonzert: Schwere Schlappe für den „Raucherwiderstand“

Langsam kommen immer mehr Informationen zu Details beim „Benefiz-Konzert“ für den Raucherrentner Freidhelm Adolfs am vergangenen Samstag ans Licht. Und da erkennt man, wie schlecht es mittlerweile um „den Widerstand“ der Raucher bestellt ist. Die Bude ist wohl sturmreif geschossen. Ein paar Indizien sollen diese Sichtweise erhärten:

Zuerst hat offenkundig der Betreiber der Gaststätte „Schlüssel am Zoo“ in Düsseldorf, wo das Konzert stattfand, das gesetzliche Rauchverbot zumindest in Teilen durchgesetzt:

Gaststätte Schlüssel am Zoo:Erstmal hat der Holger Landrock nicht sein Konzert abgebrochen sondern wurde vom Wirt rausgeworfen. Und wenn man schon berichtet, dann richtig. Also in Gastrobetrieben wird nicht geraucht. Nicht nur Holger ( Möchtegern-Joe-Cocker ) sondern auch der heilige Holger persönlich hat sich an diese Gesetze zu halten. Nur mal so zur Info.  Viele Grüße und ich würde es immer wieder tun. Viele Grüße Das Schlüssel Team. (Rechtschreibfehler wegen der besseren Lesbarkeit korrigiert, Quelle)

Beweis:

"Schlüssel am Zoo" zu Auftritt von Holger Landrock

„Schlüssel am Zoo“ zu Auftritt von Holger Landrock

Oha. Das ist aber nun peinlich. Besonders für die veranstaltenden militanten Raucher aus der Gruppe „Raucher in Deutschland“ bei facebook. Da zieht man eine Riesenshow ab: Gegen Rauchverbot, gegen die Wohnungskündigung des Rentners Friedhelm Adolfs, der durch sein rücksichtsloses Rauchen den Unmut seiner Nachbarn auf sich gezogen hat und vor allem „Für die Freiheit“. Also für rücksichtslosen Nikotinkonsum. Und dann erlaubt einem nicht einmal der Betreiber der Gaststätte, wo das „Benefizkonzert“ stattfindet, das Rauchen im Lokal.

Angesichts des Verhaltens des Gaststättenbetreibers und der Gesamtumstände platzt Ronald Blumberg nun regelrecht der Kragen:

Ronald Blumberg Wenn man jeden Moment damit rechnen MUSS, daß wie kürzlich in Dortmund da so ein Überfallkommando auftaucht, dann versaut einem das schon die ganze Stimmung! Zu verdanken haben wir das ausschließlich solchen paar Fanatikern (besonders aus genanntem Verein), die mit ihrer Hasstirade und Volksaufhetzung eine solche Spaltung der Gesellschaft überhaupt erst möglich gemacht haben. (Quelle)

Auch hier tritt schlaglichtartig wieder die moralische Abwegigkeit des Herrn Blumberg, über dessen Verhaltensauffälligkeit man kein weiteres Wort verlieren muss, zu Tage. Für Herrn Blumberg ist es nicht nötig, sich an Gesetze zu halten. Stattdessen sind jene, die die Einhaltung von gesetzlichen Normen fordern, „Fanatiker“. Eine zutiefst kranke Sichtweise, die tief in das Innere des Herrn aus Radevormwald blicken lässt. Aber da wollen wir lieber nicht genau hineinsehen.

Günter Egner frag dann provozierend:

Günther Egner Seid ihr Schisser ?

Und erhält eine erschreckend realistische Antowrt von Petra Olbertz:

Petra Olbertz Das Problem ist ,das der Wirt Hausrecht hat und wenn der die Raucher rausschmeißt..ist das so.. Günther Egner ..und das hat nicht im geringsten was mit „Hose scheißen“ zu tuen,wenn die Raucher dann rausgehen …hättst ja anreisen können aus dem Baziland und hättest es anders machen können und denen Deine Meinung geigen können

Na endlich fangen die Damen und Herren von der Fraktion der militanten Raucher an, die Realität zu erkennen. Der „Widerstand“ gegen den Nichtraucherschutz in der Gastronomie ist atomisiert. Die „Helmut-Partys“, das letzte Bollwerk der krebsfreundlich gesinnten Nikotinfraktion wurden sang- und klanglos beerdigt, nachdem mehrere Gerichtsverfahren verloren gingen. Und wenn selbst der Kern der Hardcoreraucher zum Rauchen nach draußen geht, ist eigentlich alles gesagt. Bis auf den Hinweis, dass der Letzte doch bitte das Licht ausmachen möge.

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Die „Raucherbewegung“ und die Realität

Die bekannten Hardcoreraucher von facebook und Co. wollen uns stets glauben machen, dass nur eine kleine Minderheit den kompromisslosen Nichtraucherschutz in Nordrhein-Westfalen positiv sieht. Die Mehrheit, so wird uns von den Schwerstabhängigen stets suggeriert, wolle zu der Regelung vor dem Mai 2013 zurück. Leider sieht die Realität anders aus. Eine Umfrage von infratest-dimap im Mai 2014 in NRW ergab zur Fragestellung ob man das strenge Rauchverbot in Gaststätten in NRW gut oder nicht gut fände:

Infratest-Dimap Umfrage zur Akzeptanz des Rauchverbots in der Gastronomie in NRW Mai 2014

infratest-dimap Umfrage zur Akzeptanz des Rauchverbots in der Gastronomie in NRW Mai 2014

Immerhin 62% finden das Rauchverbot gut. Dies ist in etwa genau der gleiche Anteil wie in Bayern im Jahre 2010 beim Volksentscheid für den kompromisslosen Nichtraucherschutz gestimmt haben. Nicht gut finden die Regelung dagegen 36%. Nur 2% haben keine Meinung zu demThema. Dieses Ergebnis dürfte für die Hardcoreschlote nicht sehr ermutigend sein. Sie haben keinen Rückhalt in der Bevölkerung für ihr Ziel, den Nichtraucherschutz in NRW oder anderswo zu schwächen.

(Quelle infratest-dimap)

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Guter Rat ist teuer. Schlechter Rat ist unbezahlbar.

Preisfrage: Von wem würden Sie sich beraten lassen, wenn sie eine rechtliche Frage haben? Von einem Rechtsanwalt, der den Beruf studiert und gelernt hat oder von einem LKW-Kutscher der früher mal als Gastwirt gejobbt hat und der mit einem Kompanon zusammen arbeitet, der vor Jahren als Geschäftsmann mit Pauken und Trompeten Pleite gegangen ist? Von den zuletzt genannten wohl kaum. SIE sind ja nicht bescheuert.

Ingo Hutz aus Solingen und sein Kollege Franz Schwarz sind im Gegensatz zu Ihnen auf zwei solche bizarre Typen reingefallen. Schwarz besitzt in der Stadt, die für ihren Stahl berühmt ist, die Kneipe „Mumms“. Unglaublich, aber wahr: Schwarz und Hutz haben genau den entscheidenden Fehler gemacht und jetzt steht die Rechung zwecks Begleichung an. Denn der Kneiper hat in seinem Schuppen ein paar „Partys“ feiern lassen wollte, die so wohl der Gesetzeslage nicht 100% entsprechen, um es mal vornehm auszudrücken. Konkret: Die beiden haben sich nach allen Regeln der Kunst verarschen lassen.

Die dumme Idee zu dem Projekt der Raucherparty kam von zwei absolut durchgeknallten Typen aus der Raucherszene – Gerald Rademacher, Spitzname „Radi“ aus Düsseldorf, und Ronald Blumberg der in Radevormwald lebt. Diese beiden Superexperten für „alles was Recht ist“ haben sich etwas selten Bescheuertes ausgedacht. Eine Idee mit deren Hilfe man in Nordrhein-Westfalen trotz strengem Rauchverbot in Kneipen wieder rauchen dürfen soll. Und so ziehen Trucker-Radi und Pleite-Ronnie seit ein paar Monaten gemeinsam durch das ganze Bundesland um die Wirte von Kleinkneipen davon zu überzeugen, daß man nämlich nur eine „Versammlung nach Artikel 8 Grundgesetz“ in einer Kneipe ausrufen müßte, dann wäre dort das Rauchen wieder erlaubt. „Dachschaden oder nicht?“ – Das ist hier keine Frage mehr.

Wie die beiden auf diesen ausgemachten Schwachsinn kommen? Keine Ahnung. Wahrscheinlich haben die Crystal oder ein anderes Zeug in Zigaretten gestopft, um sich brainmäßig zu dopen. Aber da wo nichts ist, kann man halt auch nichts dopen.

Egal was war, jetzt muß ordentlich Geld gesammelt werden. Denn der Party-Spaß wird langsam teuer. Das Ordnungsamt in Solingen wollte den ausgemachten Quatsch der Nicotiniker nämlich nicht einfach so stehen lassen und schickte einen Bußgeldbescheid. Mehrere hundert Euro schwer. „Nix da Helmut-Party! Kohle her!“ heißt stattdessen das Motto:

Ingo Hutz - Post vom Ordnungsmat: Zahlemann und Söhne!

Ingo Hutz – Post vom Ordnungsamt: „Zahlemann und Söhne“ bitten um Rückruf!

Jetzt kommt Hutz aufs Spielfeld. Er hat eine Mission. Er bettelt um Geld. Nicotiniker sind nämlich immer knapp bei Kasse und das „Mumms“ ist wohl nicht gerade die wahre Goldgrube. Jetzt bettelt Hutz auf facebook um ein paar Euronen denn der Anwalt will, oh Wunder, Geld sehen:

Ingo Hutz bettelt um Geld

Ingo Hutz bettelt um Geld

Welche Lehre ziehen wir daraus? Ganz klar: wer sich auf die falschen Leute verläßt und selbst von nix Ahnung hat ist der Gekniffene, wenns hart auf hart kommt. Aber „Hauptsache Rauchen!“. Nicotin frißt Hirn. Is so!

Tip für Ingo: Wende Dich doch einfach mal an Blumberg und Rademacher. Die haben sich den Mist ausgedacht mit dem sie Euch geleimt haben. Also sollen die auch dafür die Kohle rüberwachsen lassen. Blumberg kann mit Geld umgehen. Das hat er beweisen.

(Alles lesen auf facebook)

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Niederlande: Komplettes Rauchverbot in der Gastronomie

Auch in den Niederlanden lässt der Nichtraucherschutz fortan keine faulen Kompromisse mehr zu. Die Zweite Kammer des Parlaments der Niederlande beschloss mehrheitlich, alle Ausnahmen des bisher geltenden Nichtraucherschutzes zu streichen. Bei den versammnelten Nikotinfreunden aus dem „Netzwerk Rauchen“-Kanal bei facebook geht die übliche Lamentierei los.

Jürgem Vollmer drischt erstmal seine Standardphrase. Das muss er tun, das Publikum erwartet es einfach:

Jürgen Vollmer: Hätte nicht gedacht, dass sich unsere Nachbarn mehrheitlich dem Prohibitions-Faschismus unterwerfen …  (Quelle)

Ein Faschismsus-Punkt geht damit wieder mal an Jürgen Vollmer aus Marburg. Aber mehr auch nicht. Jürgen, Du warst schon mal wesentlich kreativer!

Aber egal, wie weit die widerliche Qualmerei noch zurückgedrägt wird, es gibt immer einen Nikotinisten, der noch Hoffnung schöpft. Diesmal ist es Manfred Goldmann:

Manfred Goldmann: Ich habe die Holländer für intelligenter gehalten. Aber wir Raucher holen uns die Lokale zurück – Rauchverbote werden ein Fehler in der Geschichte sein. Denn so dumm kann die Menschheit gar nicht sein! Irgendwann schlägt das Pendel zurück.

Ja, Manni. Und im Himmel ist Jahrmarkt, gelle!

Rudolf Haab: Die Intelligenz macht keinen unterschied in Nationalitäten.

Hier fällt mir eigentlich zum Thema „Intelligenz“ eigentlich nur folgende Frage ein: Wie intelligent ist es denn, sich chemisch behandelte Pflanzenabfälle anzuzünden und durch das Inhalieren der entstehenden Brandgase langfristig schwer krank zu werden?

Nachtrag: der verhaltensauffällige Ronald Blumberg aus Radevormwald muss auch noch was beitragen. Wieder einmal fällt dem ehemaligen Werkzeughändler aber nicht mehr ein als einen Rauchgegner in Naziuniform darzustellen. Und wie immer erscheint die Schmähung auf „Raucher in Deutschland“, dem Kanal auf facebook, wo der Rauchermob fröhlich zum Rechtsbruch aufruft, solchen begeht und beklatscht oder einfach nur Rauchgegner gepflegt beleidigt und niedermacht.

Ronald Blumberg- Rauchgegner sind Nazis

Ronald Blumberg- Rauchgegner sind Nazis

Prima, Ronald Blumberg. So sieht echte Intelligenz aus!

Aber egal was die Tabakdrogenfreunde jammern mögen, die Entscheidung den stinkenden Qualm vor die Tür zu verbannen, ist die richtige.

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Kai Schwarzer aus Köln: Das Eigentor der Woche

Das Eigentor der Woche hat nicht der brasilianische Nationalspieler Marcelo im Eröffnungsspiel der WM 2014 gegen Kroatien geschossen, nein, dieser unrühmliche Preis geht an Kai Schwarzer aus Köln. Aber zur Beruhigung meiner Leserinnen und Leser ist zu sagen, dass Kai nicht schon wieder eine neue Dienstaufsichtsbeschwerde bei der Schulaufsicht gegen mich in Stellung gebracht hat, sondern er einen kleinen Text über den Sender gelassen hat, über den man mal wieder herzlich lachen konnte:

Kai Schwarzer aus Köln: Antis sollen mir bloss aufhören mit den Gefahren des Passivrauchens. Dies ist nämlich eine Lüge für die es naturgemäßerweise keinerlei Beweise gibt. Beweise gibt es allerdings dafür, dass Faschissmus lebensverkürzend ist! Und diese Scheiss Antis sind nichts anderes als miese, kleine Faschissten!!! Wo zu solche Leute in der Lage sind, hat man in der Zeit von 1933 bis 1945 gesehen. Faschissmus nämlich ist nicht an eine bestimmte Ideologie gebunden, sondern es ist eine Art und Weise, wie man mit Leuten umgeht, die eine andere Weltanschauung als man selbest vetreten. Dies kann eine bestimmte Religion sein, es können andere politische Ansichten sein, es kann einen anderen Lebensstil sein etc. etc. etc.! Ich dachte, die Leute haben aus der Vergangenheit gelernt, jedoch habe ich mich anscheinend geirrt. (Quelle)

Kai, wir wissen ja, dass Du und die Rechtschreibung in diesem Leben keine guten Freunde mehr werdet. Aber würdest Du bitte aufhören, beim Wort „Faschist“ an menschliche Ausscheidungen zu denken? Auch wenn die Assoziation bei Dir mehr als zwingend ist? In „Faschist“ ist nämlich nicht der Begriff „Schiss“ enthalten. Und deshalb schreibt man „Faschist“ nur mit einem „s“! Das sollte man aber wissen, Kai!

Dann noch etwas Kai, ich versuche mal Deiner „Logik“ zu folgen, auch wenn es schwer ist:

Jemand der andere wegen ihrer politischen Ansichten drangsaliert, ist Deiner Ansicht nach also ein „Faschist“ (Schreibweise beachten!). Ich kenne da z. B. einen Kai Schwarzer aus Köln, der einen Lehrer bei seiner Dienstaufsicht anschwärzt, nur weil dem Kai Schwarzer nicht gefällt, dass sich dieser Mensch öffentlich gegen das Rauchen positioniert und weitgehende Rauchverbote fordert. Kai hat nämlich ein Problem mit abweichenden Meinungen, zumindest wenn sie gegen das Rauchen sind. Der Kai Schwarzer aus Köln schreibt dann z. B. an die Dienstaufsicht, dass er der Auffassung sei, dass dieser Lehrer keine Kinder unterrichten dürfe und anderes dummes Zeug mehr. Er versucht, den Rauchgegner auf diese Weise mundtot zu machen. Oder der Kai Schwarzer zeigt den Rauchgegner bei der Staatsanwaltschaft an, um ihm mal ordentlich „das Maul zu stopfen„. Alles allerdings ohne Erfolg.

Kai, wenn ich Deiner Definition folge, bist Du doch ganz klar ein echter „Faschist“. Aber ich habe das Wort wenigstens korrekt geschrieben.

Kai, magst Du mich jetzt wieder mal anzeigen?

Muhahahahaha!

Muhahahahaha!

 

 

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Manfred Engelhardt: Jetzt wird zurückgeschossen!

Manfred Engelhard vom „Stones-Club-Aachen“ ist einer der engagierteren Kämpfer für Lungenkrebs und Raucherbein. Unter anderem als Demoredner auf einer „Großdemo“ mit ca. 100 Leuten konnten wir ihn unlängst erleben (YouTube). Angesichts der dort stattgefunden habenden Demopleite ist Herr Engelhard sichtlich angefressen. Denn immerhin hat er sich große Mühe gegeben und sogar Flyer für seine dumme Aktion gekauft und verteilt. Und wenn so wenig dabei herumkommt, dann kann man schon mal diejenigen anpupen, für die man sich angeblich so sehr ins Zeug legt:

Manfred Engelhardt: Als unsere „Initiative gegen das totale Rauchverbot in NRW“, die Mitglied im Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte e. V.“ ist, zur Information über die II. Aachener Demonstration gegen das „GRÜN/ROTE-NRW-TOTALRAUCHVERBOT“ 8000 Flugblätter in der gesamten StädteRegion Aachen verteilte, haben wir auch die Diskothek „B9“ mit bedient. Als dann unsere Demonstration am Freitag, den 09. Mai 2014, stattfand, war die Teilnehmerzahl enttäuschend. Neben den meisten Wirtinnen und Wirten aus der gesamten StädteRegion Aachen mussten wir auch Herrn Rudi Wesner als Pächter des „B9“ vermissen. (Quelle Stones-Club-Aachen)

Ja, wer nicht mitmacht bei dem Raucherwahnsinn, der wird schon mal öffentlich angesch…..! So läuft’s Business bei den Hardcorerauchern. Und dann schreibt man schon mal böse Leserbriefe:

Leserbrief von Manfred Engelhardt an die Aachener Zeitung

Leserbrief von Manfred Engelhardt an die Aachener Zeitung

Dann kommt aber auch schon mal Gegenwind. Der Schreiber des folgenden Leserbriefes ist mit der Veröffentlichung des Briefes hier im Blog einverstanden, möchte aber seinen Namen nicht genannt wissen, da er keine Lust hat, mit dem Rauchermob nähere Bekanntschaft zu schließen:

Leserbrief Aachenr Zeitung in Antwort auf Manfred Engelhardt

Leserbrief Aachener Zeitung in Antwort auf Manfred Engelhardt

Dies gefiel Herrn Engelhardt gar nicht. Und er fand sofort einen Aufhänger. Die Aachener Zeitung hatte versehentlich den Namen des Autors vergessen. Sofort machte Engelhardt das ganz große Faß auf:

Manfred Engelahrdt: Diesbezüglich hat die Aachener Zeitung, man glaubt es kaum, heute einem anonymen Leserbriefeschreiber/einer anonymen Leserbriefeschreiberin (?) die Veröffentlichung eines anonymen Leserbriefes eingeräumt. Das stellt aus unserer Sicht ein Novum dar.

(Quelle)

Tja, wenn man sonst nichts weiter an der Meinung des Nichtraucherschützers herummäkeln kann, dann geht es eben auch so. Wenn der Mann wüsste, wie viele anonyme Schreiber (von denen wir natürlich sehr oft anhand der E-Mail, der IP-Adresse oder einfach des Schreibstils wissen, wer sie wirklich sind) hier im Blog täglich aufschlagen und, im Gegensatz zu dem sachlichen Leserbrief des Rauchgegners, herumpöbeln und beleidigen, dass es kracht.

Aber Herr Engelhard ist eben ziemlich frustiert, weil ihm kaum jemand bei seinem hilflosen Feldzug gegen den Nichtraucherschutz folgen will. Da liegen dann eben auch mal die Nerven blank.

 

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Manfred Engelhardt und der „Stones Club Aachen“ feiern Geburtstag

Man könnte fast meinen, hier würde der nächste Bruch geltenden Rechts vorbereitet. Auf seiner Homepage lädt der Raucheraktivist Manfred Engelhard zu einer Jubiläumsparty für seinen „Stones Club Aachen“ ein (Link). Als erfahrener Chronist des Raucherwahnsinns wurde ich beim Lesen des Textes sofort aufmerksam:

Manfred Engelhard: Für die MEGA-GEBURTSTAGSPARTY des ROLLING STONES – CLUB – AACHEN/STOLBERG anlässlich des 20. Clubgeburtstages und des 65. Geburtstages seines Club-Managers lädt der Rolling Stones – Club zu einer geschlossenen Veranstaltung in den Saalbau Rothe-Erde („KAPPERTZ-HÖLLE“), Hüttenstr. 45 – 47, 52068 Aachen, ein.

Ich rate mal ganz unverschämt: Die Party findet in einer gastronomischen Einrichtung / Konzertbühne in Aachen (NRW) statt und wird, nachdem die Sache mit den „Helmut-Partys“ endgültig gescheitert ist, als „geschlossene Gesellschaft“ aufgezogen. Damit man da ordentlich rauchen darf. Denn das darf man auf Konzerten in NRW sonst nicht (§2 Abs. 3 i. V. mit §3 Abs. 1 NiSchG NRW).

Und da kommen Manni und seine Freunde langsam aber sicher mit dem Gesetz in Konflikt:

MGEPA NRW: Von einer geschlossenen Gesellschaft ist auszugehen, wenn:
– ein Gebäude oder ein geschlossener Raum für eine private Veranstaltung genutzt wird,

Eine Veranstaltung, bei der man lediglich einen Clubausweis benötigt, der dann auch noch Geld kostet, dürfte kaum unter die Rubrik „privat“ fallen.

 – die Veranstaltung nicht gewerblichen Zwecken dient, […] (Quelle)

Der „Stones-Club-Aachen“ ist ein gewerblich betriebener Musikclub. Folglich hat auch die „Geburtstagsfeier“ gewerblichen Charakter.

Weitere Rechtshinweise spare ich mir, die wird dann das Ordnungsamt Aachen geben, wenn die Veranstaltung kontrolliert wird.

 

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Ronald Blumberg – Ein echter Fachmann für Verfassungsrecht mit vollem Durchblick

Ronald Blumberg aus Radevormwald ist ständiger Gast hier im Blog. Und der Mann aus Radevormwald wird nicht müde, sich öffentlich permanent zu Fragestellungen einzulassen, von denen er rein gar nichts versteht. Hier legt er mal wieder los. Diesmal wieder in der Causa „Verfassungsrecht und Rauchverbot“:

Ronald Blumberg: Die Ausdehnung des Nichtraucherschutzes auf deklarierte Raucherbereiche, die eh schon nur noch unterproportional vorhanden waren, ist verfassungsrechtlich nicht verhältnismäßig! Es geht nicht um ein „paar Schritte nach draußen“ für Raucher, es geht um die Grundrechte von über 30% der Wähler und Steuerzahler, die zufälligerweise auch Raucher sind!

(Quelle)

Beim Lesen dieses Beitrages frage ich mich zuerst, welches Grundrecht der Mann denn meinen könnte. Mir fällt da nur ein Art. 2 Abs. 1 GG. Leider übersieht der Werkzeughändler Blumberg, dass es in vielen Fällen, so auch hier, eine Konkurrenz verschiedener Normen gibt. Denn der o. g. Art. 2 GG hat noch einen zweiten Absatz:

Artikel 2 GG
(1) […]
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. […]

Und es ist sicher kein Zufall, dass beide Normen in einem Artikel stehen. Leider wird Herr Blumberg das so nicht verstehen. Denn sein Recht, seine lebensgefährlichen Abgase überall ausbringen zu wollen (Art. 2 Abs. 1 GG) konkurriert mit Abs. 2 desselben Artikels. Und hier hat das Bundesverfassungsgericht bereits 2008 geurteilt, dass dem Gesundheitsschutz eindeutig der Vorrang eingeräumt werden kann, so sich der Gesetzgeber dazu entscheidet. Herr Blumberg ist aber offenbar nicht in der Lage (oder nicht gewillt) das entsprechende Urteil zu verstehen:

(b) Dem steht allerdings gegenüber, dass mit Rauchverboten in Gaststätten überragend wichtige Gemeinwohlbelange verfolgt werden. Dies gilt zunächst für den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung, dem in der Werteordnung des Grundgesetzes ein hohes Gewicht zukommt (vgl. BVerfGE 110, 141 <163>). Aus Art. 2 Abs. 2 GG kann daher eine Schutzpflicht des Staates folgen, die eine Risikovorsorge gegen Gesundheitsgefährdungen umfasst (vgl. BVerfGE 56, 54 <78>). Angesichts der Zahl der Todesfälle, die sich nach wissenschaftlichen Erkenntnissen auf Erkrankungen durch Passivrauchen zurückführen lassen, ist zudem auch der Schutz des menschlichen Lebens betroffen. Die Verfassung begründet auch insoweit eine Schutzpflicht des Staates, die es ihm gebietet, sich schützend und fördernd vor das Leben jedes Einzelnen zu stellen (vgl. BVerfGE 39, 1 <42>; 46, 160 <164>; 115, 118 <152>). Die Annahme einer beträchtlichen Gefährdung dieser Rechtsgüter begegnet keinen verfassungsrechtlichen Bedenken, weil sich die Landesgesetzgeber insoweit der in der Wissenschaft vorherrschenden Einschätzung anschließen können, wonach Tabakrauch auch bereits in geringsten Mengen wegen der enthaltenen gentoxischen Kanzerogene gesundheitsgefährdend sei .

(ebd. Rn 119)

sowie

(3) Auf der Grundlage der ihm zuzubilligenden Spielräume wäre der Gesetzgeber nicht gehindert, dem Gesundheitsschutz gegenüber den damit beeinträchtigten Freiheitsrechten, insbesondere der Berufsfreiheit der Gastwirte und der Verhaltensfreiheit der Raucher, den Vorrang einzuräumen und ein striktes Rauchverbot in Gaststätten zu verhängen.

(ebd. Rn. 121)

Im weiteren Verlauf der Diskussion auf der Seite von RP-Online zeigt Blumberg, dass ihm nicht einmal die einfachsten Sachverhalte bekannt sind:

Ronald Blumberg: Lieber NicoK: Aufgrund des von Dir zitierten Urteils des BVG wurde in BW das absolute Rauchverbot gekippt. Bestimmt nicht, weil es das Rauchen verbietet, oder?

Es ist jetzt müßig, Ronald Blumberg erklären zu wollen, dass das BVerfG  (so schreibt man die Abkürzung übrigens korrekt, Ronnie!) mit der Entscheidung aus dem Jahre 2008 nicht die Rauchverbote per se in Berlin und Baden-Württemberg für verfassungswidrig erklärt hat, sondern die Ausnahmeregelungen, die zu einer Ungleichbehandlung verschiedener Gastgewerbe führten. Das wird der Mann wohl nicht verstehen.

Bis morgen , Ronnie! Man liest sich. Leider.

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Aggressive Raucher am Arbeitsplatz

Auf dem Nichtraucherblog von „Destruxol“ ist ein Artikel erscheinen, bei dessen Lektüre ich die kalte Wut bekomme. Der Inhalt kurz zusammengefasst: Die aus verschiedenen Rauchergruppen bei facebook bekannte Raucheraktivistin „Tamy Schalke.“, die unter ihrem Klarnamen auch Artikel gegen den Nichtraucherschutz in einer Onlinezeiting „Lokalkompass“ schreibt und die bei facebook  unter dem o. g. Pseudonym auftritt, wird dort mit einem Beitrag zitiert, den sie auf der Plattform eingestellt hat. Die Gruppe heißt, wie man aus dem beigefügten Screenshot erkennen kann, „Raucherstüberl“. Man darf vermuten, dass sich dort Extremraucher versammelt haben, um gegen Nichtraucher und Rauchverbote zu Felde zu ziehen.

Kern des Beitrages ist die Tatsache, dass Frau E. am Arbeitsplatz seit kurzer Zeit mit einer neuen Kollegin konfrontiert ist, die sich an ihrem Rauchen stört. Die Reaktionen von Frau E. sind so derart typisch für uneinsichtige Hardcoreraucher, dass ich hier über sie referieren will.

Frau E.: Herzlichen Glückwunsch Tamy Schalke! Sie haben gewonnen! Seit Montag dieser Woche, haben Sie das Glück eine Antiraucherin als Arbeitskollegin bekommen zu haben!!!!!! Folgendes hat sich soeben zugetragen:
Ich sitze ganz allein (!) in meinem Büro ohne Tür. Mein Kollege ist bereits nachhause gegangen. Also stecke ich mir im Büro gemütlich eine Zigarette an und rauche statt wie in der Küche sonst, an meinem Schreibtisch. Es hat noch nie irgendjemanden (inklusive Chef, der 2 Büros weiter sitzt) gestört.

Unglaublich! Frau E. raucht normalerweise in der Küche. Also dort, wo andere Menschen sich ihr Essen zubereiten! Sie hat offenkundig gar kein Problem damit, die Atmosphäre dort mit ihren krebsrregenden Rückständen zu sättigen

Bereits die Wortwahl der Frau E. lässt übrigens einiges erkennen. Sie hat eine „Antiraucherin“ als neue Kollegin. Hier wird bereits das diametrale Weltbild von Frau E. deutlich. Es gibt Genussfreunde und „Antiraucher“. Letztere sind böse. Ihr Büro hat zudem keine Tür. Damit handelt es sich nicht um einen abgeschlossenen Raum. Aus diesem können die gesundheitsgefährdenden Abgase des Tabakrauchens austreten. Damit ist das Rauchen an diesem Arbeitsplatz nach §5 Arbeitsstättenverordnung unzulässig. Ob Ihr Rauchen jeamnden stört, gestört hat oder stören wird ist unerheblich. Laut Gesetz hat sie es zu unterlassen in ihrem offenen Büro zu rauchen. Punkt.

Des Weiteren ist die Frage zu stellen, wie Frau E. darauf kommt, dass ihr Verpesten der Umgebungsluft bis dato „noch niemanden gestört“ habe. Hat sie alle Mitarbeiter einzeln gefragt? Oder schließt sie dies nur daraus, dass sich nie jemand ihr gegenüber artikuliert hat?

Es kommt also nun zu einem Dialog zwischen der neuen Kollegin und Frau E., denn die neue Kollegin erdreistet sich doch tatsächlich, sich über das Rauchen von Frau E. zu beschweren:

Unsere neue Kollegin aus der Redaktion sitzt 3 Räume weiter. Ich mache grad meine erste Zigarette aus, da kommt sie angewackelt und meinte, ob sie mal “jammern” dürfte! Wenn ich hier in meinem Büro rauche, kann ich ja keine Türe zumachen, also würde der Duft in ihr Büro reinziehen…! Ich sage: “Aber ihr Büro ist doch DORT HINTEN!” und sehe sie ungläubig an?!? Ja, genau. Und der Geruch zieht bis an ihren Schreibtisch.

Hier kommt die zweite typische Verhaltensweise von Rauchern zu Tage: Sie können sich nicht vorstellen, dass andere Menschen ihr aerosoler Abfall belästigen könnte. Wie auch? Raucher haben sich durch jahrelanges Rauchen in aller Regel ihren Geruchssinn so derartig ruiniert, dass sie ein ganz anderes olfaktorisches (Hey, Alex, ich kann auch Fremdwörter! Geil, oder?) Empfinden haben als normale Menschen. Dass der Gestank ihrer Zigarette Menschen auch noch einige Meter weiter belästigt, derart einfache Sachverhalte können oder wollen sich Raucher wie Frau E. nicht vorstellen. Aber derartige Extremraucher können sich ja auch nicht vorstellen, dass ihnen ihr Tabakkonsum eines Tages so nette Dinge wie ein Bronchialkarzinom einbringen könnte. Ein klassischer Mangel an Antizipationsvermögen, würde ich sagen.

Weiter geht es mit den Einlassungen von Frau E. Sie ist immer noch wirklich „stinkig“ (schönes Wortspiel bei Rauchern, finden Sie nicht? 😉 ) über ihre neue Kollegin:

JAA NEEE, ISS KLAR!!!!!! So kann man sich, wenn man neu ist schon DIREKT beliebt machen! Klasse Einstieg!

Hier erkennt man wiederum das vollkommen fehlende Empathievermögen der Raucherin Frau E. Dass sich jemand solch eine „Unverschämtheit“ herausnimmt, wie die neue Kollegin und Frau E. dezent darauf hinweist, dass sie sich durch diese belästigt fühlt, ist ja auch absolut inakzeptabel. Und wenn man neu in der Firma ist, dann hat frau erst Recht den Mund zu halten, denn sonst misslingt „der Einstieg“. Und schuld sind sowieso immer die anderen.

Lassen wir Frau E. noch ein wenig vortragen:

Jetzt ging ich grad rüber, und sehe, dass DORT bei ihr die Türe zu ist. Na geht doch!

Auch hier tritt wieder eine typische Verhaltensweise rücksichtsloser Raucher zu Tage, welche da heißt: „Sollen sich doch die anderen darum kümmern und etwas tun, damit sie sich nicht von mir belästigt fühlen! ICH rauche, ICH will das und ICH darf das!!!“ Ein nachgerade widerlicher Egoismus!

Dennoch befürchte ich, dass sie bald beim Chef auf dem Schoß sitzt und sich beschwert… ich bin gespannt! Schließlich bin ich die beste XXXXXXXX (Berufsbezeichnung gelöscht, PR) (ohne Selbstlob, ist aber so) und der Chef weiss das. Deswegen darf ich ja auch fast überall rauchen. Ich bin gespannt, was als nächstes kommt…

Und wieder eine typische Einlassung eines schwerstabhängigen Rauchers bzw. Raucherin: Frau E. glaubt, dass die Leistung, die sie im Betrieb erbringt, sie dazu berechtigt, sich a) über Gesetze zu stellen und b) andere Menschen mit ihrem Tabakrauch belästigen zu dürfen. Eine deratige moralische Verkommenheit lässt einen schon gruseln.

Nächster Akt: Der Kleinkrieg „Raucher gegen Nichtraucher“ beginnt. Frau E. eröffnet die Schlacht:

Ach so 😉 Ja, Frau XXXXX hat von mir heute morgen das letzte freundliche Worte gehört “Guten Morgen”. Tja, das wars dann mit der Freundlichkeit.

Dies lässt auf zweierlei schließen. Frau E. ist einerseits derart hochgradig nikotinabhängig, dass sie auch soziale Beziehungen und den Betriebsfrieden ihrer Sucht unterordnet. Und sie ist bereit, aggressiv gegen Menschen, die keinen fremden Tabakrauch einatmen wollen, vorzugehen.

Abschließend: Dass hemmungslose Raucher in aller Regel auch krasse Egoisten sind, ist durch diese Einblicke in die Denkstrukturen von Extremrauchern wieder einmal belegt. Die Belange anderer Menschen interessieren sie im Falle des Tabakrauchens einen feuchten Kehricht. Jegliche Verhaltenssteuerung ist der Suchtbefriedigung untergeordnet. Es interessiert letztlich nur die Droge. Ich kann der neuen Kollegin von Frau E. nur raten, ihren Rechtsanspruch auf einen rauchfreien Arbeitsplatz mit allen rechtlichen Mitteln durchzusetzen und so der Rücksichtslosigkeit einer militanten Raucherin einen Riegel vorzuschieben.

Frau E. hat übrigens auch kein Problem damit, wie viele militante Raucher, öffentlich andere Menschen zu beledigen. Auf facebook postete sie unlängst die Schmähung „Depp“, der „nicht mehr alle“ habe,  gegen einen Fernsehmoderator, der Dinge zum Rauchen vortrug, die ihr nicht gefallen:

Frau E. rastet aus.

Frau E. rastet aus.

 

 

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Christoph Lövenich vom „Netzwerk Rauchen“ – Quasseln für den Krebs

Christoph Lövenich ist mal wieder auf Sendung. In seinem Stammblog „NovoArgumente“ (wobei man richtige Argumente dort regelmäßig vergebens sucht) pamphletisiert der aus dem Rheinland stammende Ex-Vorsitzende der Nikotinistengruppe „Netzwerk Rauchen“ mal wieder gegen den Nichtraucherschutz (Link zum Text).

Der Anlass seines Lamentos ist diesmal das 10-jährige Jubiläum des Rauchverbotes in Irland. Wir erinnern uns: Die Iren waren die ersten in Europa, die ein gesetzliches und ausnahmsloses Rauchverbot an allen Arbeitsplätzen auf den Weg brachten. Also auch in Gaststätten. Und beim Lesen seines neuen Artikel wird klar: Lövenich hat immer noch nicht gelernt, wissenschaftlich korrekt zu argumentieren. Ein paar Beispiele sollen dies belegen:

Christoph Lövenich, der, wie bereits gesagt, früher mal beim „Netzwerk Rauchen“ ganz vorne auf den Barrikaden stand,  beschwert sich darüber, dass die Erkenntnisse, welche man aus dem irischen Rauchverbot gewann, in anderen Ländern ebenfalls zur Rechtfertigung eines strikten Nichtraucherschutzes herangezogen wurden.

Christoph Lövenich: So wurden auch angebliche Erkenntnisse aus Irland herangezogen, als 2007 in den deutschen Bundesländern die Diskussion über staatliche Rauchverbote in verschiedenen Einrichtungen begann. So griff man auf eine Studie zurück, die gesundheitliche Verbesserungen bei Kellnern seit dem Rauchverbot belegen sollte. Tatsächlich konnte diese von Rauchverbotsbefürwortern finanzierte und durchgeführte „Studie“ – in Zusammenarbeit mit einer das Rauchverbot unterstützenden Organisation und fast ausschließlich so denkenden Kellnern als Untersuchungspersonen – dafür keinerlei wissenschaftliche Substanz liefern.

Wie üblich sucht man für diese These wissenschaftlich haltbare Begründungen vergeblich. Der einzige Literaturhinweis, der in diesem Zusammenhang seitens des Autors ergeht, ist, man fürchtet es, ein Link auf eine Publikation der Organisation namens „Netzwerk Rauchen „. Also genau jenem Nikotinistengrüppchen, dem Lövenich vor einigen Jahren vorstand

Christoph Lövenich:  Netzwerk Rauchen/Forces Germany e.V. (Hg.): Kellner in Dublin wirklich gesünder durch Rauchverbote?, April 2007

So beweist man mit selbst erschaffener „Literatur“, was man schon immer beweisen wollte. Der Mann hat keine Vorstellung von exaktem wissenschaftlichen Arbeiten. Wenn kein anderer beweisen will, was ich meine, dann schreibe ich den „Beweis“ eben selber.

Weiterhin lässt sich der übrige Vortrag von Herrn Lövenich sehr leicht entkräften. Hier eine seiner Thesen:

Christoph Lövenich:  In den Jahren nach Inkrafttreten des Verbots mussten 1500 Pubs schließen, Tausende Arbeitsplätze gingen verloren, und dieser Trend hält weiter an, auch wenn Massenmedien gerne das gesetzliche Verbot als hauptausschlaggebenden Grund verschweigen. 

Sehr eigenartig. In Irland gehen also in großer Zahl Jobs in der Gastronomie verloren? Eine kurze Recherche ergibt, dass dieses Argument von Lövenich kompletter Unsinn ist. Oder anders gesagt: Der Mann verbreitet bewusst die Unwahrheit:

Warum in der irischen Tourismusbranche und Gastronomie Stellen zu finden sind:

Die steigende Anzahl der Touristen, die nach Irland reisen, übertrifft weiterhin Europas Durchschnitt. Dies führt zu einem ebenfalls steigenden Bedarf an Personal in Hotels, der Gastronomie und im Fremdenverkehr. Der Ausbau des Tourismus ist ein Schwerpunkt in Irlands Wirtschaftstrategie. Investitionen in Fremdenverkehrsmarketing und die Infrastruktur hat in 2004 mehr als 6 Millionen Touristen nach Irland gelockt.

Hinzu kommt, dass durch Irlands wirtschaftlichen Wohlstand und die damit steigenden Einkommen dazu führen, dass die Zahl der Restaurants und Freizeitparks ständig größer wird. Dementsprechend sind die Möglichkeiten in Irlands Gastronomie zu arbeiten für ausländische Jobsuchende sehr viel versprechend.

(Quelle irelandjobs.de)

Und wenn Lövenich gar nichts mehr einfällt, dann geht es los, mit dem üblichen „Früher, als man noch rauchen durfte, war alles viel lustiger“-Geblubber:

Christoph Lövenich:  Die Folgen totaler Rauchverbote alleine in der Gastronomie kann man nicht nur in Irland, sondern auch in denjenigen deutschen Bundesländern beobachten, in denen vergleichbare Gesetze gelten.

Aha. Und wie sieht es wirklich aus? Ein gutes Beispiel ist Bayern, wo bereits im August 2010 ein absolutes Rauchverbot in der Gatronomie eingeführt wurde. Hier die Sachlage 2 Jahre nach dieserm Zeitpunkt:

Umsatz des bayerischen Gastgewerbes zu Jahresbeginn gestiegen
Gastronomie schnitt deutlich besser ab als Beherbergung

Der Umsatz im bayerischen Gastgewerbe (Beherbergung und Gastronomie) stieg nach ersten Ergebnissen des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung im Januar 2012 gegenüber dem Vorjahresmonat nominal um 2,1 Prozent und real um 0,2 Prozent; die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich um 4,1 Prozent. Dabei konnte die Gastronomie sowohl in aktuellen Preisen (+3,1 Prozent) als auch in bereinigten Preisen (+1,1 Prozent) eine Umsatzsteigerung verbuchen, während in der Beherbergung zwar der Umsatz nominal zunahm (+0,7 Prozent), real aber zurückging (-1,2 Prozent). Die Beschäftigung stieg sowohl in der Gastronomie (+5,2 Prozent) als auch in der Beherbergung (+2,3 Prozent).

(Quelle Bayerisches Landesamt für Statistik)

Aber egal. Herr Lövenich muss ja nicht im Internet nach verlässlichen Quellen suchen. Fakten sind ihm sowieso verdächtig. Und er hat sie doch schon. Sie finden sich bei „Netzwerk Rauchen“, „VEBWK“ und anderen Pro-Lungenkrebs-Vereinen.

Christoph Lövenich:  In Nordrhein-Westfalen müssen sich außerdem Karnevals- und Schützenvereine mit entsprechenden Problemen herumschlagen. Neben den materiellen Aspekten wird der Verlust an Gemütlichkeit beklagt, an Lebensräumen, in denen man sich frei und ungezwungen bewegen konnte, an sozialen Kontakten und Wärme, nicht nur im buchstäblichen Sinne, wenn Raucher und ihre Gesprächspartner bei Wind und Wetter wie Hunde vor die Tür gejagt werden.

Offen gestanden, ich liebe die Ausarbeitungen von Christoph Lövenich aus Bonn. Seine Texte werden spätestens ab der Mitte, wenn dem Mann die Argumente ausgehen (so er jemals welche hatte), so selten dämlich, dass ich regelmäßig heftigst lachen muss. Durch das Rauchverbot in der Gastronomie werden also „Lebensräume“ vernichtet, in denen man sich „frei und ungezwungen bewegen kann“? LOL! Ich habe selten so einen ultimativen Blödsinn gelesen.

Denn zuerst mutet es fast groteskt an, von „Lebensraum“ zu sprechen, dort wo giftige, krebserregende Gase freigesetzt werden, die dem normalen Menschen den Atem stocken lassen und die zu Hustenreiz, Augenbrennen und Kopfschmerz führen. Warum man darüber hinaus für „soziale Kontakte“ in einer Bude sitzen muss, in der man eigentlich nur mit schwerem Atemschutz einigermaßen gefahrlos überleben kann, verstehe ich nicht. Eine Atemschutzmaske ist bei der Kommunikation doch eher hinderlich.

Und dann noch die ewig wiederholte Einlassung, man jage die Raucher wie Hunde vor die Tür wenn man ihnen das Rauchen in der Kneipe verbiete. Die ist immer wieder einen Extralacher wert. Wer nicht mal 30 Minuten in einer Gaststätte sitzen kann, ohne sich den nächsten Nikotinschuss in die Lungen jagen zu müssen, der sollte mal dringend mit einem Arzt reden. Normal ist sowas nicht. ICH muss nicht alle paar Minuten vor die Tür, wenn ich in einer Gaststätte sitze. Aber ich mache mir auch nichts aus dem aerosolen Giftcocktail, den sich diese Nikotinjunkies in kurzen Intervallen in ihre Körper ziehen müssen. Aber aus einem Grund ist der Vergleich von Rauchern mit Hunden schon nicht ganz unproblematisch: Kein Hund wird so dumm sein, freiwillig an einer Zigarette zu ziehen.

Zum Schluss habe ich jetzt noch ein besonderes Schmankerl vom „Genussfreund“ aus Bonn für Sie, dann ist aber auch gut mit dem Gequassel für den Krebs:

Christoph Lövenich:  Zwar lässt sich der Tabakkonsum niemals ausrotten, aber die Schäden, die dabei an der individuellen Selbstbestimmung und am gesellschaftlichen Miteinander entstehen, können noch deutlich heftigere Formen annehmen.

OK, wenn „indivudelle Selbstbestimmung“ auch den Suizid impliziert, wollen wir das mal akzeptieren. Jeder hat schließlich das Recht sich selbst zu Grunde zu richten. Primäres Problem des Herrn Lövenich ist aber sein verkürztes Denken. Wenn er den Selbstmord (also auch jenen auf Raten wie das Rauchen) als Option für sich selbst sieht, ist das vollkommen in Ordnung. Aber dass er dadurch anderen Menschen die Inhalation seines Giftmixes zwingend auferlegt, ist dann sicher nicht mehr akzeptabel.

Und in einem mag Herr Lövenich sicher Recht haben: Tabakdrogenkonsum wird es immer geben, eben weil es immer Menschen gibt, die Drogen nehmen müssen. Und die Unterschicht braucht eben auch eine Unterschichtendroge. Nicht jeder kann sich Kokain leisten. Aber es spricht nichts dagegen, Drogenkonsum massiv zu bekämpfen. Und damit eben auch die Tabakdrogen und ihren Konsum zurückzudrängen. Denn Drogen töten. Das gilt besonders für die legale Droge Tabak. Möglicherweise wird Herr Lövenich dieses Faktum auch mal am eigenen Leib verspüren. Dann ist es aber in aller Regel zu spät.

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Ramona Gall aus Hamburg – Das weibliche Sprachrohr der Unterschicht

Ramona Gall aus Hamburg, die mit einem gefakten Bild der rauchenden Angelina Jolie auf facebook unterwegs ist (vermutlich weil ihr wahres Äußeres selbst in einer Gruppe von Rauchermobbern, wo wahrlich keine Schönheiten mitschreiben, kaum präsentabel ist) zeigt uns, wie man in der Unterschicht spricht:

Ramona GallDieses Arschloch Rachow zitiert sogar schon mich. Hatte mich vorhin mal auf der WS verirrt. Vor dem bleibt keiner verschont. Ohne uns könnte diese Kreatur gar nicht existieren. Wir sind zur Pflege seiner psychotischen Ausbrüche und für ihn selber überlebensnotwendig. (Quelle)

Klar, zitiere ich Dich, liebste Ramona. Mein Thema ist der rauchende Pöbel und der pöbelnde Mob und da bist Du unlängst zur absoluten Ikone aufgestiegen. Und wenn ich schon mal vom Archetypus der Unterschicht ganz tief aus dem abdominalen Bereich so nett beleidigt werde, möchte ich das auch in der Öffentlichkeit gebührend feiern.

Und weiter geht es daher mit der Nachwuchsproletin aus Hamburg, live, in Farbe und bunt:

Ramona GallSorry für die Verbalausrutscher, Petra. Aber dieser Typ hats nicht besser verdient. Der nimmt eine Blockwartfunktion ein und ruft in seinen Pamphleten zur Denunziation von Steuersündern und Bürgern, die an verbotenen Orten rauchen, auf. Lies Dich da mal ein, da hauts Dich um.

Die sollen sich in Süddeutschland um ihren eigenen Scheißdreck kümmern und uns in Ruhe lassen. Der ist nicht eine Spur besser, als diese Pro-Hirnfrei-Ausgeburt aus München.

Wow, die Dame kann pöbeln, da ist der Altmeister aus Marburg ja ein wirklicher Waisenknabe dagegen! Ja, liebe Ramona, das ist schon ein echter Skandal, oder? Da kommt der Rauchermob her, erklärt in aller Öffentlichkeit im Internet wie er Tabaksteuern hinterzieht, wie er trotz Rauchverboten raucht (und stellt die Beweisfotos dann auch kaltschnäuzig bei facebook ein!)  und beleidigt dabei noch andere Menschen in übelster Weise. Und dann haben andere (und jetzt falle ich gerne in Deinen bevorzugten Tonfall, damit Du es auch wirklich verstehst) brav die Schnauze zu halten. Denn es mag zwar für derartig asoziale Mitbürger wie Dich normal sein, einerseits Rechtsbruch zu begehen und sich andererseits damit öffentlich zu brüsten. Das ist wirklich eine starke Leistung. Aber nur für Leute wie Dich. Für normale Menschen stellt dies glücklicherweise kein normales Verhalten dar.

Und nun noch etwas Futter für die Bildersuche von Google:

Ramona Gall aus Hamburg pöbelt auf facebook herum

Ramona Gall aus Hamburg pöbelt auf facebook herum

Wenn ich weitere Beiträge von Frau Gall, lese frage ich mich, welche Drogen die Dame noch so konsumiert:

Ramona Gall Weitab der Prohibitionsproblematik bahnt sich ein weiteres Unheil an. Ich habe mal irgendwo auf einer Webseite gelesen, dass auf jede Prohibition ein Krieg (mittleren oder größeren Ausmaßes) folgt. Mit dem Kriegsende fallen dann die Prohibitionen.
Frau Gall hat wirklich den absoluten Durchblick, was Politik betrifft. Besonders die Europäische Union ist bei der Dame äußerst beliebt:
Ramona Gall nennt die EU einen "Sch....haufen"

Ramona Gall nennt die EU einen „Sch….haufen“

Und wer noch mehr durchgeknallte Hetze mag, dem sei die private Pinwand der Ramona Gall bei facebook wärmstens empfohlen. Da wird proletet, dass es eine wahre Freude ist. Tenor „Deutschland ist Sch…., Politiker sind Sch…., die EU ist Sch…., einfach alles ist Sch….!“ Also halten Sie unbedingt einen Eimer bereit, wenn Sie diese Seite besuchen! Denn diese Frau ist richtig „ANTI“.

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Dr. iur Dr. google Ronald Blumberg referiert

Wie im letzten Blogeintrag geschrieben, ist Ronald Blumberg aus Radevormwald, der exzessiv den Rechtsbruch (namentlich das Unterlaufen des Nichtraucherschutzgeetz in NRW) mit seinen sog. „Helmut-Partys“ propagiert, einfach nicht davon zu überzeugen, dass er von Rechtsdingen so viel  versteht wie die sprichwörtliche Kuh vom Klavierspielen. Und dies wird deutlich, wenn man seinen Ausführungen liest:

Ron Blu Ein „Vergehen“ bei Versammlungen umfasst Straftaten, keine Ordnungswidrigkeiten. Ordnungswidrigkeiten als Mittel zu benutzen, um eine Versammlung zu unterbinden, oder zu beeinträchtigen, verstößt gegen die „Polizeifestigkeit der Versammlung“. Und Polizei war nicht da. Jedoch darf nur die Polizei, als einzig zuständige Behörde, Maßnahmen ergreifen. Und das auch nur in sehr eng gestecktem Rahmen. Jede Art von Bußgeld durch das OA wegen Ordnungsverstößen während einer Versammlung ist schlicht durch die falsche Behörde erteilt worden.

Herr Blumberg ist also der Meinung, dass man aufgrund der „Polizeifestigkeit einer Versammlung nach Art. 8 GG“ dort ungestraft Ordnungswidrigkeiten begehen dürfte. Also auch rechtswidrigerweise rauchen, obwohl das Rauchen in Gaststätten in NRW untersagt ist (Rechtsgrundlage: NRschG NRW). Diese Ansicht mit „von vollkommener Unwissenheit getragen“ zu subsumieren, ist wohl noch geschönt. „Total bekloppt“ wäre dem Inhalt der Aussagen des Herrn Blumberg wohl eher angemessen.

Leider übersieht Dr. iur Dr. google Ronald Blumberg bei seinen Ausführungen folgenden Sachverhalt:  Der Begriff „Polizeifestigkeit der Versammlung“ bedeutet alleine, dass die Versammlung nur dann unterbunden (sic!) werden darf, wenn schwerwiegende Störungen von Ihr ausgehen oder auszugehen drohen. Laut VersG sind dies i. W. Gefahren für Leib und Leben der Anwesenden oder der Allgemeinheit. Oder andere hochstehende Rechtsgüter.

Davon, dass Verstöße anderer Art (hier Ordnungswidrigkeiten) im Nachhinein nicht geahndet werden dürfen, ist jedoch durch den Begriff „Polizeifestigkeit der Versammlung“ nicht die Rede. Denn Art. 8 GG schützt die politische Versammlung im Moment ihres Abhaltens vor Zugriff durch die Polizei. Nicht geschützt sind aber andere rechtsverletzende  Handlungen, die im Kontext der Versammlung vorgenommen werden. Folgte man der abwegigen Rechtsauffassung der beiden Herren, ließen sich unter Rückgriff auf Art. 8 GG beliebige rechtsfreie Räume generieren. Im Endeffekt könnte dann jede Personengruppe sich auf das Versammlungsrecht berufen und nach Belieben rechtsverletzende Handlungen begehen, denn ihre Versammlung wäre ja nach Art. 8 GG geschützt.Man muss schon sehr wenig von REchtsdingen verstehen, um so etwas propagieren zu können. Die Herren Blumberg und Rademacher können das. Wobei letzterer soagr eine Webseite betreibt, um diesen haarsträubenden Blödsinn unter das Volk zu streuen (http://www.smokers-walk.de/info-s-zu-helmut-party-s/)

Dass eine „spontane politische Versammlung“ nach Art. 8 GG und der Begiff „….Party“ sich zudem ausschließen, darauf habe ich bereits mehrmals hingewiesen.

Zurück zur Rechtslage: Ein Blick in das Versammlungsgesetz, namentlich § 5, hätte den Herren Rademacher und Blumberg genügen sollen:

Die Abhaltung einer Versammlung kann nur im Einzelfall und nur dann verboten werden, wenn…

Daher regelt das VersG in dieser Norm zur genaueren Definition des Art. 8 GG das mögliche Verbot einer Versammlung. Von der Straffreiheit von Rechtsbrüchen im Rahmen dieser Versammlung ist dort nichts genannt.

Nebenbei bemerkt haben die Teammitglieder des „Forums Raucherwahnsinn“ und ich bereits vor einigen Monaten auf die Sachlage aufmerksam gemacht.

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„Helmut-Partys“ – Jetzt kommt es richtig dicke

Langsam scheint sich herumzusprechen, dass die „geniale Idee“ des LKW-Fahrers und Hobbyjuristen Gerald „Radi“ Rademacher und seines Helfers Ronald Blumberg aus Radevormwald, der schon mal in bester Nazi-Manier Rauchgegner mit Ratten vergleicht, ein ziemlicher Schuss in den Ofen war. Denn irgendwie gehen die Ordnungsämter in Nordrhein-Westfalen so gar nicht mit bei der Interpretation einer schnöden Raucherparty als „spontane politische Versammlung gem. Art. 8 GG mit besonderem Grundrechtsschutz und konkludent erteilter Raucherlaubnis“. Immer mehr Gastronomen, die sich aus juristischer  Ahnungslosigkeit oder aus Dummheit auf dieses selten blöde Spiel eingelassen haben, bekommen Post mit Bußgeldbescheiden von der Behörde. Und es wird teuer:

"Helmut-Party" - Das ging schief

„Helmut-Party“ – Das ging schief

(Quelle „Raucher in Deutschland“)

Ein Herr Ingo Hutz hat das gleiche Problem. Ihn kostet der Spaß, Rechtsbruch begangen zu haben, aber etwas mehr, nämlich fast 800 Euro:

Rauchverbotsverstoß kostet Wirt fast 800 Euronen!

Rauchverbotsverstoß kostet Wirt fast 800 Euronen!

Für Herrn Hutz könnte der Spaß aber noch wesentlich teurer werden. Denn auch er ist vollkommen rechtunkundig und veröffentlicht das Bußgeldschreiben ungeschwärzt auf seiner Facebook-Homepage. Die Sachbearbeiter und deren Daten vom OA Solingen sind so für jeden lesbar. (Seite 1Seite 2Seite 3)

Fazit: Da hat der Mann wohl einfach Pech gehabt denn er hat sich mit den falschen Leuten (in dem Falle den Herren Rademacher und Blumberg) in ein Boot gesetzt. Und er betet den rechtlichen Unsinn, welchen Blumberg und sein Sozius „Radi“ seit Wochen auf facebook verkünden, ohne mit der Wimper zu zucken nach:

Pech gehabt - Wirt muss zahlen, weil er sich auf "Helmut-Party" eingelassen hat

Pech gehabt – Wirt muss zahlen, weil er sich auf „Helmut-Party“ eingelassen hat

Tja, meine Herren Rademacher und Blumberg! Vielleicht hättet Ihr, bevor Ihr diese „genialen Tipps“ ins Internet stellt, mal jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt. Z. B. jemanden, der ein abgeschlossenes Jurastudium mit Erster und Zweiter Staatsprüfung vorzuweisen hat.  Ein Führerschein der Klasse II und ein Werkzeughandel sind vielleicht etwas wenig, wenn man einen auf Verfassungsrechtler machen will. Ganz abgesehen davon, dass Eure „Rechtsberatung“ vermutlich auch nicht rechtskonform ist.

Muhahahaha!

Muhahahaha!

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„Netzwerk Rauchen“ – Nikotinabhängige wollen selbst auf Spielplätzen rauchen (von Peter Rachow)

Vom sog. „Netzwerk Rauchen“, einem Verein einiger weniger hochgradig Nikotinabhängiger, sind wir einiges an bis dato publiziertem Unsinn gewohnt. Jetzt legt diese Splittergruppe, deren Lautstärke umgekehrt proportional zu ihrer Mitgliederzahl ist, mal wieder nach: Link zu einem Pamphlet des „Netzwerk Rauchen“ .  Und zwar in einer Causa, in der uns deren Vereinsvorsitzender, Michael Löb aus Worms, allerdings unfreiwillig, eindringlich eine der Folgen des Rauchens anhand seines schlechten Zahnstatus demonstriert hat (Link zum Filmbereicht des SWR zum Thema „Rauchverbot auf Spielplätzen“). Wir fassen kurz zusammen: Herr Löb möchte gerne auf Spielplätzen weiter rauchen.  Alle, die das nicht wollen, sind doof, und „Genussfeinde“ und sowieso.  Reflexartig versucht sein kaum ernstzunehmender Kleinstverein für diese abwegigen Thesen die Trommel zu rühren. Aber immerhin: Der Versuch, sich mal wieder lächerlich zu machen, gelingt.

Beim Vortrag des Herrn Löb und seines „Netzwerks“ handelt es sich summa summarum um eine, wie ich finde, ziemlich blödsinnige Einlassung. Denn erstens sollte man den auf einem Spielplatz  spielenden Kindern nicht den Drogenkonsum in Gestalt des überaus peinlichen Verhaltens des Tabakrauchens direkt vor der Nase demonstrieren.

Zweitens ist es bedauerlich, dass manche Menschen nicht einmal die kurze Zeit, in der ihre Kinder auf dem Spielplatz zubringen, aushalten können, ohne sich den nächsten „Schuss“ mit Nikotin zu setzen. Denn für die nikotinabhängigen Protagonisten von Lungenkrebs und Raucherbein aus dem Hause „Netzwerk Rauchen e. V.“ dürfte dieser kurze Drogenverzicht bereits eine erhebliche Anstrengung darstellen. Und so muss die Gruppe um Michael Löb eben ein paar „Argumente“ suchen, um zu erklären, dass man eben auf Spielplätzen dringend rauchen dürfen muss.

Eines davon ist die gerade angesprochene Vorbildfunktion, jedoch in einer weitgehend sinnfreien Neuinterpretation:

„Netzwerk Rauchen“ schreibt: Es ist jedermann unbenommen Kindern, auch fremden, Vorbild zu sein so man dafür ein Bedürfnis verspürt, die Frage ist nur: wofür? Es mag vorbildlich sein Kindern nahe zu bringen, dass man bestimmte Dinge besser bleiben lässt, wenn man das Erwachsenenalter jemals erreichen will, zum Beispiel Putzmittel zu verköstigen. Lebt man Kindern dagegen Konformismus vor ist die Lage eine andere, dann könnte Nachahmung böse enden.

Es ist kaum verwunderlich, dass solch ein hemmungloser Egoist wie ein Kampfraucher aus dem oben genannten Rauchernetzwerk kaum einen Sinn darin sehen dürfte, Kindern ein Vorbild zu sein. Denn der Egoismus dieser Extremabhängigen ist beständig nur darauf gerichtet, ihre eigene Sucht zu befriedigen. Warum soll man da Kindern in Form eines Vorbildes zeigen, dass Sucht aber kein erstrebenswertes Verhalten ist und nur in die Dummheit und die Unmündigkeit führt? Von finanziellem Schaden, Krankheit,  Siechtum und Tod mal abgesehen. Und dass Rauchen sowieso nur etwas für Schwächlinge und Verlierer ist?

Der Nonkonformismus, dessen sich der Autor in drastischer Verkennung der Tatsachen rühmt, ist darüberhinaus wohl kaum damit zu erreichen, dass man zu einer Gruppe von mehr als 20 Millionen zigarettensüchtigen Menschen in Deutschland gehört. Und den in Ansätzen vorgetragegen Bezug zum Nazireich („wohin das führt, wissen wir…“), der von diesen Hardcorerauchern in ihrer schier unbeschreiblichen Einfalt gerne mal getätigt wird, den ignorieren wir einfach mal. Diese Art von ausufernder Dummheit ist mir schon seit Jahren bekannt. Ich lache immer wieder gene darüber.

„Netzwerk Rauchen“ schreibt: Davon abgesehen, dass man in kurzer Zeit den Respekt jedes Kindes verlieren wird, sobald es begriffen hat, dass das Vorbild in Wahrheit ein Scheinriese ist; einer, der dem Kind etwas vorspielt, sich aber ansonsten ganz anders verhält.

Hier schließt der Autor vermutlich von sich auf andere. Der normale Mensch wird einem Kind dagegen konsequent vorleben, dass er so klug ist, sein Geld nicht zu verbrennen indem er es anzündet und die entstehenden Abgase einatmet. Er wird auch zeigen,  dass er seine Gesundheit nicht vorsätzlich runiert und dass er seine Mitmenschen nicht dadurch belästigt und gefährdet, dass er raucht und ihre Umwelt belastet.

„Netzwerk Rauchen“ schreibt: So erzieht man Anpasser, schwache Menschen, die stets einen Anführer brauchen der ihnen sagt was sie tun sollen, Menschen, die sich selbst nicht kennen, weil sie nie die Gelegenheit hatten sich selbst kennen zu lernen, die sich als minderwertig erleben, weil sie das Ideal der Außenwelt nicht erreichen können. Ideale Kandidaten für langjährige Psychotherapien, ideale Befehlsempfänger.

Wenn der Autor von „schwachen Menschen“ spricht, wen meint er damit eigentlich genau? Ich kenne „schwache Menschen“ eher als jene, die nicht oder nur extrem schwer von der Nikotinsucht loskommen oder die sogar noch weiter rauchen müssen,  nachdem ihnen ein Arzt gesagt hat, dass sie nur noch wenige Monate zu leben haben. Ganz einfach weil sie an einer tödlichen und nur durch das Rauchen entstandenen Krankheit leiden. Es sind meiner Ansicht nach jene, die sich als Jugendliche als minderwertig erlebten und dadurch zum Raucher wurden. Sie wollten ein „Genussmensch“ sein, der ja so unendlich „cool“ und „überlegen“ ist und der „meilenweit“ für seine Kippen geht und für den das Leben ein Abenteuer in „Marlboro Country“ ist.  So wollte also auch der picklige Jüngling sein, und schluckte halt der Einfachheit halber den Köder der Tabakindustrie.

Diese Sichtweise auf die Droge Tabak, die den jungen, pubertierenden und von Selbstzweifeln angenagten Jungkonsumenten von Seiten einer profitgeilen und skrupellosen Tabakdrogenindustrie eingehämmert wurde (ein Märchen, das primär die intellektuell weniger gut ausgestatteten Teens und Twens glaubten und die diesen „Lebensentwurf“ dann in den Konsum von Tabakwaren umsetzten) führte so der Killerdroge Tabak immer neue Konsumenten zu. Und genau diese Leute muss der Autor des „Netzwerk Rauchen“ auf dem Schirm gehabt haben, als er seine Aussage von den „schwachen Menschen“ tätigte. Rauchen ist Schwäche. Wer stark ist, lebt ohne Drogen.

„Netzwerk Rauchen“ schreibt: Kinder müssen Menschen erleben, keine Konformisten. Menschen die Ecken und Kanten haben, die die unterschiedlichsten Dinge tun, die sich unterscheiden und die dazu stehen, ohne wenn und aber und ohne schlechtes Gewissen.

Ach ja? Und diese Menschen sind Raucher? Man muss fast lachen über die unverhohlene Dummheit, die der Autor hier offenbart: Die Individualisten, die Kreativen, die Aufrechten, die Unangepassten, ja das sind seiner Meinung nach die Raucher. Was für eine schwachsinnige Einlassung! In der Realität sind dies jedoch oft Menschen, die ihr letztes Geld in die Droge stecken und die so „unangepasst“ sind, dass sie wirklich idiotische Dinge tun. Nämlich sich und ihre Umwelt zu vergiften und später einmal an ihrer vermeintlichen „Indivualität“ wesentlich früher zu sterben als Nichtraucher. „Ecken und Kanten“ scheinen für den Autor dieses selten blödsinnigen Textes jene zu sein, die sich freiwillig vergiften. Was für eine abgrundtiefe Dummheit aus diesen Worten spricht!

„Netzwerk Rauchen“ schreibt: Wie viele Kinder sind also bislang an verschluckten Zigarettenkippen zu Tode gekommen: keines. In einem bestimmten Alter nehmen Kinder schlicht alles in den Mund um den Gegenstand des Interesses zu prüfen, und manchmal wird auch einer verschluckt. Das kommt bei Kippen etwa 1.500mal pro Jahr vor. In fast allen Fällen kümmert sich der Körper des Kindes selbst erfolgreich um das Problem und scheidet den unerwünschten Gegenstand schlicht wieder aus.

Auch hier erkennt man wieder die übliche Taktik dieses „Netzwerk Rauchen“, sich auf ein eher am Rande liegendes Problem zu fokussieren. Es sind aber nicht die Kippen, die Kinder verschlucken könnte, es ist der widerliche Abfall des Tabakkonsums der überall herumliegt. Asoziale Raucher haben die Angewohnheit, ihre Zigarettenreste überall hinzuwerfen, wo sie gerade stehen. Dies sieht nicht nur ekelhaft aus, es stinkt ekelerregend und die Beseitigung des Mülls kostet viel Geld. Und dieser Dreck hat auf einem Kinderspielplatz rein gar nichts zu suchen. Und seine Beseitigung fällt obendrein der Allgemeinheit zur Last.

„Netzwerk Rauchen“ schreibt: Eine naheliegende greifbare Lösung für dieses Problem das keines ist für geradeaus denkende Menschen wäre übrigens: einfach ein paar Aschenbecher aufstellen. Preiswert und effektiv. Diese geniale Erfindung reduziert weggeworfene Kippen um einen dramatisch hohen Prozentsatz.

Wir sind es gewohnt, dass die Brachialraucher aus dem „Netzwerk Rauchen“ an einer schweren Form des „Pippi-Langstrumpf“-Syndroms leiden: „Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt!„. Man sehe auf einem Bahnhof mal ins Gleis und vergegenwärtige sich, wie viele hundert Kippenreste da auf einem Meter Bahnsteiglänge zusammenkommen. Und dies trotz aufgestellter Aschenbecher. Raucher wie Michael Löb, der gegen den Nichtrauchschutz in Kneipen kämpft u. a. deshalb, weil er es nicht vermag, zum Konsum seiner Drogen ein paar Meter vor die Tür zu gehen ist diesbezüglich kein Einzelfall. Und der erwartet dann allen Ernstes, dass Raucher vor diesem Hintergrund nach dem vollzogenen Konsum zum Aschenbecher watscheln und dort die abgebrannten Reste ihrer Zigaretten entsorgen? Man darf nun getrost neuerlich laut auflachen.

„Netzwerk Rauchen“ schreibt: Apropos Überwachung: Ein Gesetz, das nicht durchgesetzt werden kann ist natürlich überflüssig wie ein Kropf. Der Städtetag ist noch eine Erklärung schuldig, wie die allzeit klammen Kommunen ein weiteres kontrollaufwändiges Verbot denn durchsetzen wollten. Wir sind gespannt auf die Antwort.

Dass die Brutalraucher vom „Netzwerk Rauchen“ es mit der Gesetzestreue nicht so genau nehmen, ist hinlänglich bekannt. Aus deren Reihen wird bekanntermaßen immer wieder zum Rechtsbruch aufgefordert. Jürgen Vollmer aus Marburg, ehemaliger Vizevorstand des Vereins, ist dabei besonders hervorgetreten (Link 1 | Link 2). Auch Michael Löb, derzeitiger Vorsitzender des Vereines, hat mit dem Bruch geltender Gesetze kein Problem:

Boykott von Rauchverbots-Gastronomie in NRW
Netzwerk Rauchen: Geschlossene Gesellschaften nutzen

Raucher boykottieren ab dem 1. Mai alle Gastätten in Nordrhein-Westfalen, in denen nicht mehr geraucht werden darf, rät Netzwerk Rauchen e.V.. Die deutsche Interessenvertretung rauchender Menschen fordert stattdessen dazu auf solche Wirte zu unterstützen, die ungeachtet des Verbots weiterrauchen lassen…

(Quelle)

Und daher dürfte auch der Autor des hier besprochenen Beitrages (bei dem es sich wahrscheinlich um eben diesen Michael Löb, Vorstand von „Netzwerk Rauchen e. V. „, handeln dürfte), genau jenes im Sinn haben. Ich gehe davon aus, dass Löb mit internalisierten Normen wohl wenig im Sinn hat. Folglich dürfte es ihm kaum einsichtig sein, dass Normen eine stabilisierende Funktion im Zusammenleben der Menschen haben. Also ist davon auszugehen, dass der einzige Antrieb, der ihn zur Einhaltung eines bestehenden Gesetzes zu bringen in der Lage ist, die Drohung mit einer Sanktion ist. Denn durch seine Äußerung tut er kund, dass er eben nicht vorhat, wenn schon nicht kontrolliert wird, diese Regelung (Rauchverbot auf Spielplätzen) auch einzuhalten.

Zum Ende des Textes kommt dann wieder ein weiteres typisches Stilmittel dieses verqueren Rauchernetzwerkes und seiner Ausarbeitungen auf den Plan: Die Ablenkung vom eigentlichen Thema und der Verweis auf eine vermeintlich größere Gefahr. In diesem Falle sind es herumliegende Injektionsspritzen.

„Netzwerk Rauchen“ schreibt: Übrigens lauert da auf so manchem Spielplatz eine echte Gefahr, weggeworfene Spritzen beispielsweise. Da helfen aber weder ein Rauchverbot und ein Spritzenverbot vermutlich auch nicht. Ob das Problem ganz woanders zu suchen ist? Wir fragen mal den Städtetag, falls er Zeit hat dieser Frage nachzugehen.

Dies hat zwar mit dem Rauchen gar nichts zu tun, aber immerhin lenkt es vom Thema ab. Aber nur jenen, der so doof ist, sich auf diesen bei Hardcorerauchern üblichen Vergleich von Äpfeln und Birnen einzulassen.

Bleibt nur zu hoffen, dass andere Städte in Baden-Württemberg, wie hier in Karlsruhe, ein Rauchverbot auf Spielplätzen verhängen. Und dies dann auch unbedingt konsequent überwachen. Damit Leute wie Michael Löb gar nicht auf den dummen Gedanken kommen, den Kindern auf dem Spielplatz die „Ich-bin-süchtig-und-muss-überall-rauchen“-Show geben.

Nachsatz: Im Forum des Nikotinistenvereines „Netzwerk Rauchen“ schreibt Löb als „freiraucher“ folgenden Stuss:

Was ich noch gar nicht erwähnt hatte war diese geradzu symbolische Koninzidenz von Drehtermin und einem tragischen Unglück: während wir gedreht haben war auf der anderen Neckarseite die Feuerwehr im Großeinsatz. Der Grund war, wie ich später erfahren habe, der Brand in einem heruntergekommen Asylwohnheim in den Quadraten, bei dem zwei Kinder einer Asylfamilie ums Leben kamen. Die Elektrik in dem Haus war in einem mangelhaften Zustand und sie hatten wohl versucht mit einem Verlängerungskabel Strom in ihre Wohnung zu bekommen; das ging dann gründlich schief. So sehen Gefahren für Kinder aus die man mit Leichtigkeit abstellen könnte so man sich drum kümmerte anstatt sich derweil mit so einem Mumpitz wie Rauchverboten auf Kinderspielplätzen zu befassen. (Quelle)

Auch hier wieder die selten dumme Strategie, Risiken zu vermengen, die rein gar nichts miteinander zu tun haben. Vielleicht soltle man dem Mann mal klar machen, dass Vergleiche immer problematisch sind. Besonders wenn sie hinken.

(C) 2014 Peter Rachow

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Jürgen Vollmer aus Marburg: wenn Lesen und Verstehen zwei verschiedene Dinge sind

Jürgen Vollmer aus Marburg, einer der aggressivsten deutschen Gegner des Nichtraucherschutzes, scheint über ein nur eingeschränktes Reflexionsvermögen zu verfügen. Aber der Reihe nach…

Auf dem facebook-Kanal der ebenfalls aggressiv agierenden Nikotinikerorganisation „Netzwerk Rauchen“ freut sich der Mann aus Marburg wie ein Schneekönig, dass an einer englischen Schule die Schulleiterin das Rauchverbot täglich jeweils einige Zeit lang aussetzt, damit die nikotinabhängigen Schüler sich ihren „Schuss“ setzen können.

OK, wer lesen kann, hat Vorteile. Denn statt seine doch mittlerweile arg abgedroschenen Standardsprüche („Es gibt sie ganz offensichtlich doch noch: Reste von Vernunft wider die scheinheilige Gesellschaft des Gutmenschenterrors.“ und anderes Bla-Bla-Bla mehr) einzuwerfen hätte der Hardcoreraucher aus Marburg doch besser den Text zu dem Bericht und nicht nur die Überschrift lesen sollen: => Bericht

Denn darin stehen folgende Fakten:

a) In der Schule werden schwererziehbare Jugendliche unterrichtet (wer mag da nicht an die typische Klientel des „Netzwerk Rauchen“ denken!)

b) Die Jugendlichen sind schwer nikotinabhängig (Der Nachsatz von a) ist hier ebenfalls anzuwenden)

Und das dürfte dem selbsternannten Freiheitskämpfer Jürgen Vollmer aus Marburg gar nicht schmecken:

Ausserdem würden die Schüler während der beiden 10-Minuten-Pausen begleitet und über die Gefährlichkeit des Rauchens aufgeklärt.

Da ist er also wieder, der „Faschismus“ des „Nannystates“ (Originalzitate Jürgen Vollmer). Aber jeder biegt sich die Wahrheit eben so hin, wie er sie am liebsten hat.

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Gute Idee! Rauchverbot auf Spielplätzen auch in Stuttgart

Nach der Stadt Karlsruhe wird es auch in Stuttgart bald ein Rauchverbot auf Kinderspielplätzen geben:

Die Stadt Stuttgart arbeitet derzeit ihrerseits an einer entsprechenden Vorlage, die Ende des Monats im Gemeinderat diskutiert werden soll.

Stimmt das Gremium mehrheitlich für das Rauchverbot, dürfen die Qualmer schon in Kürze von den öffentlichen Spielplätzen in der Stadt verscheucht werden. Bei Verstößen, sagt ein Sprecher der Stadt, drohten Anzeigen. „Uns geht es dabei weniger um den giftigen Qualm. Der verteilt sich im Freien ja rasch. Das Problem sind vielmehr die gefährlichen Zigarettenkippen auf dem Boden, an denen sich Kleinkinder vergiften können.“

(Stuttgarter Zeitung)

Asoziale Raucher vermüllen ihre Umgebung, das ist bekannt. Man sehe auf dem Bahnhof ins Gleis, auf der Straße auf den Boden oder auf dem Spielplatz auf den Sand. Überall liegen Berge von Kippen, derer sich Assiraucher nach dem „Genuß“ auf schnelle und umkomplizierte Weise entledigt haben. Wem seine eigene Gesundheit egal ist, dem geht auch seine Umwelt am A… vorbei.

Aber um etwas weiteres geht es bei einem Rauchverbot auf Spielplätzen ebenfalls: Kinder sollen beim Spielen keine süchtigen Nikotiniker als falsche Vorbilder sehen. Kinder lernen, besonders im frühen Alter, durch Nachahmung. Je weniger diese Kinder in ihrer Umgebung Raucher sehen, desto weniger werden sie das krankhafte Inhalieren von Tabak als Normalverhalten verinnerlichen. Sie werden dadurch wesentlich weniger Gefahr laufen, ebenfalls im späteren Leben zu einer kaputten Suchtperson zu werden, deren Leben und Trachten primär auf den Erwerb und Konsum einer tödlichen, krank und sie fertig machenden Droge ausgerichtet ist. Sie werden mit einer weit höheren Wahrscheinlichkeit gesund und selbstbestimmt aufwachsen und sich nicht zu einem Kippenjunkie entwickeln. Und deshalb sollte es strenge Rauchverbote überall dort geben, wo Kinder sich bevorzugt aufhalten. In Kindergärten und Schulen ist das bereits der Fall. Auf Spielplätzen wird es kommen.

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Neues von den Qualmpiraten

Wie Werner Niedermeier und Jürgen Vollmer sich Nichtraucherschutz mit „Vernunft und Augenmaß“ vorstellen…

Vor kurzer Zeit konnten wir darüber berichten, wie ein kleines Grüppchen Extremraucher versuchte, die Piratenpartei für ihre Ziele, den Nichtraucherschutz flächendeckend wieder abzuschaffen, mal eben im Handstreich kapern wollte (=> zum Artikel). Heute wollen wir darüber referieren, was zwei berühmt/berüchtigte Extremraucher in einer Arbeitsgruppe eben dieser Piratenpartei noch so ausheckten und wie nachgerade grotesk ihre Vorstellungen eines „vernünftigen Nichtraucherschutzes“ aussehen.

Jürgen Vollmer und Werner Niedermeier haben sich also bei der Piratenpartei in ein stilles Eckchen (nicht „stilles Örtchen“!) zurückgezogen, und zum Zwecke der Erarbeitung der Problemstellung nach vermutlich sehr vielen gerauchten Zigaretten jede Menge Raucherquatsch in feinstem Qualmsprech produziert. Hier erst einmal der Link zur „Projektgruppe Freiheit und Vernunft“, deren einzige Mitglieder Vollmer und Niedermeier sind.

https://nichtraucherschutz.piratenpad.de/10?

Bevor wir jedoch tiefer in das Thema einsteigen, soll ein kleiner Widerspruch aufgezeigt werden. Jürgen Vollmer, der sich jetzt so engagiert bei der Piratenpartei für die Abschaffung des Nichtraucherschutzes einsetzt, war dieser Partei vor kurzer Zeit noch gar nicht besonders zugetan. Auf der von ihm betriebenen Webseite wetterradio(dot)de plazierte er anlässlich der Landtagswahl im Saarland am 25.03.2012 folgenden „Aufkleber“:

Jürgen Vollmer aus Marburg agitiert gegen seine eigene Partei (Piraten)

Jürgen Vollmer aus Marburg agitiert gegen seine eigene Partei (Piraten)

So weit, so komisch…

Lassen wir nun aber Werner und Jürgen zu Anfang unserer Betrachtung einfach mal darlegen, wie sie sich „piratigen“ Nichtraucherschutz genau vorstellen. Kommen wir also erst einmal zu einem kompakten Aufriss der Problemstellung, die für unsere beiden rauchenden Freibeuter relevant ist:

in den vergangenen Wochen und Monaten haben wir hier in der AG Nichtraucherschutz um die Erarbeitung tragfähiger Positionen zum Thema Nichtraucherschutz gerungen. Herausgekommen sind im wesentlichen zwei Ansätze zur Regelung des Rauchens in der Öffentlichkeit:
 
1. Ein auf möglichst totalen Rauchverboten aufsetzender, staatlich zu verordnender „Gesundheitsschutz“, der Raucher aus dem öffentlichen Leben weitestgehend verbannen und deren Teilhabe am gesellschaftlichen Leben praktisch beenden will.
[…]

Oha, das ist starker Tobak gleich am Anfang. Man wolle also Raucher von der „Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“ ausschließen? So einen Unsinn können wohl nur Extremraucher verzapfen. Lieber Werner, lieber Jürgen: Natürlich dürft Ihr weiter am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Nur die Kippe, die raucht Ihr eben draußen. Und danach dürft Ihr wieder rein. Auch wenn Ihr dann etwas, sagen wir mal, „mieft“. Und wenn Ihr diese minimale Einschränkung als Euren Ausschluss vom „gesellschaftlichen Leben“ auffasst, dann gibt es in den „Gelben Seiten“ unter „Ärzte => Psychiater“ garantiert kompetente Hilfe. „Auf Kasse“ oder „privat“, ganz nach Belieben.

2. Eine auf Kompromisslösungen zwischen beiden Gruppen zielende Positionierung, die das bereits erheblich gestörte gesellschaftliche Miteinander zwischen Rauchern und Nichtrauchern im Wege von gegenseitigen Zugeständnissen wieder herstellen will, die beiden Seiten möglichst weit gehende Entfaltungsmöglichkeiten bieten sollen.

Dies ist auch wieder eine eher wenig überzeugende Einlassung. Die beiden Rauchpiraten beklagen ein „erheblich gestörtes gesellschaftliches Miteinander zwischen Rauchern und Nichtrauchern“. Man ist zumindest erstaunt.

Klar, die beiden sind Extremraucher und wollen weiter ihren lieb gewonnenen Gewohnheiten nachgehen und im Wirthaus ihre krebserregenden Dunstschwaden verbreiten ohne sich dabei auch nur einen Meter zu bewegen. Ansonsten sehe ich nämlich kein „erheblich gestörtes gesellschaftliches Miteinander zwischen Rauchern und Nichtrauchern“. In aller Regel haben Raucher (zumindest der vernünftige Teil) kein Problem damit, zum Rauchen ein paar Minuten vor die Tür zu treten und sich dort ihre Drogen zuzuführen. Nur bei Werner, Jürgen und ein paar anderen hochabhängigen Nikotinnutzern ist der Weg zur Tür alleine schon eine reine Zumutung.

Aber, lieber Werner und lieber Jürgen, ihr solltet auch den positiven Effekt von regelmäßiger Bewegung auf Eure Gesundheit nicht unterschätzen! Gerade bei Werner sieht man in seinem tollen Verbotsstaat-Video, dass ihm ein wenig Sport gar nicht schlecht täte! Also, lieber Werner, einfach mal den Ledermantel anziehen und ab vor die Tür. Und die Peitsche nicht vergessen!

Weiter meinen Werner und Jürgen:

Was bisher noch fehlte ist eine Position, die beiden Seiten auch ohne umfassende, staatlich zu kontrollierende Regelungen gerecht wird und statt dessen auf das Konfliktlösungspotenzial von Vernunft und gegenseitiger Rücksichtnahme setzt.

Das ist ultimativ! Werner und Jürgen werden zu Science-Fiction-Autoren, wobei „Science“, also Wissenschaft, ja nicht unbedingt ihr Spezialgebiet ist. Der eine ist nämlich Wettermoderator bei einem Internetradio und der andere war mal Taxifahrer. Aber egal, legen wir das Hauptaugenmerk daher eher auf die Betonung von „Fiktion“.

Es ist schon sehr bizarr, dass unsere beiden Superpiraten gesetzliche Regelungen fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Sie sind also vollkommen gegen staatliche Interventionen und setzen in vollem Umfang auf Freiwilligkeit und gegenseitige Rücksichtnahme.

Wie sieht es denn also aus mit der „Rücksichtnahme“ der Raucher? Wir Nichtraucher durften jahre- und jahrzehntelang „live“ miterleben, wie die „gegenseitige Rücksichtnahme“ der Raucher genau ausgestaltet war und erinnern uns noch sehr gut. Wir denken dabei mit Tränen in den Augen wehmütig zurück an die Zeiten, als damals die Augen auch tränten, aber eben nicht wegen wehmütiger Erinnerungen sondern wegen des beißenden Tabakqualms in einem „sehr gemütlichen“ Ambiente. Besonders vermisse ich jene Zeiten, als man bei einem Essen für 100 DM (pro Person, wohlgemerkt) den rücksichtsvoll ausgestoßenen „Genuss“ des Mannes vom Nebentisch quasi kostenlos als Dreingabe zum Drei-Gänge-Menü dazu bekam.

Und auch heute noch, im „Jahre 2“ nach der Einführung eines konsequenten Nichtraucherschutzes in Bayern, erlebe ich immer wieder mit Begeisterung „rücksichtsvolle“ Raucher die beispielsweise in einem Festzelt ihrem „Genuss“ nachgehen und mich sehr „rücksichtsvoll“ daran teilhaben lassen. Frei nach der bekannten Devise: „Legal, illegal, scheißegal!“ . Dass in bayerischen Festzelten aufgrund der Gesetzeslage ein Rauchverbot gilt, dieses Wissen setze ich als bekannt voraus.

Lieber Werner und lieber Jürgen, jetzt mal Klartext: Ich weiß, Ihr beiden habt ein schweres Problem. Aber seid bitte nicht so dumm und glaubt, dass sich die Leute von Euch auf den Arm nehmen lassen. Wir wissen genau, wie die „Rücksicht“ von Leuten wie Euch aussieht: Hemmungsloser Egoismus, radikaler Ich-Bezug und eine komplette Negierung der Bedürfnisse nichtrauchender Menschen. Tabaksucht ist ein sehr schlechter Ratgeber, wenn es um das soziale Miteinander geht.

Denn anders als von militanten Antirauchern immer wieder behauptet wollen Raucher keineswegs etwa „immer und überall“ rauchen, sondern lediglich einer kultivierten Gesellschaft angemessene Bereiche, in denen sie ihrem Genussverhalten nachgehen können ohne Dritte damit – wie auch immer – zu beeinträchtigen, aber auch ohne von Dritten dort beeinträchtigt, gegängelt oder gar offen schikaniert zu werden.

Ach so, unsere beiden Pro-Lungenkrebs-Piraten fühlen sich also „schikaniert“? Wodurch denn? Nur dadurch, dass sie zum Rauchen mal kurz vor die Tür müssen? Jetzt bekomme ich wirklich langsam Mitleid mit armen entrechteten Rauchern vom Schlage eines Werner Niedermeier oder eines Jürgen Vollmer.  Ach ja, und zum Thema „kultivierte Gesellschaft“ sollten wir unsere beiden Experten für Piratenprogrammatik wieder mal einfach selbst zu Wort kommen lassen. Zuerst spricht Jürgen Vollmer und danach kommt Werner Niedermeier zu Wort. Liebe Leser, das ist wahre Kultiviertheit, wie sie uns von unseren beiden „Genusspiraten“ hier par excellence vorgeführt wird.

Auf der Basis ihrer suchtinduzierten persönlichen Problemstellung erläutern uns Werner und Jürgen nachfolgend, wie sie sich nun den „richtigen“ Nichtraucherschutz vorstellen:

1. An allen Orten, die von Nichtrauchern aufgesucht werden MÜSSEN gilt vorrangig Rauchverbot. Nach Möglichkeit sind abgetrennte Bereiche mit Raucherlaubnis auszuweisen.
2. Überall wo die Menschen freiwillig zusammen kommen, entscheiden die Inhaber des Hausrechts durch verbindliche Kennzeichnung ob und wo geraucht werden darf oder nicht.
3. Will der Staat ein Mindestangebot an rauchfreien Begegnungsstätten sicherstellen, steht es ihm frei selbst solche Betriebe einzurichten, wobei er allerdings allen einschlägigen betriebswirtschaftlichen und wettbewerbsrechtlichen Anforderungen Rechnung zu tragen hat.

Vor uns, meine sehr verehrten Leserinnen und Leser, liegt ein wirklich fulminanter Beweis ausgeprägter geistiger Schlichtheit. Punkt 1 verpflichtet Ämter, Behörden etc. nämlich nicht, das Rauchen zu untersagen. Es gilt nur „vorrangig“ Nichtraucherschutz. Und die Herren wünschen sich dann auch noch Bereiche, wo sie weiter ihren krebserregenden Dunst verbreiten dürfen. Ich stelle mit z. B. gerade eine Kfz-Zulassungsstelle vor mit 3 Schlangen, an denen sich die Autofahrer anstellen. Und in Schlange 3 darf dann geraucht werden?

Der Punkt 2. ist noch ein größerer Unfug, denn er führt nämlich geradewegs dazu, dass wir nichtraucherschutzmäßig in die Zeiten von vor 10 Jahren und früher zurückfallen würden, wenn der Horrorentwurf des qualmaffinen Gespannes Niedermeier/Vollmer eines Tages Realität werden würde.

Auf Deutsch: Es würde schlechterdings keine rauchfreien Angebote in der Gastronomie mehr geben. Raucher sind zwar in der Minderheit (das waren sie immer, bis auf jene Zeiten als hierzulande die Raucherquoten zwischen 50 und 60% lagen) aber durch ihre rücksichtslose Art haben ebenso rücksichtslose Raucher ihr vermeintliches „Recht auf Rauch“ zu allen Zeiten über das Recht des Nichtrauchers auf körperliche Unversehrtheit gestellt. Und wenige Raucher, das zeigte die Erfahrung, können einen einzigen Gastraum bereits so einnebeln, dass dem Nichtraucher oft nur die Flucht an die frische Luft blieb.

Wie würde die Praxis des oben genannten Modells genau aussehen?

Die Gastronomen, oft selbst genau so hochgradig nikotinabhängig wie Werner und Jürgens Zielgruppe, würden einfach sagen „Raucht halt, wenn Ihr wollt, ist mir doch egal!“ und ggf. kräftig mitrauchen. Wer sich selbst mit Zigaretten, Zigarren und Pfeifen die Gesundheit ruiniert, von dem wird man in aller Regel nicht erwarten können, dass er auf die gesundheitlichen Belange anderer Menschen besonders ausgeprägte Rücksicht nimmt. Folglich hätten wir durch die „genialen“ Ideen von Vollmer und Niedermeier genau den Zustand wieder hergestellt, den wir erst vor einigen Jahren mühsam beseitigt hatten.

Und wie wollte man denn ein Rauchverbot durchsetzen ohne gesetzliche Handhabe? Man soll doch nicht glauben, dass sich Raucher, auch wenn sie sich einer Nichtrauchergaststätte aufhalten, plötzlich Rücksicht nehmen würden. Was hätten sie zu befürchten? Ein Achselzucken des Gastronomen, der lapidar erklären würde: „Lasst sie halt!“.

Wenn sich vereinzelt Raucher nicht einmal an die heutigen Rechtsnormen z. B. in Bayern halten und verbotenerweise in Festzelten oder Lokalen rauchen, was würden sie denn dann erst zu einem Kneipenwirt sagen, der sie lediglich nett bitten kann, auf das Rauchen zu verzichten? Was könnte der Gastronom tun? Kein Wirt wird doch seine Gäste vor die Tür setzen. Schließlich handelt es sich um zahlende Kunden. Wenn der Mann Glück hätte, käme er nach einem entsprechenden Hinweis auf die angestrebte Rauchfreiheit in seinem Lokal ohne schwere Blessuren davon. Ein paar gepflegte Beleidigungen im Stille eines Jürgen Vollmer oder Werner Niedermeier (s. o.) dürfte er sich aber in jedem Falle anhören.

Und auch der Punkt 3. ist an Dummheit kaum zu übertreffen. So verlangen Vollmer und Niedermeier doch allen Ernstes den Einstieg in die Staatsgastronomie. Auf der einen Seite lehnen sie also wie gezeigt staatliche Gesetze, was den Nichtraucherschutz betrifft, konsequent ab, auf der anderen Seite soll der Staat nun plötzlich Nichtrauchergastronomie betreiben.

Das ist Hirnriss in kaum zu steigernder Form und lässt am Geisteszustand der beiden Autoren einen gewissen Zweifel aufkommen.

Apropos „Geisteszustand“: Bei manchen Textstellen habe ich mich wirklich gefragt, ob unsere beiden Autoren wirklich in der Lage sind, über ihren solcherart verzapften Unsinn auch nur wenige Sekunden nachzudenken. Ein Beispielsatz soll dies belegen:

Staatliche Eingriffe in die unternehmerische Freiheit von Gastronomen kommen sogar der Vergesellschaftung von Privateigentum zu Lasten der Inhaber gleich

Folglich sind also alle Gesetze, die einem Gastronomen in irgend einer Art etwas vorschreiben, der reine Kommunismus. Von Arbeitsrechtsnormen über Hygienevorschriften bis hin zu Umweltauflagen. Die unfreiwillige Komik mit der sich die beiden Herren hier zum Brot machen, hat zumindest einen gewissen Unterhaltungswert. Mehr aber auch nicht. Und da Gastronomen nur eine Teilmenge aller Unternehmer darstellen, sind folglich alle Vorschriften, alle Gesetze und Verordnungen, die Unternehmer betreffen, ein glatter Ausweis eines sozialistischen Systems.

Kommen denn wir zum Schluss. Unsere beiden Autoren geben ihrem Entwurf glücklicherweise selbst keine Chancen und das ist auch gut so:

Wir sind uns durchaus darüber bewusst, dass unser Ansatz wahrscheinlich kaum eine Mehrheit finden wird,

Lieber Werner, lieber Jürgen, das stimmt! Aber wir haben zumindest herzlich gelacht! Und dann geht Ihr halt zum Rauchen weiter vor die Tür. Basta.

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