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Rücksichtslose Raucher: Zu faul zum Über-die-Straße-gehen

Raucher sind oft fett, unbeweglich und jeder Meter zu laufen ist ihnen zu viel. Und über die Straße zu gehen geht gar nicht. Da muß man dann eben auch unter dem Fenster des Krankenzimmers eine durchziehen. Oder zwei. Der Patient dahinter findet den Gestank sicher toll und wird ganz schnell wieder gesund, damit er den Gestank nicht ertragen muß.

Roland Dittmar aus München ist zu faul um über die Straße zu gehen

Roland Dittmar aus München ist zu faul um über die Straße zu gehen

Rauchen unter dem Krankenzimmer ist echt das Allerhinterletzte. Keine Frage. Aber für den echten Assiraucher ist Verzicht kein Thema. Was kann Dittmar also tun, damit das nicht wieder vorkommt? Hier die Tips:

1. Abspecken
2. Mehr abspecken
3. Rauchen aufhören
4. Laufen
5. Mehr laufen
6. Noch mehr laufen

(Alles sehen auf facebook)

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Eva Peter-Culik aus Wien – „No sports! No reading! No understanding!“

Eva Peter-Culik aus Wien macht sich nichts aus Fitness (Beweis). Sie raucht lieber und schreibt bei facebook. Dies hat den Vorteil, dass man sich nicht so anstrengen muss. Insofern kommt ihr ein Posting eines anderen Hardcorerauchers im facebook-Kanal von „Netzwerk Rauchen“ sehr gelegen (Quelle):

Eva Peter-Culik joggt nicht gerne

Eva Peter-Culik joggt nicht gerne

Eingestellt wird der Beitrag von einem „David Atherton„, übertitelt mit „Study: Jogging is bad for your health.„. Dieser facebook-Autor scheint einen, gelinde gesagt, erheblichen Dachschaden zu haben. Sieht man nämlich sich seinen Account bei facebook an (Link s. o.!), findet man ein „Like“ zu einer Seite auf der Personen verunglimpft werden. Dies ist in den Kreisen der oftmals sittlich erheblich verrohten Hardcoraucher nun nicht gerade ungewöhnlich, gehören doch Herabwürdigungen zum Handwerkszeug der Extremabhängigen (Beispiel 1, Beispiel 2, Beispiel 3, Beispiel 4).

Besonders geschmacklos ist dies jedoch, da David Atherton auf eine Seite verlinkt, welche den Namen „Old mate Bryan“ („Alter Kumpel Bryan“) trägt. Diese Seite verunglimpft einen Menschen namens „Bryan Curtis„, welcher im Alter von nur 34 jahren nach 20 Jahren Rauchen an Lungenkrebs verstarb.

Gehen wir zurück zu Eva Peter-Culik aus Wien. David Atherton übertitelte sein überaus dummes Posting mit „Study: Jogging is bad for your health„. In dem verlinkten Artikel eines etwas durchgeknallten Blogs („breitbart.com“) aus Großbritannien wird dann höhnisch erklärt, dass Joggen der Gesundheit nicht besonders zuträglich sei. Der „Erfinder“ der Joggingbewegung sei mit 52 beim Joggen gestorben (nachderm er in früheren Zeiten erhebliches Übergewicht hatte und 2 Packungen Zigarettten am Tag konsumierte) etc. etc. Man kan sich denken, aus welcher Ecke derartige Einlassungen stammen. Frau Peter-Culik gefällt so etwas jedenfalls. Tenor „Joggen tötet. Rauchen und Übergewicht tun das nicht„. Dies dürfte Frau Peter-Culik aus der Seele gesprochen sein.

Allerdings hat Frau Peter-Culik, wie man fast erwarten kann, nicht den etwas komplexeren Text zu der Studie auf einer britischen Webseite zum Thema Gesundheit gelesen. Warum auch? Man müsste sich ja möglicherweise mit Inhalten konfrontieren, die nicht in das eigene Weltbild der Hardcoreraucherin passen, was sich jeder Nikotinist im Laufe seines nicht ganz so langen Lebens  so zusammenzimmert. In diesem Artikel steht nämlich etwas differenzierter zu lesen:

Too Much Running Tied to Shorter Life Span

TUESDAY, April 1 (HealthDay News) — Running regularly has long been linked to a host of health benefits, including weight control, stress reduction, better blood pressure and cholesterol.

However, recent research suggests there may a point of diminishing returns with running.

A number of studies have suggested that a „moderate“ running regimen — a total of two to three hours per week, according to one expert — appears best for longevity, refuting the typical „more is better“ mantra for physical activity.

The researchers behind the newest study on the issue say people who get either no exercise or high-mileage runners both tend to have shorter lifespans than moderate runners. But the reasons why remain unclear, they added.

(Quelle)

Schon alleine die Überschrift mit dem Text „Too much running…“ lässt aufhorchen. Der nicht vollständig hirntote Leser sieht, dass es so einfach nun auch nicht sein kann, wie bei Hardcoresmokern beschrieben. In dem rot markierten Text steht der Sachverhalt dann nämlich etwas anders beschrieben: „Die Forscher, welche diese neueste Studie herausgegeben haben, sagen, dass jene Menschen, die entweder gar kein Laufpensum absolvieren ebenso wie jene, die sehr viel laufen, eine kürzere Lebenserwartung haben.“ Und darüber steht weiter zu lesen, dass es eine Anzahl von Studien gibt, die herausfanden, dass ein moderates Laufpensum der beste Weg sei, etwas für seine Lebenserwartung zu tun.

Aber anstatt den Text im Original zu lesen hat sich die wohlproportionierte Dame aus Wien eben einfach mit der verfälschenden Überschrift in den facebook-Posting zufrieden gegeben. Das passt auch. Denn Lesen ist, wie Joggen, anstrengend. Und das mögen „Genussfreunde“ nicht so. Wie man an Frau Peter-Culik sehr gut sehen kann. Stattdessen kommt der Dame ein hoch differenziertes „HAHAHAHAHH AAAAAAAAAA“ über den Sender. Das ist aber auch immerhin etwas.

(Liebe Eva, ich weiß, dieser Artikel ist nicht nett. Schickst Du nun wieder eine Beschwerde an meine Schulleitung?)

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