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Ronald Blumberg – Wenn Raucher wirklich jeden Unsinn glauben

Ronald Blumberg, der aggressive und verhaltensauffällige Raucheraktivist aus Radevormwald ist sicher kein großer Denker. Aber dass der Mann auf jeden Unsinn hereinfällt, und sei er noch so hanebüchen, ist wirklich schon peinlich. Und noch peinlicher wird es, wenn man etwas vom „Honigmannblog“ zitieren muss. Und oberpeinlich, dass der Artikel bereits 2013 erschienen ist. Dies kann man dann einzig noch als intellektuellen Offenbarungseid auffassen:

Ronald Blumberg - Ein Mann der wirklich jeden Unsinn glaubt

Ronald Blumberg – Ein Mann der wirklich jeden Unsinn glaubt (Quelle)

Der „Honigmann“ heißt in Wirklichkeit übrigens Ernst Köwing und verbreitet in seinem Blog u. a. krude Verschwörungstheorien sowie rechtsradikale Thesen (Quelle psiram). Köwing ist u. a. ein rechtskräftig vorbestrafter Volksverhetzer und Holocaustleugner. Also durchaus jemand auf den sich Ronald Blumberg, in dessen facebook-Gruppe „Raucher in Deutschland“ regelmäßig ausländerfeindliche und rassistische Kommentare gepostet werden und ungelöscht stehen bleiben, berufen kann.

Neben vielen anderen haarsträubenden Verschwörungstheorien vertritt Köwing auch die Ansicht, Lungenkrebs werden nicht überwiegend durch das Rauchen verursacht sondern habe andere Gründe. Er beruft sich dabei u. a. auf „sott.net“, einem ebenfalls hanebüchenen Blog mit wissenschaftlich vollkommen unhaltbaren Aussagen. Unter anderen seien lt. Köwing bzw „sott.net“ die wahren Ursachen für Lungenkrebs Radioaktivität, Radarstrahlen und Mikrowellen (wobei Radarstrahlen zu den Mikrowellen gezählt werden, was aber nicht jeder wissen muss). Einige der haarsträubenden Aussagen aus dem Artikel, auf den Ronald Blumberg verlinkt:

„Honigmann“ aka Ernst Köwing: Japan und Griechenland haben die höchste Anzahl an erwachsenen Zigarettenrauchern weltweit aber die niedrigste Lungenkrebsrate. […] (Quelle)

Dass dies blanker Unsinn ist habe ich bereits vor einigen Jahren widerlegt. Ein Abdruck meines Artikels aus dem Jahre 2012 liegt hier: (Link zum Artikel)

Weiterhin behauptet Köwing:

Honigmann“ aka Ernst Köwing: Im frühen 20. Jahrhundert rauchte beinahe jeder Zweite, aber die Vorfälle von Lungenkrebs blieben so niedrig, dass sie fast unmessbar waren. Dann passierte am 16. Juli 1945 etwas Außergewöhnliches: Ein entsetzlich verheerendes Ereignis, das westliche Regierungen schlussendlich dazu bringen würde, die Sichtweise auf das Rauchen für immer zu verzerren.

Auch dies ist purer Unsinn. Denn die Aussage berücksichtigt nicht die lange Latenzzeit bei der Entstehung eines Lungenkrebses:

„Lungenärzte im Netz“: Mit dem ansteigenden Zigarettenkonsum unter erwachsenen Männern seit den 20er Jahren stieg auch – um ein paar Jahrzehnte verspätet – die Anzahl Todesfälle infolge Lungenkrebs. (Quelle)

Einige wissenschaftlich ungebildete Personen scheinen der Auffassung zu sein, dass sich ein Bronchialkarzinom binnen weniger Monate, maximal wenige Jahre, entwickelt. Die Latenzzeit des Lungenkrebs liegt jedoch im Bereich einiger Jahrzehnte. Dies erklärt das Nacheilen der Lungenkrebsinzidenz zur Raucherquote. Aber es geht noch schlimmer was die Argumentation betrifft. Laut Aussage von Köwing sollen mehr Nichtraucher als Raucher an Lungenkrebs sterben:

Honigmann“ aka Ernst Köwing: Viele Leute fragen, wie es kam, dass diese rauchenden Mäuse von den tödlichen radioaktiven Teilchen geschützt waren, und erst recht, warum reale Statistiken heutzutage zeigen, dass weit mehr Nichtraucher als Raucher an Lungenkrebs sterben.

Offenbar lässt Köwing seine Kristallkugel die Zahlen sprechen. Die Wissenschaft hat andere Daten:

„Lungenärzte im Netz“: Bei Rauchern, die über 20 Jahre täglich mehr als 20 Zigaretten rauchen, entwickeln gegenüber Nie-Rauchern 20 Mal häufiger ein Bronchialkarzinom  . Beim so genannten „Raucherkrebs“ findet man alle bekannten Arten von bösartigen Tumoren vor: Plattenepithelkarzinom, Adenokarzinome und kleinzellige Karzinome. (ebd.)

Und warum das ganze dumme Geschwätz von der Radioaktivität als dem „wahren Auslöser“ des Lungenkrebs höchstgradiger Bullshit ist, habe ich hier dargelegt: (Link zu raucherdossiers). Besonders abstrus mutet die Erklärung von Köwing an, warum Rauchen denn nun angeblich vor Lungenkrebs schützen soll:

Honigmann“ aka Ernst Köwing: Professor Sterling von der Simon Fraser Universität in Kanada ist möglicherweise am nahesten an der Wahrheit, wo er Forschungsarbeiten benutzt um zu begründen, dass Rauchen die Bildung einer dünnen Schleimschicht in den Lungen fördert, „welche eine schützende Schicht formt, die jedes Krebs-übertragende Teilchen daran hindert, in das Lungengewebe einzudringen.“

Ich weiß ja nicht, welches Fachgebiet dieser „Professor Sterling“ bearbeitet, Medizin oder Atomphysik können es nicht sein. Nein, es war Informatik. Denn sonst wüsste der Mann, dass sich vielleicht Alphateilchen durch eine dünne Schutzschicht abschirmen lassen. Betateilchen hingegen nicht. Die würden auch durch eine dünne Schleimschicht mühelos durchdringen und im unterliegenden Gewebe ihr Zerstörungswerk durchführen können. Aber vielleicht nimmt der Raucher ja selektiv nur Alphastrahler auf.

Aber das mit der Schleimschicht beim Raucher in der Lunge mag stimmen: Raucher leiden oft unter chronischen Entzündungen der Atemwege. Dies führt zu einer vermehrten Schleimabsonderung, die sich u. a. als der berüchtigte Raucherhusten maifestiert. Aber von einer Schutzwirkung gegen radioaktive Partikel kann man hier wohl kaum ausgehen.

So ist es nicht verwunderlich, dass wissenschaftlich gänzlich unbeleckte Raucher wie Ronald Blumberg einen derartigen Unsinn für bare Münze nehmen. Hauptsache es zeigt, dass das Rauchen nicht nur ungefährlich ist sondern sogar einen protektiven Effekt hat. Aber wie gesagt, wenn man keinen Verstand hat, muss man ihn auch nicht ausschalten. Und so feiert der Hirnriss im Internet mal wieder eine Riesenparty.

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Eva Peter-Culik: Rauchen schützt vor Chemtrailfasern

Zur Zeit geben sich die bekannten Netzraucher wieder die Klinke in die Hand was törichte Einlassungen zum Thema „Rauchen“ betrifft. Ein krasses Beispiel, wie dumm man sich öffentlich äußern kann, findet man derzeit auf dem facebook-Kanal der bekannten Nikotinistenorganisation „Netzwerk Rauchen“:

Raucher meinen: Rauchen schützt vor "Chemtrails"

Raucher meinen: Rauchen schützt vor „Chemtrails“ (Quelle)

Für jene, die sich mit Verschwörungstheorien und Esoterikunsinn nicht so auskennen, hier eine kurze Info, was „Chemtrails“ eigentlich sein sollen: Gestandene Verschwörungsfreunde und Esoterikfreaks behaupten seit Jahren unablässig, dass aus den Triebwerken von Verkehrsflugzeugen auf großer Höhe bestimmte Substanzen ausgesprüht würden, die dann auf den Boden rieseln sollen. Dort sollen sie die Menschen gefügig machen, den freien Willen ausschalten und mit dieser Art von „Mindcontrol“ den Mächtigen (meistens „Bilderberger“, „Rockefellers“ oder allgemein „dunkle Mächte“ genannt) die Herrschaft über die Menschheit sichern. Sichtbar würden diese „Chemtrails“ wenn bei bestimmten Wetterlagen Kondensstreifen von Flugzeugen am Himmel erscheinen. Dann würde „wieder gesprüht wie verrückt“ (Zitat einer rauchenden Chemtrailanhängerin). Wer sich den Unsinn der Verschwörungsfreunde gerne live „reinziehen“ möchte, dem empfehle ich den Internetkanal „bewusst tv„. Dort gibt es Jo Conrads bunte Märchenstunde, wo er sich allerlei Gäste einlädt und fröhlich frei über neue und alte Verschwörungstheoren aus dem Nähkästchen plaudert.

Dass es sich bei den Kondensstreifen lediglich um Wasserdampf handelt (der Flugzeugtreibstoff Kerosin verbrennt beim Betrieb des Triebwerkes im Wesentlichen zu Kohlendioxid und Wasser, welches dann eben dampfförmig in der kalten Höhenluft auskondensiert wenn die Bedingungen wie Temperatur, Luftfeuchte und das Vorhandensein von Kondensationskernen entsprechend sind) ist diesen Leuten nicht vermittelbar. Sie wollen den Unsinn der „Chemtrails“ glauben und lassen sich durch wissenschaftliche Erklärungen nicht von ihrem Glauben abbringen. Diese Resistenz gegenüber rationalen Argumenten teilen sie mit manchem Raucher, der auch schon mal behauptet, Rauchen schütze in Wirklichkeit vor Lungenkrebs.

Frau Eva Peter-Culik aus Wien, die mir bis dato noch nicht durch eine besonders intelligente Argumentation aufgefallen ist, schießt, was den dümmlichen Vortrag betrifft, aber den Vogel ab:

Eva Peter-Culik ich meine das nicht einmal als witz..ich bin der auffassung, dass durch das rauchen ein film entsteht der einigs „abfiltert“ . und indem wir das aushusten werden wir es los..mal einfach gesagt,

OK, nennen wir die Einlassung der gewichtigen Dame aus Wien einfach mal „gewöhnungsbedürftig“. Wenn dem so wäre, dann müssten Raucher nämlich aufgrund des „Schutzschildes“, den der Tabakrauch über ihre Lungeninnenseite legen soll, wesentlich weniger anfällig für Lungenerkrankungen sein. Dass dem nicht so ist, kann man in der medizinischen Literatur nachlesen:

Raucher bekommen schneller Bronchitis

Raucher sind anfälliger für Erkrankungen

Raucher sind häufiger erkältet

Aber Eva Peter-Culik hat Recht. Denn die pfundige Wienerin weiß, dass vor allem „Chemtrails“ eine Bedrohung darstellen. Und da hilft Rauchen wirklich. Denn wer früher stirbt bekommt weniger Chemtrails ab!

Aber ein Leckerlie wollen wir, wenn wir die Dame schon mal wieder besprechen, dem Leser/der Leserin nicht vorenthalten. Eva Peter-Culik als Chansonette. Aber Vorsicht: Legen Sie ein paar Taschentücher bereit. Oder etwas anderes. Sie werden es brauchen. Denn das, was Sie zu hören kriegen werden, dagegen sind alle Arten von „Chemtrails“ ein laues Lüftchen!

Klicken Sie hier für einen wunderbaren Gesangsvortrag!

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„JuJu“ probiert sich in Wissenschaft

„JuJu Bindweed“ ist eine aggressive Jungraucherin, die unter diesem Pseudonym (richtiger Name ist der Redaktion bekannt)  im Internet gegen den Nichtraucherschutz agitiert. Sie betreibt einen eigenen Blog, auf dem sie u. a. versucht, die hier eingestellten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Schädlichkeit des Passivrauchens anzugreifen.

Leider mangelt es Frau „JuJu“ ganz erheblich an mathematisch-naturwissenschaftlicher Bildung. So versucht sie, die von mir unlängst angeführten Studien zur Gefährlichkeit von Passivrauch zu entkräften. Dabei kommen wirklich groteskte Dinge heraus, die ich hier mal zur Erheiterung der Kollegen zeigen möchte.

„JuJu Bindweed“: …oder diese hier: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11466122 In der eine wissenschaftlich überzeugende “Metastudie” mit sage und schreibe 30 Japanern vorgestellt wurde.

(Quelle)

Frau sollte bei der Lektüre des Links schon erkennen können, dass es sich dabei um eine Einzeluntersuchung handelte. Eine „Metastudie“ ist dagegen ganz anders angelegt. Hier werden eine Vielzahl von bereits existierenden Studien untersucht um auf dieser Basis neue Erkenntnisse zu gewinnen. Eine Metastudie ist daher eine Studie, die keine neuen sondern bereits vorhandene Untersuchungen unter neuen Aspekten auswertet.

Also, liebe Julia: Bevor ich große Töne spucke, würde ich mich über die verwendeten Begriffe erst einmal kundig machen. Kleiner Tipp: Ein naturwissenschaftliches Studium, das man irgendwann mal abgeschlossen hat, hilft dabei ungemein.

Und weiter geht’s mit „Wissenschaft à la Juju“:

„JuJu Bindweed“: Selbst andere von ihm selbst angegebene Studien zeigen nur ein Risiko von 1.17-1.29 an, wobei man wissen muss das epidemiologisch 1=0 Risiko bedeutet.

Wieder falsch. Hier ist der Begriff „Risiko“ bereits nicht korrekt verwendet. Gemeint ist das Relative Risiko (RR). Das RR sagt aus, um welchen Faktor ein Risiko A im Vergleich zu einem anderen Risiko B erhöht oder erniedrigt ist.

Beispiel: Bei starken Rauchern ist das RR an Lungenkrebs zu erkranken (Risiko A) beispielsweise um bis zum Faktor 40 gegenüber einem Nichtraucher erhöht an der gleichen Krankheit zu erkranken (Risiko B) Dasraus ergibt sich RR=40. Oder anders gesagt, der Nichtraucher hat für das Lebenszeitrisiko Bronchialkarzinom ein RR von 1 (denn schließlich erkranken auch Nichtraucher an Lungenkrebs, wenn auch nur sehr wenige). Der Raucher hat dagegen ein RR von bis zu 40 bezogen auf den Nichtraucher.

Ein RR von 1 bedeutet dabei also nicht, wie Julia meint, ein Risiko von NULL sondern ein Risiko A von 1, bezogen auf das Risiko B. Oder anders gesagt: Risiko A = Risiko B. Also haben beide Risiken den gleichen Wert. Der wird aber sehr häufig > 0 sein. Mathematik ist erkennbar nicht die Stärke von „JuJu“.

Aber „JuJu“ hat leider nicht nur keine Ahnung von deskriptiver Statistik, auch in Rechtskunde versagt sie krass:

„JuJu Bindweed“: P.S. Auch als Moderator seines Blogs hat Peterle krass versagt. Es wäre seine Pflicht gewesen mäßigend einzugreifen, wenn Personen oder Personengruppen diffamiert werden. Das ist nicht geschehen und zeigt eine absolute Unfähigkeit andere Meinungen auch nur ansatzweise zu verstehen.

Ein Blick ins Gesetz erleichtert, mal wieder, die Rechtsfindung:

TMG: § 10 Speicherung von Informationen

Diensteanbieter sind für fremde Informationen, die sie für einen Nutzer speichern, nicht verantwortlich, sofern

1. sie keine Kenntnis von der rechtswidrigen Handlung oder der Information haben und ihnen im Falle von Schadensersatzansprüchen auch keine Tatsachen oder Umstände bekannt sind, aus denen die rechtswidrige Handlung oder die Information offensichtlich wird, oder

2. sie unverzüglich tätig geworden sind, um die Information zu entfernen oder den Zugang zu ihr zu sperren, sobald sie diese Kenntnis erlangt haben.

Eine Aufsichts- oder Maßregelpflicht ist damit für den Forenbetreiber was fremde Beiträge betrifft ausgeschlossen.

„JuJu“ ist übrigens weit weniger zimperlich, wenn sie selbst austeilen kann:

JuJu lässt es krachen

JuJu lässt es krachen

JujU voll in Fahrt

Juju voll in Fahrt

JuJu ganz charmant

JuJu ganz charmant

Juju pöbelt gerne mal

Juju pöbelt gerne mal

(Quelle: Blog von destruxol)

Fazit: Am Besipiel von „JuJu Bindweed“ kann man schön die Vorgehensweise moderner Netznutzer im Allgemeinen und von Hardcorerauchern im Besonderen erkennen: Den Mund sehr weit aufmachen aber keine Ahnung von dem haben, über was man referiert. Und regelmäßig greift man/frau dann auch zur verbalen Aggression, schließlich kommt man aus einer spezifischen Schicht und das darf das Publikum dann auch mitbekommen. Und mal ehrlich, ein paar k(n)ackige Fäkalausdrücke erfordern doch auch weniger Kompetenzen als die korrekte Herleitung von Zusammenhängen aus dem Bereich der deskriptiven Statistik.


Mist, jetzt habe ich fast den Brüller vergessen, und der läuft unter der Rubrik „Selbstbild und Fremdbild – Zwei Welten treffen sich.„:

„JuJu Bindweed“: Peterle, Du solltest in den Ruhestand gehen, deinen Blog für alle Raucherkommis sperren oder wieder zum RW ohne Antwortmöglichkeit zurückkehren. Begreif endlich das eine neue, ideologisch geschulte Generation von Rauchern gekommen ist, die dich in Grund und Boden argumentiert,

Ja, „JuJu“, das „Argumentieren in Grund und Boden“ ist Dir wirklich überzeugend gelungen! OK, Mathe ist nicht jedermanns/fraus Sache. Das macht aber nichts! Aber vielleicht siehst Du jetzt ein, warum man im Unterricht doch regelmäßig aufpassen sollte und nicht immer nur zum Rauchen auf’s Klo gehen, wenn der Lehrer was erklärt.

LOOOOOOOOOOOOOOOOL!

LOOOOOOOOOOOOOOOOL!

 

 

Schnellbeweis:

"JuJu Bindweed" versucht sich in Wissenschaft

„JuJu Bindweed“ versucht sich in Wissenschaft

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Norman Hain – Nicht nur Superjurist sondern auch ein Supermediziner

Norman Hain aus Hamburg ist eine wirkliche Koryphäe. Seine überragende Expertise im Bereich der Juristerei hatten wir hier ja unlängst gewürdigt (Artikel auf diesem Blog). Aber dieser Mann erschöpft seine umfangreichen Fachkenntnisse nicht auf dem Gebiet der Rechtswissenschaften. Auch auf dem Felde der Medizin hat Hain bahnbrechende Erkenntnisse zu liefern. So erklärt er kurz und kompakt aufgrund seiner langen Erfahrung als leitender Forschungsdirektor des Marlboro-Institute for Applied Lying die Genese von Erkrankungen. Nach dem „Hainschen Stärketheorem“ sieht die Sache so aus:

Norman Hain […]

Nichts ist mehr wirklich gesund, aber dennoch hat die Menschheit bis heute überlebt. Ernährung ist die eine Sache, aber Gesundheit hat auch was mit mentaler Stärke zu tun, weil dann die Abwehrkräfte mobilisiert werden und das Vitamin D in Energie umgewandelt werden kann. Wer die Stärke hat, baut sich dann seinen eigenen Garten an, in dem er nicht spritzt und kein Gen-Gemüse anbaut. Saurer Regen lässt sich nicht verhindern.

Ob Du rauchst oder nicht, spielt nur eine sekundäre Rolle. Mentale Stärke können sowohl Raucher als auch Nichtraucher haben und beide Gruppen erkranken mehr oder weniger aufgrund fehlender psychischer Stabilität. (Quelle)

Jetzt aber eibnmal ernsthaft: Ich habe selten einen größeren Bullshit gelesen, als die Erklärung von Norman Hain, wie Krankheiten entstehen. Und als Mensch, der sich hobbymäßig mit den öffentlichen Einlassungen von Hardcorerauchern befasst, ist man doch einiges gewöhnt.

Vitamin D wird also laut Norman Hain in „Energie“ umgewandelt? Wo hat der Mann denn diesen Bockmist her? Verwertbare Energie entsteht im Körper durch den Metabolismus von Kohlehydraten. Vitamin D wird dagegen u. a. durch Sonnenexposition der Haut aufgebaut. Es entsteht also durch Zufuhr von (Strahlungs)Energie mit einer bestimmten spektralen Charakteristik. Als Energielieferant dient es nicht sondern es beeinflusst u. a. das Knochenwachstum und das Immunsystem.

Lustig ist zudem immer wieder, wenn Unwissende den Ausdruck „Gengemüse“ benutzen, das es zu vermeiden gelte. In jedem Lebewesen (und damit auch in Gemüse) sind Gene enthalten. Sie sind Träger der Erbinformation. Und ohne Erbinformation gäbe es diese Pflanzen gar nicht.

Allerdings hat Hain sehr gut bewiesen, dass Raucher weniger „mentale Stärke“ besitzen, als Nichtraucher. Denn Raucher wereden häufiger krank als Nichtraucher. Sie leiden und sterben z. B. eher an Krebs als Nichtraucher (Link). Danke, Norman Hain, für diese bahnbrechende Erkenntnis!

Auaaaaaa!

Auaaaaaa!

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„Meinrad“ aus dem „Netzwerk Rauchen“ – Ein klassischer Raucherschwadroneur

Wer früher bei „raucherwahnsinn.de“ mitgelesen hat, weiß, dass „Meinrad“ aus dem „Netzwerk Rauchen“ einer meiner absoluten Lieblingslautsprecher der Hardoreraucher ist. „Meinrads“ Spezialthema war über viele Jahre hinweg das Ausrufen des angeblichen Ende des Nichtraucherschutzes. In allen möglichen kleinen Ereignissen versuchte dieser herausragende Wahrsager zu erkennen, dass demnächst die Antiraucherbewegung in ihren letzten Zügen liegen würde. Das Gegenteil ist, wie man sehr leicht sehen kann, der Fall. Die Zahl der Raucher geht zurück, der Nichtraucherschutz ist etabliert und die Wunschvorstellungen des Herrn „Meinrad“ haben sich in Rauch aufgelöst. Aber egal. Er schwallt weiter:

„Meinrad“: Na, da sind wir doch beim Thema. Also ich finde, es gibt nichts Inspirierenderes als den Tabak, das ist das Stärkste, was die Menschheit in dieser Hinsicht je hatte. Da hat man richtig Ideen und mords Konzentration.  (Quelle)

Offenbar werden die orthographische Fähigkeiten aber nicht durch den Tabakkonsum gesteigert. Das letzte Wort aus dem obigen Epos lautet nämlich korrekt „Mordskonzentration“. Na ja, Extremraucher haben ja schon immer bewiesen, dass Wunsch und Wirklichkeit sehr weit voneinander entfernt sein können.

„Meinrad“: Ich zum Beispiel muss viel programmieren. Jetzt ist es so, dass man da nach circa einer Stunde in ein Loch fällt und alle Wege im Nirgendwo enden. Zigarette hilft ! Plötzlich ordnet sich alles und es geht weiter.

Was? Nach einer Stunde Softwarenetwicklung geht dem Mann geistig schon die Puste aus? „Meinrad“ schau mal unter diesem Link nach. Den Code mit mehreren 1000 Programmzeilen habe ich in knapp einer Woche geschrieben ohne dabei auch nur eine Zigarette geraucht zu haben. Kann es sein, dass Deine Fähigkeiten als Softwareentwickler vielleicht eher bescheiden sind und daher dauernd rauchen musst damit überhaupt sowas wie ein Programmcode dabei herauskommt?

„Meinrad“: Ich habe mich schon in den 80-ern gefragt, ob es dafür einen Ersatz gäbe. Ich bin mehr denn je überzeugt, dass es keinen gibt.   

Äääääh, vielleicht ein funktionierendes Gehirn?

„Meinrad“: Oder der alte Helmut Schmidt, der stets unser Mitgefühl hat: was passiert, wenn man dem seine Zigaretten wegnimmt ? Dann erzählt er uns  von seinen Hühneraugen und seinen Bandscheiben, wie das Herren in seinem Alter eben so tun. Aber zur Politik hat er dann keine Lust mehr. Versteht man halt nur als Raucher.

Man merkt dem Herrn „Meinrad“ den jahrelangen Nikotinabusus doch recht deutlich an.

„Meinrad“: Viele Raucher tun sich an diesem Punkt schwer und wollen nicht zugeben, dass sie ihre Kreativität zum Teil über eine Droge beziehen. Aber warum? Genau deswegen wurde der Tabak in buchstäblich jeder Kultur des Planeten erlaubt und ich mache davon Gebrauch. Ja und ?

Also irgedwie bräuchte es ja gar keine Umfrage. Die Rauchverbote waren der größte Kulturzerstörer aller Zeiten. Das sollte man mit bloßem Auge sehen.

Yep, „Meinrad“, is klaa, ne.

OMG!!!!!

OMG!!!!!

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Ronald Blumberg – Ein echter Fachmann für Verfassungsrecht mit vollem Durchblick

Ronald Blumberg aus Radevormwald ist ständiger Gast hier im Blog. Und der Mann aus Radevormwald wird nicht müde, sich öffentlich permanent zu Fragestellungen einzulassen, von denen er rein gar nichts versteht. Hier legt er mal wieder los. Diesmal wieder in der Causa „Verfassungsrecht und Rauchverbot“:

Ronald Blumberg: Die Ausdehnung des Nichtraucherschutzes auf deklarierte Raucherbereiche, die eh schon nur noch unterproportional vorhanden waren, ist verfassungsrechtlich nicht verhältnismäßig! Es geht nicht um ein „paar Schritte nach draußen“ für Raucher, es geht um die Grundrechte von über 30% der Wähler und Steuerzahler, die zufälligerweise auch Raucher sind!

(Quelle)

Beim Lesen dieses Beitrages frage ich mich zuerst, welches Grundrecht der Mann denn meinen könnte. Mir fällt da nur ein Art. 2 Abs. 1 GG. Leider übersieht der Werkzeughändler Blumberg, dass es in vielen Fällen, so auch hier, eine Konkurrenz verschiedener Normen gibt. Denn der o. g. Art. 2 GG hat noch einen zweiten Absatz:

Artikel 2 GG
(1) […]
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. […]

Und es ist sicher kein Zufall, dass beide Normen in einem Artikel stehen. Leider wird Herr Blumberg das so nicht verstehen. Denn sein Recht, seine lebensgefährlichen Abgase überall ausbringen zu wollen (Art. 2 Abs. 1 GG) konkurriert mit Abs. 2 desselben Artikels. Und hier hat das Bundesverfassungsgericht bereits 2008 geurteilt, dass dem Gesundheitsschutz eindeutig der Vorrang eingeräumt werden kann, so sich der Gesetzgeber dazu entscheidet. Herr Blumberg ist aber offenbar nicht in der Lage (oder nicht gewillt) das entsprechende Urteil zu verstehen:

(b) Dem steht allerdings gegenüber, dass mit Rauchverboten in Gaststätten überragend wichtige Gemeinwohlbelange verfolgt werden. Dies gilt zunächst für den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung, dem in der Werteordnung des Grundgesetzes ein hohes Gewicht zukommt (vgl. BVerfGE 110, 141 <163>). Aus Art. 2 Abs. 2 GG kann daher eine Schutzpflicht des Staates folgen, die eine Risikovorsorge gegen Gesundheitsgefährdungen umfasst (vgl. BVerfGE 56, 54 <78>). Angesichts der Zahl der Todesfälle, die sich nach wissenschaftlichen Erkenntnissen auf Erkrankungen durch Passivrauchen zurückführen lassen, ist zudem auch der Schutz des menschlichen Lebens betroffen. Die Verfassung begründet auch insoweit eine Schutzpflicht des Staates, die es ihm gebietet, sich schützend und fördernd vor das Leben jedes Einzelnen zu stellen (vgl. BVerfGE 39, 1 <42>; 46, 160 <164>; 115, 118 <152>). Die Annahme einer beträchtlichen Gefährdung dieser Rechtsgüter begegnet keinen verfassungsrechtlichen Bedenken, weil sich die Landesgesetzgeber insoweit der in der Wissenschaft vorherrschenden Einschätzung anschließen können, wonach Tabakrauch auch bereits in geringsten Mengen wegen der enthaltenen gentoxischen Kanzerogene gesundheitsgefährdend sei .

(ebd. Rn 119)

sowie

(3) Auf der Grundlage der ihm zuzubilligenden Spielräume wäre der Gesetzgeber nicht gehindert, dem Gesundheitsschutz gegenüber den damit beeinträchtigten Freiheitsrechten, insbesondere der Berufsfreiheit der Gastwirte und der Verhaltensfreiheit der Raucher, den Vorrang einzuräumen und ein striktes Rauchverbot in Gaststätten zu verhängen.

(ebd. Rn. 121)

Im weiteren Verlauf der Diskussion auf der Seite von RP-Online zeigt Blumberg, dass ihm nicht einmal die einfachsten Sachverhalte bekannt sind:

Ronald Blumberg: Lieber NicoK: Aufgrund des von Dir zitierten Urteils des BVG wurde in BW das absolute Rauchverbot gekippt. Bestimmt nicht, weil es das Rauchen verbietet, oder?

Es ist jetzt müßig, Ronald Blumberg erklären zu wollen, dass das BVerfG  (so schreibt man die Abkürzung übrigens korrekt, Ronnie!) mit der Entscheidung aus dem Jahre 2008 nicht die Rauchverbote per se in Berlin und Baden-Württemberg für verfassungswidrig erklärt hat, sondern die Ausnahmeregelungen, die zu einer Ungleichbehandlung verschiedener Gastgewerbe führten. Das wird der Mann wohl nicht verstehen.

Bis morgen , Ronnie! Man liest sich. Leider.

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Ronald Blumberg gibt den Märchenonkel

Ronald „Rauchgegner sind Ratten“ Blumberg aus Radevormwald hat einen neuen Nebenjob. Der ehemalige Werkzeughändler arbeitet jetzt als Märchenonkel beim facebook-Kanal „Raucher in Deutschland“. Und gleich seine erste Geschichte ist ein wirkliches Märchen. Einziger Unterschied zu den Brüdern Grimm: Sie beginnt nicht mit den Worten „Es war einmal…“

Ronald Blumberg aus Radevormwald erzählt ein nettes Märchen

Ronald Blumberg aus Radevormwald erzählt ein nettes Märchen (Quelle)

Jetzt erwarte ich eigentlich, dass Alexander Jäger, erfolgloser FDP-Politiker mit Imageproblem aus Aalen, hier aufschlägt und laut ruft: „Wo ist die Quelle?“. Ja, lieber Alex, die vermisse ich auch. Ronald Blumberg hat keine Quelle für seine Geschichte. Die hat er sich nämlich selbst ausgedacht. In ihrer Verzweiflung gegen Nichtraucherschutz herzuziehen, fallen den Rauchsüchtigen jetzt sogar frei erfundene Geschichten ein. Mal schauen, was wir demnächst noch präsentiert bekommen.

Nebenbei: Die Art und Güte der Diagnosestellung von Blumberg, der natürlich kein Arzt ist, ist wohl ähnlich zuverlässig wie das Lesen im Kaffeesatz:

Ronald Blumberg: Mit einem Raucherraum, wie es ihn bis 01.05.13 im Haus gegeben hat, wäre dies nicht passiert.Soviel zum „Nichtraucherschutz“

Na ja, von Ronald Blumberg, der auf jedem Bild demonstrativ mit einer Tabakspfeife im Mund posiert, hätte ich auch nicht mehr erwartet.

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Uwe Knuth – Wenn Dummheit bildhaft wird

Ich beschäftige mich nun schon einige Jahre mit dem Thema „Raucherwahnsinn“. In dieser Zeit habe ich immer wieder Dinge gesehen, von denen ich dachte, dass dies doch nun das Ende der Fahnenstange der Raucherblödheit sein muss. Und ich war mir sicher, dass dann irgendwann mal ein noch größerer Blödsinn nachkommt. Und so ist es mir heute Morgen ergangen. Als ich die unten abgebildetete Grafik von Uwe „Die Orthographie bin ich!“ Knuth gesehen habe. Da wusste ich: Es ist mal wieder soweit. Ein neuer Gipfel der Raucherdummheit wurde erklommen:

Uwe Knuth packt Dummheit in Bilder

Uwe Knuth packt Dummheit in Bilder (Quelle)

Also erstmal die Fakten, die Herr Knuth offenbar nicht kennt:

  • Lungenkrebs ist tödlich. (Link)
  • 80 bis 90% der Lungenkrebspatienten sind Raucher. (Link)
  • Das Lungenkrebsrisiko eines Rauchers beträgt auf die Lebenszeit bezogen ca. 15-23% (Link)
  • Das Lungenkrebsrisiko eines NICHTrauchers beträgt auf die Lebenszeit bezogen ca. 0,5% (ebd.)

Jetzt verstehe ich aber auch gar nicht, was uns Uwe Knuth eigentlich sagen will. Denn das Szenario, welches er anpeilt, dürfte eine äußerst niedrige Eintretenswahrscheinlichkeit haben: Ein Nichtraucher erkrankt an Lungenkrebs (ca. 0,5%). ein Raucher erkrankt NICHT an Lungenkrebs (85%). Der Raucher stirbt an einer anderen Todesursache und der Nichtraucher bekommt seine Lunge. Dass die Gewebetypen der beiden Beteiligten auch noch passen müssen, setzt die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Szenario eintritt, nochmals um einige Zehnerpotenzen herunter.

Hinzu kommt, dass bei einem Bronchialkarzinom NIE eine Lungentransplantation durchgeführt wird (Link). Denn 60% aller Fälle von Lungenkrebs sind bei Diagnosestellung bereits so weit fortgeschritten, dass sie inoperabel sind. Entweder weil sie bereits zu weit in das umliegende Gewebe infiltriert haben und/oder sie bereits metastasiert sind. Wenn man einen Patienten im frühen Stadium des BC operieren kann, ist eine Transplantation unnötig. Im späteren Stadium stirbt der Patient nicht an seinem Lungenleiden sondern weil das Karzinom metastasiert hat und andere Organe (idR Leber oder Gehirn) versagen. In allen diesen Fällen wäre eine Lungentranplantation also vollkommen sinnlos. Das muss Uwe Knuth aus Bergheim, der seine Zeit gerne damit verbringt, dümmliche Bildchen für Lungenkrebs und Raucherbein zu entwerfen und ins Internet zu stellen, nicht wissen. Woher auch?

Und dass in Ausnahmefällen auch mal die Lunge eines Rauchers transplantiert wird (etwa bei schwerer COPD beim Empfänger) beweisen soll, dass Passivrauch ungefährlich ist, das muss mir der Mann aus Bergheim in Nordrhein-Westfalen mal erklären.

Auaaaaaaaah!

Auaaaaaaaah!

 

Besonders erschreckend ist aber, dass immerhin 13 potenzielle Lungenkrebspatienten diesen selten dummen Beitrag von Uwe Knuth mit einem „Gefällt mir“ versehen haben. Ein untrügliches Zeichen für die intellektuelle Überlegenheit von Tabakrauchern:

13 Intellektuelle glauben jeden Unsinn

13 Intellektuelle glauben jeden Unsinn

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„Muna Sat-Ananda“ – Durchgeknallt im Raucherland

Nikotinfanatiker, die regelmäßig ihre Meinung „Pro Lungenkrebs“ im Internet kund tun, gibt es einige. Manche schreiben lieber kurze Texte, wie z. B. Jürgen Vollmer aus Marburg, der sich dann auf die zentralen Begriffe seiner Nikotinistenideologie zurückzieht („Faschist!“). Andere Autoren verfassen auch etwas längere Ausarbeitungen, sind dabei allerdings was das Schreiben betrifft vollkommen talentfrei, wie z. B. Werner Niedermeier aus Karlsfeld. Und wieder andere tun sich mit langen bis sehr langen Elaboraten hervor, für deren Durcharbeit man oft mehrere Stunden benötigt, weil man sie angesichts der Fülle des dargebotenen Textmaterials in aller Regel mehrfach lesen muss und dann oft zwischen den Zeilen noch den einen oder anderen ordentlichen Raucherstuss aufspürt, den man beim ersten oder zweiten Lesen doch glatt übersehen hatte. Genau solch ein Text liegt gerade vor uns.

Heute steht also zur Besprechung an die Elegie einer Autorin, deren bürgerlicher Name nicht bekannt ist (zu vermuten steht, dass dies aus wohlweislichen Gründen der Fall ist) und die unter dem Pseudonym „Muna Sat-Ananda“ in so ziemlich allen Internetforen unterwegs ist, derer sie habhaft werden kann und dort nach Kräften die Trommel für Raucherbein und Lungenkrebs rührt.

Allerdings sind die Phasen, in denen die Grande Dame des hochdosierten Raucherblödsinns die Leser dieser Foren mit ihren insgesamt doch sehr verwirrten und oftmals langatmigen Texten beglückt, jeweils durch längere zeitliche Unterbrechungen gekennzeichnet, denn Frau Sat-Ananda hat nach eigener Aussage sehr häufig „PC-Probleme“, so dass ihre Phasen einer Nichtpräsenz manchmal wochenlang andauern können. Warum sie nicht kompetente Hilfe zu Rate zieht, um über eine stabile Rechnertechnik zu verfügen, ist leider nicht bekannt.

In diesen Internetforen veröffentlicht sie dann, wenn sie denn mal „online“ gehen kann, regelmäßig Qualmpamphlete erster Güte. Dabei handelt es sich regelmäßig um qualmgeschwängerte Stellungnahmen, die dem kritischen Leser wahrlich die Haare regelrecht zu Berge stehen lassen, was allerdings die Lesefreude an den Texten von Frau „Sat-Antenne“, wie sie unter Insidern auch gerne genannt wird, nachhaltig zu steigern geeignet ist.

Die Autorin mischt dabei in buntem Reigen die ungeheuerlichsten Nazivergleiche, wildeste Verschwörungstheorien (in denen u. a. eine nicht näher bezeichnete und stets diffus bleibende „Pharmamafia“ eine zentrale Rolle spielt), hanebüchene Esoterik und anderen unwissenschaftlichen Unsinn munter durcheinander und bastelt daraus ihre eigene Theorie warum Rauchen toll, Rauchgegner „Nazis“ und Anhänger der „Tabakkontrolle“ allesamt Feinde der Freiheit sind.

Sich selbst und ihre lungenkrebsverrückten Mitstreiter nennt sie dabei auch schon mal in krasser Verkennung der Sachlage „Widerstandskämpfer“, denn diese Begrifflichkeit kontrastiert so wunderbar mit dem Schmähbegriff „Nazis“, welcher von Extremrauchern als ständig repetierter Kampfbegriff gegen ihre Gegner ausgebracht wird. Und sie sieht sich und und ihre K(r)ampfgenossen in ihrem durch Nikotinabusus verursachten mentalen Status Quo dann doch tatsächlich als ein kleines Häuflein aufrechter Streiter, welche einen heroischen Kampf gegen die Unterdrücker aus den Reihen der „Antiraucher“ führen würden.

Hauptberuflich scheint die Dame, über deren Ausbildung und erlernten Beruf nichts bekannt ist, sich als Autorin im Bereich Esoterik und „New Age“ zu verdingen. Soviel zu dem, was wir über Frau Sat-Ananda zur Einleitung für den nicht ganz so kundigen Leser mitzuteilen hätten.

Jetzt zu ihrem aktuellen Pamphlet, in dem sie sich zum wiederholten Male mit dem Nichtraucherschutz beschäftigt, welchen sie in ihrem jüngsten Werk in höchst polemischer Weise als „Prohibition“ bezeichnet. Frau Muna Sat-Ananda scheint sich also in ihren Wunsch, überall Tabakdrogen konsumieren zu dürfen, tatsächlich mehr als eingeschränkt zu fühlen. Ihre Ausarbeitung trägt daher auch den vielsagenden Titel „Vom Sinn und Unsinn der Tabak-Prohibition in der Gastronomie“ und man erkennt sofort, um was es ihr vordringlich gehen wird: Um das mittlerweile sehr stark eingeschränkte Rauchen in Restaurants, Kneipen, Diskotheken und anderen Lokalitäten und die Frustration der Autorin über diese Entwicklung der letzten Jahre.

„Prohibition“ oder warum frau keine Begriffe verwenden sollte, deren Bedeutung frau nicht kennt.

Alleine schon der Begriff der „Prohibition“ wird von ihr entweder aus Unwissenheit oder aus polemisierender Absicht falsch verwendet. Denn auch wenn in dem Wort „Prohibition“ des lateinische Verb „prohibere“ („verhindern“) als Stamm enthalten, so verweist eben der Begriff der Prohibition in unserer Sprachumwelt vom Bedeutungsinhalt her auf ein Totalverbot eines bestimmten Stoffes. Rein semantisch liegt die Dame also schon mit der Begriffsverwendung bereits vollkommen falsch.

Ganz im Gegensatz zu der von ihr vertretenen Sichtweise wird nämlich dem Nikotinabhängigen die Droge „Tabak“ gerade nicht verboten sondern es werden ihm nur bestimmte örtliche Einschränkungen auferlegt, was den Konsum derselben betrifft. Rauchverbote in der Gastronomie stellen also, im Gegensatz zur Meinung von Frau Sat-Ananda, kein Totalverbot der Droge „Tabak“ und damit auch keine „Prohibition“ dar.

„Prohibition“ – die erklärte Ursache von Krieg und Gewalt

Auf diesen Wegen der geistigen Wirrnis wandelt sie erbarmungslos weiter. Denn anschließend versucht sich die Autorin an einer Herleitung, warum auf eine Prohibition ihrer verqueren Ansicht nach immer ein Krieg folge, ein generelles Verbot eines Suchtstoffes daher regelmäßig ein Menetekel des ultimativen Bösen sei.

Sie nimmt zum Beleg dieser abwegigen Hypothese beispielhaft das Ende der Alkoholprohibition in den USA im Jahre 1933 und erklärt, dass in genau jenem Jahr ebenfalls die Nationalsozialisten in Deutschland die Macht ergriffen hätten. Genau so funktionieren Esoterik, Astrologie und alle anderen Formen des Aberglaubens: Zufällig koinzidierende Ereignisse werden als kausale Verknüpfungen fehlgedeutet und missinterpretiert als eine Folge von Ursache und damit verknüpfter Wirkung. So wird aus dem schieren Zufall eine Regel abgeleitet, die sich auf beliebige andere Sachverhalte anwenden lässt. Dem Naturwissenschaftler ist ein derartiges „Denken“ nicht nur fremd, es erfüllt ihn mit Grausen.

Besonders absurd an den Ansichten der Autorin Muna Sat-Ananda ist indes, dass sie für sich reklamiert, aufklärerisches Denken zur Anwendung zu bringen, sie aber zwischen sich und den geistigen Prinzipien der Aufklärung einige Lichtjahre Abstand zu haben scheint. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen:

„Die Technisierung und Elektronisierung schritt ungehindert von der Neuzeit bis in die Moderne fort, doch die Zeit scheint wieder einmal hinter die Aufklärungsperiode – unserer Epoche, die Europa immer mit einer Erhabenheit vorführte, zurückzufallen.“

Bei genauer Betachtung gehören die Autorin und ihre rauchfreudigen Mitstreiter zu den größten Gegnern aufklärerischer Gedanken und Herangehensweisen an unsere Welt. Aus dem Gedankengut der großen Philosophen der Aufklärung wie Jean-Jaques Rousseau, Immanuel Kant, John Locke und anderen folgten bereits wenige Jahrzehnte später die Prinzipien der Wissenschaftlichkeit mit ihrem evidenzbasierten Ansatz der Erforschung der Natur und ihrer Gesetze. Diese haben heute, um die 250 Jahre später, immer noch Gültigkeit. Exemplarisch seien hier das Prinzip der Deduktion, der Induktion sowie der Theoriebildung nebst Verifikation und Falsifikation von Hypothesen genannt. Auf diesen Prinzipien fußt ein entwickelter naturwissenschaftlicher Ansatz der Erforschung der Phänomene unserer Umwelt, welcher den technischen Fortschritt erst ermöglicht hat.

Ein Ausschnitt dieser Forschung ist dabei die wissenschaftliche Beschäftigung mit den Schadwirkungen bestimmter Gewohnheiten, hier also dem aktiven und dem passiven Inhalieren von Tabakrauch. Diese setzt in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit Untersuchungen an Rauchern ein, um zu klären, warum diese häufig an bestimmten, sonst sehr seltenen Erkrankungen wie beispielsweise dem damals noch wenig bekannten Lungenkrebs verstarben. Man förderte dann in den Folgejahren sehr schnell die gravierenden gesundheitlichen Folgen des seinerzeit sich erst in den Anfängen befindenden Tabakrauchens uns insbesondere des Konsums von industriell hergestellten Zigaretten zu Tage.

Später wurde ebenfalls auf wissenschaftlicher Grundlage immer mehr Ergebnisse ermittelt, die erschreckend klar machten, dass nicht nur aktives Rauchen zu schwersten Gesundheitsschäden führt sondern auch die Aufnahme von Umgebungsrauch durch den Nichtraucher. Und genau diese Erkenntnisse werden von Frau Sat-Ananda und ihren Mitideologen konsequent in Abrede gestellt. Stattdessen werden absurdeste Verschwörungstheorien erdacht, welche u. a. postulieren, dass all die Resultate tausender weltweit arbeitender Wissenschaftler gefälscht, manipuliert und regelwidrig zu Stande gekommen seien und dass auch Nichtraucher an „typischen Raucherkrankheiten“ erkrankten, was beweise, dass Raucher nicht am Rauchen sterben würden.

Frau Sat-Antenne und ihre Mitstreiter fühlen sich dabei permanent verfolgt von einer imaginären Gruppe, die alles unternähme, um ihnen ihre „Freiheit“ zu entziehen, wobei mit dem Begriff der Freiheit ausschließlich die Freiheit des Tabakdrogenkonsums gemeint ist. Jene Menschen, die sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse was die Schädlichkeit von Passivrauch betrifft berufen, bezeichnet sie dabei als „Religionseiferer und Missionare“, denen überdies eine erhebliche „Militanz“ eigen sei. Dabei schlägt die Esoterikerin Sat-Ananda einen weiten Bogen und nennt ihre Feindbilder in ihren vielen Wortbeiträgen immer wieder „Faschisten“ oder „Antis“.

Alles „anti“ – oder was?

„Militante Veganer, militante Anti-Alkoholiker, – und als weiteren Import aus den USA die militanten Nichtraucher oder Antiraucher, eine Strömung, die die gesamte westliche Gesellschaft heimsucht, färbt sich religiös ein, in Anbetracht der territorialen Vereinnahmung von West- und Mitteleuropa.“

Man fragt sich nun schon, wie jemand mental gestrickt sein muss und in welcher Welt er bzw. sie leben muss um auf derart verquere Sichtweisen zu kommen. Da fühlt sich also jemand zutiefst bedroht von irgendwelchen universellen „Antis“, welche nun eine Hegemonie über die Welt zu errichten suchen und merkt nicht einmal, wie sie selbst „anti“ eingestellt ist. Anti-Vernunft, Anti-Wissenschaftlichkeit, Anti-Rationalität.

Und diese „Antis“ hätten den „Genussmenschen offen den Krieg erklärt.“, so wird ausgeführt. Ein schauerliches Szenario, in der Tat. Aber nicht, weil es in sich bereits vollkommen wirr ist, sondern weil es erschreckend klar macht, wie fortgeschritten bei der Autorin die verzerrte Weltwahrnehmung bereits geworden ist.

Was ist die andere Seite? Die Mehrheit der Menschen in Deutschland und Europa sind Nichtraucher. Weltweit, mit Ausnahme der Entwicklungs- und Schwellenländer, ist der Trend ebenfalls eindeutig. Je nach Staat beträgt der Anteil der Raucher in einer Bevölkerung regelmäßig zwischen knapp über 20 und 35%. Der Trend zum Rauchen ist überdies allgemein rückläufig. Gerade unter den Angehörigen der höheren Sozialschichten liegt der Raucheranteil deutlich unter 20%.

Es ist zudem nicht davon auszugehen, dass sich die Mehrheit der Nichtraucher besonders gerne von einigen wenigen Rauchern bei einem Gastronomiebesuch einrauchen lassen will. Der Volksentscheid zum Nichtraucherschutz in Bayern hat mit 61% Prozent Zustimmung ein diesbezüglich eindeutiges Wählervotum hervorgebracht. Wie Frau Sat-Ananda auf dieser Basis postulieren kann, lediglich eine vermeintliche Minderheit radikaler „Antis“ strebe die Definitionshoheit für richtiges Verhalten (i. e. Rauchverzicht und allseitige Abstinenz) an, das weiß vermutlich nur sie selber.

Genau so wirr wie ihre Herleitungen sind auch ihre Schlussfolgerungen. Es komme infolge der Radikalisierung der Nichtraucher vermehrt zu Übergriffen, namentlich zu Gewaltanwendungen gegen Raucher:

„Insbesondere in Bayern häufen sich gewalttätige Ausschreitungen gegen die rauchende Bevölkerung.“

Auch hier ist wieder die sehr einseitige Wahrnehmung der Umwelt augenfällig. In der Presse kann man in der Tat häufig von Gewaltausbrüchen in Zusammenhang mit Rauchverboten lesen. Allerdings sind es hier die angeblich „friedlichen“ Raucher, die regelmäßig ausflippen, wenn man sie im Zug, in der Gastronomie oder anderweitig bittet, sich an die geltenden Regeln zum Nichtraucherschutz zu halten. Da fliegen dann schon mal die Fäuste oder es gibt Tritte gegen die „Genussfeinde“, wenn der dann oft zusätzlich auch noch alkoholisierte Raucher zum Gegenangriff auf den vermeintlichen Freiheitsgegner ausholt.

Drogen als Kulturgut?

Hochgradig absurd wird es, wenn die Autorin das Abbrennen von Pflanzenresten der Pflanze nicotiana tabacum und das Einatmen des entstehenden giftigen Abbrandes als „Kultur“ bezeichnet:

„Eine jahrzehntelange Indoktrination hat das gesellschaftliche Gefüge der Europäer und eine über 500-jährige Tabakkultur in seinen Grundfesten erschüttert.“

Drogenaufnahme wird also zur kulturellen Handlung hochgejubelt. Dann müsste logischerweise auch das Schnupfen von Kokain oder das intravenöse Injizieren von Heroin einen kulturellen Charakter besitzen. Und Komasaufen wäre sicher auch nicht weit davon entfernt als wertvoller Beitrag zur abendländischen Kultur gelten zu können. Wenn überhaupt hat Tabakrauchen einen kulturellen Bezug zu den Ureinwohnern Nordamerikas, die den Rauch der Pflanze vor einigen hundert Jahren bei rituellen Zeremonien zu inhalieren pflegten. Dort aber nicht in Form von chemischen Keulen in Form von modernen Fabrikzigaretten sondern in der obligaten „Friendspfeife. Und das auch nicht halbstündlich sondern nur äußerst selten zu wenigen auserwählten Anlässen.

Gehen wir doch einmal auf das Substanzielle ein: Der Raucher hat aus bestimmten physiologischen und damit i. W. hirnorganischen Gründen irgendwann einmal gelernt, dass das Inhalieren von Tabakrauch ihm ein gewisses Wohlbefinden verschafft. Er hat sich dann in der Folge daran gewöhnt und eine ausgeprägte psychisch wirkende Stoffabhängigkeit entwickelt. So wird aus der Handlung „Rauchen“ relativ schnell ein Zwang, der von den meisten Rauchern nicht mehr kontrolliert werden kann bzw. zu dessen Überwindung erhebliche Anstrengungen erforderlich sind. Damit gibt es aber keine kulturelle Komponente der Handlung „Rauchen“. Tabakkonsum ist eine reine stoffgebundene Sucht, welche  den Raucher immer wieder zu seinem Suchtmittel greifen und ihn rauchen lässt.

Das „Grande finale“ – Die Sat-Antenne erklärt die Welt

Extrem grotesk wird es auch, wenn die Suchtraucherin Sat-Ananda Rauchgegner zu einer willenlosen Masse  erklärt:

„Und dort steht sie nun, um an den Schalthebeln der neuen Macht zu partizipieren, jene zu Ex-Rauchern dressierte Masse, die den invisiblen Notstandgesetzen Folge leistete – die sich bekehren ließ. Jetzt darf sich der Kleinbürger, der ansonsten im öffentlichen Leben keine Stimme hat, mit erhobenem Zeigefinger zum Moralwächter über die Ketzer aufschwingen. Ein Befehlsempfänger, der sich dem Druck der öffentlichen Meinung, der Medien oder der Verwandten unterwarf, ja, der sich als noch rauchender Part sogar in manchen Fällen von seinen nichtrauchenden Lebenspartnern(innen) schon vor Beginn der Prohibition vom Wohnheim auf die Terrassen oder Balkone ins Freie verbannen ließ – er nimmt nun die Stellung eines Moralhüters und im schlimmsten Falle eines Blockwartes ein, nachdem er soweit war, den “falschen” Göttern zu entsagen.“

Woher weiß diese Frau das alles? Könnte es sein, dass der „Befehlsempfänger“ nicht auch irgendwo tief im limbischen System des Rauchers sitzt und von den erworbenen Suchtmechanismen auf der Triebebene dazu gezwungen wird, in regelmäßigen Abständen den „Kick“ durch das Inhalieren einer neuen Dosis „des Stoffes“ zu bekommen?

Auffällig ist, dass jemand wie Frau Sat-Ananda, die vermutlich ebenfalls ungeheuer stark an diesem einen Suchtstoff hängt, Rauchgegnern nun andichtet, selbst manipuliert worden zu sein. Eine Nikotinsüchtige sagt uns also, dass die nichtsüchtigen Nikotingegner angeblich nicht Herr ihrer freien Entscheidung seien. Dies ist schon ein kaum mehr steigerbarer Raucherwahnsinn.

Und als ob das alles noch nicht genug sei, fängt die Dame nun auch an, über die „gute alte Zeit“ zu fabulieren:

„Deutschlandweit rauchten in den 60ger und 70ger Jahren ca. 70-80% der Bevölkerung. Es war die Zeit des Tatendranges voller Lebensenergie, die Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, aber auch die Zeit der Revolutionen, die Zeit der Partys – eine wilde explosive, zum Teil euphorische Zeit – erst in den 90gern begann sich das soziale Klima zu ändern. Ein rauer Individualismus setzte sich gegen das einstige Gemeinschaftsgefühl durch, der um die Jahrtausendwende eine völlige gesellschaftliche Lähmung und Null-Bock-Mentalität heraufbeschwor. In solch einem geistigen Klima sind Menschen manipulierbarer, anpassungswilliger, und einer systematischen Umerziehung zugänglicher – denn auch die einstige soziale Marktwirtschaft wich einem Turbokapitalismus, in dem Kleinunternehmen von Großkonzernen aufgesogen wurden und somit verschwanden.“

Das ist sie also, die „böse neue Zeit“: Hemmungslose Egoisten liefern sich Grabenkämpfe um den letzten erreichbaren Wohlstandszuwachs, frönen dabei exzessiv dem Turbokapitalismus und vergessen dabei die einstigen Werte von Geselligkeit und sozialem Miteinander. Die Gesellschaft, so die Autorin, wird kälter, weil nicht mehr geraucht wird. Oder ist es umgekehrt? Wird es zwischenmenschlich kälter, weil „Prohibitionisten“ gegen das Rauchen kämpfen? Egal, es ist sowieso alles Unsinn, was sie schreibt.

Übrigens, wenn man schon beim Begriff des Egoismus angelangt ist, sollte man auch erörtern, wie stark der Egoismus einer Personengruppe ausgeprägt ist, die trotz aller erwiesenen Schädlichkeit immer noch rücksichtslos ihre Tabakdrogen im möglichen Beisein von Nichtrauchern konsumieren will bei diesen dann Gesundheitsschäden oder zumindest erhebliche Belästigungen billigend in Kauf genommen werden. Derlei anzugehen unterlässt die Autorin absichtsvoll, würde es doch auf direktem Wege zu einer Auseinandersetzung mit ihren absurden Forderungen führen.

Menschen sind heute genau so gerne mit Freunden, Bekannten, Vereinskameraden, Arbeitskollegen etc. zusammen wie in den Jahrzehnten davor. Die Aggregation in sozialen Verbänden ist nämlich ein dem Menschen als soziales Wesen innewohnendes Bedürfnis, welches weitgehend unabhängig von Zeiteinflüssen ist.

Und genau heute kommen Menschen lieber und öfter in bestimmten gastronomischen Bereichen zusammen, eben weil sie nicht mehr durch den stinkenden und Krankheiten verursachenden Passivrauch belästigt und geschädigt werden. Die Umsatzzahlen, welche z. B. die gastronomischen Betriebe in Bayern (wo seit 2 Jahren ein kompromissloses Nichtraucherschutzgesetz gilt) regelmäßig ermitteln, sprechen diesbezüglich eine deutliche Sprache. Nach dem Einrichten eben dieses kompromisslosen Nichtraucherschutzes sind die Gewinne der Gastronomen nämlich nicht ins Bodenlose gefallen, wie von umtriebigen Tabak- und Raucherlobbyisten vorher als Schreckensbild regelmäßig an die Wand gemalt wurde, sondern insgesamt sogar moderat gestiegen.

Gelegentlich fängt man dann irgendwann wirklich am Geisteszustand der Autorin zu zweifeln an. Besonders wenn man Sätze wie diesen liest:

„Doch die kleine Kneipen- Pub- Bistro- und Bar-Kultur hielt stand, denn die Menschen sehnten sich wieder nach mehr persönlicher Atmosphäre – die kleinen Ecklokalitäten boten oftmals ein zweites Wohnzimmer, um dem grauen Alltag für eine Zeitlang zu entfliehen.“

Was hat derlei eigentlich alles mit dem Rauchen zu tun? Ist „persönliche Atmosphäre“ daran gebunden, dass die Kneipe mit giftigem Tabakabbrand kontaminiert ist bis unter die Decke und der Normalmensch schier keine Luft mehr kriegt? Muss man tränende Augen bekommen, um sich in einer Gruppe Gleichgesinnter wohl zu fühlen? Kann man dem „grauen Alltag“ (der meiner Einschätzung nach überhaupt nicht grau ist) nur dann entfliehen, wenn es um einen herum schlimmer stinkt als am Auspuffrohr eines VW Golf Diesel der ersten Bauserie?

„Sollten wir es nicht schaffen, die lebensfeindlichen Prohibitionen zu durchbrechen,…“

Warum spricht eine Frau, die sich dauernd einen Giftcocktail in die Lunge saugt, der aus über 200 toxischen Stoffen und 60 bis 70 Kanzerogenen besteht auf einmal von „lebensfeindlich“, wenn sie diesen Giftmix nicht mehr überall inhalieren kann? Derlei hohles Geschwätz ist an Dummheit und Absurdität kaum mehr zu übertreffen.

Nebenbei bemerkt: Wenn hier etwas „lebensfeindlich“ ist, dann das Rauchgasgemisch, das der Raucher bei seinem kanzerogenen Hobby beständig emmittiert und welches alleine in Deutschland jedes Jahr zwischen 120.000 und 140.000 Personen das Leben kostet. Von diesen sind übrigens ca. 3000 „nur“ Passivraucher wie das Deutsche Krebsforschungszentrum (dkfz) vor einigen Jahren errechnet het.

Schlussbemerkungen

Kommen wir zum Schluss. Der wesentliche restliche Text der Dame besteht aus einem an die Wand gemalten Horrorszenario, in welchem sie beschreibt, was denn passieren würde, wenn der Tabak gänzlich verboten würde.

Schenkt man ihr in diesem Punkt Glauben, geht ab diesem Zeitpunkt die Welt dann vollends unter: Die geselligen Raucher tauchen in „die Diaspora“ ab, entziehen sich den geselligen Nichtrauchern, es kommt zusätzlich zum Zusammenbruch des Staatswesens, da ja die Tabaksteuer wegfalle und am Ende sei nicht einmal mehr die medizinische Versorgung gewährleistet. Und das Schlimmste: Die amerikanischen Burger- und Kaffeebuden übernähmen die dann verwaisten Lokale der abgetauchten Genussfreunde und würden eine öde Einheitsgastronomie etablieren, die jedem Genussmenschen ein Grausen sei. Und ganz am Ende sei der Tabak dann auch wieder „hip“ und es würden wieder mehr und mehr Menschen Gefallen am Rauchen finden, denn das sei ja so hochattraktiv, ganz einfach, da verboten.

Der ganze hanebüchene Raucherschwachsinn der Frau Sat-Ananda hat nur einen kleinen Schönheitsfehler: Es wird leider niemals gelingen, und darin ist der Autorin ein einziges Mal zuzustimmen, die Droge Tabak vollständig zu verbieten. Ich bedauere das zwar, aber aus genau diesem Grunde kann man auch ihre ganzen an die Wand gehusteten Schreckensszenarien buchstäblich „in der Pfeife rauchen“ da die Grundlage für ihre Zukunftsvision bereits nicht existiert.

Der gesamte Text der Autorin ist allerdings ein wunderbarer Beleg dafür, dass Tabakkonsum tatsächlich zu schwersten Schäden im Neocortex des Menschen führt. Jemand, der das Wohl und Wehe der Welt ausschließlich mit dem Tabakkonsum verknüpft, hat wirklich ein mentales Problem, dass er bzw. sie dringend mit einem Fachmann oder einer Fachfrau besprechen sollte. Mehr ist zu dem gesammelten Raucherblödsinn der Frau Sat-Ananda nichtmehr zu sagen.

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Die verzerrte Weltsicht von Qualmprofessor Günter Ropohl

Ein weiteres schreckliches Beispiel für die verzerrte Weltsicht von Tabakabhängigen habe ich auf folgender Seite gefunden:

http://www.ropohl.de/5.html. Der Autor schreibt darin u. a.:

„Raucher aller Länder, vereinigt euch!“

Der hilflose Versuch, das Manifest des Karl Marx auf Drogensüchtige zu übertragen wirkt zuerst einmal über die Maßen lächerlich. Zu was soll man sich vereinen? Zu einem gemeinsamen Schlag gegen die allfällige „Nichtrauchermafia“? Für „Freiheit zum Drogengebrauch“ oder ganz einfach zum gemeinsamen Sterben an Lungenkrebs?


„18 Millionen Deutsche werden entrechtet, europaweit sogar mehr als 100 Millionen.“

Es zeugt schon von fast nicht mehr zu steigernden Verwirrtheit, wenn man Rauchverbote als „Entrechtung von Menschen“ bezeichnet. Folgt man dieser absonderlichen Einlassung, wären alle Gesetze, die eine Einschränkung der persönlichen Freiheit bedeuten, per se eine „Entrechtung“. Mit der gleichen „Logik“ könnte der ADAC dann verlautbaren lassen, Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Autobahnen seien eine „Entrechtung der Autofahrer“.


„Man verwehrt diesen Menschen das Recht, in öffentlichen Räumen, Gaststätten und Verkehrsmitteln Tabak zu geniessen.“

Abgesehen davon, Herr Ropohl, dass man „genießen“ immer noch mit „ß“ schreibt, ist derlei in der Tat ein schwerwiegender Verstoß gegen die Menschenrechte. Wieso ist noch niemand von den einschlägig bekannten Organisationen wie „Human Rights Watch“ oder „amnesty international“ darauf gestoßen, dass hier akuter Handlungsbedarf besteht? Schließlich ist aktiver Drogengebrauch ja ein Grundrecht des Menschen und jemand, der eine legale Droge erwirbt, hat ja wohl das unveräußerliche Recht, diese an allen Orten und zu allen Zeiten ohne Rücksicht auf die Belange anderer zu konsumieren.


„Damit schränkt man ihr Grundrecht auf freie Persönlichkeitsentfaltung drastisch ein.“

Ein entsetzlich verkürtzter Gedanke! Und der Begriff „Rechtsgüterabwägung“ scheint Herrn Ropohl überhaupt nicht geläufig zu sein. Oder wie kann man sonst auf die fixe Idee kommen, jedes Grundrecht sei durch ein Individuum vollkommen schrankenlos wahrzunehmen und eine Inkaufnahme der Verletzung der Grundrechte anderer Menschen sei daher vollkommen akzeptabel?


„Das wird einer verfassungsrechtlichen Überprüfung mit Sicherheit nicht standhalten.“

Doch, Herr Ropohl, das hat es bereits. Das BVerfG hat in seiner Urteilsbegründung vom 30.7.08 sogar ausgeführt, dass auch ein unbeschränktes Rauchverbot verfassungsgemäß wäre. Sie sollten nicht über Rechtsdinge sprechen. Das ist nicht Ihr Fachgebiet.


„Man begründet diese Menschenrechtsverletzung mit der Behauptung, ein höherrangiges Gut stände auf dem Spiel, nämlich die Gesundheit der Nichtraucher.“

Nun, wem seine eigene Gesundheit völlig egal ist, der dürfte auch mit der Fragestellung überfordert sein, ob andere Menschen dieser  Gesundheit eventuell einen höheren Stellenwert einräumen als man selber. Nicht jeder ist so dumm und zerstört sich selbst.


„Die Luft in der Umgebung von Rauchern, heisst es, würde mit Tabakrückständen versetzt, die, von Nichtrauchern unfreiwillig („passiv“) eingeatmet, tödliche Erkrankungen auslösen würden.“

Auch wenn diese Erkrankungen nicht immer unbedingt tödlich enden, so sind sie doch für Menschen schwerwiegend. Herr Ropohl scheint als Raucher sowieso nicht verstanden zu haben, dass Gesundheit einen wesentlichen Teil von Lebensqualtität ausmacht.


„Zu dieser Behauptung, die vor rund dreissig Jahren in den USA erfunden wurde, sind unzählige Untersuchungen angestellt worden, die durchweg allein auf statistischen Schätzungen beruhen.“

Da irrt Herr Ropohl mal wieder. Es waren die „bösen Nazis“ die Passivrauchen als Erkrankungsrisiko „entdeckt“ hatten. Diesmal war es also nicht der „böse Ami“ sondern Hitolf Adler persönlich, der dem Passivrauchen den Kampf angesagt hatte. Oder war es doch der sozialdemokratische Arzt Fritz Lickkint, der den Begriff in die wissenschaftliche Diskussion eingeführt hat? Ach, egal, es waren immer „die Bösen“.


„Ihre Ergebnisse, widersprüchlich und unter Wissenschaftlern höchst umstritten, können nicht beweisen, das „Passivrauchen“ gesundheitsgefährlich wäre.“

Es ist schon erschreckend, dass ein ehemaliger Prof. den aktuellen Stand der Forschung nicht kennt oder nicht zur Kenntnis nehmen will.


„Trotzdem behaupten Gesundheitsfunktionäre lautstark das Gegenteil und wollen mit wissenschaftlich fragwürdigen Spekulationen ein Grundrecht ausser Kraft setzen. Wegen eines bloss hypothetischen, unbewiesenen Risikos soll wirkliche Freiheit geopfert werden.“

Ja, Herr Ropohl, das ist schlimm. Sie haben mein tiefsten Mitgefühl. Sie armer entrechteter Tabakgenussraucher.


„Die gesetzlichen Rauchverbote verstossen gegen den Rechtsgrundsatz der Verhältnismässigkeit:“

Aha. Der Herr lässt sich nun zu juristischen Fragestellungen ein.


„(1) Rauchverbote sind überhaupt nicht geeignet, zusätzlichen Gesundheitsschutz zu schaffen. Wenn Umgebungsrauch die Gesundheit nicht gefährdet, sind Rauchverbote nicht nur nicht geeignet, sondern sie sind sinnlos.“

Leider ist eine Schlussfolgerung bereits dann falsch, wenn sie schon auf einer einzigen falschen Annahme basiert. Ach ja: Passivrauch ist nicht kanzerogen und toxisch. Und die Erde ist eine Scheibe.


„(2) Rauchverbote sind nicht erforderlich. Selbst wenn sie geeignet sind, eine Minderheit empfindlicher Nichtraucher vor Belästigung zu schützen, gibt es mildere Mittel, dieses Schutzziel zu erreichen. Man kann im öffentlichen Raum praktikable Abgrenzungen von Nichtraucher- und Raucherbereichen vorsehen, die beiden Seiten die freie Wahl belassen. Das hatte sich bei den Eisenbahnen seit Jahrzehnten bewährt, bevor nun auch hier grundlos totale Rauchverbote verhängt werden.“

Warum sollte man teure technische Maßnahmen implementieren, wenn man das gleiche Ziel durch ein einfaches Rauchverbot errreichen kann? Dadurch sinken Gesundheits- UND Kostenbelastung zeitgleich. Und ich zahle doch nicht dem Raucher „seine“ Lüftung mit, so dass er mich nicht mehr vergiftet.

Wobei noch zusätzlich keineswegs bewiesen ist, dass Lüftungsmaßname überhaupt geeignet sind, damit ich im Restaurant nicht vom Qualm des hinter mir sitzenden Qualmers vergiftet werde. Denn zuerst zieht sein Qualm bei mir vorbei und danach dann erst in die über uns angebrachte Lüftungsanlage. Oder kann Herr Ropohl erklären, warum Diffusion jetzt plötzlich sprunghaft werden solte?


„(3) Der Schaden allgemeiner Rauchverbote steht in einem krassen Missverhältnis zu einem kaum nachweisbaren Nutzen.“

Schaden???? Von welchem messbaren Schaden redet dieser Mann? Wem schanden denn die Rauchverbote? Doch nur den nikotinsüchtigen Dauerkiffern, die ohne Droge keine 20 Minuten still sitzen können.


„Millionen Menschen werden von der Teilhabe an öffentlicher Geselligkeit und Mobilität ausgeschlossen.“

Biiiittee? Wieso? Wenn diese Menschan nicht dauernd ihrem Drogenkonsum nachkommen müssten, könnten sie vollumfänglich am öffentlichen, sozialen und kulturellen Leben teilhaben. Zur Not hilft halt ein Drogenentzug. Niemand muss zu Fuß gehen, weil er mit der DB nicht fahren darf. Er muss halt nur mal auf die Kippe verzichten können. Dieser Herr Ropohl ist schon reichlich bizarr in seinen Gedankengängen….


„In Arbeitsstätten, Fernzügen, Krankenhäusern und Altenheimen werden sie zu leidvollem Genussverzicht gezwungen.“

Ja, das ist wirklich unerträglich. Immerhin in das „Recht auf Genuss“ im Grundgesetz verankert (welcher Artikel war das nochmal?). Und diese armen Menschen müssen nun unter zwangsweisem von außen oktruiertem Genussentzug leiden, nur wil ein paar neurotische und genussfeindliche der Askese verhaftete Nichtraucher sie dazu verdammen. Ein unhaltbarer Zustand. Gerade in Krankenhäusern, namentlich den Stationen der Onkologischen Pulmologie, wo der Lungenkrebspatient behandelt wird, muss das Rauchverbot dringend aufgehoben werden! Rauchen ist ein Grundrecht bis ins Endstadium. Jawohl, Herr Ropohl (hey, das reimt sich sogar!  )


„Schliesslich sind Zigtausende von Gaststättenbesitzern in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht,“

Auch das ist ein schlagendes Argument. Weil es wirtschaftliche Zwänge gibt, werden andere Bedenken (Gesundheit und Wohlergehen der Nichtraucher) vollständig ignoriert. Ich bin daher auch für die rigorose Freigabe des Waffenhandels. Sachließlich sind die strengen Waffengesetze in der EU die Ursache dafür, dass jedes Jahr 10.000de kleiner Waffenhändler ihre Betriebe schließen müssen und zu Empfängern von sozialen Transferleistungen werden. „One man, ten rifles!“, Mr. Ropohl, that’s what WE want!


„und eine traditionelle Kneipen- und Tabakkultur wird zerstört.“

Genau. Der Drogengebrauch ist schließlich eine kulturelle Errungenschaft, so wie Theater, Tanz, Musik, Malerei, Literatur, Dichtkunst etc. etc. Und das Prekariat hat daher auch einen unveräußerlichen Anspruch auf „seine“ Kultur.


„Die Organisationsmenschen bei Fluglinien, Verkehrsbetrieben und öffentlichen Gebäuden missbrauchen die unbegründete Angst vor dem Tabakrauch als Alibi, um mit allgemeinen Rauchverboten lächerliche Reinigungskosten einzusparen. „

Ein wahrhaftiger Skandal!


An dieser Stelle muss ich diesen Text beenden. Passivrauch verursacht mir ja bereits Kopfschmerzen. Dieses unsägliche Geschwätz von Herrn Ropohl ist aber viel übler in  der Wirkung. Zu den Kopfschmerzen kommt jetzt auch noch ein unerträglicher Brechreiz hinzu. Entschuldigen Sie mich, ich muss mal eben „wohin“…

(C) 2010 Peter Rachow von raucherwahnsinn.de. Abdruck mit Genehmigung des Autors

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