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Die Hardcoreraucher und der Tod von Helmut Schmidt

Helmut Schmidt ist tot. Der wohl bekannteste Kettenraucher der Republik verstarb gestern im hohen Alter von 96 Jahren. Über das Wirken von Herrn Schmidt will ich hier nicht referieren, das können andere viel besser. Ich möchte hingegen daran erinnern, dass Helmut Schmidt in einem Belange sicher kein leuchtendes Vorbild war. Zumindest nicht für normale Menschen. Denn Schmidt war derart zigarettenabhängig, dass er sich immer und überall eine anzünden musste. Auch dort, wo für andere Menschen ein striktes Rauchverbot herrscht. Bekannt sind unter anderem seine rauchigen Eskapaden aus Krankenzimmern und Fernsehstudios. Und genau diese Tatsache löst bei den bekannten Hardcorerauchern nun eine kollektive Welle größten Katzenjammers aus. Denn den Suchtrauchern ist nun ihr letztes Idol abhanden gekommen, nachdem bereits vor einigen Jahren Jopi Heesters mit 108 Jahren von der Bühne des Lebens abtreten musste. Und der ganze Jammer kulminiert nachfolgend in einigen peinlichsten Entgleisungen, über die nun kurz und schmerzvoll berichtet werden soll, denn „Netzwerk Rauchen“, „Raucher in Deutschland“ und vermutlich auch andere Kanäle der Fans des Herrn Schmidt überbieten sich also derzeit mit Lobpreisungen und Kondolenzpostings auf den verstorbenen Altkanzler. Trauer ist angesagt. Oder was man so „Trauer“ nennt. Bei manchen Tabakfanatiker wird daraus nämlich nur die ultimative Peinlichkeit.

Nehmen wir uns doch gleich einmal das „Netzwerk Rauchen“ vor, genauer gesagt deren facebook-Kanal. Es geht los mit einer ebenso dümmlichen wie schwülstigen Einlassung des uns wohlbekannten Jürgen Vollmer aus Marburg:

Jürgen Vollmer: Mit Schmidt geht der letzte große Staatsmann, den dieses Land in besseren Tagen einst hervorgebracht hat! Möge er Frieden finden auf seiner letzten Reise zurück ins Universum, das nicht nur um eine feine Spur Mentholwölkchen bereichert wird. (Quelle)

Schwurbeldiktion vom Feinsten, wie wir sie von Vollmer gewohnt sind, inklusive seiner Lieblingsvokabeln „einst“ und „möge“. OK, ich bin schon froh, dass es beim Marburger Qualmfreund endlich mal ohne Beleidigung geht, aber das mit den „Mentholwölkchen“ die Schmidt auf seinem Ritt durch das „Universum“ begleiten sollen, das rollt einem wirklich die Fußnägel hoch. Was nimmt Vollmer so zu sich, bevor er derlei dummes Zeug ins Internet einstellt? Allerdings ist diese dümmlich-verschwurbelte Sprache des Jürgen Vollmer nun auch nicht eine einzelne Eruption verbalen geistigen Dünnpfiffs. Denn Vollmer hat einen neuen Stil erfunden. Statt rüpelhafter Beleidigungen gegen seine Gegner nun die ebenso aufgeblasene wie sinnfreie Schwulstrhetorik. Diesen neuen Stil konnte man bereits vor Monaten erahnen, als man den neu ersonnenen Leitspruch über der facebook-Seite des von ihm adminstrierten Nikotinkanals zu lesen „das Vergnügen“ hatte. Da wurde klar: Der Mann taugt eindeutig zur Heißluftpumpe im Dienst von Raucherbein und Lungenkrebs:

Dummer Spruch von Jürgen Vollmer für das

Dummer Spruch von Jürgen Vollmer für das „Netzwerk Rauchen“

Ach weißt Du, Jürgen, von mir aus könnt Ihr alle gerne in die Luft fliegen. Irgend jemand wird die Reste schon beseitigen und dann ist endlich Ruhe mit der Qualmquengelei.

Tamara Eggert hingegen gebärdet sich,als ob sie gerade Vater oder Ehemann verloren habe:

Tamara Eggert Er wird mir so fehlen….

Tja Tamara, jetzt konntet Ihr nicht mal mehr zusammen Weihnachten feiern, Du und der Helmut. Eine Runde Mitleid für Frau Eggert! Aber Tamy, vielleicht tritt ja bald einer neuer Mann in Dein Leben. Lass es uns wissen!

So, und jetzt wird es wieder richtig blöde. Denn Michael Löb vom „Netzwerk Rauchen“ legt los:

Michael Löb, Netzwerk Rauchen: Auch den stärksten Raucher haut es irgendwann um. 96 Jahre alt ist Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt geworden, heute ist er von uns gegangen. […] Der populäre Elder Statesman hat sich um diskriminierende Rauchverbote einen feuchten Kehricht geschert und bleibt damit Vorbild für uns alle. (Quelle)

Wenn der stärkste Raucher erst mit 96 Jahren abtritt, kann der ehemalige Starkraucher Gian Turci, dessen Frühversterben das Netzwerk vor ein paar Tagen beklagte (Link), ja eigentlich nur eher schwach auf der Brust gewesen sein. Den hat es nämlich bereits mit knapp 58 Jahren tabakbedingt aus den Latschen gehauen. Und dass Löb das asoziale Verhalten, sich über geltende Regeln einfach hinwegzusetzen (in diesem Falle trotz Rauchverbot zu rauchen) durchaus goutiert, verwundert mich nicht im Geringsten. Man ist derlei von der Organisation, welcher der Mann aus Worms vorsteht, durchaus gewöhnt.

Weiter geht’s im Text der Kondolanten: Auch Uwe Knuth steht immer noch mit Orthographie bzw. Grammatik auf Kriegsfuß und verpackt einen schweren Fall von Legathenie gekonnt in eines seiner beliebten „Diese Person“-Bildchen. Schön wäre es indes, wenn sich „diese Person“ endlich mal einen Duden kaufen würde oder sich in der VHS für einen Rechtschreibkurs anmelden und diesen dann auch tatsächlich besuchen würde!

Uwe Knuth und seine kreative Grammatik

Uwe Knuth und seine kreative Grammatik

Ein „n“ wurde mal eben eingespart, aber die Zeiten sind hart und da muss man Prioritäten setzen. Grammatik gehört bei Knuth nicht dazu. Aber schön, dass sich Knuth bei Schmidt bedankt. Das freut den Helmut sicher, wenn er auf „Wolke 7“ eine Mentholzigarette pafft und sich nach unten umschaut.

Und nun wird klar, warum alle Suchtraucher Helmut Schmidt verehren:

Kurt Schild ein kanzler und raucher geht von uns und was ich glaube er hat mehr graucht wie ich und ist trotzdem ein alter von 96 jahren erreicht und was sagt uns das weiter rauchen bis zum letzten zug wir sterben alle ob mit oder ohne rauchen (Quelle)

Yep, da spricht die deutsche Intellenz (Schreibweise ist Absicht!) Helmut Schmidt war für diese Leute vermutlich nur der lebende Beweis, dass man auch als Raucher sehr alt werden kann. Das kleine Problemchen dabei: Die Suchtraucher sind in den meisten Fällen einfach zu unterbelichtet, den Begriff „statistischer Ausreißer“ korrekt zu verstehen. Man denkt in diesen Kreisen wohl, dass wenn es einen einzigen Menschen erst mit 96 „umhaut“ (Zitat „Netzwerk Rauchen“) es dann in allen anderen Fällen auch so sein muss. Und so wird mancher der hier kondolierenden Zeitgenossen sich vermutlich in der nächsten Zeit ebenfalls auf dem Weg „ins Universum“ (Zitat Jürgen Vollmer) wiederfinden. Allerdings ohne dass man ihn entsprechend beweinen wird.

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Uwe Knuth – Wenn Dummheit bildhaft wird

Ich beschäftige mich nun schon einige Jahre mit dem Thema „Raucherwahnsinn“. In dieser Zeit habe ich immer wieder Dinge gesehen, von denen ich dachte, dass dies doch nun das Ende der Fahnenstange der Raucherblödheit sein muss. Und ich war mir sicher, dass dann irgendwann mal ein noch größerer Blödsinn nachkommt. Und so ist es mir heute Morgen ergangen. Als ich die unten abgebildetete Grafik von Uwe „Die Orthographie bin ich!“ Knuth gesehen habe. Da wusste ich: Es ist mal wieder soweit. Ein neuer Gipfel der Raucherdummheit wurde erklommen:

Uwe Knuth packt Dummheit in Bilder

Uwe Knuth packt Dummheit in Bilder (Quelle)

Also erstmal die Fakten, die Herr Knuth offenbar nicht kennt:

  • Lungenkrebs ist tödlich. (Link)
  • 80 bis 90% der Lungenkrebspatienten sind Raucher. (Link)
  • Das Lungenkrebsrisiko eines Rauchers beträgt auf die Lebenszeit bezogen ca. 15-23% (Link)
  • Das Lungenkrebsrisiko eines NICHTrauchers beträgt auf die Lebenszeit bezogen ca. 0,5% (ebd.)

Jetzt verstehe ich aber auch gar nicht, was uns Uwe Knuth eigentlich sagen will. Denn das Szenario, welches er anpeilt, dürfte eine äußerst niedrige Eintretenswahrscheinlichkeit haben: Ein Nichtraucher erkrankt an Lungenkrebs (ca. 0,5%). ein Raucher erkrankt NICHT an Lungenkrebs (85%). Der Raucher stirbt an einer anderen Todesursache und der Nichtraucher bekommt seine Lunge. Dass die Gewebetypen der beiden Beteiligten auch noch passen müssen, setzt die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Szenario eintritt, nochmals um einige Zehnerpotenzen herunter.

Hinzu kommt, dass bei einem Bronchialkarzinom NIE eine Lungentransplantation durchgeführt wird (Link). Denn 60% aller Fälle von Lungenkrebs sind bei Diagnosestellung bereits so weit fortgeschritten, dass sie inoperabel sind. Entweder weil sie bereits zu weit in das umliegende Gewebe infiltriert haben und/oder sie bereits metastasiert sind. Wenn man einen Patienten im frühen Stadium des BC operieren kann, ist eine Transplantation unnötig. Im späteren Stadium stirbt der Patient nicht an seinem Lungenleiden sondern weil das Karzinom metastasiert hat und andere Organe (idR Leber oder Gehirn) versagen. In allen diesen Fällen wäre eine Lungentranplantation also vollkommen sinnlos. Das muss Uwe Knuth aus Bergheim, der seine Zeit gerne damit verbringt, dümmliche Bildchen für Lungenkrebs und Raucherbein zu entwerfen und ins Internet zu stellen, nicht wissen. Woher auch?

Und dass in Ausnahmefällen auch mal die Lunge eines Rauchers transplantiert wird (etwa bei schwerer COPD beim Empfänger) beweisen soll, dass Passivrauch ungefährlich ist, das muss mir der Mann aus Bergheim in Nordrhein-Westfalen mal erklären.

Auaaaaaaaah!

Auaaaaaaaah!

 

Besonders erschreckend ist aber, dass immerhin 13 potenzielle Lungenkrebspatienten diesen selten dummen Beitrag von Uwe Knuth mit einem „Gefällt mir“ versehen haben. Ein untrügliches Zeichen für die intellektuelle Überlegenheit von Tabakrauchern:

13 Intellektuelle glauben jeden Unsinn

13 Intellektuelle glauben jeden Unsinn

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„Pro Lebensfreude OV“: Selten dämliche Aktion

Die Abwegigkeit von Rauchern scheint unerschöpflich. Ein neues Beispiel hierfür liefert heute ein gewisser „Pro Lebensfreude OV“ auf der facebook-Seite „Raucher in Deutschland“ ab. Er postet folgende haarsträubende Story, die so saudämlich ist, daß man fast geneigt ist, anzunehmen, da sei jemand nicht ganz bei Trost gewesen, als er am PC saß.

Und diese Räuberpistole geht so:

„Pro Lebensfreude OV“ hat eine Mama und die heißt Käthe. Und ein Volkwin Michlewski (zur Info: das ist der Typ, der bis vor wenigen Tagen täglich die allerdümmsten Rauchercollagen und anderen Tabakschrott ins Netz gestellt hat) habe bei ihr angefragt (um was es in der Anfrage ging weiß wohl kleiner) und sie wolle, daß „diese Bilder“ unbedingt bei facebook eingestellt würden. Dann faselt „Gustav“ (so nennt sich „Pro Lungenkrebs OV“) noch etwas davon, daß er Menschen im Heim „am PC“ betreue, aber diesen Käse wollen wir hier nicht vertiefen. Der Alkohol dürfte hier seine Wirkung gehabt haben. Auf jeden Fall stellt „Gustav“ auf Vorbringen seiner Mama zwei Bilder ins Netz. Eines angeblich von 1958 und eines von 2012. Und der ganze Schwachsinn endet in der Aussage, seine Mutter würde seit 70 Jahren rauchen:

Pro Lebensfreude OV - Schwachsinn pur

Pro Lebensfreude OV – Schwachsinn pur

Dabei tun sich ein paar interessante Fragen auf:

a) Warum ist das Bild rechts (angeblich aus dem Jahre 2012) eigentlich ein Schwarz-Weiß-Bild wo es doch heute Digitalkameras gibt, die ausnahmslos in Farbe aufnehmen?

b) Wenn die Person auf dem Bild rechts angeblich 93 Jahre alt sein soll, dann muß die Person links ca. 40 Jahre alt sein. Diese hat dann den Angaben nach mit 24 Jahren das Rauchen begonnen und muss auf dem Bild links seit mindestens 16 Jahren Raucherin sein. Blöderweise sieht sie aber nicht danach aus. Man vergleiche dazu die weiblichen Raucherwracks auf den bekannten Stinkkanälen, die zwischen 40 und 50 Jahre alt sind und bei denen man die Furchen und Falten im Gesicht einzeln zählen kann.

Diese Geschichte klingt also nicht nur dämlich konstruiert, sie ist es auch.

Aber das Beste kommt noch. Die gesammelte Intelligenz der „Raucher in Deutschland“ schlägt jetzt zu:

Pro Lebensfreude OV - Schwachsinn pur

Pro Lebensfreude OV – Schwachsinn pur

Aber so ist das eben mal: Wer so dumm ist und raucht, der fällt auch auf so einen Quatsch rein.

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Volkwin und Django – Das neue Traumpaar für den Lungenkrebs

Wir von raucherdossiers sind es ja gewohnt, daß sich Raucher für ihre Nikotin-Sucht und ihre Droge gnadenlos zum Brot machen. Aber was Volkwin Michlewski, der sich wohl angesichts des drohenden Karnevals als Räuber Hotzenplotz verkleidet hat, und sein Raucherkumpel Uwe Knuth (nur echt mit der eklantanten (Absicht!)  Rechtschreibschwäche), der diesmal als „Django“ geht, da plakativ geleistet haben, das ist an Lächerlichkeit in der Tat kaum mehr zu steigern. Dieses überaus peinliche Bild wollen wir hier unseren Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten. Der eingebettete facebook-Beitrag, bitte festhalten und nicht lachen!

Diese beiden Herren, die wohl niemand mehr ernstnehmen kann, der noch alle Tassen im Schrank hat,  meinen also, gegen „Bevormundung“ zu kämpfen.  Gestatten, daß ich lache? Denn hier muß sich sofort die Frage anschließen, von wem die beiden denn genau bevormundet werden. Möglicherweise gar nicht von der rot-grünen Landesregierung in Nordrhein-Westfalen, die ihnen nur eine kleine Rauchabstinenz in der Gastronomie verordnet hat. Sondern eher von ihrer Tabaksucht, die sie dazu zwingt, sich in aller Öffentlichkeit bis auf die Knochen lächerlich zu machen. Sich nämlich als Duo infernale aus Räuber Hotzenplotz II und „Django für Arme“ im Internet ablichten zu lassen. Mit einer dicken Pfeife im Mund bzw. einem Zigarillo bestückt. Damit jeder auch gleich weiß, wie die beiden ticken.

Rauchen soll ja wirklich dämlich sein. Aber daß es auch dämlich macht, ist wieder einmal neu belegt.

Rauchen macht dämlich!

Rauchen macht dämlich!

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